Post vom Papst — Franziskus schreibt seinem Kritiker Antonio Socci

Brief von Papst Franziskus an Antonio Socci
Brief von Papst Franziskus an Antonio Socci

(Rom) Der katho­li­sche Publi­zist Anto­nio Soc­ci, ein akzen­tu­ier­ter Papst-Kri­ti­ker, erhielt ein per­sön­li­ches Schrei­ben von Papst Fran­zis­kus. Es ist nicht das erste Mal, daß Fran­zis­kus einem Papst-Kri­ti­ker sei­ne Auf­merk­sam­keit zukom­men läßt. Kurz vor des­sen Tod, tele­fo­nier­te der Papst im Herbst 2013 mit dem Rechts­phi­lo­so­phen Mario Palma­ro, dem damals intel­lek­tu­ell schärf­sten Kri­ti­ker die­ses Pon­ti­fi­kats. Anto­nio Soc­ci ging in sei­ner Papst-Kri­tik soweit, in sei­nem 2014 erschie­nen Buch „Das ist nicht Fran­zis­kus“, die Gül­tig­keit der Papst-Wahl in Fra­ge zu stel­len. Dar­in folg­te ihm jedoch weder Kir­chen­recht­ler noch ande­re Kir­chen­ver­tre­ter. In sei­nem jüng­sten Buch „Die letz­te Pro­phe­zei­ung“ kor­ri­gier­te er die­se Posi­ti­on. Er erkennt seit­her die Wahl an, hält aber an der Kri­tik an die­sem Pon­ti­fi­kat fest. Nun erhielt er über­ra­schend Post vom Papst. In der Tages­zei­tung Libe­ro berich­te­te er dar­über:

Der Brief, den mir der Papst zu meinem Buch „Die letzte Prophezeiung“ geschrieben hat. Und meine Antwort

von Anto­nio Soc­ci

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag schau­te ich in Eile im Haus mei­ner Eltern vor­bei, es ist vol­ler Erin­ne­run­gen an mei­nen Vater wie sein schön­stes Bild: Der Berg­ar­bei­ter, getra­gen auf einer Trag­bah­re von ande­ren Kum­peln (mein Vater ris­kier­te selbst ein­mal im Berg­werk sein Leben und blieb Inva­li­de).

Er lehr­te mich, daß das Leben ein Kampf für die Wahr­heit ist, und daß die Wahr­heit und die Frei­heit noch wich­ti­ger sind als das Brot. Ihm, der als katho­li­scher Berg­ar­bei­ter sich am 18. April 1948 für die Frei­heit unse­res Lan­des schlug, ver­dan­ke ich die wich­tig­ste Leh­re: ohne Lüge zu leben.

Und an ihn habe ich am Frei­tag sofort gedacht, als ich die­sen Brief mit­tels Eil­zu­stel­lung erhielt. Mei­ne erstaun­te Mut­ter über­gab mit einen wei­ßen Brief­um­schlag mit dem Stem­pel der Vati­kan­stadt, indem sie mir zuflü­ster­te: „Hat Dir der Papst geschrie­ben?“

Und tat­säch­lich, die Hand­schrift ist unver­wech­sel­bar. Er hat mit einer Füll­fe­der mit schwar­zer Tin­te mei­ne Adres­se geschrie­ben (wo immer er die gefun­den hat), auf der Rück­sei­te den Absen­der und drun­ter: „Casa San­ta Mar­ta – 00120 Città  del Vati­ca­no“.

Ich habe an mei­nen Vater gedacht, weil er für mich ein Sym­bol ist für jenes christ­li­che Volk, das vom pseu­do­in­tel­lek­tu­el­len Estab­lish­ment ver­ach­tet wird, das Papst Fran­zis­kus fei­ert (Ich den­ke an „La Repub­bli­ca“). Jenes christ­li­che Volk, das sich in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren von sei­nen Hir­ten ver­las­sen fühl­te.

Papst Fran­zis­kus hat zwar unter den Anti­kle­ri­ka­len einen gro­ßen Medi­en­erfolg, aber die Kir­che in eine gro­ße Ver­wir­rung gestürzt. Es genügt, an die gestern auf dem Rück­flug von Mexi­ko gemach­ten Aus­sa­gen zu den­ken, wo er sich mas­siv zur Ein­wan­de­rungs­po­li­tik „ein­ge­mischt“ hat, aber erklär­te, sich nicht in die ita­lie­ni­sche Dis­kus­si­on zur Homo-Ehe ein­mi­schen zu wol­len (obwohl er Bischof von Rom und Pri­mas von Ita­li­en ist).

Das Imperium

Am Frei­tag, gera­de als ich sei­nen Brief bekam, sah ich den Hei­li­gen Vater im Fern­se­hen wegen der gemein­sam von ihm und dem ortho­do­xen Patri­ar­chen Kyrill unter­zeich­ne­ten Erklä­rung. Es han­delt sich um eine denk­wür­di­ge histo­risch-poli­ti­sche Wort­mel­dung, mit der die römisch-katho­li­sche und die ortho­do­xe Kir­che zusam­men die „Oba­ma-Agen­da“ umge­sto­ßen haben, der sich der Papst bis­her kata­stro­pha­ler­wei­se unter­wor­fen hat­te.

