Franziskaner der Immakulata: Ordensgründer Manelli erstattet Strafanzeige wegen Verleumdung

Ordensgründer Pater Stefano Maria Manelli erstattete Anzeige. Damit müssen Fakten auf den Tisch. Im Bild Pater Alfonso Bruno (rechts)
Ordensgründer Pater Stefano Maria Manelli erstattete Anzeige. Damit müssen Fakten auf den Tisch. Im Bild Pater Alfonso Bruno (rechts)

(Rom) Der Kampf der römi­schen Ordens­kon­gre­ga­ti­on gegen den Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta geht in eine neue Run­de. Am ver­gan­ge­nen 2. März erstat­te­te der Rechts­bei­stand des Ordens­grün­ders und vom Vati­kan abge­setz­ten Gene­ral­obe­ren, Pater Ste­fa­no Maria Manel­li, Straf­an­zei­ge bei der Staats­an­walt­schaft von Avel­li­no.

Der von ihm in den 1970er Jah­ren gegrün­de­te und 1990 vom Hei­li­gen Stuhl aner­kann­te Orden kehr­te zur ursprüng­li­chen Fran­zis­ka­ner­re­gel zurück und folg­te Papst Bene­dikt XVI. auch lit­ur­gisch. Er wech­sel­te nach dem Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum ordens­in­tern zum über­lie­fer­ten Ritus, wäh­rend er in der Pfarr­seel­sor­ge in bei­den For­men des Römi­schen Ritus die Sakra­men­te ver­wal­te­te. Damit stell­te der Orden eine abso­lu­te Aus­nah­me dar, weil er als ein­zi­ger alt­ri­tu­el­ler Orden der Ordens­kon­gre­ga­ti­on und nicht der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei unter­stand. Was unter Papst Bene­dikt XVI. beson­de­re Dyna­mik zu gewin­nen schien, weil die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta ande­ren neu­ri­tu­el­len Orden ein attrak­ti­ves Vor­bild als alt­ri­tu­el­ler und zugleich mis­sio­na­ri­scher Orden wur­den, kehr­te sich unter Papst Fran­zis­kus in das genaue Gegen­teil. Nun fehl­te der Schutz der Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten.

Verleumdungskampagne gegen Franziskanerinnen der Immakulata

Rechts­an­walt Enri­co Tuc­cil­lo hin­ter­leg­te vor zwei Wochen Anzei­ge wegen Ver­leum­dung und Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung. Damit wehrt sich der Ordens­grün­der im Namen sei­ner Brü­der und Schwe­stern gegen eine anhal­ten­de „Ver­leum­dungs­kam­pa­gne“, die sich zuerst gegen den männ­li­chen und inzwi­schen auch gegen den weib­li­chen Zweig des Ordens rich­tet. Am 4. Novem­ber 2015 ver­öf­fent­lich­te der Cor­rie­re del­la Sera unter Beru­fung auf direk­te oder indi­rek­te Aus­sa­gen von „Betrof­fe­nen“ einen Revol­ver­ar­ti­kel mit Schau­er­ge­schich­ten über die Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta. Ähn­li­che Ver­leum­dungs­kam­pa­gnen fan­den in der Ver­gan­gen­heit bereits gegen ande­re Ordens­ge­mein­schaf­ten statt und hat­ten ihre Ursa­che meist im inner­kirch­li­chen Rich­tungs­streit. Mas­sen­me­di­en stell­ten sich pro­gres­si­ven Krei­sen jeweils als bereit­wil­li­ge Hel­fer zur Ver­fü­gung.

Die Ordens­kon­gre­ga­ti­on reagier­te mit der Ein­set­zung einer Apo­sto­li­schen Kom­mis­sa­rin und begrün­de­te die­sen Schritt sogar, anders als bei der kom­mis­sa­ri­schen Ver­wal­tung des männ­li­chen Zwei­ges im Juli 2013. Den Schwe­stern wird vor­ge­wor­fen, daß es ihnen „nicht gelun­gen ist, die Reich­tü­mer der Kon­zils­leh­re und des fol­gen­den päpst­li­chen Lehr­am­tes in ihrem geweih­ten Leben auf ange­mes­se­ne Wei­se zu assi­mi­lie­ren und im Kon­text ihres apo­sto­li­schen Leben und Auf­trags anzu­wen­den“.

