Zölibat: Weiht Papst Franziskus in Mexiko verheiratete Diakone zu Priestern?

(Rom) Die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen und die Homo­se­xua­li­tät sind nur zwei Fron­ten. Hin­ter den Kulis­sen wird in der Katho­li­schen Kir­che um viel mehr gerun­gen. An der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät Gre­go­ria­na in Rom begann am heu­ti­gen Nach­mit­tag eine Tagung, deren The­ma ange­sichts der Zeit­um­stän­de beson­de­re Bri­sanz hat: „Der Prie­ster­z­ö­li­bat, ein Weg der Frei­heit“. Der Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin und der Prä­fekt der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on, Kar­di­nal Marc Ouel­let wer­den dabei Par­tei für die Ver­tei­di­gung des Prie­ster­z­ö­li­bats in der latei­ni­schen Kir­che ergrei­fen. „Doch Papst Fran­zis­kus gab den deut­schen Bischö­fen erneut zu ver­ste­hen, daß er mit die­ser ‚Tra­di­ti­on‘ bre­chen will“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster.

Bemerkenswerte Tagung mit hochkarätiger Besetzung

Allein die Durch­füh­rung der Tagung hat daher etwas Außer­ge­wöhn­li­ches an sich. In Rom reagiert man nor­ma­ler­wei­se sehr hell­hö­rig auf päpst­li­che Wün­sche, und die Signa­le von Papst Fran­zis­kus gehen schon seit eini­ger Zeit in eine ande­re Rich­tung.

Auf­fal­lend ist die hoch­ka­rä­ti­ge Beset­zung der Tagung. Die Anwe­sen­heit des Kar­di­nal­staats­se­kre­tärs und von Kar­di­nal Ouel­let läßt erken­nen, wel­che Bedeu­tung dem The­ma bei­gemes­sen wird. Ouel­lets Anwe­sen­heit zielt auf die Bischö­fe ab, da nur sie das Sakra­ment der Prie­ster­wei­he spen­den kön­nen. Ouel­let war heu­te der erste Refe­rent. Er sprach über den Zöli­bat und die ehe­ähn­li­che Ver­bin­dung zwi­schen Chri­stus dem Bräu­ti­gam und Sei­ner Braut der Kir­che.

Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Paro­lin wird am Sams­tag­vor­mit­tag als letz­ter Red­ner das Wort ergrei­fen und über den in per­so­na Chri­sti ordi­nier­ten Prie­ster spre­chen.

Der auf­fal­lend­ste Abwe­sen­de ist daher Kar­di­nal Benia­mi­no Stel­la, der Prä­fekt der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on und damit eigent­lich direkt Zustän­di­ge. Stel­la gehört zu den von Fran­zis­kus ernann­ten Dikaste­ri­en­lei­tern. Sein Feh­len in der Refe­ren­ten­li­ste kommt einer Par­tei­nah­me gleich.

Die deutschen Unruhestifter

Priestertum: ordiniert in persona Christi
Prie­ster­tum: ordi­niert in per­so­na Chri­sti

Das jüng­ste Signal von Papst Fran­zis­kus, ver­hei­ra­te­te Män­ner zur Prie­ster­wei­he zuzu­las­sen, eine alte 68er-For­de­run­gen libe­ra­ler Kir­chen­krei­se, kam erneut aus dem deut­schen Sprach­raum, dem eigent­li­chen Unru­he­herd in der Katho­li­schen Kir­che seit Papst Johan­nes XXIII. 1962 das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil eröff­ne­te.

Daß erneut „die Deut­schen“ hin­ter dem Angriff auf den Prie­ster­z­ö­li­bat ste­hen, konn­te man bereits an frü­he­ren Signa­len erken­nen. Der öster­rei­chi­sche Mis­si­ons­bi­schof und katho­li­sche Links­aus­le­ger Erwin Kräut­ler spielt dabei mit sei­ner „Ama­zo­nas-Werk­statt“ eine Rol­le an vor­der­ster Front. Obwohl Kräut­ler bereits im Juli 2015 sein 75. Lebens­jahr voll­ende­te, nahm Fran­zis­kus sein kir­chen­recht­lich vor­ge­schrie­be­nes Rück­tritts­ge­such bis­her nicht an. Er scheint noch eine Auf­ga­be zu haben.

Die „Ama­zo­nas-Werk­statt“ steht für den Ver­such, den Prie­ster­z­ö­li­bat mit der Begrün­dung eines „pasto­ra­len Not­stan­des“ aus­zu­he­beln, der durch einen aku­ten Prie­ster­man­gel ver­ur­sacht sei. Der Ama­zo­nas wur­de des­halb aus­ge­sucht, weil dort mit Kräut­ler ein dar­auf drän­gen­der Bischof regiert, die rea­le Situa­ti­on im fer­nen Ama­zo­nas ohne­hin nie­mand kennt, die­ser dafür aber umso mehr sozi­al-roman­ti­sche Asso­zia­tio­nen vom „guten Wil­den“ bis zum Schutz der Regen­wäl­der weckt.

Daß Kräut­ler bewußt die geist­li­che Dimen­si­on der Prie­ster­be­ru­fung als Gna­de zugun­sten ein­sei­ti­ger Struk­tur­re­for­men aus­blen­det, und sich in die­ser Fra­ge mehr als Ideo­lo­ge denn als Hir­te erweist, wird still­schwei­gend über­gan­gen.

