„Laudato Si“ — Öko-Enzyklika als „aktuelle Fortschreibung der katholischen Soziallehre“

Öko-Enzyklika von Papst Franziskus
„Lau­da­to Si“, die Öko-Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus

(Rom) Der Hei­li­ge Stuhl ver­öf­fent­lich­te am heu­ti­gen Vor­mit­tag die Öko-Enzy­kli­ka Lau­da­to Si von Papst Fran­zis­kus. Die „Super-Enzy­kli­ka“, so Rora­te Cae­li, stel­le das Kon­zept einer „inte­gra­len Öko­lo­gie“ in den Mit­tel­punkt, wie Kar­di­nal Peter Turk­son, der Vor­sit­zen­de des Päpst­li­chen Rats Ius­ti­tia et Pax bei der Vor­stel­lung sag­te. Dabei hand­le es sich um ein „Para­dig­ma, das imstan­de ist, die fun­da­men­ta­len Bezie­hun­gen der Per­son mit Gott, mit sich selbst, mit den ande­ren mensch­li­chen Wesen und mit der gan­zen Schöp­fung aus­zu­drücken“, so der Kar­di­nal. Ein erster Blick in das Doku­ment.

Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di SJ sag­te, die Enzy­kli­ka sei „auf neue Wei­se vor­be­rei­tet“ wor­den. Seit einem Monat habe der Papst mit­tels E‑Mail ver­schie­de­ne Tei­le des Tex­tes in unter­schied­li­chen Pha­sen der Tex­ter­stel­lung Bischö­fen in der gan­zen Welt zuge­schickt und deren Mei­nung ein­ge­holt. Wie der Vati­kan­spre­cher am Ran­de bestä­tig­te, sei bis zuletzt am Text gefeilt wor­den.

Die Enzy­kli­ka besteht aus 246 Para­gra­phen und sieht sich als „Aktua­li­sie­rung“ der katho­li­schen Sozi­al­leh­re, so Kar­di­nal Turk­son. Der Papst rich­tet sich dar­in „an jede Per­son, die die­sen Pla­ne­ten bewohnt“. Der voll­stän­di­ge Text der Enzy­kli­ka auf der Sei­te des Hei­li­gen Stuhls.

Die Enzy­kli­ka beginnt im zwei­ten Absatz mit den Wor­ten:

Wir sind in dem Gedan­ken auf­ge­wach­sen, dass wir ihre Eigen­tü­mer und Herr­scher sei­en, berech­tigt, sie aus­zu­plün­dern. Die Gewalt des von der Sün­de ver­letz­ten mensch­li­chen Her­zens wird auch in den Krank­heits­sym­pto­men deut­lich, die wir im Boden, im Was­ser, in der Luft und in den Lebe­we­sen bemer­ken. Dar­um befin­det sich unter den am mei­sten ver­wahr­lo­sten und miss­han­del­ten Armen die­se unse­re unter­drück­te und ver­wü­ste­te Erde, die „seufzt und in Geburts­we­hen liegt“ (Röm 8,22). Wir ver­ges­sen, dass wir sel­ber Erde sind (vgl. Gen 2,7). Unser eige­ner Kör­per ist aus den Ele­men­ten des Pla­ne­ten gebil­det; sei­ne Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Was­ser belebt und erquickt uns.

Unter Nr. 23 wird die men­schen­ge­mach­te Erd­er­wär­mungs­theo­rie über­nom­men:

Das Kli­ma ist ein gemein­schaft­li­ches Gut von allen und für alle. Es ist auf glo­ba­ler Ebe­ne ein kom­pli­zier­tes System, das mit vie­len wesent­li­chen Bedin­gun­gen für das mensch­li­che Leben ver­bun­den ist. Es besteht eine sehr star­ke wis­sen­schaft­li­che Über­ein­stim­mung dar­über, dass wir uns in einer besorg­nis­er­re­gen­den Erwär­mung des Kli­ma­sy­stems befin­den. In den letz­ten Jahr­zehn­ten war die­se Erwär­mung von dem stän­di­gen Anstieg des Mee­res­spie­gels beglei­tet, und außer­dem dürf­te es schwie­rig sein, sie nicht mit der Zunah­me extre­mer meteo­ro­lo­gi­scher Ereig­nis­se in Ver­bin­dung zu brin­gen, abge­se­hen davon, dass man nicht jedem beson­de­ren Phä­no­men eine wis­sen­schaft­lich bestimm­ba­re Ursa­che zuschrei­ben kann.

Dazu Nr. 24:

Die Erwär­mung beein­flusst ihrer­seits den Koh­len­stoff­kreis­lauf. Dadurch ent­steht ein Teu­fels­kreis, der die Situa­ti­on wei­ter ver­schärft und der die Ver­füg­bar­keit uner­läss­li­cher Res­sour­cen wie das Trink­was­ser, die Ener­gie und die Agrar­pro­duk­ti­on in den hei­ße­sten Zonen beein­träch­ti­gen und das Aus­ster­ben eines Teils der bio­lo­gi­schen Viel­falt des Pla­ne­ten ver­ur­sa­chen wird. Durch das Schmel­zen des Polar­ei­ses und der Hoch­ge­birgs­flä­chen droht eine sehr gefähr­li­che Frei­set­zung von Methan­gas, und die Ver­we­sung der tief­ge­fro­re­nen orga­ni­schen Stof­fe könn­te die Aus­strö­mung von Koh­len­di­oxid noch wei­ter erhö­hen.

Nr. 25 bringt die Migra­ti­ons­wel­len in die west­li­chen Län­der mit der Erd­er­wär­mung in Zusam­men­hang und weist sie damit als natur­ge­ge­ben aus, obwohl die Her­kunfts­län­der vie­ler Ein­wan­de­rer wesent­lich frucht­ba­rer und rei­cher an Boden­schät­zen sind, als bei­spiels­wei­se die mei­sten euro­päi­schen Län­der:

Der Kli­ma­wan­del ist ein glo­ba­les Pro­blem mit schwer­wie­gen­den Umwelt-Aspek­ten und ern­sten sozia­len, wirt­schaft­li­chen, dis­tri­bu­ti­ven und poli­ti­schen Dimen­sio­nen; sie stellt eine der wich­tig­sten aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen an die Mensch­heit dar. Die schlimm­sten Aus­wir­kun­gen wer­den wahr­schein­lich in den näch­sten Jahr­zehn­ten auf die Ent­wick­lungs­län­der zukom­men. Vie­le Arme leben in Gebie­ten, die beson­ders von Phä­no­me­nen heim­ge­sucht wer­den, die mit der Erwär­mung ver­bun­den sind, und die Mit­tel für ihren Lebens­un­ter­halt hän­gen stark von den natür­li­chen Reser­ven und den öko­sy­ste­mi­schen Betrie­ben wie Land­wirt­schaft, Fisch­fang und Wald­be­stand ab. Sie betrei­ben kei­ne ande­ren Finanz­ak­ti­vi­tä­ten und besit­zen kei­ne ande­ren Res­sour­cen, die ihnen erlau­ben, sich den Kli­ma­ein­flüs­sen anzu­pas­sen oder Kata­stro­phen die Stirn zu bie­ten, und sie haben kaum Zugang zu Sozi­al­dien­sten und Ver­si­che­rung. So ver­ur­sa­chen die kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen zum Bei­spiel Migra­tio­nen von Tie­ren und Pflan­zen, die sich nicht immer anpas­sen kön­nen, und das schä­digt wie­der­um die Pro­duk­ti­ons­quel­len der Ärm­sten, die sich eben­falls genö­tigt sehen abzu­wan­dern, mit gro­ßer Unge­wiss­heit im Hin­blick auf ihre Zukunft und die ihrer Kin­der. Tra­gisch ist die Zunah­me der Migran­ten, die vor dem Elend flüch­ten, das durch die Umwelt­zer­stö­rung immer schlim­mer wird, und die in den inter­na­tio­na­len Abkom­men nicht als Flücht­lin­ge aner­kannt wer­den; sie tra­gen die Last ihres Lebens in Ver­las­sen­heit und ohne jeden gesetz­li­chen Schutz. Lei­der herrscht eine all­ge­mei­ne Gleich­gül­tig­keit gegen­über die­sen Tra­gö­di­en, die sich gera­de jetzt in bestimm­ten Tei­len der Welt zutra­gen. Der Man­gel an Reak­tio­nen ange­sichts die­ser Dra­men unse­rer Brü­der und Schwe­stern ist ein Zei­chen für den Ver­lust jenes Ver­ant­wor­tungs­ge­fühls für unse­re Mit­men­schen, auf das sich jede zivi­le Gesell­schaft grün­det.

