Amerikanische Beamte widerstehen der Diktatur der Homo-Lobby

Wo alle gleischgeschaltet sind gibt es Menschen, die widerstehen
Wo alle gleisch­ge­schal­tet sind, gibt es immer Men­schen, die widerstehen

(Washing­ton) In allen Dik­ta­tu­ren tre­ten Men­schen auf, die bereit sind, für ihre Prin­zi­pi­en ein­zu­tre­ten, zu behar­ren, zu wider­ste­hen und wenn nötig auch zu ster­ben. Im kon­kre­ten Fall geht es um die Dik­ta­tur der Homo-Lob­by, die mit Hil­fe von Poli­ti­kern, Rich­tern und Unter­neh­mern in den USA die Ober­hand zu gewin­nen droht. Ein Ein­fluß, der ver­hee­ren­de Fol­gen nicht nur für den übri­gen Westen, son­dern für alle Erd­tei­le hat, die unter dem Ein­fluß die­ser Welt­macht ste­hen. Einer, der auf­steht, ist der seit Janu­ar amtie­ren­de 51. Gene­ral­staats­an­walt von Texas, Ken Paxton. 

Am 26. Juni fäll­te der Ober­ste Gerichts­hof der USA ein wei­te­res Urteil zugun­sten der „Homo-Ehe“. Die Höchst­rich­ter, die bereits das Bun­des­ge­setz zum Schutz der Ehe als Ver­bin­dung zwi­schen einem Mann und einer Frau gekappt hat­ten, erklär­ten nun die „Homo-Ehe“ für das gesam­te Bun­des­ge­biet für zuläs­sig. Damit erhöht sich der Druck auf die letz­ten 13 Staa­ten noch mehr, für die Homo­se­xua­li­tät eine Pri­vat­an­ge­le­gen­heit ist, aber nicht Gegen­stand staat­li­cher Aner­ken­nung sein kann.

Gegen das Urteil empör­ten sich Staats­be­am­te meh­re­rer Staa­ten, dar­un­ter von Texas und Mis­sis­sip­pi. Sie gaben bekannt, kei­ne Doku­men­te für „Homo-Ehe­schlie­ßun­gen“ aus­zu­stel­len und beru­fen sich dabei auf ihre Gewissensfreiheit.

Rechtsbeistand gegen Unterdrückung der Gewissensfreiheit

Gene­ral­staats­an­walt Ken Paxt­on sicher­te allen texa­ni­schen Beam­ten lega­le Unter­stüt­zung zu, die „nicht gegen ihr Gewis­sen“ han­deln wollen.

„Ich ver­tei­di­ge mei­ne Reli­gi­ons­frei­heit. Ich glau­be, daß die Ehe eine Ver­bin­dung zwi­schen einem Mann und einer Frau ist, so wie es die Bibel sagt.“ Mit die­sen Wor­ten wird Kat­ie Lang vom The Texas Tri­bu­ne zitiert, Coun­ty-Sekre­tä­rin von Hood in Texas. Ihre Hal­tung könn­te sie ihre Stel­le kosten. Genau­so könn­te es allen Beam­ten und staat­li­chen Ange­stell­ten erge­hen, die sich der Homo­se­xua­li­sie­rung ver­wei­gern. Im besten Fall dro­hen ihnen Geldstrafen.

Ihnen kam nun Gene­ral­staats­an­walt Ken Paxt­on zu Hil­fe, der jedem Staats­an­ge­stell­ten sei­nen Rechts­bei­stand anbot, der wegen der Wei­ge­rung die „Homo-Ehe“ anzu­er­ken­nen, Schwie­rig­kei­ten bekommt. Paxt­on begrün­de­te sei­nen Schritt, der in den USA für gro­ßes Auf­se­hen sorgt, damit, daß nie­mand zu etwas gezwun­gen wer­den kann, was gegen sei­ne reli­giö­se Über­zeu­gung verstößt.

Homo-Lobby tobt

Paxt­on gab bekannt, daß er jedem zur Ver­fü­gung ste­he, der sich aus Gewis­sens­grün­den der Aner­ken­nung oder der Mit­wir­kung an einer „Homo-Ehe“ ver­wei­gert: „Vie­le Rechts­an­wäl­te sind bereit, Gewis­sens- und Reli­gi­ons­frei­heit die­ser Beam­ten zu ver­tei­di­gen“. Paxt­on gehört zu jenen, die den Ober­sten Gerichts­hof nicht für berech­tigt hal­ten, sich auf die­se Wei­se in die inne­re Gesetz­ge­bung der Ein­zel­staa­ten einzumischen.

Paxt­ons Kampf­an­sa­ge trieb der Homo-Lob­by und deren homo­phi­len Unter­stüt­zern den Zorn ins Gesicht. Die den Demo­kra­ten nahe­ste­hen­de US-Gene­ral­staats­an­wäl­tin Loret­ta Lynch tob­te. Man wer­de „sicher­stel­len, daß sich Texas‘ Beam­te nicht lustig machen über höchst­rich­ter­li­che Ent­schei­de und gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re diskriminieren“.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: InfoVaticana

39 Kommentare

  1. Men­schen­ge­dach­te „höchst­rich­ter­li­che Urtei­le“ sind Schall und Rauch. Es ist an der Zeit der­ar­ti­gem Trei­ben ent­ge­gen­zu­tre­ten und sich die­sen Schand-„Urteilen“ zu wider­set­zen wie aktu­ell in den USA. Über die­sem Schand-„Urteil“ wie schon über jenem bez. dem Ver­wer­fen des Schut­zes der Ehe für Mann und Frau schwebt der dia­bo­li­sche Rauch des Ver­ra­tes ! Unfass­bar: Nicht weni­ger als sechs (!) Rich­ter sind katho­lisch bzw. sog. „katho­lisch“:
    ‑Anto­nin Scalia,
    ‑Cla­rence Thomas,
    ‑John Roberts,
    ‑Samu­el Ali­to und
    ‑Sonia Sotomayor 
    ‑Antho­ny Kennedy, 

    Der­ar­ti­ges Schand-„Urteil“ basiert also auf übel­sten Ver­rat am wah­ren Glauben.
    Die Ver­rä­ter in „Rich­ter­ro­ben“ wer­den mehr und mehr zu Hand­lan­gern des Todeskultes.
    In die­sem Fall hei­ssen die „katho­li­schen“ Ver­rä­ter Antho­ny Ken­ne­dy und Sonia Sotomayor

  2. Schön, aber die USA sind eben kei­ne Diktatur.

    Es ist pro­ble­ma­tisch, wenn Offi­zi­el­le einer spe­zi­fi­schen Amts­stel­le sich für den Voll­zug rechts­staat­lich ein­wand­frei zu Stan­de gekom­me­ner Geset­ze auf ihr Gewis­sen beru­fen, ohne dass das Gemein­we­sen, sofern es dies ermög­li­chen will, Aus­nah­men defi­niert hat. 

    Denn an wel­chem Maß­stab soll das Gewis­sen sich denn ori­en­tie­ren, um eine Dis­pens für die Mit­wir­kung an einer — immer­hin — hoheit­li­chen Auf­ga­be zu erlan­gen? Das ist doch kein Zustand. 

    Damit ich nicht miss­ver­stan­den wer­de: im jet­zi­gen Sta­di­um, wo etwas hoch Umstrit­te­nes ein­ge­führt wer­den soll, erach­te ich einen gewis­sen Wider­stand zum Erhalt von defi­nier­ten Aus­nah­me­be­stim­mun­gen als legi­tim, ja gebo­ten. Aus­drück­lich bewun­de­re ich den per­sön­li­chen Mut des im Arti­kel erwähn­ten texa­ni­schen Gene­ral­staats­an­walts und der­je­ni­gen, die es ihm gleich­tun wol­len; mit ein paar unter „Nick­na­me“ ver­fass­ten Bei­trä­gen ist es da näm­lich nicht getan. Statt­des­sen gilt es die zu erwar­ten­de Dif­fa­mie­rung, anony­me Dro­hun­gen im Minu­ten­takt, Aus­gren­zung, Druck auf den Arbeitgeber/Wohnungsvermieter etc. in Kauf zu neh­men. Frei­wil­li­ge vor!

    Bei der Dyna­mik, mit der die gesell­schaft­li­chen Pro­zes­se durch­ein­an­der­ge­wir­belt wer­den, ist es indes abseh­bar, dass Katho­li­ken auf­grund ihres christ­li­chen Maß­stabs zuneh­mend nicht nur aus bestimm­ten Domä­nen aus­ge­grenzt wer­den, son­dern sie sich ggf. auch sel­ber aus sol­chen zurück­zie­hen müs­sen. Frü­her oder spä­ter wer­den wir dann einen ähn­li­chen Zustand erreicht haben, wie er frü­her den Juden zur Berufs­aus­übung zuge­wie­sen resp. über­las­sen hat.

