Islamische Institution erlaubt Kindstötung

(Kai­ro) Die höch­ste geist­li­che Auto­ri­tät des sun­ni­ti­schen Islam sprach sich dafür aus, daß ver­ge­wal­tig­te Frau­en ihr unge­bo­re­nes Kind töten las­sen dürfen.

„Eine ver­ge­wal­tig­te Frau muß ihre Schwan­ger­schaft umge­hend abbre­chen, sobald sie es erfährt und wenn ein Ver­trau­ens­arzt sein Ein­ver­ständ­nis gibt“, teil­te das Komi­tee für isla­mi­sche Stu­di­en von Al-Azhar am Sonn­tag in der ägyp­ti­schen Haupt­stadt mit. Sol­che Abtrei­bun­gen dien­ten dazu, „die gesell­schaft­li­che Sta­bi­li­tät zu wah­ren“, lau­tet die Einschätzung.

Nach Anga­ben des Ägyp­ti­schen Zen­trums für Frau­en­rech­te wer­den in dem 76-Mil­lio­nen-Ein­woh­ner-Land im Durch­schnitt jede Stun­de zwei Frau­en ver­ge­wal­tigt. Die ägyp­ti­sche Gesetz­ge­bung erlaubt Abtrei­bun­gen wenn das Leben der Mut­ter in Gefahr oder das Kind schwer behin­dert ist.

Dem­nach gilt der unein­ge­schränk­ten Lebens­schutz nur noch für Katho­li­ken. Gera­de die Fra­ge nach dem wert­vol­le­ren Leben, wird aus­drück­lich abge­lehnt und scharf ver­ur­teilt. Wer kann wis­sen, wel­che Ent­wick­lung das Kind neh­men wird, wel­ches Wir­ken es in der Gesell­schaft erreicht?

(JB/ JF)