Existiert eine „organisierte Bewegung“ gegen Papst Franziskus?

Andrea Tornielli bei der Übergabe des Gesprächsbuches "Der Name Gottes ist Barmherzigkeit" an Papst Franziskus
Andrea Tornielli bei der Übergabe des Gesprächsbuches "Der Name Gottes ist Barmherzigkeit" an Papst Franziskus

(Rom) Andrea Tor­ni­el­li gilt in Rom als „Haus- und Hof­va­ti­ka­nist“ von Papst Fran­zis­kus. Er genießt das Pri­vi­leg, leich­ten Zugang zum katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt zu haben. Vor wich­ti­gen Initia­ti­ven ist Tor­ni­el­li stän­di­ger Gast in San­ta Mar­ta. Sei­ne Infor­ma­tio­nen stam­men aus erster Hand. Zudem berät er den Papst in Sachen Öffent­lich­keits­ar­beit und han­delt als des­sen indi­rek­tes Sprach­rohr. Je nach Pla­nung und Not­wen­dig­keit, kün­digt Tor­ni­el­li in sei­nen Arti­keln Schrit­te des Pap­stes an oder ver­sucht ihnen nach Kri­tik eine offi­zi­el­le Deu­tung zu geben. Dazu gehört es auch, gele­gent­lich etwas gera­de­zu­bie­gen.

In Argen­ti­ni­en nimmt die Jour­na­li­stin Eli­sa­bet­ta Piqué, die Rom-Kor­re­spon­den­tin der Tages­zei­tung La Naci­on, eine Son­der­stel­lung ein. Die Papst-Freun­din leg­te bereits 2013 die Bio­gra­phie „Fran­cis­co. Vida y Revo­lu­ción“ (Fran­zis­kus. Leben und Revo­lu­ti­on) über ihren Lands­mann auf dem Papst­thron vor.

Bei­de, Tor­ni­el­li und Piqué, sehen ihre Auf­ga­be dar­in, die Wor­te und Taten des Pap­stes medi­al in ein gutes Licht zu stel­len. Sie erfül­len damit, wenn auch indi­rekt, gera­de in die­sem Pon­ti­fi­kat eine nicht zu unter­schät­zen­de Auf­ga­be. Papst Fran­zis­kus gibt nach wie vor Rät­sel auf. Um genau zu sein, wer­den die Rät­sel mit der Zeit nicht weni­ger.

Wider­sprüch­lich­kei­ten erschwe­ren eine Inter­pre­ta­ti­on sei­nes Den­kens und Han­delns. Tor­ni­el­lis Arti­kel, die in der Tages­zei­tung La Stam­pa und dem Inter­net­por­tal Vati­can Insi­der erschei­nen, sind eine Garan­tie: Sie geben, ob aus­drück­lich erwähnt oder nicht, die Inten­ti­on des Pap­stes wie­der.

Das Tornielli-Interview in "La Nacion"
Das Tor­ni­el­li-Inter­view in „La Naci­on“

Tornielli-Interview für La Nacion

Eli­sa­bet­ta Piqué ließ nun Andrea Tor­nie­li in La Naci­on zu Wort kom­men. Anlaß für das Inter­view war das soeben erschie­ne­ne Gesprächs­buch von Tor­ni­el­li mit Papst Fran­zis­kus„Der Name Got­tes ist Barm­her­zig­keit“. Auch dabei erfährt man eini­ges, was in San­ta Mar­ta gedacht wird.

„Für einen orga­ni­sier­ten Sek­tor, macht der Papst nichts rich­tig“, wird Tor­ni­el­li im Titel zitiert. „Der renom­mier­te ita­lie­ni­sche Vati­ka­nist, Autor eines Gesprächs­bu­ches mit Fran­zis­kus, zeigt sich erstaunt über die syste­ma­ti­schen Angrif­fe einer kon­ser­va­ti­ven Grup­pe gegen den argen­ti­ni­schen Papst“, schreibt Piqué.

Im Inter­view kom­men Piqué und Tor­ni­el­li auch auf Kri­tik an Papst Fran­zis­kus zu spre­chen.

Piqué: Doch in den ver­gan­ge­nen Mona­ten sind Din­ge gesche­hen, die man zuvor nie gese­hen hat, wie der Brief, den 13 Kar­di­nä­le wäh­rend der ver­gan­ge­nen Syn­ode dem Papst geschrie­ben haben, dar­in sei­ner Auto­ri­tät trotz­ten und ihn fast der Mani­pu­la­ti­on beschul­dig­ten.

Tor­ni­el­li: Als Paul VI. die Enzy­kli­ka Huma­nae Vitae ver­öf­fent­lich­te, gab es Papie­re mit sehr hef­ti­ger Kri­tik. Doch es stimmt, bei der Syn­ode gab es einen Moment der Span­nung. Und mir scheint, daß es eine orga­ni­sier­te Bewe­gung gibt, die alle Medi­en nützt, ein­schließ­lich Inter­net, um Zwie­tracht und Kri­tik am Papst zu ver­brei­ten. Was mich dabei erstaunt, ist, daß sie jeden Tag etwas zu kri­ti­sie­ren fin­den. Für die­se Bewe­gung macht der Papst nichts rich­tig, egal was er sagt oder tut. Das erstaunt mich sehr und die­se Beharr­lich­keit weist klar auf ein Vor­ur­teil hin, denn es wird dabei nicht berück­sich­tigt, was er wirk­lich sagt und tut, wenn es nicht ins Kli­schee paßt.

Piqué: Kann die­se täg­li­che Kri­tik an Fran­zis­kus, vor allem durch Blogs, die ihn beschul­di­gen, ein Popu­list zu sein, zwei­deu­tig in Fra­gen der Dok­trin und das Papst­tum zu entsa­kra­li­sie­ren, ihm scha­den?

Tor­ni­el­li: Wenn die Kri­tik nicht auf­rich­tig ist, son­dern auf der Grund­la­ge von Vor­ur­tei­len erfolgt, wenn sie syste­ma­tisch, ja sogar lächer­lich wird, wegen ihrer Insi­stenz und ihrer Halt­lo­sig­keit, wen­det sie sich am Ende gegen jene, die sie äußern.

Papst Franziskus über Kritik informiert

Das Inter­view bestä­tigt, daß Papst Fran­zis­kus über die Kri­tik an Aus­sa­gen und Ent­schei­dun­gen an ihm infor­miert ist. Das wur­de früh­zei­tig deut­lich, als Fran­zis­kus, am 1. Novem­ber 2013 sei­nen intel­lek­tu­ell hoch­ste­hen­den, aber auch här­te­sten Kri­ti­ker, den katho­li­schen Rechts­phi­lo­so­phen Mario Palma­ro anrief. Mario Palma­ro war damals bereits von schwe­rer Krank­heit gezeich­net, der er kurz dar­auf erlie­gen soll­te.

Die Exi­stenz einer „orga­ni­sier­ten Bewe­gung“, die „syste­ma­tisch“ Papst Fran­zis­kus kri­ti­siert, mag ein per­sön­li­cher Ein­druck Tor­ni­el­lis sein, für den er aber kei­nen Beleg nennt. Zwei­fel­haft erscheint, daß Papst-Kri­ti­kern „alle Medi­en“ zur Ver­fü­gung ste­hen. In der Tat blei­ben, nimmt man Tor­ni­el­lis und Piqués Aus­sa­gen zusam­men, nur „Blogs“ übrig. Das Inter­net, auf­grund sei­nes frei­en Zugangs, scheint also das ein­zi­ge Medi­um zu sein, wo Kri­tik am der­zei­ti­gen Papst geäu­ßert wer­den kann. Das sagt eini­ges über das Medi­um Inter­net aus, mehr aber noch über Pres­se und Rund­funk.

Inter­es­sant ist das inso­fern, als der argen­ti­ni­sche Zere­mo­ni­är des Pap­stes, Msgr. Guil­ler­mo Xavier Kar­cher, in Inter­views, erst­mals im April 2014, sag­te, der Papst lese eine ein­zi­ge Tages­zei­tung, La Repub­bli­ca, und die täg­lich für ihn vor­be­rei­te­te Pres­se­map­pe. Er nüt­ze aber weder Inter­net noch kön­ne er mit einem Com­pu­ter umge­hen. Kuri­en­erz­bi­schof Clau­dio Maria Cel­li, der Vor­sit­zen­de des Päpst­li­chen Rats für die sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, sag­te am 23. Juni 2015 beim Forum Euro­pa in Bil­bao, der Papst habe ihm am 18. Juni in San­ta Mar­ta anver­traut: „Ich weiß, daß ich vie­le Blogs gegen mich habe.“ Eine Aus­sa­ge, die er nur auf­grund der Infor­ma­tio­nen ande­rer täti­gen konn­te.

Tornielli tut Kritik an Papst Franziskus pauschal ab

Auch für die Behaup­tung, die Papst-Kri­tik sei „nicht auf­rich­tig“, beru­he auf „Vor­ur­tei­len“ und sei daher „halt­los“, nennt Tor­ni­el­li kein Bei­spiel.

Kon­kret dient die Stel­le im Inter­view damit nur einer gene­rel­len Dis­kre­di­tie­rung von jeder Kri­tik an Papst Fran­zis­kus.

Eine „orga­ni­sier­te Bewe­gung“ gegen Papst Fran­zis­kus konn­te von uns bis­her nicht fest­ge­stellt wer­den. Was Katholisches.info betrifft kön­nen wir ver­si­chern, nicht auf der Suche nach Hand­lun­gen von Papst Fran­zis­kus zu sein, die kri­ti­siert wer­den könn­ten. Wir hal­ten weder Kon­takt zu irgend­ei­ner Grup­pe , die gegen Papst Fran­zis­kus oder sonst irgend­wen Rän­ke schmie­det noch zu einer „orga­ni­sier­ten Bewe­gung“, von der wir noch nichts gehört haben und deren Exi­stenz wir daher der Phan­ta­sie von Andrea Tor­ni­el­li zuschrei­ben.

Als Redak­ti­ons­lei­ter will ich aber nicht leug­nen, manch­mal am Mor­gen mit dem sor­gen­vol­len Gedan­ken auf­zu­ste­hen, wel­che Neu­ig­kei­ten der Papst inzwi­schen bereit­hält. Man wür­de wohl über­trei­ben, woll­te man behaup­ten, man hät­te einen beson­ders ver­trau­ens­er­wecken­den Ein­druck gewon­nen. Noch weni­ger kön­nen wir dem Anspruch von Fran­zis­kus-Ver­eh­rern etwas abge­win­nen, stän­dig den Hei­li­gen Geist zu bemü­hen, und die­sen je nach Bedarf gegen Über­lie­fe­rung, Schrift und Lehr­amt aus­zu­spie­len.