Die Erklä­rung bringt die Kir­che zurück auf den Weg Bene­dikts XVI. und ist ein wah­res Tor­pe­do gegen „die Dik­ta­tur des Rela­ti­vis­mus“ des Westens und gegen die Dik­ta­tur des Isla­mis­mus im Ori­ent. Sie ist ein Schrei der Frei­heit, die unse­re christ­li­chen Wer­te hoch­le­ben läßt, vom Atlan­tik bis zum Ural, und uns die gro­ße Geschich­te vom Euro­pa der Völ­ker und der Kathe­dra­len zurück­gibt.

Das Gegen­teil des­sen, was Fran­zis­kus in die­sen Jah­ren gemacht hat.

Die Erklä­rung ergreift ent­schie­den (end­lich) die Ver­tei­di­gung der ver­folg­ten Chri­sten und der Reli­gi­ons­frei­heit auf allen Län­gen­gra­den, und tut dies mit einem Appell zu einem muti­gen christ­li­chen Zeug­nis im öffent­li­chen Leben. Sie greift die nihi­li­sti­sche Tech­no­kra­tie West­eu­ro­pas an, das sei­ne christ­li­chen Wur­zeln ver­leug­net hat und die Chri­sten bis zur Ver­ach­tung aus­grenzt. Und schließ­lich ver­tei­digt sie mit Nach­druck die natür­li­che Fami­lie und das Leben von sei­ner Zeu­gung bis zu sei­nem natür­li­chen Ende.

Jedoch gleich nach der fei­er­li­chen, vor den Fern­seh­ka­me­ras erfolg­ten Ver­öf­fent­li­chung die­ses Doku­men­tes ver­such­te Papst Ber­go­glio sei­ne Unter­schrift „zurück­zu­neh­men“, indem er des­sen Bedeu­tung her­un­ter­spiel­te. Er redu­zier­te alles auf einen pas­sen­den „Pho­to­ter­min“.

Wie erklärt sich die­ser reu­mü­ti­ge und unglaub­li­che Rück­zie­her? Offen­sicht­lich erlaubt es das Impe­ri­um, das Bene­dikt XVI. „demis­sio­nier­te“ und das das Pon­ti­fi­kat von Fran­zis­kus „stützt“, es ihm nicht, die geo­po­li­ti­sche Ver­or­tung der Kir­che umzu­stür­zen.

Des­halb ist Fran­zis­kus (der sich 2013 zu Syri­en eine muti­ge Unab­hän­gig­keit erlaub­te) sofort in die ihm zuge­wie­se­nen Gren­zen zurück­ge­kehrt. Das war nicht schwer für ihn auf­grund der Leich­tig­keit, mit der nor­ma­ler­wei­se redet, zurück­nimmt und sich wider­spricht je nach Gesprächs­part­ner. Sein Lehr­amt ist häu­fig so wech­sel­haft wie das Kleid Sar­umans.

Wahr­schein­lich fragt man sich nun auch im Patri­ar­chat von Mos­kau, wie vie­le Fran­zis­kus­se eigent­lich im Umlauf sind. Wir fra­gen uns das schon seit drei Jah­ren. Jedes so geführ­te Boot ken­tert, und in der Tat regiert in der Kir­che die Ver­wir­rung.

Viel­leicht bit­tet der Papst des­halb mit sol­chem Nach­druck um das Gebet.

Lei­der hat er vie­le Schmeich­ler, Höf­lin­ge, Schuh­put­zer und Fans, die ihn fei­ern, aber nur weni­ge von ihnen beten für ihn und für das Boot des Petrus, das unter dem Applaus und dem Geläch­ter der Welt unter­zu­ge­hen droht.

Ich hin­ge­gen bete für ihn.

[…]

Der Brief

Als ich den Umschlag öff­ne­te, habe ich gese­hen, daß er ganz von ihm stamm­te. Ich ver­ste­he den Sinn bestimm­ter Details: die Päp­ste kom­mu­ni­zie­ren über das Staats­se­kre­ta­ri­at (in der Ver­gan­gen­heit erhielt schon päpst­li­che Schrei­ben die­ser Art).

Die­ser vom Papst selbst hand­ge­schrie­ben und direkt über­mit­tel­te Brief, ohne irgend­ein vati­ka­ni­sches Büro zu durch­lau­fen, hat eine prä­zi­se Bedeu­tung: Es will ein fami­liä­res Zei­chen sein, ein väter­li­cher Gestus der Zunei­gung und der Gemein­schaft.

Obwohl ich weiß, wie ger­ne Papst Ber­go­glio For­ma­lis­men ver­läßt, hät­te ich nicht damit gerech­net. Ich ließ ihm vom Ver­lag Riz­zo­li ein Exem­plar mei­nes Buches zukom­men. Dar­in fin­det sich eine Wid­mung, mit der ich dem Papst erklä­re, daß das Buch ent­hält, was mein Gewis­sen von mir ver­langt hat, ihm zu sagen.

Ich war daher sehr erstaunt, sei­nen Brief zu sehen und sei­ne wirk­lich nicht for­mel­len Wor­te zu lesen.

