Kundgebung zu mehr politischer Unterstützung für Familie in Berlin

(Ber­lin) Deut­sche Fami­li­en­ver­bän­de und ‑initia­ti­ven wol­len im Rah­men einer Groß­kund­ge­bung, die am 1. Juli 2007 in Ber­lin statt­fin­den wird, für mehr Ach­tung vor dem Wert von Eltern­schaft sowie für die poli­ti­sche Umset­zung der Rech­te der Fami­lie auf­ru­fen. Der Trä­ger­kreis der Groß­ver­an­stal­tung, das Fami­li­en­netz­werk www.familie-ist-zukunft.de, will ins­be­son­de­re den Gesetz­ge­ber dazu ver­an­las­sen, kin­der­rei­chen Fami­li­en steu­er­lich ent­ge­gen­zu­kom­men.

In der gegen­wär­ti­gen Dis­kus­si­on über sinn­vol­le staat­li­che Hil­fen für Fami­li­en in Deutsch­land, einem der reich­sten, aber auch kin­der­ärm­sten Län­der der Welt, for­dert die Initia­ti­ve „Fami­lie ist Zukunft“ Gerech­tig­keit und Ein­däm­mung jeg­li­cher Dis­kri­mi­nie­rung, damit vie­le Fami­li­en mit Kin­dern in sozi­al pre­kä­ren Situa­tio­nen wür­de­voll leben kön­nen. Weil das deut­sche Grund­ge­setz Ehe und Fami­lie unter den „beson­de­ren Schutz der staat­li­chen Ord­nung“ stellt, stün­den Par­la­men­ta­ri­er und Poli­ti­ker unter der For­de­rung, die elter­li­che Ver­ant­wor­tung zu schüt­zen, aber auch kon­kre­te Hil­fen anzu­bie­ten.

Ange­sichts der ver­schie­de­nen Über­le­gun­gen zu Betreu­ungs­geld, Krip­pen­fi­nan­zie­rung, Sub­ven­tio­nie­rung der Tages­pfle­ge und Gut­schei­nen for­dert die Initia­ti­ve einen unbe­steu­er­ten Kin­der­frei­be­trag von 8.000 Euro pro Kind, „finan­zi­el­le Gerech­tig­keit für alle Fami­li­en – auch in den Ren­ten­an­sprü­chen – und ins­ge­samt mehr Geld und Zeit für Fami­li­en“. Die Regie­rung soll am 1. Juli dazu ermu­tigt wer­den, ent­schei­den­de gesetz­li­che Schrit­te zur Garan­tie der Lei­stungs­ge­rech­tig­keit für Fami­li­en ein­zu­lei­ten.

„Wir sind über­zeugt, daß wir Fami­li­en end­lich auf die Stra­ße gehen und etwas bewe­gen müs­sen“, so Maria Steu­er, Vor­sit­zen­de der Initia­ti­ve „Fami­lie ist Zukunft“ in dem Ein­la­dungs­schrei­ben zur Kund­ge­bung. Es sei „höch­ste Zeit, dass wir laut und öffent­lich für unse­re Rech­te ein­tre­ten“.

Im Vor­feld haben sich vie­le kom­pe­ten­te Fach­leu­te zur Bri­sanz der Fami­li­en­ge­setz­ge­bung geäu­ßert, dar­un­ter auch Frau Wahl­gren. In einem Vor­trag (pdf-For­mat) wies sie auf die pro­ble­ma­ti­sche Fami­li­en­po­li­tik in Schwe­den hin.

Der Marsch durch die Innen­stadt von Ber­lin beginnt am 1. Juli um 13.00 Uhr an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät. Von der Sam­mel­stel­le „Unter den Lin­den 6“ aus geht es zum Bran­den­bur­ger Tor, wo eine kur­ze Kund­ge­bung statt­fin­det. Anschlie­ßend geht es wei­ter zum Gen­dar­men­markt.

(Zenit)

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