Neue Sozialenzyklika von Papst Franziskus: Wird Centesimus Annus von Johannes Paul II. korrigiert?

(Rom) Berei­tet Papst Fran­zis­kus eine Sozial­en­zy­kli­ka über die sozia­le und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung vor? Dies sag­te jeden­falls Ecua­dors Staats­prä­si­dent Rafa­el Cor­rea, der die Nach­richt in sei­ner gewohn­ten Begeg­nung mit den Bür­gern Enlace Ciu­da­da­no erwähn­te, die auch im Fern­se­hen über­tra­gen wird. Gleich­zei­tig kri­ti­sier­te Cor­rea die Enzy­kli­ka Cen­te­si­mus Annus von Papst Johan­nes Paul II., die er als „eine Enzy­kli­ka“ bezeich­ne­te, „die den Neo­li­be­ra­lis­mus ver­tritt“.

Johan­nes Paul II. hat­te sie, daher auch der Name, ein Jahr­hun­dert nach der Enzy­kli­ka Rer­um novar­um ver­öf­fent­licht, mit der sie katho­li­sche Sozi­al­leh­re begrün­det wur­de. Anlaß für die Enzy­kli­ka war der Zusam­men­bruch des kom­mu­ni­sti­schen Ost­blocks. Die Enzy­kli­ka erkennt die freie, wenn auch sozi­al geord­ne­te Markt­wirt­schaft an, was viel­fach als Kurs­än­de­rung in der katho­li­schen Sozi­al­leh­re gese­hen wur­de.

Staats­prä­si­dent Rafa­el Cor­rea sag­te nun:

„Vor­erst haben wir eine Anfra­ge aus dem Vati­kan für den kom­men­den April, da es scheint, daß Sei­ne Hei­lig­keit, Papst Fran­zis­kus, eine Enzy­kli­ka über die Ent­wick­lung vor­be­rei­tet zum 25. Jah­res­tag von Cen­te­si­mus Annus von Johan­nes Paul II., die ihrer­seits an ein Jahr­hun­dert Rer­um Novar­um von Leo XIII. erin­ner­te, mit der die Sozi­al­leh­re der Kir­che begon­nen hat. Das gefällt den Hier­ar­chen der Kir­che nicht, aber wir konn­ten bei ver­schie­de­nen Tagun­gen Kri­tik an ihren Fun­da­men­ten anbrin­gen.
Rer­um Novar­um von 1891 klag­te den Miß­brauch durch den zügel­lo­sen Kapi­ta­lis­mus an, aller­dings den Miß­brauch der ein Jahr­hun­dert zuvor begon­nen hat­te. Die Kir­che ließ sich lan­ge Zeit, um das anzu­kla­gen. Klar, Rer­um Novar­um von Leo XIII. ist wich­tig: die Ankla­ge gegen den wil­den Kapi­ta­lis­mus, der Miß­brauch des Kapi­tals, die Rech­te der Arbei­ter… wir müs­sen aber ein Jahr­hun­dert wei­ter­ge­hen, die hun­dert Jah­re bis zu Cen­te­si­mus Annus von Johan­nes Paul II. Das ist eine Enzy­kli­ka, die den Neo­li­be­ra­lis­mus för­dert, die der Befrei­ungs­theo­lo­gie den letz­ten Schlag ver­setz­te, die eine der gro­ßen Hoff­nun­gen Latein­ame­ri­kas war: die Ankla­ge gegen soviel Unge­rech­tig­keit, die Errich­tung des Rei­ches Got­tes im Him­mel… par­don!… das Reich des Him­mels errich­tet auf der Erde.“

Papst Franziskus mit Correa in Ecuador
Papst Fran­zis­kus mit Prä­si­dent Cor­rea in Ecua­dor (Juli 2015)

Mit der Enzy­kli­ka von Papst Johan­nes Paul II. sei die Rol­le des Staa­tes zurück­ge­drängt wor­den, wäh­rend die Unter­neh­men die erste Rol­le spie­len wür­den.

„Nun scheint es, daß der Papst eine Enzy­kli­ka über die Ent­wick­lung vor­be­rei­tet zum 25. Jah­res­tag der Enzy­kli­ka von Johan­nes Paul II. Im ver­gan­ge­nen April hat uns unser guter Freund Mar­ce­lo San­chez Soron­do, der Direk­tor der Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten des Vati­kans, den wir sehr schät­zen, ein­ge­la­den – als ein­zi­ges Staats­ober­haupt – als die Enzy­kli­ka Lau­da­to Si vor­be­rei­tet wur­de, die erste öko­lo­gi­sche Enzy­kli­ka der Kir­chen­ge­schich­te. Und er hat erneut ange­fragt für April. Wir wer­den sehen, ob die Ein­la­dung for­ma­li­siert wird und für die­sen Fall ger­ne anwe­send sein, soweit es die Situa­ti­on im Land und die Wirt­schafts­pro­ble­me erlau­ben. Natür­lich wäre es eine Freu­de und eine Ehre, dem Vati­kan zur Sei­te zu ste­hen und unse­ren beschei­de­nen Bei­trag zu lei­sten, wenn der Papst eine neue Enzy­kli­ka über die Ent­wick­lung vor­be­rei­tet.“

Rafa­el Cor­rea Del­ga­do ist seit 2007 Staats­ober­haupt von Ecua­dor. Er gilt als Links­po­pu­list und Ver­tre­ter eines „Sozia­lis­mus des 21. Jahr­hun­derts“ mit reli­gi­ös befrei­ungs­theo­lo­gi­schem Ein­schlag. Sein Groß­va­ter Simon Del­ga­do war ein Groß­nef­fe des Libe­ra­len und Frei­mau­rers Eloy Alfa­ro Del­ga­do, der von 1896–1901 und von 1906–1911 Staats­prä­si­dent von Ecua­dor war. Cor­re­as poli­ti­sche Bewe­gung Movi­mi­en­to Pais beruft sich aus­drück­lich auf Alfa­ro, der den katho­li­schen Staats­prä­si­den­ten Gabri­el Garcà­a More­no (1876 ermor­det), aller­dings danach auch meh­re­re libe­ra­le Nach­fol­ge­re­gie­run­gen bekämpft hat­te. 1912 wur­de Alfa­ro bei Macht­kämp­fen radi­kal­li­be­ra­ler Frak­tio­nen ermor­det.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: vatican.va/Epn (Screen­shot)

67 Kommentare

  1. Ich ver­ste­he den Vor­wurf Del­ga­dos nicht, JP II habe dem „Neo­li­be­ra­lis­mus“ das Wort gere­det. Hat er das wirk­lich? Ich kann es nicht sehen…

    „Die Kir­che hat kei­ne eige­nen Model­le vor­zu­le­gen. Die kon­kre­ten und erfolg­rei­chen Model­le kön­nen nur im Rah­men der jeweils ver­schie­de­nen histo­ri­schen Situa­tio­nen durch das Bemü­hen aller Ver­ant­wort­li­chen gefun­den wer­den, die sich den kon­kre­ten Pro­ble­men in allen ihren eng mit­ein­an­der ver­floch­te­nen gesell­schaft­li­chen, wirt­schaft­li­chen, poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Aspek­ten stel­len.“

    Und — unter Rück­be­zug auf „Reum novar­um“:

    „Zugleich mit der Ver­kün­di­gung des Rech­tes auf Pri­vat­ei­gen­tum stell­te der Papst (also Leo XIII. — Anm. zeit­schnur) mit glei­cher Ein­dring­lich­keit fest, dass der »Gebrauch« der Güter, der der Frei­heit anver­traut ist, der ursprüng­li­chen Ziel­be­stim­mung der geschaf­fe­nen Güter für alle und dem im Evan­ge­li­um bekun­de­ten Wil­len Jesu Chri­sti unter­ge­ord­net sei. So schrieb er: »Es ergeht also die Mah­nung… an die mit Glücks­gü­tern Geseg­ne­ten … Die auf­fäl­li­gen Dro­hun­gen Jesu Chri­sti an die Rei­chen müss­ten die­se mit Furcht erfül­len, denn dem ewi­gen Rich­ter wird einst streng­ste Rechen­schaft über den Gebrauch der Güter die­ses Lebens abge­legt wer­den müs­sen«. Und indem er den hl. Tho­mas von Aquin zitiert, fährt er fort: »Fragt man nun, wie der Gebrauch des Besit­zes beschaf­fen sein müs­se, so ant­wor­tet die Kir­che …: „Der Mensch muss die äuße­ren Din­ge nicht wie ein Eigen­tum, son­dern wie gemein­sa­mes Gut betrach­ten“«, denn »über den Geset­zen und den Urtei­len der Men­schen steht das Gesetz und der Richt­spruch Chri­sti«.“

    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Centesimus_annus

    Ent­schei­dend ist hier der Satz, dass die Kir­che weder allein­se­lig­ma­chen­de Regie­rungs­mo­del­le vor­le­gen kann und darf — eine Ansicht, die auch Leo XIII. stets hoch­hielt (zum Ärger der ein­ge­fleisch­ten reak­tio­nä­ren Roya­li­sten) udn selbst Pius X. aus­drück­lich bestä­tig­te (!) — noch irgend­wel­che Wirt­schafts­mo­del­le.

    Unter dem vie­len Häre­ti­schen, das JP II tat, blieb er in die­ser Hin­sicht jedoch eher im Rah­men der tra­di­tio­nel­len Leh­re.

    Aller­dings hat er das selbst nicht immer ein­ge­hal­ten…

    Voll­ends davon abge­wi­chen ist Bene­dikt XVI., der in „Cari­tas in veri­ta­te“ eine Welt­re­gie­rung for­der­te, um die sozia­len Miss­stän­de in den Griff zu bekom­men.
    Sol­che For­de­run­gen sind abso­lut nicht sache der Kir­che!

    Wen wür­de es wun­dern, wenn F. nun dar­an anknüpft und die­se Fode­rung kon­kre­ti­siert?

    • Wir brau­chen auch bei Zustimmum­ng im Übri­gen kein Modell zur Ret­tung der Welt. Der Papst kennt sich theo­lo­gisch kaum aus und ist in ande­ren Din­gen rest­los über­for­dert. Er soll abdan­ken. Das ist das ein­zig posi­ti­ve, was die­se Fehl­be­set­zung tun könn­te.

    • Dan­ke lie­be „Pius­schwe­ster“ @zeitschnur für ihre Wor­te über den hei­li­gen Papst Johan­nes Paul II. Ohne ihn wür­den wahr­schein­lich weder Sie noch ich am Leben sein. Sie sind unglaub­lich arro­gant. Ich erwar­te von Ihnen, daß Sie Ihre bös­ar­ti­gen und ver­leum­de­ri­schen Wor­te über Papst Johan­nes Paul II. zurück­neh­men.

      • Mei­ne Wor­te sind sach­lich und maß­voll — da ist nichts „Bös­ar­ti­ges“. Ich ver­tei­di­ge JPII oben ja sogar teil­wei­se.

        Bös­ar­tig sind dage­gen Sie, weil Sie mir das Wort im Mund her­um­dre­hen, weil ich Ihr Idol ein­fach nur nüch­tern betrach­te.

        Wenn Sie nur sind, weil JP II war — ICH bin, weil Gott mich geschaf­fen hat und erhält.

        Das sagt doch alles, nicht wahr?

      • Wie­so „Pius­schwe­ster“?

        zeit­schnur kri­ti­siert doch gera­de die­se Gemein­schaft, indem sie ihr Roya­lis­mus vor­wirft.

      • @Franzel
        ant­wor­ten Sie bit­te in die­ser Sache nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein klu­ger Kopf, doch mensch­lich wie ein Tram­pel­tier.
        Da kann jeder Mono­log nur in der Ver­let­zung des Gegen­über enden.

      • @ Lio­ba

        Sie sind lei­der eine schlech­te Ver­lie­re­rin — und jetzt star­ten Sie auch noch eine Kam­pa­gne gegen das böse, unb­zwing­ba­re und dar­um „Tram­pel­tier“ Zeit­schnur, in aller erge­ben­sten Sen­si­bi­li­tät gegen­über deren Per­son­wür­de selbst­ver­ständ­lich, wie so man­che Dame (!) hier…

  2. 2 Pero­ni­sten der schlimm­sten Sor­te. Da gehört zusam­men, was zusam­men gehört. Und der alte Fuchs Scal­fa­ri ist auch dabei.
    Rom — die gro­sse Hure…

    • Tja,er setzt sei­ne Akzen­te wie ein unk­a­strier­ter Kater in einem Gebiet ohne sicht­ba­ren Rivalen.Etwa so.

      • @Zeitschnur,da Sie mich einer „Het­ze“ beschuldigen,einem im poli­ti­schem Sin­ne abwer­ten­dem Begriff,dies wäre zwar bei Ihnen nichts ungewöhliches,jedoch ist die­ser Begriff in der­zei­ti­ger poli­ti­schen Situa­ti­on ein pregnan­ter „Aufkleber“.Einerseits im rich­ti­gem Sinne,zunehmend jedoch eine Eti­ketie­rung ‚wo es gera­de poli­tisch passt,eine Drohung,die in einer Anzei­ge­be­reit­schaft ‚der Angepassten,mündet.Ob obszön oder sonstwas.Nein,gegen Papst Fran­zis­kus „hetze„ich nicht.Seine per­sön­li­che Akzen­te ‚zu denen er ja Recht habe,sind,bekannterweise,sehr häufig,markant,wecken erwünsch­te Auf­merk­sam­keit und,milde gesagt,starke Ermahnung.Sie zei­gen „Stärke“,Durchsetzungskraft,sind doch so spon­tan und natür­lich und „liebenswert„usw.,..und rie­chen stark,was jedes Lebewesen„anders empfindet,doch,als Ein­heit in Vielfalt,einheitlich emp­fin­den soll..Mit der Zeit brin­gen sol­che häufige,natürliche Zeichen,bzw.Akzente,mehr oder weni­ger blei­ben­de Ver­än­de­run­gen im betrof­fe­nem Bereich.Ich lie­be die Natür­lich­keit mei­ner Katzen.In der Zeit des Pon­ti­fi­ka­tes Franziskus,hat sich eini­ges im Fühlen,Wahrnehmen und Denken,der betr.Menschen geändert.Diesen,meinen unüb­li­chen Vergleich(den Sie als obszön emp­fin­den) schrieb ich hier vor mehr als 2Jahren,wo es um Zei­chen­set­zen des neu­en Pap­stes, ging.Damals konn­te sogar einer Ihrer Freun­de „lachen“.Diese mei­ne „Probe“,die Wiederholung,konnte nicht mehr „lustig„sein.Die Wir­kung in der Gesin­nung Einiger,ist da.Und Sie wer­den offen­sicht­lich eine der Ersten,stets bereit,andere zu beschul­di­gen und etiketieren…Ihre zwei­te Bemerkung,ob mein „Stil“ „glaubenshilfreich„ist…nun,einen Stil,habe ich nicht und schrei­be minimal,ich „fordere„damit und bean­spru­che damit,im Gegen­satz zu Ihnen,nicht,irgendwelche Posi­ti­on in Diskusion.Hoffe lediglich,glaubenstreu zu bleiben,NUR das.