Vati­kan, 7. Febru­ar 2016

Herr Anto­nio Soc­ci
Lie­ber Bru­der:

Ich habe Ihr Buch und das Begleit­schrei­ben erhal­ten. Vie­len Dank für die­se Geste. Der Herr möge es Ihnen ver­gel­ten.

Ich habe damit begon­nen, es zu lesen, und bin sicher, daß mir vie­le der dar­in ent­hal­te­nen Din­ge sehr gut tun wer­den. In Wirk­lich­keit hel­fen uns auch die Kri­ti­ken, auf dem rech­ten Weg des Herrn zu wan­deln.

Ich dan­ke Ihnen wirk­lich sehr für Ihre Gebe­te und jene Ihrer Fami­lie.

Ich ver­spre­che Ihnen, daß ich für Euch alle beten und den Herrn bit­ten wer­de, Euch zu seg­nen und die Got­tes­mut­ter, Euch zu behü­ten.

Ihr Bru­der und Die­ner im Herrn,

Fran­zis­kus

Das sind Wor­te, die mich nicht gleich­gül­tig las­sen. Es gibt Din­ge die­ses Pap­stes, die mich zutiefst bewe­gen (wie ich es auch im Buch geschrie­ben habe).

Mich begei­stern sei­ne evan­ge­li­sche Frei­heit und sei­ne Schlicht­heit, sein Ste­hen außer­halb der kle­ri­ka­len Sche­ma­ta. Es ist bewe­gend, wenn er vom Blick Jesu spricht, oder wie in den ver­gan­ge­nen Tagen in Gua­da­lu­pe von den müt­ter­li­chen Augen Mari­ens. Und wenn er dar­an erin­nert, daß Unser Hei­land will, daß nie­mand ver­lo­ren­geht und bereit ist, jeden auf Sei­ne Schul­tern zu laden.

Aber letzt­lich besteht ein Pon­ti­fi­kat in erster Linie aus sei­nem Lehr­amt und aus der Lei­tung der Kir­che, und ange­sichts der Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und der Ver­wir­rung, die in die­sen drei Jah­ren das christ­li­che Volk erfaßt haben, muß­te und woll­te ich die Wahr­heit sagen, auch um den Preis des beruf­li­chen und mora­li­schen Selbst­mords.

Parrhesie, nicht Heuchelei

Ich habe das in Brennes­seln gewor­fen, was die Welt „Pre­sti­ge“ nennt, auf­ge­baut in Jahr­zehn­ten der Arbeit, um ein Aus­ge­sto­ße­ner der katho­li­schen Welt zu wer­den, die mein Zuhau­se ist. Ich wur­de mit einem Schlag zum „Aus­sät­zi­gen“. In die­sen bei­den Jah­ren muß­te ich vie­le Beschimp­fun­gen ver­dau­en. Die häu­fig­sten waren: „Du bist vom Teu­fel beses­sen“ und „Du bist ver­rückt“.

Ande­re for­der­ten einen Exor­zi­sten für mich oder sogar ein Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­ur­teil. Sie haben sogar unter­stellt, ich sei von irgend­ei­ner Sek­te, irgend­ei­nem Guru oder einer obsku­ren „Macht“ in Beschlag genom­men wor­den, aber in jedem Fall drau­ßen aus der Kir­che.

Ich wur­de aus ihren Medi­en ver­bannt und mein Buch wur­de von bestimm­ten katho­li­schen Buch­hand­lun­gen auf den Index gesetzt, die wahr­schein­lich kein Pro­blem damit hat, Augi­as und Man­cu­so zu ver­kau­fen.

Heu­te aber ver­schaf­fen mir die Wor­te von Fran­zis­kus Gerech­tig­keit für Mona­te und Mona­te der Ver­leum­dung. Sie sind vor allem, für jeden von uns, ein Bei­spiel der Demut und der Väter­lich­keit.

Die Legi­ti­mie­rung der „Kri­tik am Papst“, die im Schrei­ben ent­hal­ten ist, scheint mir auch zu leh­ren, daß wir muti­ge und nicht ängst­li­che oder oppor­tu­ni­sti­schen Chri­sten sein sol­len. Man soll mit Par­r­he­sie und nicht mit kal­ku­lier­ter Heu­che­lei spre­chen.

In mei­nem Buch habe ich die Wor­te des spa­ni­schen Bischofs Mel­chor Cano (1509–1560), eines gro­ßen Theo­lo­gen des Kon­zils von Tri­ent zitiert:

„Petrus braucht nicht unse­re Lügen und unse­re Schmei­che­lei­en. Jene, die blind und unter­schieds­los jede Ent­schei­dung des Pap­stes ver­tei­di­gen, sind jene, die die Auto­ri­tät des Hei­li­gen Stuhls unter­gra­ben: sie zer­stö­ren sei­ne Fun­da­men­te anstatt sie zu stär­ken.“

Fran­zis­kus weiß im übri­gen genau, daß für ihn die Gefahr nicht von der Frei­mut der Kin­der Got­tes kommt, son­dern von sei­nem Hof: eines Tages ging er soweit zu sagen, daß „der Hof der Aus­satz des Papst­tum ist“.