Nr. 26 ver­leiht der Kli­ma-Agen­da ein mora­li­sches Güte­sie­gel, wenn es heißt:

Dar­um ist es drin­gend gebo­ten, poli­ti­sche Pro­gram­me zu ent­wickeln, um in den kom­men­den Jah­ren den Aus­stoß von Koh­len­di­oxid und ande­ren stark ver­un­rei­ni­gen­den Gasen dra­stisch zu redu­zie­ren, zum Bei­spiel indem man die Ver­bren­nung von fos­si­lem Kraft­stoff ersetzt und Quel­len erneu­er­ba­rer Ener­gie ent­wickelt.

Zu Lebens­recht und „repro­duk­ti­ver Gesund­heit“ heißt es unter Nr. 50:

Anstatt die Pro­ble­me der Armen zu lösen und an eine ande­re Welt zu den­ken, haben eini­ge nichts ande­res vor­zu­schla­gen als eine Redu­zie­rung der Gebur­ten­ra­te. Es fehlt nicht an inter­na­tio­na­lem Druck auf die Ent­wick­lungs­län­der, indem wirt­schaft­li­che Hil­fen von gewis­sen poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen zugun­sten der „Fort­pflan­zungs­ge­sund­heit“ abhän­gig gemacht wer­den. Doch „wenn es zutrifft, dass die unglei­che Ver­tei­lung der Bevöl­ke­rung und der ver­füg­ba­ren Res­sour­cen die Ent­wick­lung und den ver­tret­ba­ren Umgang mit der Umwelt behin­dern, muss auch aner­kannt wer­den, dass eine wach­sen­de Bevöl­ke­rung mit einer umfas­sen­den und soli­da­ri­schen Ent­wick­lung voll und ganz zu ver­ein­ba­ren ist“. Die Schuld dem Bevöl­ke­rungs­zu­wachs und nicht dem extre­men und selek­ti­ven Kon­sum­ver­hal­ten eini­ger anzu­la­sten, ist eine Art, sich den Pro­ble­men nicht zu stel­len. Es ist der Ver­such, auf die­se Wei­se das gegen­wär­ti­ge Modell der Ver­tei­lung zu legi­ti­mie­ren, in dem eine Min­der­heit sich für berech­tigt hält, in einem Ver­hält­nis zu kon­su­mie­ren, das unmög­lich ver­all­ge­mei­nert wer­den könn­te, denn der Pla­net wäre nicht ein­mal imstan­de, die Abfäl­le eines sol­chen Kon­sums zu fas­sen. Außer­dem wis­sen wir, dass etwa ein Drit­tel der pro­du­zier­ten Lebens­mit­tel ver­schwen­det wird, und dass „Nah­rung, die weg­ge­wor­fen wird, gleich­sam vom Tisch des Armen […] geraubt wird“. Auf jeden Fall steht fest, dass das Ungleich­ge­wicht in der Ver­tei­lung der Bevöl­ke­rung über das Ter­ri­to­ri­um sowohl auf natio­na­ler als auch auf glo­ba­ler Ebe­ne beach­tet wer­den muss, denn der Anstieg des Kon­sums wür­de zu kom­ple­xen regio­na­len Situa­tio­nen füh­ren wegen der Kom­bi­na­ti­on von Pro­ble­men, die unter ande­rem mit der Umwelt­ver­schmut­zung, dem Ver­kehrs­we­sen, der Hand­ha­bung der Abfäl­le, dem Ver­lust der Res­sour­cen und der Lebens­qua­li­tät ver­bun­den sind.

Unter Nr. 120 heißt es zur Abtrei­bung:

Da alles in Bezie­hung steht, ist die Ver­tei­di­gung der Natur auch nicht mit der Recht­fer­ti­gung der Abtrei­bung ver­ein­bar. Ein erzie­he­ri­scher Weg, die Schwa­chen anzu­neh­men, die uns umge­ben und die uns manch­mal lästig oder unge­le­gen sind, scheint nicht mach­bar, wenn man nicht einen mensch­li­chen Embryo schützt, selbst wenn sei­ne Geburt Grund für Unan­nehm­lich­kei­ten und Schwie­rig­kei­ten sein soll­te: „Wenn der per­sön­li­che und gesell­schaft­li­che Sinn für die Annah­me eines neu­en Lebens ver­lo­ren­geht, ver­dor­ren auch ande­re, für das gesell­schaft­li­che Leben hilf­rei­che For­men der Annah­me.

Nr. 155 ver­tei­digt der Papst die natür­li­che Unter­schei­dung der Geschlech­ter in Mann und Frau:

Die Human­öko­lo­gie beinhal­tet auch einen sehr tief­grün­di­gen Aspekt: die not­wen­di­ge Bezie­hung des Lebens des Men­schen zu dem mora­li­schen Gesetz, das in sei­ne eige­ne Natur ein­ge­schrie­ben ist. Die­se Bezie­hung ist uner­läss­lich, um eine wür­di­ge­re Umge­bung gestal­ten zu kön­nen. Papst Bene­dikt XVI. sag­te, dass es eine „Öko­lo­gie des Men­schen“ gibt, denn „auch der Mensch hat eine Natur, die er ach­ten muss und die er nicht belie­big mani­pu­lie­ren kann“. Auf die­ser Linie muss man aner­ken­nen, dass unser Kör­per uns in eine direk­te Bezie­hung zu der Umwelt und den ande­ren Lebe­we­sen stellt. Das Akzep­tie­ren des eige­nen Kör­pers als Gabe Got­tes ist not­wen­dig, um die gan­ze Welt als Geschenk des himm­li­schen Vaters und als gemein­sa­mes Haus zu emp­fan­gen und zu akzep­tie­ren, wäh­rend eine Logik der Herr­schaft über den eige­nen Kör­per sich in eine manch­mal sub­ti­le Logik der Herr­schaft über die Schöp­fung ver­wan­delt. Zu ler­nen, den eige­nen Kör­per anzu­neh­men, ihn zu pfle­gen und sei­ne viel­schich­ti­ge Bedeu­tung zu respek­tie­ren, ist für eine wahr­haf­ti­ge Human­öko­lo­gie wesent­lich. Eben­so ist die Wert­schät­zung des eige­nen Kör­pers in sei­ner Weib­lich­keit oder Männ­lich­keit not­wen­dig, um in der Begeg­nung mit dem ande­ren Geschlecht sich selbst zu erken­nen. Auf die­se Wei­se ist es mög­lich, freu­dig die beson­de­re Gabe des ande­ren oder der ande­ren als Werk Got­tes des Schöp­fers anzu­neh­men und sich gegen­sei­tig zu berei­chern. Eben des­we­gen ist die Ein­stel­lung des­sen nicht gesund, der den Anspruch erhebt, „den Unter­schied zwi­schen den Geschlech­tern aus­zu­lö­schen, weil er sich nicht mehr damit aus­ein­an­der­zu­set­zen ver­steht“.