      • @ Metho­dus

        Sie wis­sen genau, dass Ihr Ver­gleich obszön und voll­kom­men unan­ge­mes­sen war und ist.

        Erzäh­len Sie mir also nix — Ich habe auch zwei Kat­zen!

      • Lie­be Mit­chri­sten, mich — und ich hof­fe auch vie­le ande­re auch — wür­den es sehr begrü­ssen, wenn der Ton­fall unter den Forums­teil­neh­mern und –neh­me­rin­nen in einer christ­lich annehm­ba­ren Wei­se von­stat­ten­gin­ge. Intel­lek­tu­el­les Ping-Pong-Spiel gehört an die Uni­ver­si­tät bzw. an die Hoch­schu­le, oder allen­falls in einen gro­ssen Sand­ka­sten für Hoch- und Höchst­ge­bil­de­te bzw. –bele­se­ne, die im All­tag kei­ne pas­sen­de Gele­gen­heit haben, sich ver­bal aus­zu­to­ben. Intel­lek­tu­el­ler Schlag­ab­tausch ent­spricht kaum der kla­ren For­de­rung Jesu, zu wer­den wie die Kin­der. Auch zeugt es ledig­lich von Recht­ha­be­rei und nicht von Demut, Näch­sten­lie­be und Weis­heit. Mei­ner Mei­nung nach, auf­grund von Beob­ach­tun­gen und Erfah­run­gen, eine rei­ne intel­lek­tu­el­le Selbst­be­frie­di­gung. Und gegen das ist kaum einer gefeit, v.a. auch jene nicht, die offe­nen Sin­nes, wachen Gei­stes sehen und erken­nen, wel­che schreck­lich­sten Irr­tü­mer in der Welt ver­brei­tet wer­den und pan­de­misch um sich grei­fen. Ich schlie­sse mich da in den Kreis derer, die ler­nen dür­fen und müs­sen, mehr die Demut zu suchen, aus­drück­lich ein.
        Der intel­lek­tu­el­le Mensch meint immer, er habe das Recht und die Pflicht, auf­grund sei­ner Bil­dung, sei­ner Bele­sen­heit und sei­ner intel­lek­tu­el­len Fähig­keit die Feh­ler ande­rer zu kri­ti­sie­ren. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass dies im Sin­ne und im Gei­ste Jesu Chri­sti ist. Mit jeder Kri­tik, obwohl wir das nicht wahr­ha­ben wol­len (!), stel­len wir uns über den ande­ren. Noch­mals: Ich möch­te mich da auch nicht aus­neh­men. Ich fra­ge mich: Selbst wenn man im Recht ist, hat man das Recht, die Feh­ler ande­rer ans Tages­licht zu zer­ren? Der Ver­gleich Jesu mit dem Split­ter und dem Bal­ken soll­te Hin­weis genug sein. Der hl. Pad­re Pio hat sich dies­be­züg­lich klar geäu­ssert. Er schwieg und erdul­de­te die gro­sse Schmach, nicht mehr öffent­lich die hl. Mes­se zu zele­brie­ren. Er sag­te sinn­ge­mäss, dass man der Mut­ter Kir­che auch dann gehor­chen müs­se, wenn sie einen schlägt.
        Wir alle kön­nen von Pad­re Pio und sei­nem abso­lu­ten Gehor­sam viel ler­nen. Das war kein Kada­ver­ge­hor­sam (!), son­dern ein Gehor­sam aus Lie­be, aus Freu­de, aus Opfer­be­reit­schaft und aus dem Glau­ben und Wis­sen her­aus, dass Gott der All­gü­ti­ge und der All­wei­se ist.
        Über­haupt beschleicht mich irgend­wie das Gefühl, dass das Kri­ti­sie­ren, auch wenn man die Rich­tig­keit auf sei­ner Sei­te weiss, das Zur­schau­stel­len der eige­nen Bele­sen­heit bzw. der intel­lek­tu­el­len Kom­pe­tenz und zugleich die Mini­mie­rung des Gehor­sams­ge­bo­tes zusam­men gehö­ren …
        Ich weiss: Es gehört an sich the­ma­tisch nicht hier­her, doch wich­tig ist es all­weil. Nämlich,dass der Gehor­sam unglaub­lich wich­tig ist, ja viel wich­ti­ger ist, als wir uns das jemals vor­stel­len kön­nen, möch­te ich fünf Bei­spie­le anbrin­gen. Das erste und beste Bei­spiel, Jesus Chri­stus, gehe als Selbst­ver­ständ­lich­keit vor­aus; der Gehor­sam unse­res Hei­lan­des kommt in „Das Innen­le­ben Jesu“, Offen­ba­rungs­schrift von der Äbtis­sin C.M. Baji, am besten zum Aus­druck.
        a) Hl. Bru­der Klaus: Als der hl. Niklaus von Flüe vom Weih­bi­schof Tho­mas von Kon­stanz 1469 auf sei­ne Nah­rungs­lo­sig­keit hin geprüft wur­de, frag­te die­ser ihn, wel­ches die wich­tig­ste Tugend sei. Bru­der Klaus ant­wor­te­te ihm: „Der Gehor­sam“. Wei­ter stammt von Niklaus von Flüe auch den fol­gen­den Satz: „Gehor­sam ist die gröss­te Ehre, die es im Him­mel und auf Erden gibt, …“
        b) Pad­re Pio: Bei all die­sem Ärger übte Pad­re Pio hel­den­haf­ten und bestän­di­gen Gehor­sam. «Den Vor­ge­setz­ten gehor­chen, heißt Gott gehor­chen», pfleg­te er zu sagen. Nie stell­te er die Anord­nun­gen sei­ner Vor­ge­setz­ten in Fra­ge, moch­ten sie auch noch so unge­recht sein. […] Für Pad­re Pio waren die Lie­be zu Chri­stus und die Lie­be zur Kir­che untrenn­bar. (http://www.drevermann.de/cms/botschaften-an-pater-pio.html)
        c) Auch der gro­sse Hei­li­ge Franz von Sales sagt: „Eher gehen Him­mel und Erde unter, als dass dich der Herr aus den Augen lässt, wenn du gehor­sam bleibst.“
        d) Dass der Gehor­sam kei­ne Erfin­dung der katho­li­schen Kir­che ist, will ich noch ein Bei­spiel anfü­gen, das auch tief blicken lässt. Im Büch­lein „Sie­ben Him­mels­stu­fen“, Urge­mein­de­heft Nr. 9, eine Schrift, die nicht im Buch­han­del erhält­lich ist und auch kei­ne katho­li­sche Pri­va­tof­fen­ba­rung ist, steht geschrie­ben: „Gehor­sam ist die gro­sse Lek­ti­on, die der Mensch auf Erden ler­nen könn­te und soll­te, die aber von den wenig­sten wirk­lich gelernt wird. Auch die Frömm­sten und Besten brin­gen es in die­sem Stück nicht so weit, wie sie es brin­gen könn­ten. Ihr Erden­men­schen seid gegen Got­tes Wort und Geist viel zu unauf­merk­sam, lasst euch von star­ken Ein­drücken nur zu leicht irre­lei­ten und der Feind, der jeden andau­ernd zum Unge­hor­sam zu ver­lei­ten sucht, hat meist sehr leich­tes Spiel.“
        e) Es gibt ein über­lie­fer­tes Anschau­ungs­bei­spiel für die Wich­tig­keit des Gehor­sams beim hl. Bene­dikt. Ein Mönch, der beim Was­ser­ho­len ins Was­ser fiel, wur­de von einem ande­ren Mönch dadurch geret­tet, dass die­ser übers Was­ser lief (wie Jesus) und sei­nen Mit­bru­der her­aus­zog. Auf die Fra­ge, war­um er dies tun konn­te, sag­te der hl. Bene­dikt, dass er dies auf­grund sei­nes Gehor­sams in der Lage gewe­sen sei. Denn der hl. Bene­dikt hat­te dem zwei­ten Mönch den Auf­trag gege­ben, den ins Was­ser gefal­le­nen zu ret­ten. Die gan­ze Bege­ben­heit kann man nach­le­sen in „Hei­li­ge und Seli­ge. Der end­lo­se Chor“ von Wil­helm Hüner­mann, The­re­sia Ver­lag.

