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Für die, welche bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!

Von Msgr. Dr. Mari­an Ele­gan­ti* Der uni­ver­sa­le Juris­dik­ti­ons­pri­mat des Pap­stes (ex sese) über die gan­ze Kir­che ist seit dem Ersten Vati­ka­num eine unfehl­ba­re, dog­ma­ti­sier­te Wahr­heit. Wir kön­nen also in die­sem Arti­kel nicht von einem lega­li­sti­schen Miß­ver­ständ­nis des kirch­li­chen Gehor­sams unse­rer­seits spre­chen, wenn wir die ange­kün­dig­te Wei­he von Bischö­fen durch die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX)
Bischofsweihe im 14. Jahrhundert (Miniatur)
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Tradition zwischen Geduld und Vorsehung – und neuen Bischofsweihen

Von einem Gläu­bi­gen* Die Ankün­di­gung neu­er Bischofs­wei­hen durch die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. berührt Grund­fra­gen kirch­li­cher Ord­nung, geist­li­cher Frei­heit und geschicht­li­cher Ver­ant­wor­tung. Daß sie auf­hor­chen läßt, ist daher nicht ver­wun­der­lich. In der Bru­der­schaft selbst mischt sich die Schwe­re des Augen­blicks mit Erleich­te­rung. Seit Jah­ren wird die Not­wen­dig­keit neu­er Bischö­fe emp­fun­den, ja mit wach­sen­der Dring­lich­keit. Zugleich
Jesus Christus, König und Weltenherrscher, in der Kathedrale von Oviedo
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Was wirklich zählt

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Nicolás Gómez Dávila sag­te, daß es nicht dar­auf ankom­me, daß die Men­schen an die Exi­stenz Got­tes glau­ben, son­dern dar­auf, daß Gott exi­stiert. Wenn wir die­sen Gedan­ken wei­ter­füh­ren, kön­nen wir sagen, daß nicht das wich­tig ist, was wir (das „Sub­jekt“, wie die Moder­nen sagen wür­den) über die Din­ge (das „Objekt“) den­ken, son­dern die
1988 weihte Erzbischof Marcel Lefebvre vier Priester gültig, aber ohne päpstliche Erlaubnis zu Bischöfen, um den Fortbestand der Tradition zu sichern. Kommt es nun zu einem Déjà-vu?
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Bischofsweihen der Piusbruderschaft: Ist die Entscheidung gefallen?

Am 1. Juli will diePrie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) neue Bischö­fe wei­hen. Die Ankün­di­gung mar­kiert einen kir­chen­po­li­tisch hoch­sen­si­blen Schritt, der Erin­ne­run­gen an das Jahr 1988 wach­ruft, als Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re ohne päpst­li­che Zustim­mung vier Bischö­fe weih­te, die sei­ne eige­ne Exkom­mu­ni­ka­ti­on und die der vier neu­ge­weih­ten Bischö­fe zur Fol­ge hat­te. Wäh­rend der Sta­tus für den 1991
Zelebration der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Madrid anläßlich des Besuchs durch einen Bischof (Archivbild)
Liturgie & Tradition

Die öffentliche Demütigung einer Kirche

Seit dem Aus­bruch des rus­­sisch-ukrai­­ni­­schen Krie­ges ist die Zahl der ukrai­ni­schen grie­chisch-katho­­li­­schen Gläu­bi­gen auch in der spa­ni­schen Haupt­stadt Madrid erheb­lich ange­stie­gen. Den­noch stellt die Erz­diö­ze­se ihnen bis heu­te kei­ne eige­ne Kir­che zur Ver­fü­gung. Statt­des­sen sind sie auf das Gast­recht in einer Madri­der Pfar­rei ange­wie­sen, wo ihnen ledig­lich ungün­sti­ge Meß­zei­ten ein­ge­räumt wer­den und sie ins­ge­samt nur
Kardinal Cupich fordert Einheit und verlangt dafür das Abwürgen der Tradition
Liturgie & Tradition