    • //Schön, aber die USA sind eben kei­ne Diktatur.//

      Das sehen man­che intel­li­gen­te US-Bür­ger (eine Min­der­heit wie über­all) aber anders. Sie sagen, die USA haben sich zu einem Poli­zei-Staat ent­wickelt, der jetzt schon schlim­mer ist als Nazi-Deutsch­land in den 30er Jah­ren. Das ist aber nur das Vor­spiel zu dem, was kommt. 

      //Es ist pro­ble­ma­tisch, wenn Offi­zi­el­le einer spe­zi­fi­schen Amts­stel­le sich für den Voll­zug rechts­staat­lich ein­wand­frei zu Stan­de gekom­me­ner Geset­ze auf ihr Gewis­sen beru­fen, ohne dass das Gemein­we­sen, sofern es dies ermög­li­chen will, Aus­nah­men defi­niert hat.//

      Auch Adolf Hit­ler kam rechts­staat­lich an die Regie­rung. For­ma­le Lega­li­tät ist aber nicht deckungs­gleich mit Legi­ti­mi­tät. Wenn fünf e r n a n n t e Rich­ter demo­kra­tisch zustan­de­ge­kom­me­ne Geset­ze in einer gan­zen Rei­he von Bun­des­staa­ten außer Kraft set­zen, dann wird das zu Recht in Fra­ge gestellt. 

      //etwas hoch Umstrit­te­nes eingeführt//

      Ist die staat­li­che Gleich­stel­lung von Gay- und Les­ben-Part­ner­schaf­ten mit der Ehe zwi­schen Mann und Frau für Katho­li­ken etwas „Umstrit­te­nes“, oder ist sie rund­weg abzu­leh­nen, weil sie gegen die Gebo­te Got­tes und das Natur­recht ver­stößt? Die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on unter Kar­di­nal Ratz­in­ger hat sich dazu noch vor weni­gen Jah­ren klar und unmiss­ver­ständ­lich geäu­ßert und alle katho­li­schen Poli­ti­ker ent­spre­chend in die Pflicht genom­men. Und nun wur­de im (noch) mäch­tig­sten Land der Welt durch das Votum römisch-katho­li­scher Rich­ter ein Greuel­ur­teil erlas­sen. Katho­li­ken, erzo­gen in katho­li­schen Eli­te­schu­len, sind es also, wel­che die recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die kom­men­de Chri­sten­ver­fol­gung schaf­fen, nicht in einer fer­nen Zukunft, son­dern jetzt. Die Oba­ma-Admi­ni­stra­ti­on zB gibt schon Anwei­sung, Mili­tär­geist­li­che aus der Armee zu ent­fer­nen, die gegen Homo­ehen ein­ge­stellt sind (also ohne kon­kre­te Vor­komm­nis­se, nur auf­grund der Gesinnung! ):
      http://www.wnd.com/2015/06/pentagon-urged-to-boot-chaplains-who-oppose-gay-marriage/

    • Ich wer­de jetzt mal Car­los Post erklä­ren, wie ich ihn ver­stan­den habe:

      Bis jetzt sind die USA kei­ne Dik­ta­tur. Eine Dik­ta­tur ist eine Herr­schafts­form, die unein­ge­schränk­te Macht auf einer Per­son („Tyrann“/ „Dik­ta­tor“) oder einer Grup­pe von Per­so­nen ver­eint. Das war z.B. durch das vom Reichts­tag abge­stimm­te Ermäch­ti­gungs­ge­setz ein­deu­tig auch for­mell gege­ben. Ein Glei­ches liegt in den USA nicht vor.
      Man kann allen­falls davon spre­chen, dass in gewis­sen Berei­chen dem Gewis­sen kei­ne Frei­heit zuge­bil­ligt wird. Und DAVON sprach Carlo.

      Leo Lämm­leins Rhe­to­rik und Ver­gleich mit den Nazis („der jetzt schon schlim­mer ist als Nazi-Deutsch­land in den 30er Jah­ren“) sind total über­zo­gen und unsach­lich. (Neben­bei: Offen­bar haben Sie, LL, wenig Ein­blick, was in den 30er Jah­ren hier los war, ich kann ihnen aber ger­ne aus mei­ner Fami­lie mütt­ter­lich ‑groß­müt­ter­li­cher­seits erzäh­len — und ein Glei­ches oder gar „Schlim­me­res“ erzählt mir mei­ne Schwe­ster, die seit 30 Jah­ren in den USA lebt, NICHT! Hal­ten Sie in wenig den Ball flach — womit ich die vie­len kon­spi­ra­ti­ven Din­ge, die in den USA nicht direkt auf Regie­rungs­ebe­ne, son­dern von­sei­ten infor­mell-macht­vol­ler pri­va­ter Ein­fluss­nah­men ablau­fen, nicht ver­harm­lo­sen will!!!)

      Die USA sind ein demo­kra­ti­scher Staat, der auf­grund einer defi­nier­ten Ver­fas­sung und gewähl­ter Volks­ver­tre­ter „funk­tio­niert“. Es gel­ten also for­mal bestimm­te Regeln. Die­se Regeln müs­sen ein­ge­hal­ten werden.

      Wenn einer nun ein öffent­li­ches Amt beklei­det, muss er sich an die gel­ten­den Regeln halten.
      Ein deut­scher Beam­ter z.B. hat kein Streik­recht. Als er sich ver­be­am­ten ließ, hat er die­sem Umstand zuge­stimmt. Wenn ihm nun das Strei­ken in einer Situa­ti­on dadurch ver­wehrt ist, die er als Gewis­sen­not erlebt, kann er den­noch nicht aus sei­ner sub­jek­ti­ven Sicht ein objek­ti­ves Streik­recht ein­for­dern oder des­sen Feh­len als „dik­ta­to­risch“ beklagen!
      Wenn einer US-Staats­be­am­ter ist, hat er ver­spro­chen, beei­det, dass er im Rah­men for­mel­ler Ent­schei­dun­gen gehorcht.
      Da hier kein Spiel­raum für eine Gewis­sens­ver­wei­ge­rung vor­ge­se­hen ist, begeht er defi­ni­tiv einen Rechts­bruch, wenn er sich verweigert.

      Nun hat Car­lo das ja nicht als ethi­sche Traum­si­tua­ti­on geschil­dert, son­dern als die recht­li­che Situa­ti­on die­ser Staatsbeamten.

      Daher beschreibt er eine Situa­ti­on, wie wir sie jahr­hun­der­te­lang den Juden beschert hat­ten: Wenn jemand weltanschaulich/religiös bestimm­te Din­ge nicht mit­ma­chen kann, muss er aus­schei­den aus einem sol­chen Amt oder erst gar nicht zuge­las­sen werden.

      Er sieht aus die­sem Grun­de vor­aus, dass ange­sichts der demo­kra­tisch und rechts­staat­lich zustan­de­kom­men­den Pro­zes­se ein gläu­bi­ger Katho­lik zuneh­mend das Los der Juden ein­neh­men wird, wenn er den Mumm hat und nicht bloß unter Nick­na­me auf katho­li­schen­Fo­ren her­um­pro­le­tet (womit er damit kei­nen bestimm­ten Kom­men­ta­tor, osndern eine bestimm­te Sor­te von Kom­men­ta­to­ren meinte).

      Ich fin­de die­se gesam­te Über­le­gung Car­los sehr zutreffend.

      • zeit­schnur,
        Vor­ab: ich bin nicht Ihr „lie­ber LL“.
        Wenn ich Ihnen wirk­lich lieb wäre, dann wür­den Sie respek­tie­ren, was ich Ihnen schon ein­mal schrieb: dass ich von Ihnen nicht abge­kürzt ange­schrie­ben wer­den möchte.
        Ja, es gibt Ame­ri­ka­ner, die die heu­ti­ge USA mit Nazi­deutsch­land vergleichen.
        Hier eini­ge Beispiele:
        http://politicalticker.blogs.cnn.com/2014/03/12/ben-carson-the-u-s-is-like-nazi-germany/
        https://www.intellihub.com/america-today-parallels-nazi-germany/
        http://www.hermes-press.com/germany1930.htm
        http://endoftheamericandream.com/archives/20-signs-that-the-nazification-of-america-is-almost-complete
        http://www.opednews.com/articles/A‑time-line-comparison-of-by-Deena-Stryker-Class_Depression_Dictatorship_Elections-140130–967.html
        Hier ein aus­führ­li­ches Video, das die heu­ti­gen USA mit Vor­kriegs-Nazi­deutsch­land vergleicht:
        https://www.youtube.com/watch?v=vhVuMwIexV8
        Sie kön­nen jetzt einen Rie­sen­ar­ti­kel schrei­ben, wie dumm und falsch das alles sei. Sie über­se­hen dabei nur, dass ich gar nicht behaup­te, dass alles in den von mir ver­link­ten Arti­keln rich­tig ist. Mei­ne Behaup­tung war und ist, dass es eine nicht zu ver­nach­läs­si­gen­de Grup­pe von auf­merk­sa­men Ame­ri­ka­nern gibt, die die heu­ti­gen Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka mit dem Deutsch­land des Drit­ten Reichs ver­glei­chen. Und in der Tat: mei­ner Mei­nung nach wird der Ver­gleich mit Recht gezo­gen. Wobei Ver­glei­che neben dem Über­ein­stim­men­den immer auch Nicht­über­ein­stim­men­des ent­hal­ten und somit jeder Ver­gleich irgend­wo hinkt.
        Und ich glau­be auch, dass Ame­ri­ka heu­te in vie­lem schlim­mer ist als Nazi-Deutsch­land, allein schon wegen der Tech­no­lo­gie, deren sich böse Men­schen in Macht­po­si­tio­nen heu­te bedie­nen kön­nen (z.B. Über­wa­chung und Kontrolle).