Ordensinterne Aufrührer gegen Pater Manelli erhalten einen Namen

Mit der Anzei­ge erhal­ten nun die ordens­in­ter­nen Geg­ner, die in Zusam­men­ar­beit mit der römi­schen Ordens­kon­gre­ga­ti­on die Kne­be­lungs­ak­ti­on gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta aus­ge­löst und vor­an­ge­trie­ben haben, einen Namen. Rom nann­te bis heu­te kei­ne offi­zi­el­len Grün­de für den radi­ka­len Ein­griff in eine blü­hen­de Ordens­ge­mein­schaft, die in vie­ler­lei Hin­sicht eine Aus­nah­me­erschei­nung unter den katho­li­schen Orden dar­stell­te. Behaup­tet wur­de jedoch von ver­schie­de­ner Sei­te, daß die Ordens­kon­gre­ga­ti­on nur auf­grund eines (Hil­fe-) Schrei­bens von Ordens­an­ge­hö­ri­gen an die­ses römi­sche Dikaste­ri­um reagiert habe. Die Namen der ordens­in­ter­nen Geg­ner von Ordens­grün­der Pater Manel­li wur­den jedoch offi­zi­ell nie nament­lich benannt. Das Schrei­ben gibt es tat­säch­lich. Weni­ger glaub­wür­dig ist, daß es der ent­schei­den­de Aus­lö­ser für das Ein­grei­fen der Kon­gre­ga­ti­on war. Der Orden war der Ordens­kon­gre­ga­ti­on und ande­ren Ordens­obe­ren schon län­ger ein Dorn im Auge. Unter Bene­dikt XVI., der den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta wohl­wol­lend gegen­über­stand, wag­te sich Kar­di­nal Braz de Aviz, Prä­fekt der Ordens­kon­gre­ga­ti­on, aber nicht gegen den jun­gen Orden vor­zu­ge­hen. Unter Papst Fran­zis­kus, der aus sei­ner Abnei­gung gegen den über­lie­fer­ten Ritus bald nach sei­ner Wahl kein Hehl mach­te, änder­ten sich die Vor­aus­set­zun­gen grund­le­gend.

Mit der Anzei­ge von Pater Manel­li lie­gen nun Namen auf dem Tisch. Das sei ein „nicht leicht­fer­tig getrof­fe­ner Schritt, der zum Schutz der vie­len Ordens­brü­der und Ordens­schwe­stern aber not­wen­dig gewor­den ist“, so der Rechts­an­walt.

Drei Schwestern, sechs Priester und zwei Laien angezeigt

Die Anzei­ge rich­tet sich gegen die drei Ordens­schwe­stern oder ehe­ma­li­gen Ordens­schwe­stern Lattan­zi, Tur­tu­ri­el­lo und Iovi­ne, gegen sechs Prie­ster und zwei Lai­en. Unter den Prie­stern befin­det sich auch Pater Alfon­so Bru­no, der als eigent­li­cher Urhe­ber und Kopf des Auf­stan­des gegen den Ordens­grün­der gilt. Pater Bru­no gehör­te bereits der vom Vati­kan abge­setz­ten Ordens­lei­tung an und wur­de unter dem Apo­sto­li­schen Kom­mis­sar, Pater Fidenzio Volpi, zu des­sen rech­ter Hand und als Gene­ral­se­kre­tär fak­tisch zum neu­en rang­höch­sten Ordens­an­ge­hö­ri­gen. Zur Anzei­ge gebracht wur­de auch Pater Ales­san­dro Cal­lo­ni, der seit der kom­mis­sa­ri­schen Ver­wal­tung Gene­ral­de­le­gier­ter des Ordens für Ita­li­en ist.