Das alles aber erfüllt nichts von dem, was Tor­ni­el­li und Piqué kri­ti­sie­ren.

Im Gegen­satz zu Tor­ni­el­li und Piqué sind wir in unse­rer Bericht­erstat­tung jeden­falls unab­hän­gi­ger und unpar­tei­ischer, da wir kei­ner­lei Nah­ver­hält­nis zum Sub­jekt der Bericht­erstat­tung unter­hal­ten im Gegen­satz zu Piqué, die mit Fran­zis­kus seit Jah­ren befreun­det ist und der ihre Kin­der getauft hat, und im Gegen­satz zu Tor­ni­el­li, der seit dem 13. März 2013 mit einem Fuß in San­ta Mar­ta wohnt, und die­sem Pon­ti­fi­kat eine ganz außer­ge­wöhn­lich pri­vi­le­gier­te Stel­lung ver­dankt.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Radio Vaticana/Secretum meum mihi (Screen­shots)

82 Kommentare

    • @Ballflachhalter
      Ich wür­de Papst Fran­zis­kus eher als Pro­mi-Star bezeich­nen wol­len denn als Hei­li­gen.
      In einem Nach­bar­ort hängt sein Kon­ter­fei über­le­bens­groß schon über ein Jahr an der Aussen­fas­sa­de der katho­li­schen Kir­che. Jedes­mal beim Vor­über­fah­ren wer­de ich an die herr­schen­de Pop-Kul­tur erin­nert und ihre Anhim­me­lung durch noch unkri­ti­sche Jugend­li­che.

    • @Ballflachhalter:

      Lächer­lich. Vor allem die „Begrün­dung“ („Basta!“). Nicht der Ball, son­dern das Niveau wird mit sol­chen Kom­men­ta­ren flach gehal­ten.

      • @ Anti usw.
        dan­ke fuer die Ein­schät­zung mei­nes Basta als Begrün­dung und mei­ne Ein­ord­nung.
        Der Frie­de sei mit Dir!

      • @ Eccle­sia
        Mich beein­druckt Ihr beschei­de­ner Nick. Wenn ich etwas sage, mei­ne ich das im Ernst.

      • Es sind da viel­fäl­ti­ge Zei­chen- sei­ne Demut, sein tie­fer Glau­be,
        sei­ne Authen­zi­tät, sei­ne ech­te Fröm­mig­keit, sei­ne Lie­be zu Gott und den Men­schen und und und.…

      • Was Sie nen­nen, sind alles Eigen­schaf­ten, die nur der lie­be Gott kennt und die allen­falls, wenn über­haupt, erst nach die­sem Erden­le­ben beur­teilt wer­den kön­nen.

        Um aber zu Leb­zei­ten bereits eine „Hei­lig­keit“ zu ver­mu­ten, müss­ten Sie da schon hand­fe­ste­re Zei­chen nen­nen kön­nen. Und auch dann wäre es frag­lich, denn auch der Böse tut Wun­der, kennt die Tra­di­ti­on und sitzt „auf den Hör­nern des Alta­res“, wie man im Alter­tum schon wuss­te.

    • Bereits zu Leb­zei­ten hei­lig spre­chen und in den Him­mel hin­auf loben?
      Bereits Kino­fil­me (sie­he Ita­li­en) über sein Leben machen?
      Zent­ner­wei­se Bücher über ihn pro­du­zie­ren, einem Autoren-Wett­lauf gleich?
      Von den mei­sten erbit­ter­ten Kir­chen-Fein­den der Ver­gan­gen­heit ganz plötz­lich ton­nen­wei­se süß­li­ches Lob ein­heim­sen?

      Inter­es­san­te Art, „Hei­lig­keit“ zu defi­nie­ren. Aber wir sind es ja mitt­ler­wei­le gewöhnt, dass Begrif­fe in die­ser moder­ni­sti­schen Neu­zeit auch mit­un­ter auf ein­mal das Gegen­teil bedeu­ten kön­nen von dem, was ihr ursprüng­li­cher Sinn war.

      Nichts ist, wie es scheint. Nur vom Him­mel aus sieht man gut.
      (Uns klei­nen Amei­sen fehlt dazu sowohl der Abstand als auch die Per­spek­ti­ve!)

    • Ball­flach­hal­ter @ Fran­zis­kus ein Hei­li­ger ? Das kann nur ein kirch­lich Ange­stell-
      ter behaup­ten, aus­ge­rech­net Fran­zis­kus. Was ver­ste­hen Sie unter Hei­lig­keit ? Der
      der­zei­ti­ge Pon­ti­fex der dabei ist, die Grund­mau­ern des katho­li­schen Glau­bens zum
      Ein­sturz zu brin­gen, ent­behrt jeg­li­cher Hei­lig­keit. Das Zuju­beln der Pres­se, Me-
      dien und Öffent­lich­keit bewei­sen Welt­geist und nicht Hei­lig­keit.

    • Bester @Ballflachhalter,
      Um hei­lig erklärt wer­den zu kön­nen, muß man erst tot sein.
      Vor 60 Jah­ren hat die CDU dann ein­mal betr. Ade­nau­er und einer wack­li­gen Wie­der­wahl bei einem Prä­la­ten nach­ge­fragt, ob icht auch ein­mal „schein­tot“ gel­ten würde…(wobei dann natür­lich auch die Hei­lig­keit nur „scheinh..“ wür­de…):-)

      Bei Ihrem Nick­na­me muß­te ich jedoch an den gro­ßen Fuß­ball­trai­ner Ray­mond Goe­t­hals den­ken: fuß­bäl­le­risch Urge­stein, stets in einem älte­ren ver­wa­sche­nen Trai­nings­an­zug und einem alten Regen­man­tel auf dem Feld, der schon hoch­be­jahrt die bel­gi­sche Natio­nal­mann­schaft bis in die Hal­be Fina­le der Welt­mei­ster­schaft brach­te und kurz vor sei­nem Tod noch mit Olym­pi­que Mar­seil­le fran­zö­si­scher Natio­nal­mei­ster wur­de.
      Vom einem begei­ster­ten jun­gen Spie­ler nach sei­nem Patent­re­zept gefragt, ant­wor­te­te er (und wohl ganz im Gegen­satz zu Ihrem Namen): „Hoch spie­len“ (Also den Ball nicht flach­hal­ten)

      Aqui­la non cap­tat mus­cas (Sor­ry, @Marienzweig!)

      • Adri­en Antoi­ne!
        Schön, dass Sie immer wie­der an Ihr Ver­spre­chen des Über­set­zens den­ken.
        Ich hof­fe sehr, dass Ihnen dies all­mäh­lich nicht zur Last wird.

    • Die­ses Tram­pel­tier auf dem Papst­thron ist weder hei­lig noch Papst.
      Da kön­nen Sie tau­send­mal „Basta“ sagen.
      Das ist ein Rabau­ke, der sich eitel in sei­ner Rol­le gefällt.

  1. Sehr geehr­ter Herr Nar­di,

    Kon­ser­va­ti­ve, damit sind hier die Tra­di­ti­ons­be­wuß­ten gemeint, nei­gen in der Regel nicht zu Auf­stän­den und des­halb zuvor auch nicht zu Netz­wer­ken, wie sie Revo­luz­zer im Gegen­satz dazu brau­chen, um ihre ver­fehl­ten Ideen umzu­set­zen. Nein, durch­zu­drücken!

    In der Tages­post stand ein Arti­kel, der als Lese­hil­fe für das Papst­vi­deo zu ver­ste­hen war. Sie ste­hen also nicht allein da. Der Chef­re­dak­teur einer Kir­chen­zei­tung mach­te mich in einem Gespräch dar­auf auf­merk­sam, daß er vor­sich­tig sein müs­se bei der Aus­wahl der Autoren und Tex­te. Bean­stan­dun­gen kämen von gewich­ti­gen Leu­ten. Wirt­schaft­li­che Inter­es­sen müß­ten auch berück­sich­tigt wer­den. Die Leser­schaft hat Schwind­sucht wie die Kir­che. Sogar Leu­te in mei­nem Alter (73) gehen nicht mehr in die Kir­che oder tre­ten aus. Die Kir­che ist tief gespal­ten.

    Vor(?)Urteil, nein mei­ne Ein­schät­zung ist aus Beob­ach­tun­gen gewach­sen: Freu­dig habe ich bei sei­ner Prä­sen­ta­ti­on gehört, „beten wir für ein­an­der“. Dem steht das Dia­log-Gebot im Weg. Der Papst ist red­se­lig. Ist er des­halb ins Domus Mar­ta ein­ge­zo­gen, um täg­lich eine Pre­digt hal­ten zu kön­nen? Sei­ne Reden hal­te ich viel­fach für fahr­läs­sig. Eben­so sei­nen Öku­me­nis­mus. usw

    • Haben Sie herz­li­chen Dank für Ihre tref­fen­de Ein­schät­zung. Die sel­be Sor­ge quält mich seit Anbe­ginn die­ses Pon­ti­fi­ka­tes. Für mich ist und bleibt der Papst der Vica­ri­us Jesu Chri­sti mit allen damit gege­be­nen Auf­la­gen. Aber der Blick in die Ver­gan­gen­heit zeigt, wie sehr Mensch­li­ches bei den Amts­trä­gern doch ist und bleibt. katholisches.info sage ich gro­ssen Dank — es hilft mir durch die­ses Tal der Trä­nen zu gehen im Bewusst­sein: sola­men mise­ris soci­os habuis­se malo­rum dh. ich bin auf mei­nem Weg zu Gott nicht allein.
      Aller­dings sind die War­nun­gen, den Papst nicht zu dämo­ni­sie­ren nicht unbe­grün­det. Wenn das orga­ni­siert gesche­hen wür­de, könn­te das zu einer gefähr­li­chen Petri­fi­ka­ti­on der kri­ti­sier­ten Din­ge füh­ren. Sicu­ti histo­ria docet.