Der deutsche Drang zur „Wende“ beim Zölibat

Bischof Erwin Kräutler im Amazonas
Bischof Erwin Kräut­ler im Ama­zo­nas

Die deut­schen Bischö­fe wür­den den Zöli­bat ger­ne direkt abschaf­fen, kämen mit einem sol­chen Allein­gang in der Welt­kir­che aber nicht durch, wie die jüng­ste Dop­pel-Bischofs­syn­ode gezeigt hat. Das Schis­ma wäre unaus­weich­lich. Dar­um wird der Umweg ver­sucht und die Fra­ge in einen ent­le­ge­nen Erd­win­kel ver­la­gert. Damit nimmt man sich selbst aus der Schuß­li­nie und akti­viert ein altes pro­ba­tes Mit­tel: eine extre­me und kaum über­prüf­ba­re Aus­nah­me­si­tua­ti­on wird zum Hebel gemacht.

Im Zusam­men­hang mit der „Ama­zo­nas-Werk­statt“ wird in Rom von einer „deutsch-bra­si­lia­ni­schen Ach­se“ gespro­chen, die sich bei nähe­rem Hin­se­hen jedoch als deutsch-deut­sche Ach­se erweist. An einem Ende sit­zen Bischö­fe und Theo­lo­gen aus dem deut­schen Sprach­raum, die auf die „Zöli­bats­wen­de“ drän­gen, die­se im Hin­ter­grund orga­ni­sie­ren und spon­sern. Am ande­ren Ende sitzt der Öster­rei­cher Kräut­ler. Kein Zufall. Man ver­steht sich, und damit ist nicht nur die Spra­che gemeint, son­dern vor allem das anti­rö­mi­sche deut­sche Den­ken. „Anti­rö­misch“ meint nicht den der­zei­ti­gen Papst, son­dern das Papst­tum ins­ge­samt und die katho­li­sche Leh­re. Wer dach­te, die pro­te­stan­ti­sie­rend natio­nal­kirch­lich den­ken­den Deut­schen wür­den mit Papst Fran­zis­kus zu Papi­sten wer­den, hat sich getäuscht. Die Ziel­set­zun­gen sind unver­än­dert. Mit Papst Fran­zis­kus sieht man „nur“ bes­se­re Chan­cen zur Voll­endung der vor 50 Jah­ren begon­ne­nen Koper­ni­ka­ni­schen Wen­de.

Auf Erwin Kräutler und Wunibald Müller folgte Hans-Jochen Jaschke

Weihbischof Jaschke: "Der Papst hat nicht abgewunken"
Weih­bi­schof Jasch­ke: „Der Papst hat nicht abge­wun­ken“

Nach Erwin Kräut­lers Besu­chen bei Fran­zis­kus und Wuni­bald Mül­lers Brief­wech­sel mit dem Papst ist es nun Ham­burgs Weih­bi­schof Hans-Jochen Jasch­ke, der päpst­li­che Absich­ten zum Besten gab. Jasch­ke war am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de Gast in der SWR-Talk­show Nacht­ca­fé. Dort erzähl­te er vom Ad-limi­na-Besuch der deut­schen Bischö­fe bei Papst Fran­zis­kus, der am 20. Novem­ber 2015 statt­fand. Damals hieß es, der Papst habe den deut­schen Bischö­fen „die Levi­ten gele­sen“. Bei Jasch­ke war kei­ne Rede davon. Im Gegen­teil.

Der Ad-limi­na-Besuch ver­lief ganz anders. Papst Fran­zis­kus ließ die vor­be­rei­te­te Rede nur ver­tei­len. Sie war eine ein­zi­ge Ankla­ge gegen das Ver­sa­gen der deut­schen Bischö­fe, das zu einer „Ero­si­on des katho­li­schen Glau­bens“ geführt habe. Die Rede stamm­te offen­sicht­lich nicht von Fran­zis­kus, der statt­des­sen mit den Bischö­fen ein Gespräch führ­te.

Als die Rede, offen­bar von den deut­schen Bischö­fen, auf die Mög­lich­keit gebracht wur­de, in gott­ver­las­se­nen und prie­ster­ar­men Gegen­den auf ver­hei­ra­te­te Prie­ster zurück­zu­grei­fen, beson­ders in Latein­ame­ri­ka, „hat der Papst nicht abge­wun­ken“. Es sei um „alter­na­ti­ve Model­le“ und „ande­re For­men von Prie­ster­sein und ver­hei­ra­te­te Prie­ster gegan­gen“, doch der Papst wehr­te kei­nes­wegs ab. Jasch­kes Erzäh­lung wur­de von den Medi­en der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz gleich am Mon­tag mit sicht­li­cher Genug­tu­ung ver­brei­tet.

Verheiratete Priester „weltweit akzeptabel“ machen

Jasch­ke ließ in der Sen­dung auch etwas hin­ter die Kulis­sen der Anti-Zöli­bats-Stra­te­gie blicken. Der Papst sei „kein Dik­ta­tor“, so der Weih­bi­schof, wes­halb er sol­che Neue­run­gen „welt­weit akzep­ta­bel“ machen müs­se. Dar­an hakt die Sache noch. In der Welt­kir­che gibt es kei­ne Akzep­tanz für die Abschaf­fung des Prie­ster­z­ö­li­bats, daher müs­se sie eben geschaf­fen wer­den.