      • @ Chri­stus vin­cit

        Wor­um geht’s genau?

        1. Um den gif­ti­gen Stil ad per­so­neam hier?
        2. Dar­um, dass es Sie stört, wenn ein­zel­ne sich aus­führ­li­cher und intel­lek­tu­el­ler aus­tau­schen? dann lesen Sie’s halt nicht — das wäre in dem Fall Demut. So aber klingt es nach „Neid der Besitz­lo­en“.
        3. Ihre Gehor­sams­aus­für­hun­gen kann man nicht zuord­nen — wer soll denn wem hier nach den geann­ten Vor­bil­dern „gehor­chen“?
        4. Und was wäre, wenn die, die tie­fer nach­den­ken, dabei einem Herrn gehor­sam sind, der grö­ßer ist als die Eitel­keit derer, denen das zuviel Mühe berei­tet?

        Ist also alles sehr wirr, was Sie da vor­tra­gen und auch hier kann man unter­stel­len, es hand­le sich nur um Selbst­dar­stel­lung, wenn nicht als Sach­kom­men­ta­tor, dann als selbst­er­nann­ter Media­tor, der unge­fragt und auch unge­zo­gen, in das see­len­le­ben ande­rer hin­ein­di­ri­gie­ren will.

      • @Zeitschnur, es ist sehr schlimm, was Sie zum Bei­trag vom @ Veri­tas Jesu Chri­sti vin­cit, von sich geben. Ich beto­ne, es geht nicht um mich, dass ich mich ein­mi­sche, ich muss mit mei­ner Abnei­gung zu dem der­zei­ti­gen Papst fer­tig wer­den und sich von die­ser nicht ver­gif­ten las­sen. Ich den­ke, das ist fûrchterlich schlimm, wie Sie auf den Bei­trag des o.G. reagie­ren. Als ob Ihr Punkt ad.4 aus­sa­gen wür­de, von wel­chem Herr Sie sich ange­spro­chen, per­sön­lich füh­len… dem Sie gehor­sam sei­en… um so zu reagie­ren. Gott ste­he uns bei, in die­ser Zeit.

      • @ Metho­dus

        Ihre Fäkal­spra­che gegen­über F. war der Aus­gangs­punkt — tut mir leid. Es ging hier nur um Sie!

        Dass @ Chri­stus vin­cit da flugs und wort­reich nach­wei­sen muss­te, dass es ja viel schlim­mer und ach so wenig „demü­tig“ ist, wenn man sich (wie etwa ich) ein­ge­hen­de Gedan­ken macht und dar­über „intel­lek­tu­ell“ spricht, als in schmut­zi­ger Spra­che F. zu schmä­hen, kam Ihnen da sehr zupass.

        Und nun soll Gott Ihnen bei­ste­hen, weil einer, der Ihnen sagt, dass Sie sich ver­ga­lop­piert haben, ja nur dämo­nisch gelei­tet sein kann?

        Krass, kann man da nur sagen. Soviel Schein­hei­lig­keit gibt es nur unter Katho­li­ken.

      • @Zeitschnur.Sie ent­deck­ten bei mir eine angeb­li­che „Fä…sprache“ gegen F.,(denke,damit mei­nen sie den Papst)an der sie jetzt sieg­reich reiten(an die­ser Sprache),endlich,wieder mal,was? Und aus ihnen spru­delt dar­auf­hin eine befrei­te Fon­tai­ne von etwas,was ich nicht nen­nen will und nicht nen­nen werde.Endlich mal wie­der ist die Zeit­schnur „bestätigt“?!Warum nicht,davon lebt sie,aus den Fehlern,bzw.,vermeintlichen Feh­lern, Anderer.Dann,tollen Ritt Madamme,spörnen sie sich noch flott auf,ich kann ihnen nicht und nie wieder,als TRÄGER v.Obsz.und Fä…Sprache,dienen bei ihrem Niveau.

  3. Mir ist gera­de noch ein­ge­fal­len, dass die Exhor­ta­ti­on „Eccle­sia in Ame­ri­ca“ von JP II eben­falls aus­drück­lich den glo­ba­li­sier­ten Kapi­ta­lis­mus scharf kri­ti­siert.

    http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_exhortations/documents/hf_jp-ii_exh_22011999_ecclesia-in-america.html

    (ab Kap. 52 kommt das The­ma)

    Sach­lich gese­hen kon­stru­iert Del­gar­do also einen Gegen­satz, der nicht exi­stiert.

    Ande­rer­seits — die Kir­che wird heu­te von den Sün­den ihrer Hier­ar­chen bru­tal ein­ge­holt. Die­sel­be Bru­ta­li­stät und Men­schen­ver­ach­tung, mit der sie vor­ging, wird ihr heu­te ent­ge­gen­ge­tre­ten. So schwe­re Schuld haben sie auf sich gela­den, dass all jene Län­der, denen einst him­mel­schrei­en­de Sün­den durch die Hier­ar­chie ange­tan wur­den, und deren Mis­sio­nie­rung unter Gewalt­ta­ten geschah, ein gespal­te­nes Ver­hält­nis zu ihr haben.

    Eben­so wie Egon von Peters­dorff den so raschen Abfall der Sach­sen hin zum Pro­te­stan­tis­mus m.E. zu Recht in Ver­bin­dung mit ihrer grau­sa­men und unge­rech­ten Chri­stia­ni­sie­rung unter Karl d. Gr. bringt, kann man dies bei den Süd­ame­ri­ka­nern anneh­men. Die Spur der ver­hee­ren­den kirch­li­chen Poli­tik ist heu­te förm­lich „sicht­bar“ in einem wil­den Ras­sen­ge­misch von Ein­wan­de­rern, Ein­hei­mi­schen und vor Nach­fah­ren ver­sklav­ter Men­schen aus aller Welt.
    Hat­te doch der Papst z.Zt. der Ent­deckung Süd­ame­ri­kas aus­drück­lich die Ver­skla­vung bzw. Ver­trei­bung der Hei­den erlaubt, ja sogar gebo­ten! Der him­mel­schrei­end sünd­haf­te Satz Niko­laus V. 1492, die Por­tu­gie­sen hät­ten das Recht „… die Län­der der Ungläu­bi­gen zu erobern, ihre Bewoh­ner zu ver­trei­ben, zu unter­jo­chen und in die ewi­ge Knecht­schaft zu zwin­gen…“ rächt sich heu­te.