      • Sie behaup­ten, dass in Ihren Links nicht alles rich­tig ist, aber irgend­wie wie­der doch und über­haupt — das ist mir alles zu vage und zu chaotisch.
        Sie sagen selbst, dass sol­che Ver­glei­che hinken.

        Was aller­dings Car­lo ange­spo­chen hat­te, ist ein prä­zi­ses Pro­blem. das igno­rie­ren Sie.

        Das Pro­blem lau­tet: Die heu­ti­gen west­li­chen Staa­ten sind nicht christ­lich und wol­len es auch nicht sein. Punkt.
        Man kann in ihnen nicht etwas ein­for­dern, was ihnen nicht (mehr) zugrun­de liegt.

        Die­se schmerz­li­che Erkennt­nis ist hier man­chem immer noch nicht gedämmert.
        Und inso­fern nützt das gan­ze pseu­dochrist­li­che Lamen­to auch nichts.

        Und vor allem begrei­fen vie­le hier, wie mir scheint auch Sie, nicht, dass nicht böse Ver­schwö­rer in einem anson­sten doch so net­ten Volk her­um­wur­steln, son­dern dass die­ses Volk exakt zu „Draht­zie­hern“ die­ser Art passt und frei­wil­lig deren Gedan­ken­gut durch sein Ver­hal­ten toppt.

        Denn eines ist auch ganz klar: Die bösen Frei­mau­rer und Illu­mi­na­ten kön­nen zwar viel, aber sie kön­nen nicht für das Volk sün­di­gen — das erle­digt sel­bi­ges freu­dig ganz von selbst.

        Wenn dann Beam­te in einem — sagen wir es mal wohl­wol­lend — kor­rum­pier­ten Staats­we­sen „Wider­stand“ lei­sten gegen das, was min­dest­nes die Hälf­te der Bevöl­ke­rung genau­so will, die ande­re dage­gen wenig­stens nicht ganz ablehnt, dann ist das seltsam.

        Schließ­lich kann man nie­man­den zu sei­nem Glück zwin­gen, und Jesus sag­te ein­mal, wenn man irgend­wo nicht wohl­ge­lit­ten wer­de, sol­le man den Sand von den Füßen schüt­teln und dahin gegen, wo man gut auf­ge­nom­men wird.
        Die­se Beam­ten müss­ten folg­lich sagen: Wir legen unser Amt nie­der, denn wir kön­nen es nicht erfül­len, ohne Got­tes Gebot zu verletzen.

        Aber das tun sie selt­sa­mer­wei­se nicht — war­um nicht?

        Das heißt: Christ­li­che Don Qui­chot­te­rien nüt­zen niemandem!

    • Dik­ta­tur hin oder her. Hier ist ein Gesetz, das ein Beam­ter nicht beach­ten kann aus sei­nen eigen Rech­ten her­aus. Das ist der Kon­flikt. Wor­an ori­en­tiert sich denn ein Gewis­sen ? Bestimmt nicht an Rich­ter­sprü­chen. Gut, mit den mei­sten Rich­ter­sprü­chen kann man sich abfin­den, sie sind kei­ne Gewis­sens­fra­ge. Wir wer­den ja auch alle von der „Ein­füh­rung der Homo-Ehe“ tan­giert, wenn das hier soweit sein soll­te. Ich wer­de jeden­falls auch nicht als Gast an der­ar­ti­gen Zere­mo­nien teil­neh­men. Zivil­cou­ra­ge wäre gefor­dert, selbst wenn das Freun­de und die Tan­te anders sehen.

      • Rein­hold
        Es sind ja von dem Urteil des Supre­me Court und den Gleich­stel­lungs-Geset­zen (deren eigent­li­ches Ziel die Zer­stö­rung der von Gott ein­ge­rich­te­ten Ehe und Fami­lie ist) nicht nur die Beam­ten bzw. Staats­an­ge­stell­ten betroffen.
        Im Staat Ore­gon lie­ßen die Behör­den eine Kon­di­to­rei schlie­ßen, weil deren Eigen­tü­mer, ein christ­li­ches Ehe­paar, sich wei­ger­ten, Kuchen für eine Gay-Trau­ung zu backen.
        Dar­über­hin­aus wur­de Fami­lie Klein zu einer Stra­fe von 135.000 Dol­lar verurteilt.
        Aber nicht nur das. Nach­dem sie in einer Radio­sen­dung über ihren Fall berich­tet hat­ten, wur­de ihnen nun auch ver­bo­ten, öffent­lich über die Grün­de zu reden, die sie als Chri­sten für ihr Ver­hal­ten haben.
        http://canadafreepress.com/article/73461
        Wer ist nun rea­li­täts­fremd: wer die USA mit Nazi­deutsch­land der 30er Jah­re ver­gleicht, oder wer es von sich weist, Ver­glei­che zu ziehen.
        Man braucht jeman­den nicht in ein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger zu stecken, um sei­ne Exi­stenz zu zerstören.
        Aber auch Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger in den USA sind schon vor­be­rei­tet, um Mil­lio­nen Men­schen dar­in aufzunehmen.

  3. Ich fin­de das alles so absurd — eine Ehe ist per defi­ni­tio­nem seit alters her eine cha­rak­te­ri­sti­sche Ver­bin­dung zwi­schen einem Mann und einer Frau, die eine ver­bind­li­che Rechts­form hat, auf Dau­er gedacht, auf Repro­duk­ti­vi­tät und gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung ange­legt ist.

    Wenn man aber, wie auch gewis­se katho­li­sche Moral­theo­lo­gen dies im EB FR tun, inzwi­schen selbst ase­xu­el­le Bezie­hun­gen, in denen kein Recht auf den Kör­per des ande­ren besteht, in denen man aber wie auch immer defi­nier­te Ver­ant­wor­tung für­ein­an­der über­nimmt, als „Ehe“ bezeich­nen, dann ver­liert der Begriff sei­nen spe­zi­fi­schen Sinn und soll­te ersetzt wer­den durch so etwas wie „Part­ner­schaft“, „Zuge­winn­ge­mein­schaft“, „Lebens­ge­mein­schaft“ oder son­sti­ges, wie ist wursch­te­gal, jedem steht das offen, aber eine „Ehe“ ist das nicht! (Übri­gens ist auch nicht jedes Bett­ge­flü­ster zwi­schen Mann und Frau eine „Ehe“ — auch das ver­ste­hen vie­le nicht mehr…)

    Und dann will ich doch mal sehen, ob Män­ner und Frau­en, die einen gegen­ge­schlecht­li­chen Men­schen für ein sol­chen Arran­ge­ment wäh­len, auf dem Stan­des­amt lie­ber „ver­ehe­licht“ oder „ver­part­nert“ wer­den wollen.

    Ich tip­pe mal ganz intui­tiv auf erste­res. Und dann käme die Rea­li­tät ans Licht: es gäbe einen Hau­fen Typen, die mit ihrem Kühl­schrank, ihrer Kat­ze und Nach­bars Frit­ze mei­net­we­gen auch als gan­ze Grup­pe „ver­part­nert“ wür­den, auch ein paar fei­ge Hete­ros, aber die mei­sten Hete­ros wür­den eben die „Ehe“ wäh­len, weil sie vor­ha­ben, Kin­der zu bekom­men und sel­bi­ge mit Mühen und orga­ni­sa­to­ri­schen Pro­ble­men auch selbst erzie­hen zu wollen.

    Alle ande­ren müs­sen sich Kin­der ja erst im Kata­log bestel­len oder auf dem Skla­ven­markt, der von Aus­län­dern auf­ge­füllt wird, kau­fen — so ist es ja schon heute!

    Aber kei­ne Sor­ge — der Schwach­sinn wird nicht lan­ge gut gehen. Ent­we­der er schläft ein, weil die mei­sten Leu­te par­tout hete­ro sind und sein wol­len, oder wir sind wirk­lich so ver­rückt, und dann ist es auch nicht scha­de um unse­re „Kul­tur“, die so etwas ermöglicht.
    Ande­re wer­den unser Erbe antre­ten und wei­ter­füh­ren, so wie wir einst das römi­sche und grie­chi­sche Erbe antra­ten… erin­ne­re mich dun­kel, dass die bei­den letz­te­ren Kul­tu­ren an ähn­li­chen Pro­ble­me erstick­ten wie unsere.