Daß Jasch­ke bei der­sel­ben Gele­gen­heit auch für einen „unver­krampf­ten“ Umgang mit der Homo­se­xua­li­tät warb, paßt ins Bild vom pre­kä­ren Zustand der deut­schen Kir­che. Der SWR hat­te neben dem Ham­bur­ger Weih­bi­schof auch den sus­pen­dier­ten pol­ni­schen Prie­ster Krzy­sz­tof Cha­ram­sa ein­ge­la­den, der sich am Tag vor der Bischofs­syn­ode 2015 als homo­se­xu­ell „geoutet“ hat­te. Der Pole genießt seit­her die Medi­en-Auf­merk­sam­keit und zeig­te sich ganz und gar nicht ein­sich­tig.

Hauruckaktion: Weiht Franziskus in Mexiko verheiratete Diakone zu Priestern?

„Unter den deut­schen Bischö­fen geht das Gerücht um, daß Fran­zis­kus bei sei­nem Mexi­ko-Besuch Mit­te Febru­ar die Absicht habe, eini­ge ver­hei­ra­te­te Dia­ko­ne der Chia­pas-Diö­ze­se San Cri­sto­bal de Las Casas zu Prie­ster zu wei­hen“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster.

Eine Hau­ruck­ak­ti­on des Pap­stes, um die Abschaf­fung des Prie­ster­z­ö­li­bats „welt­weit akzep­ta­bel“ zu machen? Der Bischof der Chia­pas-Diö­ze­se, Msgr. Feli­pe Arzmen­di Esqui­vel, demen­tier­te jedoch alle Gerüch­te in die­se Rich­tung. Die Anek­do­te bie­tet jedoch einen Ein­blick in die unge­dul­di­ge Erwar­tungs­hal­tung an der Spit­ze der deut­schen Kir­che.

Auch der päpst­li­che Zere­mo­ni­en­mei­ster, Msgr. Gui­do Mari­ni, ver­si­cher­te San­dro Magi­ster, daß der Papst beim Mexi­ko-Besuch „in kei­ner Mes­se Prie­ster­wei­hen durch­füh­ren wird“.

Kardinal Marx: „Papst versicherte, vom Redetext nichts gewußt zu haben“

Kar­di­nal Rein­hard Marx, Mün­chens Erz­bi­schof, Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz und Mit­glied des C9-Kar­di­nal­s­rats zur Bera­tung des Pap­stes, woll­te von Fran­zis­kus wis­sen, was es mit dem beim Ad-limi­na-Besuch ver­teil­ten Text auf sich habe. Der Papst habe ihm ver­si­chert, nichts von dem Text gewußt und ihn auch nicht gele­sen zu haben. Zumin­dest Letz­te­res scheint zwei­fel­haft, da er kur­zer­hand auf den Vor­trag ver­zich­te­te.

„In der Tat fin­det sich im Text weder eine Spur von Ber­go­gli­os Stil noch sei­ne Sym­pa­thie für die deut­schen Bischö­fe. Der Text scheint, als wäre er der Feder von Papst Bene­dikt XVI. ent­flos­sen, als eine Fort­set­zung sei­ner Rede für die Ent­welt­li­chung der Kir­che, die er am 25. Sep­tem­ber 2011 in Frei­burg im Breis­gau gehal­ten hat­te“, so Magi­ster.

Der Ver­dacht fällt daher direkt auf Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, den Prä­fek­ten der römi­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, wie Bene­dikt XVI. ein aus­ge­zeich­ne­ter Ken­ner der deut­schen Situa­ti­on. Die deut­schen Bischö­fe, allen vor­an Kar­di­nal Marx, sehen in Kar­di­nal Mül­ler ihren gro­ßen Gegen­spie­ler, den sie in sei­ner Funk­ti­on als Glau­bens­wäch­ter gera­de­zu demon­stra­tiv igno­rie­ren.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Arautos/MiL/Settimo Cie­lo

22 Kommentare

  1. Es ist schon bemer­kens­wert, mit wel­cher Chuz­pe die deut­schen Bischö­fe auf­tre­ten, deren eif­rig­ste Prot­ago­ni­sten Scher­ben­hau­fen in ihren Diö­ze­sen ange­rich­tet haben. Wäh­rend ein Prie­ster­se­mi­nar nach dem ande­ren geschlos­sen wird (zuletzt Trier), weil die Bischö­fe nicht mehr den Glau­ben ver­kün­di­gen, son­dern in sozia­len The­men die Grü­nen links über­ho­len wol­len, stel­len sie in Rom auch noch zer­stö­re­ri­sche und schis­ma­ti­sche For­de­run­gen. Wür­de ein Auto­ma­na­ger sol­che Ergeb­nis­se lie­fern, wür­de er schlicht­weg gefeu­ert. Im deut­schen Epi­sko­pat scheint man ‑um im Ver­gleich zu blei­ben — eher damit zu hadern, Autos ver­kau­fen zu müs­sen. Aus­nah­men gibt´s natürlich,aber ihre Stim­me wird immer mehr über­tönt.

