Wird Sandoval Papst-Delegat für Legionäre?

(Mexi­ko) Kar­di­nal Juan San­do­val Ini­guez wäre dazu bereit, als päpst­li­cher Dele­gat den Rei­ni­gungs­pro­zeß bei den Legio­nä­ren Chri­sti zu lei­ten. Das sag­te er jetzt einem mexi­ka­ni­schen Radio­sen­der. Das sei zwar nicht sei­ne Idee, aber „wenn der Papst mich fra­gen wür­de, dann wür­de ich ihm gehor­chen“. San­do­val geht vor­aus­sicht­lich bald als Erz­bi­schof von Gua­da­la­ja­ra in den Ruhe­stand. Papst Bene­dikt hat am letz­ten Sams­tag ange­kün­digt, er wer­de einen Dele­ga­ten benen­nen, der die Legio­nä­re Chri­sti für eine gewis­se Zeit lei­ten soll. In sei­nem Radio­in­ter­view kri­ti­siert Kar­di­nal San­do­val mit schar­fen Wor­ten den Grün­der der „Legio­nä­re“, den 2008 ver­stor­be­nen Macial Maciel. Das Bekannt­wer­den schwe­rer sexu­el­ler Ver­feh­lun­gen Maciels hat die Legio­nä­re Chri­sti in eine schwe­re Kri­se gestürzt. Maciel sei „ein Fall für die Psy­cho­lo­gen“, so Kar­di­nal San­do­val: „Er hat­te eine gespal­te­ne Per­sön­lich­keit. Ich glau­be, er war ver­rückt – ein Psy­cho­path, ein Schi­zo­phre­ner.“ San­do­vals Titel­kir­che in Rom, die Kir­che Unse­rer Lie­ben Frau von Gua­da­lu­pe, ist den Legio­nä­ren Chri­sti anver­traut.

(Ansa/ RV, Foto: Legio­nä­re Chri­sti)