  2. Wenn die anti-christ­li­chen Mas­sen­me­di­en der Jah­re 2013–2016 einen Papst der­art „ver­göt­tern“, heisst das eini­ges…

  3. Alles das, was Kon­rad Georg sagt habe ich schon ein­mal gehört. Die Abhän­gig­keit der katho­li­schen Pres­se von den Fleisch­töp­fen!!! Als letz­ter warn­te S.E. Erz­bi­schof Dyba vor die­sen Abhän­gig­kei­ten. Was unsern jet­zi­gen Papst angeht, so muss man nur sei­ne diver­sen Aus­sa­gen anse­hen, die mit der tra­di­tio­nel­len Leh­re oft nicht über­ein­stim­men.
    In den Aus­sa­gen, Per­len und Inter­views erken­ne ich die Leh­re der Kir­che wie in einem Zerr­spie­gel. Die Ele­men­te der Leh­re sind erkenn­bar aber ver­zerrt, man­ches Essen­ti­el­le fehlt. Was nicht zur Leh­re gehört wie die
    Kli­ma­theo­rie wird in den Rang einer Glau­bens­leh­re erho­ben. Ich kann mich des Ein­druckes nicht erweh­ren, dass die Glau­bens­treue miss­braucht wird, um eine Neue Welt­ord­nung zu erstel­len. Ist die heu­te pro­pa­gier­te ein­sei­ti­ge Barm­her­zig­keit nicht gleich­zei­tig ein Ver­rat an der gött­li­chen Gerech­tig­keit, weil sie die Barm­her­zig­keit nur mehr eínseitig, kryp­to­gam, lehrt? Sie ver­zich­tet auf die Leh­re von der Sün­de und ihren fata­len Fol­gen. Eine Beleh­rung der Sün­der erfolgt nicht mehr nach dem Mot­to, wer bin ich um zu beur­tei­len? Die­ses her­aus­zu­stel­len, wäre die Auf­ga­be einer funk­tio­nie­ren­den Pres­se.

    • …das geht einem aller­dings, wenn man erst mal mit nüch­ter­nem Sinn die Tex­te frü­he­rer Päp­ste, auch derer lan­ge vor dem Kon­zil ansieht, genau­so: vie­les ist ver­zerrt oder stimmt tat­säch­lich mit der Leh­re, oft auch mit der Schrift allei­ne schon vom Wort­laut her nicht über­ein oder hat erschrecken­de inne­re Fehl­rich­tun­gen, meist nicht grob, aber in intel­lek­tu­el­len Nuan­cen, die nicht so leicht bemerkt wer­den…

      Nun ist ein Papst ja auch nicht unfehl­bar. Das allei­ne reicht noch nicht, um ihn als Häre­ti­ker anzu­se­hen und gegen ihn vor­zu­ge­hen.

      Für mich gibt es da schon „Schwe­re­gra­de“ an „Fehl­bar­keit des Pap­stes“. Bei F. ist es leicht zu erken­nen, dass er sich in vie­len Punk­ten abge­seilt hat von der Leh­re der Kir­che. Das haben sei­ne Vor­gän­ger aber, wie gesagt, auch, und in vie­lem über­nimmt er auch deren ein­ge­schla­ge­ne Pfa­de. Nur in einem Punkt nicht: in der Sexu­al­mo­ral.

      Bei F. kommt zwei­er­lei zusam­men, eine schein­bar maxi­ma­le Lax­heit und Fahr­läs­sig­keit in der Leh­re bei mini­ma­ler intel­lek­tu­el­ler Auf­be­rei­tung.

      Und die­se Mischung ist gera­de­zu töd­lich, gibt uns nichts mehr, was uns sagen las­sen könn­te: Naja, aber weningstens ist er da und da ganz gut. Wobei das auch ein fal­scher Trost wäre, aber wenn einem selbst fal­scher Trost nicht mehr mög­lich ist, ist es weit gekom­men…

  4. Es gibt fun­da­men­ta­le Kritk an F.

    Es gibt Bewe­gun­gen gegen F, aber sind sie wirk­lich orga­ni­siert? das kann ich nicht bis ins Letz­te beur­tei­len, bezweif­le es aber — es sei denn, es gibt Kon­soira­tio­nen, die erst noch offen­bar wer­den müs­sen.

    Die­ser Papst ist eine media­le Cash-Cow, aber theo­lo­gisch?
    Und klar: die Papo­la­trie der etz­ten 150 Jah­re ver­bie­tet kri­tik am Papst. Eigent­lich gut, dass die­ser vor­läu­fi­ge Tief­punkt des Papst­am­tes all die­sen Göt­zen­die­nern vor Augen führt, dass die­se Papst-Feti­schi­sie­rung ein­fach ein irr­weg war. Fürch­te aber, das ler­nen sie nicht: Sie wer­den hyste­risch heu­lend auf die Knie sin­ken, wenn dann einer kommt und wie­der im rich­ti­gen Kostüm Papst spielt und den Leu­ten die rich­ti­gen „Knöp­fe drückt“, auch wenn er ein noch viel grö­ße­rer Rat­ten­fän­ger ist.

  5. @Konrad Georg

    Lei­der sind die Reden zuwei­len nicht nur fahr­läs­sig, son­dern, äußerst mil­de gespro­chen, grob­fahr­läs­sig. Und bedau­er­li­cher­wei­se erweist sich Papst Ber­go­glio auch in die­ser Hin­sicht als inkor­ri­gi­bel. Allen wird z.B. noch bewußt sein, welch unab­seh­ba­rer Scha­den allein aus der Aus­sa­ge: „Wer bin ich, um zu urtei­len?“ erwach­sen ist. U.a. berief man sich in einem US-Ame­ri­ka­ni­schen Staat auch auf die­sen Aus­spruch, um die sog. Ehe gleich­ge­schlecht­li­cher Per­so­nen ein­zu­füh­ren. Per­so­nen, die die Leh­re der Kir­che ableh­nen, zeig­ten sich bei Demon­stra­tio­nen mit Hem­den, auf denen die­se Aus­sa­ge als „Slo­gan“ abge­druckt war. Die kir­chen­feind­li­chen Mas­sen­me­di­en wer­te­ten prak­tisch ein­mü­tig die Bemer­kung Ber­go­gli­os als augen­zwin­kern­des Ein­ver­ständ­nis mit Ver­hal­tens­wei­sen, die in der Kir­che von Anfang an und selbst­ver­ständ­lich auch im Welt­ka­te­chis­mus zur Kate­go­rie der Him­mel­schrei­en­den Sün­den gerech­net wer­den — usw. usf. Damit soll­te doch jedem, der eigent­lich ganz anders ‑näm­lich im Sin­ne der der kirch­li­chen Leh­re bzw. des Natur­rechts- ver­stan­den wer­den woll­te, glas­klar sein, daß er eine ekla­tan­te Fehl­lei­stung began­gen hat. Nicht so Ber­go­glio. Erst unlängst hat­te er tat­säch­lich die Unver­fro­ren­heit, sei­nen Aus­spruch zu ver­tei­di­gen mit dem Hin­weis, er habe doch nur das sagen wol­len, „was im Kate­chis­mus steht“. Damit hält er die Sache offen­bar für „erle­digt“. — Da feh­len einem wirk­lich die Wor­te. Man stel­le sich ver­gleichs­wei­se ein­mal vor, was gesche­hen wür­de, wenn sich z.B. ein lei­ten­der deut­scher Staats­mann in einer Wei­se äußern wür­de, die von der gesam­ten Welt­pres­se als Bil­li­gung z.B. des Natio­nal-Sozia­lis­mus ver­stan­den wür­de — und dar­auf­hin vie­le Per­so­nen zu ent­spre­chen­den kri­mi­nel­len Hand­lun­gen schrei­ten wür­den. Was müß­te man wohl davon hal­ten, wenn der­sel­be Staats­mann ein bis zwei Jah­re spä­ter erkä­ren wür­de, er ver­ste­he die gan­ze Auf­re­gung nicht, denn eigent­lich habe er doch nur gesagt, was im deut­schen Grund­ge­setz steht?!

    Vie­le mei­nen, bei Ber­go­glio han­de­le es sich um einen Übel­wol­len­den. Ande­re, und die­se dürf­ten mei­ner unmaß­geb­li­chen Ansicht nach rich­tig lie­gen, hal­ten ihn für einen äußerst beschränk­ten Kopf (dem der Applaus der Mas­sen­me­di­en, die ihn als nütz­li­chen Idio­ten schät­zen, über alle Maßen behagt). Zumin­dest eini­ge Grün­de lie­ßen sich wohl für die­se Mei­nung anfüh­ren. Z.B. hat­te Ber­go­glio zum Zeit­punkt sei­nes Amts­an­tritts kaum welt­kirch­li­che Erfah­rung. Er spricht ledig­lich zwei Spra­chen flie­ßend (Spa­nisch, ein mit­un­ter recht merk­wür­di­ges Ita­lie­nisch). Sei­ne Aus­bil­dung fiel in eine Zeit des rasan­ten Nie­der­gan­ges — kein Wun­der, daß von der grund­so­li­den alten Jesui­ten­schu­le bei ihm prak­tisch nichts zu spü­ren ist, wenig­stens, was theo­lo­gi­schen Scharf­sinn betrifft. Wis­sen­schaft­li­che bzw. lite­ra­ri­sche Lei­stun­gen sind von ihm nicht bekannt. In der argen­ti­ni­schen Ordens­pro­vinz Societa­tis Jesu galt er als Que­ru­lant, der zwar mit pseu­do-spir­tu­el­len Schar­la­ta­ne­rien eine gewis­se Anzahl schwär­me­ri­scher Bewun­de­rer hin­ter sich brach­te, aber des­sen Tätig­keit als Pro­vin­zi­al eine Kata­stro­phe war; sei­nem Nach­fol­ger in die­sem Amt soll er das Leben sehr schwer gemacht haben. Als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires galt er als der unfreund­li­cher, immer gries­grä­mi­ger, unnah­ba­rer Vor­ge­set­zer, der nament­lich für sei­ne Prie­ster nie­mals ein gutes Wort hat­te. — Nun stün­de einem sol­chen Mann, der sich weder durch soli­de theo­lo­gi­sche Kennt­nis­se, noch durch beson­de­re intel­lek­tu­el­le Bega­bung, noch durch tak­ti­sches Geschick, noch durch einen gedie­ge­nen welt­kirch­li­chen Hori­zont aus­zeich­net, in der römi­schen Kurie ein Instru­men­ta­ri­um zur Ver­fü­gung, das bera­tend und kor­ri­gie­rend in vie­lem einen gewis­sen Aus­gleich schaf­fen könn­te. Doch gera­de die Kurie behan­delt er mit offe­ner Gering­schät­zung, schot­tet sich im Vati­kan ab und umgibt sich mit einem win­zi­gen Zir­kel von Per­so­nen, die genau so den­ken wie er. Bei jeder ande­ren hoch­ste­hen­den Füh­rungs­per­sön­lich­keit wür­de schon letzt­ge­nann­tes Vor­ge­hen in der Öffent­lich­keit für bei­ßen­den Spott und den Vor­wurf dilet­tan­ti­scher Inkom­pe­tenz sor­gen. Doch dar­über schwei­gen die Medi­en. Der Grund wur­de schon genannt: Einen nütz­li­chen Idio­ten schont man, bzw. jubelt ihn hoch.