  2. Die deut­sche Bischofs­kon­fe­renz besteht prak­tisch aus­schließ­lich aus Witz­fi­gu­ren. Was für ein lächer­li­cher Dün­kel bei die­sen Her­ren, die einen glau­bens­lo­sen Plei­te­ver­ein ver­wal­ten — und mei­nen, die­ser sei „das“ Zukunfts­mo­dell…

    Ach ja, man ist „für die Armen“, für „Lebens­wirk­lich­kei­ten“, für „Unver­krampft­heit“… Letz­te­res konn­te man gut anläß­lich der Mani­pu­la­ti­ons-Syn­ode in Rom beob­ach­ten, als Herr Marx in einer soeben für 7,9 Mil­lio­nen Euro erwor­be­nen Vil­la ganz unver­krampft zu Luxus-Essen lud, wäh­rend afri­ka­ni­sche Katho­li­ken ( die lt. Marx‘ Pro­pa­gan­da- Sei­te „katholisch.de“ größ­ten­teils min­der­be­mit­tel­te Naiv­lin­ge sind) von den moham­menda­ni­schen Mas­sen­mör­dern hin­ge­schla­chet wur­den. Auch eine „Lebens­wirk­lich­keit“…

    Nun, es wird mit den deut­schen Bischofs­epi­gön­chen und ihren diver­sen Büt­teln und Spei­chel­leckern gehen wie mit Hon­ecker: „Die Mäu­er stäht noch in hün­dert Joh­ren.“ — Denk­ste!

    • Heu­te erschien die Mel­dung, Marx habe geäu­ßert, daß er sich nun doch „kei­ne ein­schnei­den­den Ände­run­gen“ im Hin­blick auf die bei der Syn­oden-Komö­die behan­del­ten The­men erwar­te. Das wich­tig­ste sei, daß man „über­haupt dar­über gespro­chen“ habe. Und: Man kön­ne nicht erwar­ten, daß die Welt­kir­che über­neh­me, „was wir hier in Deutsch­land rich­tig fin­den“.

      Das­sel­be kann man auch noch kür­zer sagen: „Außer Spe­sen nichts gewe­sen.“
      Vom Glas, das im Okto­ber 2014 noch „halb voll“ war, bemerkt Marx anschei­nend nun, daß es nie­mals exi­stiert hat — was weder sein noch Ber­go­gli­os Ver­dienst ist. Es las­sen sich nun ein­mal ‑sogar beim jet­zi­gen Zustand des Welt­epi­sko­pa­tes- nicht alle Bischö­fe von teu­to­ni­schen Bru­tal-Manö­vern oder argen­ti­ni­schen Über­töl­pe­lungs­ver­su­chen beein­drucken.

      Wenn Ber­go­glio jetzt nicht die Drei­stig­keit besitzt, den alten, ekel­er­re­gen­den Kas­per-Brei auf eige­ne Faust durch­drücken zu wol­len, dann mag der Lügen-Kas­per sich end­lich nach einem Platz in einem net­ten Senio­ren­heim für aus­ge­dien­te häre­ti­sche Pro­fes­so­ren umtun. Viel­leicht hat er aber dort das Pech, das er auf afri­ka­ni­sches Pfle­ge­per­so­nal ange­wie­sen ist…

  3. Auch F1 kennt sicher die Offen­ba­rung des Herrn an Bir­git­ta bzgl einer Auf­he­bung des Zöli­bat. Oder?

    „Auch dies sollst du wis­sen, dass ein Papst, der den Prie­stern die Erlaub­nis geben wür­de, eine fleisch­li­che Ehe ein­zu­ge­hen, von Gott durch einen sol­chen Rich­ter­spruch geist­li­cher Wei­se ver­wor­fen wür­de wie jener Mensch, der sich so schwer ver­gan­gen hat, dass man ihm nach der Gerech­tig­keit des Rech­tes leib­li­cher Wei­se die Augen aus­stach, die Zun­ge samt den Lip­pen und die Nase samt den Ohren abschnitt, ihm auch die Hän­de und Füße abschlug und alles Blut sei­nes Lei­bes ganz und gar ver­goss und zur Erstar­rung brach­te und außer­dem dann sei­nen blut­lee­ren Leib den Hun­den und ande­ren wil­den Tie­ren zum Fraß vor­warf.“
    (in: Fer­di­nand Hol­böck: Got­tes Nord­licht – Die hl. Bir­git­ta von Schwe­den und ihre Offen­ba­run­gen. Chri­stia­na Ver­lag Stein am Rhein, 1998, S. 317)

    • Ich ver­ste­he nicht, war­um allen Päp­sten der letz­ten Jahr­hun­der­te nicht schon in „geist­li­cher Wei­se“ die Zun­ge samt Lip­pen, die Nase und die Ohren, die Hän­de und die Füße etc. abge­schla­gen wur­den. Gibt es doch für die Prie­ster der katho­li­schen Ost­kir­chen die Erlaub­nis, eine „fleisch­li­che“ Ehe zu füh­ren.
      Was übri­gens von den Visio­nen der Hl. Bir­git­ta von Schwe­den zu hal­ten ist, hat der Vati­kan bereits im Jahr 1954 fest­ge­stellt. Vie­le ihrer Ver­hei­ßun­gen sind erst spä­ter ent­stan­den und die Orts­bi­schofe wur­den ange­wie­sen, die Ver­brei­tung nicht zu gestat­ten. Dass es auf die­ser Web­site immer wie­der Leu­te gibt, die auf sol­che Tex­te wie den obi­gen abfah­ren, ist schon bezeich­nend.

      • Dem Vati­kan hat schon recht oft etwas nicht gepasst, was Hei­li­ge zu Leb­zei­ten in Offen­ba­run­gen oder Bot­schaf­ten emp­fan­gen haben.

