Palästina: Erneuter Angriff auf ein christliches Zentrum im Gazastreifen

(Gaza) Es gab kei­ne Tote oder Ver­letz­te, doch Tau­sen­de von Bücher sind beim jüng­sten Angriff auf ein christ­li­ches Zen­trum im Gaza­strei­fen ver­brannt. Der Anschlag erfolg­te am heu­ti­gen Vor­mit­tag gegen das Zen­trum der Young Men’s Chri­sti­an Asso­cia­ti­on (YMCA) in Gaza. Es han­delt sich um die letz­te von einer gan­zen Rei­he von Gewalt­ta­ten gegen die klei­ne christ­li­che Gemein­schaft im Gaza­strei­fen.

Eine Grup­pe bewaff­ne­ter Män­ner brach die Ein­gangs­tür zum Zen­trum auf, hielt zwei Wach­män­ner in Schach und depo­nier­te eine Bom­be in der Biblio­thek des Zen­trums und eine wei­te­re im Ver­wal­tungs­bü­ro. Obwohl nur die erste Bom­be explo­dier­te, ent­stand ein Brand, der den größ­ten Teil der Buch­be­stän­de ver­nich­te­te, wie der Gene­ra­sek­tre­tär des Zen­trums, Eis­sa Saba, berich­tet.

Seit die Fun­da­men­ta­li­sten von Hamas die Kon­trol­le über den Gaza­strei­fen über­nom­men haben, gestal­tet sich das Leben der rund 3500 Chri­sten in dem klei­nen Ter­ri­to­ri­um hart. Seit­her kam es zu zahl­rei­chen Ein­schüch­te­run­gen und Über­grif­fen gegen Chri­sten. Der schwer­wie­gend­ste Fall der jün­ge­ren Zeit ereig­ne­te sich am 7. Okto­ber des Vor­jah­res. Damals wur­de der 32-jäh­ri­ge Christ Rami Kha­der Ayyad von der pro­te­stan­ti­schen Pale­sti­ni­an Bible Socie­ty ent­führt, gefol­tert und schließ­lich getö­tet.

(asia­news/JF)