    De Römer gin­gen ein in die euro­päi­schen Regio­nal­kul­tu­ren und die katho­li­sche Kir­che, die Grie­chen fri­sten nach einem end­lo­sen byzan­ti­ni­schen Nie­der­gang seit 2000 Jah­ren ein Schat­ten­da­sein als Schluss­licht Europas.

    Und genau­so wird es auch uns gehen.

    • Der Aus­gangs­be­richt han­delt von Vor­komm­nis­sen in der USA, was der Betrach­te­rin gänz­lich ent­gan­gen ist. Am Schluss zir­kelt sie dann noch zu den gegen­wär­ti­gen finan­zi­el­len Ver­hält­nis­sen in Grie­chen­land, wobei immer­hin im Text­ver­lauf wie­der­um ein Tier in Gestalt einer Kat­ze vor­kommt. Immer­hin sind grund­sätz­li­che Din­ge auch angesprochen.

      • Wäre es nicht bes­ser, lie­ber Rein­hold, wenn es Ihnen gelin­gen könn­te, @zeitschnur´s Kom­men­tar ein­fach so ste­hen las­sen zu kön­nen und sich nicht reflex­ar­tig aufzuregen.
        Es steht mir nicht zu, mich in den Kon­flikt ein­zu­mi­schen, der Sie „ver­bin­det“ und ich möch­te Sie auch nicht belehren.
        Aber was @zeitschnur hier geschrie­ben hat, stimmt doch.
        In punk­to „Homo-Ehe“ und die Mög­lich­keit der Adop­ti­on den­ke ich wie sie.
        Es ist nichts ande­res als moder­ner Sklavenhandel.
        Der Bauch einer armen Frau und ihr Inner­stes dazu wird aus­schließ­lich dazu benutzt, um homo­se­xu­el­len Män­nern ein Kind zu verschaffen.
        Die­se Frau ver­liert in jedem Fall.
        Ent­we­der sie hat kei­ner­lei Bezug zu die­sem Kind in ihrem Bauch, was das Baby viel­leicht sogar spürt und ihm lang­fri­stig schadet.
        Es mag ihr wie ein Fremd­kör­per vor­kom­men , es ist halt „bestell­te Ware“ oder aber sie ent­wickelt ein Gefühl für eben die­ses Baby und muss es nach 9 Mona­ten wie­der hergeben.
        Allen­falls stil­len darf sie es noch und dann fällt die Tren­nung noch schwe­rer — für das Kind und die leib­li­che Mutter.
        Und dies alles, um den ego­isti­schen Wunsch eines homo­se­xu­el­len Paa­res zu erfüllen.
        Die Les­ben bedie­nen sich einer Samen­bank für das glei­che ego­isti­sche Ziel.
        Eine jetzt schon gut ver­die­nen­de Baby-Her­stel­lungs-Indu­strie steht dahin­ter. Und es wird noch kras­ser werden.
        Unse­re Gesell­schaft ist total verkommen! 

        Das war jetzt ein biss­chen vom­The­ma weg.
        Nichts für ungut, Reinhold!

  4. defendor@ Die­se “ höchst­rich­ter­li­chen Urtei­le “ sind zwar Schall und Rauch, aber sie bewir­ken den
    Tod jeg­li­cher Moral und Kul­tur. Der Schall kommt direkt aus der Höl­le, gefolgt vom Rauch Satans.
    Sechs Rich­ter die sich katho­lisch nen­nen und das Gesetz unter­stüt­zen, kön­nen, außer auf dem Pa-
    pier, nicht katho­lisch sein. Dass es aus­ge­rech­net “ 6 “ sind, macht die Sache erst recht makaber.
    Immer wie­der erfährt man, dass gera­de pro­mi­nen­te Katho­li­ken sich über ihr Tun nicht im Klaren
    zu sein schei­nen, oder sich nach dem Wind der Main­stream rich­ten, nur um Karie­re zu machen.
    Lei­der ist die­se Homo-Lob­by so stark und durch Finan­zen gekö­dert, dass nur Gott ver­hin­dern kann,
    dass die­ser Ungeist die gan­ze Welt erfasst und beherrscht.

  5. Wir wol­len es nicht wahr­ha­ben, was sich mit unheim­li­chem Tem­po um uns her­um voll­zieht: die anschei­nend unauf­halt­sa­me Macht­er­grei­fung der Eine-Welt-Elite.
    Der den Völ­kern auf­ge­zwun­ge­ne Homo- und Gen­der­wahn ist nur eine Facet­te davon.
    Die Oba­ma-Admi­ni­stra­ti­on lässt die Vor­rä­te in den Unter­grund­städ­ten auf­stocken. Unter dem Vor­wand der Mili­tär­übung „Jade helm 15“ wer­den die süd­west­li­chen US-Staa­ten besetzt. Die Super­rei­chen ver­las­sen die USA…
    Dra­ma­ti­sches Video von Alex Jones — kein Pro­phet, nur ein bekann­ter Journalist:
    http://wp.me/p2UUpY-1iw

  6. Hier noch mal im Über­blick die Voten der neun Rich­ter:( die­je­ni­gen in GROSSSCHRIFT wie­der­ge­ge­be­nen sind katho­lisch bzw. die bei­den auf Ver­rä­ter­sei­te („Mehr­heits­mei­nung“) Schein-„Katholiken“; im Übri­gen sind die drei Ande­ren jüdi­schen Glaubens.)

    Mehr­heits­mei­nung: ANTHONY KENNEDY
    Zustimmend:
    Ruth Bader Ginsburg
    Ste­phen Breyer
    SONIA SOTOMAYOR
    Ele­na Kagan

    Abwei­chen­de Mei­nung: Mindermeinung:
    ANTONIO SCALIA
    CLARENCE THOMAS
    SAMUEL ALITO
    JOHN ROBERTS

    Inter­es­sant und in der Schär­fe bemer­kens­wert ist das Pro­to­koll der „Min­der­heits­mei­nung“, also der Nicht-Ver­rä­ter Katho­li­ken; hier wird — rich­ti­ger­wei­se“ — von einem die in die Judi­ka­ti­ve Hin­ein­put­schen gesprochen:
    (Text aus Wikipedia):
    -
    „Die Gegen­stim­men argu­men­tier­ten im Teno­ral­le­samt, dass hier eine knap­pe Rich­ter­mehr­heit kom­pe­tenz­über­schrei­tend das Gleich­be­schüt­zungs­ge­bot in über­mäch­ti­ger Will­kür über­stra­pa­zier­te und dem Wahl­volk sei­ne demo­kra­tisch ver­fass­te Ent­schei­dungs­frei­heit ent­zie­he, anstatt sich judi­ka­tiv gedul­dig zurück­zu­hal­ten und dem legis­la­ti­ven Wil­lens­bil­dungs­pro­zess sei­nen frei­en Lauf zu las­sen. Die Ehe sei tra­di­tio­nell hete­ro­se­xu­ell defi­niert und die Gerichts­bar­keit habe den sach­li­chen Defi­ni­tio­nen der Legis­la­ti­ve sehr vor­sich­tig zu fol­gen, anstatt als sub­jek­tiv gefärb­te, über­heb­lich idea­li­sie­ren­de, nie­man­dem ver­ant­wort­li­che, unge­wähl­te 5‑Per­so­nen-Allein­re­gie­rung die Wor­te der Ver­fas­sung und die Mehr­heit der Wäh­ler in ihrer frei gewähl­ten Mei­nung zu bevormunden.

    Seit Jahr­hun­der­ten sei jedem selbst­ver­ständ­lich, dass auch ange­sichts nicht mehr aus­rei­chen­der sexu­el­ler Anzie­hungs­kraft das Insti­tut der hete­ro­se­xu­el­len Ehe die lebens­lang sta­bi­le Ver­sor­gung der Kin­der siche­re. Wenn nun hier hip­pieske Frei­hei­ten aus­ge­rech­net durch eine Ehe abge­seg­net wer­den sol­len, sei das kein Gewinn, son­dern eine abso­lut rea­li­täts­fer­ne Halluzination.

    Das tra­di­tio­nel­le Ver­bot homo­se­xu­el­ler Ehen sei kei­ne abzu­weh­ren­de auf­dring­li­che Straf­vor­schrift oder son­sti­ge ver­fas­sungs­wid­ri­ge Frei­heits­be­schnei­dung, son­dern ledig­lich eine ver­fas­sungs­kon­for­me Begün­sti­gungs­an­spruch­vor­ent­hal­tung, von deren Über­win­dung die par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit über­zeugt wer­den kann, sich aber nicht gezwun­gen über­zeu­gen las­sen muss.