    Wir wer­den Papst Ber­go­glio vor­läu­fig noch ertra­gen müs­sen. Wir wer­den wei­ter Tag um Tag mit den­sel­ben man­tra­haft wie­der­hol­ten ste­ri­len For­meln kon­fron­tiert wer­den („Gott der Über­ra­schun­gen“, „Gehen an die Rän­der“, „Stall­ge­ruch der Scha­fe“, „Spi­ri­tu­el­le Welt­lich­keit“, „Neo­pe­la­gia­ner“, „Barm­her­zig­keit statt Gerech­tig­keit“, „Barm­her­zig­keit statt Welt­lich­keit“, „Barm­her­zig­keit statt Gesetz“, „Lie­be ist gleich Barm­her­zig­keit“, „Wert­schät­zung des Alten ist Göt­zen­dienst“, „Ver­stei­ner­tes Pha­risä­r­er­tum“, „Gott des Neu­en“ usw.) — ste­ril schon des­we­gen, weil sich auf­grund sol­chen Gere­des kein Mensch bekehrt — oder habe ich viel­leicht irgend­wie nicht mit­be­kom­men, daß seit dem Amts­an­tritt Ber­go­gli­os der Emp­fang des Buß­sa­kre­men­tes in neu­er Blü­te steht?

    Viel­leicht wäre es einer der größ­ten Gna­den­er­wei­se der gött­li­chen Barm­her­zig­keit für unse­re Zeit, wenn sie uns von ihrem Kari­ka­tu­ri­sten so bald wie mög­lich ‑auf ihre Wei­se- befrei­te…

    • Apro­pos Scharf­sinn @Antidaedium: unter­schät­zen Sie da bit­te nicht Papst Ber­go­glio: der ist näm­lich schlau­er wie 3 Dum­me zusam­men genom­men.

    • @ Anti­ta­edi­um

      Wie erklä­ren Sie sich dann die Wahl von Ber­go­glio? Wenn dies alles schon bekannt war bevor er ins Kon­kla­ve ein­ge­zo­gen ist, dann fra­ge ich mich, wie die Wahl über­haupt erfol­gen konn­te, beson­ders da sich ja die Kar­di­nä­le nicht nur aus dem lin­ken Flü­gel an die Urne bege­ben haben.

    • Der Papst ver­sucht, den wah­ren Glau­ben zu zer­stö­ren.
      Das hat er getan. Und nicht nur @Antitaedium, son­dern allen Chri­sten.…
      Und: Einem Häre­ti­ker fol­ge ich n i c h t! BASTA!

      • Wer sind Sie den Rat­schluß der Kir­che und des Pap­stes infra­ge zu stel­len? Das ist schon Häre­sie genug Ihnen nicht zu fol­gen. Oder legen Sie neu­er­dings den wah­ren glau­ben fest? Das ist anschei­nend in der Kir­che noch nie­man­dem auf­ge­fal­len.

        Die Kir­che ist nicht nur Euro­pa und die, die am Staub in den Tala­ren fest­hal­ten woll­ten soll­ten die Uni­ver­sa­li­tät der Kir­che begrei­fen. Was hier oben als fest beto­niert scheint, ist in Afri­ka und Latein­ame­ri­ka etwas ganz ande­res, oder spre­chen Sie die­ses Chri­sten auch den wah­ren glau­ben ab?

        Sehr klein­gläu­big von vie­len hier Gott in vor­ge­schrie­be­ne Rah­men und Muster und Tex­te zwän­gen zu wol­len, das ist die größ­te Häre­sie!

      • Aber selbst­re­dend steht es mir frei, dem „Papst“ nicht zu fol­gen, wenn ich mer­ke, dass er Häre­si­en ver­kün­det (und das zuhauf!!). Auch sehe ich es als mei­ne Pflicht an, die Men­schen dar­auf hin­zu­wei­sen (in Wort und Schrift). Und dies wer­de ich auch wei­ter­hin tun. Und — ähm — mir fol­gen soll ja nie­mand. Den wah­ren Leh­ren der kath. Kir­che (vom Herrn selbst gege­ben) soll man fol­gen. Und nicht die­sen Miet­lin­gen, die man zuhauf in den moder­ni­sti­schen Kir­chen antrifft. Alles Frei­mau­rer­tum! Den wah­ren Glau­ben hat Jesus uns kund­ge­tan — Herr Ber­go­glio unter­wan­dert diesen…Und davor wer­de ich mein Umfeld war­nen! Sei­en Sie gewiss!!

      • Es gibt da eine Grup­pe die seit 500 Jah­ren dem Papst nicht mehr folgt, viel­leicht haben Sie ja Inter­es­se an einer Mit­glied­schaft?

    • wir spie­len hier auf die­sem Forum Kick & Rush, den Ball flach­hal­ten dür­fen Sie ger­ne bei kath.net 😉

      das Argu­ment „Basta“ wird dort von den Ber­go­glio-Apo­lo­ge­ten auch gern ein­ge­setzt — ver­mut­lich weil sie sonst keins haben

      das Posi­ti­ve an die­sem Pon­ti­fi­kat ist, daß ich mich plötz­lich sel­ber infor­mie­ren muß und eine eige­ne Mei­nung bil­den muß, weil man sich auf das, was aus Rom kommt, nicht mehr ver­las­sen kann: ent­we­der ver­steh ich es nicht oder es ver­wirrt mich oder es klingt ker­zen­ge­ra­de falsch. Habe mich noch nie so inten­siv mit dem Glau­ben und der Leh­re befasst wie jetzt ange­sichts der offen­sicht­li­chen theo­lo­gi­schen Lee­re des Pap­stes — viel­leicht ist das ja der viel­be­schwo­re­ne Franz­i­kus-Effekt?

      • Per­fekt — das ist tat­säch­lich wahr, aller­dings nur für den, der sich die Mühe macht.

        Ande­re schla­fen bequem wei­ter, ent­we­der in Papst­se­lig­keit oder im wei­chen Bett der selbst zuge­spro­che­nen Stell­ver­tre­tung des Stell­ver­tre­ters.

      • Lie­ber Kosta­di­nov,

        das Niveau auf kath.net — ich schaue ab und an mal inter­es­se­hal­ber dort vor­bei — nimmt in der Tat immer deut­li­cher ab. Kom­men­ta­re, wie der Ein­gangs­kom­men­tar des Kom­men­ta­tors @Ballflachhalter(?!), die dort in etwas niveau­vol­ler Wei­se lau­fend von bestimm­ten Lesern platz­iert wer­den, sind ein deut­li­cher Beleg dafür, dass der Glau­be sich ins­be­son­de­re in pro­gres­si­ven Kir­chen­krei­sen zuneh­mend bana­li­siert und in eine gei­sti­ge Schlicht­heit abglei­tet, die dem Men­schen nicht das Heil gewinnt, son­dern nur ein schwe­res Ärger­nis dar­stel­len, weil sie die Sehn­sucht des Men­schen nach Wahr­heit ver­höh­nen.

        Papst Fran­zis­kus ist in der Tat kein Papst, der den Glau­ben zu stär­ken ver­mag, son­dern der spal­tet und Unfrie­den in die Kir­che trägt, der mit sei­ner undif­fe­ren­zier­ten Rede von Barm­her­zig­keit, die­se Sehn­sucht zu einer Phra­se hat wer­den las­sen.

        Die Kri­se der Kir­che unter dem Pon­ti­fi­kat Fran­zis­kus hat ihren Ursprung im Jesui­ten­or­den und dem Zustand, in dem sich die­ser Orden heu­te befin­det. Über wei­te Strecken ist in die­sem Orden der katho­li­sche Glau­be rest­los ver­dun­stet. Die Zer­set­zun­gen sind jedem sicht­bar, der nicht weg­schau­en will. Bestimm­te Lob­by­grup­pen haben die­sen Orden tief unter­wan­dert und zu einem Werk­zeug ihrer glau­bens­fer­nen Inter­es­sen gemacht.

        Ich rät­se­le immer noch, wem der Papst mehr Gehor­sam gelobt hat, der Kir­che oder dem Jesui­ten­or­den.

        Die Ero­si­on des Glau­bens in der Kir­che seit die­sem Pon­ti­fi­kat lässt sich an unzäh­li­gen Bei­spie­len bele­gen. „Hir­ten“ wie Kar­di­nal Kas­per oder Marx kon­ter­ka­rie­ren das Amt in einer Deut­lich­keit, man könn­te fast sagen Unbe­schwert­heit, dass schon dar­in sich ein fun­da­men­ta­ler Glau­bens­ver­lust aus­drückt.

        Wir leben in dunk­len Zei­ten, in der der Papst die Leh­re nicht in ihrer Klar­heit erhellt, son­dern sie durch Vag­heit und Unbe­stimmt­heit ver­dun­kelt. Sie tun recht dar­an, sich nicht an die­ser Kako­pho­nie der Ver­kün­di­gung zu ori­en­tie­ren, son­dern sich an das zu hal­ten, was die Kir­che zu allen Zei­ten als ihren festen Glau­ben ver­kün­det hat. Nur das hat Wahr­heit und ist schon durch die Zeit beglau­bigt.

      • @Suarez, vie­len Dank für die Auf­mun­te­rung! Bekommt man ja selten…hier wur­de ich oft als zu modern gekloppt, bei kath.net galt ich als „Aus­ge­tre­te­ner“, aber wenn man’s von bei­den Sei­ten abbe­kommt, liegt man ja viel­leicht rich­tig?
        Sie haben aber auch eine Inter­net­kar­rie­re bein­an­der: auf kath.net gesperrt, hier für tot erklärt 😀

      • So kann man den Fran­zis­kus-Effekt auch inter­pre­tie­ren!
        Auch ich bin stän­dig am Nach­schla­gen, wenn auch in beschei­de­nem Maße. Lang­wei­lig wird es einem bei die­sem Papst nicht!