    Die­ser Kon­ti­nent ist in sich gebro­chen: Die Nach­fah­ren christ­li­cher Gewalt­tä­ter leben zusam­men mit den Nach­fah­ren ihrer ehe­ma­li­gen Opfer und Skla­ven. Das wur­de nie wirk­lich berei­nigt! Die Befrei­ungs­theo­lo­gie ist — auch wenn vie­le See­len wie durch ein Wun­der den­noch zu ech­tem Glau­ben kamen — eine punkt­ge­naue Ant­wort auf jahr­hun­der­te­lan­ges schwe­res Unrecht im Namen der Reli­gi­on.

    • Die ver­meint­li­chen Sün­den der Kir­chen­hier­ar­chie wer­den ein­mal mehr von Zeit­schnur hoch­sti­li­siert, aus dem Kon­text genom­men und als Allein­merk­mal uns ver­ab­reicht als schwe­re Medi­zin, die die Krank­heit ver­schlim­mert.

      • Nein — ohne Buße gibt es kei­ne Hei­lung, das ist das Pro­blem. Die Sün­den SIND zahl­reich und schwer. Kein halb­wegs sen­si­bler Mensch kann das bestrei­ten, und mit Nest­be­schmut­zer-Abwehr-Logik kann man nur wei­ter abrut­schen.

        Unser Kri­sen­zu­stand, unse­re schwe­re Krank­heit ist eine Fol­ge der Sün­de und nicht der „Unter­wan­de­rung“. Ein gesun­der Leib wird nicht krank!

      • Küm­mern Sie sich um Ihre eige­nen Sün­den, zeit­schnur, da haben Sie, nach­dem, wen und was Sie hier alles gelä­stert haben, genug auf­zu­ar­bei­ten.

      • @ hicest­ho­die

        Wer mensch­li­che Schuld kri­ti­siert, lästert nie­man­dem. Er äußert sich kri­tisch oder mah­nend — mehr nicht. Das ist kei­ne Sün­de, solan­ge man dabei kei­ne Ver­bal­in­ju­ri­en aus­spricht.

        Wer dage­gen mensch­li­che Schuld unter Flü­chen und per­sön­li­chen Belei­di­gun­gen — wie Sie das so oft tun — ver­tei­digt, der lästert Gott.

      • @hicesthodie
        ant­wor­ten Sie bit­te in die­ser Sache nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein klu­ger Kopf, doch mensch­lich wie ein Tram­pel­tier.
        Da kann jeder Mono­log nur in der Ver­let­zung des Gegen­über enden.

    • Zu Egon von Peters­dorffs Rück­erin­ne­rungs­theo­rie:

      Luther hat­te in sei­nem Hass auf die katho­li­sche Kir­che die Ent­eig­nung des Kir­chen­be­sit­zes bejaht. Vor allem die Aus­sicht auf enor­me Berei­che­run­gen durch die Mög­lich­keit der pro­blem­lo­sen Säku­la­ri­sa­ti­on des Kir­chen­guts von Bis­tü­mern und Klö­stern haben Heer­scha­ren von Lan­des­her­ren und fast alle Reichs­städ­te bewo­gen, den luthe­ri­schen Glau­ben anzu­neh­men. Durch den Macht­an­spruch der pro­te­stan­tisch gewor­de­nen Lan­des­für­sten über „Land und Leu­te“ frei zu ver­fü­gen, ist halb Deutsch­land gemäß dem im Augs­bur­ger Reli­gi­ons­frie­den von 1555 auf­ge­stell­ten Prin­zip „cui­us regio, eius reli­gio“ zwangs­re­for­miert wor­den. Die „Lan­des­kin­der“ hat­ten kei­ne demo­kra­ti­sche Ent­schei­dungs­frei­heit. Ein nega­ti­ves histo­ri­sches Rück­erin­nern an die Chri­stia­ni­sie­rung — etwa an das Sach­sen-Mas­sa­ker Karls des Gro­ßen bei Ver­den an der Aller 782 — war sicher nicht der Grund des raschen Abfalls der pro­te­stan­tisch gewor­de­nen Ter­ri­to­ri­en unter Luther.Andernfalls wäre die Luthe­ri­sie­rung Skan­di­na­vi­ens und Tei­le Süd­deutsch­lands, sowie der mei­sten Reichs­städ­te, wo Anläs­se zu ver­gleich­bar nega­ti­ven Rück­erin­ne­run­gen feh­len, mit „Peters­dorff“ nicht erklär­bar!

      • Peters­dorffs Beob­ach­tung bezieht sich dar­auf, dass eine erzwun­ge­ne Chri­stia­ni­sie­rung unter Mord­dro­hung, Brand­schat­zung, Raub und Gewalt in den Her­zen kei­ne Lie­be zu Chri­stus ent­zün­den wird, son­dern eine lethar­gi­sche Erge­bung, eine Art „Fir­nis“, der sofort abblät­tert, sobald der Druck wegg­bricht.

        Er demon­striert das an vie­len Bei­spie­len, auch an sol­chen gelun­ge­ner Chri­stia­ni­sie­rung ohne Gewalt und zeigt sehr schön auf, dass die Men­schen dort „immu“ blie­ben gegen den Abfall, auch inso­fern, als sie dem „cui­us regio“ ent­we­der heim­lich stand­hiel­ten oder bereit waren, das Land zu ver­las­sen.

      • Bevor nun wie­der einer Ihrer maß­lo­sen Aus­fäl­le gegen mei­ne Per­son sei­ne „Aura“ vor dem näch­sten Anfall ver­dich­tet:
        Gehen Sie vor­her in sich: alles, was Sie mir ent­ge­gen schleu­dern wer­den, wird Sie selbst tref­fen.

      • @Franzel
        ich habe es schon gesschrie­ben
        ant­wor­ten Sie ein­fach nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein klu­ger Kopf, doch mensch­lich wie ein Tram­pel­tier.
        Da kann jeder Mono­log nur in der Ver­let­zung des Gegen­über enden.

    • @ zeit­schnur

      „Die Nach­fah­ren christ­li­cher Gewalt­tä­ter leben zusam­men mit den Nach­fah­ren ihrer ehe­ma­li­gen Opfer und Skla­ven. Das wur­de nie wirk­lich berei­nigt!“

      Das trifft auch auf die USA zu.

      Aber wie­so sind die USA die, zumin­dest finan­zi­ell und mili­tä­risch, erfolg­reich­ste Nati­on der Erde, ganz im Gegen­satz zu Latein­ame­ri­ka?

      Es sieht so aus, als ob die Gewalt dann doch nicht die Ursa­che ist.

      Oder liegt es dar­an, dass nur in den USA fast alle Urein­woh­ner getö­tet wur­den?

      Und so, nach die­ser eth­ni­schen Säu­be­rung, etwas neu­es, erfolg­rei­che­res auf­ge­baut wer­den konn­te.

