Viele kennen den Ramadan, aber nur wenige die Fastenzeit

(Amster­dam) „Christ­li­cher Rama­dan“ lau­tet der pro­vo­kan­te Titel der dies­jäh­ri­gen Fasten­ak­ti­on der nie­der­län­di­schen Vasten­ak­tie, der am Ascher­mitt­woch ver­öf­fent­licht wur­de. „Bei der gan­zen Auf­merk­sam­keit, die dem Islam geschenkt wird, gerät unse­re eige­ne Tra­di­ti­on unter Druck. Das ist der Grund, wes­halb wir heu­te für die vier­zig­tä­gi­ge Fasten­zeit das Mot­to ‚christ­li­cher Rama­dan’ gewählt haben“, erklär­te Mar­tin van der Kuil, Ver­ant­wort­li­cher der Fasten­ak­ti­on, den unge­wöhn­li­chen Schritt.

Es wach­se die Unwis­sen­heit über die christ­li­che Vor­be­rei­tungs­zeit auf Ostern, aber alle wüß­ten was Rama­dan sei, schreibt die Pres­se­agen­tur SIR über die Situa­ti­on in den Nie­der­lan­den. „Das geschieht, weil die Medi­en der Fasten­zeit kaum Beach­tung schen­ken. Sie geben dem Kar­ne­val brei­ten Raum, aber kaum der dar­auf fol­gen­den Zeit“, so van der Kuil.

Die Vasten­ak­tie ist Teil der katho­li­schen Sozi­al­ver­ei­ni­gung Cordaid. Meh­re­re Mil­lio­nen Fami­li­en erhal­ten in die­sen Tagen den jähr­li­chen Fasten­sam­mel­brief. 4000 frei­wil­li­ge Hel­fer wer­den in den näch­sten Wochen das tra­di­tio­nel­le Fasten­op­fer ein­sam­meln.

(SIR/RP)