Unter Nr. 136 greift Papst Fran­zis­kus die Grün-Bewe­gung an, die sich zwar für Umwelt­schutz ein­set­ze, aber gleich­zei­tig Expe­ri­men­te an mensch­li­chen Embryo­nen zulas­sen:

Ande­rer­seits ist es besorg­nis­er­re­gend, dass eini­ge öko­lo­gi­sche Bewe­gun­gen, wenn sie die Unver­sehrt­heit der Umwelt ver­tei­di­gen und zu Recht gewis­se Gren­zen für die wis­sen­schaft­li­che For­schung for­dern, bis­wei­len die­sel­ben Prin­zi­pi­en nicht für das mensch­li­che Leben anwen­den. Für gewöhn­lich wird das Über­schrei­ten aller Gren­zen gerecht­fer­tigt, wenn mit leben­den mensch­li­chen Embryo­nen Expe­ri­men­te durch­ge­führt wer­den. Man ver­gisst, dass der unver­äu­ßer­li­che Wert eines Men­schen jen­seits sei­ner Ent­wick­lungs­stu­fe liegt. Auf die glei­che Wei­se wird die Tech­nik, wenn sie die gro­ßen ethi­schen Prin­zi­pi­en ver­leug­net, schließ­lich jeg­li­che Pra­xis für legi­tim hal­ten. Wie wir in die­sem Kapi­tel gese­hen haben, wird eine von der Ethik abge­kop­pel­te Tech­nik schwer­lich in der Lage sein, ihre Macht selbst zu beschrän­ken.

Kapi­ta­lis­mus­kri­tisch äußert sich Papst Fran­zis­kus gegen Aus­wüch­se der Welt­herr­schaft des Gel­des unter Nr. 109:

Das tech­no­kra­ti­sche Para­dig­ma ten­diert auch dazu, die Wirt­schaft und die Poli­tik zu beherr­schen. Die Wirt­schaft nimmt jede tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung im Hin­blick auf den Ertrag an, ohne auf mög­li­che nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen für den Men­schen zu ach­ten. Die Finan­zen ersticken die Real­wirt­schaft. Man hat die Lek­tio­nen der welt­wei­ten Finanz­kri­se nicht gelernt, und nur sehr lang­sam lernt man die Lek­tio­nen der Umwelt­schä­di­gung. In man­chen Krei­sen meint man, dass die jet­zi­ge Wirt­schaft und die Tech­no­lo­gie alle Umwelt­pro­ble­me lösen wer­den, eben­so wie man in nicht aka­de­mi­scher Aus­drucks­wei­se behaup­tet, dass die Pro­ble­me des Hun­gers und das Elend in der Welt sich ein­fach mit dem Wachs­tum des Mark­tes lösen wer­den. Es han­delt sich nicht um eine Fra­ge von Wirt­schafts­theo­rien, die viel­leicht heu­te kei­ner zu ver­tei­di­gen wagt, son­dern um deren Ein­bin­dung in die tat­säch­li­che Ent­wick­lung der Wirt­schaft. Auch wer sie zwar nicht in Wor­te fasst, unter­stützt sie aber doch mit sei­nen Taten, wenn ein rech­tes Aus­maß der Pro­duk­ti­on, eine bes­se­re Ver­tei­lung des Reich­tums, ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit der Natur oder die Rech­te der zukünf­ti­gen Genera­tio­nen ihn nicht zu küm­mern schei­nen. Mit sei­nem Ver­hal­ten bringt er zum Aus­druck, dass für ihn das Ziel der Gewinn­ma­xi­mie­rung aus­reicht. Der Markt von sich aus gewähr­lei­stet aber nicht die ganz­heit­li­che Ent­wick­lung des Men­schen und die sozia­le Inklu­si­on. Unter­des­sen ver­zeich­nen wir „eine Art ver­schwen­de­ri­sche und kon­sum­ori­en­tier­te Über­ent­wick­lung, die in unan­nehm­ba­rem Kon­trast zu anhal­ten­den Situa­tio­nen ent­mensch­li­chen­den Elends steht“, und es wer­den nicht schnell genug wirt­schaft­li­che Ein­rich­tun­gen und sozia­le Pro­gram­me erar­bei­tet, die den Ärm­sten einen regu­lä­ren Zugang zu den Grund­res­sour­cen ermög­li­chen. Man wird nie genug dar­auf hin­wei­sen kön­nen, wel­ches die tief­sten Wur­zeln des gegen­wär­ti­gen Ungleich­ge­wichts sind, die mit der Aus­rich­tung, den Zie­len, dem Sinn und dem sozia­len Kon­text des tech­no­lo­gi­schen und wirt­schaft­li­chen Wachs­tums zu tun haben.

Unter Nr. 206 nennt der Papst den Boy­kott von Pro­duk­ten als geeig­ne­tes Mit­tel, Fir­men zu Ver­hal­ten­än­de­run­gen anzu­hal­ten:

Eine Ände­rung der Lebens­sti­le könn­te dazu füh­ren, einen heil­sa­men Druck auf die­je­ni­gen aus­zu­üben, die poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che und sozia­le Macht besit­zen. Das ist es, was die Ver­brau­cher­be­we­gun­gen errei­chen, die durch den Boy­kott gewis­ser Pro­duk­te auf das Ver­hal­ten der Unter­neh­men ändernd ein­wir­ken und sie zwin­gen, die Umwelt­be­la­stung und die Pro­duk­ti­ons­mu­ster zu über­den­ken. Es ist eine Tat­sa­che, dass die Unter­neh­men, wenn die Gewohn­hei­ten der Gesell­schaft ihre Ren­di­te gefähr­den, sich genö­tigt sehen, ihre Pro­duk­ti­ons­wei­se zu ändern. Das erin­nert uns an die sozia­le Ver­ant­wor­tung der Ver­brau­cher. „Das Kau­fen [ist] nicht nur ein wirt­schaft­li­cher Akt, son­dern immer auch eine mora­li­sche Hand­lung.“ Daher ruft heu­te „das The­ma der Umwelt­ver­schmut­zung das Ver­hal­ten eines jeden von uns […] zur Rechen­schaft.“

Unter Nr. 207 gibt der Papst ein Bekennt­nis zur „Erd-Char­ta“ ab:

Die Erd-Char­ta lud uns alle ein, eine Zeit der Selbst­zer­stö­rung hin­ter uns zu las­sen und neu anzu­fan­gen, doch wir haben noch kein uni­ver­sa­les Bewusst­sein ent­wickelt, das dies mög­lich macht. Des­halb wage ich, jene wert­vol­le Her­aus­for­de­rung erneut vor­zu­brin­gen: „Wie nie zuvor in der Geschich­te der Mensch­heit for­dert uns unser gemein­sa­mes Schick­sal dazu auf, einen neu­en Anfang zu wagen […] Lasst uns unse­re Zeit so gestal­ten, dass man sich an sie erin­nern wird als eine Zeit, in der eine neue Ehr­furcht vor dem Leben erwach­te, als eine Zeit, in der nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ent­schlos­sen auf den Weg gebracht wur­de, als eine Zeit, in der das Stre­ben nach Gerech­tig­keit und Frie­den neu­en Auf­trieb bekam, und als eine Zeit der freu­di­gen Fei­er des Lebens.“

Nr. 236 spricht über die hei­li­ge Euch­ar­si­tie:

