„Christen sind die größte religiöse Gruppe, die wegen ihres Glaubens verfolgt wird“ — COMECE-Konferenz fordert aktives Eingreifen Europas

(Brüs­sel) „Ver­fol­gung aus reli­giö­sen Grün­den gibt es auch heu­te noch in aller Welt. 75% der Todes­fäl­le im Zusam­men­hang mit Ver­bre­chen, die vor reli­giö­sem Hin­ter­grund began­gen wer­den, betref­fen Chri­sten. Jedes Jahr wer­den 170.000 Chri­sten wegen ihres Glau­bens ver­folgt“.

Aus die­sem Grund ver­an­stal­tet die Kom­mis­si­on der Bischofs­kon­fe­ren­zen der Euro­päi­schen Gemein­schaft (COMECE) am 5. Okto­ber in Brüs­sel (Bel­gi­en) eine Kon­fe­renz zum The­ma Chri­sten­ver­fol­gung. Wie aus einer Ver­laut­ba­rung her­vor­geht,  wird die Kon­fe­renz in Zusam­men­ar­beit mit ver­schie­de­nen par­la­men­ta­ri­schen Grup­pen des Euro­päi­schen Par­la­ments und mit Unter­stüt­zung des Hilfs­werks Kir­che in Not und der Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on Open Doors Inter­na­tio­nal ver­an­stal­tet.

„Ins­ge­samt wer­den rund 100 Mil­lio­nen Gläu­bi­ge wegen ihres Glau­bens dis­kri­mi­niert, was bedeu­tet, daß die christ­li­che Glau­bens­ge­mein­schaft die größ­te Grup­pe ist, die unter Ver­fol­gung aus reli­giö­sen Grün­den lei­det.“ In die­sem Sin­ne for­dern die COMECE und ihre Part­ner: „Euro­pa darf nicht pas­siv blei­ben! Die Euro­päi­sche Uni­on muß sich der eige­ne Mit­ver­ant­wort­lich­keit beim Schutz der Reli­gi­ons­frei­heit in aller Welt stel­len“.

Im Rah­men der Kon­fe­renz wird die COMECE auch ihren Bericht zur Reli­gi­ons­frei­heit vor­stell­ten, der auch eine Rei­he von Emp­feh­lun­gen für die Insti­tu­tio­nen der Euro­päi­schen Uni­on ent­hält. Auf der Red­ner­li­ste ste­hen unter ande­ren: Bischof Edu­ard Hil­bo­ro Kussa­la von Tom­u­ra-Yam­bio (Süd­su­dan) und der chaldäi­sche Bischof von Kir­kuk (Irak), Lou­is Sako.

(Fides)