    Die Klä­ger sei­en auch unver­hei­ra­tet leben­dig, frei­zü­gig und ver­mö­gend und somit grund­recht­lich unbeeinträchtigt.

    Das Gericht miss­ver­ste­he sei­nen frei­heits­be­wah­ren­den Regie­rungs-Abwehr­auf­trag hier als frei­heits­kon­stru­ie­ren­den Regierungs-Erzwingungsauftrag.

    Der Gerichts­hof habe bereits 1923 aus dem Feh­ler über­trie­ben vie­ler eigen­mäch­ti­ger Frei­heits­rechts­set­zun­gen gelernt und sich Legis­la­tiv­ab­sti­nenz geschwo­ren, wohin­ge­gen die jet­zi­ge Gerichts­mehr­heit durch Prin­zi­pi­en­un­treue Gerech­tig­keit und Frei­heit wie­der gefähr­de und den Men­schen die Reli­gi­ons­frei­heit und Wahl­frei­heit und der wich­ti­gen poli­ti­schen Dis­kus­si­on ihre Ergeb­nis­of­fen­heit entreiße.

    Rei­ne Unschäd­lich­keit­s­ar­gu­men­ta­ti­on ver­wäs­se­re zwin­gend har­te Rechts­pra­xis zugun­sten fach­frem­der wei­cher­so­zio­lo­gi­scher Theorie.

    Die die homo­se­xu­el­le Ehe wür­di­gen­de Argu­men­ta­ti­on lie­ße sich genau­so zur Begrün­dung eines poly­amo­ren oder­po­ly­ga­men Ehe­an­spruchs weiterspinnen.

    Das Gericht habe per kastrie­ren­dem Dekret einem poli­ti­schen Ziel der staat­lich erteil­ten anstel­le der tra­di­tio­nell inhä­rent aus­ge­strahl­ten Men­schen­wür­de zur Gel­tung ver­hol­fen. Es sei nicht popu­lis­mus­re­si­stent und habe ent­ge­gen der Ver­fas­sung und der demo­kra­ti­schen Selbst­be­stim­mung die Ent­schei­dungs­ge­walt mit uner­mess­li­chen Fol­gen zu sich in die Judi­ka­ti­ve geputscht.“
    -

    • Wie­so ist die 5 : 4‑Entscheidung des Supre­me Court ein „in die Judi­ka­ti­ve Hin­ein­put­schen“. Der Supre­me Court IST doch die Judi­ka­ti­ve?! An ande­rer Stel­le heißt es wie­der, der Supre­me Court hät­te „sich judi­ka­tiv gedul­dig zurück­zu­hal­ten und dem legis­la­ti­ven Wil­lens­bil­dungs­pro­zess sei­nen frei­en Lauf zu lassen“?
      Wie geht das zusammen?
      Davon abge­se­hen: Auf wel­chem Gesetz beruht die­ser Anspruch?
      In die­sem gesam­ten Text der Geg­ner ist mir viel zu viel Unsach­lich­keit und Sujektivität.
      Ob ich inhalt­lich über­ein­stim­me spielt kei­ne Rol­le — es geht dar­um, ob man sol­che For­de­run­gen auf der Basis der ver­fas­sungs­recht­li­chen Situa­ti­on auf­stel­len kann. Und anhand der Emo­tio­na­li­tät des State­ments der Geg­ner schwant einem: Nein: das kann man nicht!

      Das Pro­blem ist hier doch, dass in fast allen Bun­des­staa­ten bereits die Homo­ehe erlaubt war bis auf 13 oder 14. Und ein Mann namens Ober­ge­fell geklagt hat bei der über­ge­ord­ne­ten Instanz…
      Höhe­res Gericht hebt nie­dere­res immer auf.
      Es geht dar­um, dass nun in allen 50 Bun­des­staa­ten die­ses sel­be Recht gilt.

      Ich ver­ste­he nicht, was dar­an ein Put­schen sein soll?

      Nicht dass mich einer wie­der mal absicht­lich miss­ver­steht: Ich bin nicht für die Homo­ehe! Aber das ist doch ein ganz nor­ma­ler und in dem Staats­we­sen vor­ge­se­he­ner Weg. In 36 Bun­des­staa­ten wur­de die Homo­ehe­fra­ge bereits gericht­lich posi­tiv ent­schie­den. Ja, man liest sogar von Poli­ti­kern, die um geschwenkt sind von der Con­tra- zur Pro­hal­tung, weil das ihre Wie­der­wahl begün­stigt (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015–06/hoechstes-us-gericht-erklaert-homo-ehe-landesweit-fuer-zulaessig)

      Preis­fra­ge an unse­re Träu­mer von einem christ­li­chen Abend­land, das unter­drückt wür­de: Was sagt uns das (auch ange­sichts der Irland-Abstimmung…)?

      Wir wol­len es nicht wahr­ha­ben, aber das christ­li­che Abend­land will mehr­heit­lich inzwi­schen die Homo­ehe, auch wenn es dage­gen star­ke Min­der­hei­ten gibt.

      Argu­men­te, die plötz­lich die Gül­tig­keit einer knap­pen Mehr­heit in Fra­ge stel­len, sind im übri­gen sel­ber unde­mo­kra­tisch: Eine Mehr­heit ist eine Mehr­heit, wenn sie dem defi­nier­ten Mehr­heits­schlüs­sel entspricht.
      Ob knapp oder nicht ist doch völ­lig egal!
      Wenn es anders her­um gewe­sen wäre hät­ten die­sel­ben Leu­te sich das stolz auf die Fah­nen geschrieben!

      Die Geg­ner der Homo­ehe ver­ren­nen sich mit ihren Argu­men­ten — der Zug ist abge­fah­ren, was die demo­kra­ti­sche Ebe­ne betrifft. Auch wenn in Frank­reich 1 Mio oder in Ita­li­en die Neo­ka­techu­me­na­len alles her­an­ge­karrt haben, um zu demon­strie­ren — das ist immer noch eine klei­ne Min­der­heit ange­sichts zig Mil­lio­nen Bürgern…
      Mei­nungs­um­fra­gen zei­gen ein Ergeb­nis, das uns nicht gefällt. 

      In einer Demo­kra­tie, die sich nicht genau­er fest­ge­legt hat, wor­auf sie fußt, muss man aber jeder­zeit mit so etwas rechnen…

      Nicht nur böse ver­schwö­rer machen das alles so, son­dern unse­re west­li­chen Völ­ker befür­wor­ten das ohne Zwang, ohne Not und ohne Diktatur.

      Es wäre Zeit, sich der Rea­li­tät zu stellen.

      • @ Rein­hold

        Hmm ja — ein Mann, der fol­gen­den Satz von sich gibt: „Hier ist ein Gesetz, das ein Beam­ter nicht beach­ten kann aus sei­nen eigen Rech­ten her­aus.“ (s.o.), der zeigt mit einem Satz, wie­viel er von Recht ver­steht — und das passt auch wie­der zur Qua­li­tät der I‑A-Kom­men­ta­re…

        Aber es gehört wohl zum Pro­fil einer sol­chen Unbe­darft­heit, dass man auch ohne irgend­ein Argu­ment stets als Kor­rek­tor und Hin­ter­herkläf­fer auf­tre­ten meint zu müssen.

  7. Die USA ist das Haupt­in­stru­ment der Illu­mi­na­ti zur Ein­füh­rung der anti­christ­li­chen, sata­ni­schen Neu­en Weltordnung.
    Was dort täg­lich an B ö s e m durch­ge­setzt wird, ist prä­ze­denz­los und ein K r i e g gegen Gott und die Menschheit.
    AUFWACHEN !!!

  8. Die Anmer­kung von Rosen­zweig möch­te ich nun doch nicht über­ge­hen. Mei­ne Kri­tik war voll berech­tigt. Ich las­se mich da nicht irri­tie­ren und rege mich auch nicht auf.

  9. Wen es inter­es­siert, hier kann man die Argu­men­ta­tio­nen und Urteils­be­grün­dun­gen des Supre­me Court nach­le­sen: http://de.scribd.com/doc/269769004/Obergefell-vs-Hodges
    Ganz offen­sicht­lich liegt dem eine bereits auch für Hete­ro­se­xu­el­le weit in die rei­ne Lie­bes­sub­je­kit­vi­tät abge­drif­te­tes Ehe­ver­ständ­nis, das die sen­ti­men­ta­len Ame­ri­ka­ner nicht in Fra­ge stell­ten, auch nicht die From­men, solan­ge man es nicht auf gleich­ge­schlech­ti­ge Per­so­nen übertrug:

    „Four princi­ples and tra­di­ti­ons demon­stra­te that the rea-sons mar­ria­ge is fun­da­men­tal under the Con­sti­tu­ti­on app­ly withe­qual for­ce to same-sex cou­ples. The first pre­mi­se of this Court’s rel-evant pre­ce­dents is that the right to per­so­nal choice regar­ding mar-ria­ge is inherent in the con­cept of indi­vi­du­al auto­no­my. This abi­ding con­nec­tion bet­ween mar­ria­ge and liber­ty is why
    Loving
    inva­li­da­ted inter­ra­cial mar­ria­ge bans under the Due Pro­cess Clau­se. See 388 U. S., at 12. Deci­si­ons about mar­ria­ge are among the most inti­mat­ethat an indi­vi­du­al can make. See
    Law­rence, supra , at 574. This is true for all per­sons, wha­te­ver their sexu­al orientation…“

    Man kann das in dem Link weiterlesen…

    Das heißt, die Pro­ble­ma­tik liegt viel tie­fer und viel wei­ter zurück und kann mit der übli­chen from­men Empö­rung nicht gelöst werden!