        Es ist, wie so oft, der Stolz, der sich auf­lehnt, und der Neid, dass unser Herr klei­ne, demü­ti­ge, vor der Welt unbe­deu­ten­de Werk­zeu­ge erwählt und bevor­zugt, um Sein Sprach­rohr zu sein.

        Wenn es also Tei­len des Vati­kans nicht passt (das gilt beson­ders ab 1950), dann kann das auch indi­rekt eine „Bestä­ti­gung“ für die Echt­heit sein.

    • @anjali jain
      Wie­so pro­te­stan­tisch wer­den, sie alle sind es doch laengst.
      Kei­ne Rede davon, das evan­ge­li­sche Pasto­ren die Berufs­grup­pe sind, die die hoech­ste Schei­dungs­ra­te auf­wei­sen, auch nicht erwa­ehnt, das bei den Pro­te­stan­ten durch die „fabel­haf­ten“ Verha­elt­nis­se die Aus­tritts­wel­le hoeher als bei dem ande­ren Kir­chen­steu­er­ver­ein ist, nein alles nicht wich­tig, zum Schreckenskon­zil kam in Deutsch­land noch die Koenig­stei­ner Erklae­rung dazu, die uns hier qua­si-pro­te­stan­tisch hat wer­den las­sen, nein der Zug hier ist sowas von abge­fah­ren, es sind sozu­sa­gen Bahn­hof und Glei­se auch schon abmon­tiert wor­den.
      Der unver­ku­er­zte Glau­ben ist wirk­lich nur noch in den jewei­li­gen Bru­der­schaf­ten anzu­tref­fen, die sich auch der ueber­lie­fer­ten Mes­se ver­pflich­tet fueh­len.
      Aber viel­leicht hat die Abschaf­fung des Zoe­li­bats auch den Grund, weil Franz auch nicht mehr solo ist und uns bald eine schicke, moder­ne Frau Ber­go­glio prae­sen­tie­ren wird,
      Natu­er­lich barm­her­zig, dia­log­ge­sta­ehlt, umwelt­freund­lich, kurz wie es allen passt, nicht lachen bei Franz dem Aus­hilfs­papst wun­dert mich nichts mehr.

  4. Das Wei­he­prie­ster­tum war eines der ersten The­men, dass nach dem Kon­zil kon­tro-
    vers dis­ku­tiert und ange­gan­gen wur­de. Und es waren auch damals die deut­schen
    Bischö­fe die in der Mehr­zahl, laut­stark die Abschaf­fung for­der­ten. Aber bei den
    dama­li­gen Päp­sten stie­ßen sie auf tau­be Ohren, denn der Glau­be war noch nicht
    ver­blasst. Gestützt von den erstar­ken­den Lai­en­gre­mi­en, wur­den die­se The­men am
    köcheln gehal­ten. Nicht nur Zöli­bat, son­dern auch die Sakra­men­te und Dog­men
    wur­den dis­ku­tiert. In die­sem Kli­ma wur­de die Öku­me­ne inten­si­viert und manch­mal
    auch über­trie­ben. Beson­ders tat sich die Rhei­ni­sche Alli­anz unter Kar­di­nal Leh-
    mann her­vor mit der König­stei­ner Erklä­rung und damit Par­tei­nah­me für den Bera-
    tungs­schein, der not­wen­dig für eine Abtrei­bung war. Übri­gens Kar­di­nal Leh­mann
    zieht bis heu­te die unge­hor­sa­men Fäden, die auch zur Wahl von Fran­zis­kus bei-
    tru­gen. Die Wei­he von ver­hei­ra­te­ten Dia­ko­nen ist eine Vor­stu­fe zum Ver­zicht
    auf das Zöli­bat. Zuerst wie immer, als Aus­nah­me die dann zur Regel wird. Die-
    ser Gedan­ke scheint bei Fran­zis­kus zu rei­fen. Das wäre ein wei­te­res Auf­ge­ben
    der katho­li­schen Iden­ti­tät. Auch wenn das Zöli­bat kein Dog­ma ist, ist es ein
    Zei­chen des Glau­bens und der Chri­stus­nach­fol­ge.

    • Das Man­tra, dass das Zöli­bat kein Dog­ma sei, ist kein Argu­ment. Bis 1958 war auch der Glau­be an Mari­ens Auf­nah­me in den Him­mel kein Dog­ma. Aber der Glau­be dar­an war im Leben der Kir­che immer ver­an­kert, eben­so wie das Zöli­bat in Ver­bin­dung mit dem sakra­men­ta­len Prie­ster­tum von Anfang an Pra­xis der latei­ni­schen (und auch ori­en­ta­li­schen!) Kir­che war, weil es der Leh­re und dem Bei­spiel Jesu Chri­sti ent­sprach. Die­se Pra­xis wur­de von den Ori­en­ta­len und eini­gen Teil­kir­chen fre­vel­haf­ter­wei­se auf­ge­ge­ben. Das aber kommt für die wah­re Kir­che Jesu Chri­sti, die in der römisch-katho­li­schen Kir­che sub­si­stiert, nie­mals in Fra­ge! Wür­de sie es den­noch tun, wäre ihre Glaub­wür­dig­keit und jeg­li­che Auto­ri­tät dahin, denn sie oute­te sich als eine Insti­tu­ti­on, deren Leh­re und Pra­xis auf dem Treib­sand des Zeit­ge­schmacks gebaut ist, die dem­zu­fol­ge heu­te so und mor­gen anders quatscht. Die Kir­che muss in die­ser Fra­ge abschlie­ßend han­deln. Sie hat die Wahl: ent­we­der sie stellt fest, dass das Zöli­bat defi­ni­tiv zum Wesen des sakra­men­ta­len Prie­ster­tums gehört. Dann bleibt sie sich treu. Oder sie gibt den Zöli­bat auf, dann wird sie zwar vom Zeit­geist gelobt, aber der inne­re Ero­si­ons­pro­zess wird for­ciert, an des­sen Ende die Beu­deu­tungs­lo­sig­keit und Auf­lö­sung als Kir­che steht. Des­halb arbei­tet jeder, der für die Abschaffung/Aufweichung des Zöli­bats ein­tritt, bewusst oder unbe­wusst, an der Zer­stö­rung der katho­li­schen Kir­che.