Im übri­gen stimmt es auch, daß an der Römi­schen Kurie und an den ande­ren Kuri­en unter sei­nem Pon­ti­fi­kat ein Kli­ma des regel­rech­ten Schreckens herrscht, eine nie zuvor erleb­te bedrücken­de inqui­si­to­ri­sche Luft. Und dafür trägt er die Ver­ant­wor­tung.

Die Art, wie er die kirch­li­chen Ange­le­gen­hei­ten in die­sen Jah­ren geführt hat und auch die jüng­ste Syn­ode, zei­gen lei­der, daß es neben dem väter­li­chen und ver­ständ­nis­vol­len Fran­zis­kus auch einen gibt, der die Macht auf sehr har­te Wei­se gebraucht. Manch­mal auch, um der Kir­che hete­ro­do­xe Leh­ren auf­zu­zwin­gen.

Er ist es, der gegen Ordens­fa­mi­li­en von gro­ßem und ortho­do­xem Glau­ben die eiser­ne Faust ein­setzt und dann jene lobt und för­dert, die den Win­den der welt­li­chen Ideo­lo­gien hin­ter­her­lau­fen.

Ich hof­fe wei­ter­hin, daß er die­sem Kli­ma ein Ende berei­ten wird und alle auf­for­dert, in der Frei­heit und der Wür­de der Kin­der Got­tes in der Kir­che zu blei­ben, wie auch das Kon­zil lehrt (ohne Säu­be­run­gen, Rache und Demü­ti­gun­gen fürch­ten zu müs­sen).

Ich hof­fe aber vor allem, daß er dem Auf­trag des Petrus treu bleibt und den katho­li­schen Glau­ben ver­tei­digt und ihn nicht aus­ver­kauft und auch nicht umstürzt: das ist ihm nicht erlaubt. Das kann er nicht tun.

Denn auch der Papst kann nicht tun, was er will, wie Joseph Ratz­in­ger sag­te. Er ist kein abso­lu­ter Mon­arch, wie es ein­mal eini­ge Herr­scher waren. Er ist das genaue Gegen­teil: Er ist der Garant des Gehor­sams. Er ist der Garant dafür, daß wir nicht sei­ner Mei­nung oder Mei­nung von wem auch immer sind, son­dern den Glau­ben aller Zei­ten beken­nen, den er gegen die Mei­nun­gen des Augen­blicks ver­tei­digt.

Einleitung/Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Anto­nio Soc­ci

32 Kommentare

  1. Mein Kom­men­tar vom 19. Febru­ar 14h53 („Papst F. über Kyrill“ usw.) pass­te bes­ser zu die­sem guten Bei­trag.
    Den Glau­ben aus­ver­kau­fen, umstür­zen, „das kann er (der Papst) nicht tun“, schreibt Soc­ci; doch, er KANN es sehr wohl! Er hat sehr viel Spiel­raum bis zu der dog­ma­tisch fest­ge­setz­ten Gren­ze!

  2. Blie­be zu fra­gen, wo sol­che intel­lek­tu­el­len Köp­fe und Stim­men der Kir­che im Land der Dich­ter und Den­ker ver­blie­ben sind…

      • @zeitschnur,
        Die­sen Ihren Kom­men­tar kann ich so nicht ste­hen las­sen, weil für Sie nicht zutref­fend:
        auf der Kom­men­tar­sei­te der Web­site http://www.katholisches.info posten sicher viel from­me Gläu­bi­gen;
        Haß und Abnei­gung gegen wei­se und/oder mehr oder weni­get gelehr­te Postings habe ich nicht fest­stel­len kön­nen- wobei ich bei dem Wort „Intel­lek­tu­el­len“ immmer so mei­ne Beden­ken habe (da schwelt wahr­schein­lich die Remi­nes­zenz an die rus­si­sche „Intel­li­g­ent­zia“ und die in roma­ni­schen Län­dern bekann­te „intel­lec­tu­els“ mit; wie die Ereig­nis­se in den letz­ten Jah­ren zeig­ten, beson­ders in Paris und Molen­beek St.Jean, waren die­se Intel­lek­tu­el­le nicht sehr erfolg­reich, im Gegen­teil).
        Und weg­ge­mobt wer­den Sie natür­lich auch nicht:
        Über die letz­te 3 Jah­ren hat sich die monat­li­che Gesamt­län­ge Ihrer Postings grob ver­vier­facht und Ihre rela­ti­ve Prä­senz beträgt ca. 25% des Gesamt­fo­rums.
        Sie sind also nicht weg, son­dern noch prä­sen­ter als frü­her.
        🙂 Riden­tem dice­re ver­um (Horaz, Sati­rae I,1,19)

      • @ Adri­en Antoi­ne

        Sie wur­den neu­lich von einem User schon gefragt, wo Sie eigent­lich Ihre Zah­len her­neh­men, ver­mut­lich doch wohl selbst erfun­den…

        Aber Spaß bei­sei­te: Lesen Sie doch ein­fach mal alle Postings — und nicht immer nur mei­ne, dann wird sich die Pro­zent­zahl mit Sicher­heit ver­klei­nern.

        Hier schrei­ben auch ande­re sehr aus­führ­lich, schau­en Sie ein­fach noch mal nach.