Kardinal Cupich und die ideologische Deutung der liturgischen Tradition

Mit einem Bei­trag für Chi­ca­go Catho­lic, das offi­zi­el­le Medi­um der Erz­diö­ze­se Chi­ca­go, schal­te­te sich Kar­di­nal Bla­se Cupich, Erz­bi­schof von Chi­ca­go, erneut in die inner­kirch­li­che Aus­ein­an­der­set­zung um Lit­ur­gie und Tra­di­ti­on ein. Anlaß war sei­ne Teil­nah­me am jüng­sten Kon­si­sto­ri­um, das Papst Leo XIV. in Rom ein­be­ru­fen hat­te. Was Cupich als pasto­ra­le Refle­xi­on prä­sen­tiert, erweist sich bei nähe­rem
Am Montag wurde Pater John Berg, der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Petrus, von Papst Leo XIV. empfangen
Leo XIV.

Papst Leo XIV. und die Audienz für den Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Petrus

Papst Leo XIV. emp­fing am Mon­tag, dem 19. Janu­ar 2026, den Gene­ral­obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus (FSSP), Pater John Berg, zu einer Pri­vat­au­di­enz im Vati­kan. Dies geht aus dem gestern ver­öf­fent­lich­ten Tages­bul­le­tin des Vati­kans her­vor, das die täg­li­chen Audi­en­zen des Pap­stes auf­li­stet. Zu den wei­te­ren Emp­fän­gen an die­sem Tag zähl­ten unter ande­rem Kar­di­nal Mario Grech
Papst Leo XIV. mit Kardinälen bei den Arbeiten des Konsistoriums in der großen Audienzhalle
Leo XIV.

Alles, was wir über das Konsistorium Leos XIV. noch nicht wußten

Die Tages­zei­tung Il Giorn­a­le ver­öf­fent­lich­te aus der Feder von Nico Spun­to­ni eini­ge Hin­ter­grün­de rund um das Kon­si­sto­ri­um, das am 7./8. Janu­ar im Vati­kan statt­fand. Wir doku­men­tie­ren die­sen Bericht voll­in­halt­lich: Alles, was wir über das Kon­si­sto­ri­um Leos bis­lang noch nicht wuß­ten Fast eine Woche ist seit dem außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­um ver­gan­gen, und die Neu­gier dar­über, was der
Leo XIV. ließ einerseits zu, die Liturgiefrage demokratisch von der Konsistoriums-Tagesordnung zu streichen. Er ließ aber andererseits auch zu, daß Kardinal Roche allen Purpurträgern seine Überlegungen zur Liturgiefrage vorlegen konnte. Zwei Bewegungen in die falsche Richtung.
Leo XIV.

Arthur Roche und sein Dokument der liturgischen Amnesie

Von Giu­sep­pe Nar­di Der vom Prä­fek­ten des Dik­aste­ri­ums für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung, Kar­di­nal Arthur Roche, vor­ge­leg­te Text zur Lit­ur­gie anläß­lich des außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­ums im Janu­ar 2026 ist kein bloß theo­lo­gi­scher Impuls, son­dern ein pro­gram­ma­ti­sches Doku­ment. Er bean­sprucht, die lit­ur­gi­sche Fra­ge im Hori­zont der „orga­ni­schen Ent­wick­lung“ der Kir­che zu deu­ten, und erhebt zugleich den Anspruch,
Papst Leo XIV. nahm den altersbedingten Rücktritt von Msgr. Rifan, dem formal einzigen traditionell römischen Ortsbischof der Kirche, an. Im Bild Msgr. Rifan mit Papst Leo im November 2025
Leo XIV.

Rücktritt von Msgr. Rifan angenommen

Die Apo­sto­li­sche Per­so­nal­ad­mi­ni­stra­ti­on St. Johan­nes Maria Vian­ney in Cam­pos (Bra­si­li­en) bleibt vor­erst unter der Lei­tung ihres bis­he­ri­gen Ober­hir­ten. Wie aus nun ver­öf­fent­lich­ten offi­zi­el­len Doku­men­ten her­vor­geht, hat Papst Leo XIV. den alters­be­ding­ten Rück­tritt von Bischof Fer­nan­do Arêas Rifan zwar ange­nom­men, ihn jedoch zugleich gebe­ten, das Amt für wei­te­re 18 Mona­te wei­ter­zu­füh­ren. Die Apo­sto­li­sche Per­so­nal­ad­mi­ni­stra­ti­on St. Johan­nes