Das zweite Video des Papstes — „Sich um das gemeinsame Zuhause kümmern“

"Das Video des Papstes" Nr. 2 - Gebetsmeinungen des Papstes für den Monat Februar 2016
"Das Video des Papstes" Nr. 2 - "Gebetsmeinungen" des Papstes für den Monat Februar 2016

(Rom) Nach dem „unsäg­li­chen“ Video (Mes­sa in Lati­no) vom Janu­ar wur­de nun ein zwei­tes Video des Pap­stes ver­öf­fent­licht, das erneut als „Das Video des Pap­stes“ ver­brei­tet wird. Die­ses Mal mit den Gebets­mei­nun­gen des Pap­stes für den Monat Febru­ar. Erneut wen­det sich Papst Fran­zis­kus per­sön­lich mit einer Bot­schaft an die Welt.

Das erste Video wur­de am Drei­kö­nigs­fest, den 6. Janu­ar über die sozia­len Netz­wer­ke publi­ziert. Am 6. Febru­ar folg­te nun das zwei­te Video.

Die Absicht im ersten Video mit Papst Fran­zis­kus war der „Dia­log“. Egal ob Gut oder Böse, ent­schei­dend sei, daß man mit­ein­an­der redet. Dazu wur­den Chri­sten, Juden, Mos­lems und Bud­dhi­sten auf eine Stu­fe gestellt und die Reli­gio­nen als gleich­wer­tig dar­ge­stellt: das Jesus­kind neben Menorah, isla­mi­scher Gebets­ket­te und einer Bud­dha­sta­tue. Dem Papst wur­den syn­kre­ti­sti­sche Ten­den­zen vor­ge­wor­fen. Der Theo­lo­ge Klaus Obenau­er schrieb, der Papst müs­se sich ent­schei­den: ent­we­der Nathan der Wei­se oder Jesus Chri­stus.

Keine Gebetsmeinungen, sondern ökosoziale Verhaltensanleitungen

Im zwei­te Video geht es um die Umwelt, den Erhalt des Pla­ne­ten und gegen Umwelt­ver­schmut­zung. Im Video for­dert der Papst einen „Wan­del“: „Frei von der Skla­ve­rei der Ver­brau­cher­herr­schaft.“ Es brau­che eine „neue Lebens­wei­se“. „Weil wir einen Wan­del brau­chen, der uns alle ver­eint.“

Das Video wird zwar als „Gebets­mei­nun­gen des Pap­stes“ ver­brei­tet, doch ruft der Papst nicht zum Gebet auf, son­dern for­dert zu Ver­hal­tens­wei­sen auf. Der Papst ruft, statt zum Gebet, zur Bewah­rung der Schöp­fung im Sin­ne des Umwelt­schut­zes auf. Sei­ne Bit­te lau­tet: „Sich um das gemein­sa­me Zuhau­se küm­mern“. Wie bereits im ersten Video, ist von Gebet und Gebets­an­lie­gen kei­ne Rede.

Das Video wur­de wie­der­um vom Gebets­apo­sto­lat, einer dem Jesui­ten­or­dens anver­trau­ten Gebets­in­itia­ti­ve, ver­brei­tet. Pro­du­ziert wur­de es erneut von der Medi­en- und Wer­be­agen­tur La Machi von Bar­ce­lo­na unter Auf­sicht des vati­ka­ni­schen Fern­seh­cen­ters CTV.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: You­tube (Screen­shot)

123 Kommentare

  1. Das ist voll­kom­men are­li­gi­ös. Man weiß nicht, ob man gera­de in der Kino­wer­bung für eines die­ser kapi­ta­li­sti­schen Pro­duk­te für den hem­mungs­lo­sen Kon­sum sitzt oder in einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung für Polit­schwär­mer. Es ist ja nicht mal klar, um wel­che poli­ti­sche Bot­schaft es geht: „Nie wie­der Krieg“? „Pro­le­ta­ri­er aller Län­der etc.?“ „Bewah­rung der Schöp­fung“? „Müll­ver­mei­dung“?
    Von Gott kei­ne Rede, nur davon, dass Gläu­bi­ge und Ungläu­bi­ge doch angeb­lich alle das­sel­be wol­len.

    Nee — wer jetzt immer noch nichts merkt, der setzt sein See­len­heil aufs Spiel.
    Und ich sage es noch mal und immer wie­der:
    Die angeb­li­chen guten Bischö­fe müss­ten auf­schrei­en!
    Aber sehen wir doch der Wahr­heit tap­fer ins Auge:
    Sie schwei­gen. Ob in Afri­ka, Liech­ten­stein, den USA oder Deutsch­land oder im fer­nen Kasach­stan!

    Und kei­ne Ant­wort von ihnen…ist auch eine Ant­wort.

    All ihr armen Leu­te, die ihr euch von die­sen Leu­ten durch ein paar from­me Dosen­sprü­che und ein biss­chen alten Kir­chen­pomp täu­schen lasst: auf­wa­chen!

    Und bit­te sagt hin­ter­her nicht, man hät­te es nicht wis­sen oder sehen kön­nen.
    Doch: Man kann!
    Und es ist nicht nur der böse F. am Agie­ren, nein: die gesam­te Hier­ar­chie ohne Aus­nah­me. OHNE Aus­nah­me!
    Die einen, weil sie das alles freu­dig beför­dern, die andern, weil sie es durch Schwei­gen und pas­si­ves Gewäh­ren­las­sen unter­stüt­zen.

    • „Von Gott kei­ne Rede, …“
      Sie haben voll­kom­men recht, kein ein­zi­ges Wort von IHM kam über des Pap­stes Lip­pen.
      Die­ser Text, den Papst Fran­zis­kus hier vor­las, hät­te von jedem stam­men kön­nen, auch vom über­zeug­te­sten Athe­isten.

      Als Reprä­sen­tant einer Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on wäre er sicher bestens geeig­net.
      Als Papst indes­sen …?
      Kostet es ihn denn eine solch gro­ße Über­win­dung von Gott zu spre­chen?
      Wenn es so wäre, was sag­te das dann über ihn aus?

      @zeitschnur, Sie pran­gern das Schwei­gen der Bischö­fe an. Ich kann das, was Sie sagen, nach­voll­zie­hen.
      Doch beden­ken Sie, alles braucht sei­ne Zeit.
      Wohl auch die Bischö­fe, die sich über­le­gen, wie sie ange­mes­sen reagie­ren wol­len, soll­ten und müss­ten.

      • Allen wohl und nie­man­den wehe!
        Was hier Papst Fran­zis­kus in schön klin­gen­den Wor­ten in der neu­en Video­bot­schaft anmahnt, ist nun wik­lich nichts neu­es oder gei­stig Inspi­rie­ren­des.

        Und wenn er sich einer­seits so häu­fig gegen Kapi­ta­lis­mus und sei­ne nega­ti­ven Aus­wüch­se wen­det, fra­ge ich mich ande­rer­seits, war­um er dann immer wie­der Leu­te eben die­ser Geld‑, Gesell­schafts- und Macht­cli­que emp­fängt?
        Denkt er etwa, er könn­te sie umstim­men und bekeh­ren?
        Ist es nicht eher so, dass die­se Damen und Her­ren den Ein­druck gewin­nen könn­ten, sie hät­ten Papst Fran­zis­kus auf ihre Sei­te gezo­gen?
        Wenn er den Kapi­ta­lis­mus und sei­ne Prot­ago­ni­sten wirk­lich ver­ach­tet, läge es an ihm, Flag­ge zu zei­gen und sich die­sen Herr­schaf­ten gegen­über etwas zurück­zu­neh­men.
        Ich weiß, der Papst ist auch so etwas wie ein Staats­ober­haupt, aber muss ein Staats­ober­haupt unbe­dingt jeden emp­fan­gen?
        Papst Fran­zis­kus hat einen ande­ren Auf­trag, des­sen soll­te er sich bewusst sein.

      • Wie­so die Bischö­fe sich öffent­lich nichts gegen F. sagen trau­en? Ich den­ke, die Abset­zung von Kar­di­nal Bur­ke stellt ein abschrecken­des Bei­spiel für Nach­ah­mer dar.

        Eini­ger­ma­ßen pas­send zum The­ma war heu­te auf ARTE eine Doku­men­ta­ti­on über die ‚wah­re Macht des Vati­kans‘ im zwei­ten Welt­krieg zu sehen. Den etwa glei­chen Inhalt hat­te letz­tens ein Inter­view von Micha­el Hese­mann auf K‑TV, wahr­schein­lich wegen dem Holo­caust-Gedenk­tag.
        Es ging um die Fra­ge, war­um der Papst nicht ener­gi­scher gegen die Depor­ta­tio­nen von Juden in Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ein­ge­tre­ten ist. Nach sei­ner Bit­te, die Nazis mögen wenig­stens getauf­te jüdi­sche Chri­sten ver­scho­nen, wur­den die­se sogar zuerst depor­tiert, vor den unge­tauf­ten Juden. Auch die Hei­li­ge Edith Stein war da dabei.
        Dar­auf­hin hat Papst Pius, der in Hit­ler den per­so­ni­fi­zier­ten Teu­fel gese­hen hat, es den Bischö­fen über­las­sen, zu pro­te­stie­ren oder auch nicht.

        In der Doku wur­de auch gleich ange­führt, wie es zur Ein­set­zung von Papst Paul VI gekom­men ist. Er, der als vati­ka­ni­scher Staats­se­kre­tär Mon­ti­ni eigen­wil­lig und zu libe­ral war wur­de zum Erz­bi­schof von Mai­land ernannt, die Kar­di­nal­s­wür­de wur­de ihm nicht ver­lie­hen, um die­sen Men­schen nicht Papst wer­den zu las­sen. Genau das Gegen­teil pas­sier­te, er wur­de der näch­ste Papst und was dann pas­sier­te weiß man ja.
        Das Glei­che war doch bei Ber­go­glio, er war eme­ri­tier­ter Erz­bi­schof von Bue­nos Aires und trotz­dem wur­de er Papst. Wahr­schein­lich woll­te man gera­de das ver­hin­dern, sei­tens der in Argen­ti­ni­en ver­ant­wort­li­chen Geist­li­chen. Die Par­al­le­len erschei­nen mir auf­fal­lend. Kein Wun­der, dass Ber­go­glio so auf die Hei­lig­spre­chung Pauls VI bestand.

    • Sehr geehr­te @zeitschnur
      Sie haben mit Ihrer schon mehr­mals deut­lich geäu­ßer­ten Kri­tik sicher nicht ganz Unrecht. Die hand­voll Bischö­fe, die ab und zu die Tra­di­ti­on der Kir­che anmah­nen, eine tri­ten­ti­ni­sche Mes­se fei­ern oder einen Gebets­auf­ruf star­ten, tun sicher nicht genug, um das Ruder her­um­zu­rei­ßen. War­um tun sie nicht mehr? Wo ist der lau­te Auf­schrei, wo der offe­ne Wider­stand? Viel­leicht sind sie wirk­lich zu fei­ge, viel­leicht sind sie um die Ein­heit der Kir­che besorgt, viel­leicht haben sie nicht das For­mat eines Lef­eb­v­re, viel­leicht gefällt ihnen Ihre aktu­el­le Posi­ti­on zu gut, viel­leicht sind sie kann gar­nicht so wirk­lich dage­gen, viel­leicht .… wir wis­sen es nicht.
      Was aber ist Ihre Kon­se­quenz aus die­ser und in die­ser Situa­ti­on? Außer­halb der Kir­che gibt es ja kein Heil, Grup­pie­run­gen wie die Prie­ster­bru­der­schaft Pius X leh­nen Sie ab und inner­halb der Kir­che gibt es auch kein Heil mehr. Was also sol­len die Men­schen tun, die Sie ‑zurecht — wach­rüt­teln?

      • @Alfred Por­sche
        Sie haben spe­zi­ell @zeitschnur ange­spro­chen, ich wage es trotz­dem, ein­zu­ha­ken.
        „Wohin soll ich mich wen­den?“
        Die­ses Lied fällt mir da spon­tan ein.
        Es ist tat­säch­lich nicht ein­fach heut­zu­ta­ge!
        Wenn Papst Fran­zis­kus glaubt, die katho­li­sche Kir­che in die Gegen­wart hie­ven oder ihr einen neu­en Anstrich ver­pas­sen zu müs­sen und man da nicht mit­ge­hen möch­te oder kann, so bleibt nur unser Han­deln.
        Sich Prie­ster oder eine Pfar­rei suchen, in der wür­dig zele­briert wird, denn es gibt sie noch, die­se Oasen in der Wüste.
        Kon­se­quent zur Bru­der­schaft St. Pius wech­seln — oder aus­zu­har­ren und auf bes­se­re Zei­ten zu hof­fen?
        Zwi­schen bei­den letz­te­ren Mög­lich­kei­ten pen­de­le ich gera­de.
        Es ist die Zeit dazwi­schen, doch es ist klar: irgend­wann muss ent­schie­den wer­den.

    • Es ist neo­je­sui­tisch, wür­de ich sagen.
      Was ihr Man­tra über die angeb­lich schwei­gen­den Bischö­fen (Gab nicht Schnei­der jüngst wie­der ein Inter­view, das als Kri­tik am Papst ver­stan­den wer­den kann!? Ach ja, in Ihren Augen from­me „Dosen­sprü­che“.) und Ihre ganz unsin­ni­ge Ver­knüp­fung mit dem in triden­ti­ni­schen Mes­sen zur Ehre Got­tes ver­wen­de­ten „Kir­chen­pomp“ betrifft, so kann man nur sagen, dass dies ein­fach nur puber­tä­re Sprü­che sind, die Sie hier klop­fen.

      Bei die­sem Wider­stand, den Sie — übri­gens ganz zu recht — anmah­nen, muss man jedoch klug und über­legt vor­ge­hen. Wür­den — und ich habe Ihnen das schon ein­mal ver­sucht begreif­lich zu machen — ein­zel­ne Kar­di­nä­le und Bischö­fe in der Wei­se vor­pre­schen, wie Sie es uns aus Ihrem Schreib­ses­sel in Hin­ter­tup­fin­gen vor­zu­stel­len belie­ben, dann wür­den die­se nichts wei­ter errei­chen, als sich selbst zu ver­hei­zen. Der Wider­stand muss kon­zer­tiert erfol­gen. Die Fami­li­en­syn­ode wäre eine gute Gele­gen­heit gewe­sen, die­sen Ber­go­glio und sei­ne jesui­ti­sche Kama­ril­la Knock­out zu set­zen. Man hat es nicht getan. Der Wider­stand ist nicht orga­ni­siert, wie und woher auch! Man hat die aus Got­tes Gna­de gewähr­te Regent­schaft Bene­dikts unge­nützt ver­strei­chen las­sen, man hat sein Bemü­hen, der Tra­di­ti­on eine Basis IN der Kir­che zu ver­schaf­fen, von der aus sie gegen die Kon­zi­lia­ren hät­te vor­ge­hen kön­nen — und sei es nur mit bes­se­ren Früch­ten — ein­fach nicht ver­stan­den. Man war bequem, miss­trau­isch und hat­te Angst, sich aus den ver­meint­lich siche­ren, selbst­ge­schaf­fe­nen Reser­va­ten hin­weg­zu­be­ge­ben, hin­aus ins Freie.

      Auch jetzt ist es doch noch so: gibt es Pro­test, wenn Kar­di­nä­le gemobbt, wenn Bischö­fe ihrer Diö­ze­sen und Orden ihrer Rech­te beraubt wer­den!? Nein, ganz im Gegen­teil! Jeder duckt sich weg und denkt doch nur an sich und ist froh, wenn es ihn nicht getrof­fen hat. Sol­len die doch mit ihren Pro­ble­men fer­tig wer­den. Es herrscht kei­ne Soli­da­ri­tät unter den Lehr­amts­treu­en.

      Und auf die­ser Sei­te, die immer­hin im Arti­kel­be­reich das Unrecht beim Namen nennt, sind doch Sie und Tho­mas Kovacs die ersten, denen es aus rei­ner Lust am Oppo­nie­ren Ver­gnü­gen berei­tet, für die Täter Ver­ständ­nis ein­zu­for­dern und die Opfer zu ver­höh­nen („Nein!?“ „Lüge!?“ Soll ich ihrer bei­den dies­be­züg­li­chen Geschreib­sel her­aus­su­chen!?) Also rei­ßen Sie nicht so weit das Maul auf! Dass die Umstän­de furcht­bar sind, wis­sen wir alle. Und das sie durch Ihre Zuschrif­ten auch nicht bes­ser wer­den, son­dern nur noch schlim­mer, ist Ihnen doch hof­fent­lich bewußt, oder!?