      • Hoch­ge­ehr­ter @Kostadinov,
        Für Ihren guten Humor und Ihre ver­schmitz­te Kri­tik möch­te ich herz­lich dan­ken 🙂
        Es ist eine gewal­ti­ge Berei­che­rung des Forums.
        Und was das „Klop­pen“ betrifft: per aspe­ra ad astra
        (Durch Wid­rig­kei­ten zu den Ster­nen) 😉

      • Hoch­ge­ehr­ter Adri­en Antoi­ne,
        das sehe ich so wie Sie! Ohne eine gute Prie­se Humor, wie ihn der hoch­ver­ehr­te Kosta­di­nov immer wie­der zeigt, lässt sich der Irr­sinn unse­rer Zeit nur mit Mühe ertra­gen. Wo noch also noch Hei­ter­keit herrscht, kann der Trüb­sinn nicht die Ober­hand gewin­nen.

  6. Dass han isch mir auch schon gedenkt lie­wa Ball­flach­hal­ter, dass de Pabschd Fran­zis­kus ein Heil­jer iss. Alle­en schon der Name. Dass war mei erschter Gedan­ke: der do iss e Hei­li­jer. Der hätt auch gera­de­wägs hin­un­ner sprin­ge kön­ne vom Bal­kon von der Lodds­chia: dem wär nix pas­siert! Der hat näm­lich 10 Schutz­en­gel so gut wie einer.
    Isch han mir auch scho ein Datum aus­ge­denkt, wann ma den feie­re duun könn­de. Awwa dass will isch jetzt hier noch nit ver­ra­de.
    Also in dem Sin­ne: noch eine scheen Fast­nachts­zeit.

  7. Lei­der hat gegen Papst Bene­dikt wirk­lich eine orga­ni­sier­te Gegen­be­we­gung exi­stiert, die es gelun­gen ist ihn zu stuerzen.Deshalb traue­re ich noch immer. Aber ich fin­de dass Ball­flach­hal­ter das Recht hat um Papst Fran­zis­kus zu lieben,das ist doch sei­ne Frei­heit.

  8. Alle, die – wie auch der Schrei­ber die­ser Ant­wort – ‚manch­mal am Mor­gen mit dem sor­gen­vol­len Gedan­ken auf­zu­ste­hen, wel­che Neu­ig­kei­ten der Papst inzwi­schen bereit­hält‘, mögen beden­ken:

    Die Auf­re­gung über die skan­da­lö­sen Äuße­run­gen und die mehr als skan­da­lö­sen Auf­füh­run­gen Ber­go­gli­os geht am wirk­li­chen Pro­blem vor­bei.
    Man schießt sich auf einen Mann ein, der schon deut­lich erken­nen lässt, dass er bald wie­der in Bue­nos Aires Stra­ßen­bahn fah­ren will, und ver­zich­tet, dar­über nach­zu­den­ken, was vor­her war und was nach im sein wird.

    Der Mann läuft ja mitt­ler­wei­le denen, die in schon im Jahr 2005 aus­er­ko­ren hat­te und ihn dann im Jahr 2013 bestel­len konn­ten, aus dem Ruder. Car­lo M. Mar­ti­ni war der ori­gi­nel­le Vor­den­ker, kaum ori­gi­nel­le Ber­go­glio ist nur der Aus­füh­rer – er nur Mätz­chen zeigt aber er hat kei­ne eige­nen Ideen. Er dürf­te sei­nem Hin­ter­grund lang­sam lästig wer­den.

    Ein bis­serl Zer­stö­rung braucht’s frei­lich wohl noch. Er hat erfolg­reich die ‚Ehe­schei­dung auf katho­lisch‘ durch­ge­bracht. Prie­ster wer­den in Bra­si­li­en hei­ra­ten dür­fen, so wie ja auch die Hand­kom­mu­ni­on nur für Deutsch­land erlaubt war. Dann noch die ‚Dezen­tra­li­sie­rung‘ und dann war’s das mit der Katho­li­schen Kir­che.

    Dass ‚die Rät­sel mit der Zeit nicht weni­ger wer­den‘ trifft nur bedingt zu. Weil wir uns in einer Art posi­ti­vem oder auch nega­ti­vem Per­so­nen­kult auf den Mann kon­zen­trie­ren schau­en wir nicht mehr auf das, was drum her­um pas­siert, noch auf das Vor­her und Nach­her.

    Was war vor­her? – Um es im Bild zu sagen: Die zahl­rei­chen Stern­schnup­pen um den 10. August sind für den nai­ven Betrach­ter spo­ra­disch und chao­tisch. Den­noch – so ver­si­chern uns die Astro­no­men kom­men die sog. ‚Per­sei­den‘ aus einer klar bestimm­ba­ren Rich­tung und sind von klar iden­ti­fi­zier­ba­ren Her­kunft. In die­ser Wei­se lässt sich nun auch die ‚Ent­wick­lung der Kir­che‘ in den letz­ten 50 Jah­ren recht gut ver­ste­hen. Dass Ber­go­glio alles tut, was die UNO (!?!) will, sagt doch alles. Sapi­en­ti sat.

    Was kommt nach­her? – Es wird noch schlim­mer kom­men: Der Erbe – wie man ihn in Rom schon nennt – steht schon nament­lich fest, stammt aus Mit­tel­eu­ro­pa und kann so man­ches Ange­bot nicht abschla­gen.

    Beten wir also dafür, dass der Hei­li­ge Vater noch lan­ge im Amt bleibt. Wenn nicht, wer­den wir den Salat bald haben.

    Es gna­de uns der Barm­her­zi­ge Gott.

    • Na, mal die Kar­ten auf den Tisch… wer soll denn der Erbe sein? Ich hab davon bis­lang nur in Ihren Kom­men­ta­ren gele­sen und bin natür­lich dem­entspre­chend neu­gie­rig gewor­den

    • Ja, das wüss­te ich auch gern, wer ist der „Erbe“?

      Aber grund­sätz­lich ist Ihre Kri­tik an der gän­gi­gen F.-Kritik nicht ganz von der Hand zu wei­sen. Man soll­te dann aber so ehr­lich sein und sich klar­ma­chen, dass auch das Kon­zil nicht vom Him­mel fiel, son­dern es auch hier ein Davor gab, das es erst mög­lich gemacht hat.

  9. Lie­ber Herr Mar­mot­ta: Was sind die „Per­sei­den“, und was pas­sier­te am 10. August? Das ist doch der Gedenk­tag des Hl. Lau­ren­ti­us. Was hat das mit Papst Fran­zis­kus zu tun?

    • Die „Per­sei­den“ sind die Mete­or­strö­me, die um den 10. August in jedem Jahr in unse­ren Brei­ten als Stern­schnup­pen wahr­nehm­bar sind. Frü­her durf­te man sich was wün­schen, wenn man eine Stern­schnup­pe sah und hoff­te auf Erfül­lung. Man dach­te, die­ser Mete­or­strom kommt aus dem Stern­bild Per­seus — daher der Name.
      Heu­te weiß man, die­ser Mete­or­strom ist vom Schweif eines Kome­ten, der eben­falls um die Son­ne unse­rer Gala­xis kreist. Er braucht für eine Umrun­dung 133 Jah­re und kann der Erde gele­gent­lich nah kom­men, ja sogar kol­li­die­ren. https://de.wikipedia.org/wiki/109P/Swift-Tuttle

      Die Erde gerät auf ihrer Umlauf­bahn ein­mal im Jahr in die Schweif­aus­läu­fer des Kome­ten, in dem glü­hen­de Staub­par­ti­kel flie­gen und für uns als her­ab­fal­len­de glü­hen­de „Ster­ne“ sicht­bar wer­den.

      Weil der hl. Lau­ren­ti­us auf einem glü­hen­den Rost gefol­tert wur­de, hat man sei­nen Gedenk­tag mit die­sem Natur­phä­no­men ver­bun­den.

      • Und nun was das mit F. zu tun hat:

        Schät­ze, der Herr Mar­mot­ta woll­te sagen, dass das, was in Rom geschieht nicht ein­fach eine Abfol­ge von Zufäl­len sei — eben­so wie die jähr­li­chen Stern­schnup­pen, die eben doch aus einem klar benenn­ba­ren Zusam­men­hang stam­men.

        Ob die­se „Stern­schnup­pen“ aber nur die letz­ten 50 Jah­ren fal­len bezweif­le ich. Sie fal­len seit min­de­stens 500 Jah­ren, das wird mir immer kla­rer, wahr­schein­lich aber, wenn wir die Schrift ernst­neh­men („Geheim­nis des Bösen“ vgl. 1. Thess) von Anfang an. Die­ses „Geheim­nis“ wird immer offen­ba­rer, aber man muss klug sein, um es zu erken­nen, darf das eige­ne Den­ken nicht scheu­en. Ja: man bit­te Got­te täg­lich um den Geist der Unter­schei­dung und um die Gna­de, dass er selbst in die­sem Cha­os unter der nie abrei­ßen­den Für­spra­che Mari­ens die eige­nen Gedan­ken füh­ren und lei­ten möge!

        Es gab wohl kaum einen teuf­li­sche­ren Mete­or­strom in der Kir­che als den, die Gläu­bi­gen gei­stig der­ma­ßen total auf die Hier­ar­chie ein­zu­schwö­ren. Das stimmt auch mit dem NT ÜBERHAUPT nicht über­ein, das jedem ein­zel­nen Gläu­bi­gen abver­langt, alles zu prü­fen und wach­sam zu sein. Die­ser Appell war nicht bloß an die „Chefs“ gerich­tet, son­dern an die gesam­te Kir­che! Dass die Hier­ar­chie aber den Gläu­bi­gen förm­lich das Den­ken ver­bie­ten woll­te — und anders kann man den ein­sa­men Gip­fel die­ses Irr­wegs in der Anti­mo­der­ni­sten­het­ze nicht ver­ste­hen — hat die Kir­che per­fekt dis­po­niert für den gro­ßen Ver­füh­rer. Neu­lich las ich im 1. Petrus­brief, wie der die Pres­by­ter ein­dring­lich ermahnt, sie dürf­ten die Gläu­bi­gen nicht — NICHT !!! — „beherr­schen“. das ist unzwei­fel­haf­te gött­li­che Offen­ba­rung!

