Die Homo-Wende von Radio Vatikan (Deutsche Sektion) — Eine Zusammenfassung

Homosex auf Radio Vatikan
Homo­sex auf Radio Vati­kan

(Rom) Am 2. Juli schlug der Katho­lik Mathi­as von Gers­dorff von der Gesell­schaft zum Schutz von Tra­di­ti­on, Fami­lie und Pri­vat­ei­gen­tum (TFP) und der Deut­schen Ver­ei­ni­gung für eine christ­li­che Kul­tur (DVCK) Alarm. Grund war der am sel­ben Tag von der Deut­schen Sek­ti­on von Radio Vati­kan ver­brei­te­te Arti­kel „Moral­theo­lo­ge: ‚Kirch­li­che Sexu­al­mo­ral ist in Bewe­gung‘“. Radio Vati­kan ver­brei­tet „die haar­sträu­ben­den The­sen von P. Mar­tin Lint­ner OSM (Ser­vi­ten­or­den) zur Sexu­al­mo­ral“, so von Gers­dorff. Hin­ter dem Vor­fall wird ein Skan­dal erkenn­bar, der die Kir­che im deut­schen Sprach­raum betrifft. Die Zusam­men­fas­sung eines Vor­falls, der mehr ist als nur ein „Som­mer­thea­ter“.

Mißbrauch der Bischofssynode

Von Gers­dorff schrieb noch am Tag der Ver­öf­fent­li­chung auf sei­nem Blog: „Auch P. Lint­ner miss­braucht die von Papst Fran­zis­kus beru­fe­ne Fami­li­en­syn­ode, um eine Anpas­sung der katho­li­schen Sexu­al­mo­ral an die wir­ren Vor­stel­lun­gen der ‚sexu­el­len Revo­lu­ti­on‘ der 1968er zu for­dern: ‚Nicht zuletzt die Dis­kus­sio­nen wäh­rend der außer­or­dent­li­chen Bischofs­syn­ode vom Herbst 2014 sowie das jüngst ver­öf­fent­lich­te Arbeits­pa­pier für die Fami­li­en­syn­ode im Okto­ber 2015 zei­gen laut Lint­ner ein Umden­ken im Umgang mit homo­se­xu­el­len Men­schen,‘ so Radio-Vati­kan-Deutsch­land.“

„Schamloses Foto“

Da Bil­der unmit­tel­ba­rer wir­ken als Wor­te, ver­öf­fent­lich­te Radio Vati­kan (Deut­sche Sek­ti­on) den Arti­kel mit einem „scham­lo­sen Foto, das nie­mals in einem katho­li­schen Nach­rich­ten­dienst erschei­nen dürf­te. Des­halb wird zum Arti­kel nicht ver­linkt“, so der TFP-Deutsch­land-Vor­sit­zen­de. Das „scham­lo­se Foto“ zeig­te zwei Frau­en, die sich küs­sen. Dazu die obli­ga­ten Homo-Far­ben. Was unter dem angeb­li­chen „Umden­ken“ der katho­li­schen Kir­che „im Umgang mit homo­se­xu­el­len Men­schen“ zu ver­ste­hen sei, dar­an konn­te auf­grund der bild­li­chen Unter­strei­chung kein Zwei­fel bestehen: die Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät.

Dabei war das The­ma nur über­nom­men. Pater Lint­ner hat­te sich in der öster­rei­chi­schen Wochen­zei­tung Die Fur­che zu Wort gemel­det. Die Aus­ga­be der Fur­che erschien am 2. Juli, Lint­ners Arti­kel „Gut? Böse? Jen­seits? Die Hal­tung der Kir­che zur (Homo-)Sexualität ist in Bewe­gung. Anmer­kun­gen zum mora­li­schen Urteil aus theo­lo­gisch-ethi­scher Sicht“ wur­de online bereits am Vor­tag ver­öf­fent­licht. Die 1945 gegrün­de­te Fur­che kipp­te in den 1970er Jah­ren nach links weg. Das links­ka­tho­li­sche Blatt sagt von sich selbst, kein Sprach­rohr der römisch-katho­li­schen Kir­che zu sein. Die tat­säch­li­che Ver­net­zung ist jedoch enorm.

Ent­spre­chend berich­te­te die Katho­li­sche Pres­se­agen­tur KAP der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz umge­hend über Lint­ners Arti­kel. Über die KAP-Mel­dung gelang­ten Lint­ners „haar­sträu­ben­de The­sen“ inner­halb weni­ger Stun­den auf die Sei­te von Radio Vati­kan. Nur ideo­lo­gisch Gleich­ge­sinn­te kön­nen für eine so schnel­le Ver­brei­tung sor­gen. Der Arti­kel von Radio Vati­kan ist mit „sk“ gekenn­zeich­net, ein Kür­zel, mit dem der stell­ver­tre­ten­de Redak­ti­ons­lei­ter Ste­fan von Kem­pis sei­ne Bei­trä­ge unter­zeich­net. Ob von Kem­pis auch das Foto zum Arti­kel aus­wähl­te, kann nicht gesagt wer­den.

Artikel und Foto gelöscht — Artikel und Foto wieder online

An den Anfang sei­ner „Anmer­kun­gen“ stell­te Lint­ner die inzwi­schen satt­sam bekann­te und eben­so umstrit­te­ne Aus­sa­ge von Papst Fran­zis­kus über Homo­se­xu­el­le: „Wer bin ich, über sie zu urtei­len?“

„Homo-Agen­da wich­ti­ger als katho­li­sche Sitt­sam­keit“ schrieb Gloria.tv zu Foto und Arti­kel. Das Homo-Foto hat­te die vom deut­schen Jesui­ten Bernd Hagen­kord ver­ant­wor­te­te Deut­sche Sek­ti­on von der fran­zö­si­schen Nach­rich­ten­agen­tur AFP gekauft. Gers­dorffs Kri­tik löste eine Rei­he erstaun­ter und empör­ter Reak­tio­nen aus. Das zeig­te Wir­kung. Am 5. Juli war der Arti­kel nicht mehr zugäng­lich. „Wer die Ver­ant­wor­tung für die Ver­öf­fent­li­chung des Bil­des über­nimmt, ist der­zeit unklar. Die deutsch­spra­chi­ge Abtei­lung von ‚Radio Vati­kan‘ wird finan­zi­ell von der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz (DBK) unter­stützt“, so Kath.net. Damit wur­de der Fin­ger in die eigent­li­che Wun­de gelegt.