      • Kor­rek­tur:
        „Wür­de sie es den­noch tun, wären ihre Glaub­wür­dig­keit und jeg­li­che Auto­ri­tät dahin, denn sie oute­te sich als eine Insti­tu­ti­on, deren Leh­re und Pra­xis auf dem Treib­sand des Zeit­ge­schmacks gebaut sind, die dem­zu­fol­ge heu­te so und mor­gen anders quatscht.“

      • Die Ein­füh­rung des ver­pflich­ten­den Zöli­ba­tes war dann wohl auch auf den Treib­sand des Zeit­gei­stes gebaut. Schließ­lich gab es über 1000 Jah­re ver­hei­ra­te­te Prie­ster.
        Lie­be Leu­te, eine Zöli­bats­ver­pflich­tung ist biblisch nicht begründ­bar und nie­mand will eine Ver­pflich­tung zur Hei­rat für Geist­li­che ein­füh­ren.
        Aller­dings hal­te ich es für unmög­lich, Men­schen zur Keusch­heit zu ver­pflich­ten, die neben ihren prie­ster­li­chen Auf­ga­ben ihr Mensch­sein leben wol­len. Die Fol­gen die­ser ver­que­ren Per­so­nal­po­li­tik sind Heim­lich­kei­ten und Prie­ster­kin­der, die ihren Vater nicht ken­nen bzw. sich nicht zu ihm beken­nen kön­nen.
        Man kom­me mir jetzt nicht mit dem Argu­ment, das hät­ten die Prie­ster­amt­skan­di­da­ten ja alles vor­her gewußt usw.
        Nein, lie­be Mit­fo­ri­sten. Der Zöli­bat ist Unsinn. Sei­ne Abschaf­fung hat abso­lut nichts mit Glau­bens­ver­lust zu tun.

      • „Die Ein­füh­rung des ver­pflich­ten­den Zöli­ba­tes war dann wohl auch auf den Treib­sand des Zeit­gei­stes gebaut. Schließ­lich gab es über 1000 Jah­re ver­hei­ra­te­te Prie­ster.“

        Wer­ter alfred­pri­vat, Ihr Argu­ment zieht nicht, und das aus zwei Grün­den:

        1.) Gab es sehr wohl von Anfang an den Kle­ri­ker­zö­li­bat, denn er geht direkt auf Jesu Wei­sung und Bei­spiel zurück. Sit­zen Sie bit­te nicht inter­es­se­ge­lei­te­ten Behaup­tun­gen auf, son­dern neh­men Sie die jün­ge­ren For­schungs­er­geb­nis­se zur Kennt­nis.

        2.) Wird Ihr theo­lo­gi­scher Archäo­lo­gis­mus, der sich der roma­ti­schen Vor­stel­lung hin­gibt, nur in der Urge­mein­de sei das gol­de­ne Zeit­al­ter echt jesua­ni­scher Kir­che zu fin­den und alle Ent­wick­lung seit Kon­stan­tin sei a prio­ri ein Irr­weg, den es zu ver­las­sen gel­te, so wie es von Vul­gär­in­ter­pre­ten des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils, etwa dem berüch­tig­ten Mario von Gal­li und sei­nen Neo­je­sui­ten, unters Volk gestreut wur­de und wird(!), der Lebens­wirk­lich­keit Kir­che nicht gerecht. Die­se ist näm­lich ein Orga­nis­mus und hat sich unter Füh­rung des Hei­li­gen Gei­stes vom klei­nen Senf­korn zu einem welt­um­span­nen­den Baum ent­wickelt. An die­sem Baum mag es hier und da Wild­wuchs geben, den man zurück­schnei­den muss (wah­re Reform­päp­ste wie Gre­gor der Gro­ße oder Pius X. haben das auch immer getan), nie­mals aber kann dies hei­ßen, alles Gewach­se­ne bis zu sei­nem Stumpf abzu­sä­gen, um dar­auf einen neu­en Reis zu pfrop­fen. Das hie­ße näm­lich, der Kir­che ihre Iden­ti­tät zu rau­ben, sie bis zur Unkennt­lich­keit zu defor­mie­ren. Das heißt ganz kon­kret: es war ein Wahn­sinn zu mei­nen, man kön­ne der Kir­che ohne Iden­ti­täts­ver­lust (in die­sem spe­zi­el­len Fal­le gleich­be­deu­tend mit Glau­bens­ver­lust!) ein­fach eine neue Lit­ur­gie auf­pfrop­fen, es ist ein Wahn­sinn zu mei­nen, man kön­ne einem hier­achisch-zen­tra­li­stisch gewach­se­nen und ver­fass­ten Orga­nis­mus syn­odal-dezen­tra­li­sti­sche Struk­tu­ren ver­pas­sen, ohne ihn der inne­ren Auf­lö­sung anheim­zu­stel­len, es ist eben­so ein Wahn­sinn zu mei­nen, man kön­ne den seit jeher auf Jesu Wort und Bei­spiel zurück­ge­führ­ten und als Beru­fungs­kri­te­ri­um auf­ge­fass­ten Zöli­bat vom sakra­men­ta­len Prie­ster­tum lösen, ohne schwer­ste Ver­wer­fun­gen im gesam­ten Lehr­ge­bäu­de und im Selbst­ver­ständ­nis der Kir­che anzu­rich­ten. Die­ser sinn­lo­se, roma­tisch-ver­klär­te, von der histo­risch-kri­ti­schen Exege­se und also vom Pro­te­stan­tis­mus her­vor­ge­ru­fe­ne Reform-Archä­lo­gis­mus, der mit dem Zwei­ten Vati­ca­num bis ins Lehr­amt der Kir­che vor­ge­drun­gen ist, muss end­lich abge­schüt­telt und wie­der einer rea­li­stisch-katho­li­schen Sicht auf Kir­che Platz machen, deren Fun­da­men­te Schrift UND Tra­di­ti­on (im Sin­ne von Gewach­se­nem) sind (ja, eigent­lich NUR Tra­di­ti­on, denn die Schrift selbst ist Tra­di­ti­ons­gut *lol*).