      • Berech­tig­te Fra­ge, @ Frank Bell!

        Ich sehe es so — klingt viel­leicht komisch, aber in den USA waren auch vie­le Pro­te­stan­ten und Sek­tie­rer, da reich­te es nicht mal zu so etwas wie einer Befrei­ungs­theo­lo­gie, obwohl es dort vie­le Ver­arm­te gab und gibt.

        Ich muss dar­über noch mehr nach­den­ken — kann jetzt dazu nichts wei­ter sagen.

        Dan­ke der klu­gen Nach­fra­ge — kommt sel­ten vor hier.

  4. Eigen­tum ist in den mei­sten Ver­fas­sun­gen als Grund­recht geschützt.
    Für Isra­el und Chri­sten ist Eigen­tum (gemäß Bibel) eine Leih­ga­be Got­tes.
    („Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, / Der Erd­kreis und sei­ne Bewoh­ner;“ Psalm 24,1; vgl. Ps 146,6; u.a.)
    Wenn nun eine mensch­li­che Instanz sich im Namen Got­tes an Got­tes Stel­le setzt, als Des­sen Stell­ver­tre­ter und Sach­wal­ter, dann kann die Situa­ti­on ent­ste­hen, dass alles Eigen­tum rech­tens als die­sem Stell­ver­tre­ter gehö­rig betrach­tet wird, von dem es alle ande­ren nur gelie­hen hät­ten.
    In den Sozial­en­zy­kli­ken der Päp­ste ist nach mei­ner Befürch­tung eine kom­mu­ni­sti­sche Welt­dik­ta­tur in nuce ange­legt, und zwar nicht erst bei Papst Bene­dikt XVI., son­dern schon frü­her bei Papst Leo XIII., sie­he Zita­te oben im Kom­men­tar von Frau z.i.c.
    (In die­sem Zusam­men­hang ist die Jesui­ten­re­duk­ti­on in Para­gu­ay 17.–18. Jh. von Inter­es­se.)
    In Anbe­tracht der bis­he­ri­gen Amts­füh­rung und dar­aus ableit­ba­ren Rich­tung von Papst Fran­zis­kus ver­mu­te ich, dass die ange­droh­te Sozial­en­zy­kli­ka eine pro­gram­ma­ti­sche Apo­lo­gie der anti­christ­li­chen Neu­en Welt­ord­nung sein wird.

    • Hier ist der gan­ze Text von „Rer­um novar­um“: http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/320.html

      Ich sehe dar­in an sich nicht „in nuce“ eine kom­mu­ni­sti­sche Dik­ta­tur ange­legt, da Leo XIII. dar­in Pri­vat­ei­gen­tum als Natur­recht defi­niert. Er ver­sucht einen Aus­gleich zu schaf­fen.
      Die mah­nen­den Appel­le an die Rei­chen sind bei ihm zahl­reich i.o.g.S.

      Was in sei­ner Enzy­kli­ka völ­lig aus­ge­blen­det wird, ist, dass bis weni­ge Jahr­zehn­te vor ihr die Kir­che taten­los der Ver­ar­mung der Bevöl­ke­rung zuge­se­hen hat, die sich im 18. Jh eben­so zuge­tra­gen hat, als die Für­sten Raub­bau mit dem Gut der Unter­ta­nen getrie­ben haben. Wie neu­lich beschrie­ben schreck­ten die nicht mal vor dem Ver­kauf der Lan­des­kin­der zurück. Und selbst im Kir­chen­staat wur­de die Skla­ve­rei erst 1838 abge­schafft.
      Durch die Indu­stria­li­sie­rung wur­de der Arbeits­skla­ve für einen kur­zen Moment der Eupho­rie über­flüs­sig.
      Wir haben es doch neu­lich dis­ku­tiert. Auch die Auf­klä­rer, wie Vol­taire waren groß im geschäft mit dem Skla­ven­han­del. Aber die Kir­che misch­te eben­falls mit!
      Als dann klar wur­de, dass die Indu­stria­li­sie­rung die Skla­ve­rei nicht über­flüs­sig mach­te — in der Logik des Herr­schens gespro­chen — ent­stand das Pro­tel­ari­at.

      Es war von Leo XIII. ein enor­mer, auch geist­li­cher Schritt, mit den skla­vi­schen Zustän­den vor und nach der Indu­stria­li­sie­rung aus­drück­lich zu bre­chen.
      Sei­ne größ­ten Fein­de waren aller­dings reak­tio­nä­re Roya­li­sten…

      Pius XI. hat die­se reak­tio­nä­re, destruk­ti­ve Pro­ble­ma­tik in „Qua­dra­ge­si­mo anno“ aus­drück­lich erwähnt.

      Leo XIII. schweb­te ein nahe­zu glück­se­li­ger Zustand vor: Pri­vat­be­sitz als Leih­ga­be beim ewi­gen Herrn. Arbeits­kraft und gerech­ter Lohn als Gegen­gut zum Besitz bei denen, die weder Ver­mö­gen noch Grund und Boden haben. Gewis­se Anlei­hen bei der alt­te­sta­ment­li­chen Auf­fas­sung von Ent­schul­dung fin­den sich bei ihm. Abso­lu­tes Ver­bot an die Herr­schen­den, wei­ter­hin die, die nur ihre Arbeits­kraft zur Ver­fü­gung haben, aus­zu­beu­ten und zu ver­skla­ven und um ihr weni­ges Besitz­tum zu betrü­gen.
      Er spricht das deut­lich aus.

      Er greift auch die Pro­ble­ma­tik auf, dass der Staat in die Fami­li­en hin­ein­re­gie­ren muss, eben WEIL die Besit­zen­den die leu­te in die Ver­ar­mung trei­ben und damit ange­wie­sen auf staat­li­che Hil­fe.

      Klar hat er damals schon vor­aus­ge­se­hen, dass der Kapi­ta­lis­mus und Abso­lu­tis­mus der Herr­scher den Staats-Tota­li­ta­ris­mus und die revo­lu­ti­on förm­lich zeugt und gebiert, wie Ket­te­ler es sag­te: Die Revo­lu­ti­on ist logi­sche Fol­ge sol­cher Herr­schafts­ver­hält­nis­se. Nicht von den Armen her, son­dern von den Ver­mö­gen­den her. Ihre aus­beu­te­ri­sche Miss­wirt­schaft hin­ter­lässt eine „ver­brann­te Erde“ in den Län­dern: zertsör­te Men­schen, die völ­lig aus­ge­saugt sind. Eine Revo­lu­ti­on muss kom­men und sich ihrer total anneh­men.

      Das war eine WARNUNG sei­tens Leos — kei­ne Ziel­vor­ga­be.

      Ich sehe es so: Wir haben die War­nung ange­nom­men für die Euro­pä­er und saug­ten lan­ge ande­re Natio­nen aus. Uns ging es leid­lich, aber ihnen nicht. Wo die Euro­pä­er und Ame­ri­ka herrsch­ten, ist heu­te Cha­os und „fai­led sta­te“. Die Leu­te ste­hen vor unse­ren Haus­tü­ren und hal­ten die Hand auf. Das ist der drit­te Schritt der Revo­lu­ti­on — und die Kir­che hing von Anfang an in den machen­schaf­ten auf übel­ste wei­se drin. Nur weni­ge Hier­ar­chen sahen eini­ger­ma­ßen klar.

