Hintergrund

Indio-Theologie, Chiapas-Experiment und Amazonassynode

(Rom/­Me­xi­­ko-Stadt) In vier­ein­halb Mona­ten wird im Vati­kan die von Papst Fran­zis­kus ein­be­ru­fe­ne Ama­zo­nas­syn­ode begin­nen. Ihre tie­fe­re Agen­da ist die Auf­he­bung des prie­ster­li­chen Zöli­bats und die Zulas­sung ver­hei­ra­te­ter Män­ner zum Prie­ster­tum. Des­halb erstaunt die Zurück­hal­tung in der Fra­ge von Bischof Feli­pe Ariz­men­di, der an „vor­der­ster Front“ gegen „ein ande­res Prie­ster­tum“ stand. Dabei hat­te Papst Fran­zis­kus Ariz­men­dis

In den 90er Jahren weihte Bischof Ruiz Garcia pber 300 verheiratete Diakone für sein Bistum, das nur 50 Priester zählte. Die Ehefrauen der "ständigen Diakone" waren in den Weiheakt eingebunden (siehe Bild), wenn auch unklar blieb, warum und wie genau.
Hintergrund

Wird „Experiment“ von San Cristobal de Las Casas wiederaufgenommen?

(Rom) Papst Fran­zis­kus ernann­te einen neu­en Bischof für die mexi­ka­ni­sche Diö­ze­se San Cri­sto­bal de Las Casas. Das Bis­tum galt lan­ge Zeit als Expe­ri­men­tier­feld eines neu­en, „indi­ge­nen Kle­rus“ für eine „auto­chtho­ne Kir­che“. Das Ziel war die Bre­chung des Prie­ster­z­ö­li­bats durch Ein­füh­rung eines ver­hei­ra­te­ten Prie­ster­tums. Obwohl die For­de­rung ein typisch „west­li­ches“ Phä­no­men ist, wur­de sie „indi­gen“ begrün­det.

Bischof Ruiz Garcia (rechts mit Schiebermütze) bei den Zapatisten-Guerilleros.
Nachrichten

Von der „autonomen Kirche“ zum „Amazonas-Priester“? Papst Franziskus und der verheiratete Klerus

(Rom) Vom 12. bis 20. Febru­ar wird Papst Fran­zis­kus Mexi­ko besu­chen. Wäh­rend zahl­rei­che Medi­en als Schwer­punkt sei­ner Pasto­ral­rei­se das Migra­ti­ons­the­ma nann­ten, ver­wies der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster auf den Besuch in der süd­me­xi­ka­ni­schen Diö­ze­se San Cri­sto­bal de Las Casas. Dort ver­such­te der von 1959–2000 amtie­ren­de Diö­ze­san­bi­schof Samu­el Ruiz Gar­cia schlei­chend den Prie­ster­z­ö­li­bat abzu­schaf­fen. Statt zöli­ba­tä­rer Prie­ster