Ist eine „Messe“ gültig, die ein Diakon, eine Ordensfrau oder Pastoralassistentin feiert?

Pastoralassisentin in Aktion
Pasto­ral­as­sis­en­tin in Akti­on (Prie­ster passiv)

(Rom) In der Pfarr­kir­che zum hei­li­gen Georg von Por­cia in Fri­aul (Diö­ze­se Con­cordia-Por­de­none) wur­de am 30. Mai eine prie­ster­lo­se „Mes­se“ gefei­ert. Der „kurio­se und äußerst rare“ Vor­fall ereig­ne­te sich, als die Gläu­bi­gen am Sams­tag­abend um 18 Uhr der Vor­abend­mes­se bei­woh­nen woll­ten. Als der Prie­ster auch nach meh­re­ren Minu­ten nicht ein­traf, wur­den Gläu­bi­ge selbst aktiv und began­nen selbst die „Mes­se zu fei­ern“. Dem Wort­got­tes­dienst stand eine Ordens­frau vor, so der Mess­ag­ge­ro del Vene­to.

Auch im deut­schen Sprach­raum gibt es Pfar­rei­en, in denen Dia­ko­ne oder Pasto­ral­as­si­sten­tin­nen im Altar­raum wich­ti­ger schei­nen, als der zustän­di­ge Pfar­rer. Fehlt der Pfar­rer, zieht an man­chen Orten die Pasto­ral­as­si­sten­tin mit Albe und einer Art Sto­la ein. Im Altar­raum, in dem sie wäh­rend der hei­li­gen Lit­ur­gie kei­nen Zugang haben soll­te, scheint sie dann Her­rin. Am Altar mimt sie den Prie­ster. Die Gren­zen zwi­schen hei­li­ger Mes­se und Ersatz­fei­er läßt man man­cher­orts absicht­lich ver­schwim­men. Jün­ge­re Gläu­bi­ge, denen kei­ne gründ­li­che Unter­wei­sung zuteil wur­de, wis­sen nicht ein­mal von einem Unter­schied. Dar­aus ent­steht eine gefähr­li­che Mischung aus Selbst­be­trug der Akteu­re und Betrug an den Gläu­bi­gen, die nicht nur das Sonn­tags­ge­bot betrifft.

Tat­sa­che ist, daß im deut­schen Sprach­raum von einem Teil der haupt­amt­li­chen Kir­chen­funk­tio­nä­re in Zusam­men­ar­beit mit Tei­len des Kle­rus latent auf eine Ver­drän­gung der Prie­ster und auf eine Kle­ri­ka­li­sie­rung von Lai­en, beson­ders Frau­en hin­ge­ar­bei­tet wird. Hin­ter einer for­ma­len kir­chen­amt­li­chen Fas­sa­de ist daher nach den Inten­tio­nen zu fra­gen. Grund­sätz­lich stellt sich das Pro­blem nur in der ordent­li­chen Form des Römi­schen Ritus, der für eine Auf­wei­chung und inne­re Zer­set­zung anfäl­lig scheint. Ein Aspekt, der im Ver­gleich zwi­schen ordent­li­cher und außer­or­dent­li­cher Form des Römi­schen Ritus beden­kens­wert ist. Dazu gehört auch die Ver­drän­gung des Prie­sters aus der Sakramentenverwaltung.

„War das eine gültige Messe?“

Georgskirche von Porcia in Friaul
Georgs­kir­che von Por­cia in Friaul

Was im deut­schen Sprach­raum an Wort­got­tes­dien­sten und Wort-Got­tes-Fei­ern üblich ist, ist in wei­ten Tei­len Ita­li­ens völ­lig unbe­kannt. Dar­aus erga­ben sich eine Rei­he von Fra­gen. Pfar­rer Danie­le Fort, zustän­dig auch für die Nach­bar­pfar­rei Rorai Pic­co­lo, hat­te dem Aus­hilfs­prie­ster ver­se­hent­lich einen fal­schen Tag mit­ge­teilt, wäh­rend er selbst an jenem Tag eine Pil­ger­grup­pe nach Lore­to begleitete.