Die bei­den Lai­en sol­len sich der Ver­brei­tung „anony­mer Dos­siers mit fal­schem Inhalt“ schul­dig gemacht haben, um die abge­setz­te Ordens­lei­tung, die einem stren­gen Armuts­ge­lüb­de ver­pflich­tet war, unter den Brü­dern und Schwe­stern, den Gläu­bi­gen, gegen­über der kirch­li­chen Auto­ri­tät und beson­ders den Medi­en zu dis­kre­di­tie­ren. „Nicht zufäl­lig haben die­sel­ben Sub­jek­te heu­te füh­ren­de Posi­tio­nen im Orden inne“, heißt es in der Anzei­ge.

„Zwar beeindruckendes und berührendes, aber falsches Zeugnis“

Zur Anzei­ge gebracht wur­de bei­spiels­wei­se Ila­ria Tur­tu­ri­el­lo (ehe­ma­li­ge Schwe­ster Maria Leti­zia), weil sie den Medi­en ein „zwar beein­drucken­des und berüh­ren­des, aber fal­sches Zeug­nis“ über angeb­li­chen Miß­brauch lie­fer­te, den sie angeb­lich erlit­ten habe. Sie sei, so ihre Behaup­tung, von ihrer Obe­rin, einer Nich­te von Ordens­grün­der Pater Manel­li, gedrängt wor­den, einen Super­markt-Besit­zer sexu­ell zu befrie­di­gen. Die Obe­rin erstat­te­te eben­falls eine Gegen­an­zei­ge wegen übler Nach­re­de und Ver­leum­dung.

Die ehe­ma­li­ge Ordens­frau lie­fer­te den Medi­en auch die Geschich­te einer „armen Mit­schwe­ster“, von der sie eben­falls schlüpf­ri­ge Schau­er­ge­schich­ten zu berich­ten wuß­te, die von eini­gen Medi­en mit Genuß breit­ge­tre­ten wur­den. Die­se „Mit­schwe­ster“ mel­de­te sich dar­auf in den Medi­en zu Wort und demen­tier­te die Behaup­tun­gen Tur­tu­ri­el­los.

Mit der Gegen­an­zei­ge von Ordens­grün­der Manel­li müs­sen nun die Kar­ten auf den (Rich­ter-) Tisch gelegt wer­den.

Die Schmutz­kam­pa­gne des Cor­rie­re del­la Sera und ande­rer Medi­en vom ver­gan­ge­nen Novem­ber wur­de damals von Mes­sa in Lati­no kom­men­tiert. Die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Sei­te stell­te das har­te Ein­grei­fen gegen die­sen Orden, „der sich nichts zuschul­den kom­men hat las­sen“ den Män­geln und Gebre­chen in ande­ren Orden ent­ge­gen, wo die Ordens­kon­gre­ga­ti­on kei­nen Anlaß zum Ein­grei­fen sieht:

„Die Moral der Geschich­te? Die neue Bot­schaft Roms an die Orden scheint zu lau­ten: ob ihr Unzucht treibt, lügt, stehlt, betrügt, Glau­bens­wahr­hei­ten und Dog­men leug­net, die kirch­li­che Ord­nung zer­rüt­tet und lit­ur­gi­schen Miß­brauch för­dert, ist egal, Haupt­sa­che ihr rührt das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil und die ‚Errun­gen­schaf­ten‘ der Nach­kon­zils­zeit nicht an.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Air­ma­ria (Screen­shot)

11 Kommentare

  1. Jetzt erfährt ein zur Zeit des befremd­li­chen Vor­ge­hens von Kom­mis­sar Volpi ver­fass­ter Brief eines Fra­ters der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta – Fra­ter Vigi­li­us – eine beson­de­re Gewich­tung, zumal in die­sem Brief die dubio­se Vor­ge­hens­wei­se des Apo­sto­li­schen Kom­mis­sars Volpi und des­sen Bezug auf einen der Haupt­vor­wür­fe gegen den Orden – „Pro­ble­me im Wirt­schafts­ma­nage­ment“ – her­vor­ge­ho­ben wur­den:
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    [.…]
    „Der Apo­sto­li­sche Kom­mis­sar – immer mit sei­nem treu­en und rach­süch­ti­gen Sekre­tär P. Alfon­so Bru­no – hat noch nie in einer weit ver­brei­te­ten und syste­ma­ti­schen Art mit den Brü­dern gespro­chen; er traf sich mit nur mit eini­gen und in eini­gen Häu­sern.