In der Eucha­ri­stie fin­det die Schöp­fung ihre größ­te Erhö­hung. Die Gna­de, die dazu neigt, sich spür­bar zu zei­gen, erreicht einen erstaun­li­chen Aus­druck, wenn der mensch­ge­wor­de­ne Gott selbst so weit geht, sich von sei­nem Geschöpf ver­zeh­ren zu las­sen. Auf dem Höhe­punkt des Geheim­nis­ses der Inkar­na­ti­on woll­te der Herr durch ein Stück­chen Mate­rie in unser Inner­stes gelan­gen. Nicht von oben her­ab, son­dern von innen her, damit wir ihm in unse­rer eige­nen Welt begeg­nen könn­ten. In der Eucha­ri­stie ist die Fül­le bereits ver­wirk­licht, und sie ist das Lebens­zen­trum des Uni­ver­sums, der über­quel­len­de Aus­gangs­punkt von Lie­be und uner­schöpf­li­chem Leben. Ver­eint mit dem in der Eucha­ri­stie gegen­wär­ti­gen inkar­nier­ten Sohn sagt der gesam­te Kos­mos Gott Dank. Tat­säch­lich ist die Eucha­ri­stie von sich aus ein Akt der kos­mi­schen Lie­be: „Ja, kos­misch! Denn auch dann, wenn man die Eucha­ri­stie auf dem klei­nen Altar einer Dorf­kir­che fei­ert, fei­ert man sie immer in einem gewis­sen Sinn auf dem Altar der Welt.“ Die Eucha­ri­stie ver­eint Him­mel und Erde, umfasst und durch­dringt die gesam­te Schöp­fung. Die Welt, die aus den Hän­den Got­tes her­vor­ging, kehrt zu ihm zurück in seli­ger und voll­kom­me­ner Anbe­tung: Im eucha­ri­sti­schen Brot „ist die Schöp­fung auf die Ver­gött­li­chung, auf die hei­li­ge Hoch­zeit, auf die Ver­ei­ni­gung mit dem Schöp­fer selbst aus­ge­rich­tet“. Dar­um ist die Eucha­ri­stie auch eine Quel­le des Lichts und der Moti­va­ti­on für unse­re Sor­gen um die Umwelt und rich­tet uns dar­auf aus, Hüter der gesam­ten Schöp­fung zu sein.

Unter Nr. 243 und 244 spricht der Papst über das ewi­ge Leben:

Am Ende wer­den wir der unend­li­chen Schön­heit Got­tes von Ange­sicht zu Ange­sicht begeg­nen (vgl. 1 Kor 13,12) und kön­nen mit seli­ger Bewun­de­rung das Geheim­nis des Uni­ver­sums ver­ste­hen, das mit uns an der Fül­le ohne Ende teil­ha­ben wird. Ja, wir sind unter­wegs zum Sab­bat der Ewig­keit, zum neu­en Jeru­sa­lem, zum gemein­sa­men Haus des Him­mels. Jesus sagt uns: „Ich mache alles neu“ (Offb 21,5). Das ewi­ge Leben wird ein mit­ein­an­der erleb­tes Stau­nen sein, wo jedes Geschöpf in leuch­ten­der Ver­klä­rung sei­nen Platz ein­neh­men und etwas haben wird, um es den end­gül­tig befrei­ten Armen zu brin­gen.

Inzwi­schen ver­ei­ni­gen wir uns, um uns die­ses Hau­ses anzu­neh­men, das uns anver­traut wur­de, da wir wis­sen, dass all das Gute, das es dar­in gibt, einst in das himm­li­sche Fest auf­ge­nom­men wird. Gemein­sam mit allen Geschöp­fen gehen wir unse­ren Weg in die­ser Welt – auf der Suche nach Gott, denn „wenn die Welt einen Ursprung hat und erschaf­fen wor­den ist, dann suche nach dem, der sie erschaf­fen hat, suche nach dem, der ihr den Anfang gege­ben hat, nach dem, der ihr Schöp­fer ist!“ Gehen wir sin­gend vor­an! Mögen unse­re Kämp­fe und unse­re Sor­gen um die­sen Pla­ne­ten uns nicht die Freu­de und die Hoff­nung neh­men

Zusam­men­stel­lung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va

32 Kommentare

  1. „Das ewi­ge Leben wird ein mit­ein­an­der erleb­tes Stau­nen sein, wo jedes Geschöpf in leuch­ten­der Ver­klä­rung sei­nen Platz ein­neh­men … wird,…“
    Ups, das ist mir neu, dass alle Geschöp­fe in das ewi­ge Leben ein­ge­hen. Ist jeman­dem bekannt, dass die Kir­che so etwas schon ein­mal gelehrt hät­te?

    • Ich höre gera­de nicht auf zu staunen.Versuche zu leben und sterben,so Gott es will,mit und im Jesus Christus,dem Herrn.Sehne mich gar nicht nach die­sem mit­ein­an­der erleb­tem Staunen,in leuch­ten­der Verklärung.…und noch die Vor­tset­zung des Sat­zes des Papstes…Gruselig,wie eine Apo­ka­lyp­se im Dro­gen­rausch für ein wei­te­ren Drogenrausch.Das Kreuz und die Seele,in den gemein­sa­men Marsch investieren.Der Papst bedient alle Inter­es­sen Gruppen,schlau,der Nutz­nie­ßer bleibt der Gleiche.Die Leidenden,auch die Gleichen.Die Schlei­mi­ge Ver­ge­wal­ti­gung der Kirche,der Gottesschöpfung,der Seelen…wird poetisch,ja,zärtlich und ab und zu,doch auch „richtig“…brutal und bru­ta­ler vor­an zum Ziel(offensichtlich,für das,die Opfer,alle Geschöpfe…,die ver­spro­che­ne leuch­ten­de Ver­klä­rung …im Staunen…)Das gan­ze lesen,ist nur eine Gehirn­wä­sche .Beten,Beten,im Jesus Chri­stus blei­ben…

  2. Das ist ganz ordi­nä­re Aller­lö­sungs­hä­re­sie, aus­ge­dehnt auf Judas, auf Satan und sei­nen Anhang, (und ver­mut­lich auch auf Pest­ba­zil­len, HIV-Viren u.dgl.m.). Nicht die ein­zi­ge Häre­sie in die­sem Schrei­ben.

    • Da sehe ich jetzt die leuch­tend ver­klär­te Pest­ba­cil­le, wie sie ihren Platz ein­nimmt und den end­lich befrei­ten Armen was bringt. Ver­ste­he wohl nicht, dass im ewi­gem Leben die Armen, obwohl befreit, von den leuch­tend Ver­klär­ten allen Geschöp­fen, was bekom­men sol­len…

      • War­um die befrei­ten „Armen“ immer noch, in dem ewi­gem Leben, von den ver­klärt Leuch­ten­den, was bekom­men, konn­te in dem WIR des Pap­stes erklär­bar sein. Ohne dass ich mich mit der „Pyra­mi­de“ je beschäf­tigt habe. Es han­delt sich ver­mut­lich nicht um Jen­seits, nicht um Him­mel, wie wir als Katho­li­ken gelernt haben. Die­ses Wir im ewi­gem Leben des Pap­stes, sind nicht wir, es sind nur die Ver­klär­ten, Erleuch­te­ten, die den Befrei­ten „Armen“ was brin­gen. Fürch­te, die Armen, sind die Mei­sten. Die Basis. Ich auch, stau­ne nicht mehr.