    • Es geht um das Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen Rech­ten Ande­rer und eige­nen Rech­ten wie hier der Gewis­sens­g­rei­heiut des Beam­ten. Das ist ein Kon­flikt, der mit dem Spruch des Supre­me Court erst ent­stan­den ist. Im Übri­gen ist hier zen­tra­les The­ma die Fra­ge nach der Rechts­stel­lung der Judi­ka­ti­ven gegen­über der Legis­la­ti­ven, ein Pro­blem, das in der Bun­des­re­pu­blik immer häu­fi­ger ange­spro­chen wird. Hier begibt sich doch die Judi­ka­ti­ve ein­deu­tig auf das Ter­rain der Legislative.
      Dass das höhe­re Gericht den Spruch des nied­ri­ge­ren Gerichts immer auf­hebt, ist irr­tüm­lich for­mu­liert: Es kann den Spruch auf­he­ben, es hat die höhe­re Kom­pe­tenz. Bei Rich­tig­keit der Ent­schei­dung des nie­de­ren Gerichts wird die­se natür­lich nicht auf­ge­ho­ben, son­dern die ent­spre­chen­de Kla­ge abgewiesen.

      • In den 70ern muss­te bereits ein Gericht in Min­ne­so­ta klä­ren, dass unter einer „Ehe“ die Ver­bin­dung von einem Mann und einer Frau zu ver­ste­hen sei — für die­ses Land. Damals wur­de die Kla­ge vor dem Supre­me Court abge­wie­sen, weil es sie nicht für bun­des­recht­lich rele­vant ansah.

        Das heißt, es gibt eine Ehe­ge­setz­ge­bung in den ein­zel­nen Staa­ten (ist auch deren Kom­pe­tenz), aber die Fol­gen die­ser Gesetz­ge­bung müs­sen durch Gerich­te geklärt werden.

        Das ist auch im vor­lie­gen­den Fall zutref­fend. Bereits 36 Staa­ten hat­ten ent­spre­chen­de Kla­gen posi­tiv ent­schie­den. Inzwi­schen aber hat wie­der ein Betrof­fe­ner vor dem Supre­me Court geklagt, und dies­mal kam die­ses Ergeb­nis her­aus. Das ist also alles sehr wohl legi­tim — auf der Basis der Gesetzgebung!

        Was ich damit sagen will: Die USA ste­hen auf kei­ner aus­drück­lich christ­li­chen Ver­fas­sung, auch nicht auf einem wie auch immer zu def­ni­nie­ren­den Vor­rang des „Natur­rechts“. Man möge mich kor­ri­gie­ren, aber das posi­ti­ve Recht ist doch die Per­spek­ti­ve, aus der ins­ge­samt gedacht und gerich­tet wird.

        Das wie­der­um hängt mit dem spe­zi­fi­schen Frei­heits­be­griff der USA zusam­men, der die indi­vi­du­el­le Auto­no­mie an die höch­ste Stel­le ansiedelt. 

        Die Ehe­ge­set­ze waren in der Ver­gan­gen­heit teil­wei­se unge­recht und unchrist­lich — z.B. beim Ver­bot gemischt ras­si­scher Ehen. So etwas lie­ße sich christ­lich nie begrün­den! Christ­lich ist ja nicht ein­mal eine gemischt­re­li­giö­se Ver­bin­dung ver­bo­ten, wenn sie unter katho­li­scher Domi­nanz steht! Der „Libe­ra­lis­mus“ aber ist ras­si­stisch, frau­en­feind­lich und inhu­man — das zeig­te sich an der euro­päi­schen Auf­klä­rung: die Dame, die dann auch die Erklä­rung der „Droits de la femme“ poli­tisch durch­set­zen woll­te, lan­de­te auf der Guil­l­ou­ti­ne. Vol­taire ver­dien­te sich durch Antei­le am Skla­ven­han­del eine gol­de­ne Nase und die franz. Revo­lu­ti­on erkann­te durch­aus kein Bür­ger-Recht nicht-wei­ßer Män­ner an.

        Es mag Regio­nen geben, wo es noch eine leich­te Mehr­heit gegen die Homo­ehe gibt, aber ins­ge­samt ist die Bevöl­ke­rung dafür, auch wenn die mei­sten indi­vi­du­ell davon nie­mals Gebrauch machen werden!

        Ein Beam­ter hat aller­dings kaum Gewis­sens­frei­heit. Er ist tat­säch­lich — das mag in dem frei­heit­li­chen Grund­ton ana­chro­ni­stisch wir­ken — ein „Unter­tan“ des Staa­tes und ver­pflich­tet, alles zu erfül­len, was der Staat ver­langt. Wenn er das nicht mit­tra­gen kann, muss er aus dem Amt aus­schei­den. Das war schon immer so — auch in Deutsch­land, ganz gleich, ob das zu Kai­sers Zei­ten, im Nazi­reich oder in der Bun­des­re­pu­blik war und ist.

        Die ehe­mals ras­si­sti­sche Gesetz­ge­bung die­ses frei­heit­li­chen Staa­tes hat sich damit selbst den Bock geschos­sen, an dem es nun krankt. Die ras­si­sti­sche Gesetz­ge­bung konn­te man damals auf­he­ben, indem man auf die indi­vi­du­el­len Frei­heits­rech­te und den hohen Grad einer pri­va­ten und inti­men Ent­schei­dung der „Lie­be“, der einer Ehe zugrun­de liegt, verwies.

  10. Lie­be zeitschnur!
    Ich möch­te ger­ne drei Punk­te herausgreifen.

    Sie schrei­ben:
    „Wir wol­len es nicht wahr­ha­ben, aber das christ­li­che Abend­land will mehr­heit­lich inzwi­schen die Homoehe, .…“

    Ich ant­wor­te:
    Dass wir es wahr­ha­ben müs­sen, ist klar. Die Augen davor zu ver­schlie­ßen, bringt nichts.
    Aber ob das „christ­li­che Abend­land“ es wirk­lich w i l l ?
    Da habe ich mei­ne Zweifel.
    Ent­we­der sind die Leu­te gleich­gül­tig, es ist ihnen buch­stäb­lich wurscht, weil sie sich kei­ne Gedan­ken über über­haupt irgend­et­was machen.
    Aber „gleich­gül­tig sein“ ist nicht das­sel­be wie etwas kon­kret „wol­len“.
    Ande­re wie­der­um mögen den­ken: „Jeder nach sei­ner Facon!“
    Wie­der­um ande­re füh­len sich nicht stark und mutig genug, ihre wirk­lich ehr­li­che Mei­nung zu äussern, in der Furcht, als ewig­gest­rig zu gelten.
    Und so tritt die inne­re Zen­sur schon mal vor­beu­gend in Aktion.
    Ich glau­be defi­ni­tiv nicht, dass Leu­te, denen z.B. ein Mikro­fon vor die Nase gehal­ten wird, exakt das­sel­be hin­ein­sa­gen als das, was sie wirk­lich denken.
    Und eine ande­re Grup­pe, ver­mut­lich eine gro­ße, wird sich ange­sichts der Ent­wick­lun­gen ohn­mäch­tig und aus­ge­lie­fert füh­len, im Sin­ne von: „Es hat ja doch alles kei­nen Zweck. Die da oben machen ja eh´, was sie wollen!“
    Und ich bin der Ansicht, dass die Poli­tik die­ses Emp­fin­den auch ganz gezielt för­dert: „Ihr könnt gern meckern. Wir zie­hen das durch!“
    „Basta!“, wie schon Ex-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der bei „Hartz IV“ äusserte. 

    Ich glau­be also nicht, dass es eine ein­heit­li­che Befür­wor­tung der „Homo-Ehe“ und der dar­aus­fol­gen­den Pro­ble­ma­tik gibt (Adop­ti­on).
    Es ist ein Misch­masch von vie­len Gedan­ken und Empfindungen. 