    Nie hat er uns eine spi­ri­tu­el­le Kon­fe­renz gege­ben, nie erklär­te er uns eine Pas­sa­ge aus dem Evan­ge­li­um, die Schrif­ten der Fran­zis­ka­ner oder auch des Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che!

    Nie sprach er mit uns von der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis, dem Grund­pfei­ler der christ­li­chen Spi­ri­tua­li­tät .

    Auf der ande­ren Sei­te wur­den uns Dekre­te in Hül­le und Fül­le aus­ge­stellt, extrem bedroh­li­che und eine Belei­di­gung für uns alle, uns für Schul­dig erklä­ren, ohne irgend­wel­che Bewei­se oder Recht­fer­ti­gung unbot­mä­ßig zu sein, gegen den Papst zu sein, gegen das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil zu sein
    und “Lef­eb­vria­nern“ zu sein!
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    Das Manage­ment der Wirt­schaft ist, der star­ke und kon­stan­ten Vor­wurf des Kom­mis­sars an uns. Wir kön­nen nicht mit Gütern umgeht, des­halb brau­chen wir ihn, heißt es, damit er sich dar­um küm­mert. In der Tat gibt es das Gerücht, dass der Kom­mis­sar mit sei­nen unsicht­ba­ren Mit­ar­bei­ter Bezüg­lich sei­ne Dienst­lei­tung an uns, zu Lasten der Mit­tel der Fran­zis­ka­ner der Imma­co­la­ta 5.300 euro im Monat von uns nimmt. Kein Zwei­fel: der Kom­mis­sar gab sofort Bewei­se, zu wis­sen, wie mit dem Geld umzu­ge­hen ist! Vor allem mit dem eines fran­zis­ka­ni­schen Bet­tel­or­dens, wel­cher kei­ne Erwerbs­ar­beit hat um sich selbst zu unter­stüt­zen. Aber ich habe in dem Text der Lit­ur­gie der Stun­den des Die­ners Got­tes Papst Paul VI., im Fest des hei­li­gen Franz von Sales, den 24. Janu­ar ein Aus­zug aus „Anlei­tung zum from­men Leben (I, 1)“ gele­sen, in der es heißt: „Sag mir Phi­lo­thea, wäre es prak­tisch, wenn der Bischof in der Ein­sam­keit, ähn­lich wie ein Kar­täu­ser leben möch­te? Und wenn die ver­hei­ra­te­ten Frau­en nichts besit­zen möch­ten wie die Kapu­zi­ner?“ (Stun­den­ge­bet nach dem römi­schen Ritus – Sera­phi­schen – III , Assi­si 1975, S. 1254 . ) ? . Ich fra­ge mich, ob P. Fidenzio Volpi, ein Kapu­zi­ner, die­sen Aspekt der Armut der Kapu­zi­ner, von der wir in der Lit­ur­gie der Stun­den (Stun­den­buch) von Papst Paul VI lesen, bekannt ist.“
    -

  2. „Den Schwe­stern wird vor­ge­wor­fen, daß es ihnen „nicht gelun­gen ist, die Reich­tü­mer der Kon­zils­leh­re und des fol­gen­den päpst­li­chen Lehr­am­tes in ihrem geweih­ten Leben auf ange­mes­se­ne Wei­se zu assi­mi­lie­ren…“
    Soso Reich­tü­mer der Kon­zils­leh­re… Ich fra­ge mich nur, wel­che Reich­tü­mer das wohl sind? Vati­ka­num II hat die kirch­li­che Leh­re total aus­ge­höhlt und ver­wäs­sert bzw. rela­ti­viert; die alt­ehr­wür­di­ge Lit­ur­gie selbst, wur­de ihrer Reich­tü­mer beraubt. Die Fol­ge eine noch nie dage­we­se­ne Apost­asie, die bis in die höch­ste Kir­chen­hier­ar­chie reicht. Ich glau­be kaum, dass man da noch von Reich­tü­mern spre­chen kann. Der größ­te Feh­ler ist, dass sich die Kon­zils­kir­che nicht ein­ge­ste­hen will, dass das zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil wohl zu einer der größ­ten Tra­gö­di­en der Kir­chen­ge­schich­te zählt — nein, das Gegen­teil ist der Fall, es wird immer noch schön­ge­re­det und als das Super­dog­ma gefei­ert! Rom wird nicht den Glau­ben ver­lie­ren, nein, hat Rom hat bereits den Glau­ben ver­lo­ren!