    • „Aber sehen wir doch der Wahr­heit tap­fer ins Auge: Sie schwei­gen.“ Woher wol­len Sie das so genau wis­sen? Ver­fü­gen Sie über die Gabe der Mul­ti­lo­ka­ti­on, um bei jedem Bischof gleich­zei­tig und ohne Unter­bre­chung zu sein und auf­zu­pas­sen, was/ob der Bischof was zum The­ma sagt?

      Nur weil Sie nichts ver­neh­men, heißt das noch lan­ge nicht, dass „die“ Bischö­fe schwei­gen.

    • Lass doch die wor­te des pap­stes ein­fach ein­mal an dich her­an­kom­men. Ände­re dein ver­hal­ten gegen­über den mit­ge­schöp­fen. Und schon hat der film sei­nen sinn gehabt.

  2. Ein wich­ti­ges und in sich gutes Anlie­gen, das unser Papst auf­greift und uns Gläu­bi­gen anbie­tet.
    Gelobt sein Jesus Chri­stus in sei­nem Stell­ver­tre­ter auf Erden

    • Da kommt der Papst aber spät daher. Die­se Bil­der und Trak­ta­te hat­ten wir schon vor reich­lich drei­ßig Jah­ren. Das holt kei­nen Hund hin­ter dem Ofen mehr her­vor. Club of Rome, Dr. Gruhl und Co sind die Alt­vor­de­ren, die das schon publizierten.„Ein Pla­net wird geplün­dert“, das gab es schon.

      • Aber lei­der bis­her ohne viel Kon­se­quen­zen im han­deln! Und ich den­ke, dar­um geht es Fran­zis­kus! „Die­ses Volk ehrt mich mit den Lip­pen, aber Ihr Herz ist weit weg von mir“ — so ver­ste­he ich Gebet nicht! Gebets­an­lie­gen, die unser Herz und unser Tun nicht ver­än­dern, sind wenig wert. Ich sehe in dem Video wahr­lich Gebets­an­lie­gen genug!

    • Was soll denn das noch ? Das ist uns alles doch bekannt und wird schon längst beackert von tau­send Kon­fe­ren­zen. Damit kann heu­te kei­ner mehr punk­ten. Wie­so Jesus in sei­nem „Stell­ver­tre­ter“ gelobt sein kann, ist wohl eine Eigen­erfin­dung, das paßt schon gar nicht. Über die Fra­ge der Stell­ver­tre­tung schei­nen auch vie­le Irran­sich­ten unter­wegs zu sein.

      • Ergän­zung:
        Viel­leicht spricht er im näch­sten Video über den Fort­be­stand der „Bre­zel­bäcker“?

      • Das kaum, aber im Juli lässt der Papst für das deut­sche Volk beten. Wer hät­te das gedacht? Ist das nicht eine freu­di­ge Über­ra­schung? 🙂 :-):-)
        Sehen Sie selbst!: „…für die ein­hei­mi­schen Völ­ker, die in ihrer Iden­ti­tät und Exi­stenz bedroht sind, dass sie gebüh­ren­den Respekt und Schutz erfah­ren…“

  3. Kri­tik an der Redak­ti­on ist hier offen­sicht­lich nicht zuläs­sig. Ich habe nicht gedacht, dass Sie so emp­find­lich sind.

  4. Fran­zis­kus hat sei­nen Beruf oder Beru­fung ver­fehlt. Er hät­te in die Poli­tik oder
    als Lob­byst in die Wirt­schaft gehen sol­len, dort hät­te er wenig­stens kei­nen Scha-
    den anrich­ten kön­nen. Das gan­ze Video atmet Zeit­geist und ist weit ent­fernt von
    einer christ­li­chen Bot­schaft. Das Pro­blem ist, dass man Fran­zis­kus als Papst sieht
    und des­halb kei­ner­lei Kri­tik übt, da ja nor­ma­ler­wei­se, nach der Glau­bens­leh­re, der
    Papst vom Hl.Geist geführt wird. Hier sind aber erheb­li­che Zwei­fel ange­bracht, es
    sei denn, der Hl.Geist will uns prü­fen oder heim­su­chen. Der Ober­hir­te wan­dert auf
    schlüpf­ri­gen Pfa­den und die Her­de läuft ohne Füh­rung hin und her. Damit gibt Fran-
    zis­kus den Kir­chen­fein­den und Kas­pe­ria­nern Was­ser auf ihre unse­li­gen Müh­len und
    ermun­tert sie noch mehr zu wagen, im Hin­blick auf den Zeit­geist und den gott­lo­sen
    Zie­len.

    • Sehr geehr­ter @fredius
      Ich habe eine „tech­ni­sche Bit­te“ an Sie: ich lese Katholisches.info meist auf dem Han­dy. Dort ist der Zei­len­um­bruch — wegen des ande­ren Bild­schirm­for­ma­tes — anders als auf dem Com­pu­ter oder Lap­top. Da Sie am Ende jeder Zei­le die Return-Taste drücken, führt das dazu, dass Ihre Bei­trä­ge sehr schwer zu lesen sind. Wenn Sie den Zei­len­um­bruch den Rech­ner machen las­sen und sich die Return-Taste für das Ende eines Absat­zes auf­he­ben, wer­den Ihre Bei­trä­ge leich­ter zu lesen und zu ver­ste­hen.
      Bit­te den­ken Sie nicht, dass ich Sie kri­ti­sie­ren will — ich bin weit davon ent­fernt! — ich möch­te Sie nur auf die­se Tat­sa­che hin­wei­sen, die Ihnen viel­leicht gar­nicht bewusst ist.
      Dan­ke für Ihr Ver­ständ­nis!!

      • Kana­di­er @ Vie­len Dank für Ihren Hin­weis. Lei­der bin ich kein Com­pu­ter-Exper­te und habe nicht ganz kapiert. Wenn ich nicht die Return­ta­ste am Ende der Zei­len drücke,
        dann wird der Schreib­text erst recht aus­ein­an­der geris­sen. Aber ich habe auf Ihr Wort ! hin, jetzt den Ver­such gemacht.

        Bit­te um Info !

  5. Franz ver­sperrt mit sei­ner Dies­sei­tig­keit den Weg zum Him­mel­reich.
    Der Stif­ter unse­rer Reli­gi­on hat den Wert des Him­mel­rei­ches immer betont, Franz und Kar­di­nae­le wis­sen es bes­ser, sie machen sich als Anwael­te um des ewi­gen Lebens auf Erden ver­dient, beacht­lich.
    Chri­stus mit sei­nem Ansin­nen liegt bei ihnen voel­lig falsch.

  6. Fran­zis­kus I. ver­hält sich eigent­lich mehr wie das Ober­haupt eines Staa­tes, des Vati­can-Staa­tes eben. Ein Poli­ti­ker od. Diplo­mat. Bene­dikt XVI. ist dage­gen das geist­li­che Ober­haupt der Römisch Katho­li­schen Kir­che. Viel­leicht soll­te der Vati­can das für die Zukunft immer so hal­ten, ein geist­li­ches Ober­haupt (ana­log e. welt­i­chen Kanz­lers) und ein poli­tisch diplo­ma­ti­sches Ober­haupt (ähn­lich eines Bundespräsidenten)der dem Main­stream nach dem Mun­de redet.

    • Noch bes­ser wäre es, wenn er wie­der das tun wür­de, wozu er beru­fen ist: der Whr­heit Zeug­nis zu geben!
      Undi­plo­ma­tisch
      aber
      Wahr­haf­tig

  7. Im Anfang erschuf Gott den Him­mel und die Erde.
    Und die Erde war voll­kom­men. Und sie wird wie­der voll­kom­men sein, in der Neu-Schöp­fung der Neu­en Erde (und — für alle, die es glau­ben kön­nen — wird sind dort schon fast ange­kom­men, es feh­len weni­ge Jah­re).

    Jeder muss aber per­sön­lich an sei­ner see­li­schen Rei­ni­gung arbei­ten, wenn er für die Neue Erde zuge­las­sen wer­den will!

    Der ober­fläch­li­che, äußer­li­che „Umwelt­schutz“ die­ser ärm­li­chen Erde ist nichts zu dem, was der Him­mel an Rei­ni­gung der gan­zen Schöp­fung geplant hat (inklu­si­ve Erde). Der Mensch allei­ne könn­te nie­mals den Scha­den wie­der­gut­ma­chen, den er ange­rich­tet hat, nicht ein­mal jenen auf die phy­si­sche Natur beschränk­ten.

  8. Wer ist schon gegen Umwelt­schutz? Nie­mand. Die Fra­ge ist doch immer, wie kann ich das errei­chen. Und hier befin­det man sich sofort im poli­ti­schen Minen­feld. Das kann nicht Auf­ga­be einer Kir­che sein, die in Euro­pa vor allem um ihr eige­nes Über­le­ben kämpft. (und sich des­sen in den obe­ren Rei­hen noch immer nicht bewusst ist)

  9. Eine gute Art, sich an die Chri­sten und an alle Men­schen welt­weit zu wen­den, per Film und gut geschnit­te­nen Sequen­zen unter­legt mit grif­fi­gem Text. Mit The­men, die uns als Men­schen alle betref­fen. Im Janu­ar : mit­ein­an­der reden, sich ken­nen­ler­nen, sich aus­tau­schen. Im Febru­ar : Got­tes Schöp­fung bewah­ren, gegen Kon­sum­wahn und die Früch­te der Erde zu zer­stö­ren. Bei­de Fil­me wol­len zum han­deln auf­for­dern. Es geht im posi­ti­ven Fall um Ver­hal­ten­än­de­rung, es geht dar­um selbst aktiv zu wer­den im Sin­ne eines posi­ti­ven, zukunf­sfä­hi­gen Han­delns. Im Janu­ar : Gespräch statt Ver­ur­tei­lung bzw. Gespräch und mit­ein­an­der statt gegen­ein­an­der zu kämp­fen. Im Febru­ar : Die Bewah­rung der Schöp­fung — ein The­ma das unab­hän­gig von Reli­gi­on und Welt­an­schau­ung alle Men­schen betrifft. Wei­ter auch : Wirt­schaft soll sozi­al- und öko­lo­gisch sein. Kon­sum kann nicht Lebens­zweck sein. Das direk­te Ver­hal­tens­än­de­run­gen ein­schnei­den­der sind und die Auf­for­de­rung dazu auch schmerz­li­cher ist, als eine igno­rier­ba­re Gebets­mei­nung, die in einer Aus­sendung ver­öf­fent­licht wird, lässt doch eini­ge Katho­li­ken irri­tiert zurück.

    • Sor­ry, aber F. redet wie ein Ver­tre­ter von „Green­peace“. Ein Papst hat ande­re Pflich­ten. In erster Linie hat er das Heil des Men­schen im Auge durch die Ver­mitt­lung der wah­ren Leh­re Chri­sti. F. ver­mit­telt die­se nicht. Im Gegen­teil. Er ver­sucht sie zu zer­stö­ren. Wäre er im Sin­ne Chri­sti, wür­de ihn die Welt nicht lie­ben. Da die Welt ihn aber liebt..—was sagt uns das???

  10. So etwas in die­se Rich­tung kann man ja machen, dann soll­te man aber auch die wirk­li­chen Ursa­chen und Ver­ur­sa­cher nen­nen, so wie die­ser Wis­sen­schaft­ler dies hier tut — Link: https://www.youtube.com/watch?v=OokU-0rHWrs und Link: https://www.youtube.com/watch?v=vuAC8QE0ZRA — Papst Fran­zis­kus sagt, dass wir Klei­nen mit Müll­tren­nung u.a. auf die Natur acht­ge­ben sol­len und für den Schutz der Natur beten sol­len (das machen ja die mei­sten von uns). Wer „A“ sagt, soll­te aber auch „B“ sagen. Wer die Welt wirk­lich kaputt macht im größ­ten Stil sind näm­lich Fir­men wie Mont­s­an­to und die Olig­ar­chen, die uns mit TTIP, CETA und co. in den öko­lo­gi­schen und demo­gra­phi­schen Unter­gang pushen wol­len.

    • Ergän­zung: Vom sel­ben Autor, der das Buch „Ban­ken­ma­fia“ geschrie­ben hat, noch ein sehr gutes Inter­view über die ‚öko­no­mi­schen‘ Hin­ter­grün­de: https://www.youtube.com/watch?v=TyCiVgHxrmA — Ich fin­de, dass wenn Papst Fran­zis­kus sol­che Ursa­chen und die wirk­li­chen Ver­ur­sa­cher der Lob­by­isten nicht benennt, dann ist sei­ne Ana­ly­se ein­sei­tig. Beten soll­ten wir natür­lich trotz­dem, weil unser Herr und Gott auch vie­les ver­hin­dern kann und uns sowie die Natur beschützt.

      • Wer wirk­lich wis­sen will, was hin­ter den Kulis­sen abläuft und was seit Jahr­zehn­ten an glo­ba­len Pla­nun­gen umge­setzt wird, soll­te sich unbe­dingt die­sen Film hier anse­hen, „End­ga­me (Doku) Die Glo­ba­le Ver­skla­vung“: https://www.youtube.com/watch?v=Fu66OCA0Zac — da wer­den auch an einer Stel­le die wirk­li­chen Hin­ter­grün­de von „Plan­ned Paren­thod“ gezeigt, das in Wirk­lich­keit ein super­fi­nan­zier­tes Euge­nik-Insti­tut der Eli­ten ist ! Solan­ge ein Papst sol­che Hin­ter­grün­de nicht offen erklä­ren kann, kann er uns auch nicht über die CO2-Lüge, die Asyl-Lüge und ande­re System­lü­gen auf­klä­ren. Die Men­schen wachen immer mehr auf, aber unse­re Hir­ten wer­den an der Nase her­um­ge­führt und vie­le von ihnen lau­fen des­we­gen Gefahr eines Tages von den Bür­gern und auch vom Herr­gott dafür haft­bar gemacht zu wer­den. Gott Vater, Herr Jesus Chri­stus, erbar­me Dich unser !

      • Wich­tig: Wenn wir sehen, dass gewis­se Grup­pen und Men­schen bestimm­te Din­ge auf die­sem Pla­ne­ten beein­flus­sen, dann ist es wich­tig, dass wir nicht in Ableh­nung, Ani­mo­si­tät oder gar Het­ze­rei ver­fal­len. Auch die­se Men­schen unter­lie­gen Zwän­gen, auch sie tra­gen schwer unter der Last der Ver­ant­wor­tung. Unser Herr Jesus Chri­stus lehr­te uns zu beten für die, die uns ableh­nen zu beten und sie zu seg­nen: „…seg­net, die euch flu­chen; tut wohl denen, die euch has­sen; bit­tet für die, so euch belei­di­gen und ver­fol­gen,…“ (Mt 5, 44). Pau­lus sag­te ja hier­zu: „So ermah­ne ich euch nun, daß man vor allen Din­gen zuerst tue Bit­te, Gebet, Für­bit­te und Dank­sa­gung für alle Men­schen, für die Köni­ge und alle Obrig­keit, auf daß wir ein ruhi­ges und stil­les Leben füh­ren mögen in aller Gott­se­lig­keit und Ehr­bar­keit. Denn sol­ches ist gut und ange­nehm vor Gott, unserm Hei­land,…“ (1. Tim 2, 1–3). In die­sem Sin­ne: Gott Vater, Herr Jesus Chri­stus, erbar­mer Dich unser (allen) !

  11. Was ich nicht ver­ste­he, ist, dass kei­ner der kri­ti­schen Kom­men­ta­to­ren auf der Ori­gi­nal- Web­site das Video mit Dau­men nach unten bewer­tet hat. Ich war der erste, gegen 15 Dau­men nach oben. Bit­te drückt auf den Link oben im hier ein­ge­bun­de­nen Video, geht auf die Ori­gi­nal­sei­te und bewer­tet das Video.

  12. Ja ja wir wer­den immer zum Han­deln aufgefordert,brav Müll trennen,IMMER fra­gen wo was her­kommt und wie pro­du­ziert wird usw.usw.
    Wir müs­sen über Wale und Rob­ben­ba­bys wei­nen aber um die eigenen,zu Labor­rat­ten degra­dier­ten Kinder,hmmm,nein,ach das ist ja Kli­nik­müll nicht­wahr!?
    Lang­sam habe ich nur noch Magen­ver­stim­mun­gen ob die­ser unfass­ba­ren Heu­che­lei.
    Aber es MUSS ja so kommen,der gro­ße Abfall ist ja vor­her­ge­sagt und wir sind nun mit­ten­drin.
    Je tol­ler sie es treiben,um so schnel­ler ist es vor­bei.

  13. Jeder Christ (egal wel­che Kon­fes­si­on) soll­te die drei Bän­de

    „Ver­schwö­rung gegen die Kir­che“ von Mau­rice Pinay
    und
    „Die Unter­mi­nie­rung der Katho­li­schen Kir­che“ von Mary Ball-Mar­ti­nez

    gele­sen haben.
    Wenn man die­se Bücher durch­ge­le­sen hat, dann weiss man auch was in der katho­li­schen Kir­che los ist.