      Immer noch zäh­le ich Leo XIII. den besten. Wenn einer eine Hei­lig­spre­chung ver­dient hät­te, dann m.E. er.

      • @Zeitschnur, das kann sein, dann bit­ten Sie ihn um Für­spra­che und wenn Sie dann ein Wun­der bekom­men, kön­nen wir ein Hei­lig­spre­chungs­ver­fah­ren auf­star­ten. Ich freue mich immer über hei­li­ge Päp­ste, also ich mache dann mit!

      • @ anja­li jain

        Gern — aber Sie wis­sen, dass das sehr teu­er ist und Rom sich bean­trga­te Hei­lig­spre­chun­gen mit viel Geld bezah­len lässt?

      • Lie­be Frau Zeit­schnur! Vor eini­gen Mona­ten habe ich ein gro­sses Poster von Papst Leo XIII geschenkt bekommen.Obwohl ich die­sen Papst gar nicht kenn­te habe ich das Poster auf­geha­engt und es hat sehr gute Wir­kung auf mich. So-wenn Gebets­erho­e­run­gen da sind,ist irdi­sches Geld kein Pro­blem!

      • Aller­dings ist Eigen­tum nicht abso­lut im AT — Schuld­ner wer­den nach einer bestimm­ten Anzahl von Jahr­zehn­ten nach dem Gesetz des Moses kom­plett ent­schul­det.

        Man wuss­te schon damals, dass eine Ver­ab­so­lu­tie­rung des Eigen­tums eine Spi­ra­le der Berau­bung ent­wickelt, wenn sie nicht immer wie­der „auf Null“ gesetzt wird.

        Leo XIII. hat das ziem­lich wei­se durch­dacht.

    • Zu behaup­ten, in den unfehl­ba­ren Lehr­schrei­ben (Sozial­en­zy­kli­ken) der Päp­ste sei eine kom­mu­ni­sti­sche Welt­dik­ta­tur in nuce ange­legt, ist Irr­sinn.

      Es ist schon erstaun­lich, wie sich die Mit­tel­schicht bei den Reich­sten anbie­dert, statt den Armen zu hel­fen.

      Aber so sind sie, die Kon­ser­va­ti­ven. Sie neh­men den Armen, weil sie sich nicht trau­en, gegen die Rei­chen vor­zu­ge­hen.

      Wenn Sie recht hät­ten, dann wäre das Grund­ge­setz („Eigen­tum ver­pflich­tet“) eine Krea­ti­on der Kom­mu­ni­sten. Ist es aber nicht.

      • Die Lehr­schrei­ben sind aller­dings — unab­hän­gig von der Fra­ge — nicht unfehl­bar — schau­en Sie noch mal om Ott nach, wel­chen Gewiss­heits­grad sie haben.

      • @ Frank Bell
        Papst Paul VI. for­der­te in Populo­rum Pro­gres­sio die Neue Welt­ord­nung, und so alle Päp­ste nach ihm in Reden und Doku­men­ten.
        Die Neue Welt­ord­nung in einem dik­ta­to­ri­schen, kom­mu­ni­sti­schen Eine-Welt-Staat war schon das Ziel Adam Weis­haupts und des von ihm gegrün­de­ten Illu­mi­na­ten­or­dens.

        Neue Welt­ord­nung I: Welt­kom­mu­nis­mus Laut Club of Rome An G20
        http://euro-med.dk/?p=9968

        Adam Weis­haupts Erbe II: Eine-Welt-Regie­rung
        http://euro-med.dk/?p=13835

        Euro­pa, der Vati­kan und die Neue Welt­ord­nung
        https://youtu.be/P9dY1cOX-yk

        Das Neue Euro­pa, die USA, der Vati­kan und die Neue Welt­ord­nung
        https://youtu.be/RmJTwxHxXjg

  5. Wie recht hat­te Erich Hon­ecker: „Den Sozia­lis­mus in sei­nem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!“ Heu­te ist es der „Papst“, der die Hand­lan­ger­dien­ste für die Errich­tung der Neu­en Welt­ord­nung eines glo­ba­li­sie­ren Sozia­lis­mus mit einer syn­kre­ti­sti­schen Einheits„Religion“ des „höch­sten Wesens“ lei­stet, die dann von der „Adels­ras­se von Gei­stes Gna­den“ leich­ter beherrscht und aus­ge­plün­dert wer­den kann!

  6. @Franzel
    Was regen Sie sich wegen „Zeit­schnur“ auf!? Zeit­schnur ist Zeit­schnur, aber nicht der Papst. Gott sei Dank. Fran­zis­kus in Rom reicht schon.
    Was „Zeit­schnur“ schreibt oder nicht schreibt, ist doch letz­tens völ­lig egal. Und ob sie die Wahr­heit sagt oder nicht, ficht sie selbst am wenig­sten an. Für sie zählt Recht haben.Das ist alles. Wir soll­ten uns nicht auf­re­gen, son­dern im Zwei­fels­fall igno­rie­ren. Für alles, was sie schreibt, muss sie sich ein­mal ver­ant­wor­ten. Sie braucht nicht uns als Rich­ter.
    Wenn „Zeit­schnur“ Papst wäre, dann wür­de es uns schlecht erge­hen. Wir wären alle in die Engels­burg gesperrt. Wohl­ge­merkt ALLE. Denn frü­her oder spä­ter fin­det „Zeit­schnur“ an jedem ein Haar, und schon geht es ab in die Engels­burg. Außer „Zeit­schnur“ gibt es nur „Zeit­schnur“, sonst nichts und nie­mand. Ein ziem­lich trost­lo­ses, ein­sa­mes Leben, wenn ich dar­über nach­den­ke. Nicht zu benei­den. Wir soll­ten für sie beten, dass sie gesel­li­ger wird, sanft­mü­ti­ger, will sagen: neben dem Ich auch das Du erkennt.
    Ich weiss, das klingt nun alles ganz schreck­lich hart. ist aber gut gemeint. „Zeit­schnur“ muss viel ein­stecken, weil sie viel aus­teilt. Sie soll­te ein­mal dar­über nach­den­ken, war­um sie wohl das Mot­to „Viel Feind, viel Ehr“ auf die Stirn geschrie­ben hat.
    Aber ich lese ger­ne hier die Arti­kel und auch vie­le Kom­men­ta­re, und will eigent­lich nicht über „Zeit­schnur“ dis­ku­tie­ren.

    • Ja @Gerrit: was heißt auf­re­gen?- Ich kann es ins­be­son­de­re nicht haben, wenn Papst Johan­nes Paul II. durch die Jau­che gezo­gen wird. Ich mag es auch nicht, wenn die Kir­che im all­ge­mei­nen andau­ernd und immer wie­der ange­pin­kelt wird.
      Sehr gut, was Sie sagen @Gerrit.

      • „Jau­che“?

        Ist für Sie sach­be­zo­ge­ne Kri­tik schon „Jau­che“?

        Aber dass Sie sol­che Voka­beln dafür wäh­len, sagt uns allen, wo Sie selbst ste­hen.

    • danke@Gerrit ein wei­ser und tref­fen­der Kom­men­tar — aller­dings ver­ges­sen wir nicht, dass sie ein gott­su­chen­der, hoch­in­tel­li­gen­ter Mensch ist und in ihrem Eifer oft die Salz­töp­fe ver­wech­selt.