Am 7. Juli waren Arti­kel und Homo-Bild jedoch wie­der online. Pater Hagen­kord meint, das Foto sei „viel­leicht nicht all­zu klug gewählt“ wor­den. Das war aber auch schon das Maxi­mum an Kri­tik, das er sich abrin­gen konn­te. Wie der ver­ant­wort­li­che Redak­ti­ons­lei­ter in der Fra­ge wirk­lich tickt, wur­de durch sei­ne promp­te Kri­tik an den Kri­ti­kern deut­lich: „Da sind eini­ge Men­schen da drau­ßen wirk­lich ganz übel fixiert und kön­nen es nicht ertra­gen, dass man­che Men­schen anders sind.“ „Übel“ war für den Jesui­ten nicht die Ver­öf­fent­li­chung des Fotos und die damit ver­bun­de­ne Bot­schaft. „Übel“ ist die Kri­tik dar­an. „Wil­des ver­ba­les Drauf­hau­en, als ob Wor­te kei­ne Wirk­lich­keit und Wir­kung hät­ten. Alles im Namen von Leh­re, Wahr­heit und Kir­che.“ Und dazu noch: „Jawohl, auch heu­te noch“.

„Lehre, Wahrheit und Kirche“ waren gestern — Hagenkords Kritikerbeschimpfung

Pater Bernd Hagenkord auf seinem Blog von Radio Vatikan
Pater Bernd Hagen­kord auf sei­nem Blog von Radio Vati­kan

„Die Per­so­nen, die gegen das Foto pro­te­stiert haben, agie­ren ent­spre­chend Hagen­kord gegen die Näch­sten­lie­be – so weit sind wir gekom­men! Die­se Ange­le­gen­heit ist ein­fach unglaub­lich“, so Mathi­as von Gers­dorff in sei­nem Kom­men­tar zum gelösch­ten, dann wie­der ver­öf­fent­lich­ten Foto.

Für Pater Hagen­kord per­sön­lich ist die Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät offen­bar eine aus­ge­mach­te Sache. Das Bild sei „nicht all­zu klug gewählt“ wor­den, läßt nur tak­ti­sche Über­le­gun­gen erken­nen. Sei­ne Gegen­kri­tik läßt erken­nen, daß er sich in der homo­phi­len Frak­ti­on ver­or­tet. Als Redak­ti­ons­lei­ter macht er dar­aus auch die Linie der Deut­schen Sek­ti­on von Radio Vati­kan. Wer dage­gen pro­te­stiert, daß Radio Vati­kan die Homo-Agen­da ver­tritt, wird als „ewig­gest­rig“ abge­stem­pelt („auch heu­te noch“). „Leh­re, Wahr­heit und Kir­che“ waren gestern, jeden­falls für den deut­schen Jesui­ten Hagen­kord, zumin­dest was die Homo-Agen­da betrifft. Wenn Hagen­kord in Sachen Homo­se­xua­li­tät so denkt, wer könn­te dann garan­tie­ren, daß er sich zu ande­ren Fra­gen nicht eben­so salopp über die gött­li­che Ord­nung und die kirch­li­che Leh­re hin­weg­setzt?

„Noch vor weni­gen Jah­ren wäre eine sol­che Deka­denz kirch­li­cher Medi­en nicht vor­stell­bar gewe­sen“, schrieb dazu Mathi­as von Gers­dorff.

Angeb­lich waren Arti­kel und Bild am 5. Juli auf inner­va­ti­ka­ni­sche Inter­ven­ti­on abge­schal­tet, doch von Hagen­kord, als er davon erfuhr, wie­der online gesetzt wor­den. Hagen­kord steht damit nicht nur als Redak­ti­ons­lei­ter in der Ver­ant­wor­tung, son­dern auch als trei­ben­de Kraft.

Internationalisierung des Skandals – Bild gelöscht, Artikel bleibt

Inzwi­schen mach­ten der eng­li­sche Jour­na­list Edward Pen­tin vom Natio­nal Catho­lic Regi­ster und die US-ame­ri­ka­ni­sche Inter­net­sei­te Catho­lic Cul­tu­re den Skan­dal auch inter­na­tio­nal bekannt. Die Empö­rung wur­de zu einer beacht­li­chen Wel­le. Schließ­lich wur­de das umstrit­te­ne Foto defi­ni­tiv gelöscht. In dem neu­en „flu­iden“ Stil im Vati­kan besteht aller­dings kei­ne Garan­tie dafür, daß defi­ni­tiv wirk­lich defi­ni­tiv ist. Das umstrit­te­ne Papst-Inter­view des Athe­isten Euge­nio Scal­fa­ri wur­de auch schon auf der offi­zi­el­len Sei­te des Hei­li­gen Stuhls ver­öf­fent­licht, dann gelöscht, dann wie­der ver­öf­fent­licht und schließ­lich sogar vom Vati­kan-Ver­lag in Buch­form gedruckt.

Der nicht min­der umstrit­te­ne Text von Pater Mar­tin Lint­ner, der mit Blick auf die bevor­ste­hen­de Bischofs­syn­ode ein „Umden­ken“ der Kir­che in Sachen Sexua­li­tät anregt, for­dert und in Aus­sicht stellt, blieb unver­än­dert und kann auf der Inter­net­sei­te von Radio Vati­kan – Deut­sche Sek­ti­on auf­ge­ru­fen wer­den.

Radio Vatikan-Sektionen spiegeln jeweilige Bischofskonferenz wider

Wenig ver­wun­der­lich, so die fran­zö­si­sche Inter­net­sei­te Ripo­ste Catho­li­que. Die ver­schie­de­nen Sek­tio­nen von Radio Vati­kan wür­den die Linie der jewei­li­gen Bischofs­kon­fe­ren­zen wider­spie­geln. Bekannt­lich betrei­be die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz, so Ripo­ste Catho­li­que, „an vor­der­ster Front eine regel­rech­te Kam­pa­gne für eine Ände­rung der kirch­li­chen Leh­re in Sachen Sexu­al­mo­ral“.

Der ent­schei­den­de inter­na­tio­na­le Schub, der zur Ent­fer­nung des Fotos führ­te und die Fra­ge über den deut­schen Sprach­raum hin­aus­hob, kam offen­bar von Edward Pen­tin. Er war es bereits gewe­sen, der Kar­di­nal Wal­ter Kas­per öffent­lich der Lüge über­führ­te. Auch das im Zusam­men­hang mit der Bischofs­syn­ode, Teil Eins, im Okto­ber 2014. Kas­per leug­ne­te, ein Inter­view gege­ben zu haben, in dem er sich höchst abfäl­lig über die afri­ka­ni­schen Bischö­fe äußer­te, weil die­se sich für die Hei­li­ge Schrift, das Lehr­amt und die Über­lie­fe­rung der Kir­che in Sachen Sexu­al­mo­ral ein­set­zen. Pen­tin ver­öf­fent­lich­te dar­auf­hin die Ton­band­auf­zeich­nung mit den ras­si­sti­schen Äuße­run­gen des Kar­di­nals.

Foto war nur ein „technisches Versehen“?