  3. „Die Gewalt des von der Sün­de ver­letz­ten mensch­li­chen Her­zens wird auch in den Krank­heits­sym­pto­men deut­lich, die wir im Boden, im Was­ser, in der Luft und in den Lebe­we­sen bemer­ken.“
    Ja strengt euch ruhig ein biß­chen an mit eurem christ­lich ange­stri­che­nen Öko-Kult. Wenn der Anti­christ kommt wird er euch zur Ver­ant­wor­tung zie­hen wenn sein Wohn­zim­mer nicht auf­ge­räumt und im besten Zustand ist. Von wegen „Him­mel und Erde“ wer­den ver­ge­hen das war gestern jetzt wird unser gan­zes Stre­ben der Ret­tung von Mut­ter Erde mit­samt ihrer Sünd­haf­tig­keit gel­ten. Ich bin mir aber nicht ganz sicher ob der Herr mit eurem schwul­sti­gen Plä­nen zur Ret­tung die­ser Welt ein­ver­stan­den ist. Viel­leicht hat er ande­re ganz ande­re Vor­stel­lun­gen was mit die­ser Welt pas­siert.

    „Liebt nicht die­se Welt, und hängt euer Herz nicht an irgend­et­was, das zu die­ser Welt gehört. Denn wer die Welt liebt, kann nicht zugleich Gott, den Vater, lie­ben.“

    Per Mari­am ad Chri­stum.

  4. @Damian
    Mir ist eine der­ar­ti­ge Leh­re nicht bekannt.
    Die­se gleich­sam pau­scha­le Him­mels­ver­hei­ssung ist per se als Gan­zes selt­sam; wer ist mit „wir“ gemeint ? Da sich die Enzy­kli­ka nicht nur an Katho­li­ken rich­tet, ist anzu­neh­men, dass alle Men­schen gemeint sein dürf­ten. Die­se Annah­me wird gestützt durch den Beginn des näch­sten Abschnit­tes; „Inzwi­schen ver­ei­ni­gen wir uns, um uns die­ses Hau­ses anzu­neh­men, das uns anver­traut wur­de,…“
    Irgend­wie hört sich dies nach einem unver­bind­li­chen „Spa­zier­gang“ in den Him­mel an.
    Dazu auch die­se merk­wür­di­ge For­mu­lie­rung: „Gemein­sam mit allen Geschöp­fen auf der Suche nach Gott“ ?

    Der Text im Wort­laut:
    -
    „Am Ende wer­den wir der unend­li­chen Schön­heit Got­tes von Ange­sicht zu Ange­sicht begeg­nen (vgl.1 Kor 13,12) und kön­nen mit seli­ger Bewun­de­rung das Geheim­nis des Uni­ver­sums ver­ste­hen, das mit uns an der Fül­le ohne Ende teil­ha­ben wird. Ja, wir sind unter­wegs zum Sab­bat der Ewig­keit, zum neu­en Jeru­sa­lem, zum gemein­sa­men Haus des Him­mels. Jesus sagt uns: „Ich mache alles neu“ (Offb 21,5). Das ewi­ge Leben wird ein mit­ein­an­der erleb­tes Stau­nen sein, wo jedes Geschöpf in leuch­ten­der Ver­klä­rung sei­nen Platz ein­neh­men und etwas haben wird, um es den end­gül­tig befrei­ten Armen zu brin­gen.

    Inzwi­schen ver­ei­ni­gen wir uns, um uns die­ses Hau­ses anzu­neh­men, das uns anver­traut wur­de, da wir wis­sen, dass all das Gute, das es dar­in gibt, einst in das himm­li­sche Fest auf­ge­nom­men wird. Gemein­sam mit allen Geschöp­fen gehen wir unse­ren Weg in die­ser Welt – auf der Suche nach Gott, denn „wenn die Welt einen Ursprung hat und erschaf­fen wor­den ist, dann suche nach dem, der sie erschaf­fen hat, suche nach dem, der ihr den Anfang gege­ben hat, nach dem, der ihr Schöp­fer ist!“ Gehen wir sin­gend vor­an! Mögen unse­re Kämp­fe und unse­re Sor­gen um die­sen Pla­ne­ten uns nicht die Freu­de und die Hoff­nung neh­men“
    -

    Des­wei­te­ren kann ich mich auch nicht an fol­gen­de Selt­sam­keit als von der Kir­che gelehrt erin­nern:
    -
    „Tat­säch­lich ist die Eucha­ri­stie von sich aus ein Akt der kos­mi­schen Lie­be: „Ja, kos­misch! Denn auch dann, wenn man die Eucha­ri­stie auf dem klei­nen Altar einer
    Dorf­kir­che fei­ert, fei­ert man sie immer in einem gewis­sen Sinn auf dem Altar der Welt.“
    -

    „Kos­misch“ ?
    Mir kom­men spon­tan die Abzocker der eso­te­ri­schen „Rat­ge­ber­sen­dun­gen“ in den Sinn; dort ist das Wort „kos­misch“ infla­tio­nä­rer Bestand­teil.
    „Altar der Welt“ ?
    Das aller­hei­lig­ste Altarsa­kra­ment als „kos­mi­sche“ Fei­er auf dem „Aktar der Welt“ ?

    Der­ar­ti­ge „Defi­ni­tio­nen“ sind in der Tat „Neu­land“.

  5. Flos­sen Häre­si­en in frü­he­re Lehr­amts­do­ku­men­ten nur ange­deu­tet ein, so dass es aus­führ­li­cher Unter­su­chung bedurf­te, um sie auf­zu­zei­gen, wer­den sie von Papst Fran­zis­kus nun ganz unver­hoh­len und gera­de­zu tri­um­phal vor­ge­tra­gen. Und der gro­ße Theo­lo­gen­papst im Hin­ter­grund schweigt dazu — mit zustim­men­dem Nicken, muss man wohl anneh­men (denn wenn er nicht zustim­men wür­de, wäre er ver­pflich­tet, ob gele­gen oder unge­le­gen, sei­ne Stim­me zu erhe­ben).
    Das Aus­maß der Ver­füh­rung in der katho­li­schen Kir­che ist apo­ka­lyp­tisch, und die Fin­ster­nis unge­heu­er­lich.
    Als die Jün­ger den Herrn kurz vor sei­nem Lei­den fra­gen: Sage uns, wann wird das sein , und was ist das Zei­chen dei­ner Ankunft und der Voll­endung des Zeit­al­ters? da ant­wor­tet er ihnen mit der „Ölber­g­re­de“, die bei Mat­thä­us zwei vol­le Kapi­tel umfasst. Und was sagt er als erstes? „Seht zu, daß euch nie­mand v e r f ü h r e ! Denn vie­le wer­den u n t e r m e i n e m N a m e n kom­men und sagen: Ich bin der Chri­stus! Und sie wer­den v i e l e ver­füh­ren.“
    Es liegt mir fern, die Päp­ste beschimp­fen zu wol­len. Gott der HERR bezeich­ne­te den baby­lo­ni­schen König Nebu­kad­ne­zar, der Jeru­sa­lem und den Tem­pel zer­stör­te, als sei­nen Knecht.
    Sogar der kom­men­de Anti­christ, der die Men­schen quä­len und töten wird wie kei­ner vor ihm, wird letzt­lich nur ein Knecht Got­tes sein — wel­cher frei­lich nicht, wie Papst Fran­zis­kus –mit Zustim­mung von Papst Bene­dikt– lügt, „in leuch­ten­der Ver­klä­rung sei­nen Platz im Him­mel ein­neh­men“ wird, son­dern er und der fal­sche Pro­phet wer­den „ergrif­fen … und leben­dig in den Feu­er­see gewor­fen, der mit Schwe­fel brennt“ (Offb 19,20) , „und sie wer­den Tag und Nacht gepei­nigt wer­den von Ewig­keit zu Ewig­keit.“ (Offb 20,10) —WORT DES LEBENDIGEN GOTTES !