        Wobei es natür­lich eine gro­ße Ehre wider Ihren ver­mut­lich inten­dier­ten Wil­len ist, dass Sie mei­ner Prä­senz eine grö­ße­re Bedeu­tung ein­räu­men als sie quan­ti­ta­tiv vor­liegt.

        Egal ob einer mehr lang oder mehr kurz schreibt — es geht dabei immer dar­um, ob er Leser erreicht.
        Letz­te­res neh­men Sie wahr …und all jene, die sich nicht mehr ein­krie­gen vor dump­fen Schmäh­kom­men­ta­ren.

        Ich sag­te übri­gens nicht, dass ich mehr weg bin als frü­her, son­dern dass eini­ge Hitz­köp­fe und Intri­gan­ten hier mich weg­ha­ben wol­len.
        Ein typi­scher Fall von „Non sequi­tur“ mein latei­ni­scher Freund, Sie zie­hen wie­der ein­mal einen Fehl­schluss. Tztztz :-))
        Latei­ni­sche Zita­te ver­mö­gen die­sen Man­gel lei­der nicht zu kaschie­ren…

        Es war also Tin­te damit: Risus vester sar­do­ni­cus!

  3. Die­ser Papst ist so schil­lernd, daß man sel­ber immer ver­wirrt ist bzw. ver­wirrt sein kann.

    Die­ser Brief an Sie, Herr Soc­ci, ist ein schö­nes Bei­spiel dafür, daß der Papst einen guten Tag erwischt hat­te. Wie man weiß, kann das schnell auch wie­der anders bei ihm sein. Ihre Freu­de und Erleich­te­rung sind gut ver­ständ­lich, aber…

    Wie Sie rich­tig sagen, ist die­se Über­ein­kunft mit der rus­si­schen Ortho­do­xie ein gro­ßer Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Aber dann zuckt Papst Fran­zis­kus wie­der zurück, und das Rät­sel­ra­ten beginnt von vor­ne. Und die Fra­ge stellt sich, was er wirk­lich denkt. Per­sön­lich war ich skep­tisch gera­de auch wegen des Tref­forts Kuba. Und wie dem auch sei, war die Skep­sis offen­bar gerecht­fer­tigt.
    Also auf dem Rück­flug war er wie­der der „alte“ Ber­go­glio. Da hat er wie­der die Kat­zen aus dem Sack gelas­sen und hat­te nicht nur die­se Über­ein­kunft mit dem Patri­ar­chen prak­tisch ein gut Stück weit ent­wer­tet. Es bleibt nur noch Kopf­schüt­teln.
    Dann sprach er davon, nach Kre­ta zum Tref­fen der ortho­do­xen Ober­häup­ter rei­sen zu wol­len. Das zeigt, daß er wirk­lich­keits­fremd ist. Wer meint er denn, wer er ist? Wenn er den­ken soll­te, die­se Patri­ar­chen wür­den gera­de auf ihn war­ten, daß er sich als ihr Mei­ster auf­spie­len kann…, zumal die schon genug mit sich selbst zu tun haben dürf­ten. Aber so ist er; so sieht er die Welt. Er sieht offen­bar nicht dahin­ter und nimmt das Vor­der­grün­di­ge als Rea­li­tät. Er hat kei­ne Boden­haf­tung und schwebt so in Illu­sio­nen dahin- und das ist es, was bei vie­len so gut ankommt, aber für jeden und die Kir­che hoch­ge­fähr­lich ist.

  4. Eines ist klar: Soc­ci ist tap­fer oder ver­sucht, tap­fer zu sein. das fin­de ich sehr gut.

    Auf­schluss­reich auch sei­ne Über­le­gun­gen zur Auf­rich­tig­keit und zu den typi­schen Reak­tio­nen der Katho­li­ken auf Auf­rich­tig­keit — kommt mir irgend­wie bekannt vor… muss eine ech­te from­me Macke sein, die­se Platz­wart­ment­a­li­tät…

    Sehr berüh­rend auch das Zitat von Mechi­or Cano — das beleuch­tet eben­falls die gan­ze Pro­ble­ma­tik um das Vati­ca­num I erneut in dem Sin­ne, den ich schon län­ge­re Zeit ver­su­che zu kom­mu­ni­zie­ren — mit den­sel­ben Erfah­run­gen, die Soc­ci macht…

    Die­se Pro­ble­ma­tik ist also seit 500 jah­ren bereist deut­lich aus­ge­spro­chen, und doch hat ein gro­ßer Teil der Hier­ar­chie samt dem Kir­chen­volk nichts dar­aus gelernt. Cano steht in dia­me­tra­lem Gegen­satz zu Igna­ti­us in der Fra­ge.

    Der Brief F.s ist irri­tie­rend. Man hat wirk­lich manch­mal den Ein­druck es gebe vie­le Fran­zis­kus­se in einer ein­zi­gen Per­son.
    Was geht nur in die­sem Mann vor?

  5. Ich kann mei­nen größ­ten Kri­ti­ker köp­fen oder ihm schmei­cheln. Wenn ich letz­te­res tue, bewir­ke ich viel­leicht, dass jener mil­der wird und sich denkt, ich sei ja gar nicht so schlimm und Kri­tik an mir wird auf­ge­weicht.