        „Aller­dings hal­te ich es für unmög­lich, Men­schen zur Keusch­heit zu ver­pflich­ten, die neben ihren prie­ster­li­chen Auf­ga­ben ihr Mensch­sein leben wol­len.“

        Hal­lo!? Sakra­men­ta­les Prie­ster­tum ist eine beson­de­re Form geleb­ten Mensch­seins! Des­halb kann auch nicht jeder Prie­ster wer­den, der das aus irgend­wel­chen Grün­den für sich als chic emp­fin­det. Prie­ster wird man nicht aus eige­nem Wil­len, auch bestimmt die Kir­che im Grun­de nicht, wer geeig­net ist oder nicht, son­dern Gott beruft, die Kir­che stellt ledig­lich die Beru­fung fest. Eines der wesent­lich­sten Kri­te­ri­en für eine Beru­fung durch Gott sind eben nicht stahlend wei­sse Zäh­ne oder das Cha­ris­ma eines Hans Dampf in allen Gas­sen (wie sich das man­cher Bischof wünscht), son­dern es war und ist die Befä­hi­gung zum Zöli­bat. So hat es die Kir­che immer ver­stan­den. Ein Abwei­chen davon ver­rät nur, wie sehr die nach­kon­zi­lia­re Kir­che als auf­ge­pfropf­tes Etwas bereits sich selbst ent­frem­det ist. Ihre jun­gen Trie­be ragen nicht mehr, unan­hän­gig vom stin­ken­den Atem der Zeit, in den Him­mel, son­dern das, was sich am auf­ge­prof­ten Reis noch an (Glaubens)Leben regt, passt sich der ver­gif­te­ten Umwelt an, weil das schwa­che Gebil­de meint, in der Anpas­sung den ein­zi­gen Weg zum Über­le­ben zu haben. Schau­der­haft! Den­noch gilt für alle Zeit: Gott beruft zum zöli­ba­tä­ren Prie­ster­amt bzw. Orden­stand und schenkt dazu die Beru­fungs­gna­de. Wer es fas­sen kann, (nur) der fas­se es! Wer sei­ner Beru­fungs­gna­de auf dem lan­gen Weg des Lebens nicht ent­spricht, der muss dies im forum inter­num mit Gott und er Kir­che aus­ma­chen und not­falls die Kon­se­quen­zen zie­hen. Alles ande­re ist deka­dent und inak­zep­ta­bel!

  5. Die deut­schen Bischö­fe ver­schaf­fen sich eine inter­na­tio­na­le Repu­ta­ti­on auf­grund der gro­ßen Spendenaktionen,wie Adve­ni­at, Mise­re­or und den Stern­sin­gern. Sie kön­nen dann das Geld nach Ihrem Wohl­ge­fal­len ver­tei­len und haben des­we­gen inter­na­tio­nal Anse­hen und Ein­fluss, der ihnen theo­lo­gisch nie zukom­mem wür­de. Übri­gens vor der Wahl des argen­ti­ni­schen Pap­ste wur­de immer wie­der für Spen­den für die latein­ame­ri­ka­ni­sche Kir­che gewor­ben. Die letz­te Mise­rior­kol­lek­te jedoch galt der phil­ip­pi­ni­schen Insel Mind­anao. Über die Geld­ver­tei­lung wird „Kir­chen­po­li­tik“ gemacht, so treckig das Geschäft auch sein mag. Auch die Auf­lö­sung des Zöli­ba­tes gehört zu den lan­ge ange­streb­ten Zie­len. Ich habe den Ein­druck, dass die Vor­män­ner die­ser Her­ren und Ver­tei­ler der gespen­de­ten Gel­der alles poli­tisch im Auge haben, außer dem See­len­heil der ihnen anver­trau­ten Scha­fe. Wie per­vers die Situa­ti­on ist, sehen Sie z.Zt. in Trier: die Syn­ode ver­kün­det ein Prie­ster­bild, das den Prie­ster­aspi­ran­ten jeg­li­ches
    Inter­ses­se am Prie­ster­be­ruf neh­men muss, das Semi­nar wird aus Kosten­grün­den geschlos­sen, die letz­ten fünf Semi­na­ri­sten wer­den nach Frank­furt St. Geor­gen geschickt, aber am 21. Febru­ar wird im Bis­tum wei­ter eine vor­ge­schrie­be­ne Kol­lek­te für das Prie­ster­se­mi­nar abge­hal­ten. „Pecu­nia non olet“