        Die Gläu­bi­gen hat­ten statt­des­sen gelernt, wider­spruchs­los und geist­los hin­zu­neh­men, was aus Rom kam und sich TOTAL behrrr­schen zu las­sen. Die Revo­lu­ti­on war so vor­pro­gram­miert, aber auch die tota­le Schwä­che der Gemein­schaft aller Gläu­bi­gen, denen das Den­ken und Prü­fen und Wach­s­am­sein system­ta­tisch aus­ge­trie­ben wor­den war.

        Jeder, der ab da kam und Papst spiel­te, konn­te die­se Her­de wider­stands­los kas­sie­ren.

        Die Grund­le­gung die­ser an sich patho­lo­gi­schen „Kada­ver­ge­ho­rams­men­ta­li­tät“ hat eine kla­re Spur in der Kir­che:

        Die­se Spur dürf­te immer mit­ge­wa­bert haben, trat aber dann im Hoch­mit­tel­al­ter pene­trant in Erschei­nung.
        Erst­mals sol­che Allü­ren hat­te Fran­zis­kus von Assi­si. Er pre­dig­te tota­len Gehor­sam gegen „Obe­re“. So etwas hat­te es zuvor nicht gege­ben! Denn wenn jeder Gläu­bi­ge und nicht bloß der Kle­ri­ker geist­be­gabt wird, kann das ein­fach nicht sein! Gehor­sam ja, aber nicht die­ses „Tota­le“! Der Gläu­bi­ge muss eine Mög­lch­keit behal­ten, sich zu distan­zie­ren, was die Hier­ar­chie ver­sagt. Genau dies wur­de kate­go­risch aus­ge­schlos­sen.

        Der Begriff des „Kada­ver­ge­hor­sams“ stammt von Igna­ti­us und geht zurück auf Fran­zis­kus:

        Der Gläu­bi­ge müs­se angeb­lich wie ein „Leich­nam“, so als sei er als eige­ne Per­son tot, dem mensch­li­chen Obe­ren gehor­chen, und dann wer­de alles gut.

        Igna­ti­us hat die­se Idee dann zur Pefek­ti­on getrie­ben. Man lese nur mal sei­ne Exer­zi­ti­en. Die­ses gan­ze Gere­de, man müs­se sich jedes eige­nen Urteils ent­hal­ten, ja ver­ler­nen selbst zu urtei­len und sich völ­lig wil­len­los der Hier­ar­chie hin­ge­ben, also modern gesagt: Man soll sich ohne eige­ne Gedan­ken total mani­pu­lie­ren las­sen und dabei glau­ben, es sei Gott selbst, der einen prägt. Man soll schwarz für weiß hal­ten, wenn es der Papst so will. Es tut mir leid: Aber die­ser Ver­gleich (der Umkeh­rung von Schwarz und Weiß) wird schon im AT nur für fal­sche Pro­phe­ten ange­wandt. Man darf also sehr wohl zwei­feln, woher Igna­ti­us die­se schreck­li­che For­de­rung hat­te…

        Dass wir nun einen Mann an der Spit­ze habe, der sich nch dem Erfin­der die­ser Irr­leh­re benennt und aus dem Orden des Man­nes stammt, der die­se Irr­leh­re per­fek­tio­niert hat, soll­te uns end­lich auf­wa­chen las­sen: das ist das Ergeb­nis der Irr­leh­re vom Kada­ver­ge­hor­sam!

        Für mich ist das das Prin­zip des Bösen, das sich schon lan­ge in die Kir­che ein­ge­schli­chen hat. Für mich ist auch Katha­ri­na von Sie­na davon befal­len gewe­sen, wobei es bei ihr nicht so ideo­lo­gisch ver­tre­ten wur­de und durch ihre auf­fal­len­de Eigen­stän­dig­keit auch wie­der rela­ti­viert wur­de.

        Man soll­te sich aber nicht ein­bil­den, dass das Tra­di­la­ger hier Schutz bie­te. Es fußt näm­lich prin­zi­pi­ell auf der­sel­ben Irr­leh­re wie der Moder­nis­mus, der die­sen Anspruch auf Kada­ver­ge­hor­sam ja kei­nes­wegs auf­ge­ge­ben hat. Man wird bei den Tra­di­tio­na­li­sten eben den­sel­ben Anspruch auf den abso­lu­ten Gehor­sam der Gläu­bi­gen fin­den, sogar noch über­spann­ter als bei den Libe­ra­len. Im wesent­li­chen sind sie sich dar­in aber, trotz theo­lo­gi­scher Unter­schie­de, einig.

        Es ist kein Zufall, dass Ber­go­glio Jesu­it ist. Und es ist kein Zufall, dass er sich nach Franz v.A. nennt.

        Das ist m.E. der „Schweif des Kome­ten“ hier und heu­te.

      • Leu­te, ver­beißt Euch nicht zu sehr in eine alle­go­ri­sie­ren­de Aus­deu­tung des Bil­des! Es geht nur dar­um, end­lich zu mer­ken, woher das alles kommt und auf was es zuläuft.
        Es geht dar­um, zu ver­ste­hen, was sich z. Z. in Rom tut, unter Zuhil­fe­nah­me der Beach­tung der seit lan­gem geleg­ten Wei­chen und den dar­aus abzu­lei­ten­den Zukunfts­aus­sich­ten.

      • Die „Leu­te“ den­ken nur etwas kon­se­quent zu Ende…eben: woher „alles“ kommt und auf was es zuläuft — das wis­sen wir aller­dings noch nicht genau. Vor­sicht also.