    • „Und der gro­ße Theo­lo­gen­papst im Hin­ter­grund schweigt dazu – mit zustim­men­dem Nicken, muss man wohl anneh­men (denn wenn er nicht zustim­men wür­de, wäre er ver­pflich­tet, ob gele­gen oder unge­le­gen, sei­ne Stim­me zu erhe­ben).“

      War­ten wir es ab! Er zieht ja den Som­mer über nach Castel Gan­dol­fo; will das etwa (pro­phe­tisch) hei­ßen, dass er sich jetzt von Rom ein­deu­tig distan­zie­ren wird, um end­lich sei­ne Stim­me zu erhe­ben? Wir dür­fen es hof­fen!

    • Ich fin­de es fan­ta­stisch daß sie die­se lan­ge Schrift (192 Sei­ten, knapp 40000 Wor­ten) inten­siv stu­die­ren möch­ten.

    • Da haben Sie recht!
      Aber wir haben so vie­le Nach­rich­ten, so vie­le Infos täg­lich, mit denen wir zuge­schüt­tet wer­den.
      Etwas in mir wei­gert sich (noch), die­se Enzy­kli­ka zu lesen.
      Ich muss mir ja nichts auf­drän­gen las­sen, nur weil es gera­de aktu­ell zu sein scheint.
      Natür­lich darf ich mir dann auch kein Urteil erlau­ben, das gebie­tet schon die Fair­ness.
      Ich wer­de ‑zumin­dest momen­tan noch- auch ohne die Öko-Enzy­kli­ka leben kön­nen.
      Ist mir die Natur etwas wert, wer­de ich sie eben auch zukünf­tig durch mein sorg­sa­mes Han­deln zu respek­tie­ren wis­sen.

  6. Inzwi­schen habe ich ca. die Hälf­te der Enzy­kli­ka gele­sen. Ich habe mir auf einem Notiz­blatt die Fra­gen notiert, die an ein­zel­nen Stel­len in mir auf­ka­men. da kommt aller­hand und vie­les und sehr Ver­schie­de­nes zusam­men.

    Meh­re­res ist grund­sätz­lich zu bemer­ken:

    F. legi­ti­miert sei­ne The­sen und Ana­ly­sen aus­drück­lich und nach­weis­lich mit zahl­lo­sen Zita­ten sei­ner unmit­tel­ba­ren Vor­gän­ger und sehr weit zurück­lie­gen­der Kir­chen­schrift­stel­ler.

    Das soll­te alles erst mal genau­er geprüft wer­den, bevor man los­schießt.

    Vor allem fiel mir auf, dass man die Leh­ren des Hl. Fran­zis­kus noch mal genau­er unter die Lupe neh­men müss­te und eine Alter­na­tiv­deu­tung vor­le­gen, wenn das mög­lich ist und nicht in des­sen gedan­ken­welt schon Stol­per­stei­nen lie­gen soll­ten.
    Kennt da jemand eine wirk­lich fun­dier­te Arbeit dazu?

    Ich den­ke, dass F. hier die tota­le Umdeu­tung der Glau­bens­leh­re in den schein­bar „alten“ Gewän­dern, die bereits die Vor­gän­ger spä­te­stens seit Johan­nes XIII. vor­nah­men, voll­endet.

    Immer wie­der ver­such­te ich syn­chron das zu den­ken, was die alten Schrift­stel­ler mein­ten, was die Kir­che defi­niert hat (was aber auch nicht immer ein­fach über­ein­stimmt mit den Mei­nun­gen der Väter — das ist eben­falls wich­tig fest­zu­hal­ten und ver­kom­pli­ziert den Sach­ver­halt noch erheb­lich!) und was F. hier im Gei­ste Bene­dikts. JPII., Pauls VI. und Johan­nes XXIII. draus macht.

    Die Mix­tur aus sinn­vol­lem Ent­wurf, viel all­ge­mi­en Zutref­fen­dem, einer recht kla­ren Spra­che UND der Ver­bie­gung der alten Leh­re der Kir­che ist bemer­kens­wert!

    Der „gro­ße Theo­lo­gen­papst“ aber ist von die­ser Enzy­kli­ka mit Sicher­heit nicht weit ent­fernt — er wird satt­sam zitiert und stimmt tat­säch­lich in gro­ßen Tei­len mit dem hier vor­ge­tra­ge­nen, das ich bis­her gele­sen habe, über­ein.

    Da müss­te schon auf des­sen Sei­te eine ech­te Umkehr erfol­gen, wenn er sich äußern soll­te.

  7. Bis­her waren sich Umwelt­po­li­ti­ker einig, dass Umwelt­pro­ble­me nicht dar­in bestehen, dass die Umwelt geschä­digt wür­de, son­dern dar­in, dass die Umwelt­schä­di­gung höher ist, als es sozi­al effi­zi­ent ist. Die Umwelt­nut­zung sei wegen feh­len­der Prei­se für die Umwelt­nut­zung inef­fi­zi­ent hoch.
    Hier ent­steht nun der Ein­druck das jede (!) Umwelt­schä­di­gung, also auch die sozi­al ange­mes­se­ne Umwelt­schä­di­gung, ein Pro­blem sei. Dadurch weicht die­se Enzy­kli­ka nach mei­nem Ver­ständ­nis von der Wer­te­ba­sis bis­he­ri­ger umwelt­po­li­ti­scher Ziel­de­fi­ni­ti­on ab.
    Es fehlt natür­lich über­dies die theo­lo­gi­sche (!) Recht­fer­ti­gung von Umwelt­schutz als Ziel per se. Da hät­te mehr kom­men müs­sen.

    • Mir scheint, dass F. die Tat­sa­che, dass der Mensch nach dem Sün­den­fall die Natur immer irgend­wie auch „schä­digt“, völ­lig über­sieht.

      Er gesteht zwar zu, dass die Sün­de das Ver­hält­nis zur Natur ver­wirrt hat, aber er nimmt das nicht als Aus­gangs­punkt für die Situa­ti­on, son­dern als Aus­gangs­ba­sis für eine in die­sem Äon erreich­ba­re Ent­wick­lung hin zur Har­mo­nie, was er in der Hal­tung des Hl. Franz­si­kus ver­wirk­licht sieht.

      Des­halb sag­te ich oben: Das muss unbe­dingt genaue­stens über­prüft wer­den — was der Hl. Franz gelehrt bzw. vor­ge­lebt hat­te und inwie­fern das über­haupt mit der Leh­re der Kir­che und ihrer escha­to­lo­gi­schen Vor­aus­sa­ge, die kei­ne bruch­lo­se Ent­wick­lung zu einem Frie­dens­reich hin kennt, son­dern einen fina­len Zusam­men­bruch und dann einen neu­en Him­mel und eine neue Erde, in Ein­klang steht.

      Daher kommt aber wahr­schein­lich die Dis­kre­panz, die Sie benen­nen.

    • Ziem­lich hämi­scher Stil auf die­ser Site — das fin­de ich, weil es auch nicht wirk­lich sati­risch gekonnt ist, eher geschmack­los und erst recht nicht tra­di­tio­nell-katho­lisch.

      Da gibts sicher Seriö­se­res.

      • Ein Super-Kom­men­tar auf besag­ter Sei­te:
        „I am remin­ded here of a line famous­ly attri­buted to the emi­nent phy­si­cist Wolf­gang Pau­li. When asked his opi­ni­on of a slop­pi­ly writ­ten and poor­ly con­struc­ted phy­sics paper shown him by one of his col­leagues, Pau­li is said to have shook his head and mut­te­red, „It’s not even wrong.“ In a simi­lar con­nec­tion, Fran­cis‘ Eco-cycli­cal is perhaps best descri­bed as not even here­sy.“

      • @ arrow

        Sol­che Zita­te mein­te ich: „… not even here­sy…“
        Das sind hämi­sche Wort­spie­le­rei­en, die dem Ernts der Situa­ti­on nicht gerecht wer­den, nichts erhel­len und Argu­men­te schul­dig blei­ben wie im Vor­stadt­mi­lieu:
        Einer sagt etwas, der ande­re sagt: „Ach, der spinnt doch!“

        Das ist noch erbärm­li­cher als die Enzy­kli­ka es je sein könn­te!