    Sie:
    “ …son­dern unse­re west­li­chen Völ­ker befür­wor­ten das ohne Zwang, ohne Not und ohne Diktatur.“

    Auch hier möch­te ich Ihnen in Tei­len widersprechen:
    Stimmt! Der rich­ti­ge Zwang ‑wie in Dik­ta­tu­ren- fehlt wirk­lich. Aber es geht doch auch subtiler.
    Durch geziel­te Medi­en­be­richt­erstat­tung, durch Ver­än­de­rung der Spra­che, durch Aberzie­hung der Kri­tik­fä­hig­keit, durch bewuss­te Ver­su­che zur Volks­ver­dum­mung u.a.

    „Höhe­res Gericht hebt nie­dere­res immer auf.“
    Das ist wahr!
    Doch dazu möch­te ich Ihnen ger­ne einen Link anbie­ten, der ganz toll dazu passt.
    Den Hin­weis bekam ich von mei­nem Sohn, der viel recherchiert:

    Er schreibt:
    „In Okla­ho­ma wird jetzt eine Sta­tue mit den ein­ge­mei­ßel­ten 10 Gebo­ten vom dor­ti­gen Capi­tol entfernt.

    http://www.koco.com/news/10-commandments-statue-must-be-removed-from-state-capitol-oklahoma-supreme-court-rules/33849476

    Das Gericht beruft sich dabei auf ein Ver­bot, öffent­li­che Staats­grund­stücke zur Bevor­zu­gung einer Reli­gi­on zu nutzen.

    Mit der Gay­/­Re­gen­bo­gen-Illu­mi­na­ti­on des Wei­ßen Hau­ses vor weni­gen Tagen hat man da offen­sicht­lich weni­ger Pro­ble­me, den Staat für eben­so selek­ti­ve Zwecke einzuspannen.“

    • Lie­ber Marienzweig

      Oben habe ich schon in der Ant­wort auf Rein­hold man­ches von dem hier Ver­han­del­ten mit­be­han­delt — schau­en Sie mal ein biss­chen höher bei zeit­schnur 11.55 Uhr.

      Die juri­sti­sche Lage ist des­halb so leicht in der beklag­ten Wei­se aus­zu­nut­zen, weil sie sich einem christ­li­chen Grund­ge­setz ver­wei­gert und statt­des­sen ein rein libe­ra­les zugrun­de legt.

      Solan­ge noch vie­le Men­schen christ­lich „sozia­li­siert“ waren und auch noch ein paar ech­te Gläu­bi­ge waren, konn­te man viel­leicht glau­ben, man kön­ne einen sol­chen Staat irgend­wie doch sta­bil christ­lich halten.

      Wenn aber die Mehr­zahl der Men­schen kei­ne Chri­sten sind und die, die sich Chri­sten nen­nen, allen mög­li­chen Sek­ten anhän­gen (was ja ohne­hin Mar­ken­zei­chen der USA ist — alles, was in Euro­pa nicht durch­kam mit sei­nen spin­ner­ten Ideen, ging in die USA!), die von der Katho­li­schen Kir­che bis vor kur­zem ein­deu­tig als „häre­tisch“ ein­ge­stuft wor­den waren, dann darf man die­se Kon­struk­ti­on nicht über­schät­zen: sie muss abrut­schen in die Gleich­gül­tig­keit oder Ver­wir­rung. In den USA schwelt so vie­les — nicht nur die ewi­gen Frei­mau­rer, son­dern auch ganz ande­re Rich­tun­gen. Ich den­ke da an die Mor­mo­nen, die ihre Viel­wei­be­rei nur zäh­ne­knir­schend zurückhalten.

      Machen wir uns drauf gefasst, dass dann bald auch wie­der die Poly­ga­mie ein­ge­führt wird — und dies bei die­sen super­from­men Sek­tie­rern, die vor lau­ter Fröm­mig­keit nicht mal Tee oder Kaf­fee trin­ken und ganz biblisch zu zweit durch die Welt rei­sen, um uns ande­re zu bekehren!

      Ich sag­te immer wie­der: die mei­sten Men­schen wer­den sich hete­ro­se­xu­ell ver­hal­ten. Aber es ist ihnen wurscht, was ande­re machen, wenn es nicht gera­de der eige­ne Sohn ist.

      Ich möch­te auch dar­auf hin­wei­sen, dass das GANZE Volk, bis auf sel­te­ne Exem­pla­re, jeg­li­cher Keusch­heit abge­sagt hat und schon in frü­hen Jugend­jah­ren aus­führ­lich durch die Gegend sext.

      Eine Volk, das sich in einer sol­chen Ver­fas­sung befin­det, wird allei­ne schon, um die eige­nen Zügel­lo­sig­kei­ten zu sichern, auch den Homos deren spe­zi­el­le Zügel­lo­sig­keit zuerkennen.

      Ich bin da frü­her auch opti­mi­sti­scher gewe­sen, den­ke aber, dass ich unter­schätzt habe, dass ein pro­mis­kui­ti­ver Mensch sich durch die Libe­ra­li­sie­rung der Homo­se­xua­li­tät auch die­se Tür noch offen­hal­ten wird, falls er mal kei­ne Lust mehr auf das ande­re Geschlecht hat. So ken­ne ich eini­ge Leu­te, die an sich hete­ro­se­xu­ell emp­fin­den, aber eben doch auch homo­se­xu­el­le Kon­tak­te haben und sogar in ihnen blei­ben, weil es beque­mer ist.

      • Was gibt es da nicht zu ver­ste­hen ? Der Beam­te hat Grund­rech­te, die er auch in die­ser Eigen­schaft nicht ver­liert. Er kann die Mit­wir­kung bei Geset­zen, die ihn in sei­nen Rech­ten beein­träch­ti­gen, ver­wei­gern. Das ist jeden­falls im Rechts­staat. Bei dem Ein­zel­fall kommt es indes wie immer auf die Bewer­tung der kon­kur­rie­ren­den Rech­te an. Das ist in der Tat ein schwie­ri­ges Unterfangen.

  11. So hört sich die schwül­stig ver­lo­ge­ne „Begrün­dung“ für die Pseu­do Homo„ehe“ aus dem Mun­de des „katho­li­schen“ Ver­rä­ters Antho­ny Ken­ne­dy an:
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    „Kein Bund ist tief­grün­di­ger als die Ehe. Er ver­eint in sich die höch­sten Idea­le der Lie­be, Treue, Hin­ga­be, Auf­op­fe­rung und Fami­lie. Indem sie die Ehe ein­ge­hen, wer­den zwei Men­schen zu etwas Grö­ße­rem als zuvor. Wie man­che Klä­ger uns zei­gen, ver­kör­pert die Ehe eine Lie­be, die so groß ist, dass sie sogar den Tod über­dau­ert. Anzu­neh­men, dass die­se Män­ner und Frau­en die Idee der Ehe nicht respek­tie­ren, wür­de ihnen nicht gerecht. Sie respek­tie­ren sie, sie respek­tie­ren sie so sehr, dass sie die­se Erfül­lung für sich selbst wün­schen. Ihre Hoff­nung ist, dass sie nicht dazu ver­dammt sind, in Ein­sam­keit zu leben, aus­ge­schlos­sen von einer der älte­sten Insti­tu­tio­nen der Zivi­li­sa­ti­on. Sie erbit­ten sich die glei­che Wür­de vor dem Gesetz. Die Ver­fas­sung garan­tiert ihnen die­ses Recht. So wird es angeordnet.“
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    Dass die­ses teuf­li­sche Gift aus dem Mun­de eines ang. „Katho­li­ken“ gestreut wird, passt irgend­wie auch ins „zeit­ge­mä­sse Dia­lo­gi­sie­ren“ von Sei­ten der Kirchenleitung.

    • „Kein Bund ist tief­grün­di­ger als die Ehe. Er ver­eint in sich die höch­sten Idea­le der Lie­be, Treue, Hin­ga­be, Auf­op­fe­rung und Familie.“

      Da sehen Sie, was ich mei­ne: „Ehe“ wird als eine sen­ti­me­na­ta­le Ver­bin­dung zwei­er sich lie­ben­der Men­schen dar­ge­stellt. Der Aspekt, dass das eine lebens­lan­ge (auch das bleibt unklar!) Auf­ga­be ist, die dem Men­schen von Gott natür­lich gesetzt ist, um Men­schen zu zweit direkt zu zeu­gen, durch die Frau zu gebä­ren und vor allem durch die Mut­ter, aber auch durch den Vater, ganz per­sön­lich zu erzie­hen und ins Leben zu füh­ren — davon ist hier kei­ne Rede!
      Es bleibt alles vage… und klingt nach Ger­hard Schrö­der: „Fami­lie ist da wo Kin­der sind“, abge­lei­tet: „Ehe ist da wo Lie­be ist“ etc.