Dem Natio­nal Catho­lic Regi­ster erklär­te Hagen­kord, nun doch auf Scha­dens­be­gren­zung bedacht, die Ver­öf­fent­li­chung des umstrit­te­nen Fotos sei nur ein „tech­ni­sches Ver­se­hen“ gewe­sen. Die Tech­ni­ker hät­ten kei­ne Lösung gewußt, wie der Arti­kel ohne das Bild ver­öf­fent­licht wer­den konn­te. Nun darf in der lei­di­gen Geschich­te alles mög­li­che ange­nom­men wer­den, aber nicht ein blo­ßes „tech­ni­sches Ver­se­hen“. Hagen­kord „scheint die katho­li­sche Her­de für ziem­lich dumm zu hal­ten, oder jeden­falls für dumm ver­kau­fen zu wol­len“. Mit die­sen Wor­ten mach­te mich ein Leser auf die Aus­sa­ge des Jesui­ten auf­merk­sam. Nach­dem die Sache auch inter­na­tio­nal für Dis­kus­sio­nen sorg­te, fand die Deut­sche Sek­ti­on von Radio Vati­kan plötz­lich doch einen Weg, zumin­dest das Foto zu löschen.

Für Hagenkord ist katholische Lehre über Homosexualität „krank“?

Par­al­lel ging Hagen­kord auf sei­nem Blog zu wüsten Beschimp­fun­gen der Katho­li­ken über, die sich über sei­nen „scham­lo­sen Aktio­nis­mus“ empör­ten. Er schreck­te nicht davor zurück, sie als „krank“ hin­zu­stel­len, sich und die Redak­ti­on jedoch als Opfer einer unver­ständ­li­chen Kri­tik dar­zu­stel­len. Er hat­te auch kei­ne Scham, sich auf sei­nem Blog durch Kom­men­ta­re wie fol­gen­den unter­stüt­zen zu las­sen: „Die­se Leu­te [Katho­li­ken, die Homo­se­xua­li­tät ableh­nen] sind ein­fach ein Fall für den Psych­ia­ter“. Hagen­kord ver­tei­dig­te die Katho­li­ken nicht, son­dern pflich­te­te bei: ja die Kri­ti­ker sei­en „krank“. Mit ande­ren Wor­ten: Für den Jesui­ten Hagen­kord sind die katho­li­sche Leh­re zur Homo­se­xua­li­tät und die gläu­bi­gen Katho­li­ken, die sich dar­an ori­en­tie­ren, „krank“.

Ein von Roland Noà«, dem Chef­re­dak­teur von Kath.net ein­ge­for­der­tes mea cul­pa von Pater Hagen­kord, ist bis heu­te aus­ge­blie­ben. Ver­wun­der­lich ist das nicht: Hoch­mut und Stolz cha­rak­te­ri­sie­ren jede Ableh­nung der katho­li­schen Leh­re.

Lintners Hoffnung, daß Kirche „sexualfeindliche Tradition“ überwindet

Wie sich Pater Martin Lintner am liebsten zeigt
Wie sich Pater Mar­tin Lint­ner am lieb­sten zeigt

Noch ein Wort zum 1972 in Süd­ti­rol gebo­re­nen Pater Mar­tin Lint­ner: er trat 1991 in den Ser­vi­ten­or­den ein und wur­de 2001 zum Prie­ster geweiht. 2006 pro­mo­vier­te er in Theo­lo­gi­scher Ethik an der Uni­ver­si­tät Wien. Ab 2003 war er Refe­rent für Moral­theo­lo­gie bei den Theo­lo­gi­schen Kur­sen der Erz­diö­ze­se Wien, ab 2007 hat­te er Lehr­auf­trä­ge in Moral­theo­lo­gie und Kirch­li­cher Sozi­al­leh­re an der Ser­vi­ten­uni­ver­si­tät in Rom, seit 2009 lehrt er Moral­theo­lo­gie an der Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le sei­ner Hei­mat­diö­ze­se Bri­xen. Seit 2013 ist er zudem Pro­vin­zi­al der Tiro­ler Ordens­pro­vinz der Ser­vi­ten und Vor­sit­zen­der der Euro­päi­schen Gesell­schaft für Katho­li­sche Theo­lo­gie. Von ihm stammt das 2011 erschie­ne­ne Buch „Den Eros ent­gif­ten. Plä­doy­er für eine trag­fä­hi­ge Sexu­al­mo­ral und Bezie­hungs­ethik“.

Zen­tra­le Stich­wor­te sei­nes Fur­che-Auf­sat­zes sind „Von der Akt­mo­ral zur Gra­dua­li­tät“, wobei er eine The­se von Chri­stoph Kar­di­nal Schön­born, Erz­bi­schof von Wien, auf­greift, der in einer Bezie­hung zwi­schen Men­schen grund­sätz­lich nichts Böses mehr erken­nen will, son­dern nur das gra­du­ell ver­wirk­lich­te Ide­al. Das zwei­te Stich­wort Lint­ners lau­tet „Sex als Aus­druck der Bezie­hungs­qua­li­tät“. Denn die Kir­che neh­me „Sexua­li­tät mehr und mehr in ihrer per­so­na­len und ganz­heit­li­chen Dimen­si­on“ wahr. Lint­ner bedau­ert zwar, daß die sexu­al­ethi­schen Nor­men der Kir­che unver­än­dert geblie­ben sei­en, hegt aber die Hoff­nung, daß es ein „Umden­ken“ geben wer­de. Das, so Lint­ner, las­se das Schluß­do­ku­ment der Syn­ode 2014 und das Arbeits­pa­pier für die Syn­ode 2015 erken­nen. Wört­lich sag­te er: „Die Hoff­nung lebt, dass die Kir­che aus dem lan­gen und bedrücken­den Schat­ten ihrer sexu­al­feind­li­chen Tra­di­ti­on her­aus­tritt.“

Kirchliche Lehre „sexualfeindlich“ und „krank“?

Kei­ne schmei­chel­haf­ten Urtei­le, die ein Ser­vit und ein Jesu­it über die katho­li­sche Kir­che fäl­len, immer­hin Prie­ster, die sich mit dem Satz schmücken: „Wer bin ich, um zu urtei­len?“ Für den Ser­vi­ten Lint­ner ist die Kir­che „sexu­al­feind­lich“, die Ver­bin­dung mit dem Wort „Tra­di­ti­on“ könn­te man als beson­de­re Spit­ze lesen. Für den Jesui­ten Hagen­kord ist die kirch­li­che Sexu­alleh­re „krank“ und mit ihr offen­bar auch die Katho­li­ken, die sich dar­an aus­rich­ten.

Es erscheint fast über­flüs­sig noch zu erwäh­nen, daß die ver­schie­de­nen Inter­net­sei­ten der LGBT-Lob­by die „Öff­nung“ von Radio Vati­kan und vor allem die Ver­öf­fent­li­chung des Homo-Fotos eben­so begei­stert wie genuß­voll fei­er­ten.