  8. der Hl Fran­zis­kus hat doch gar nichts gelehrt, hielt gar nichts von Geschrie­be­nem, son­dern woll­te die Frau Armut lie­ben.
    Schein­bar haben wir es mit einer Neu­auf­la­ge des Armutstreits zu tun, sozu­sa­gen auf den Kopf gestell­te Gno­sis, die Mate­rie ist nicht mehr ein­fach böse, son­dern abso­lut zu set­zen.

  9. Was hier zu lesen ist, das ist weit­hin sehr gut. Es ist außer­or­dent­lich wich­tig, daß der Schutz des unge­bo­re­nen Lebens so klar ange­spro­chen wird wie auch dem Gen­de­ris­mus und allen Expe­ri­men­ten am mensch­li­chen Leben eine kla­re Absa­ge erteilt wird.
    Auch die Wor­te über die hl. Eucha­ri­stie sind von zen­tra­ler Bedeu­tung- vor allem für die Frei­maue­rer, für Pro­te­stan­ten aller Art, den Sek­ten wie für die Mos­lems.

    Weni­ger gut fin­de ich die unkri­ti­sche Über­nah­me von bezei­fel­ba­ren „wis­sen­schaft­li­chen“ Erkennt­nis­sen über die Erd­er­wär­mung. Daß die Natur, die Schöp­fung einem unge­heu­ren Raub­bau aus­ge­lie­fert ist mit ein­her­ge­hen­der Ver­schmut­zung, die im All­tag jedes Men­schen beginnt, das zu sagen ist voll­kom­men ange­bracht. Was „erneu­er­ba­re“ Ener­gien angeht, erle­ben wir hier­zu­lan­de: da wird ange­sichts der rie­si­gen Wind­rä­der kaum oder kei­ne Rück­sicht genom­men auf die Men­schen wie auch die Natur, denn selbst in Natur­schutz­ge­bie­ten wer­den die­se heid­ni­schen Göt­zen errich­tet.
    Auch was die mate­ri­el­le Not vie­ler in der Welt angeht, so muß man da wohl sehr dif­fe­ren­zie­ren. Das hat zuerst m.Er. nichts mit dem Kli­ma zu tun- ob so oder so. Das Geld ist viel­mehr der trei­ben­de Fak­tor für Krie­ge, Aus­beu­tung und Unge­rech­tig­keit. Das anzu­spre­chen, ist rich­tig.

    Das Pro­belm die­ser Enzy­kli­ka ist viel­leicht, daß man mit einem Schlag alle Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­me meint bewäl­ti­gen zu kön­nen. Da wären klei­ne mah­nen­de Schrit­te m. Er. bes­ser als so ein gro­ßes Doku­ment, das für die mei­sten über­for­dernd sein kann. Nun ja.

  10. Ein Mann, der einen gan­zen Orden ins Leben ruft, ver­tritt auch eine bestimm­te Leh­re — anders geht es gar nicht.
    Die Fra­ge ist, was genau Fran­zis­kus von Assi­si mein­te mit Begrif­fen wie „Schwe­ster Erde“ und dergl., denn es ist durch­aus NICHT Bestand­teild er Kir­chen­leh­re, dass die Krea­tur Geschwi­ster im prä­zi­sen Sinn sein kann — Bru­der oder Schwe­ster in der Kreu­zes­nach­fol­ge.
    Geist­li­che Geschwi­ster kön­nen an sich ja nur Per­so­nen sein, die zur ewi­gen Anschau­ung Got­tes beru­fen sind.
    das ist also durch­aus klä­rungs­be­dürf­tig und v.a. extrem miss­ver­ständ­lich, denn es scheint eine natur­schüt­ze­ri­sche oder pan­the­isti­sche Les­art des Glau­bens zu unter­stüt­zen.
    Auch wird aus dem, was der Hl. Bona­ven­tu­ra und diver­se Legen­den über­lie­fern sehr wohl ein ganz bestimm­tes Lehr­kon­zept sicht­bar. All die­se Din­ge, wie Fran­zis­kus den Vögeln pre­digt etc etc.
    Auch die zen­tra­le Aus­rich­tung auf Armut und ande­rer­seits eine rege Pre­digt­tä­tig­keit (wie geht das ohne Leh­re?!), die aber auch Tie­ren und Pflan­zen lehrt, bedarf der Klä­rung.

    Es geht hier über­haupt nicht um einen Armuts­streit, son­dern um ein Kon­zept des Welt­ver­ständ­nis­ses, der Schöp­fung, des Sün­den­falls und der Erlö­sung in Chri­stus.

    F. bekennt sich zur Evo­lu­ti­ons­theo­rie in der Enzy­kli­ka (§18). Er will jeden Men­schen ver­ant­wort­lich machen und auch fest­na­geln las­sen für ein Pro­jekt, das er umreißt. Er bezieht alle Reli­gio­nen ein, sichert das aber mit unzäh­li­gen Zita­ten der Väter und v.a. des Vati­ca­num II und der Päp­ste seit­her ab.
    Noch mehr als schon bene­dikt in „Cari­tas in veri­ta­te“ ver­langt er nach einer Welt­re­gie­rung, ent­wickelt einen eigen­ar­ti­gen „Weisheits“-Begriff und behaup­tet, die Welt selbst sei ein „Sakra­ment“ (dem Kon­zil gemäß hat­ten wir ja schon das Gequat­sche von der Kir­che als „Ursa­kra­ment“, aber jetzt geht F. dar­über hin­u­as und nent die gan­ze Welt ein, ja: DAS Sakra­ment, also den ort, an dem Chri­stus sei­ne Gegen­wart ganz und gar zuge­sagt habe.

    Und nun steht man vor der Fra­ge: Was meint er mit der „Welt“ — was mein­te Fran­zis­kus v.A. damit eigent­lich so ganz genau?

    Er zitiert dabei Bar­tho­lo­mä­us:
    „Wir Chri­sten sind außer­dem beru­fen, »die Welt als ein Sakra­ment der Gemein­schaft anzu­neh­men, als ein Mit­tel, mit Gott und unse­rem Näch­sten auf glo­ba­ler Ebe­ne zu tei­len. Es ist unse­re beschei­de­ne Über­zeu­gung, dass das Gött­li­che und das Mensch­li­che ein­an­der begeg­nen in den klein­sten Details des naht­lo­sen Gewan­des der Schöp­fung Got­tes, sogar im win­zig­sten Staub­korn unse­res Pla­ne­ten.«“ (§9)

    Hier wird also schon im Anfang, aber kei­nes­wegs ein­sam oder von F. erfun­den, das „naht­lo­se Gewand Chri­sti“ umge­deu­tet — F. befin­det sich in bester öku­me­ni­scher Gesell­schaft.

    Wir dür­fen uns die Mühe der seriö­sen kri­ti­schen Ana­ly­se nicht spa­ren!
    Sonst weiß die Welt wie­der um ein Neu­es mehr als wir!

    • ODMG ich glau­be ich muss mir erst eine Groß­kampf­packung Bal­dri­an besor­gen, bevor ich die Enzy­kli­ka lese.
      Schon der zitier­te Abschnitt ist dum­mes Zeug. Mit Gott tei­len?!? Was denn, wie denn?