  6. Es ist in der Tat so, dass man manch­mal nicht weis was in die­sem Mann vor­geht, was er denkt und was er plant. Fran­zis­kus ist in sei­nem Tun und Reden wider­sprüch­lich. Ein Haupt­merk­mal ist bei ihm, das eines Ver­wir­rers und unbe­dach­ten Unter­hal­ters. Des­halb ist die Fra­ge berech­tigt, wie frei ist er, wel­chen Spiel­raum las­sen ihm die Kar­di­nä­le und Strip­pen­zie­her im Hin­ter­grund. Hat er doch sel­ber schon gesagt, dass er nur das macht, was die Kar­di­nä­le von ihm ver­lan­gen. Viel­leicht kommt hier Licht in das Gesche­hen durch das Schrei­ben an die: „..Lie­ben Brü­der Freimaurer..„von dem Fran­zis­kus gewusst haben muss. Wer hät­te das vor weni­gen Jah­ren für mög­lich gehal­ten. Da muss man doch sofort an La Salet­te den­ken.

  7. Inter­es­sant ist in dem Zusam­men­hang, dass Mel­chi­or Cano damals den auf­stei­gen­den Jesui­ten­or­den als „Vor­läu­fer des Anti­christs“ betrach­te­te.

    Damals wur­de er in der Katho­li­schen Kir­che dafür belä­chelt bzw. für einen gehal­ten, der sich in etwas ver­rannt habe.
    Man hielt ihn für einen bril­li­an­ten Theo­lo­gen, des­sen Werk „De locis theo­lo­gi­cis“ grund­le­gend für die wei­te­re Ent­wick­lung der Theo­lo­gie wer­den soll­te, der aber hin­sicht­lich der Igna­ti­us-Ideo­lo­gie über­trie­ben habe.

    Es hat etwas gera­de­zu Gespen­sti­sches, wenn man das heu­te hört: Denn heu­te kann man begrün­det den Ein­druck haben, dass Cano einer der weni­gen war, der die gro­ße Gefähr­lich­keit die­ser igna­tia­ni­schen Ideo­lo­gie erkann­te und visio­när vor­aus­ge­se­hen hat, was uns eines Tages dar­aus für ein Abgrund erwach­sen wür­de.

    • Genau so ist es. Das Dilem­ma der Kir­che besteht heu­te dar­in, dass es ihr nicht gelun­gen ist, sich des Jesui­ten­or­dens zu ent­le­di­gen.
      So lasten die zahl­lo­sen Ver­bre­chen und die unge­heu­re Blut­schuld, die die­ser Orden ange­häuft hat, wie eine ton­nen­schwe­re Hypo­thek auf der Kir­che, die die­se dau­er­haft nach unten zieht.
      Das geht so weit, dass die Kir­che tat­säch­lich dem Anti­chri­sten den Weg berei­tet, wie es heu­te der Fall ist und wie es in La Salet­te pro­phe­zeit wur­de.
      Mel­chi­or Cano hat­te also voll­kom­men recht.
      Man hat ange­sichts der Ver­bre­chen der Jesui­ten immer bei­de Augen zuge­drückt, da die­se (schein­bar) dem Wohl der Kir­che dien­ten.
      Dar­in liegt eine gro­sse Schuld der Ver­ant­wort­li­chen der Kir­che, das Prin­zip „der Zweck hei­ligt die Mit­tel“ akzep­tiert zu haben.
      Jesui­ten und Frei­mau­rer hin­ge­gen wol­len seit jeher das Gute durch das Böse bewir­ken.
      Dies ist aber unmög­lich, da das Böse fort­wäh­rend immer nur Böses gebiert.
      Nur Gott kann aus dem Bösen das Gute her­vor­ge­hen las­sen.

  8. Falls Ber­go­glio das Buch wirk­lich (und bis zum Ende) lesen soll­te, dann wird er nicht umhin kom­men, zu den­ken: „So gründ­lich hat mir wohl noch nie einer den Kopf gewa­schen!“.

    Soc­ci ist näm­lich ein sehr auf­merk­sa­mer Beob­ach­ter, der auch auf die (oft wich­ti­gen!) Details ach­tet, die vie­le über­se­hen; ein sehr ratio­na­ler Mensch also.

  9. Es gibt vie­le Fran­zis­kus­se? In einer Per­son? Das ist nicht irri­tie­rend, dafür gibt es einen kli­ni­schen Befund. Aber vor­sich­tig.
    Die histo­ri­sche Gemein­sa­me Erklä­rung jeden­falls ist das her­vor­ra­gend gelun­ge­ne Pro­dukt der vati­ka­ni­schen Diplo­ma­tie und der Sicher­heit der ortho­do­xen Sei­te. Mit Fran­zis­kus‘ Natu­rell hat es nichts zu tun. Das kam dann schnell wie­der, wie gewohnt, als unre­flek­tier­tes loses Gere­de her­vor. Er ist ein­fach ein ver­wirr­ter alter Mann, der in sei­ner ihm eige­nen Eitel­keit sich für jung­ge­blie­ben hält und tat­säch­lich seit sei­ner Jugend nichts dazu­ge­lernt haben dürf­te und offen­sicht­lich auch nicht mit­be­kom­men hat, daß sei­ne Welt­endeu­tung längst über­holt ist. Er ist der letz­te der neu­en Art Kir­che, der Opa der Moder­ne.