Irren ist mensch­lich. Danie­le Fort ist seit 17 Jah­ren Pfar­rer an der Georgs­kir­che von Por­cia. Ein sol­cher Feh­ler war noch nie vor­ge­kom­men. In Por­cia wur­de von Gläu­bi­gen jedoch die Fra­ge auf­ge­wor­fen, ob die­se selbst­ge­stal­te­te „Mes­se“ gül­tig ist. „Nein“, das sei in der Diö­ze­se völ­lig unüb­lich, erklär­te der Pfar­rer der Tages­zei­tung. „Viel­leicht in man­chen Kir­chen im Gebir­ge kann es so schon vor­ge­kom­men sein. Tech­nisch gese­hen nennt sich das Wort-Got­tes-Fei­er in Erwar­tung des Priesters“.

Da wegen des Feh­lers kein Prie­ster kam, hät­te die Ordens­frau den­noch „rich­tig gehan­delt. Auch in Por­cia haben wir bestens aus­ge­bil­de­te Per­so­nen, die sol­chen Situa­tio­nen gewach­sen sind. Wie man mir sag­te, hat es die Ordens­frau gut gemacht“, so der Pfarrer.

Eini­ge Gläu­bi­ge äußer­ten Kri­tik. Eine prie­ster­lo­se Mes­se sei kei­ne Mes­se. Wenn es aber kei­ne Mes­se war, dann hät­ten die Anwe­sen­den auch nicht ihre Sonn­tags­pflicht erfüllt. „Ich habe am Sonn­tag die Mes­se besucht“, wird eine Frau von der Lokal­pres­se zitiert. „Das am Sams­tag war ja kei­ne gül­ti­ge Messe.“

Der „Kom­paß“ in sol­chen Situa­ti­on sei das Direc­to­ri­um de cele­bra­tio­ni­bus domi­ni­ca­li­bus absen­te pres­by­te­ro vom 2. Juni 1988, so der Lit­ur­gi­ker Don Enri­co Fino­t­ti gegen­über Ale­teia Ita­li­en. Der deut­sche Titel die­ses Doku­ments der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on lau­tet in der Über­set­zung der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz „Direk­to­ri­um ‚Sonn­täg­li­cher Gemein­de­got­tes­dienst ohne Priester‘“.

Keine Messe

Suchbild: Pastoralassistentin mit Priestern
Such­bild: Pasto­ral­as­si­sten­tin mit Priestern

„Die hei­li­ge Mes­se und damit das unblu­ti­ge Altar­op­fer, das im eucha­ri­sti­schen Hoch­ge­bet voll­zo­gen wird, kann ein­zig und allein von einem gül­tig geweih­ten Prie­ster (Bischof oder Pres­by­ter) zele­briert wer­den. Nie­mand ande­rer kann eine Mes­se zele­brie­ren. Es ist daher unan­ge­mes­sen und sprach­lich falsch, bestimm­te Got­tes­dien­ste, die ohne Prie­ster statt­fin­den, als Mes­se zu bezeich­nen“, so Don Finotti.

Eben­so unan­ge­mes­sen und sprach­lich falsch erscheint es, daß prie­ster­lo­se Got­tes­dien­ste und von Prie­stern zele­brier­te Mes­sen sum­ma­risch als „Got­tes­dienst“ bezeich­net wer­den. Eine deut­li­che sprach­li­che Unter­schei­dung sei für die Gläu­bi­gen wich­tig, erstens als kor­rek­te Infor­ma­ti­on, vor allem aber auch um den Ein­druck zu ver­mei­den, es hand­le sich letzt­lich um das­sel­be. Das ist kei­nes­wegs der Fall. Wer einem prie­ster­lo­sen Got­tes­dienst bei­wohnt, obwohl er eine hei­li­ge Mes­se besu­chen könn­te, erfüllt sei­ne Sonn­tags­pflicht nicht.

Im Direk­to­ri­um der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on heißt es dazu:

„21. Den Gläu­bi­gen muß der Ersatz­cha­rak­ter der­ar­ti­ger Fei­ern klar sein, damit sie sie nicht für eine opti­ma­le Lösung der heu­ti­gen Schwie­rig­kei­ten oder für ein Zuge­ständ­nis an die Bequem­lich­keit hal­ten. Ver­samm­lun­gen und Zusam­men­künf­te die­ser Art dür­fen daher nie­mals an einem Sonn­tag an Orten gehal­ten wer­den, an denen am sel­ben Tag schon eine Mes­se gefei­ert wur­de oder noch gefei­ert wird oder am Vor­abend gefei­ert wur­de, auch nicht in einer ande­ren Spra­che; zudem soll­ten nicht meh­re­re der­ar­ti­ge Ver­samm­lun­gen stattfinden.

