Syrisch-Orthodoxe Gemeinde soll 600 Jahre alten Kirchturm abreißen

(Diy­arbak­ir) Wie der Gemein­de­pfar­rer Yus­uf Akbu­lut der Poli­zei mit­teil­te, wur­de er von drei ihm unbe­kann­ten Per­so­nen in sei­ner Kir­che auf­ge­sucht und auf­ge­for­dert, bin­nen Wochen­frist den Kirch­turm der syrisch-ortho­do­xen Mari­en­kir­che im Vier­tel Sur abzu­rei­ßen. Für den Wei­ge­rungs­fall wur­de mit „not­wen­di­gen Aktio­nen“ gedroht. Zur Begrün­dung für die absur­de For­de­rung gaben die drei Unbe­kann­ten den schwei­ze­ri­schen Volks­ent­scheid über das Mina­rett­ver­bot an.

Pfar­rer Akbu­lut war bereits 2001 in Schwie­rig­kei­ten gera­ten, als er Jour­na­li­sten gegen­über erwähn­te, daß 1915 auch ein Völ­ker­mord gegen­über ara­mäisch­spra­chi­gen Chri­sten erfolgt sei. Zwar wur­de das Ver­fah­ren gegen ihn ein­ge­stellt, doch die win­zi­ge syrisch-ortho­do­xe Gemein­de wur­de jah­re­lang beim Got­tes­dienst von Poli­zi­sten obser­viert.

(Assist­news)