Dschihadisten sollen sich als Christen tarnen — Handbuch des Islamischen Staates (IS)

Dschihadisten sollen sich als Christen tarnen und Kreuze tragen - empfiehlt ein Handbuch des Islamischen Staates (IS)
Dschihadisten sollen sich als Christen tarnen und Kreuze tragen - empfiehlt ein Handbuch des Islamischen Staates (IS)

(Neu Delhi) Die Dschi­had-Miliz Isla­mi­scher Staat (IS) ver­brei­tet ein Hand­buch für isla­mi­sche Ter­ro­ri­sten. Dar­in wer­den ihre Anhän­ger im Westen auf­ge­for­dert, sich als Chri­sten zu tar­nen, um unge­stör­ter Atten­ta­te pla­nen und durch­füh­ren zu kön­nen. Dies berich­tet The Times of India, die auf­la­gen­stärk­ste Tages­zei­tung Indiens.

Bei dem Hand­buch hand­le es sich um eine aktua­li­sier­te Aus­ga­be der 58 Sei­ten umfas­sen­den Publi­ka­ti­on „Safe­ty and Secu­ri­ty Gui­de­li­nes for Lone Wolf Mujahideen“.

Die Schrift „war ursprüng­lich für Mud­scha­he­din und nicht für ein­sa­me Wöl­fe gedacht“, heißt es im Vor­twort. Man habe sie jedoch über­ar­bei­tet, „Wich­ti­ges von Unwich­ti­gem getrennt“, um sie für klei­ne Grup­pen und Ein­zel­kämp­fer zu adap­tie­ren, die im Westen operieren.

„Bart rasieren, traditionelle Kleidung ablegen, Kreuze tragen“

Den Dschi­ha­di­sten wird im Hand­buch emp­foh­len, sich den Bart zu rasie­ren, auf tra­di­tio­nel­le Klei­dung zu ver­zich­ten und Kreu­ze zu verwenden.

„Es ist bekannt, daß es unter Chri­sten (und auch west­li­chen Athe­isten) üblich, Kreu­ze um den Hals zu tra­gen.“ So wird den Dschi­ha­di­sten emp­foh­len, eben­falls Kreu­ze zu tra­gen, da sie dadurch weni­ger auf­fal­len und ver­trau­ens­er­wecken­der wären, trotz ihres mos­le­mi­schen Namens im Reisepaß.

Die Anwei­sun­gen gehen soweit, den Ter­ro­ri­sten Par­fum-Emp­feh­lun­gen zu geben. Sie sol­len auf die typisch mos­le­mi­schen Par­fums ver­zich­ten und statt des­sen sol­che mit Alko­hol­ge­halt ver­wen­den, wie dies im Rest der Welt üblich sei.

„Geheimhaltung“ und „Westler“ in die Irre führen

Das Hand­buch ent­hält Hin­wei­se zum Gebrauch gefälsch­ter Rei­se­päs­se, zum Besuch von Dis­ko­the­ken und ande­rer Orte, die „West­ler“ in die Irre füh­ren kön­nen. Einer der Haupt­punk­te der Anwei­sun­gen ist die Geheim­hal­tung von Operationen.

Die Geheim­dien­ste, so die Times of India, gehen davon aus, daß der Isla­mi­sche Staat (IS) sei­ne Atten­ta­te im Westen ver­stär­ken wol­le. Beson­ders im Visier sei­en jene Staa­ten, die sich an den Luft­schlä­gen gegen IS-Stel­lun­gen in Syri­en und im Irak beteiligen.

Text: Andre­as Becker
Bild: Insi­de Iraq (Screen­shot)

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