  14. Wirt­schaft­lich und öko­lo­gisch ist die Welt nicht zu ret­ten, son­dern aus­schlie­sschlich auf geist­li­chem Wege. Die­se Kernz­aus­sa­ge Jesu schei­nen
    eini­ge ver­ges­sen zu haben.

    • Genau,aber am Schlimm­sten ist,das auch die Kirchenoberen,allen vor­an der Papst, das anschei­nend ver­ges­sen haben!!

  15. Das Video kommt dies­mal ohne ein Kreuz aus – das Pek­to­ra­le ist stän­dig ver­deckt, sodaß ohne die­ses Ärger­nis mun­ter dia­lo­gi­siert wer­den kann. Mit kirch­li­cher Ver­kün­di­gung hat das nichts zu tun, wohl aber mit dem post­kon­zi­lia­ren Niveau vie­ler Orts­ge­mein­den, denen sich der Päpst­li­che Stuhl medi­en­pro­fes­sio­nell angleicht (Geruch der Scha­fe und so). Die Dämo­nen wird’s freu­en …

  16. Was einem Mann wie Fran­zis­kus ver­mut­lich nie ein­leuch­ten wird ist,
    daß die frü­he­ren Gebets­or­den, die sich bei­na­he aus­schliess­lich dem Gebet wid­me­ten, ver­mut­lich sogar mehr für den Umwelt­schutz tun konn­ten, als die heu­ti­gen „Aktio­ni­sten“. Fas­se es wer kann.

  17. Sicher­lich dürf­te es von Inter­es­se sein, die „Gebetsmeinung“-Inhalte der fol­gen­den Mona­te im Über­blick zu ken­nen. Wel­che „Video­bot­schaf­ten“ noch fol­gen wer­den Sehen Sie in anschlie­ssen­der Gesamt-Auf­li­stung; es ist offen­bar so, dass immer der erste Teil einer jeden „Gebets­mei­nung“ in Form einer „Video­bot­schaft“ prä­sen­tiert wird:

    -
    „Gebets­an­lie­gen von Papst Fran­zis­kus für das Jahr 2016

    JANUAR
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    dass ein auf­rich­ti­ger Dia­log unter den Men­schen ver­schie­de­nen Glau­bens wirk­li­chen Frie­den und wah­re Gerech­tig­keit her­vor­brin­gen;
    für alle Chri­sten, dass sie durch Gespräch und geschwi­ster­li­che Hil­fe und mit der Gna­de des Hei­li­gen Gei­stes die Tren­nung im Glau­ben über­win­den.

    FEBRUAR
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    dass wir auf die Schöp­fung sorg­sam ach­ten, indem wir sie schüt­zen und pfle­gen als kost­ba­res Erbe für künf­ti­ge Genera­tio­nen;
    für die Chri­sten in Asi­en, dass durch Begeg­nung und Dia­log mit ande­ren Völ­kern gegen­sei­ti­ger Respekt und Zunei­gung wach­sen.

    MÄRZ
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    für bedürf­ti­ge Fami­li­en, dass sie Hil­fe und Unter­stüt­zung erhal­ten, damit Kin­der in gesun­der und fried­li­cher Umge­bung auf­wach­sen;
    für die ver­folg­ten Chri­sten, dass sie — beglei­tet vom Gebet der kirch­li­chen Gemein­schaft – stand­haft und treu zum Evan­ge­li­um blei­ben.

    APRIL
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    für die Klein­bau­ern in vie­len Län­dern der Erde, dass sie Aner­ken­nung und einen gerech­ten Lohn für ihre schwe­re und wert­vol­le Arbeit erhal­ten;
    für die Chri­sten in Afri­ka, dass sie Zeug­nis geben von ihrem Glau­ben und der Lie­be zu Jesus
    Chri­stus inmit­ten der poli­tisch- reli­giö­sen Kon­flik­te.

    MAI
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    dass die Frau­en in aller Welt geehrt und respek­tiert wer­den und dass ihr wich­ti­ger Bei­trag zur Gesell­schaft Beach­tung und Aner­ken­nung fin­det;
    dass Fami­li­en, Gemein­schaf­ten und Grup­pen den Rosen­kranz beten für die Evan­ge­li­sie­rung und den Frie­den in der Welt.

    JUNI
    Wir beten zu
    Gott unse­rem Vater, für alle benach­tei­lig­ten Men­schen auf dem Lan­de und in den Welt­städ­ten der Erde, dass sie Men­schen begeg­nen mit Herz und hel­fen­der Hand;
    dass Semi­na­ri­sten und Män­ner und Frau­en, die in einen Orden ein­tre­ten, glaub­wür­di­ge Beglei­ter fin­den, die die Freu­de des Evan­ge­li­ums leben.

    JULI
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    für die ein­hei­mi­schen Völ­ker, die in ihrer Iden­ti­tät und Exi­stenz bedroht sind, dass sie gebüh­ren­den Respekt und Schutz erfah­ren;
    dass die Kir­che in Latein­ame­ri­ka und in der Kari­bik das Evan­ge­li­um mit neu­er Kraft und Begei­ste­rung ver­kün­den kann.

    AUGUST
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    dass der Sport und sport­li­che Groß­ver­an­stal­tun­gen zur freund­schaft­li­chen Begeg­nung zwi­schen den Völ­kern und zum Welt­frie­den bei­tra­gen;
    dass Chri­sten durch ihren Glau­ben, durch Recht­schaf­fen­heit und Näch­sten­lie­be die Wor­te Jesu im täg­li­chen Leben bezeu­gen.

    SEPTEMBER
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    dass jeder Mensch zum Gemein­wohl und zum Auf­bau einer Gesell­schaft bei­trägt, die die mensch­li­che Per­son ins Zen­trum stellt;
    dass die Chri­sten in den Sakra­men­ten und in der Hei­li­gen Schrift Kraft fin­den für ihre mis­sio­na­ri­sche Sen­dung.

    OKTOBER
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    für alle Medi­en­schaf­fen­den, dass sie durch ihre Arbeit moti­viert wer­den, der Wahr­heit zu die­nen und für die Wür­de eines jeden Men­schen ein­zu­tre­ten;
    dass der Sonn­tag der Welt­mis­si­on in allen christ­li­chen Gemein­schaf­ten die Freu­de am Evan­ge­li­um und an sei­ner Ver­kün­di­gung erneu­ert und stärkt.

    NOVEMBER
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    dass alle Län­der, die in gro­ßer Zahl Ver­trie­be­ne und Flücht­lin­ge auf­neh­men, Unter­stüt­zung und Soli­da­ri­tät erfah­ren;
    dass in den Gemein­den Prie­ster und Lai­en zusam­men­ar­bei­ten und sich im Dienst an der
    Gemein­schaft nicht ent­mu­ti­gen las­sen.

    DEZEMBER
    Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    für alle Kin­der, die Opfer von Gewalt und Unge­rech­tig­keit wur­den: um müt­ter­li­che Men­schen, die ihnen ver­ständ­nis­vol­le Lie­be und Hil­fe ent­ge­gen­brin­gen.
    -
    • Dass die Völ­ker Euro­pas die Schön­heit, Güte und Wahr­heit des Evan­ge­li­um wie­der ent­de-
    cken, die mit Jesu Geburt neue Lebens­hoff­nung schen­ken.

  18. Eine Fra­ge zwi­schen­durch, abseits dem The­ma:
    Bin ich hier einem Fast­nachts­scherz auf­ge­ses­sen oder kann das tat­säch­lich stim­men:

    Radio Vati­kan mel­det:
    „… gab Fran­zis­kus bekannt, dass am kom­men­den 29. Mai im römi­schen Fuß­ball­sta­di­on erneut ein Fußball-„Friedensmatch“ statt­fin­den wird.
    Am 7. Mai hin­ge­gen soll es, wie eben­falls der Papst bekannt­gab, in Las Vegas eine Box­par­tie zwi­schen einem Mus­lim und einem Chri­sten geben.
    Die sport­li­chen Events gehö­ren zu einer Serie von inter­re­li­giö­sen Initia­ti­ven, die das Hei­li­ge Jahr der Barm­her­zig­keit beglei­ten.“

    http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/04/papst_sagt_zwei_sportliche_events_an/1205887

    Aus­ge­rech­net Las Vegas, die­se kalt­her­zi­ge Spie­ler-Stadt — ein­zig dazu da, den Leu­ten das Geld aus der Tasche zu zie­hen.
    „Showrum­mel“ — kann ich da nur sagen.
    Was will Fran­zis­kus?
    Die katho­li­sche Kir­che zer­stö­ren?
    Oder will er bekeh­ren?
    Doch wären Men­schen, die sich durch solch eine ober­fläch­li­che Kir­che ange­spro­chen fühl­ten, auf Dau­er ein trag­fä­hi­ges Fun­da­ment?

    • Nein, das ist defi­ni­tiv kein Kar­ne­vals­scherz. Das ist eine Anti-Kir­che, die sich der Struk­tu­ren der Una Sanc­ta bedient, um einen Anti-Glau­ben zu imple­men­tie­ren. Mag sein, dass die­se Leu­te zum gro­ßen Teil nur „Mit­läu­fer“ des Anti­christ­li­chen sind und nicht über­zeug­te Kir­chen­zer­stö­rer, aber prak­tisch gese­hen läuft es aufs Glei­che raus. Der Pfar­rer Milch — man mag zu ihm ste­hen, wie man will — hat etwas m. E. sehr Wich­ti­ges über den Umgang mit den moder­ni­sti­schen Häre­si­ar­chen gesagt: Man sol­le doch nicht stän­dig mit der Lupe suchen gehen, ob ein­zel­ne ihrer Aus­sa­gen und Taten immer noch irgend­wie katho­lisch sind oder doch nicht mehr. Wenn sich die Rich­tung in der kirch­li­chen Ent­wick­lung wie­der zum Guten ändern wür­de, wür­de das schlag­ar­tig gesche­hen, und so, dass es für alle offen­sicht­lich wäre. Solan­ge man rät­seln müs­se, wer von den Bischö­fen und Prie­ster noch katho­lisch sei, kön­ne man davon aus­ge­hen, dass gar nichts bes­ser wird. Und da gebe ich dem Pfar­rer Milch recht: Das hat es noch nie gege­ben, dass man das Katho­li­sche in einen Papst künst­lich hin­ein­in­ter­pre­tie­ren muss­te, um noch sei­ne Ehren­ret­tung betrei­ben zu kön­nen. Objek­tiv gese­hen, ist Fran­zis­kus näm­lich so „katho­lisch“ wie z.B. Gre­gor Gysi: Fran­zis­kus nimmt sich die Frei­heit, selbst zu ent­schei­den, was er für rich­tig hält, und was nicht, anstatt sich einer geof­fen­bar­ten Wahr­heit zu unter­wer­fen. Das ist nicht katho­lisch! Aller­dings weiß ich nicht, ob er sub­jek­tiv für die­sen Zustand ver­ant­wort­lich zeich­net oder einem unüber­wind­li­chen Irr­tum folgt. Letz­te­res ist für mich eigent­lich auch nicht inter­es­sant. Denn prak­tisch gese­hen, läuft es für mich aufs Glei­che raus.

  19. Was soll das hier,dieses abge­dro­schen Phra­sen­haf­te Getue „für die Bewah­rung der Schöp­fung-oder Evolution,laut Neu­sprech ? Ange­sichts zehn­tau­sen­der Atom­ra­ke­ten die in den Arse­na­len vie­ler Natio­nen lagern und stündlich,täglich ein­sazbe­reit stehen,um unse­ren Pla­ne­ten und die Zivi­li­sa­ti­on aus­zu­lö­schen und für zig’­tau­sen­de Jah­re in die pri­mi­tiv­ste Stein­zeit ves­retz­ten konnen!Kein Wort des Pap­stes dazu.Niente.Dass ist die wirk­li­che Realität,das ist das Damoklesschwert,das über allen unse­ren Köp­fen schwingt.Noch Fra­gen? Na denn „Mahl­zeit“.….

  20. Katho­lisch sein, heißt all­um­fas­send sein. End­lich küm­mert sich ein Papst um die Schöp­fung, die ja Gott gemacht hat. Wir sind doch ver­pflich­tet, gut zu unse­rer Erde zu sein.
    Wach­set und meh­ret euch! Das bedeu­tet auch, die Erde zu bewah­ren.

    • @kümmernis
      Sie schrei­ben: „End­lich küm­mert sich ein Papst um die Schöp­fung, die ja Gott gemacht hat.“

      Das tun auch ande­re, sogar wir tun es — jeder nach sei­nen Mög­lich­kei­ten.
      @Jeanne dArc wie schon dar­auf­hin:
      „Wer die Welt wirk­lich kaputt macht im größ­ten Stil sind näm­lich Fir­men wie Mont­s­an­to und die Olig­ar­chen, die uns mit TTIP, CETA und co. in den öko­lo­gi­schen und demo­gra­phi­schen Unter­gang pushen wol­len.“

      Glau­ben Sie wirk­lich, dass Mon­san­to und die ande­ren welt­um­span­nen­den Groß­kon­zer­ne wegen des Febru­ar-Vide­os eines Pap­stes ihre Geschäfts­stra­te­gie­en umsto­ßen wer­den?

      • @Marienzweig — Nicht wegen des Papst­vi­de­os, aber even­tu­ell, zumin­dest teil­wei­se, weil ihnen kom­pe­ten­te Men­schen erhel­len­de Hin­wei­se geben oder auch weil vie­le Men­schen (TTIP-Demo in Ber­lin) auf die Stra­sse gehen. Weit­aus bes­ser ist es auch, wenn wir beten für alle die­se Grup­pen und Ver­ant­wort­li­chen, denn das hat uns unser Herr ja ange­wie­sen (sie­he mein post an 7. Febru­ar 2016 um 10:59). Auch bei Mont­s­an­to kön­nen sich Din­ge ändern. Die wis­sen zum Bei­spiel um die Pro­ble­me mit den „super­weeds“: http://www.taz.de/!5032298/ — Die­se Supe­r­unkraut-Aus­wir­kun­gen machen auch die Böden kaputt. Goe­the sag­te zu sol­chen Situa­tio­nen: „Auch aus Stei­nen, die einem in den Weg gelegt wer­den, kann man Schö­nes bau­en.“ Wenn wir beten, kann Gott vie­les lin­dern, abwen­den und umän­dern. In allen Berei­chen.

      • Nein, das glau­be ich habe, aber es wird trotz­dem, wenn es der Papst aus­spricht, eon Sta­chel im Fleisch sein! Das ist wie bei Kin­dern — klar tum die­se Din­ge, die sie nicht tun soll­ten, aber sie soll­ten es wenig­sten mit schlech­tem Gewis­sen tun, weil sie wis­sen, es ist gegen den Wunsch der Eltern!

  21. Vie­len Zuschrei­bern muss ich zupflich­ten. Die ober­ste Pflicht des Stell­ver­tre­ters unse­res Her­ren ist die Sor­ge um das Heil der See­len.
    Bei allem rech­ten Ver­ständ­nis um die Wah­rung der Schöp­fung bleibt das Heil der See­len das erkenn­ba­re und ulti­ma­ti­ve Ziel der Bot­schaft Jesu Chri­sti. Die­se Bot­schaft hät­te auch der heu­ti­ge Papst zu ver­tre­ten.
    Statt des­sen hören wir — als (pseu­do-) wis­sen­schaft­li­che Dik­ti­on — die Mär von der durch uns Men­schen ver­ur­sach­ten CO² indu­zier­ten Kli­ma­ver­än­de­rung als ulti­ma­ti­ve Glau­bens­bot­schaft. Ich weiß, dass bis­her kein Beweis für die­se Theo­rie erbracht wur­de und dass alle wis­sen­schaft­li­chen Kri­ti­ker der Theo­rie mund­tot gemacht wur­den. Da der Papst sei­ne Bot­schaft mit der Bot­schaft der von der UN unter­stütz­ten CO² Theo­rie ver­bin­det, kann ich ihm nicht glau­ben. Jeder, der sich ohne Argu­men­ta­ti­on sei­nes Glau­bens ent­le­di­gen will, nennt als Stich­wort Gal­li­lei. Dabei ver­lang­te der dama­li­ge Ermitt­ler der Katho­li­schen Kir­che, Robert Bel­l­ar­min, nur eines: Brin­ge uns Bewei­se. Gal­li­lei konn­te nicht, weil ihm die New­ton-Geset­ze noch unbe­kannt waren. Heu­te jedoch wird ohne Not Wis­sen­schaft­li­ches ohne Beweis zur Lehr­dok­trin erklärt mit dem angeb­li­chen Ziel, die Schöp­fung zu ret­ten. Was aus dem See­len­heil des Men­schen wird — dem Kern der Bot­schaft Chri­sti -, wir jedoch nicht mehr dis­ku­tiert und gelehrt.

