Kardinal Joseph Zen erhält vom kommunistischen Regime für fünf Tage seinen Reisepaß zurück, um an der Beisetzung von Benedikt XVI. in Rom teilnehmen zu können.
Christenverfolgung

Kardinal Joseph Zen darf an der Beisetzung von Benedikt XVI. teilnehmen

(Hong­kong) Kar­di­nal Joseph Zen, der im Früh­jahr 2022 vom kom­mu­ni­sti­schen Regime ver­haf­tet und im Herbst wegen Ver­sto­ßes gegen die „natio­na­le Sicher­heit“ ver­ur­teilt wur­de, erhielt heu­te von einem Hong­kon­ger Gericht die Erlaub­nis, am 5. Janu­ar an der Bei­set­zung von Bene­dikt XVI. teil­zu­neh­men, wie die Pres­se­agen­tur AFP berichtete.
Das kommunistische Regime in China stellte unmißverständlich klar, daß es auch in Hongkong keine Pressefreiheit mehr duldet.
Christenverfolgung

Hongkonger Dissident zu 6 Jahren verurteilt – ihm droht sogar lebenslange Haft

(Hong­kong) Vor genau zwei Jah­ren wur­de Jim­my Lai, der Grün­der und Eigen­tü­mer der popu­lär­sten Tages­zei­tung Hong­kongs, ver­haf­tet. Nun wur­de der Katho­lik zu fast sechs Jah­ren Gefäng­nis ver­ur­teilt. Kri­ti­ker spre­chen von einem „faden­schei­ni­gen“ Urteil und machen dar­auf auf­merk­sam, daß gegen Jim­my Lai ein wei­te­res Ver­fah­ren anhän­gig ist, bei dem ihm lebens­lan­ge Haft droht.
Wer sind die Paten, die scheinbar ganz gegensätzliche Revolutionen unterstützt haben? (Bild: Carlos Delgado; CC-BY-SA)
Forum

Die Paten der Roten

Von Vero­ni­ca Ras­po­ni Die glo­ba­li­sti­schen Pro­jek­te, deren Exi­stenz vie­le erst durch die Pan­de­mie 2020/​​2021 ent­deckt haben, rei­chen weit zurück und gehen ein­her mit dem kom­mu­ni­sti­schen Pro­jekt der Gesell­schafts­er­obe­rung. Einer der ersten, der die Rea­li­tät die­ser Pro­jek­te anpran­ger­te, war der damals jun­ge Rober­to de Mat­tei, der zwi­schen 1974 und 1979 in der Zeit­schrift „Cri­stia­ni­tà“ der Alle­an­za
Heute vor einer Woche führten Vertreter der US-amerikanischen Jesuitenzeitschrift America ein Interview mit Papst Franziskus. Gestern wurde es veröffentlicht. Dabei ging es auch um die Beziehungen zur Volksrepublik China.
Christenverfolgung

Papst Franziskus: „Mit China habe ich den Weg des Dialogs gewählt“

(Rom) Die US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Jesui­ten­zeit­schrift Ame­ri­ca ver­öf­fent­lich­te gestern ein aus­führ­li­ches Inter­view mit Fran­zis­kus. Das Inter­view wur­de am 22. Novem­ber auf spa­nisch geführt, also noch vor der Ein­set­zung des bis­he­ri­gen Unter­grund­bi­schofs Johan­nes Peng Weiz­hao als Weih­bi­schof von „Jian­gxi“. Der Vati­kan bezeich­ne­te die Ein­set­zung am ver­gan­ge­nen Sams­tag als Ver­stoß gegen das Geheim­ab­kom­men über die Ernen­nung von Bischö­fen zwi­schen
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, nichts von einer Bischofseinsetzung zu wissen.
Christenverfolgung

Chinas Außenministerium weiß nichts von der Diözese „Jiangxi“?

