Wir gehen auf die Auferstehung zu

Mit einem Pau­lus­zi­tat begann Papst Bene­dikt XVI. sei­ne Gedan­ken zur Fasten­zeit bei der Gene­ral­au­di­enz an die­sem Mitt­woch: „Jetzt ist sie da, die Zeit der Gna­de; jetzt ist er da, der Tag der Ret­tung“. Mit dem Asche­kreuz und dem Jesu Auf­ruf zu Umkehr und Glau­be an das Evan­ge­li­um begin­ne der Weg zum Oster­fest.

„Umkehr und Glau­be an das Evan­ge­li­um sind nicht zwei getrenn­te Vor­gän­ge. Christ­li­che Bekeh­rung ist nicht ein­fach ein Mora­lis­mus, son­dern ist die Hin­kehr zu dem, was der Herr uns sagt, ist Glau­be an das Evan­ge­li­um, Hin­ein­tre­ten in die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums und sich umwan­deln las­sen durch das Evan­ge­li­um. Des­we­gen ist aber auch die Umkehr nicht ein ein­ma­li­ger Akt und dann geht alles gut wei­ter, son­dern ein Pro­zeß, der unser gan­zes Leben durch­zieht. Immer neu müs­sen wir uns aus der Mit­tel­mä­ßig­keit, in die wir immer wie­der her­un­ter­fal­len, her­aus­rei­ßen las­sen in die Grö­ße des Evan­ge­li­ums hin­ein, in das eigent­li­che Maß, das Gott unse­rem Mensch­sein zuge­dacht hat.“

Die­ser Weg sei beglei­tet vom Satz der Lit­ur­gie: „Beden­ke, Mensch, daß du Staub bist und wie­der zum Staub zurück­keh­ren wirst“.

„Die Ver­gäng­lich­keit des Men­schen, die uns immer neu dazu auf­ru­fen soll, über den Augen­blick hin­aus­zu­schau­en, ist zugleich über­wun­den durch den Tod Chri­sti, der sie in Auf­er­ste­hung umge­wan­delt hat, so daß wir die­sen Ruf an die Ver­gäng­lich­keit zugleich als Ein­la­dung und als Weg­wei­sung zur Auf­er­ste­hung mit Chri­stus hin sehen dür­fen. In die­sem Sinn wol­len wir uns anrüh­ren las­sen vom Wort des Herrn Kehrt um und Glaubt, wer­det neu, geht auf die Auf­er­ste­hung zu.“

(RV)