  22. Am 3. des Monats besuch­te Barack Oba­ma eine Moschee. In einer Anspra­che ver­trat er die Auf­fas­sung, dass Mus­li­me und Chri­sten zum sel­ben Gott bete­ten.

    https://answersingenesis.org/blogs/ken-ham/2016/02/04/president-obama-speech-christians-and-muslims-worship-same-god/?utm_source=facebook-aig&utm_medium=social&utm_content=presidentobamaspeechchristiansandmuslimsworshipsamegod-29836&utm_campaign=20160205

    Hat er das aus Nostra aeta­te? Prä­si­dent Oba­ma und Papst Fran­zis­kus jeden­falls wir­ken ideo­lo­gisch und poli­tisch als ein Team für die Zer­stö­rung der bestehen­den und Instal­lie­rung einer Neu­en Welt­ord­nung.

  23. @Marienzweig
    Die­se „inter­re­li­giö­sen“ Sport­events — also auch die­ser obsku­re Box­kampf — pas­sen in ein dem­entspre­chen­des „Gebets­an­lie­gen“ des Pap­stes für den August 2016; dort heisst es im ersten Teil, (der wohl wie­der auch in einer frag­wür­di­gen „Video­bot­schaft“ prä­sen­tiert wer­den dürf­te):
    -
    „Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
    dass der Sport und sport­li­che Groß­ver­an­stal­tun­gen zur freund­schaft­li­chen Begeg­nung zwi­schen den Völ­kern und zum Welt­frie­den bei­tra­gen;
    [.…]“
    -

    Die Gesamt­über­sicht der „Gebets­an­lie­gen“ für das Jahr 2016 ist in mei­nem vori­gen Bei­trag ersicht­lich.

    • @defendor,
      ich habe Ihre Auf­li­stung der noch kom­men­den Gebets­an­lie­gen inzwi­schen gele­sen.
      Die­se ähneln in etwa den sonn­täg­li­chen Für­bit­ten in den Eucha­ri­stie­fei­ern, die in den mei­sten Fäl­len auch nur an der Ober­flä­che krat­zen.
      Wel­che „inter­re­li­giö­se“ Bot­schaft soll uns der geplan­te Box­kampf denn nun eigent­lich ver­mit­teln?
      Und dies dann auch noch in Las Vegas, der Stadt des Gel­des und der Spiel­lei­den­schaft.
      Mich wür­de sehr inter­es­sie­ren, was die gesell­schaft­li­chen Eli­ten über Papst Fran­zis­kus wirk­lich den­ken und was sie zuein­an­der sagen, wenn sie ganz unter sich sind.

    • Zur Fas­nachts­zeit eine humo­ri­sti­sche Anre­gung und Ergän­zung an den Papst: Güti­ger Gott, Bru­der Jesus, mach dass die Milch nicht sau­er wird und die Katz kei­ne Jun­gen mehr kriegt.
      aber im Ernst-so eine ver­hu­ma­ni­sier­te Art des Gebe­tes ist wider­wär­tig und absto­ssend! Huma­nis­mus-Natio­na­lis­mus-Bru­ta­lis­mus?
      ist man da nicht auf einem gefähr­li­chen Pfad?

  24. @ defen­dor:
    Sie wer­den es viel­leicht nicht wis­sen aber bis auf die Ein­lei­tung: “ Wir beten zu Gott dem Vater“
    ist der Rest eine 1:1 Paro­le aus DDR-Zeiten,ich hau mich weg !!

    • @ Stel­la
      Die Febru­ar­für­bit­ten lau­ten:
      „Wir beten zu Gott unse­rem Vater,
      dass wir auf die Schöp­fung sorg­sam ach­ten, indem wir sie schüt­zen und pfle­gen als kost­ba­res Erbe für künf­ti­ge Genera­tio­nen;
      für die Chri­sten in Asi­en, dass durch Begeg­nung und Dia­log mit ande­ren Völ­kern gegen­sei­ti­ger Respekt und Zunei­gung wach­sen“!

      Wenn Sie glau­ben, eine „Paro­le aus DDR-Zei­ten“ in die­ser Dop­pel­für­bit­te zu erken­nen, so hau­en Sie sich ruhig weg! Bevor Sie aber weg­sin­ken, möch­te ich Sie auf die Dop­pel­funk­ti­on hin­wei­sen, aus der her­aus Papst Fran­zis­kus sich monats­wei­se an die Welt wen­det: 1. als Staats­ober­haupt des Vati­kan­staa­tes und 2. als ober­ster Hir­te der Katho­li­schen Kir­che. Aus bei­den Funk­tio­nen spricht er von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Bit­ten an Gott unse­rem Vater aus: die einen sind welt­li­cher Natur, die ande­ren christ­li­cher Natur. Das ist ein durch­ge­hen­des Kon­zept, das ich nach Form und Inhalt akzep­tie­re. Ich wüss­te auf die Schnel­le kein bes­se­res.
      Dass es Ähn­li­ches in der DDR, vor­nehm­lich unter Ein­schluss des Christ­li­chen, gege­ben haben könn­te, vor allem bei 86% Kon­fes­si­ons­lo­sen und aus dem Mun­de des immer­wäh­rend athe­isti­schen Staats­rats­vor­sit­zen­den, hal­te ich für aus­ge­schlos­sen.

    • Es ist optisch gut gemacht, u.a. im Was­ser spie­len­de Kin­der.
      Es sieht nach der Arbeit einer Wer­be­agen­tur aus, auch ein guter Hob­by­fil­mer könn­te ähn­li­ches machen.
      Ein guter Text dazu — und schon ist das Werk fer­tig.
      Für einen Papst, dem es doch ein Anlie­gen sein soll­te, auch christ­li­che Inhal­te wei­ter­zu­ge­ben, zu wenig, zu dürf­tig.

    • @ Leo Laemm­lein
      Sie sagen zu mei­nem obi­gen Kommentar:„Wenn man sich als Hei­li­gen Vater nicht nur der Katho­li­ken und Chri­sten, son­dern der gan­zen Mensch­heit und Welt ansieht, dann ist das schlüs­sig“.
      Ihr Wenn-Satz drückt Rich­ti­ges aus. Mit ihm spre­chen Sie den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zu­sam­men­hang der päpst­li­chen Gebets­an­lie­gen für 2016 an. Papst Fran­zis­kus ist Adres­sant (Sen­der) in mehr­fa­cher Funk­ti­on:

      Er ist Hei­li­ger Vater für die Katho­li­ken und in die­ser pasto­ra­len Funk­ti­on ihr ober­ster Hir­te und Leh­rer. In die­ser Funk­ti­on soll sei­ne Sen­dung von 12 Gebets­an­lie­gen alle Katho­li­ken, aber auch alle ande­ren Chri­sten in aller Welt, Pro­te­stan­ten und Ortho­do­xe, errei­chen.

      Er ist zwei­tens als Papst aber auch Staats­ober­haupt des Vati­kan­staa­tes und damit Mit­glied in der Gemein­schaft der Regie­ren­den und Teil die­ser Welt. Damit sind alle Herr­schen­den die­ser Welt sei­ne Adres­sa­ten.

      Drit­tens wen­det er sich als Jesu­it sei­nem welt­weit täti­gen Jesui­ten­or­den zu, der mit sei­nen 18 000 Ordens­mit­glie­dern als größ­te unter den Ordens­ge­mein­schaf­ten in allen Staa­ten prä­sent ist oder zumin­dest sein will, die von eher höhe­ren inner­staat­li­chen Posi­tio­nen aus über welt­wei­ten Ein­fluss ver­fügt und es vor allem vor Ort auch mit den wei­te­ren drei Welt­re­li­gio­nen zu tun hat: dem Islam, dem Bud­dhis­mus und dem Hin­du­is­mus.

      Damit sen­det der Papst über das Medi­um Inter­net im Jahr 2016 zwölf kur­ze Video­an­lie­gen an vier unter­schied­li­che Emp­fän­ger aus, womit er über das Jahr hin­weg in sei­nen geist­li­chen und welt­li­chen Anlie­gen ins­ge­samt 48 inter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­te Anstö­ße geben will — und damit natür­lich auch bei eini­gen Katho­li­ken, die alles auf sich sel­ber zen­triert wis­sen wol­len, Anstoß erre­gen kann, weil sie deren päpst­li­che Absicht nicht wür­di­gen kön­nen oder wol­len.

  25. Nach­trag zu mei­nem Posting betreffs Chi­na: Die übri­ge Super­macht erweist sich in ihrem Impe­ria­lis­mus um kei­ne Deut bes­ser: Aus­ga­ben der USA für mili­tä­ri­sche Aufrüstung:684 Mil­li­ar­den Dol­lar jähr­lich. Zum Ver­gleich: Russ­land 84,5 Mil­li­ar­den…

  26. Ich habe das Video gese­hen. Es ist wie­der von Bild und Ton­ef­fek­ten unter­malt, die die huma­ni­sti­sche Bot­schaft unter­ma­len sol­len. Glaubt er denn, es fie­le nie­man­dem auf, dass er sei­ne Gebets­an­lie­gen aus­schließ­lich für huma­ni­sti­sche Zwecke for­mu­liert, anstatt für Seel­sorg­li­ches? Lie­ße man die Video-Effek­te sowie den pla­ka­ti­ven Titel „Das Video vom Papst“ weg, blie­be nur mehr die rei­ne Bot­schaft übrig und es wür­de eher deut­lich wer­den, wel­che anti­ka­tho­li­schen Ergüs­se er da zum Gebet vor­schlägt.

  27. Und über­haupt: wie gedenkt er denn, soll sich ein gewöhn­li­cher Bür­ger um das, wie er es nennt, „gemein­sa­me Zu Hau­se“ küm­mern?
    Soll man sich jetzt künst­lich ein schlech­tes Gewis­sen machen, ein angeb­lich so CO²-armes, aber sünd­teu­res, neu­es Auto kau­fen oder son­sti­ge gei­sti­gen Pur­zel­bäu­me schla­gen, nur weil „der Papst“ den Katho­li­ken die CO²-Theorie(man beach­te das Wort THEORIE!) glaub­haft machen will?
    Wenn dann noch das Stich­wort Auto­fa­sten fällt, dann kann man sich doch nur noch an den Kopf grei­fen, bei so viel ober­fläch­li­cher, welt­li­cher Ver­ir­rung, die in der katho­li­schen Kir­che Ein­zug gehal­ten hat. Ich emp­feh­le den F.-Anhängern mehr zu hin­ter­fra­gen, alles nach der Wahr­heit zu bewer­ten und nicht in Welt­li­ches abzu­schwei­fen. Nach dem Spruch „Ego sum via et veri­tas et vita“ unse­ren Herrn Jesus Chri­stus.

  28. Die mei­sten Kom­men­ta­re hier sind wie­der ein­mal von einer gera­de­zu hem­mungs- und maß­lo­sen „Her­me­neu­tik des Miss­trau­ens“ geprägt.
    Ich habe an den Gebets­mei­nun­gen des Hl. Vaters für 2016 dage­gen ganz und gar nichts aus­zu­set­zen!
    Im Gegen­teil!
    Etwas mehr Demut stün­de man­chem Kri­ti­kaster durch­aus gut an.

    • @Kassandro — Erklä­ren Sie mir mal die größ­te Apost­asie aller Zei­ten seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil und war­um seit gerau­mer Zeit die Päp­ste die Olig­ar­chen als wirk­li­che Pro­blem­ver­ur­sa­cher nicht offen kri­ti­sie­ren. Mei­ne Kri­tik gilt nicht Papst Fran­zis­kus, son­dern vor allem dem sub­ver­si­ven System, das es geschafft hat die Katho­li­sche Kir­che von innen her aus­zu­höh­len. Und war­um benennt der Papst nur „Gott unse­ren Vater“, den er ja wohl auf die Stu­fe des ‚Allah‘ nivel­liert, und nicht vor allem auch Jesus und Maria ? Katho­li­sche Chri­sten sol­len sich dem Geist der ‚Welt‘ anglei­chen.

  29. Oh Gott, was für ein pein­li­cher Aller­welts-Kitsch­film. Den hät­te jede belie­bi­ge Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on machen kön­nen. Als Papst hat er sich zum Ober­sten einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft wäh­len las­sen. Von ihm erwar­tet man sich ober­hirt­li­che, reli­giö­se Weg­wei­sung und Wei­chen­stel­lung. Er soll die Umwelt­po­li­tik und die Sozi­al­po­li­tik beru­fe­nen Kräf­ten über­las­sen. Die­ses sozia­li­sti­sche Geschwur­bel war schon zu Zei­ten von Marx und Engels nicht rich­tig.

  30. Die „Gebets­mei­nung“ No.1 hat der­zeit die Chri­sten­ver­fol­gung zu sein.
    An jedem Tag, und ins­be­son­de­re an jedem Sonn­tag. An jedem Tag wer­den Chri­sten mas­sa­kriert. Danach kommt lan­ge Nichts…und nach einer laaan­gen Pau­se, kön­nen ande­re Gebets­mei­nun­gen fol­gen. So wäre es ange­mes­sen.

  31. Wenn man aus fal­scher (fei­ger) Rück­sicht auf ande­re Reli­gio­nen nicht ein­mal die­sen geschwi­ster­li­chen Lie­bes- und Barm­her­zig­keits­dienst jeden Sonn­tag! den christ­li­chen Schwe­stern und Brü­dern lei­sten will, so ist das das mehr als ein ste­tes Ärger­nis.

  32. Wir beten zu Gott unse­rem Vater…
    Beten und bit­ten wir nicht (mehr) durch Chri­stus unse­rem Herrn, zu Gott unn­se­rem Vater? Wenn ja, war­um sagt er es nicht… (aus diplo­ma­ti­schen Gründen?,bzw. weil in Gott, unse­rem Vater, für Chri­sten der Drei­ei­n­i­ge Gott ange­spro­chen sei, und für die ande­ren eben ihr „Bild von“ Gott?)
    Ist die­se Weg­las­sung eine Vorraus­set­zung für den inter­re­li­giö­sen Dia­log? Wenn ja, ist der Preis nicht zu hoch?

  33. „Her­me­neu­tik des Wohl­wol­lens“ ist der Name für eine immer sel­te­ner wer­den­de Tugend. Sie meint die Hal­tung, beim Hören oder Lesen einer Äuße­rung zunächst eine mög­lichst posi­ti­ve Absicht zu unter­stel­len. 
    Die­ses sind zitier­te Sät­ze aus einem am 16.01.2016 in der kathol. Zei­tung „Die Tages­post“ von Johan­nes Hartl, dem Lei­ter des Augs­bur­ger Gebets­hau­ses, ver­fass­ten Arti­kel, die auch hier zutref­fen.

    • Sie sagen es:
      Einem ande­ren Men­schen grund­sätz­lich zuerst ein­mal mit Wohl­wol­len zu begeg­nen und ihm bei sei­nem Tun gute Absich­ten zu unter­stel­len ist nicht nur eine Tugend — es soll­te eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein.
      Es mag ja wirk­lich nicht ganz ein­fach sein, Für­bit­ten so zu for­mu­lie­ren, dass sie mög­lichst vie­le Men­schen anspre­chen, viel­leicht sogar Nicht­gläu­bi­ge. Und die The­men­aus­wahl soll­te so sein, dass sie die vie­len drän­gen­den Pro­ble­me unse­rer Zeit zur Spra­che brin­gen.
      Wo anfan­gen, wo auf­hö­ren?
      Den­noch, beim Lesen die­ser Gebets­mei­nun­gen, der doch sicher eine Zeit der inne­ren Vor­be­rei­tung und des inten­si­ven Nach­den­kens vor­aus­gin­gen, ent­steht der Ein­druck von Rou­ti­ne.
      Nichts, was wirk­lich auf­rüt­telt, alles kommt rela­tiv glatt daher.
      Für einen Papst, einem Men­schen in die­ser her­aus­ra­gen­den, auch gei­sti­gen Posi­ti­on scheint mir das Ergeb­nis zu kärg­lich.
      Papst Fran­zis­kus ist Reprä­sen­tant der welt­um­span­nen­den katho­li­schen Kir­che. Dürf­te man da nicht etwas mehr erwar­ten?

  34. Ich stim­me mit zeit­schnur über­ein, daß die Zeit gekom­men ist für die treu­en Kar­di­nä­le und Bischö­fe, auf­zu­ste­hen und etwas dage­gen zu tun.
    Aber für jeden glau­bens­treu­en Chri­sten wäre es auch an der Zeit, auf­zu­ste­hen und aktiv (zusam­men mit dem Gebet und Auf­op­fe­run­gen) etwas zu tun. Man wird aber nichts errei­chen, weil jeder in Ruhe gelas­sen wer­den und auch nichts wis­sen will.