    • Des­halb spen­de ich schon lan­ge kei­nen Cent mehr für die­se theo­lo­gi­schen Erpres­ser­or­ga­ni­sa­tio­nen! Wie die deut­sche Kir­che wirk­lich über die­se Gläu­bi­gen denkt, offen­bar­te ja jüngst unser offen­sicht­lich gei­stig nicht mehr ganz so zurech­nungs­fä­hi­ger Ober­k­as­per anläss­lich der Fami­li­en­syn­ode.

  6. Gestat­ten Sie einen Nach­satz zu mei­ner Zuschrift: dass Bischö­fe eine vor­ge­schrie­be­ne Kol­lek­te für ein längst beer­dig­tes Pro­ject durch­füh­ren las­sen und Geld kas­sie­ren für eine Prie­ster­aus­bil­dung, die sie nach Sach­la­ge gar nicht mehr durch­füh­ren wol­len, zeigt dass jeg­li­ches Gefühl für eine Scham­gren­ze in wei­ten Berei­chen der kirch­li­chen Admi­ni­stra­ti­on fehlt.

  7. katholisches.info liest offen­bar kei­ne vati­ka­ni­schen Pres­se­mel­dun­gen. Papst Fran­zis­kus hat den Rück­tritt von Bischof Erwin Kräut­ler letz­tes Jahr ange­nom­men, der neue Bischof heißt João Muniz Alves OFM.

  8. War­um müs­sen der „Papst“ und die ihm höri­gen Theologen,Kardinäle,Bische ‚ect,immer so doof auf den Fotos grin­sen? Hal­ten die uns denn für so däm­lich und blöd?Puuh!

  9. @hicesthodie
    Lie­ber Mit­fo­rist. Ihre Posi­ti­on in allen Ehren und wenn Sie über die Ein­füh­rung des Zöli­ba­tes bes­ser Bescheid wis­sen, neh­me ich das an. Schließ­lich bin ich weder Theo­lo­ge, noch Histo­ri­ker.
    Aller­dings hän­gen Sie die Rol­le der geist­li­chen Mit­ar­bei­ter unse­rer Kir­che ein­deu­tig zu hoch. Sie sind im Nor­mal­fall kei­ne hal­ben Hei­li­gen, son­dern ein­fa­che Mit­ar­bei­ter im Wein­berg des Herrn. Sie und ich ken­nen genug Geist­li­che um beur­tei­len zu kön­nen, dass die Qua­li­tät ihrer Arbeit höchst unter­schied­lich ist. Bekannt­lich weht der Geist, wo er will und nicht immer über den Pre­dig­ten. Ich will wirk­lich nicht den Prie­ster­stand pau­schal ver­ur­tei­len, auch ein­zel­ne Prie­ster nicht. Mir geht es dar­um, die­se Leu­te nicht auf ein Podest zu stel­len. Die erhöh­te Posti­ti­on kön­nen aber vie­le nicht aus­fül­len.
    Dass sakra­men­ta­les Prie­ster­tum eine beson­de­re Form geleb­ten Mensch­seins ist, mag ja sein. Mir erschließt sich aber nicht, war­um dazu der Zöli­bat gehö­ren soll. Im Zöli­bat begibt sich doch der Prie­ster einer der wich­tig­sten Facet­ten des Mensch­seins. Ihr Argu­ment dazu stützt sich ledig­lich auf die Tra­di­ti­on.
    Wenn die Kir­che die Beru­fung und damit die Fähig­keit zum Zöli­bat prüft, scheint die­se Prü­fung doch sehr lücken­haft zu sein. Jeder von uns kennt hin­rei­chend Pfar­rer, die mit Män­nern oder Frau­en liiert sind. Zur Zeit wer­den die Miß­bräu­che auf­ge­klärt.
    Sie ver­su­chen die­sen Sach­ver­halt auf Fehl­ent­wick­lun­gen nach dem Kon­zil zu erklä­ren. Die­se Erklä­rung trifft nicht zu, weil es liier­te Prie­ster, Prie­ster­kin­der und lei­der auch Miß­bräu­che zu allen Zei­ten gege­ben hat (vgl. dazu Hein­rich Böll, Ansich­ten eines Clowns aus den fünf­zi­ger Jah­ren).
    Nein, lie­ber hicest­ho­die. Das alles sind kei­ne Fehl­ent­wick­lun­gen durch das Kon­zil, son­dern wir haben es mit einem Feh­ler des Systems zu tun.

    Erlau­ben Sie mir bit­te noch einen Nach­satz. Wer durch eine Ände­rung die­ses Feh­lers sei­nen Glau­ben ver­liert, wie Sie andeu­ten, setzt die fal­schen Schwer­punk­te. Soll­te nicht das Zen­trum unse­res Glau­bens Jesus Chri­stus und des­sen Rede sein? Sei­ne Ehe­lo­sig­keit fin­de ich übri­gens in kei­nem Evan­ge­li­um.

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