Keine Unterstützung für das Memorandum „Kirche 2011“ — Cusaner widersprechen ihrem Vorstand

(Ham­burg) Eine Grup­pe von Sti­pen­dia­ten des Cusa­nus­werks lehnt die For­de­run­gen des kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Memo­ran­dums „Kir­che 2011: Ein not­wen­di­ger Auf­bruch“ ent­schie­den ab. Gleich­zei­tig wider­spre­chen die Cusaner ihrem Vor­stand, der sich in einer Pres­se­aus­sen­dung vom 05.02.2011 hin­ter die Erklä­rung der Theo­lo­gen gestellt hat­te.

Wie ein Spre­cher der Grup­pe erklär­te, führ­ten die For­de­run­gen der Theo­lo­gen zu einer „Zer­stö­rung der katho­li­schen Iden­ti­tät“. Sie sei­en Teil der von Papst Bene­dikt XVI. ver­ur­teil­ten „Dik­ta­tur des Rela­ti­vis­mus“, die eine gro­ße Gefahr für die Kir­che Chri­sti dar­stel­le.

Gera­de als Sti­pen­dia­ten der katho­li­schen Stu­di­en­för­der­stif­tung füh­le man sich jedoch der gül­ti­gen kirch­li­chen Leh­re ver­pflich­tet und wol­le dem Papst sei­ne Ver­bun­den­heit und Treue bekun­den. Über­dies habe der Vor­stand der stu­die­ren­den Cusaner mit der Pres­se­er­klä­rung sei­ne Befug­nis­se über­schrit­ten. Für Erklä­run­gen zu der­art zen­tra­len kir­chen­po­li­ti­schen Fra­gen hät­te es einer vor­he­ri­gen Abstim­mung mit der Voll­ver­samm­lung aller Sti­pen­dia­ten bedurft.

„Es sei befremd­lich, daß ‚einer­seits Lai­en­be­tei­li­gung und Demo­kra­ti­sie­rung als Mit­tel zur Gesun­dung der Kir­che geprie­sen wür­den, die kon­kre­te demo­kra­ti­sche Her­aus­for­de­rung aber nicht ange­nom­men wer­de‘ “, heißt es in einer Pres­se­er­klä­rung.

Sie­he auch Peti­ti­on „Pro Eccle­sia“

(LS)