    Man muß befürch­ten, daß ein „Auf­stand“ von Kar­di­nä­len nur ein Schlag ins Was­ser wäre und ihnen und der Sache selbst am mei­sten scha­den wür­de.
    Es gibt kein Hal­ten mehr in der Kir­che. Jeder und jede muß sich selbst und/oder zusam­men mit Gleich­ge­sinn­ten ret­ten- immer im Blick auf den Herrn.

      • Lie­be Mari­en­zweig: unter „ret­ten“ ver­ste­he ich das täg­li­che Rosen­kranz­ge­bet für die Bekeh­rung der Bischö­fe, Prie­ster usw., Deutsch­lands, Euro­pas, der gesam­ten Welt und ande­re gute Gebets­an­lie­gen im Gro­ßen und Klei­nen.
        Sehr wich­tig die hl. Mes­se (mit Beich­te) und eucha­ri­sti­sche Anbe­tung, auch wenn der Taber­na­kel ver­schlos­sen ist, denn Jesus ist da.
        Gutes tun im All­tag und sich nicht von allen unmög­li­chen kirch­li­chen und welt­li­chen Nach­rich­ten ver­wir­ren las­sen, sich nicht zuviel dar­aus machen; ein­fach treu blei­ben.

      • Ret­ten können/sollten wir uns in die „neue Arche“.
        Näm­lich in das unbe­fleck­te Herz Mari­ens. Sie wird unser siche­rer Zufluchts­ort sein!

  35. @ Sophus und alle:
    Ich grei­fe mal ein paar Haupt­an­lie­gen aus die­sen Gebets­mei­nun­gen her­aus:
    ‑häu­fig erwähnt „Welt­frie­den“
    ‑gerech­ter Lohn für alle
    ‑Kin­der sol­len in Frie­den auf­wach­sen
    ‑Frau­en sol­len respek­tiert wer­den ( hät­te eigent­lich die Gebets­mei­nung für März sein müs­sen)
    ‑Sport soll dem Frie­den und der Völ­ker­ver­stän­di­gung die­nen
    ‑es soll eine Gesell­schaft errich­tet werden,wo der MENSCH im Mit­tel­punkt steht-allein schon das ist ein Unding aus dem Mun­de eines Pap­stes
    Das waren und sind doch eins zu eins die Pro­gramm­punk­te der Sozialisten/Kommunisten,das wür­de auch Gre­gor Gysi sofort unter­schrei­ben.
    Die paar Nen­nun­gen von „Gott“ oder „Gebet“ sind doch nur das christ­li­che Män­tel­chen.

    • @ Stel­la
      Lesen Sie bit­te, was ich heu­te, den 8. Febru­ar 2016 um 11:54, zum Gesamt­an­lie­gen des Pap­stes @ Leo Laemm­lein geschrie­ben habe. Dann über­den­ken Sie bit­te Ihren eige­nen Kom­men­tar von 12.43!

  36. @ Fran­zel
    Ich möch­te inhalt­lich an das anschlie­ßen, was ich oben zu @ Leo Laemm­lein gesagt habe und die vor­schnel­len Ver­ur­tei­ler der päpst­li­chen Inter­net-Akti­on und Befür­wor­ter einer bischöf­li­chen Palast­re­vo­lu­ti­on an den maß­vol­len Rat von Rab­bi Gama­liel, dem dama­li­gen Leh­rer von Pau­lus, erin­nern, der dem San­he­drin im Umgang mit Petrus, Johan­nes und Jako­bus emp­foh­len hat: „Steht ab von die­sen Men­schen und lasst sie, denn ist die­ses Vor­ha­ben oder die­ses Werk von Men­schen, so wird es zer­stört wer­den, ist es aber von Gott, nicht wer­det ihr sie zer­stö­ren kön­nen .….“ (Apg 5, 38–39).

    Vom anfäng­lich zurück­hal­ten­den San­he­drin hat die jun­ge christ­li­che Gemein­de vom Berg Zion aber nicht lan­ge pro­fi­tie­ren kön­nen. Schuld waren wohl in erster Linie Tem­pel­prie­ster und Schrift­ge­lehr­te, die ange­sichts der hohen Zahl an christ­li­chen Kon­ver­ti­ten in Jeru­sa­lem den San­he­drin zur Gewalt­an­wen­dung (Hl.Stephanus usw.) zwan­gen – unter ihnen Sau­lus, der Schü­ler Gama­liels, der in die­sem Punkt das klu­ge Wort sei­nes Leh­rers vor­erst zum eige­nen Nach­teil miss­ach­te­te

  37. Ins­be­son­de­re ein Papst hat die Ewi­ge Wahr­heit Jesus Chri­stus zu ver­kün­den, sei es gele­gen oder unge­le­gen. Wenn nun gleich­sam „huma­ni­sti­sche“ Bot­schaf­ten ohne jeg­li­chen Bezug zur Ewi­gen Wahr­heit Jesus Chri­stus ver­brei­tet wer­den und dabei — wie hier bereits rich­tig ange­merkt — eine „Brü­der­lich­keit“ ohne die wah­re Vater­schaft Got­tes pro­pa­giert wird, so kom­men die­se „Bot­schaf­ten“ einer Mit­ar­beit an men­schen­ge­dach­ten „Frie­dens und Gerech­tig­keits“ Mau­er­wer­ken gleich.…die frei­lich in sich zusam­men­fal­len wer­den. Aktu­ell fei­ert die Ent­thro­nung Chri­sti „huma­ni­sti­sche“ Erfolge.…unter Mit­hil­fe der nach­kon­zi­lia­ren „Öff­nung“.

    Deut­li­cher als mit der Auf­zei­gung der nach­kon­zi­liä­ren „Ver­än­de­rung“ des
    Hym­nus‘ „Te sae­culo­rum princi­pem“ lässt sich die moder­ni­sti­sche „Fen­ster­öff­nung“ für den Welt-Geist nicht mani­fe­stie­ren.…
    im fol­gen­den Hym­nus sind die Stro­phen 2, 6 und 7 in der nach­kon­zi­lia­ren Lit­ur­gie — mit der auch das Fest auf den letz­ten Sonn­tag im Kir­chen­jahr ver­scho­ben wor­den ist — ersatz­los ent­fernt wor­den…!!!!

    -

    Hym­nus des Christ­kö­nigs­fe­stes

    1. Den heh­ren Fürst der Ewig­keit,
    der Völ­ker Herr­scher Jesus Christ,
    ihn ganz allein erken­nen wir
    als aller Her­zen König an.

    2.Es ruft der Geg­ner wil­de Schar:
    „Wir wol­len nicht,
    dass Chri­stus herrscht!“
    Doch wir erklä­ren freu­dig, gern,
    als aller­höch­sten Her­ren ihn.

    3. O, Chri­stus, heh­rer Frie­dens­fürst,
    beug der Rebel­len trot­zig Haupt,
    und füh­re die Ver­irr­ten all
    zur einen Her­de wie­der heim!

    4. Dafür hängst Du am Kreu­zes­stamm,
    die Arme weit­hin aus­ge­spannt,
    und zeigst Dein lie­be­glü­hend Herz,
    das von dem Speer durch­sto­ßen ist.

    5. Dafür wohnst Du auf dem Altar,
    ver­bor­gen unter Wein und Brot,
    und strömst aus der durch­bohr­ten Brust
    in Dei­ner Kin­der See­len Heil.

    6.Dir schul­det jede Staats­ge­walt
    Ver­eh­rung, öffent­li­chen Ruhm;
    Dich ehre Recht und Wis­sen­schaft,
    Geset­ze, Kün­ste ach­ten Dein!

    7.Es nei­ge jede Königs­kron
    und jedes Zep­ter sich vor Dir!
    Mach jedes Haus und jedes Land
    mit mil­der Hand Dir unter­tan!

    8 Dir, Jesus, sei das Lob geweiht,
    der Du das Wel­ten­zep­ter führst,
    mit Gott, dem Vater, und dem Geist
    von Ewig­keit zu Ewig­keit!
    Amen.
    -

    Chri­stus ist also König über die gan­ze Welt, und Nichts, aber auch wirk­lich Nichts kann sich sei­ner Macht ent­zie­hen.

    Papst Pius XI. erklärt es in sei­ner Christ­kö­nigs­en­zy­kli­ka Quaspri­mas;

    Chri­stus ist König
    kraft eines ange­bo­re­nen Rech­tes,
    weil er der Gott­mensch, also wah­rer Gott ist,
    und
    er ist es auch
    auf­grund eines erwor­be­nen Rech­tes,
    da er die Welt erlöst und alle Men­schen sozu­sa­gen mit sei­nem Blu­te erkauft hat.

    Dass nicht alle die­se Erlö­sung anneh­men wol­len ist die Ent­schei­dung ihres frei­en Wil­lens.

    Papst Leo XIII. über die Herr­schaft Chri­sti:
    -

    „Sei­ne Herr­schaft erstreckt sich
    nicht nur
    auf die katho­li­schen Völ­ker,
    auch nicht nur auf jene,
    die durch die Tau­fe von Rechts wegen der Kir­che ange­hö­ren,
    mögen auch irri­ge Anschau­un­gen sie fern­hal­ten oder Unei­nig­keit sie von der Lie­bes­ge­mein­schaft schei­den,
    son­dern
    sie umfaßt auch jene,
    die den christ­li­chen Glau­ben nicht besit­zen;
    somit unter­steht im voll­sten Sin­ne die gan­ze Mensch­heit der Herr­schaft Jesu Chri­sti“.
    -

    Wenn sich also der Papst an die Welt wen­den will, dann darf das sozia­le König­tum Chri­sti nie­mals weg­to­le­riert wer­den, auch nicht von einem immer bestim­men­der auf­tre­ten­den — homi­ni­stisch gepräg­ten — „Huma­nis­mus“.

  38. @ defen­dor

    Drei Fra­gen an Sie, die Sie mit Hil­fe der Münch­ner Kon­kor­danz zum Neu­en Testa­ment durch Aus­zäh­len beant­wor­ten kön­nen:
    1. Wo und wie oft ist in den Evan­ge­li­en von einem „sozia­len König­tum Chri­sti“ die Rede?
    2. Wo und wie oft ist in den Evan­ge­li­um vom „König­tum der Him­mel“ , wofür Petrus die Schlüs­sel erhal­ten hat, die Rede?
    3.Was schlie­ßen Sie aus dem Ergeb­nis der Aus­zäh­lung?

    • Kurz gesagt: Papst Fran­zis­kus betet Allah an und ver­langt Alkah-Anbe­tung von den Katho­li­ken und Chri­sten. Damit ist er ein fal­scher Pro­phet, der die Men­schen zu einem fal­schen Got­tes­kult ver­führt. Inso­fern die Römisch-Katho­li­sche Kir­che die­sen fal­schen Pro­phe­ten aner­kennt, ihm Auto­ri­tät und Macht ein­räumt, sich von ihm reprä­sen­tie­ren, ver­tre­ten und (ver)führen lässt, ist sie eine fal­sche, anti­christ­li­che Kir­che. Das greift über auf alle ande­ren Kir­chen, die mit dem fal­schen Pro­phe­ten geist­li­che Gemein­schaft pfle­gen und sich von ihm zum anti­christ­li­chen Allah-Kult ver­füh­ren las­sen. Die Zeit des Hin- und Her­la­vie­rens ist vor­bei. Bald drei Jah­re hält die­ses Unwe­sen schon an. Ja oder nein! Mei­ne Ant­wort auf Papst Fran­zis­kus ist: nein!

      • Genau das mein­te ich als ich an ande­rer Stel­le schrieb,das sich in abseh­ba­rer Zeit jeder wird ent­schei­den müs­sen wo er hin­ge­hört.
        Ende des „Dia­logs“ und der Belie­big­keit.

    • Sein König­tum übt Jesus Chri­stus über jeden wah­ren Gläu­bi­gen aus, da wah­rer Glau­be G e h o r s a m gegen den Wil­len Got­tes und Got­tes Gebo­te not­wen­dig ein­schließt. Glau­be ohne Gehor­sam ist nicht ech­ter Glau­be. Des­halb ist der Herr Jesus auch König in sei­ner Kir­che, die aus sei­nen wah­ren Gläu­bi­gen besteht. Inso­fern es in der Geschich­te des Chri­sten­tums Gesell­schaf­ten gab, die mehr­heit­lich aus Chri­sten (ech­ten Chri­sten neben blo­ßen Namens-Chri­sten) bestan­den, ent­stan­den auch staat­li­che Gemein­we­sen, in denen durch christ­li­che Geset­ze, christ­li­ches Erzie­hungs- und Bil­dungs­we­sen, christ­lich gepräg­te Kul­tur …, Jesus Chri­stus sein König­tum sozi­al in gewis­sem Aus­maß aus­üb­te. Es konn­te sich zwar nie voll­kom­men durch­set­zen wegen der wei­ter­be­stehen­den sünd­haf­ten Flei­sches­na­tur des Men­schen auch nach der Erlö­sung unter den gegen­wär­ti­gen Bedin­gun­gen. Außer­dem setz­te vor Jahr­hun­der­ten in der Chri­sten­heit ein Pro­zess des Abfalls von Jesus Chri­stus ein, der sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten beschleu­nigt hat und sei­nem Höhe­punkt im Welt­reich des Anti­christs zustrebt. Jesus Chri­stus wird in sei­nem zwei­ten Kom­men das Reich des Anti­christs zer­schla­gen und zusam­men mit sei­nen Hei­li­gen tau­send Jah­re über eine erneu­er­te Erde und Mensch­heit als Mes­sias­kö­nig mit eiser­nem Zep­ter herr­schen. Das wird die bis dahin voll­kom­men­ste Ver­wirk­li­chung des „sozia­len König­tums“ Chri­sti sein.

      • @ Leo Laemm­lein
        Sagen Sie: Wel­cher pro­te­stan­ti­schen Deno­mi­na­ti­on gehö­ren Sie an? Das zu wis­sen, wäre für die Katho­li­ken auf katholisches.info nicht ohne Bedeu­tung, damit sie das von Ihnen Gesag­te in die rich­ti­gen Koor­di­na­ten ein­ord­nen kön­nen.

      • Ich gehö­re kei­ner Kon­fes­si­on und Deno­mi­na­ti­on an und zur Zeit auch kei­ner Orts­ge­mein­de oder über­ört­li­chen Gemein­schaft. Zu die­sem Zeit­punkt bin ich nur der einen Kir­che Chri­sti aller Zei­ten ver­bun­den, derer, die an ihn glau­ben.

      • Ich bin römisch-katho­lisch getauft und gefirmt. Als ich 2015 aus der römisch-katho­li­schen Kir­che aus­trat, füg­te ich auf dem For­mu­lar den Satz hin­zu, dass ich aus der Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts aus­tre­te, aber nicht aus der Kir­che Chri­sti.

      • Wer­ter @ Leo Laemm­lein!
        Dan­ke für Ihre Ant­wort! Damit haben Sie sich selbst ent­pflich­tet, die Leh­re der katho­li­sche Kir­che, in der Sie sozia­li­siert wor­den sind, im Dis­kurs zu ver­tre­ten. Daher kön­nen Sie sich frei über chi­lia­sti­sche Vor­stel­lun­gen aus­las­sen, die aus­drück­lich von der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on der Römi­schen Kir­che 1944 nicht ohne Grund als „nicht lehr­bar“ abge­lehnt wor­den ist. Daher ist auch die Annah­me eines künf­ti­gen, geschwei­ge denn eines bestehen­den, welt­imma­nen­ten „sozia­len König­tums Chri­sti“, wie es @ defen­dor gegen Papst Fran­zis­kus vor­wurs­voll ins Feld führt, nicht akzep­ta­bel — eben­so­we­nig wie eine ernst­haf­te histo­ri­sche Pro­gno­se aus Off 20, 1–10 im Hin­blick auf ein irdi­sches Tau­send­jäh­ri­ges Reich unter der per­sön­li­chen Welt­herr­schaft Jesu Chri­sti bis zum Ende der Zei­ten. Denn nach wie vor gilt Jesu Satz, der die Zukunft ein­schließt: „Mein König­tum ist nicht aus die­ser Welt“(Joh 18,36).
        Daher muss Papst Fran­zis­kus in der heu­ti­gen, reli­gi­ons­po­li­tisch explo­si­ven Lage zwi­schen Chri­sten­tum und Islam/Islamisten alles tun, um gegen­über die­sen, aber auch gegen­über den ande­ren Welt­re­li­gio­nen, das Gemein­sa­me her­vor­zu­he­ben, näm­lich den Glau­ben an ein gött­li­ches Wesen, das mensch­li­che Vor­stel­lungs­kraft unend­lich über­steigt, und das sich daher in Lie­be zu den Men­schen geof­fen­bart hat.Wenn wir Katho­li­ken aus Gna­de erken­nen dür­fen, dass die Wahr­heit über das Wesen Got­tes in der Offen­ba­rung sei­nes Soh­nes Jesus Chri­stus am voll­kom­men­sten erfolgt und im Lehr­amt der Kir­che unter Mit­wir­kung des Hei­li­gen Gei­stes bewahrt und ver­tieft wor­den ist, wäre es schänd­lich, wür­de die Kir­che die­sen Schatz nicht auch für ande­re Gläu­bi­ge und Nicht­gläu­bi­ge in der Welt öff­nen. Daher sind „anti­christ­li­che“ Unter­stel­lun­gen gegen­über Papst Fran­zis­kus, solan­ge er nicht ent­spre­chend Anstö­ßi­ges ex cathe­dra ver­kün­det, m.E. fehl am Platz.