  3. Es ist wün­schens­wert, dass end­lich ans Licht kommt, was ins Licht gehört, damit sich jeder selbst ein Bild von den Gescheh­nis­sen machen kann.
    Ob wir aller­dings umfas­send über alle Hin­ter­grün­de infor­miert wer­den, wage ich zu bezwei­feln.
    Was wäre denn, wenn Ordens­grün­der Manel­li und die bei­den Orden am Ende unta­de­lig daste­hen wür­den?

    • Ich befürch­te, dass es zu Letz­te­rem nicht kom­men wird, ver­ehr­ter Mari­en­zweig. Eine begna­de­te See­le hat die­sen Ver­lauf vor­her­ge­se­hen und beschrie­ben. Nach einer ver­meint­li­chen Zeit des Dun­kels (wur­de mit Volpi ver­gli­chen) kommt eine Zeit des ver­meint­lich Hel­len und der Klä­rung, der jedoch die tat­säch­li­che Klä­rung folgt und zeigt, dass alles Vor­ge­fal­le­ne gerecht­fer­tigt war.

      Die Prie­ster unse­rer FSSPX-Kapel­le haben sich ähn­lich geäu­ßert.

      • „Eine begna­de­te See­le … hat“: Ist ja schön und nett, wenn Sie dar­an glau­ben: Doch lei­der gibt es heut­zu­ta­ge eine wah­re Flut (und damit Infla­ti­on) von soge­nann­ten „begna­de­ten See­len“!

        Ich habe per­sön­lich mehr­mals die Erfah­rung gemacht, dass die­se (oft selbst ernann­ten) begna­de­ten See­len auch abso­lut falsch lie­gen kön­nen. Man muss hier wirk­lich von Fall zu Fall unter­schei­den, und immer den Hei­li­gen Geist um die Gna­de der Unter­schei­dung bit­ten.

        „Begna­de­te See­le“ im Jah­re 2016, und dann auch nicht ein­mal mit Namen genannt, und nur über einen Kom­men­tar im Inter­net zur Kennt­nis gebracht, ist lei­der zu dürf­tig, um ech­te Glaub­wür­dig­keit zu besit­zen.

      • Auch die­ser Bei­trag dürf­te nicht vom ori­gi­na­len „Adrie­ne Antoi­ne“ stam­men! Redak­ti­on auf­ge­passt!

  4. „Wir hän­gen mit gan­zem Her­zen und mit gan­zer See­le am katho­li­schen Rom, der Hüte­rin des katho­li­schen Glau­bens und der für die Erhal­tung die­ses Glau­bens not­we­ni­gen Tra­di­tio­nen, am Ewi­gen Rom, der Leh­re­rin der Weis­heit und der Wahr­heit.
    Wir leh­nen es hin­ge­gen ab und haben es immer abge­lehnt, dem Rom der neo-moder­ni­sti­schen und neo­pro­te­stan­ti­schen Ten­den­zen zu fol­gen, die klar im 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil und nach dem Kon­zil in all den Refor­men die dar­aus her­vor­ge­gan­gen sind, zum Durch­bruch kamen…“ (Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re am 21. 11. 1974).
    Nie hat sich der Orden der Fran­zis­ka­ner und Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­cu­la­ta die­se Wor­te des fran­zö­si­schen Erz­bi­schofs auf die Fah­nen geschrie­ben, sich in die­ser ein­deu­ti­gen Form geäu­ßert. Sie haben, so weit mir bekannt ist, über­haupt nicht das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil kri­ti­siert. Die­ses Kon­zil und die Nach­kon­zils­ge­schich­te ver­ant­wort­lich dafür gemacht, dass sich die Klö­ster mehr und mehr in Senio­ren­hei­me ver­wan­deln, ohne die Aus­sicht, jün­ge­ren Män­nern und Frau­en die Mög­lich­keit zu bie­ten, eine Ordens­be­ru­fung leben zu kön­nen.
    Sie haben nichts ande­res gemacht, als ihre Beru­fung zu leben nach dem über­lie­fer­ten Glau­ben der katho­li­schen Kir­che. Und sie haben dadurch jun­ge Men­schen ange­zo­gen, sie haben kei­nen Nach­wuchs­man­gel. Das reicht, um den Ver­nich­tungs­wil­len des neo­mo­der­ni­sti­schen Rom auf sich zu zie­hen. Dass die kir­chen­feind­li­chen Medi­en mit­zie­hen, ver­steht sich von selbst. Wenn dann noch Schmud­del­ge­schich­ten mit ver­brei­tet wer­den, dann kann das Zer­stö­rungs­werk effi­zi­ent durch­ge­führt wer­den.
    Es gilt, treu zu blei­ben. Dem „Ewi­gen Rom.“ Trotz allen Übeln, die kein Ende neh­men.

