Vatikan veröffentlicht Nachdruck des Missale Romanum von 1962 für den liturgischen Gebrauch

(Vati­kan) Der Ver­lag des Hei­li­gen Stuhls, die Libre­ria Edit­ri­ce Vati­ca­na (LEV) ver­öf­fent­licht in einem Neu­druck wie­der offi­zi­ell das Mis­sa­le Roma­num in der Edi­tio typi­ca des Jah­res 1962. Das auch nach dem Seli­gen Papst Johan­nes XXIII. benann­te Mis­sa­le wird im Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum genannt und soll als Meß­buch für die Zele­bra­ti­on der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus ver­wen­det wer­den. Der Nach­druck wur­de zwei­ein­halb Jah­re nach der Ver­öf­fent­li­chung des Motu pro­prio als des­sen logi­sche Fol­ge drin­gend erwar­tet.

Tat­säch­lich hat­te der Vati­kan-Ver­lag bereits kurz vor Erschei­nen von Summorum Pon­ti­fi­cum im Jahr 2007 das Mis­sa­le her­aus­ge­ge­ben. Der dama­li­ge Nach­druck war jedoch aus­drück­lich nicht für den lit­ur­gi­schen Gebrauch bestimmt. Er war von Don Man­lio Sodi betreut wor­den, der ein erklär­ter Geg­ner des „Mis­sa­le von Pius V.“, wie er es nann­te, und der Gläu­bi­gen war, die sich der Tra­di­ti­on ver­pflich­tet wis­sen. Im Vor­wort schrieb Don Sodi, daß der dama­li­ge Nach­druck ledig­lich zu didak­ti­schen und Stu­di­en­zwecken erfolgt sei. Das Mis­sa­le setz­te er her­ab und lob­te die „Berei­che­rung“ und den „Schatz“ des „lit­ur­gi­schen Mei­ster­werks“ des Ordo Novus von 1970.

Nun ver­öf­fent­lich­te der Hei­li­ge Stuhl in sei­nem Ver­lag einen für die Lit­ur­gie bestimm­ten Nach­druck des alten Ritus, der für die Zele­bra­ti­on in den Kir­chen bestimmt ist und nicht mehr für die her­ab­set­zen­den Stu­di­en­zwecke Don Sodis.

Der Preis des Mis­sa­le Roma­num ex decreto SS. Con­ci­lii Triden­ti­ni resti­tutum Summorum Pon­ti­fi­cum cura reco­gni­tum. Edi­tio Typi­ca beträgt 220,- Euro und wird in Deutsch­land von der Buch­hand­lung Falk ange­bo­ten.

(messainlatino/GN)