200.000 Menschen demonstrierten in Taiwan gegen „Homo-Ehe“ – Deutsche Medien schweigen


In Taiwan (Nationalchina) demonstrierten 200.000 Menschen gegen die "Homo-Ehe". Deutschen Medien keine Zeile wert.(Tai­peh) 200.000 Men­schen demon­strier­ten am ver­gan­ge­nen Sams­tag in Tai­wans Haupt­stadt Tai­peh gegen Bestre­bun­gen, die „Homo-Ehe“ zu lega­li­sie­ren. Deut­sche Medi­en berich­te­ten mit kei­nem Wort darüber.

Das „Volk der Fami­lie“ hat­te zum Pro­test­zug nach dem Vor­bild der fran­zö­si­schen Bür­ger­rechts­be­we­gung Manif pour tous auf­ge­ru­fen. Mehr als 200.000 Natio­nal­chi­ne­sen kamen und mar­schier­ten vor den Prä­si­den­ten­pa­last. Im tai­wa­ne­si­schen Par­la­ment hat die Debat­te über einen Gesetz­ent­wurf begon­nen, mit dem die Ehe auf Homo­se­xu­el­le aus­ge­wei­tet wer­den soll. Die Mas­sen­kund­ge­bung war deut­schen Medi­en kei­ne Zei­le wert. Die Deut­sche Wel­le berich­te­te nicht über die Kund­ge­bung zum Schutz von Ehe und Fami­lie, statt­des­sen aber, daß HIV-Posi­ti­ve in Tai­wan „nicht will­kom­men“ seien.

Die BCC berich­te­te hin­ge­gen. In den Inter­views äußer­ten die tai­wa­ne­si­schen Bür­ger ihre Sor­ge, daß Kin­der durch die „Homo-Ehe“ samt Adop­ti­ons­recht für Homo­se­xu­el­le per Gesetz dazu ver­ur­teilt wer­den, ohne eine Fami­lie auf­wach­sen zu müs­sen. Die Demon­stran­ten war­fen den Poli­ti­kern vor, die den Ent­wurf unter­stüt­zen, per Gesetz Mei­nun­gen auf­zwin­gen zu wol­len. Durch das neue Gesetz müs­se man Homo­se­xua­li­tät für etwas „Nor­ma­les“ hal­ten. Der Staat habe aber kei­ne Mei­nun­gen zu dik­tie­ren. Die in Tai­wan ver­öf­fent­lich­ten Umfra­gen zur „Homo-Ehe“ sind wider­sprüch­lich. Laut BBC nimmt der Wider­stand gegen die Lega­li­sie­rung der „Homo-Ehe“ kon­ti­nu­ier­lich zu.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Wikicommons