  10. Einen schlim­me­ren Papst, der angeb­lich offi­zi­ell gar nicht Papst sein will, sei­ne Amts­ge­schäf­te jedoch wie ein Fürst mit abso­lu­ti­sti­schen Ten­den­zen führt, kann es mei­nes Erach­tens kaum mehr geben. Und wenn Fran­zis­kus der sog. Fal­sche Pro­phet sein soll – was noch zu bewei­sen ist, aber so vie­les spricht klar dafür — dann sowie­so nicht.
    Denn Fran­zis­kus ver­steht es höchst geschickt, zwi­schen den ultra­li­be­ra­len Kräf­ten und den noch Gläu­bi­gen hin und her zu lavie­ren, so dass bei­de Sei­ten Fran­zis­kus als ihren Papst aner­ken­nen kön­nen und wol­len. Wäre ein Papst „schlim­mer“, wür­de man ihn bald der Häre­sie über­füh­ren kön­nen, weil er dann mit offe­nen Kar­ten spiel­te. Doch das scheib­chen­wei­se Her­un­ter­bre­chen („Sala­mi­tak­tik“) des kath. Glau­bens auf das Niveau des fast ungläu­big gewor­de­nen, nicht prak­ti­zie­ren­den Tauf­kat­ho­li­ken ist an Per­fi­di­tät kaum mehr zu top­pen. Nein, Fran­zis­kus ist kein Idi­ot; als Jesu­it weiss er, was er tut.
    In einem bis­her nicht ver­öf­fent­lich­ten Schrei­ben eines gläu­bi­gen Katho­li­ken habe ich eine auf Fak­ten basie­ren­de Zusam­men­stel­lung, ver­se­hen mit Quel­len­an­ga­ben, gele­sen, dass es gegen zwan­zig ausser­bi­bli­sche Pro­phe­zei­un­gen gibt, die sich über das Papst­tum von Fran­zis­kus äussern; die Aus­sa­gen dar­in las­sen einen erschau­dern über den Zustand der Kir­che, der Kir­chen­obe­ren und des Pap­stes. Dar­un­ter sind katho­li­sche Schwer­ge­wich­te wie der hl. Fran­zis­kus von Assi­si, die hl. Bri­git­ta von Schwe­den, die seli­ge Anna Katha­ri­ne Emme­rick, die kirch­lich aner­kann­te Bot­schaft eines Pedro Regis, die Mut­ter Got­tes in La Salet­te, in Aki­ta, in Qui­to und gegen­über Don Gob­bi, und ande­re mehr. Ich möch­te auch auf das Schrei­ben von Alex­andre Marie „Das son­der­ba­re Pon­ti­fi­kat des Pap­stes Fran­zis­kus“ (www.conservare.uio.at/tawato/uploads/2015/08/Das-sonderbare-Pontifikat-des-Papstes-Franziskus-von-Alexandre-Marie.pdf) hin­wei­sen.
    Wenn wir an einen leben­di­gen Gott glau­ben, der gestern, heu­te und mor­gen der­sel­be ist (Hebr 13,8), dann müs­sen wir zwin­gend anneh­men, dass der Drei­fal­ti­ge Gott auch heu­te, und gera­de heu­te!, auch zur Mensch­heit spricht, wenn der All­mäch­ti­ge ein güti­ger Vater sein soll. Kein Zwei­fel: Er ist ein über­aus güti­ger und gerech­ter Gott und Vater! Ein güti­ger Vater spricht gera­de dann zu den Kin­dern, wenn sie in gröss­ter Not und Gefahr sind. Wir dür­fen pro­phe­ti­sches Wort kei­nes­falls ver­ach­ten, denn es ist gleich­sam die „Ver­ord­nungs­stu­fe“: Wenn die 10 Gebo­te inklu­si­ve Berg­pre­digt die Ver­fas­sung dar­stel­len, die Hl. Schrift das Gesetz, dann könn­ten die Offen­ba­rungs­schrif­ten — dazu zäh­le ich auch die Wer­ke der sel. Katha­ri­na Emme­rich, der Maria Val­tor­ta, der Hil­de­gard von Bin­gen und der C.M.Baij (Das Innen­le­ben Jesu) — die Stu­fe von Ver­ord­nun­gen ein­neh­men. Die Leh­re der Kir­che und der Kir­chen­vä­ter ent­sprä­che dann in unse­rer zivi­len Gesell­schaft der Rechts­leh­re bzw. der Recht­spre­chung. Die­ser Ver­gleich ist sicher nicht ganz lupen­rein, doch als Hilfs­kon­strukt zur bes­se­ren Ein­ord­nung hilft er alle­mal. Ich möch­te auf eines hin­wei­sen: Jesus Chri­stus wur­de von den Schrift­ge­lehr­ten auch nicht erkannt bzw. nicht aner­kannt, nicht etwa, weil sie es nicht konn­ten, son­dern weil sie auf­grund ihres Stol­zes und ihrer Ver­stockt­heit nicht woll­ten. Die Wor­te des Johan­nes von Täu­fer igno­rier­ten sie, eben­so und noch wesent­lich „kras­ser“ die Wor­te Jesu wie auch sei­ne Taten (s. Johan­nes-Evan­ge­li­um), weil sie sich auf den Stand­punkt stell­ten: „Was nicht sein darf, das kann nicht sein“. Genau­so ist es heu­te, nur mit umge­kehr­ten Vor­zei­chen und Per­so­nen. Wenn man deduk­tiv, was heu­te in den mei­sten Wis­sen­schafts­zwei­gen nicht unüb­lich ist, vor­geht, dann sam­melt man nur genau jene Hin­wei­se, wel­che die eige­ne Aussage/Behauptung unter­stüt­zen. Alles ande­re wird abge­lehnt und nach Mög­lich­kei­ten dif­fa­miert, weil wider­spre­chend. Und genau hier setzt Gott ein und warnt uns mit vie­ler­lei Zei­chen, gera­de in unse­rer Zeit: Der Blitz­schlag in den Vati­kan am 13.03.2013, die päpst­li­chen Tau­ben, die von Möwen und einem Raben ange­grif­fen wor­den sind, die Möwe, die eine geschla­ge­ne Stun­den vor der Papst­wahl beim Kamin der Six­ti­ni­schen Kapel­le sit­zen blieb, schliess­lich die ausser­or­dent­lich vie­len Zei­chen und Sym­bo­le, die Fran­zis­kus sel­ber tut… Die Men­schen frü­her wuss­ten noch über die Bedeu­tung von Zei­chen und eini­ge weni­ge ach­te­ten sogar dar­auf. Wir aber schrei­ten dar­über hin­weg, als hand­le es sich hier um Hunde…kot. So wur­de der Papst und ganz Rom mit dem Blitz­ein­schlag vor dem „Sac­co di Roma“ himm­li­scher­seits klar gewarnt wie auch mit den Wor­ten des dama­li­gen Ere­mi­ten Bran­da­no von Petreio (sie­he unter https://www.katholisches.info/2015/12/02/der-sacco-di-roma-eine-barmherzige-strafe/). Vor der Zer­stö­rung Jeru­sa­lems 70 n.Chr. wur­den die Juden eben­so durch Men­schen wie auch durch Zei­chen am Him­mel gewarnt.
    Alle Weis­sa­gun­gen Chri­sti in Bezug auf die Zer­stö­rung Jeru­sa­lems wur­den buch­stäb­lich erfüllt. Die Juden erfuh­ren die Wahr­heit sei­ner War­nungs­wor­te: Mit wel­cher­lei Maß ihr mes­set, wird euch gemes­sen wer­den.“ (Matth. 7, 2.) Als Vor­bo­ten von Unglück und Gericht erschie­nen Zei­chen und Wun­der. Inmit­ten der Nacht schweb­te ein unna­tür­li­ches Licht über dem Tem­pel und Altar. Auf den Abend­wol­ken zeig­ten sich Bil­der von Krie­gern und Streit­wa­gen, die sich zum Kamp­fe sam­mel­ten. Die nachts im Hei­lig­tum die­nen­den Prie­ster wur­den erschreckt durch geheim­nis­vol­le Töne; die Erde erbeb­te, und eine Men­ge Stim­men hör­te man sagen: Las­set uns von hin­nen gehen!“ Das gro­ße öst­li­che Tor, wel­ches so schwer war, daß es nur mit Mühe von zwan­zig Män­nern geschlos­sen wer­den konn­te, und des­sen unge­heu­re eiser­ne Rie­gel tief in der Stein­schwel­le befe­stigt waren, tat sich um Mit­ter­nacht von selbst auf. (Jose­phus, Vom jüd. Krie­ge, VI, 5. Sie­he auch Mil­man, Geschich­te der Juden, 13. Buch.)
    Sie­ben Jah­re lang ging ein Mann die Stra­ßen Jeru­sa­lems auf und ab und ver­kün­dig­te das Unglück, das über die Stadt kom­men soll­te. Tag und Nacht sang er das wil­de Trau­er­lied: Stim­me von Mor­gen, Stim­me von Abend, Stim­me von den vier Win­den, Stim­me über Jeru­sa­lem und den Tem­pel, Stim­me über den Bräu­ti­gam und die Braut, Stim­me über das gan­ze Volk.“ Dies selt­sa­me Wesen wur­de ein­ge­ker­kert und gegei­ßelt; aber kei­ne Kla­ge ent­rang sich sei­nen Lip­pen. Auf Schmä­hun­gen und Miß­hand­lun­gen kam nur die Ant­wort: Wehe, wehe Jeru­sa­lem! Wehe, wehe der Stadt, dem Volk und dem Tem­pel!“ Die­ser War­nungs­ruf hör­te nicht auf, bis der Mann bei der Bela­ge­rung, die er vor­her­ge­sagt hat­te, umkam. (Quel­le: http://deutsch.benabraham.com/html/die_zerstorung_von_jerusalem.html
    Die Zei­chen von gestern und ihre prä­zi­se Erfül­lung soll­te uns viel mehr als nur zu den­ken geben in Bezug auf die Zei­chen von heu­te. Es galt und gilt Amos 3,7: Gott tut nichts, ohne dass er es ankün­digt, und zwar mehr­mals!
    Ein Wolf im Schafs­pelz , ein „Maul­wurf“, ein Betrü­ger und Ver­rä­ter in den eige­nen Rei­hen ist viel, viel schwe­rer erkenn­bar und rich­tet ungleich mehr Scha­den an, vor allem dann, wenn er in hohen oder gar höch­sten Posi­tio­nen ein­ni­sten kann und gewitzt, gewieft und geris­sen ist und um sich Gleich­ge­sinn­te scha­ren kann, die ihn abschir­men. Vor allem ist erschreckend erkenn­bar und schreck­lich zu erken­nen, wie sich der frei­mau­re­ri­sche Plan zur Ver­nich­tung der kath. Kir­che nach und nach erfüllt (http://www.kath-zdw.ch/maria/freimauerische.plan.html; sie­he auch unter Ven­na­ri, Die Stän­di­ge Anwei­sung der Alta Ven­dita, Ein frei­mau­re­ri­scher Plan für den Umsturz in der katho­li­schen Kir­che).
    Erfle­hen wir stets das Erbar­men und die Gna­de Got­tes und beten wir für unse­re Fein­de. Herr Jesus Chri­stus, ver­gib ihnen, denn sie wis­se nicht, was sie tun! Per Mari­am ad Chri­stum!

    • @Vertias Jesu Chri­sti vin­cit,

      auch in der Schrift des Euse­bi­us von Cäs­area, kann dies über die Ver­wü­stung Jeru­sa­lems und die andeu­ten­den Zei­chen nach­ge­le­sen wer­den. Aber die Bewoh­ner ach­te­ten nicht dar­auf.

      Euse­bi­us von Cäs­area († um 340) — Kir­chen­ge­schich­te (Histo­ria Eccle­si­a­sti­ca)
      8. Kap. Die Zei­chen vor dem Krie­ge.

      8. Nimm das sech­ste Buch der Geschich­te des Jose­phus zur Hand! Dort lie­sest du also:1 „Die Ver­füh­rer, wel­che sich gegen den wah­ren Gott erho­ben hat­ten, gewan­nen damals das unse­li­ge Volk für sich. Auf die kla­ren, die kom­men­de Ver­wü­stung andeu­ten­den Zei­chen ach­te­ten sie nicht; ihnen schenk­ten sie kei­nen Glau­ben. Wie wenn sie betäubt, blind und ohne Erkennt­nis­kraft gewe­sen wären, über­hör­ten sie die Pre­dig­ten Got­tes. Das eine Mal stand über der Stadt ein Stern, der einem Schwer­te glich, und war ein Jahr lang über ihr ein Komet aus­ge­streckt. Als ein ande­res Mal noch vor dem Auf­stand und vor der Kriegs­span­nung sich das Volk am Fest der gesäu­er­ten Bro­te ver­sam­melt hat­te, umstrahl­te am 8. April nachts um die neun­te Stun­de ein so gewal­ti­ges Licht den Altar und den Tem­pel, daß man hät­te glau­ben kön­nen, es wäre hel­ler Tag; das Licht hielt eine Stun­de an. Die Uner­fah­re­nen sahen dar­in ein gutes Vor­zei­chen; die Schrift­ge­lehr­ten jedoch schlos­sen sofort auf das, was (nun) ein­ge­tre­ten ist. Als am glei­chen Feste eine Kuh vom Hohen­prie­ster zum Opfer­al­tar geführt wur­de, brach­te sie ein Lamm mit­ten im Tem­pel zur Welt. Das öst­li­che Tor des inne­ren Vor­ho­fes aber, das von Erz und sehr schwe­rem Gewich­te war, nur mit Mühe von zwan­zig Män­nern am Abend geschlos­sen und mit eisen­be­schla­ge­nen Quer­bal­ken ver­rammt wer­den konn­te und sehr tief­grei­fen­de Rie­gel hat­te, öff­ne­te sich nach Augen­zeu­gen von selbst nachts um die sech­ste Stun­de. Weni­ge Tage nach dem Oster­fe­ste, am 21. Mai, sah man eine wun­der­ba­re, fast unglaub­li­che Erschei­nung. Was ich erzäh­len wer­de, könn­te als Fabel erschei­nen, wenn nicht Augen­zeu­gen davon berich­tet hät­ten und wenn nicht die Lei­den, wel­che dann ein­tra­ten, den Zei­chen ent­spro­chen hät­ten. Vor Son­nen­un­ter­gang sah [S. 116] man näm­lich über das gan­ze Land hin am Him­mel Streit­wa­gen und bewaff­ne­te Hee­re durch die Wol­ken zie­hen und die Städ­te umzin­geln. Als fer­ner an dem soge­nann­ten Pfingst­fe­ste die Prie­ster nachts dem Brau­che gemäß in den Tem­pel zum Got­tes­dienst kamen, ver­nah­men sie nach ihrer eige­nen Aus­sa­ge zunächst Unru­he und Geräusch, sodann aber den lau­ten Ruf: ‚Las­set uns von hin­nen zie­hen!’ Noch schreck­li­cher ist fol­gen­der Vor­fall: Als ein Mann namens Jesus, der Sohn des Ana­ni­as, ein unge­bil­de­ter Bau­er, vier Jah­re vor dem Krie­ge, da sich die Stadt noch größ­ten­teils des Frie­dens und Wohl­stan­des freu­te, zum Laub­hüt­ten­fest kam, fing er plötz­lich im Tem­pel an zu schrei­en: ‚Stim­me vom Auf­gang, Stim­me vom Unter­gang, Stim­me von den vier Win­den, Stim­me über Jeru­sa­lem und den Tem­pel, Stim­me an Braut und Bräu­ti­gam, Stim­me an das Volk!’ Unter die­sem Rufe zog er Tag und Nacht in allen Stra­ßen umher. Eini­ge von den ange­se­he­nen Bür­gern ärger­ten sich über die­se unheil­ver­kün­den­den Rufe, ergrif­fen den Men­schen und schlu­gen ihn wund. Er jedoch sprach kein Wort der Ver­tei­di­gung für sich, erst recht nicht ein Wort der Abwehr gegen­über den Anwe­sen­den, son­dern schrie die obi­gen Wor­te unun­ter­bro­chen wei­ter. Da die Volks­füh­rer glaub­ten, der Mann wür­de — was tat­säch­lich der Fall war — von einer höhe­ren Macht getrie­ben, führ­ten sie ihn zum römi­schen Pro­ku­ra­tor. Hier wur­de er bis auf die Kno­chen zer­fleischt. Doch er jam­mer­te und wein­te nicht, son­dern ant­wor­te­te, soweit es ihm die Kräf­te erlaub­ten, mit gedämpf­ter, kla­gen­der Stim­me auf jeden Gei­ßel­streich: ‚Wehe, wehe, Jeru­sa­lem!’“ Noch etwas ande­res berich­tet Jose­phus, was noch merk­wür­di­ger ist. Er erzählt2 näm­lich, daß sich in den hei­li­gen Schrif­ten eine Weis­sa­gung fin­de, wonach zu jener Zeit aus ihrem Lan­de einer her­vor­ge­hen wer­de, der die Herr­schaft über den Erd­kreis erhal­ten soll. Jose­phus nahm aller­dings an, daß die­se [S. 117] Weis­sa­gung an Ves­pa­si­an in Erfül­lung gegan­gen sei. Doch Ves­pa­si­an herrsch­te nicht über den gan­zen Erd­kreis, son­dern nur über das Römer­reich. Mit grö­ße­rem Recht kann man sagen, die Weis­sa­gung bezie­he sich auf Chri­stus, zu wel­chem der Vater gesagt hatte:3 „Bit­te mich, und ich wer­de dir die Völ­ker als dein Erbe und die Gren­zen der Erde als dein Eigen­tum geben.“ Denn gera­de zu jener Zeit war es, daß die Stim­me der hei­li­gen Apo­stel Chri­sti in alle Welt hin­aus­drang und ihre Wor­te bis an die Gren­zen der Erde.4