  10. „Die­se Pro­ble­ma­tik ist also seit bereits 500 Jah­ren deut­lich aus­ge­spro­chen, und doch hat ein gro­sser Teil der Hirar­chie samt dem Kir­chen­volk nichts dar­aus gelernt“. Aber Sie schon ‑als Spe­zia­li­stin- doch schon, nicht? Doch doch, es haben eini­ge dar­aus gelernt. Aber davon wol­len Sie ja nix wissen,das Sie ja immer „alles bes­ser Wis­sen“, nicht?

    • Wenn es heißt „ein gro­ßer Teil“ habe nichts dar­aus gelernt, gibt es logisch einen klei­nen Teil, der es tat — und auf den stüt­ze ich mich.

      Macht es jetzt klick?

    • Zeit­schnur bie­tet immer inter­es­san­te Sicht­wei­sen und vor allem nach­prüf­ba­re und nach­voll­zieh­ba­re Fak­ten an. Die­ses auf Zeit­schnur ein­dre­schen ist viel ner­vi­ger und unqua­li­fi­zier­ter als irgend­et­was, was sie jemals geschrie­ben hat und ver­mut­lich noch schrei­ben wird.

      • @ Triden­ti­nus: Na und? Bringt’s was?.Die gross­sen und mäch­ti­gen die­ser Welt inter­res­siert das doch einen Boh­nen­kä­se.
        Was Sie hier als „nach­voll­zeiba­re Fak­ten“ bezeichnen,ist völ­lig schlei­er­haft. Sie betrei­ben genau­so wie zeit­schnur Rabu­li­stik. Grün­det doch eure eige­ne Kir­che oder Sek­te. Jeder soll nach sei­ner Façon selig wer­den.

      • „Ein­dre­schen“ — Leo­ne, wer ver­wen­det die­ses eher wenig gebräuch­li­che Voka­bu­lar anson­sten häu­fi­ger in die­sem Forum!? Wenn Sie sich das beant­wor­ten, wis­sen Sie auch, wel­che Per­son aller Wahr­schein­lich­keit nach hin­ter „Triden­ti­nus“ steckt.

  11. Der Drei­ei­ne Gott läßt die­se vie­len Ver­su­chun­gen durch den Papst aus Argen­ti­ni­en zu, wahr­schein­lich zur Rei­ni­gung der Kir­che all­ge­mein und zu „mei­ner eige­nen Rei­ni­gung“.
    Es ist sicher­lich eine beson­de­re Zeit der Prü­fung und damit viel­leicht auch eine Gna­den­zeit (und damit mei­ne ich nicht die­ses „Jahr der Barm­her­zig­keit“) zu Buße und Umkehr.

    Man soll m.Er. wie Herr Soc­ci es hier schreibt, immer für den „Papst“ Fran­zis­kus beten in Lie­be zu die­sem Men­schen, damit man vor Gott als Sün­der, der man sel­ber ist, der­einst hof­fent­lich bestehen kann.
    Das lieb­rei­che Gebet für die­sen Papst (trotz oder gera­de wegen vie­ler­lei Kri­tik­wür­di­gem) kann einen selbst von Sün­den rei­ni­gen. Genau dar­in kann sich das Christ­sein bewäh­ren und man hat die Chan­ce im Glau­ben und der Kreu­zes­nach­fol­ge Chri­sti zu wach­sen.

  12. Soc­ci hat den „Test“ nicht bestan­den, er ist genau­so geschwät­zig wie Fran­zis­kus, wenn auch ver­mut­lich weni­ger cle­ver.

    Da erhält er ein paar net­te Zei­len aus der Casa San­ta Mar­ta, wie sie jeder Onkel rou­ti­niert hin­krit­zelt, und weiß nichts Bes­se­res, als damit sofort und wie betäubt an die Öffent­lich­keit zu ren­nen. Genau­so wie die geschie­de­ne Frau in Bue­nos Aires nach einem Anruf aus CSM oder des­glei­chen der Figa­ro des zum Papst gewähl­ten Erz­bi­schofs usw. usf.

    Geschwät­zig­keit über­all. Passt aber zu der bei Kir­chen­leu­ten mitt­ler­wei­le schein­bar unver­zicht­bar gewor­de­nen dau­ern­den Umar­me­rei, Lache­rei und Küs­se­rei älte­rer Män­ner unter­ein­an­der und über­haupt allem, das sich ihnen in den Weg stellt. Kein Stil, kei­ne Beherr­schung, kei­ne Vor­bil­der.

  13. @Leone: In die­ser Sicht bringt das alles nichts und sind alle Tra­dis, gleich wel­cher Aus­rich­tung, völ­lig irrele­vant. Auch die Pro­gres­si­sten sind es gesell­schaft­lich längst. Im dt. Sprach­raum nur ver­deckt durch die finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten dank Hit­lers Kir­chen­steu­er.