  7. Der Neo­li­be­ra­lis­mus von Papst Johan­nes Paul II. gehört schnell­stens kor­ri­giert. Sei­ne Begei­ste­rung für den Kapi­ta­lis­mus war Ansporn für die irren Bör­sen­ral­lyes — und Bör­sen­crashs zu Lasten der Armen.

    NUR:

    Papst Ber­go­glio ist für eine Kor­rek­tur im Sin­ne der katho­li­schen Leh­re der FALSCHE MANN.

    Irri­tie­rend ist es, dass die gan­zen Kom­men­ta­to­ren hier der Ungleicheit (62 der reich­sten Men­schen besit­zen so viel wie ärm­sten 3 Mil­li­ar­den) das Wort reden, ja, die­se fre­ne­tisch beju­beln.

    • Hab ich das?

      Dann lesen Sie noch mal mei­ne Ana­ly­se der Gedan­ken Leos XIII. und der mosai­schen geset­zes zum The­ma „Ent­schul­dung“ und „nicht-abso­lu­tes Eigen­tum“…

      • „die gan­zen Kom­men­ta­to­ren“ ist falsch.

        Es hät­te „die mei­sten Kom­men­ta­to­ren“ hei­ssen müs­sen!

    • Papst Ber­go­glio ist für eine Reform im Sin­ne der christ­li­chen Bot­schaft der ein­zig RICHTIGE MANN — er ist auch momen­tan PAPST- Gott sei Dank.
      Per Iesum ad Mari­am und nicht umge­kehrt.

  8. Frau Zeit­schnur,
    es wäre schick­lich gewe­sen, nach dem „him­mel­schrei­end sünd­haf­ten Satz Niko­laus‘ V.“ von 1492 auch „Sub­li­mis Deus“ Pauls III. von 1537 zu erwäh­nen. Anson­sten kudos!

    • Da stimmt — ich hät­te es erwäh­nen kön­nen.
      Ich war aller­dings in dem histo­ri­schen Fluss, der das gene­rel­le Ver­skla­vungs­ver­bot durch Paul II. als durch die lie­ben Katho­li­ken fast flä­chen­deckend igno­riert ent­decken muss (von Aus­nah­men abge­se­hen!).

      Selbst im Kir­chen­staat wur­de die Skla­ve­rei erst 1838 offi­zi­ell abge­schafft. Man kann also Zwei­fel dar­an haben, was der hier­ar­chi­sche Main­stream ver­tre­ten hat: die eher ein­sa­me Linie Pauls III. oder die der zynisch-from­men Mas­se, die lie­ber Niko­laus V. folg­te.

      Wenn man bedenkt, dass die Urdok­trin Isra­els die war, von Gott selbst aus der Skla­ve­rei in Ägyp­ten geführt wor­den zu sein und die Kir­che dar­an ange­knüpft hat für ihre Kin­der, dann ist es ein­fach nur beschä­mend, wel­ches Bild die, die die Kir­che regie­ren soll­ten, bis vor kur­zem abge­ge­ben haben.

  9. @ballflachhalter
    STOP UND HALT! Es heisst: „per Mari­am ad Jes­um“ und nicht umge­kehrt! Ich hof­fe, das ist nur ein Lap­sus von Ihnen gewe­sen!

    • Nein, tief­ste Über­zeu­gung @ Eli­as,
      wenn Sie anders­rum beten, ist das auch in Ord­nung, vor Gott ist die
      Rich­tung in die­ser Fra­ge ohne­hin nicht rele­vant. Doch so lan­ge ich hie­nie­den auf Erden wand­le, sehe ich die Rich­tung so: PER IESUM AD MARIAM

      • @ Ball­flach­hal­ter

        Das ist defi­ni­tiv häre­tisch — die Ket­te geht nach der Leh­re so:

        Per Mari­am ad Jes­um Chri­stum, Domi­num nostrum, fili­um Dei Patris, et per Fili­um ad Patrem.

        Maria hat, voll der Gna­de und des Hl Gei­stes den Sohn Got­tes emp­fan­gen dür­fen, und ihn, Jesus Chri­stus, gebo­ren, erzo­gen, beglei­tet und sein Lei­den mit­voll­zo­gen bis unters Kreuz. Durch Ihr Zei­chen kom­men wir auf Jesus, den Hei­land der Welt. Wo sie ist, ist der Sohn. Und Jesus, der Sohn Got­tes hat uns den Weg zum Vater wie­der geöff­net durch sein Opfer. Unse­re Ver­ei­ni­gung mit Gott, mit dem Geheim­nis der aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit ist unser Ziel.
        Maria ist uns dar­in in voll­kom­men­ster, nur-mensch­li­cher Wei­se dabei vor­an­ge­gan­gen.

  10. An alle Kon­ser­va­ti­ve, die hier die Rei­chen beju­beln und den Armen in den Hin­tern tre­ten (zumin­dest ver­bal):

    “There’s class war­fa­re, all right,” Mr. Buf­fett said, “but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” (New York Times, Novem­ber 26, 2006)

    Die­se Her­ren, die die Frei­mau­re­rei und die Abtrei­bung för­dern, sind froh, dass es so vie­le ein­fäl­ti­ge kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken gibt.

    Denn dann müs­sen sich die Mil­li­ar­dä­re nicht selbst recht­fer­ti­gen!

    • Herr Hei­mer, und die Sozia­li­sten und Staats­gläu­bi­gen wie der Papst ver­ur­sa­chen syste­ma­tisch Armut, Unfrie­den, Leid und Unge­rech­tig­keit und schaf­fen sich damit den Markt auf dem sie selbst (mit Gewalt) Mono­po­list sind.

  11. Eine neue Sozial­en­zy­kli­ka — da wird vor­aus­sicht­lich sehr viel aus der Sicht­wei­se Latein­ame­ri­kas mit ein­flie­ßen, was ja nicht unbe­dingt schlecht sein muss. Nur lei­der: Wen inter­es­siert es noch, was Päp­ste zum Kapi­tal­im­pe­ria­lis­mus äußern ? Banal gesagt: ‚Die‘ machen eh‘ was sie wol­len.
    Dar­über hin­aus: Ohne die betref­fen­den Orga­ni­sa­tio­nen und Struk­tu­ren zu benen­nen, bringt es kaum etwas. Hier ein Inter­view mit dem Autor, der das Buch „Welt­macht IWF — Chro­nik eines Raub­zu­ges“ geschrie­ben hat: https://www.youtube.com/watch?v=GCkKxITTKYw — Da wird wirk­lich Tache­les gere­det ! Wenn man die wirk­li­chen Ursa­chen und Ver­ur­sa­cher nicht beim Namen nennt, dann lese ich lie­ber das Evan­ge­li­um. Das Wort Got­tes bes­ser als jede Sozial­en­zy­kli­ka !

  12. @ zeit­schnur — in der Tat habe ich mit Erfolg das Klei­ne Häre­ti­kum abge­legt — inso­fern haben Sie recht.
    Nichts­de­sto­trotz war der Hei­land als zwei­te Per­son der Tri­ni­tas vor aller Zeit- Maria als ancil­la Domi­ni war aus­er­ko­ren ihn zu gebä­ren in der Zeit.

  13. @ omnes hae­re­ti­cos! PER IESUM AD MARIAM — et ne nos in ducas in ten­ta­tio­nem, sed libe­ra nos a hae­re­ti­cis.

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