Kirche mit „Homo-Fraktion“ — Korrektur durch Papst Franziskus notwendig

Nicht über­flüs­sig sind eini­ge abschlie­ßen­de Fest­stel­lun­gen: Der Vor­fall bestä­tigt, daß in der katho­li­schen Kir­che eine Frak­ti­on exi­stiert, die immer unge­dul­di­ger auf eine „Öff­nung“ in Sachen „Homo­se­xua­li­tät“ und „Homo-Ehe“ drängt und in Ein­klang mit dem herr­schen­den Zeit­geist tre­ten will.

Der Vor­fall bestä­tigt ein­mal mehr, daß die höchst umstrit­te­ne Aus­sa­ge von Papst Fran­zis­kus „Wer bin ich, um zu urtei­len?“ als Tür­öff­ner für die For­de­rung nach offi­zi­el­ler Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät ver­wen­det wird und als Begrün­dung für eine fak­ti­sche Aner­ken­nung, die von libe­ra­len Katho­li­ken bereits auf vie­ler­lei Wei­se vor­ex­er­ziert wird.

Der Vor­fall zeigt, wie drin­gend es gebo­ten wäre, daß Papst Fran­zis­kus sei­ne Aus­sa­ge öffent­lich kor­ri­giert. Da dies, trotz der bekann­ten Nega­tiv­fol­gen in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren nicht gesche­hen ist, drängt sich der Ver­dacht auf, daß der Papst sei­ne Aus­sa­ge tat­säch­lich im Sin­ne der kirch­li­chen Homo-Frak­ti­on gemeint hat. Dann wäre er, wie in der Fra­ge der Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne, der eigent­li­che Anfüh­rer der destruk­ti­ven „neu­en Barm­her­zig­keit“.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: CR/R­V/Eu­gen-Biser-Stif­tung (Screen­shots)

20 Kommentare

  1. Die letz­te Ueber­schrift skiz­ziert das Pro­blem am besten.
    „Kor­rek­tur durch Papst Franz noe­tig“
    Nicht nur hier, son­dern in vie­len The­men.
    Es wae­re brand­noe­tig das die­ser Papst eine Enzy­kli­ka, zu den durch die „Kir­che von oben und unten“ vor­ge­brach­ten Irr­leh­ren ver­fasst, um end­lich ein­mal zu sagenk, was der Kath. Leh­re ent­spricht und was nicht.
    Statt des­sen NICHTS, nur Inter­views mit Aller­welts The­men.
    Was folgt ist, das alle Lai­en und Kle­ri­ker von jeder Sei­te die Wahr­heit fuer sich bean­spru­chen und so eine baby­lo­ni­sche Sprach­ver­wir­rung herrscht, wie sie wohl noch nie dage­we­sen ist.
    Fasst man die Gemen­gen­la­ge zusam­men, ste­hen wir kurz vor dem jueng­sten Gericht, wobei der Auf­schub wohl noch solan­ge gilt, bis Papst Bene­dikt nicht mehr da ist.
    Gott akzep­tiert kei­ne Rueck­trit­te, wir haben einen Papst und einen Dar­stel­ler im Papst­kos­tu­em.
    Grau­en­haft.

  2. Die deut­sche Sek­ti­on von „Radio Vati­kan“ scheint sich aktu­ell in einem gei­sti­gen / geist­li­chen Irr­gar­ten zu befin­den und ist dar­an, die­sen auch flei­ssig wei­ter zu bewäs­sern.

    Nach­fol­gend eine Zusam­men­fas­sung einer Pre­digt von 
    Hw Pater Biff­art von der Petrus-Bru­der­schaft:
    -
    „Heu­te wird bedau­er­li­cher­wei­se zuneh­mend
    — um den Bei­fall der Men­schen zu erhei­schen -
    ein „Evan­ge­li­um light“ ver­mit­telt.
    Die­ses kennt die Auf­for­de­rung Chri­sti 
    zur Reue, Bus­se und Umkehr nicht mehr.
    Doch sind gera­de Letz­te­re über­haupt erst die Bedin­gun­gen für die dann uner­mess­li­che Barm­her­zig­keit Chri­sti.

    Die Hir­ten 
    haben denn die Pflicht,
    Alles zu ver­kün­den 
    — das gesam­te hl. Evan­ge­li­um — 
    um die See­len auf den schma­len und stei­len Weg zur Glück­se­lig­keit zu füh­ren.

    Die gesam­te Selb­stof­fenba­rung. 
    Zu die­ser gehört
    Barm­her­zig­keit 
    u n d
    Gerech­tig­keit.

    Unser Herr und Gott Jesus Chri­stus hat Sei­nen hl. Aosteln auf­ge­tra­gen,

    A l l e s 

    zu leh­ren, was Er ihnen offen­bart hat.
    -
    28,19
    Dar­um geht zu allen Völ­kern und macht alle Men­schen zu mei­nen Jün­gern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Gei­stes,
    Mt 28,20
    und 
    lehrt sie, alles zu befol­gen, 
    was ich euch gebo­ten habe. 
    Seid gewiss: 
    Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
    -

    Eine dem Men­schen ver­mit­tel­te „Barm­her­zig­keit“ 
    mit des­sen Belas­sen­wol­len im Zustand der Sün­de
    ist kei­ne Offen­ba­rung Got­tes, 
    viel­mehr men­schen­ge­bau­tes Mau­er­werk.…
    und wird somit inein­an­der­fal­len.
    Ein „Evan­ge­li­um light“ aber 
    — als Weg­wei­ser für den brei­ten und beque­men Weg im Dies­seits — 
    ist ohne Kraft und Gna­de, 
    wir­kungs­los für das See­len­le­ben 
    und letzt­end­lich eine 
    Tat von Miet­lin­gen, 
    denen der Ewig­keits­zu­stand der See­len 
    gleich­gül­tig ist..
    Miet­lin­ge, 
    die die ihnen anver­trau­te Scha­fe 
    dem rei­ssen­den Wolf über­las­sen, 
    dem Rän­ke­schmied Satan, dem Vater der Lüge.“
    -

  3. Micha­el, ich glau­be, nicht in der letz­ten Über­schrift, son­dern im letz­ten Satz des Arti­kels steckt die Essenz. Papst Fran­zis­kus ist nicht das Opfer der Ban­de, er ist ihr Chef. Wie in einem Kri­mi.