  5. Ver­leum­dung ist eines der infa­men und wirk­sam­sten Mög­lich­kei­ten einen Orden, hier die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, anzu­grei­fen und zu behin­dern. Dass jetzt eine Anzei­ge des Ordens­grün­der Pater Ste­fa­no Maria Manel­li erfolgt, ist der rich­ti­ge Schritt um die Ver­leum­dern und Hel­fes­hel­fern, zu ermit­teln und der gerech­ten Stra­fe zuzu­füh­ren. Es ist wahr­haft eine Schan­de, dass die­ser Vor­gang über­haupt ein­ge­lei­tet wur­de. Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta und Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta, sind ein Orden und der Mut­ter­got­tes geweiht und hät­ten allein durch die­se Tat­sa­che nicht ver­folgt wer­den dür­fen. Aber die Dämo­nen fin­den immer einen Weg und Men­schen die ihnen hel­fen, um der Kir­che zu scha­den. So ging es auch den Tem­pel­rit­tern im Mit­tel­al­ter, die auch durch Ver­leum­dung auf­ge­löst und in den Tod geschickt wur­den. Aber es gibt auch einen gei­sti­gen Tod und wenn kirch­li­che Auto­ri­tä­ten mit ver­wickelt sind, so ist das ein Tri­umpf der Unter­welt.