      Jeder noch halb­wegs bei Ver­stand befind­li­che Mensch muss erken­nen, dass das viel zu weit und unge­nau for­mu­liert ist!
      Nach der Logik wäre auch ein Kin­der­kran­ken­haus eine Fami­lie oder eine Schul­klas­se oder jeg­li­che lie­ben­de Bezie­hung zwi­schen Men­schen, und wenns eine enge Freund­schaft im Schwarz­wald­ver­ein ist, eine „Ehe“…

      • Mit Ihrem letz­ten Satz haben Sie den Nagel auf den Kopf getrof­fen. Die Ehe ist näm­lich kei­ne x‑beliebige Ver­ei­ni­gung. Das ist genau der Punkt. Im Grundg­te­setz steht ist jedoch nur von der „Ehe“ die Rede und nicht, dass die­se aus Mann und Frau bestehen muss. War­um ist das nicht extra ausgeführt?
        Kein Mirt­glied des Par­la­men­ta­ri­schen Rats (auch nicht die KPD-Ver­tre­ter) kamen im ent­fern­te­sten auf die Idee, dass eine Ehe nicht aus Mann und Frau bestehen könn­te. Mit vor weni­gen Jah­ren hät­ten auch hier prak­tisch jeder gesagt, dass die Ehe aus Mann und frau besteht. Das war All­ge­mein­gut außer­halb jeg­li­cher Dis­kus­si­on. Das ist die juri­sti­sche Seite.

  12. Es ist ein­fach falsch, dass ein Beam­ter alles zu erfül­len hat. Das stimmt ein­fach nicht und es wäre gut, wenn sich dar­über infor­mie­ren wür­de. Beam­te dür­fen näm­lich nicht alles tun, was ihnen auf­ge­tra­gen wird. Die NS-Pro­zes­se krei­sten doch oft um den soge­nann­ten Befehls­not­stand. Im Rechts­staat kommt hin­zu, dass sie nicht nur rechts­wid­ri­ge Geset­ze nicht erfül­len dür­fen, son­de­trn auch Geset­ze nicht erfül­len müs­sen, die mit ihren eige­nen Rech­ten nicht ver­ein­bar sind.

    • Was ist denn „ihr eige­nes Recht“? 

      Sie haben zwar hin­ter alles Ihre schwa­che Mar­ke gesetzt, aber Sie stel­len ein­fach Behaup­tun­gen auf und wol­len auf eine dik­ta­to­ri­sche Wei­se bestim­men, was ich zu den­ken und zu sagen habe. Erklä­run­gen und Argu­men­te — davon haben Sie noch nie gehört, wie es aussieht.

      Ein Beam­ter steht nicht in einem Indi­vi­du­al­ver­trag zu sei­nem „Arbeit­ge­ber“, son­dern in einem Loya­li­täts­ver­hält­nis zu einem staat­li­chen Dienst­her­ren. Er hat in die­sem Sta­tus nur weni­ge Gewis­sens­frei­hei­ten, die er zugleich mit der Funk­ti­on auf­recht­hal­ten kann.

      Im kon­kre­ten Fall geht es z.B. drum, dass ein Beam­ter Ehen schlie­ßen soll — er wei­gert sich, wenn zwei Homos kom­men. Hat er sich übri­gens schon gewei­gert, wenn Geschie­de­ne kamen? Nein — das hat er nicht. Und da fängt es auch schon an. Chri­sten sind aus­ge­spro­chen inkon­se­quent und willkürlich.
      Jeder gesund den­ken­de Mensch sagt: Dann schei­de aus und mach beruf­lich was ande­res, wenn Du das nicht mit­tra­gen kannst.
      Wenn man einen Arzt zwingt, Abtrrei­bun­gen vor­zu­neh­men, wird er im Zwei­fels­fall sei­ne Arbeits­stel­le auf­ge­ben. Das genügt als Zeug­nis dann auch voll­kom­men. Wo steht geschrie­ben, dass man sich mit einem unge­rech­ten Gesetz her­um­strei­ten soll, wenn man eine ande­re Wahl hat?
      Ein Beam­ter hat nicht das Recht, sich in sei­nem Loya­li­täts­ver­hält­nis über den Dienst­her­ren zu stel­len. Es muss aber auch nie­mand Beam­ter sein…

      Als Beam­ter muss er gel­ten­des Recht ver­mit­teln und für Bür­ger anwen­den. Wei­gert er sich, ver­stößt er selbst gegen eine Norm.

      Der Befehls­not­stand ist noch mal in einer ande­ren Kate­go­rie, weil der Befehl­aus­füh­rer tat­säch­lich selbst an Leib und Leben bedroht war, wenn er den Befehl ver­wei­ger­te, also kei­ne ande­re Wahl mehr hat­te außer der, selbst zu ster­ben. Nun hat die Kir­che nie ver­langt, dass einer zum Mär­ty­rer wer­den MUSS — auch das gilt es zu bedenken!

      In den USA liegt aber eine sol­che Dra­ma­tik noch nicht vor.

      • Sie ken­nen sich lei­der in den Rech­ten der Beam­ten nicht aus. Ein Beam­ter stellt auch sei­ne Grund­rech­te nicht über das Gesetz bzw. den Spruch eines Ver­fas­sungs­ge­richts, es gibt aber eine Kol­lis­si­on, die natür­lich nur in beson­de­ren Fäl­len berück­sich­ti­gen­s­wert ist. Der Befehls­not­stand resul­tiert doch dar­aus, dass es ein Ver­wei­ge­rungs­recht des Beam­ten gibt. Zusam­men­hän­ge sind nicht jeder­manns Sache.

      • @ Rein­hold

        Sie ris­kie­ren eine dicke Lip­pe dafür, dass Sie nichts wis­sen — über ein „Ver­wei­ge­rungs­recht“ (das es so nicht gibt) lesen Sie bit­te hier nach, v.a. die Abschnit­te „Gehor­sams­pflicht“ und „Remon­stra­ti­ons­pflicht“ http://www.info-beamte.de/dienstleistungspflicht.php

        @ Car­lo hat oben schon dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es da nicht den Spiel­raum gibt, der sug­ge­riert wird.
        Im Zwei­fels­fall sieht es beim Beam­ten so aus, dass er eine Hand­lung aus­füh­ren muss, obwohl er sie ethisch nicht ver­ant­wor­ten woll­te. Er muss die­se Hand­lung, wenn Gerich­te sie als recht­mä­ßig beur­teil­ten (!!!), aus­füh­ren, wird aber dafür nicht mehr ver­ant­wort­lich gezeich­net wer­den können.

        Es ist daher eher eine Fra­ge, ob man als Katho­lik in einem nicht­ka­tho­li­schen Staats­we­sen einen Beam­ten­be­ruf anstre­ben sollte!

  13. Frau Zeit­schnur mag mich mit Tri­vi­al­ju­ri­ste­rei für Lai­en geschrie­ben ver­scho­nen. Die Dis­kus­si­ons­ebe­ne in die­sen Din­gen ist Ihnen fremd und ich bin auch nicht in der Lage, Sie in einem Jura-Crash in die Lage zu ver­set­zen, dar­an teil­zu­neh­men. Dass außer­dem völ­ker­recht­li­che Aspek­te in Betracht kom­men könn­ten, wird Sie gänz­lich irri­tie­ren, aber das ist nur zu verständlich.
    Ich bin Ihnen da auch gar nicht böse.

    • …das ist ja wirk­lich zu gütig…und bit­te hier an die­ser Stel­le: ich möch­te von Ihnen nicht pri­vat belä­stigt wer­den, wie Sie das seit Neue­stem auch noch tun!. 

      Sie haben ja hier die unge­brem­ste Gele­gen­heit, den 100% argu­ment­frei­en und umge­kehrt pro­por­tio­nal dazu eben­so zu 100% selbst­über­zeug­ten Mann zu markieren…

      Reicht Ihnen das nicht?

  14. Zeit­schnur scheint jetzt schon zu phan­ta­sie­ren. Ich weiß gar nicht, was sie meint. Im Übri­gen ver­sucht Mari­en­zweig mir das Wort zu ver­bie­ten, was ich pein­lich für ihn fin­de. Wovon Sie im Augen­blick mit den Pro­zent­zah­len her­um­wir­beln, bleibt der Logik verschlossen.

  15. Noch zu Lämm­lein. Baxt­on wird wohl wis­sen, was er tut. er kennt die Geset­ze und hat hier die zutref­fen­den Ansatz­punk­te genannt. Man darf nicht wie zum Bei­spiel Frau jüng­ling ali­as Zeit­schnur alle Ande­ren für unwis­send halten.

    • Das will ich mei­nen. Mit den recht­li­chen Details in ihrem Land wer­den die Ame­ri­ka­ner schon umzu­ge­hen wis­sen, das braucht nicht unse­re Sor­ge zu sein. Wor­um es hier geht, ist doch, dass ein welt­wei­ter, groß­an­ge­leg­ter Angriff auf das Gesetz Got­tes geführt wird und dass die natür­li­che Fami­lie zer­stört wer­den soll: auf wel­cher Sei­te stehst du dann?! Das betrifft uns genau so hier in Europa.

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