  4. „Wenn jemand schwul ist und guten Glau­bens den Herrn sucht — wer bin ich, über ihn zu urtei­len?“,( dies soll das wört­li­che Zitat sein.Der „Spie­gel“ hat es gedruckt. 29.7.2013. Viel­leicht darf man da dem Spie­gel glau­ben. Einer — nicht alle, „sie“ oder wie auch immer. Und er setzt eine zwei­te Bedin­gung: „und guten Glau­bens den Herrn sucht“. Die­se zwei­te Bedin­gung las­sen alle, die aus tak­ti­schen Grün­den den Papst für sich in Anspruch neh­men wol­len, dau­ernd weg. Und so muss ich sagen, dass ich die Posi­ti­on des Pap­stes nach­voll­zie­hen kann. Er nimmt sich zurück — vor allem, wenn er etwa abweh­ren will, über eine per­son auch noch öffent­lich zu „urtei­len“.

    • Die Ant­wort von Papst Fran­zis­kus weckt den Anschein, als könn­te man guten Gewis­sens den Herrn suchen und gleich­zei­tig guten Gewis­sens aktiv homo­se­xu­ell sein. Das ist aber falsch. Wer „den Herrn“ (Jesus Chri­stus) sucht, muss sich bekeh­ren, was die Bereit­schaft ein­schließt, sich von sei­nem bis­he­ri­gen Sün­den­le­ben zu tren­nen. Das trifft für alle zu, nicht nur für LGBTQ. Homo­se­xu­el­le Akte gehö­ren zu den Akten, die in sich und unter allen Umstän­den schlecht sind (wie die katho­li­sche Moral­leh­re sehr rich­tig fest­stellt). Die Kraft zu einem rei­nen, hei­li­gen Leben erhal­ten wir aller­dings vom Hei­li­gen Geist — wir haben sie von uns aus nicht.
      Ich habe man­ches von Papst Fran­zis­kus mit­ver­folgt und gele­sen, aber Buße, Umkehr, Bekeh­rung zum Glau­ben an den Herrn und Erlö­ser Jesus Chri­stus, Abwen­dung von der Sün­de, Hei­li­gung — also die grund­le­gen­den Din­ge, um das ewi­ge Heil zu err­rei­chen -, das sind nicht sei­ne The­men. Haupt­ache, mög­lichst vie­le, am besten die gan­ze Mensch­heit, kom­men aufs gro­ße Schiff, das die Kir­che ist und des­sen Ziel­ha­fen, opti­ma­ler­wei­se, Gott bzw. der Him­mel ist. Was das für Pas­sa­gie­re sind und was sie an Deck trei­ben, ist nicht so wich­tig. Aber selbst wenn das gro­ße Schiff den Hafen erreicht, um das Bild wei­ter­zu­den­ken: nicht jeder wird in die Stadt Got­tes hin­ein­ge­las­sen wer­den.

  5. Der „Jesui­ten­pa­ter“ Hagen­kord ist vom finan­zi­el­len Stand­punkt aus gese­hen ein Stüm­per únd ein Feig­ling:
    er hat kirch­li­ches Geld ver­schwen­det, um ein Foto von 2 küs­sen­den Les­bi­en­nes zu kau­fen bei AFP (und dann noch etwas dazu­ge­lo­gen betr. einer festen Ver­bin­dung zwi­schen Foto und Arti­kel).
    Er hät­te total gra­tis, umsonst, ein glei­ches Bild haben kön­nen bei der Web­site der Katho­li­schen Akti­on Flan­dern http://www.kavlanderen.blogspot.be .
    Am 16. Mai 2015 fand in Ant­wer­pen der „Marsch für die Fami­lie“ (Mars voor het gezin) statt mit einer Kund­ge­bung auf Ant­wer­pens zen­tra­lem Platz Gro­en­plaats;
    mehr als 300 Sym­pa­thi­san­ten (für das athe­istisch-ful­mi­nant anti­ka­tho­li­sche Umfeld dort sehr viel), mit einer sehr enga­gier­ten pol­ni­schen Dele­ga­ti­on und mit sehr viel Poli­zei zur Orde­hand­ha­bung, Schutz und Dees­ka­lie­rung.
    Dann hat erst ein gei­stig ver­wirr­ter jun­ger Mann das Podi­um gestürmt, um einen Tanz mit einem Pla­kat (Text lei­der in Spie­gel­schrift) auf­zu­füh­ren, und dann fing ein Pär­chen Les­bi­en­nes an sich vor der Tri­bü­ne zu küs­sen, wobei — und jetzt wird es tat­säch­lich kni­sternd — die Ant­wer­pe­ner Poli­zei ein­schritt und das Küs­sen in der Öffent­lich­keit dort ver­bot!
    In den Tagen dar­auf Inter­pel­la­tio­nen im Par­la­ment, def­ti­ge Aus­sa­gen des Ant­wer­pe­ner Bür­ger­mei­sters und viel media­le Hei­sa.
    Das Foto ist ein­seh­bar auf (@kavlaanderen — Don. 21/05/2015: „Das NICHT anstoß­ge­ben­de und NICHT pro­vo­zie­ren­de Ver­hal­ten von einem Paar Les­bi­en­nes“ und (Zitat 23/05/2015): „Marsch für die Fami­lie: Über die Unver­tragsam­keit der Hole­bi-lob­by“).
    Vor­ne die 2 schlan­ken Les­bi­en­nes in klei­nen Leder-mit-Pelz­bot­tin­chen, dahin­ten (in oran­ge­ro­ter Alarm­jacke der Orga­ni­sa­tor des Mar­sches f.d. Fami­lie und alles vor der Unse­re-Lie­be-Frau-Kathe­dra­le mit ihrem wun­der­schö­nem Turm und dem Denk­mal von Peter Paul Rubens (Flan­derns größ­te Maler, voll­ba­rock-urka­tho­lisch und — sei­ne vie­len Male­rei­en bestä­ti­gen dies am lau­fen­den Band — hete­ro­phil im Qua­drat).
    Das ist ech­te Hap­pe­n­ing­kunst!

    Übri­gens hät­te „Pater“ Hagen­kord auch das Titel­bild von „Sana­me con tu boca. El arte de besar“ (Lumen, Bue­nos Aires, 1995) kun­nen neh­men: viel­leicht auch gegen Bezah­lung, aber dann wäre das Geld doch bei dem Hof­theo­lo­gen und Bekann­ten von Ber­go­glio „Erz­bi­schof“ Vic­tor Manu­el Fer­nan­dez gelan­det; zuglei­cher­zeit wäre es auch etwas Rekla­me für die­sen Lade­hü­ter gewe­sen.
    Die Gesich­ter sind da etwas undeut­lich-echt gen­der: es könn­ten sowohl Män­ner als Frau­en sein.

    Das Schlimm­ste ist die Feig­heit:
    Sovie­le Schwät­zen von mehr Respekt vor Homos, Aner­ken­nung usw. und kein ein­zi­ger sagt öffent­lich was er sel­ber ist.
    Und wenn es dann doch her­aus­kommt, haut man in aller Stil­le ab oder wirft sich in den Kanal.