  6. @Adrien Antoi­ne
    Dass Men­schen Schau­un­gen haben, inne­re Bil­der sehen, die ande­ren Nor­mal­sterb­li­chen nicht zugäng­lich sind, gibt es, solan­ge es Men­schen gibt. Die gibt es in allen Reli­gio­nen, auch in der Eso­te­rik. Es gibt zwei Extre­me, damit umzu­ge­hen und natür­lich vie­le Zwi­schen­tö­ne, doch zu den Extre­men: Man glaubt ihnen undif­fe­ren­ziert, es sind dann die „begna­de­ten See­len.“ Das ande­re Extrem: Man lässt, von einem kru­den Natu­ra­lis­mus geprägt, die­se inne­ren Erfah­run­gen über­haupt nicht gel­ten, erklärt sie für Spin­ne­rei und dis­kri­mi­niert die­se Men­schen — oder Gläu­bi­ge — und tut ihnen damit ein gro­ßes Unrecht. Und traut der Gna­de Got­tes nicht zu, auf etwas außer­ge­wöhn­li­che Wei­se zu wir­ken.
    Da gibt es nur eine ARZNEI: Den erfah­re­nen, rei­fen Beicht­va­ter UND SEELENFÜHRER. Der nicht nur das Sün­den­be­kennt­nis ent­ge­gen­nimmt, son­dern sich auf die­se Erfah­run­gen ein­lässt und sie beur­teilt. Und zwar nach den Kri­te­ri­en, die von der katho­li­schen Kir­che vor­ge­ge­ben sind. SEELENFÜHRUNG nennt man die­se Fähig­keit.
    Ich weiß nicht, ob Ihr Prie­ster die Gabe der SEELENFÜHRUNG besitzt. Ich habe kein Recht, das aus der Fer­ne zu beur­tei­len.
    Es stimmt mich jedoch bedenk­lich, es bedrückt und bela­stet mich, wenn „inner­halb der Tra­di­ti­on“ in die­sem Fal­le in die­ser Form an die Öffent­lich­keit gegan­gen wird.
    Weil dann kein ver­nünf­ti­ges Argu­ment mehr mög­lich ist. Das Urteil ist bereits gespro­chen.
    In der katho­li­schen Kir­che ist — oder war — es üblich, dass, wenn schwer­wie­gen­de Vor­wür­fe gegen Ordens­an­ge­hö­ri­ge erho­ben wer­den, ein genau vor­ge­schrie­be­nes kir­chen­recht­li­ches Ver­fah­ren ein­ge­lei­tet und abge­schlos­sen wird. Dies hat es im Fall des Ordens der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta nie gege­ben. Die­ser Orden wur­de ohne jedes Ver­fah­ren gleich ver­ur­teilt, mit här­te­sten Stra­fen belegt. Das war ein Ver­stoß gegen jedes Kir­chen­recht.
    Solan­ge ein Ver­ge­hen, eine Straf­tat, nicht bewie­sen ist, solan­ge hat die Unschulds­ver­mu­tung zu gel­ten.
    Dass „begna­de­te See­len“, auch wenn sie ohne jede böse Absicht spre­chen, mit einem sol­chen „Urteil“ an die Öffent­lich­keit gehen, das ist ein Unrecht. Dass die katho­li­sche Kir­che das nie gedul­det hat, dass „Seher“ oder „Sehe­rin­nen“ die vor­ge­se­he­nen Auto­ri­tä­ten erset­zen, das gehört gera­de­zu zu ihrem Wesens­merk­mal. Kein Katho­lik darf dage­gen ver­sto­ßen.
    Ihr Prie­ster und die „begna­de­te See­le“ sind ver­pflich­tet, dis­kret damit umzu­ge­hen, jedes öffent­li­che Urteil zu unter­las­sen.
    Der Prie­ster kann der „begna­de­ten See­le“ glau­ben, dar­über urtei­le ich nicht. Doch damit in die­ser Wei­se an die Öffent­lich­keit zu gehen, das ist nicht erlaubt.
    Ich wür­de die­sen Kom­men­tar nicht geschrie­ben haben, wenn ich nicht die­se Gefahr bei den Prie­stern und Gläu­bi­gen der Tra­di­ti­on sehen wür­de: „Seher“ und „Sehe­rin­nen“ über­neh­men ein „Pseu­do-Lehr­amt“.
    Wir MÜSSEN katho­lisch blei­ben! Und dazu gehört nicht nur, die natu­ra­li­sti­schen, pro­gres­si­sti­schen, neo­mo­der­ni­sti­schen Irr­tü­mer zurück­zu­wei­sen. Und selbst gleich­zei­tig in einen rei­nen Sub­jek­ti­vis­mus zu ver­fal­len, der sich nur recht­fer­tigt, weil er „fromm“ ist.
    Wir wären dann das für die katho­li­sche Kir­che, was die Evan­ge­li­ka­len für die pro­te­stan­ti­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten sind. Nicht evan­ge­li­kal, son­dern catho­li­cal.
    Eine grau­en­haf­te Vor­stel­lung.

  7. Na end­lich, möch­te man sagen. Alle hei­lig­mä­ssi­ge Duld­sam­keit in Ehren, aber Pater Manel­li und die Ordens­lei­tung haben Obhuts­pflicht über die Ordens­brü­der und ‑schwe­stern. Man kann daher nicht zulas­sen, dass deren See­len durch unge­rech­te Ver­fol­gung Scha­den neh­men, son­dern man muss Sor­ge tra­gen, dass das kirch­li­che wie welt­li­che Recht geach­tet wird, von wel­chen Behör­den und Per­so­nen auch immer!

  8. Sehr geehr­te Redak­ti­on: ich möch­te Sie dar­auf hin­wei­sen, daß die­ses Posting hier vom 16. März um 14.10h nicht von mir stammt.
    Was kann man dage­gen tun?

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