(Rom) Das Außen­mi­ni­ste­ri­um der Volks­re­pu­blik Chi­na erklär­te, von der Bischofs­ein­set­zung in der Diö­ze­se „Jian­gxi“ nichts zu wis­sen (sie­he Chi­ne­si­scher Unter­grund­bi­schof wech­selt die Sei­ten). Der Vati­kan hat­te am Wochen­en­de die Ein­set­zung als einen Ver­stoß gegen das Geheim­ab­kom­men von 2018 bezeichnet.
Kardinal Joseph Zen, graue Eminenz der chinesischen Untergrundkirche, blieb nicht erspart, im Alter von 90 Jahren festgenommen und vor Gericht gestellt worden zu sein. Nun wurde er unter einem Vorwand verurteilt.
Christenverfolgung

Kardinal Zen verurteilt

(Hong­kong) Das kom­mu­ni­sti­sche Regime zeigt der Demo­kra­tie­be­we­gung die rote Kar­te, indem sie eine der inte­ger­sten Per­sön­lich­kei­ten, die ihr nahe­steht, vor Gericht stell­te und ver­ur­teil­te. Kar­di­nal Joseph Zen und fünf Akti­vi­sten der Demo­kra­tie­be­we­gung in Hong­kong wur­den gestern zu einer Geld­stra­fe ver­ur­teilt, weil sie angeb­lich vor­schrifts­wid­rig einen Fonds zur Unter­stüt­zung der Fami­li­en von inhaf­tier­ten Demon­stran­ten ein­ge­rich­tet hät­ten.
Die befreiungstheologisch geprägte Bischofskonferenz von Brasilien und Santa Marta treiben die Seligsprechung von Hélder Câmara voran.
Nachrichten

Dom Hélder Câmara bald ein „ehrwürdiger Diener Gottes“

(Bra­si­lia) Die Bra­si­lia­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz gab bekannt, daß der Selig­spre­chungs­pro­zeß des eme­ri­tier­ten Erz­bi­schofs von Olin­da und Reci­fe, Hél­der Câma­ra (1909–1999), bald eine wich­ti­ge Hür­de neh­men wird. Prä­sen­tiert wur­de der bra­si­lia­ni­sche Kir­chen­mann dabei von der Bischofs­kon­fe­renz und füh­ren­den Medi­en, so z. B. der ita­lie­ni­schen Pres­se­agen­tur ANSA, als „Ordens­mann, der sich um die Ver­tei­di­gung der Men­schen­rech­te ver­dient gemacht
Das Geheimabkommen zwischen dem Vatikan und der kommunistischen Volksrepublik China wurde bis 2024 verlängert.
Nachrichten

Vatikan gibt Verlängerung des Geheimabkommens mit China bekannt

Das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt bestä­tig­te heu­te offi­zi­ell die Ver­län­ge­rung des Geheim­ab­kom­mens zwi­schen dem Hei­li­gen Stuhl und der Volks­re­pu­blik Chi­na um wei­te­re zwei Jah­re. Die Eini­gung dar­über war bereits Anfang Sep­tem­ber erzielt, aber erst jetzt bekannt­ge­ge­ben wor­den. Mit dem heu­ti­gen Tag wäre die Ver­län­ge­rung von 2020 ausgelaufen.
Der Kabinettssaal im Palazzo Chigi in Rom, in dem die italienische Regierung ihre Sitzungen abhält.
Hintergrund

Italiens Regierungsbildung mit internationaler linker Empörung – und Stolpersteinen

Von Rober­to de Mat­tei* Die Wahl von Igna­zio La Rus­sa, Prä­si­dent des Senats, und Loren­zo Fon­ta­na, Prä­si­dent der Abge­ord­ne­ten­kam­mer, an die Spit­ze des ita­lie­ni­schen Par­la­ments hat bei den Par­tei­en der inter­na­tio­na­len Lin­ken einen Sturm der Ent­rü­stung ausgelöst.