    • @Adrien Antoi­ne
      Man soll­te ande­re Men­schen nicht der Lüge bezich­ten, wenn man das selbst in vol­ler Absicht macht und Lügen ver­brei­tet, wie Sie das vor kur­zem hier selbst getan haben. Ein wenig mehr Demut kann nicht scha­den.

      • @roesler,
        Ich bin zu faul zum lügen.
        Was ich schrei­be, lauft lei­der unter dem Titel: „Unglaub­lich aber wahr“.
        Und was die Recher­che betrifft, bin ich sehr peni­bel.
        Das Foto war natür­lich nicht fest gekup­pelt an den Arti­kel- des­halb konn­te P.Hagenkord 3 Tage spä­ter den Arti­kel ohne grö­ße­re Schwie­rig­kei­ten erneut ver­öf­fent­li­chen; und „tech­nisch unge­schickt“ war es auch nicht, sind die Jesui­ten inzwi­schen doch inter­net­mä­ßig sehr beschla­gen und gab es — wie schon von mir gezeigt- vie­le ähn­li­che Fotos in kirch­li­chen Milieus und auf Geist­li­chen­com­pu­tern vor­her.
        http://www.kath.net hat die­ses Gestüm­per inzwi­schen in 4 Epi­so­den doku­men­tiert.

        Trotz­dem Dank für die Lek­tü­re.
        In Te speravi- non con­fundar in aeter­num

    • @Adrien Antoi­ne
      Bit­te kei­ne fal­sche Beschei­den­heit! Sie sind dazu ganz und gar nicht zu faul, wie Sie hier zu ver­mit­teln ver­su­chen.

      Nur mal ein Bei­spiel. Am 17. Juni 2015 hat­ten Sie in fol­gen­dem The­ma zu San­dro Magi­ster, sie­he hier:

      https://www.katholisches.info/2015/06/16/einflussreichster-kritiker-von-papst-franziskus-unter-den-vatikanisten-vom-heiligen-stuhl-vor-die-tuer-gesetzt/

      fol­gen­de Behaup­tung auf­ge­stellt:
      „Was übri­gens Öko­lo­gie betrifft:
      wer es fer­tig bringt mit einem alten Renault 4 in den Peters­dom hin­ein­zu­fah­ren und die Kunst­schät­ze dort mit den Aus­puff­ga­sen zu gefähr­den (ich habe vor lan­ger Zeit sel­ber einen Renault 4 gefah­ren), ist ein Kunst­ba­nau­se und ver­steht von Öko­lo­gie nichts.“

      Mei­ne Erwi­de­rung hier­auf:
      „Ledig­lich eine Fra­ge haben Sie bei mir auf­ge­wor­den: Wer ist der „Kunst­ba­nau­se“, wie Sie es nen­nen, der mit einem alten R4 in den Peters­dom „hin­ein­ge­fah­ren“ ist., wie Sie behaup­ten?
      Habe dazu nichts gele­sen und auch im Inter­net nichts fin­den kön­nen. Erhel­len Sie hier doch bit­te ein wenig das Dun­kel.“

      kom­men­tier­ten Sie wie folgt:
      „Übri­gens: @zeitschnur und @roesler sind sehr schlecht infor­miert.
      Die Fotos mit dem R4 in dem Peters­dom kann man auf vie­len Web­sites und Blog­spots sehen.
      Es war der erste Ersatz der Elek­tro­fahr­büh­ne v. Papst Bene­dikt XVI.
      Ein so kur­zes Gedächt­nis ist trau­rig.“

      Ich wand­te mich nach die­ser Unter­stel­lung eines kur­zen Gedächt­nis­ses dar­auf­hin noch­mal an Sie:
      “ Bezüg­lich des Renaults im Peters­dom habe ich kein kur­zes Gedächt­nis – ich habe davon noch nie etwas gehört. Eben­so habe ich auf goog­le hier­zu kei­ne Bil­der gefun­den. Da sie offen­sicht­lich ja wis­sen, auf wel­chen Sei­ten sich die­se Bil­der befin­den, posten Sie doch bit­te ent­spre­chen­de Links. Vor­ab vie­len Dank!“

      Ein wei­te­rer Beleg Ihrer­seits, bei­spiels­wei­se das Posten ent­spre­chen­der Links zu Sei­ten, die Ihrer Aus­sa­ge nach doch so man­nig­fal­tig die­sen Fre­vel bewei­sen sol­len, sind Sie — nichts ande­res habe ich erwar­tet — schul­dig geblie­ben.

      Ich ver­mu­te mal, dass das daher rührt, dass die­se Behaup­tung mit dem R4 im Peters­dom ein­fach völ­lig jeder Grund­la­ge ent­behrt.

      Dadurch schaf­fen Sie aber einen ande­ren Sach­ver­halt, näm­lich den der bewuss­ten Unwahr­heit, der Lüge! Ist die Lüge für Sie akzep­ta­bel, wenn sie der Unter­maue­rung Ihres Stand­punk­tes und der Ver­un­glimp­fung ande­rer Men­schen dient?

      Ist die Lüge Hagen­kords schwe­rer zu wie­gen als die Lüge, die Sie hier ver­brei­ten? Völ­lig bewusst? Aus der Tra­di­ti­on der katho­li­schen Kir­che her­aus lässt sich fest­hal­ten: Lüge ist Lüge. Das bewuss­te Ver­brei­ten der Unwahr­heit miss­fällt Chri­stus.

      Wir sol­len uns der Wahr­heit ver­pflich­tet füh­len! Und kei­nen Quatsch ver­brei­ten! Denn dadurch unter­schei­den wir uns in KEINSTER WEISE von den Schwät­zern!

    • @roesler,
      Die­ser wei­ße R4 (Bau­jahr 1984) wur­de vom ita­lie­ni­schen Prie­ster Ren­zo Zec­ca (damals gera­de 70 Jah­re alt), tätig in einer Pro­blem­vier­tel v. Vero­na mit viel Drug­pro­blem­ju­gend, an Fran­zis­kus geschenkt.
      Knapp 300 000 km auf dem Zäh­ler, übri­gens umge­stellt von Ben­zin auf Flüs­sig­gas.
      Das Auto wur­de auf einem Trans­por­ter von Vero­na nach Rom gebracht (soweit zum spar­sa­men Umgang mit den Res­sour­cen der Natur und mit Ener­gie im Beson­de­ren).
      Fran­zis­kus hat das Auto am 09.09.2013 dann nicht nur als Pas­sa­gier bestie­gen, son­dern ist auch demon­stra­tiv durch die Sper­re der Schwei­zer Wache gefah­ren wor­den und soll­te- nach aus­sa­gen von begei­ster­ten Jour­na­li­sten- auch sel­ber gefah­ren sein.
      Das Auto kam weni­ge Tage spä­ter erneut zum Ein­satz wenn ein Gebet für Syri­en auf dem St.-Petersplatz gehal­ten wur­de.
      (Vie­le Refe­ren­zen im Inter­net, gera­de auf modern geschal­te­te nie­der­län­disch­spra­chi­ge Web­sites aus Bel­gi­en, wie Knack (11/09/2013), clint.be (09/09/2013), deredactie.be (09/09/2013), sehr aus­führ­lich auf http://www.famigliachristiana.it am 09/09/2013 und auf der Huf­fing­ton Post).
      Ca. 2 Wochen spä­ter erschien dann ein Foto wo ein lee­re wei­ße R4 in der Vor­hal­le des Peters­doms stand; das hat mich sehr impo­niert.
      Es ist mög­lich daß ich hier auf ein Fake­bild gefal­len bin.
      Nur: es wur­de nie­mals ver­neint.