      • Lie­ber Leo Laemm­lein, fol­gen Sie der Leh­re des Chi­li­as­mus?

        Wie Sie sicher­lich wis­sen, folgt Augu­stin nicht der Leh­re der Kir­chen­vä­ter aus Klein­asi­en, son­dern ver­tritt die Posi­ti­on, dass die tau­send Jah­re aus Offen­ba­rung 20 sich auf die jet­zi­ge Herr­schaft Chri­sti bezie­hen und nicht auf ein Tau­send­jäh­ri­ges Reich, das zukünf­tig bei der Wie­der­kunft Chri­sti auf­ge­rich­tet wird.

        Ich habe mich mit den ver­schie­de­nen End­zeit­fra­gen beschäf­tigt, ich fin­de Augu­stins Sicht­wei­se schlüs­sig, aber auch die der Kir­chen­vä­ter.

        Etwas inter­es­san­tes zu die­sem The­ma:

        http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:g:graf-stuhlhofer:hier_zur_online-lektuere

      • Sehr geehr­ter Herr @ Sophus,
        die Erklä­rung der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on von 1944 ist mit Ihren Wor­ten nicht ganz kor­rekt wie­der­ge­ge­ben, und zwar in einem wich­ti­gen Punkt nicht. Der Chi­li­as­mus wird dar­in nicht ver­ur­teilt, son­dern es wird nur gesagt, dass man ihn nicht als siche­re Leh­re leh­ren dür­fe — und damit bin ich durch­aus ein­ver­stan­den ! Wie könn­te man auch den Chi­li­as­mus ver­ur­tei­len, wo er doch die über­wie­gen­de Auf­fas­sung der Väter in den ersten drei Jahr­hun­der­ten der Kir­che war, also derer, die den Apo­steln am näch­sten stan­den.
        „… Syste­ma Mil­lenaris­mi etsi miti­ga­ti — docen­tis scl. secund­um reve­la­tio­nem catho­li­cam Chri­stum (…) ius­torum resur­rec­tio­ne, cor­po­ra­li­ter in hanc ter­ram regn­an­di cau­sa esse ven­turum — tuto doce­ri non pos­se.“ DS 3839

      • Sehr geehr­ter Herr @ Sophus,
        was ich mich bemü­he, zu ver­tre­ten, ist das, was ich als christ­li­che Wahr­heit erken­ne. Erleich­tert wird mir das durch den Umstand, dass ich von kei­nen kirch­li­chen Arbeit­ge­ber abhän­ge.
        Lesen Sie bit­te noch ein­mal DS 3839 „De mil­lenaris­mo (chi­li­as­mo). Ihre Schluss­fol­ge­run­gen dar­aus sind m.E. nicht kor­rekt.
        Beden­ken Sie auch, dass der hl. Ire­nä­us von Lyon den Chi­li­as­mus zum christ­li­chen Glau­bens­be­kennt­nis rech­ne­te und die Geg­ner des Chi­li­as­mus als Häre­ti­ker bezeich­ne­te. Der hl. Ire­nä­us kann­te noch per­sön­lich den hl. Poly­karp, der vom hl. Apo­stel Johan­nes (Ver­fas­ser des Buchs der Offen­ba­rung !) als Bischof von Smyr­na ein­ge­setzt war. Auch Ter­tul­li­an und der hl. Cypri­an waren Chi­lia­sten. Das änder­te sich ab dem 4. Jahr­hun­dert, als der katho­li­sche Glau­be Staats­re­li­gi­on wur­de.
        Die theo­lo­gi­schen Haupt­kon­zep­te zum Tau­send­jäh­ri­gen Reich sind der Prä­mil­lenaris­mus, der Post­mil­lenaris­mus und der Amillen­na­ris­mus. Ich habe mich der prä­mil­lenari­sti­schen Auf­fas­sung ange­schlos­sen, weil sie m.E. am ehe­sten der Bibel ent­spricht.
        Der von @ defen­dor zitier­te Hym­nus hat nichts direkt mit dem Mill­en­ni­um zu tun. Er ist ein kom­pri­mier­ter Aus­druck der tra­di­tio­nel­len katho­li­schen Sozi­al­leh­re. Es han­delt sich um den Hym­nus zur Ves­per am Christ­kö­nigs­fest vor der Lit­ur­gie­re­form. Sie wer­den wohl nicht sagen wol­len, dass die­ser Hym­nus häre­tisch sei.
        Mit dem, was Sie danach schrei­ben, wie man den nicht­christ­li­chen Reli­gio­nen ent­ge­gen­kom­men müs­se, kann ich nichts anfan­gen. Unse­re Hal­tung gegen­über Nicht­chri­sten ist Lie­be und Wahr­heit, kein redu­zier­tes, gefälsch­tes Evan­ge­li­um. Wenn es um das ewi­ge Heil der See­len geht, dann muss man auch als Katho­lik den Mut haben, einem Papst zu sagen: Was Du da lehrst, ist falsch und wider­spricht der Leh­re Jesu Chri­sti und der Apo­stel. Wenn der Papst lehrt, dass es außer Jesus Chri­stus ande­re Wege zum Heil gebe, dann ist ent­we­der Jesus Chri­stus ein Lüg­ner (sit venia ver­bo) oder der Papst ist ein Lüg­ner. Ent­schei­den Sie selbst.

      • Lie­be Chri­stin, dan­ke für den Link. Die Arbeit ist ziem­lich lang und etwas müh­sam, aber auch gründ­lich, und der Autor weist mit Recht auf Schwä­chen und nicht unge­fähr­li­che Feh­ler in evan­ge­li­ka­len Publi­ka­tio­nen hin, die den Prä­millen­na­ris­mus ver­tre­ten.
        Trotz­dem nei­ge ich der Auf­fas­sung zu, dass das bibli­sche Mill­en­ni­um wört­lich und nicht nur meta­pho­risch zu ver­ste­hen ist. Ich gebe zu, dass jede der Auf­fas­sun­gen Grün­de für sich gel­tend machen kann, und eine Auf­fas­sung die in der Kir­che über andert­halb Jahr­tau­sen­de die vor­herr­schen­de ist, sowohl bei Katho­li­ken als auch Pro­te­stan­ten, schiebt man nicht ein­fach bei­sei­te.
        Wenn Sie über den Chi­li­as­mus nach­for­schen, wer­den sie aber fin­den, dass der Chi­li­as­mus bei den prä­nizä­ni­schen Kir­chen­vä­tern die vor­herr­schen­de Auf­fas­sung war.
        Die ver­schie­de­nen Auf­fas­sun­gen über das Mill­en­ni­um sind aber nicht glau­bens­ent­schei­dend, soweit sie nicht der Hei­li­gen Schrift wider­spre­chen — obwohl nur eine von ihnen die wah­re sein kann.
        Es muss auch einen gött­li­chen Grund haben, dass man­che End­zeit­din­ge nicht mit völ­li­ger Deut­lich­keit aus­ge­spro­chen sind.
        Den­ken wir an die Pro­phe­zei­ung der Auf­er­ste­hung Jesu Chri­sti. Auch sie ist im Alten Testa­ment nur ver­schie­dent­lich ange­deu­tet.

    • Sehr geehr­ter Herr @ Sophus,
      möge @ defen­dor es mir erlau­ben, zu Ihren Fra­ge Stel­lung zu bezie­hen.
      Begin­nen wir mit Ihrer Fra­ge:

      „1. Wo und wie oft ist in den Evan­ge­li­en von einem „sozia­len König­tum Chri­sti“ die Rede?“

      Auch wenn hier ähn­li­che Fra­gen schon gestellt wur­den (Wie oft ist im Neu­en Testa­ment von der „Zärt­lich­keit“ Got­tes die Rede? Ant­wort: Kein ein­zi­ges­mal), so kann die Fra­ge nach dem „Reich Got­tes“ bzw. „Reich der Him­mel“ (Mat­thä­us), wovon das „sozia­le König­tum Chri­sti“ ein Teil­the­ma ist, natür­lich nicht mit einer blo­ßen Aus­zäh­lung von Stich­wör­tern im Neu­en Testa­ment beant­wor­tet wer­den, son­dern man muss dem Begriff und dem Begriffs­feld und sei­ner inhalt­li­chen Ent­fal­tung durch die gan­ze Bibel nach­ge­hen.
      Um das zu tun, bräuch­te es eine gan­ze theo­lo­gi­sche Mono­gra­phie (wovon es sicher­lich schon eine Rei­he gibt), aber eini­ge Gedan­ken dazu geben ist mög­lich.
      Zuerst muss man sich klar wer­den, dass der Gedan­ke der Got­tes­herr­schaft ein The­ma der gan­zen Bibel von Anfang bis Ende ist und zuin­nerst mit dem Schöp­fungs­zweck und ‑sinn zu tun hat.
      Begin­nen wir mit dem Alten Testa­ment.
      Den ersten Men­schen, Mann und Frau, wur­de die Herr­schaft über die Schöp­fung gege­ben. Durch den Fall wur­de die­se Herr­schaft ver­lo­ren, Satan wur­de „Fürst die­ser Welt“.
      Im Noah-Bund wur­de der Grund­satz der mensch­li­chen Regie­rung neu fest­ge­legt, der biblisch bis heu­te besteht.
      Der Ruf Abra­hams schloss unter ande­rem die Ent­ste­hung eines beson­de­ren Vol­kes ein, durch das die gro­ßen Absich­ten Got­tes mit der Mensch­heit erfüllt wer­den soll­ten. Unter den Zie­len Got­tes steht auch die Auf­rich­tung eines welt­wei­ten König­rei­ches. Die Geschich­te die­ses theo­kra­ti­schen König­reichs in Isra­el geht von sei­ner Auf­rich­tung unter Mose über sei­ne Ver­wal­tung unter den Rich­tern und Köni­gen bis zu sei­nem vor­läu­fi­gen Ende durch die Gefan­gen­schaft.
      Das theo­kra­ti­sche König­reich wird zukünf­tig wie­der­her­ge­stellt, sie­he den Bund Got­tes mit David und die Aus­le­gung die­ses Bun­des durch die Pro­phe­ten.
      Das König­reich wird von den Pro­phe­ten so beschrie­ben: Es ist 1. davi­disch — auf­ge­rich­tet unter dem Erben Davids, gebo­ren von einer Jung­frau, wirk­li­cher Mensch, aber auch wirk­lich „Imma­nu­el“, „der mäch­ti­ge Gott, der ewi­ge Vater, der Fürst des Frie­dens“; und die­ses König­reich ist 2. himm­lisch in sei­nem Ursprung, sei­nem Grund­satz und in sei­ner Auto­ri­tät, aber auf­ge­rich­tet auf Erden, mit der Haupt­stadt Jeru­sa­lem.
      Zur Beant­wor­tung die­ses Teils Ihrer Fra­ge habe ich Fuß­no­ten in der Sco­fi­eld-Bibel benutzt.

      • Wer­ter @ Leo Laemm­lein
        Sie behaup­ten: „Das theo­kra­ti­sche König­reich wird zukünf­tig wie­der­her­ge­stellt, sie­he den Bund Got­tes mit David und die Aus­le­gung die­ses Bun­des durch die Pro­phe­ten“. Mit der Zer­stö­rung des Tem­pels, die Gott ent­ge­gen den Hoff­nun­gen der Sad­du­zä­er zuge­las­sen hat, kann es vor allem nach den Wor­ten Jesu „Mein König­tum ist nicht aus die­ser Welt“(Joh 18,36) und der johann­ei­schen Vor­stel­lung von einem „himm­li­schen Jeru­sa­lem“ kei­ne begrün­de­te Hoff­nung auf ein sol­ches „theo­kra­ti­sches König­reich“ mehr geben. Aus die­ser Erkennt­nis hat wohl der hl. Augu­sti­nus sei­ne escha­to­lo­gi­sche Leh­re “ De Civi­ta­te Dei“ gewon­nen. Bekannt­lich baut er sei­ne Fun­da­men­tal­theo­lo­gie auf einem Dua­lis­mus auf: hier die „Civi­tas Dei“, die Bür­ger­schaft Got­tes – dort die „Civi­tas ter­re­na“, die Welt-Gesell­schaft, dazwi­schen die „Civi­tas per­mix­ta“ als Misch­form.

        Got­tes­staat (civi­tas dei)und irdi­scher Staat (civi­tas ter­re­na) ste­hen zuein­an­der in einem blei­ben­den Gegen­satz. Der irdi­sche Staat erscheint teils als gott­ge­woll­te zeit­li­che Ord­nungs­macht, teils als ein von wider­gött­li­chen Kräf­ten beherrsch­tes Reich des Bösen. Der irdi­sche Mensch in der „Ver­misch­ten Bür­ger­schaft“ ist Teil bei­der Bür­ger­schaf­ten in der „civi­tas per­mix­ta“, der auch die Kir­che in Tei­len ange­hört. Und daher muss sich auch der Papst in Bot­schaf­ten an den Welt­staat wen­den!
        Werte/r @ Feu­er und Flam­me
        Die­ser Bei­trag möge auch eine Ant­wort auf Ihre zwei Bei­tä­ge sein.

      • Wer­ter @ Sophus — ad 10. FEBRUAR 2016 UM 12:19

        Wenn auf Grund­la­ge der Hei­li­gen Schrift argu­men­tiert wird, dann müs­sen zu einem Begriffs­kom­plex, wie hier das Reich, nicht nur eine Aus­wahl, son­dern sämt­li­che Aus­sa­gen hin­zu­ge­zo­gen, betrach­tet, mit­ein­an­der in Ver­bin­dung gebracht, ver­ein­bart wer­den. Wenn die alt­te­sta­ment­li­chen Pro­phe­ten von einem in Zukunft wie­der­her­ge­stell­ten Got­tes­reich auf Erden spre­chen –was sie reich­lich tun–, dann muss man 1.) ent­we­der alle ihre Rede als nur bild­lich erklä­ren, auch wenn sie noch so kon­kre­te Anga­ben machen; oder 2.) ihre Wor­te als für das neh­men, was sie sind, als Pro­phe­zei­un­gen für eine rea­le irdi­sche Zukunft. Alter­na­ti­ve 1 läuft dar­auf hin­aus, dass die Kir­che alle Pro­phe­zei­un­gen der israe­li­ti­schen Pro­phe­ten bezüg­lich der Zukunft Isra­els auf sich selbst deu­tet. Isra­els Zukunft bestün­de danach dar­in, irgend­wann in der katho­li­schen Kir­che auf­zu­ge­hen. Als Neben­ef­fekt die­ser Exege­se gehö­ren Jeru­sa­lem und das Hei­li­ge Land rech­tens der römisch-katho­li­schen Kir­che und nicht den leib­li­chen Nach­kom­mens Jakobs = Isra­els. Sie sehen: Eine sol­che Sicht­wei­se hat enor­me Aus­wir­kun­gen. Alter­na­ti­ve 2 geht von der Tat­sa­che aus, dass alt­te­sta­ment­li­che Pro­phe­zei­un­gen auf das erste Kom­men des Mes­si­as sich nicht nur in einem über­tra­ge­nen Sinn, son­dern wört­lich erfüll­ten. Z. B. wur­de Jesus von einer wah­ren, wirk­li­chen Jung­frau gebo­ren, nicht nur von einer jung­fräu­lich gestimm­ten Frau (wie das heu­te sogar man­che katho­li­sche Theo­lo­gen sagen). Sei­ne Hän­de wur­den am Kreuz wirk­lich durch­bohrt, nicht nur in einem meta­pho­ri­schen Sinn. Usw. usf. Der Prä­mil­lenaris­mus wei­tet die­ses für die Ver­gan­gen­heit bewahr­hei­te­te Aus­le­gungs­prin­zip: dass man das Wort Got­tes, wo mög­lich, zunächst stets in sei­nem wört­li­chen, nor­ma­len, natür­li­chen Sinn ver­ste­hen soll, auf die Pro­phe­zei­un­gen aus, deren Erfül­lung noch aus­steht.
        Zu Johan­nes 18,36 schla­ge ich Ihnen die­se Aus­le­gung zur Erwä­gung vor:

        Mein Reich ist nicht von die­ser Welt. Mit die­ser Aus­sa­ge
        mein­te Jesus, dass sein Reich nicht mit irdi­schen poli­ti­schen und natio­na­len
        Din­gen in Ver­bin­dung steht und sei­nen Ursprung auch nicht in
        die­sem bösen Welt­sy­stem hat, wel­ches sich im Auf­stand gegen Gott
        befin­det. Wenn sein Reich von die­ser Welt gewe­sen wäre, hät­te er gekämpft.
        Die König­rei­che die­ser Welt erhal­ten sich durch Gewalt auf­recht.
        Das mes­sia­ni­sche König­reich ent­steht nicht durch die Anstren­gun­gen
        des Men­schen, son­dern indem der Sohn des Men­schen die Sün­de im
        Leben der Sei­nen ein­drucks­voll und ent­schei­dend besiegt und eines Tages
        bei sei­nem zwei­ten Kom­men das böse Welt­sy­stem bezwingt, dann,
        wenn er die irdi­sche Form sei­nes Rei­ches auf­rich­tet. Sein Reich war kei­ne
        Bedro­hung für die natio­na­le Iden­ti­tät Isra­els oder die poli­ti­sche und mili­tä­ri­sche
        Iden­ti­tät Roms. Es exi­stiert in einer geist­li­chen Dimen­si­on bis
        zum Ende des Zeit­al­ters (Offb 11,15). (MacAr­thur Stu­di­en­bi­bel)

        Auch Chri­stus und die Apo­stel spra­chen gele­gent­lich zu Ver­tre­tern des Welt­staats (im wei­te­ren Sinn), Chri­stus vor dem Hohen Rat und vor Pila­tus, die Apo­stel wie­der­holt vor dem Hohen Rat, so auch Ste­pha­nus vor sei­nem Tod, und Pau­lus vor dem Statt­hal­ter Felix und vor König Agrip­pa. Aber bit­te — ver­glei­chen Sie das, was die Apo­stel den Staats­ver­tre­tern sag­ten, mit dem, was Papst Fran­zis­kus sagt. Die Apo­stel ver­kün­de­ten Jesus Chri­stus und das Evan­ge­li­um, Papst Fran­zis­kus ver­schweigt Jesus Chri­stus und ver­fälscht das Evan­ge­li­um. Dafür gibt es zahl­lo­se Bei­spie­le, die wohl berüch­tig­sten sind sei­ne Rede vor dem EU-Par­la­ment und vor der UNO, und ganz aktu­ell die bei­den Vide­os, mit denen er sich an die gan­ze Welt wen­det.

        Dass das Reich Chri­sti nicht v o n die­ser Welt ist, schließt nicht ein, dass es nicht in die­ser Welt errich­tet wer­den kann und wird. Der Kir­chen­va­ter und ‑leh­rer Augu­sti­nus war einer der größ­ten Theo­lo­gen, aber auch er war sel­ber zuerst Mil­lenarist (unter dem Ein­druck der Kir­chen­vä­ter vor ihm?) und änder­te spä­ter sei­ne Hal­tung. So oder so, auch ein Augu­sti­nus steht nicht über dem Wort Got­tes. Sei­ne Aus­le­gung ist gewiss wohl begrün­det, aber nicht die ein­zig mög­li­che.
        Was mich wun­dert, ist, dass Sie an Ihrer doch im wich­tig­sten Punkt nicht kor­rek­ten Wie­der­ga­be der Ent­schei­dung der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on von 1944 fest­hal­ten. Die­se besagt nicht, dass der Chi­li­as­mus nicht gelehrt wer­den dür­fe (so geben Sie es wie­der), son­dern dass das System des –auch gemil­der­ten– Mil­lenaris­mus … nicht sicher gelehrt wer­den kann. Sehen Sie den Unter­schied? Die mil­lenari­sti­sche Deu­tung ver­stößt nicht gegen den katho­li­schen Glau­ben, es wür­de nur gegen ihn ver­sto­ßen, sie als die zu leh­ren, die mit Sicher­heit die ein­zig wah­re ist. Den Mil­lenaris­mus, wie Sie es tun, als schlech­ter­dings glau­bens­wid­rig hin­zu­stel­len, dürf­te hin­ge­gen im Wider­spruch zu eben der Erklä­rung ste­hen, auf die Sie sich beru­fen. Übri­gens sind auch man­che aktu­el­le katho­li­sche Pro­phe­zei­un­gen (Pri­va­tof­fen­ba­run­gen) mil­lenari­stisch, z.B. von Maria Val­tor­ta.

  39. Schön, wie man durch Gegen­fra­gen sich um Ant­wor­ten drückt. Scheint seit Vat. II irgend­wie ein­ge­ris­sen zu sein.…

    • @ Feu­er und Flam­me
      Die Ant­wort ergibt sich aus dem Aus­zäh­lungs­er­geb­nis von selbst. Die Gegen­fra­gen füh­ren zur rich­ti­gen Ant­wort, haben Sie das nicht erkannt? Selt­sam! „Scheint seit Vat. II irgend­wie ein­ge­ris­sen zu sein„….

  40. @Leo Laemm­lein:
    Genau so geht es uns auch und auch wir sind der Meinung,das der Glau­be kei­ne Par­tei ist,bei der man ein-und aus­tre­ten kann son­dern eine gei­sti­ge Bin­dung für immer.
    Dar­um habe ich ja auch den tie­fe­ren Sinn der Ehe nun verstanden,es ist eine Bin­dung hier auf Erden,genau so unlös­bar wie das gei­sti­ge Band,das uns mit Gott ver­bin­det.
    Las­sen Sie sich nicht ent­mu­ti­gen!
    Außer­dem ist das Kir­chen­steu­er­sy­stem Ablaß­han­del und spä­te­stens seit Luther eigent­lich ein no go für die katho­li­sche Kir­che!
    Aber nun wächst ja anschei­nend zusammen,was zusammengehört,auch wenns krumm und schief ist…

  41. „Mein König­tum ist nicht aus die­ser Welt“(Joh 18,36). Inter­pre­tie­re ich so, daß es nicht von Men­schen ver­lie­hen ist.… Sein König­reich umfasst alles, und ist von Gott ver­lie­hen.

    Das Reich Got­tes ist weder aus­schliess­lich in der Zukunft ver­or­tet, noch ist es in der Gegen­wart abgän­gig, noch ist es auf Erden voll­stän­dig ver­wirk­licht. Es ist am Werk sozu­sa­gen.… Die Erkennt­nis, daß es nicht nur in der Zukunft ver­or­tet ist, hilft uns selbst, auf allen Fel­dern die Moti­va­ti­on zu fin­den, in der Gegen­wart mit­zu­wir­ken (einer christ­li­chen Gesell­schaft, wel­che nicht per Zufall das Höchst­mass mensch­li­cher Zivi­li­sa­ti­on her­vor­ge­bracht hat, alles ande­re blieb und bleibt weit dahin­ter zurück) wäh­rend das kom­ple­xe Ver­ständ­nis auch dazu führt, daß wir demü­tig erken­nen, daß nicht wir des­sen „Macher“ sind. Sowohl die aus­schliess­li­che Ver­or­tung in der Zukunft, als auch mensch­li­cher Mach­bar­keits­phan­ta­sie in der Gegen­wart ist „das Reich Got­tes“ ent­zo­gen.

  42. Erlau­ben Sie mir noch zu erwäh­nen, ver­ehr­ter @Sophus, daß es weni­ger Span­nun­gen „zwi­schen“ Chri­sten­tum und Islam gibt, son­dern eine ein­sei­ti­ge Ver­fol­gung apo­ka­lyp­ti­schen Aus­ma­sses. Ob hier­bei Appease­ment
    auf Dau­er zum Erfolg füh­ren wird, darf inzwi­schen stark bezwei­felt wer­den. Die Absicht in allen Ehren, jedoch gehört dazu die glei­che Absicht auf allen Sei­ten. Man ver­trö­stet das Chri­sten­tum inzwi­schen sogar mit Zuge­ständ­nis­sen, daß man ja auf­grund der radi­ka­len Strö­mun­gen kaum etwas für die christ­li­chen Min­der­hei­ten tun kön­ne. Das Ergeb­nis ist immer das Glei­che. Den Chri­sten bleibt die Rol­le der mas­siv Unter­drück­ten. (neben ande­ren Min­der­hei­ten)

    • Wer­ter @ Leo Laemm­lein
      Dan­ke für Ihre wei­te­ren Anga­ben zu Ihrer der­zei­ti­gen indi­vi­dua­li­sti­schen reli­giö­sen Posi­ti­on, die ich nicht tei­le, weil sie der von Jesus für sei­ne “eccle­si­a” in der Petrus­be­auf­tra­gung bei Cae­sarea Phil­ip­pi vor­ge­se­he­nen gemeind­li­chen Grund­struk­tur nicht ent­spricht — eben­so­we­nig wie der drei­fa­che Weide­auf­trag Jesu Chri­sti an den künf­ti­gen Hir­ten Petrus ihrer der­zei­ti­gen Ver­ein­ze­lung ent­spricht. Da es bei den vari­ie­ren­den Begrif­fen der For­mel für die zu hüten­de Her­de um einen über­lie­fer­ten Rechts­vor­gang aus der Schaf­zucht Nord­ga­li­le­as geht, muss rich­tig über­setzt wer­den: “Wei­de mei­ne Lämmer“!„Hüte mei­ne Her­de“! „Wei­de mei­ne Scha­fe“! Es geht um das Hüten einer Viel­zahl von Tie­ren mit unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen. Die Men­ge der Tie­re ins­ge­samt schützt bei Angriff der Wöl­fe vor Total­ver­lust. Das ist der neu­te­stamnt­li­che Kir­chen­be­griff, der auf der Gemein­schaft von vie­len, im glei­chen Geist ver­bun­de­nen, von einem ver­ant­wort­li­chen Hir­ten und sei­nen Knech­ten gelei­te­ten Ver­band auf­baut. Auch der Lehr­auf­trag an die Jün­ger, der sich an alle Völ­ker bis an die Enden der Welt rich­tet, geht von die­sem Begriff von “eccle­si­a” aus. Jesus hat nicht vor­ge­se­hen, dass sich ein­zel­ne Scha­fe gegen ihre Natur als Her­den­tie­re selbst hüten.

      Was den Chi­li­as­mus betrifft, habe ich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­ser von der “Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on der Römi­schen Kir­che 1944 nicht ohne Grund als „nicht lehr­bar“ abge­lehnt wor­den ist“. Von einer Ver­ur­tei­lung der Leh­re habe ich nicht gespro­chen. Wenn man den Chi­li­as­mus seit­dem in der katho­li­schen Kir­che nicht als siche­re Leh­re leh­ren darf, ist er für mich als Katho­li­ken nicht “lehr­bar”. Wenn Sie per­sön­lich den Chi­li­as­mus als zukunfts­re­le­van­te Leh­re zu erken­nen glau­ben, soll­ten Sie ihn auf einem katho­li­schen Forum schon unter den genann­ten Vor­be­halt der Katho­li­schen Kir­che stel­len.

    • Wer­ter @ Leo Laemm­lein
      Darf ich Sie dar­an erin­nern, unter wel­chen Bedin­gun­gen eine all­ge­mein ver­bind­li­che Leh­re für die katho­li­sche Kir­che aus dem Mun­de eines Pap­stes zustan­de kommt und dann über­prü­fen Sie, ob die von Ihnen inkri­mi­nier­ten Sät­ze von Papst Fran­zis­kus in den Monats­vi­de­os den all­ge­mein ver­bind­li­chen Bedin­gun­gen zum Zustan­de­kom­men einer Glaub­leh­re entsprechen.Lesen Sie dazu bit­te die Defi­ni­ti­on im Kon­zils­de­kret „Pastor Aeter­nus“ auf dem Ersten Vati­ka­ni­schen Kon­zil am 18. Juli 1870, das unter Papst Pius IX. selbst als unfehl­ba­rer Glau­bens­satz ver­kün­det wor­den ist.
      Die Defi­ni­ti­on lau­tet:
      „Zur Ehre Got­tes, unse­res Hei­lan­des, zur Erhö­hung der katho­li­schen Reli­gi­on, zum Heil der christ­li­chen Völ­ker leh­ren und erklä­ren wir end­gül­tig als von Gott geof­fen­bar­ten Glau­bens­satz, in treu­em Anschluss an die vom Anfang des christ­li­chen Glau­bens her erhal­te­ne Über­lie­fe­rung, unter Zustim­mung des hei­li­gen Kon­zils:

      Wenn der Römi­sche Papst in höch­ster Lehr­ge­walt (ex cathe­dra) spricht, das heißt: wenn er sei­nes Amtes als Hirt und Leh­rer aller Chri­sten wal­tend in höch­ster apo­sto­li­scher Amts­ge­walt end­gül­tig ent­schei­det, eine Leh­re über Glau­ben oder Sit­ten sei von der gan­zen Kir­che fest­zu­hal­ten, so besitzt er auf­grund des gött­li­chen Bei­stan­des, der ihm im hei­li­gen Petrus ver­hei­ßen ist, jene Unfehl­bar­keit, mit der der gött­li­che Erlö­ser sei­ne Kir­che bei end­gül­ti­gen Ent­schei­dun­gen in Glau­bens- und Sit­ten­leh­ren aus­ge­rü­stet haben woll­te. Die­se end­gül­ti­gen Ent­schei­dun­gen des Römi­schen Pap­stes sind daher aus sich und nicht auf­grund der Zustim­mung der Kir­che unab­än­der­lich. Wenn sich jemand — was Gott ver­hü­te — her­aus­neh­men soll­te, die­ser unse­rer end­gül­ti­gen Ent­schei­dung zu wider­spre­chen, so sei er aus­ge­schlos­sen.“
      Kei­ner Ihrer Vor­wür­fe, die päpst­li­chen Aus­sa­gen den Islam und die ande­ren bezeich­ne­ten Reli­gio­nen betref­fend, ist dem­nach selbst in der Ver­si­on Ihrer sub­jek­ti­vi­sti­schen Über­in­ter­pre­ta­tio­nen zum ver­pflich­ten­den Glau­bens­gut der katho­li­schen Kir­che gewor­den. Daher ist Ihre „Lüg­ner-Alter­na­ti­ve“ aus mei­ner Sicht popanzhaft und damit rea­li­täts­fremd. Sie haben, so scheint es, mit Ihrem Kir­chen­aus­tritt den Sinn für das Den­ken mit der Kir­che ver­lo­ren. Mit Ihrem auf die euro­päi­schen Ver­hält­nis­se ver­eng­ten „apo­ka­lyp­ti­schen“ Zukunfts­den­ken ver­gäl­len Sie sich Ihr Leben, wenn es nicht gemäß der katho­li­schen Leh­re und ent­ge­gen der For­de­rung des hl. Pau­lus nicht in Glau­be, Hoff­nung und Lie­be grün­det.

      • Sie dür­fen es aus Grün­den der Ver­bind­lich­keits­ab­stu­fung akzep­tie­ren, dass ein Papst unter­halb der dog­ma­ti­schen Schwel­le (die er bis­her listig ein­hält) jah­re­lang Katho­li­ken, Chri­sten und Nicht­chri­sten ver­wirrt oder gar in die Irre führt, ich akzep­tie­re es nicht. Es wider­spricht näm­lich total sei­ner Auf­ga­be und sei­nem Amt. Er führt das Papst­amt ad absur­dum. Davon abge­se­hen ist der Katho­lik ver­pflich­tet, nicht allein dem nur sel­ten in Anspruch genom­me­nen außer­or­dent­li­chen Lehr­amt, son­dern auch dem ordent­li­chen, d.h. tag­täg­li­chen Lehr­amt des Pap­stes pie­tät­voll Gehor­sam zu lei­sten — wor­auf Papst Fran­zis­kus übri­gens selbst hin­ge­wie­sen hat. (Alles, was er sagt, sei ver­bind­lich, sag­te er aus­drück­lich, und es ging welt­weit durch die Pres­se, und Sie kön­nen natür­lich ein­wen­den, was er da gesagt hat, sei nicht ver­bind­lich, weil auch die­se sei­ne Aus­sa­ge kein Dog­ma sei.) Andern­falls tun Sie näm­lich nichts ande­res, als was ich auch tue: Sie erlau­ben sich, Ihr Gewis­sen über den Papst zu stel­len und aus­zu­sor­tie­ren, wel­che von sei­nen Äuße­run­gen Sie akzep­tie­ren und wel­che nicht. Das ehrt Sie in mei­nen Augen. Aber nichts ande­res tue ich auch, nur dass ich –zu die­sem Zeit­punkt– eine radi­ka­le­re Kon­se­quenz aus die­sem skan­da­lö­sen Zustand zie­he, weil ich der Auf­fas­sung bin, dass eine Kir­che (die Insti­tu­ti­on RKK), die es zu so etwas kom­men lässt, einen System­feh­ler hat, den sie behe­ben muss, um wie­der ver­trau­ens­wür­dig zu wer­den. Ich will mich von einem Papst nicht ins Reich des Anti­christs lot­sen las­sen.

