Papst Benedikt XVI. als Malleus haereticorum

(Rom) Papst Bene­dikt XVI. fand mäch­ti­ge Wor­te zum Abschluß des Prie­ster­jah­res bei der vor Tau­sen­den von Prie­stern aus aller Welt auf dem Peters­platz zele­brier­ten Herz-Jesu-Mes­se.

„Dein Stock und dein Stab geben mir Zuver­sicht“: Der Hir­te braucht den Stock gegen die wil­den Tie­re, die in die Her­de ein­bre­chen möch­ten; gegen die Räu­ber, die sich ihre Beu­te suchen. Neben dem Stock steht der Stab, der Halt schenkt und schwie­ri­ge Pas­sa­gen zu durch­schrei­ten hilft. Bei­des gehört auch zum Dienst der Kir­che, zum Dienst des Prie­sters. Auch die Kir­che muß den Stock des Hir­ten gebrau­chen, mit dem sie den Glau­ben schützt gegen die Ver­fäl­scher, gegen die Füh­run­gen, die Ver­füh­run­gen sind. Gera­de der Gebrauch des Stockes kann ein Dienst der Lie­be sein. Heu­te sehen wir es, daß es kei­ne Lie­be ist, wenn ein für das prie­ster­li­che Leben unwür­di­ges Ver­hal­ten gedul­det wird. So ist es auch nicht Lie­be, wenn man die Irr­leh­re, die Ent­stel­lung und Auf­lö­sung des Glau­bens wuchern läßt, als ob wir den Glau­ben selbst erfän­den. Als ob er nicht mehr Got­tes Geschenk, die kost­ba­re Per­le wäre, die wir uns nicht neh­men las­sen. Zugleich frei­lich muß der Stock immer wie­der Stab des Hir­ten wer­den, der den Men­schen hilft, auf schwie­ri­gen Wegen gehen zu kön­nen und dem Herrn nach­zu­fol­gen.

(Bild: Asia­news)