„Von einem Mädchen an einen König“ – Appell an König Philippe das Euthanasiegesetz nicht zu unterzeichnen


Botschaft von einem vierjährigen Mädchen an einen König: Unterzeichnen Sie das Euthanasiegesetz nicht(Brüs­sel) Die Coali­ti­on des méde­cins pour la justi­ce socia­le (Coali​ti​onMD​.org) eine kana­di­sche Orga­ni­sa­ti­on, die gegen die Eutha­na­sie im fran­zö­sisch­spra­chi­gen Staat Que­bec kämpft, ver­öf­fent­lich­te eine Video­bot­schaft an den bel­gi­schen König Phil­ip­pe mit der Auf­for­de­rung, die Neu­fas­sung des Eutha­na­sie­ge­set­zes nicht zu unter­zeich­nen. Die Video­bot­schaft trägt den Titel „Von einem Mäd­chen an einen König“.

König Phil­ip­pe folg­te am 21. Juni 2013 sei­nem Vater König Albert II. auf den Thron. Der regie­ren­de König der Bel­gi­er trug damit noch kei­ne Ver­ant­wor­tung, als vor mehr als zehn Jah­ren das gel­ten­de Eutha­na­sie­ge­setz in Kraft trat. In weni­gen Mona­ten wird er jedoch vor die Fra­ge gestellt sein, ob er die Neu­fas­sung des Geset­zes mit der Aus­wei­tung der Eutha­na­sie auf Gei­stes­kran­ke und Min­der­jäh­ri­ge unter­zeich­net oder nicht.

Im Video erzählt der Haus­arzt Paul Saba die Geschich­te sei­ner Toch­ter Jes­si­ca, die vor vier Jah­ren mit einem schwe­ren Herz­feh­ler zur Welt kam: „Wenn sie in einem Land gebo­ren wor­den wäre, in dem die Eutha­na­sie legal ist, hät­te man sie töten können“.

16 Tage nach ihrer Geburt, wur­de an Jes­si­ca ein kom­pli­zier­ter chir­ur­gi­scher Ein­griff am Her­zen durch­ge­führt, der es ihr erlaub­te, wei­ter­zu­le­ben. Heu­te, vier Jah­re spä­ter, „bringt sie ihre Geschwi­ster zum Lachen“, so der Arzt und Vater.

Der Appell an den bel­gi­schen König Phil­ip­pe von Paul Saba, sei­ner Frau und sei­nen drei Kin­dern, vor allem von Jes­si­ca lau­tet: „Ich appel­lie­re an Sie, Euer Maje­stät, als König der Bel­gi­er: Unter­zeich­nen Sie nicht das Gesetz, das die Eutha­na­sie auf Kin­der ausweitet“.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Coali​ti​onMD​.org