  14. @ Car­lo

    Ihr State­ment greift dane­ben — das ist nicht „geschwät­zig“, son­dern fol­ge­rich­tig, was Soc­ci hier tut.
    Er hat den Papst öffent­lich kri­ti­siert und wenn er des­sen Reak­ti­on ver­schwie­ge, auch wenn sie mit der Pri­vat­post kommt, wäre es min­de­stes unfair.

    Des­wei­te­ren nimmt er die­se Ant­wort ja sehr wohl kri­tisch aufs Korn.

    Inter­es­sant auch sei­ne Ansicht, dass es tat­säch­lich F. selbst ist, der all die Ärger­nis­se der letz­ten 3 Jah­re selbst ver­ant­wor­tet und nicht etwa der Hof oder sonst wer. Dass irgend­wel­che Katho­li­ken irgend­et­was mei­nen und tun, irgend­wo drau­ßen in der Welt­kir­che, ist nor­mal, war schon immer so, ist an sich kein grö­ße­res Pro­blem.

    Ein Pro­blem ist aber ein Papst, der so auto­ri­tär herrscht, wie er es ohne­hin nicht soll­te (lei­der legi­ti­miert durch das V I), denn der hl. Petrus ver­bie­tet aus­drück­lich dass die Kir­che von ihren Obe­ren beherrscht wer­den darf! F. ist dar­in zwar nicht der erste Tyrann auf dem Stuhl Petri, aber der erste, der dafür von aller Welt hofiert wird und kei­nen Gegen­spie­ler mehr in der Welt hat.

    • Ja, Fr. Zeit­schnur, das näch­ste Mal wer­de ich auch etwas von Mechi­or Cano ein­bau­en, dann ist alles palet­ti.

      • Ja, eben! DESWEGEN sprin­gen Sie auch über das Stöck­chen die­ses geschmei­chel­ten Kärt­chen­ver­öf­fent­li­chers, denn einen Brief kann man das, was er da her­um­schwingt, nun wirk­lich nicht nen­nen!

      • @ Car­lo

        Wie wür­den Sie das denn nen­nen?
        Und was der rest­li­che Quatsch?

        Soc­ci hat F. ange­grif­fen und einen Brief von ihm bekom­men, den er kom­mu­ni­ziert. Punkt. Der mag Ihnen ja nicht genü­gen oder gefal­len, aber Sie sind ja auch nicht gemeint. Was soll also die­se sinn­lo­se Wort­klau­be­rei? Haben Sie nun etwas Sach­hal­ti­ges zu sagen oder nicht?

  15. Die­ser Brief sagt rein nichts aus, besteht aus rei­nen frömm­le­ri­schen Flos­keln. Natür­lich ver­wen­det in wahr­haft from­mer Mensch eben­sol­che For­mu­lie­run­gen, ja, aber in die­sem Kon­text ist der­lei vor allem eben die­ses: viel zu wenig, ja ein Nichts.

    Eigent­lich könn­te alles in einem belie­bi­gen Brief an irgend­je­man­dem steh­ten, bis auf ein paar dür­re Sät­ze:
    „Ich habe Ihr Buch und das Begleit­schrei­ben erhal­ten. Vie­len Dank für die­se Geste…

    Ich habe damit begon­nen, es zu lesen, und bin sicher, daß mir vie­le der dar­in ent­hal­te­nen Din­ge sehr gut tun wer­den. In Wirk­lich­keit hel­fen uns auch die Kri­ti­ken, auf dem rech­ten Weg des Herrn zu wan­deln.“

    Das Wort „Geste“ erscheint sehr schwach gewählt, aber sei’s drum. Wich­ti­ger erscheint, dass abso­lut nix drin­steht, als dass er mit dem Lesen begon­nen hat. Nichts Per­sön­li­ches, nichts Kon­kre­tes, kein Ein­ge­hen auf den Inhalt, kein Ver­weis auf eine spä­te­re, kon­kre­te­re Mit­tei­lung, nichts, nur Leer­for­meln. Nicht ein­mal so All­ge­mei­nes wie: „Sie sind bis­her stets sehr hart mit mir ins Gericht gegan­gen, wes­halb ich der Lek­tü­re mit gro­ßer Span­nung ent­ge­gen­se­he“.
    So einen Brief schreibt man nicht mit der Hand, er klingt ganz nach einem vor­ge­fer­tig­ten Schrei­ben aus irgend­ei­nem Sekrea­ri­at.
    mE han­delt es sich um einen rei­nen Publi­ci­ty-Gag die­ses in der­lei Din­gen sehr gewand­ten Pap­stes.
    Dass der Emp­fän­ger Rüh­rung zeigt, ist ver­ständ­lich. Nun ja, man freut sich drü­ber. Es ste­hen wirk­lich nur net­te Sachen drin.
    wir als Unbe­tei­lig­te kön­nen es uns aber lei­sten, die Sache kri­tisch zu sehen.

    • Man kann nur hof­fen, dass die­ses Schrei­ben kein Fake irgend­ei­nes Geheim­dien­stes war und Soc­ci das unvor­sich­ti­ge Öff­nen des­sel­ben etwa mit gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen zu bezah­len hät­te.

  16. Ich ver­ste­he dass Herr Soc­ci sich freut dass er einen Brief vom Papst emp­fan­gen hat.Das ist doch etwas besonderes,was man auch sagt.

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