      Damals waren übri­gens vie­le alte Autos im kirch­li­chen Mun­de: ich erin­ne­re mich auch an einen alten Ford Focus.
      Alles war damals gut außer das Papst­mo­bil, Daim­ler-Benz und BMW.
      Haben Sie dies alles schon ver­ges­sen?

      Die dama­li­ge Mona­te waren tat­säch­lich sehr tur­bu­lent und ver­wir­rend.
      Die Ver­fol­gung der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta lief auf Hoch­tou­ren und, mit tat­säch­lich eisi­ger Stil­le und null Reso­nanz, dann Mit­te Dezem­ber 2013 im domus St. Mar­ta eine Pre­digt über die Gedan­ken der Got­tes­mut­ter Maria unter dem Kreuz, die nur mit Ver­go­gna kom­men­tiert wer­den kann.
      Eine Woche spä­ter, nach Weih­nach­ten, wur­de dann eine neue Pedigt gehal­ten und publi­ziert, die mehr mit dem Inhalt des Sta­bat Mater kor­re­spon­dier­te.
      Übri­gens möch­te ich hier auch loben: das klei­ne Kapi­tel am Ende derr enzy­kli­ka „Lau­da­to Si“ über Maria (ca. Nr 200, aus dem Gedächt­nis zitiert) zeigt, daß man wenig­stens etwas dazu­ge­lernt hat.
      Nicht umsonst wer­den seit Anfang 2014 die Pre­dig­ten v. Fran­zis­kus im domus St. Mar­ta nun nicht mehr wört­lich tran­skri­biert wei­ter­ge­ge­ben son­dern erst bear­bei­tet und dann durch u.A. Pater F. Lom­bar­di SI ver­kün­det.
      Und die „theo­lo­gi­sche Struk­tu­rie­rung“ durch den Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on ist auch in die­sem Kon­text zu sehen.

      Also: „ein Kul­tur­ba­nau­se ist in einem sehr alten R4 in dem Vati­kan und auf dem Peters­platz VOR dem Peters­dom gefah­ren und ich habe ein Foto gese­hen wo die­se alte R4 hin­ter­her im dem Peters­dom stand“.
      Die­ses gan­zes Brim­bo­ri­um mit alten Autos paßt natür­lich zu Öko­lo­gie wie die Faust aufs Auge (cfr. den Flug nach Mani­la) und natür­lich auch nicht zu Kunst­schät­zen.

      „…plect­un­tur archi­vi“ (Horaz)

      • @Adrien Antoi­ne
        Es ging nir­gend­wo dar­um, ob der Hl. Vater von dem Prie­ster die­sen Renault geschenkt bekom­men hat oder nicht. Das ist hin­läng­lich bekannt und ein alter Hut.
        Es ging ein­zig um ihre fal­schen Behaup­tun­gen, die sie in ihrem letz­ten Post zu rela­ti­vie­ren ver­su­chen, was ja aber nichts an der Tat­sa­che ändert.

        Dubio­ser­wei­se ist auch das Foto mit dem Renault im Peters­dom oder der zumin­dest der Vor­hal­le, — laut Ihrer Behaup­tung doch in vie­len Blogs und Web­sei­ten abruf­bar — , nir­gend­wo mehr zu fin­den. So prak­tisch, nicht wahr?

        Auch Ihre Behaup­tung, es habe sich bei dem Renault um den ersten Ersatz der Elek­tro­fahr­büh­ne von Bene­dikt XVI. gehan­delt, ist eben­so falsch.

        Anschei­nend ist die Fra­ge, ob man das alles schon ver­ges­sen hat, eine Ihrer Lieb­lings­flos­keln. Die kann ich Ihnen klar beant­wor­ten. Nein, ich habe das, was Sie hier fälsch­li­cher­wei­se ver­brei­ten, nicht ver­ges­sen.

        Die Lüge kommt vom Wider­sa­cher. Als Katho­li­ken dür­fen wir uns nicht bereit­wil­lig die­ser Sün­de hin­ge­ben und Unwahr­hei­ten ver­brei­ten, nur um noch ein wenig mehr die Stim­mung anzu­hei­zen. Lüge bleibt Lüge, ein so bereit­wil­li­ger Ver­stoß gegen die Gebo­te ist ein Fre­vel. In einem sol­chen Forum wie hier soll­te man der Unwahr­heit kei­nen Platz ein­räu­men.

    • @roesler,

      Vor kur­zem in Paler­mo habe ich in der dor­ti­gen gro­ßen lit­ur­gi­schen Buch­hand­lung an der Kathe­dra­le die gesam­mel­te Pre­dig­ten von Fran­zis­kus in der offi­zi­el­len ita­lie­ni­schen Aus­ga­be genau durch­ge­schaut.
      Tat­säch­lich gibt es in die­ser lit­ur­gisch doch sehr wich­ti­gen Peri­ode (ich den­ke hier an den Advent, die O‑Antiphone, In Prae­sen­ta­tio­ne B. Mariae Virg.) immer wie­der Lacu­nes in 2013.
      Sehr kuri­os.

      Ein Schelm der hier denkt, es wird nach­träg­lich Selbst­zen­sur betrie­ben.
      Trotz­dem muß ich doch an mei­ne Schul­zeit zurück­den­ken, und wohl an die Lek­tü­re von „Ani­mal Farm“ und „1984“ von Geor­ge Orwell.

    • Was ist denn mit die­sem Renault, dass man da so lan­ge dar­über dis­ku­tie­ren muss? Das war ein Wer­be­gag! Den Papst brach­te der Renault auf die übli­che Sozi­al­tour in die Medi­en, ihm hat es gefal­len, im Vati­kan damit her­um­zu­dü­sen, alle haben applau­diert. Die Sache ist jen­seits der Belu­sti­gung kei­ne Zei­le wert.