      1: Jüd. Krieg 6, 288—304.
      2: Jüd. Krieg 6, 312 f.
      3: Ps. 2, 8.
      4: Vgl. Ps. 18, 5.

  11. @Ballflachhalter. Wenn das schon beim Flach­hal­ten raus­kommt, wie wird es denn sein,
    wenn Sie den Ball hoch­hal­ten?

  12. Wenn wir schon bei Zei­chen in unse­rer Zeit sind: Am 16. März 2003 erschien in der „New York Times“, in der „BBC“ und im „Obser­ver“ ein Bericht, der vie­le Wochen lang für Schlag­zei­len in den ver­schie­den­sten Gazet­ten der Welt­pres­se (!) gesorgt haben soll. Ein spre­chen­der Karp­fen, der getö­tet wer­den soll­te, sprach klar und deut­lich auf Hebrä­isch, dass jeder­mann Rechen­schaft able­gen müs­se und in sich gehen sol­le, weil das Ende nahe sei. Des wei­te­ren soll der Fisch zum Juden gesagt haben, er sol­le beten und in der Tho­ra lesen, da das Ende nahe.
    Got­tes­fürch­ti­ge Juden mein­ten, es sei eine War­nung Got­tes, es sei ein Wun­der, wäh­rend Spöt­ter mein­ten, dass die Juden die­se Geschich­te erfun­den hät­ten, um noch bes­se­re Geschäf­te zu machen.
    Gan­zer Text zu lesen in https://www.jochen-roemer.de/Gottes%20Warnung/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Eine%20endzeitliche%20Warnung%20Gottes%20durch%20einen%20Fisch.pdf

  13. Phil­ip­per 4
    Und der Frie­de Got­tes, wel­cher höher ist denn alle Ver­nunft, bewah­re eure Her­zen und Sin­ne in Chri­sto Jesu!

  14. @zeitschnur
    Kada­ver­ge­hor­sam, das gibt es auch in vie­len Unter­neh­men; dort kön­nen Sie aber von einem Vor­ge­setz­ten, der Ihnen einen unsin­ni­gen oder schäd­li­chen Befehl gibt, ver­lan­gen, den Befehl SCHRIFTLICH zu geben. In den Orden ist es anders. Aber Sie sind nicht gezwun­gen, ein­zu­tre­ten. War­um sich so erei­fern?

    • …weil spä­te­stens mit dem Pon­ti­fi­kat Pius X. jeder Gläu­bi­ge wel­chen Stan­des auch immer auf die­sen Kada­ver­ge­hor­sam getrimmt wur­de und dadurch die Fähig­keit, even­tu­el­le Irr­leh­ren, die die Hier­ar­chie ein­führt, zu erken­nen.

      Man hät­te dann nur noch „aus­tre­ten“ kön­nen — aus der gan­zen Kir­che.

      Und da sind wir heu­te ange­kom­men!

      Im übri­gen ist die Kir­che kein Unter­neh­men, son­dern der leben­di­ge Leib Chri­sti. Der Kopf ist immer noch Jesus und nicht der Papst. Und wen Jesus wo ein­setzt, und wer was erken­nen darf — das obliegt nun mal nicht der Hier­ar­chie, son­dern dem Herrn der Kir­che und dem Hl. Geist.

      Aber da man genau damit nicht mehr rech­ne­te, son­dern alles auf straf­fe, dik­ta­to­ri­sche „Füh­rung“ durch eine eli­tä­re „eccle­sia docens“ setz­te, ist der Glau­be, der leben­di­ge Glau­be an Jesus, ver­lo­ren gegan­gen.

      Und selbst in einem so geführ­ten Unter­neh­men kommt am Ende nicht viel dabei her­aus…

      • Kor­rek­tur:

        NICHT „und dadurch die Fähig­keit, even­tu­el­le Irr­leh­ren, die die Hier­ar­chie ein­führt, zu erken­nen.“

        Son­dern:

        „und dadurch die Fähig­keit, even­tu­el­le Irr­leh­ren, die die Hier­ar­chie ein­führt, zu erken­nen, ver­lo­ren ging.

  15. Ich bin vor dem Kon­zil auf­ge­wach­sen, katho­lisch erzo­gen wor­den und habe noch nor­ma­len Reli­gi­ons­un­ter­richt gehabt; ich habe gelernt, was Glau­bens­ge­hor­sam ist — aber NIE, NIE sind wir auf „Kada­ver­ge­hor­sam getrimmt“ wor­den. Das ist nun wirk­lich eine unsin­ni­ge Behaup­tung von Ihnen. Sor­ry!

    • @Elias: Das Gelu­eb­te von Gehor­sam­keit braucht man nur ab zu legen wenn man ins Klo­ster ein­tritt. Sonst nicht. Aber ich habe zum Bei­spiel Papst Bene­dikt sehr ger­ne und frei­wil­lig gehorsamt!

    • …dann sind Sie damals schon „libe­ra­ler“ erzo­gen wor­den.

      Was ich sage, ist schrift­lich nie­der­ge­legt und jeder­zeit nach­prüf­bar. Ich habe hier schon unend­lich viel zitiert.

      Eine sub­jek­ti­ve Erle­bens­wei­se — das berühm­te n=1‑Argument — ist nicht gül­tig.
      Ich hab den Igna­ti­us und sei­ne nach­kom­men nicht erfun­den… wie käm ich dazu.

  16. @Thomas 20:40 Uhr
    Sie sind ja ein klei­ner Spaß­vo­gel!
    Ich stre­be kei­ne „neue Mit­glied­schaft“ an. Im Gegen­teil! Ich blei­be der „alten Schu­le“ treu. Die, die Jesus als sei­ne wah­re Kir­che ver­steht. Zu die­ser gehö­ren offen­bar weder Sie, noch F.!

  17. Papst Fran­zis­kus ver­tritt die Katho­li­sche Kir­che in ihrem noch exi­stie­ren­den Rumpf­seg­ment auf eine Art und Wei­se, die mir in eini­gen Punk­ten auch nicht zusagt. Wer aber nicht sieht, dass die Kri­se schon viel frü­her begann, der ver­steht nicht, was alles kaputt gegan­gen ist. Für mich ist die­ser Bischof hier ein Bei­spiel von wah­rer leben­di­ger katho­li­scher Glau­bens­ver­kün­di­gung: https://www.youtube.com/watch?v=LT0FGB24l8M — Bischof Atha­na­si­us Schnei­der aus Astana/Kasachstan im Inter­view mit EWTN. An die­sem Bischof könn­ten sich vie­le ande­re Hir­ten ein Bei­spiel neh­men.

  18. Einen offe­nen Häre­ti­ker wie die­sen Herrn Ber­go­glio als Hei­li­gen zu bezeich­nen wie es oben @Ballflachhalter getan hat ist aben­teu­er­li­cher Schwach­sinn. Die­ser Franz ist ein Krebs­ge­schwür im Zen­trum der hei­li­gen Kir­che, ein bös­ar­ti­ges Geschwür das Meta­sta­sen streut. Gna­de uns Gott!

    • @Reichsrömer
      Ich bin mit die­sem Papst kei­nes­wegs glück­lich und hof­fe, dass sei­ne Amts­zeit mög­lichst bald endet.
      Aber kann man sagen, er ist ein „Häre­ti­ker“? Mit sol­chen Wor­ten soll­te man nicht leicht­fer­tig um sich wer­fen. Es ist kein Syn­onym für „mag ich nicht“ oder ande­re Urtei­le.

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