      • Wer­ter @ Leo Laemm­lein

        Was Papst Fran­zis­kus zum Ver­bind­lich­keits­grad sei­ner All­tags­aus­sa­gen sag­te, ist längst von sei­nem Pres­se­spre­cher Lom­bar­di SJ „rela­ti­viert“ wor­den — unter ande­rem! Lom­bar­di hat dies­be­züg­lich alle Hän­de voll zu tun! Wie vie­le Jesui­ten denkt (und provoziert)Papst Fran­zis­kus im pla­ka­ti­ven hegel­schen Drei­schritt The­se — Anti­the­se — Syn­the­se, wobei er alle drei Schrit­te selbst vor­nimmt — und damit Auf­merk­sam­keit erregt, nicht immer zur Freu­de der Theo­lo­gen in den Dikaste­ri­en der Kurie, die ihn immer wie­der aus sei­nen „Anti­the­sen“ und „Syn­the­sen“ zurück­ho­len müs­sen. Aber meist sind die Medi­en schnel­ler.

        Woher kommt sei­ne Art des Umgangs mit dem Got­tes und sei­nem Wort? Auf­schluss ergibt die „Con­fes­sio“ von Jor­ge Mario Ber­go­glio SJ, aus dem Jahr 1969. Die­ses sein Bekennt­nis stellt unmit­tel­bar vor sei­ner Prie­ster­wei­he eine in unse­rem Zusam­men­hang bedeut­sa­me Bestands­auf­nah­me des­sen dar, was dem ihm von der libe­ra­len jesui­ti­schen Hoch­schul­theo­lo­gie Argen­ti­ni­ens an Glau­ben übrig­ge­las­sen wor­den war.

        Sein „Glau­bens­be­kennt­nis“ des Jah­res 1969 lau­tet:
        „Ich will an Gott Vater glau­ben, der mich liebt wie einen Sohn, und an Jesus, den Herrn, der sei­nen Geist in mein Leben ein­ge­gos­sen hat, um mich zum Lächeln zu brin­gen und mich so in das Reich des ewi­gen Lebens zu füh­ren.

        Ich glau­be an mei­ne Geschich­te, die vom Anblick der Lie­be Got­tes durch­drun­gen wur­de und mich am Früh­lings­tag, den 21. Sep­tem­ber, zur Begeg­nung geführt hat, um mich ein­zu­la­den, ihm nach­zu­fol­gen.

        Ich glau­be an mei­nen Schmerz, der unfrucht­bar ist wegen des Ego­is­mus, in den ich mich flüch­te.

        Ich glau­be an die Unzu­läng­lich­keit mei­ner See­le, die zu ver­schlin­gen ver­sucht, ohne zu geben… ohne zu geben.

        Ich glau­be, daß die ande­ren gut sind, und daß ich sie ohne Furcht lie­ben soll, und ohne sie je zu ver­ra­ten, um für mich eine Sicher­heit zu suchen.

        Ich glau­be an das Ordens­le­ben.

        Ich glau­be, daß ich viel lie­ben will.

        Ich glau­be an den täg­li­chen, bren­nen­den Tod, den ich flie­he, der mich aber anlä­chelt und mich ein­lädt ihn anzu­neh­men.

        Ich glau­be an die Geduld Got­tes, anneh­mend, gut wie eine Som­mer­nacht.

        Ich glau­be, daß Vater im Him­mel beim Herrn ist.

        Ich glau­be, daß auch Pater Duar­te dort für mein Prie­ster­tum Für­spra­che hält.

        Ich glau­be an Maria, mei­ne Mut­ter, die mich liebt und mich nie allein­las­sen wird. Und ich erwar­te die Über­ra­schung eines jeden Tages, in dem sich die Lie­be, die Kraft, der Ver­rat und die Sün­de zeigt, die mich bis zur end­gül­ti­gen Begeg­nung mit jenem wun­der­ba­ren Ant­litz beglei­ten wer­den, von dem ich nicht weiß, wie es ist, das sich dau­ernd flie­he, das ich aber ken­nen­ler­nen und lie­ben will.
        Amen“.
        Der Text spricht für sich, aber nicht für den Anti­chri­sten, den Sie in Papst Fran­zis­kus sehen.

      • Mein bester @Sophus,
        San­chez Soron­do, dere gute Freund von Fran­zis­kus, hat vor eini­gen Tagen klipp und klar gesagt was sei­ner Auf­fas­sung von der Ver­kün­di­gung von ver­bind­li­cher Leh­re aus dem Mun­de des Pap­stes ist.
        San­chez Soron­do ist lei­der ande­rer Mei­nung als Sie.
        Fran­zis­kus übri­gens auch: kurz nach­dem S.E. Kard. Bur­ke die Aus­sa­ge mach­te „Evan­ge­lii Gau­di­um gehört NICHT zum Lehr­amt der Kir­che!“, explo­dier­te F. nach einer Mes­se im Domus Stae. Mart­ae, daß „alles was ein Papst sagt, natür­lich zum Lehr­amt gehört“.
        Tohu­wa­bo­hu.
        In Te speravi; non con­fundar in aeter­num.

  43. Wer­ter Leo Lämm­lein: „Kurz gesagt: Papst Fran­zis­kus betet Allah an und ver­langt Alkah-Anbe­tung von den Katho­li­ken und Chri­sten. Damit ist er ein fal­scher Pro­phet, der die Men­schen zu einem fal­schen Got­tes­kult ver­führt. Inso­fern die Römisch-Katho­li­sche Kir­che die­sen fal­schen Pro­phe­ten aner­kennt, ihm Auto­ri­tät und Macht ein­räumt, sich von ihm reprä­sen­tie­ren, ver­tre­ten und (ver)führen lässt, ist sie eine fal­sche, anti­christ­li­che Kir­che.“

    Daß Papst Fran­zis­kus den isla­mi­schen Allah anbe­tet, wür­de ich- so wie Sie es hier tun- nicht sagen. Aller­dings ist ihre Wahr­neh­mung auch nicht aus der Luft gegrif­fen. Für ihn sind JHWH und der isla­mi­sche Allah und der Eine Drei­fal­ti­ge Gott und Schöp­fer offen­kun­dig mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel: für ihn ists letzt­lich der Eine gemein­sa­me Gott. Das heißt zumin­dest, daß „Papst“ Fran­zis­kus ein Ver­wir­rer ist und anti-christ­lich redet und han­delt.

    Aber die römisch-katho­li­sche Kir­che ist in ihrer Gesamt­heit kei­nes­wegs falsch und anti-christ­lich wie Sie das sagen. Es gibt Tei­le der Kir­che, wie vie­le Bischö­fe, die nicht das Evan­ge­li­um ver­kün­den und im Papst ihren Ver­bün­de­ten sehen. Aber auch die ande­ren, die sei­ne Sachen nicht gut fin­den kön­nen, müs­sen ihn zunächst mal als gewähl­ten Papst aner­ken­nen.

    • @ Fran­zel
      Sie schrei­ben:

      „Aber die römisch-katho­li­sche Kir­che ist in ihrer Gesamt­heit kei­nes­wegs falsch und anti-christ­lich wie Sie das sagen.“

      Aber das habe ich nicht gesagt. Mei­ne For­mu­lie­rung war wohl über­legt (was nicht immer gelingt, beim Kom­men­tar­schrei­ben mache ich auch Feh­ler oder fal­len mir anschlie­ßend bes­se­re For­mu­lie­run­gen ein). Ich schrieb also:

      „Inso­fern die Römisch-Katho­li­sche Kir­che die­sen fal­schen Pro­phe­ten aner­kennt, ihm Auto­ri­tät und Macht ein­räumt, sich von ihm reprä­sen­tie­ren, ver­tre­ten und (ver)führen lässt, ist sie eine fal­sche, anti­christ­li­che Kir­che.“
      I n s o f e r n, = inso­weit, in dem Maße wie …
      Ich habe nie die römi­sche Kir­che in Bausch und Bogen ver­wor­fen und wer­de das auch nicht in Zukunft tun. Dazu ken­ne ich zu vie­le auf­rich­ti­ge chri­stus­gläu­bi­ge Katho­li­ken, gera­de auch in der soge­nann­ten V2-Kir­che.

      • Wer­ter @ Leo Laemm­lein
        Was den Chi­li­as­mus betrifft, habe ich heu­te Vor­mit­tag dar­auf hin­ge­wie­sen, nicht von einer Ver­ur­tei­lung der Leh­re gespro­chen zu haben und auch nicht davon, dass der Chi­li­as­mus nicht gelehrt wer­den dür­fe. Ich habe als Fazit gesagt: Wenn man den Chi­li­as­mus seit 1944 in der katho­li­schen Kir­che nicht als siche­re Leh­re leh­ren darf, ist er für mich als Katho­li­ken nicht “lehr­bar”. Die von mir gemach­te Ein­schrän­kung soll­te nicht über­le­sen werden,denn sie muss als War­nung ver­stan­den wer­den, vor einer chi­lia­sti­schen Ent­wick­lung, wie sie zum Jahr 1000 Kai­ser Otto III. ein­zu­lei­ten such­te und schei­ter­te. Die frü­he Fol­ge war der Inve­sti­tur­streit zwi­schen Kai­ser und Papst, die Spät­fol­ge der weit­hin erfolg­rei­che Kampf des lai­zi­sti­schen Staa­tes gegen die Kir­che und des­sen Ver­such der tota­len Pri­va­ti­sie­rung des christ­li­chen Glau­bens. Wenn heu­te der IS ver­sucht, die Got­tes­staats­idee im Islam radi­ka­ler als je zuvor wie­der­zu­be­le­ben, kann man es Papst Fran­zis­kus, ein­ge­denk der bereits der erfolg­ten Boben­dro­hun­gen gegen den Vati­kan, nicht ver­übeln, wenn er den gemä­ßig­ten Islam und die ande­ren Welt­re­li­gio­nen aus gemein­sa­men Inter­es­sen gegen die Gefahr, die welt­weit vom IS aus­geht, auf reli­giö­se Gemein­sam­kei­ten und nicht auf die sicher bestehen­den gra­vie­ren­den Unter­schie­de auf­merk­sam macht — um alle, die in einem „Haus des Frie­dens“ leben wol­len, wohl auch für den Gedan­ken einer gemein­sa­men Abwehr­front gegen die isla­mi­sti­schen Mäch­te aus dem „Haus des Krie­ges“ zu gewin­nen.

      • Wer­ter @ Sophus,
        auf man­ches wür­de ich Ihnen noch gern ent­geg­nen, möch­te ande­rer­seits aber nicht unse­re Kom­men­ta­re in eine lan­ge Dis­kus­si­on aus­ufern las­sen.
        Der wohl frü­he­ste Zeu­ge für den Millen­na­ris­mus, also für die wört­li­che Auf­fas­sung von einer tau­send­jäh­ri­gen Herr­schaft Jesu Chri­sti mit sei­nen Hei­li­gen auf der Erde, ist der Bar­na­bas-Brief, der zum Kor­pus der Apo­sto­li­schen Väter gehört und eini­gen Vätern sogar als kano­nisch galt. Nun, er ist nicht kano­nisch, nicht von Got­tes Geist inspi­riert, aber ein ehr­wür­di­ges Monu­ment und für unser Pro­blem umso gewich­ti­ger, als sei­ne Ent­ste­hung zwi­schen 70 (Zer­stö­rung des Tem­pels) und 132 (Bar-Koch­ba-Auf­stand) datiert wird, also sehr früh und äußerst dicht an die Apo­stel. Gemeint ist die­se Stel­le: „Mer­ket auf Kin­der, was bedeu­tet das: in sechs Tagen voll­ende­te er sie. Das heißt, daß in sechs­tau­send Jah­ren der Herr alles voll­enden wird; denn der Tag bedeu­tet bei ihm tau­send Jah­re. Er selbst bezeugt mir das, wenn er sagt: Sie­he, ein Tag des Herrn wird sein wie tau­send Jah­re. Also Kin­der, in sechs Tagen, in sechs­tau­send Jah­ren wird alles voll­endet sein. Und am sieb­ten Tage ruh­te er. Das heißt: Wenn sein Sohn kommt und der Zeit des Bösen ein Ende machen und die Gott­lo­sen rich­ten und die Son­ne, den Mond und die Ster­ne umän­dern wird, dann wird er ruhm­voll ruhen am sieb­ten Tage.“ Noch ein­mal, die frü­hen Kir­chen­vä­ter bis ins vier­te Jahr­hun­dert waren Millennaristen/ Chi­lia­sten. Ande­rer­seits ver­ste­he ich Ihre Beden­ken gegen chi­lia­sti­sche Schwär­me­rei. Die ent­ge­gen­ge­setz­te Gefahr ist jedoch, dass die Kir­che schläft, wenn der Herr wie­der­kommt, und davor hat er gewarnt!
        Was nun noch ein­mal Papst Fran­zis­kus angeht: Der inter­re­li­giö­se Dia­log hat, an den objek­ti­ven Ereig­nis­sen gemes­sen, nichts gebracht als 1.) schwe­re, grau­sa­me Chri­sten­ver­fol­gung im Hoheits­ge­biet des Islams, die immer mehr auf nicht­is­la­mi­sche Län­der über­greift; 2.) einen zuneh­men­den Rela­ti­vis­mus und Syn­kre­tis­mus inner­halb der Kir­che selbst.
        Wenn man die Chri­sten auf isla­mi­schem Ter­ri­to­ri­um wirk­lich schüt­zen will, muss man anders vor­ge­hen. Mos­lems ver­ste­hen in der Poli­tik nur eine kla­re, har­te Spra­che. Jede Nach­gie­big­keit wird als Schwä­che aus­ge­legt. Der „christ­li­che“ Westen war stark genug, um mos­le­mi­sche Län­der durch diplo­ma­ti­sche, poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che Mit­tel zum Respek­tie­ren christ­li­cher Min­der­hei­ten zu brin­gen. Das ist jetzt kaputt, und die Kir­che, beson­ders unter Fran­zis­kus, hat mit dazu bei­getra­gen.
        Ihre Betrach­tungs­wei­se erscheint mir auch typisch nach­kon­zils­ka­tho­lisch. Sie recht­fer­ti­gen die Hand­lungs­wei­se von Papst Fran­zis­kus mit rein dies­sei­ti­gen poli­ti­schen Argu­men­ten. Wür­de jedoch der Papst 1,3 Mil­li­ar­den Katho­li­ken zu Gebet und Buße auf­ru­fen und mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen, Gebet aber nicht zu einem angeb­lich gemein­sa­men Allah-Juden-Chri­sten-Gott, der eine frei­mau­re­ri­sche Chi­mä­re ist, son­dern zum Gott und Vater Jesu Chri­sti im Namen Jesu Chri­sti — dann wür­de Gott auf die­ses Gebet auch hören. Ver­stö­ße gegen das erste Gebot sind ihm ein Greu­el.

  44. Gibt es einen gemä­ssig­ten Islam? Oder ist er nur gemä­ssigt, bis er mehr Macht hat? Euro­pa ver­sucht ein Expe­ri­ment mit offe­nem Aus­gang. Näm­lich,
    Moscheen in erheb­li­cher Zahl auf euro­päi­schem Boden errich­ten zu las­sen, teils sogar mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung der Kir­chen, um hier einen „libe­ra­len Islam“ zu eta­blie­ren, der dann welt­weit Fuss fas­sen soll. So in etwa, sieht der Plan aus. Ob er auf­geht, ist völ­lig offen. Die Risi­ken jeden­falls, sind unüber­schau­bar. Ob Euro­pa jemals das Zen­trum einer neu­en Islam­strö­mung wer­den kann, die ins­be­son­de­re im ara­bi­schen Raum auch nur ein Min­dest­mass an Aner­ken­nung fin­det, ist lei­der in Zwei­fel zu zie­hen. Viel­mehr wird es dort, im Her­zen des Islam ledig­lich als tak­tisch sinn­vol­le euro­päi­sche Vor­stu­fe zum „wah­ren Islam“
    ara­bi­scher Prä­gung (soweit man das sagen kann) aner­kannt wer­den.

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