  6. P. Hagen­kord hat zwar auf Sand gebaut steht aber in sei­ner Posi­ti­on bei RV auf abge­si­cher­tem Gelän­de.
    Immer­hin war er Mode­ra­tor des geheim­nis­um­wölk­ten Pfingst­tref­fen in Rom unter Lei­tung eini­ger hete­ro­do­xer Bischofs­kon­fe­ren­zen aus Euro­pa.

    Vori­ge Tage wur­de auf RV eine Ver­öf­fent­li­chung der dort gehal­te­nen Vor­trä­ge ange­kün­digt.
    Die­se Ankün­di­gung kam nicht ohne Sei­ten­hieb auf die ver­blüff­te Reak­ti­on vie­ler Katho­li­ken über die­se geheim gehal­te­ne Tagung aus, von der ein gela­de­ner Jour­na­list von ‚La Repub­bli­ca‚ trotz gefor­der­ten Schwei­gens sich nicht ver­knei­fen konn­te, sich über die frei­zü­gi­ge Spra­che der Dis­ku­tan­ten aus­zu­las­sen.
    Wie die Reak­ti­on auf die­se Ver­öf­fent­li­chung aus­fal­len wird, ist die­sen Herr­schaf­ten bei RV bereits jetzt bekannt.

    Man könn­te schlicht­weg von einem ziem­lich anti­ka­tho­li­scher Hau­fen spre­chen, der sich die Ober­ho­heit über das Depo­si­tum fidei anmaßt und sich selbst­ge­recht über jeden empö­ren der dies ent­larvt.

    Das Licht auf die­se scham­lo­sen Wich­tig­tu­er zu rich­ten lässt doch den einen und ande­ren Katho­li­ken aus dem Tief­schlaf auf­wa­chen.

  7. Unse­re Katho­li­sche Kir­che kon­sti­tu­iert sich als Gemein­schaft von Men­schen, die sich von der Lie­be des mensch­ge­wor­de­nen Got­tes exi­sten­zi­ell — näm­lich wesen­haft, kern­haft und damit lebens­be­stim­mend — berührt füh­len.

    Dazu gehö­ren eben auch Per­so­nen mit deri­va­ti­ver sexu­el­ler Ori­en­tie­rung.

    Das ist eine Tat­sa­che.

    War­um wol­len das man­che nicht ein­se­hen?

    • Was der Hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit ein Gräu­el ist, soll­te auch jedem Glied des mysti­schen Lei­bes unse­res Herrn Jesus Chri­stus
      ein Gräu­el sein.
      Ent­we­der oben oder unten, ein dazwi­schen gibt es nicht!

      • Geehr­te® IMEK:
        .
        Könn­ten Sie mir die Quel­le nen­nen, in der die Hei­li­ge Drei­fal­tig­keit zum Aus­druck brach­te, dass eine bestimm­te sexu­el­le Ori­en­tie­rung eines Men­schen ihr ein Greu­el sei?
        .
        Ich konn­te in mei­ner Schrift­aus­ga­be nichts dazu fin­den; und auch der gute Gustav Schmol­ler (Hand­kon­ko­ranz zum grie­chi­schen Neu­en Testa­ment) lässt mich bei τρόμος bzw. φρίκη im Stich.
        .
        Dan­ke!

      • IMEK ist bei­zu­tre­ten.
        Gen 1, 27: „Und GOTT schuf den Men­schen IHM zum Bil­de, zum Bil­de GOTTES schuf Er ihn; und ER schuf sie Mann unfd Frau“.
        SEhr typisch sagt das Hebrä­isch die erste Aus­sa­ge 2x, und wohl im Spie­gel­bild, um die Wich­tig­keit die­ser Aus­sa­ge her­aus­zu­strei­chen; und ver­knüpft es direkt mit der Exi­stenz von Mann und Frau, geru­fen um durch die Pro­krea­ti­on („Geht und ver­man­nig­fal­tigt Euch“) in der Schöp­fung an der Ver­wirk­li­chung des Reich Got­tes mit­zu­ar­bei­ten.
        Es steht dort NICHT geschrie­ben: „als Mann und Mann“, und auch nicht als „Frau und Frau“ und auch nichts mit Kin­dern oder mit Tie­ren.

        Die­se Pas­sus aus Gene­sis wird übri­gens von Uns­rem Herrn Jesus Chri­stus selbst auf­ge­grif­fen (Mk 10,1–12) und inter­es­san­te­re­wei­se geht es in Mk 10, 13 ff dann sofort wei­ter mit dem hohen Respekt für Kin­der.

        Pau­lus an die Ephe­ser (2:10):
        Denn wir sind Sein Werk, geschaf­fen in Jesus Chri­stus, zu guten Wer­ken, zu wel­che Gott uns zuvor berei­tet hat, daß wir dar­in wan­deln wol­len.

        Die christ­li­che Ehe ist kein Instru­ment um sich sexu­ell voll­auf aus­to­ben­zu­kön­nen;
        und Men­schen mit einer homo­phi­len Gesin­nung müs­sen auch nicht jam­mern gegen­über Gott daß er ande­re und denen mehr geneh­me Vor­schrif­ten hät­te machen sol­len (bzw. die Vor­ga­ben jetzt ein biss­chen ändrn und kor­ri­gie­ren möch­ten).
        Gott schul­det uns nichts- wir schul­den ihm alles.
        Zual­ler­erst schul­den wir ihm den Ver­zicht auf die Sün­de- die sehr häu­fig sehr „ange­nehm“ und „ent­span­nend“ ist (das ist doch die Essenz und das Heim­tücki­sche der Betö­rung, der Ver­su­chung).

        “ Gräu­lich“ wür­de ich übri­gens mit „schet­li­os“ über­set­zen- das Wort kommt im Wör­ter­buch . bau­er nicht vor; auch Bail­ly gibt es nur ausser­halb des christ­li­chen Rah­mens an.

        Die Hl. Kir­che besteht aus Sün­dern; aber sie soll natür­lich den Ant­litz Chri­sti wider­spie­geln- und da gehört essen­zi­ell der Ver­zicht auf unmo­ra­lisch Akten dazu.
        In die­sem Kon­text sind auch die Sün­den gegen den Hei­li­gen Geist zu sehen€ die nach eige­nen Wor­ten Unse­res Herrn Jesus Chri­sti nicht ver­ge­ben wer­den kön­nen.

        Die Keusch­heit ist ele­men­tar in de Hl. Kir­che.
        Und wir sol­len, wie Ori­gi­nes es so schön vor­ge­be­tet hat, “ die Wor­te Unse­res Herrn nicht nur anhö­ren, son­dern auch in Taten (und dazu gehört auch der akti­ve Ver­zicht auf böse Taten) ver­wirk­li­chen“.

        @Baselbieter: Bit­te schön!

        Es wird hier ein echt inter­na­tio­na­le Web­site!
        Deus lo vult!

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