    • Die­ser Satz aus der Enzy­kli­ka ist in der Tat schwie­rig zu ver­ste­hen: „Wenn auch die Ver­än­de­rung ein Teil der Dyna­mik der kom­ple­xen Syste­me ist, steht doch die Geschwin­dig­keit, die das mensch­li­che Han­deln ihr heu­te auf­zwingt, im Gegen­satz zu der natür­li­chen Lang­sam­keit der bio­lo­gi­schen Evo­lu­ti­on.“.

      • Der Satz ist doch klar: Die sich über­schla­gen­de „rapi­di­té“ der Moder­ne und Post­mo­der­ne steht im Gegen­satz zur Lang­sam­keit der Evo­lu­ti­on. Nach der Evo­lu­ti­ons­theo­rie hat sich alles in jahr­mil­lio­nen ent­wickelt, heu­te ist die Halb­werts­zeit neu­er Ent­wick­lun­gen immer kür­zer.

        Damit erkennt er aber die Evo­lu­ti­ons­theo­rie an.

  11. Die Ver­ein­nah­mung des Poverel­lo für eine fal­sche Leh­re scheint schon län­ger zu schwe­len. Man den­ke nur an Umber­to Ecos Buch „Name der Rose“, in dem die Domi­ni­ka­ner (eigent­lich dog­ma­tisch geschult, nüch­tern) zu bösen Hard­li­nern her­ab­ge­setzt und die Fran­zis­ka­ner zu Apo­steln der Ver­nunft und Mensch­lich­keit her­auf­ge­setzt wer­den.

  12. Was ich vom christ­li­chen Glau­ben ken­ne, genügt mir, um zu erken­nen, dass die Enzy­kli­ka Lau­da­to si‘ von Papst Fran­zis­kus häre­tisch ist.
    Zita­te von Hei­li­gen, Kir­chen­leh­rern und Päp­sten nach dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil kön­nen die anti­christ­li­che Absicht die­ses Doku­ments nicht kaschie­ren.
    (Neben­bei gesagt, kein ein­zi­ges Lehr­amt­do­ku­ment aus der Zeit vor dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil wird zitiert.)
    Jeder Katho­lik ist gemäß der Kon­zils­kon­sti­tu­ti­on Lumen Gen­ti­um und nach dem Kir­chen­recht ver­pflich­tet, die­sem Doku­ment des ordent­li­chen päpst­li­chen Lehr­amts mit reli­giö­sem Gehor­sam zuzu­stim­men.
    Die­se Zustim­mung kann ich Papst Fran­zis­kus und sei­ner Leh­re nicht geben.
    Ich wider­spre­che die­sem Doku­ment und wider­ste­he die­sem Papst !
    Und ich betrach­te mich nicht län­ger als Mit­glied einer Kir­che, die einen wider­gött­li­chen, anti­christ­li­chen Gehor­sam ver­langt.
    Die Ber­go­glio-Kir­che ist nicht die katho­li­sche Kir­che, nicht die Kir­che Jesu Chri­sti.

  13. Robert Lau­rie, ein katho­li­scher Jour­na­list in Kana­da, ist als Fol­ge von „Lau­da­to si‘ “ aus der katho­li­schen Kir­che als Orga­ni­sa­ti­on aus­ge­tre­ten:
    canadafreepress.com/article/73097

  14. Apro­pos „Evo­lu­ti­ons­leh­re“ (s. Kom­men­tar wei­ter oben):
    Die katho­li­sche Kir­che zwingt den Gläu­bi­gen in der Novus-Ordo-Mes­se den Evo­lu­ti­ons­glau­ben auf, wenn sie in der Hei­li­gen Christ­nacht –in der Ankün­di­gung des Weih­nachts­fe­stes nach dem Römi­schen Mar­ty­ro­lo­gi­um– neu­er­dings ver­kün­den lässt: „Mil­li­ar­den Jah­re waren ver­gan­gen, seit Gott im Anfang Him­mel und Erde geschaf­fen, Mil­lio­nen Jah­re, seit er den Men­schen gebil­det“ (Text des LIt­ur­gi­schen Insti­tu­tes Trier). In einer ande­ren Text­ver­si­on heißt es: „Unend­lich vie­le Zei­ten waren ver­flos­sen, seit Gott im Anfang Him­mel und Erde erschuf und den Men­schen nach sei­nem Abbild form­te.“
    Der tra­di­tio­nel­le Wort­laut ist: „Im Jahr 5199 seit Erschaf­fung der Welt, da Gott im Anfang Him­mel und Erde schuf, im Jahr 2957 seit der Sint­flut, im Jahr 2015 seit Abra­hams Geburt, im Jahr 1510 seit Moses und dem Aus­zug des Vol­kes Isra­els aus Ägyp­ten, im Jahr 1032 seit der Sal­bung Davids zum König, in der 65. Jah­res­wo­che nach der Weis­sa­gung Dani­els, in der 194. Olym­pia­de, im Jahr 752 seit der Grün­dung Roms, im 42. Jahr der Regie­rung des Okta­via­nus Augu­stus, da auf der
    gan­zen Erde Frie­de war, im 6. Welt­zeit­al­ter woll­te Jesus Chri­stus, ewi­ger Gott und Sohn des ewi­gen Vaters, die Welt durch sei­ne gna­den­vol­le Ankunft hei­li­gen…“
    Tra­di­tio­nel­le christ­li­che Zeit­rech­nun­gen unter­schei­den sich leicht von der jüdi­schen und unter­ein­an­der. Fürst Hil­lel II. (4. Jh.) berech­ne­te aus den bibli­schen Anga­ben das Jahr 3761 v. Chr. als Jahr der Welt­schöp­fung (wie schon Jose ben Hal­af­ta im 2. Jh.). Auf­grund­des­sen ist heu­te, am 23. Juni 2015, nach jüdi­schem Kalen­der der 6. Tam­muz 5775.
    Christ­li­che Berech­nun­gen kamen zu etwas abwei­chen­den Ergeb­nis­sen (Beda, Kep­ler, Sca­li­ger, New­ton, Uss­her…). So etwa setz­te Bishop James Uss­her (17. Jh.) die Schöp­fung im Jahr 4004 v. Chr. an.
    Adam leb­te von 1 bis 930, dar­in sind sich Juden und Chri­sten, die der Bibel als irr­tums­lo­sem Wort Got­tes glau­ben, einig.
    In der zweit­va­ti­ka­ni­schen Kir­che glaubt kaum einer mehr, dass Adam als kon­kre­ter Mensch über­haupt gelebt hat — und das, obwohl es sen­ten­tia cer­ta ist, dass das gan­ze Men­schen­ge­schlecht von einem enzi­gen Men­schen­paar abstammt. Ohne das wird der gan­zen Leh­re von der Erb­sün­de und der Erlö­sung der Boden ent­zo­gen. (Kein Wun­der, dass dar­über heu­te in der katho­li­schen Kir­che nicht mehr gelehrt wird. Die Erb­sün­de ist unmo­dern und gehört zu den Pre­digt­ta­bus.)
    Statt der Bibel zu glau­ben, rennt man dem jeweils letz­ten wis­sen­schaft­li­chen Schrei, wie der Evo­lu­ti­ons­theo­rie oder der angeb­lich men­schen­ver­ur­sa­chen Kli­ma­er­wär­mung, hin­ter­her.
    Und jeder Katho­lik ist dog­ma­tisch, moral­theo­lo­gisch und kir­chen­recht­lich ver­pflich­tet, den täg­li­chen Twit­ter­nach­rich­ten von Papst Fran­zis­kus, in denen er die Mensch­heit auf die Neue Welt­ord­nung trimmt, als Äuße­run­gen des ordent­li­chen Lehr­amts „mit reli­giö­ser Zustim­mung“ Glau­ben zu erwei­sen.

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