22. Jede Ver­wechs­lung von Ver­samm­lun­gen die­ser Art mit einer Eucha­ri­stie­fei­er ist sorg­fäl­tig zu ver­mei­den. Sol­che Ver­samm­lun­gen dür­fen bei den Gläu­bi­gen das Ver­lan­gen nach der Teil­nah­me an der Eucha­ri­stie­fei­er nicht min­dern, son­dern sol­len es viel­mehr ver­stär­ken und eine grö­ße­re Bereit­schaft zur Teil­nah­me wecken.

23. Die Gläu­bi­gen müs­sen wis­sen, daß das eucha­ri­sti­sche Opfer nicht ohne Prie­ster mög­lich ist und daß die Kom­mu­ni­on, die sie bei Sonn­tags­got­tes­dien­sten ohne Prie­ster emp­fan­gen kön­nen, auf das eng­ste mit dem Meß­op­fer ver­bun­den ist. Von daher kann den Gläu­bi­gen deut­lich gemacht wer­den, wie not­wen­dig es ist, dar­um zu beten: „daß die Zahl der Aus­spen­der der hei­li­gen Geheim­nis­se wach­se und sie in der Lie­be des Herrn bleiben“.

Soll­te kein Prie­ster an einem Ort eine Mes­se zele­brie­ren kön­nen und es den Gläu­bi­gen aus offen­sicht­li­chen Grün­den nicht mög­lich sein, einen ande­ren Meß­ort auf­zu­su­chen, sei es oppor­tun, den Gläu­bi­gen, beson­ders an Sonn­ta­gen, lit­ur­gi­schen Ersatz oder eine Andacht (Wort Got­tes-Fei­er, Offi­ci­um Divinum, Eucha­ri­sti­sche Anbe­tung, Rosen­kranz) unter der Lei­tung eines Dia­kons oder geeig­ne­ter aus­ge­wähl­ter Lai­en zu bieten.

„Allgemeine Bestimmungen für Sonntagsgottesdienste bei Abwesenheit eines Priesters“

„18. Wenn an einem Ort am Sonn­tag kei­ne Mes­se gefei­ert wer­den kann, ist zunächst zu über­le­gen, ob die Gläu­bi­gen eine in der Nach­bar­schaft gele­ge­ne Kir­che auf­su­chen kön­nen, um dort an der Fei­er der Eucha­ri­stie teil­zu­neh­men. Die­se Lösung ist auch heu­te noch zu emp­feh­len und „” soweit mög­lich „” bei­zu­be­hal­ten. Erfor­der­lich dafür ist, daß die Gläu­bi­gen „” über die gro­ße Bedeu­tung der sonn­täg­li­chen Ver­samm­lung unter­rich­tet „” sich den neu­en Ver­hält­nis­sen bereit­wil­lig anpassen.

19. Auch wenn kei­ne Mes­se statt­fin­det, ist es zu wün­schen, daß den Gläu­bi­gen bei den ver­schie­de­nen For­men der sonn­täg­li­chen Ver­samm­lun­gen die Reich­tü­mer der Hei­li­gen Schrift und des Gebe­tes der Kir­che dar­ge­bo­ten wer­den; sie sol­len nicht auf die im Lau­fe des Jah­res bei der Mes­se vor­ge­tra­ge­nen Lesun­gen und auf die Gebe­te der ver­schie­de­nen Zei­ten des Kir­chen­jah­res ver­zich­ten müssen.

29. Zum Vor­ste­her­dienst für sol­che sonn­täg­li­chen Ver­samm­lun­gen sind als erste Hel­fer der Prie­ster Dia­ko­ne her­an­zu­zie­hen. Weil näm­lich der Dia­kon zur Lei­tung und För­de­rung des Wachs­tums des Vol­kes Got­tes geweiht ist, kommt es ihm zu, das Gebet zu lei­ten, das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den, die Homi­lie zu hal­ten und die Kom­mu­ni­on auszuteilen.

30. Wenn weder ein Prie­ster noch ein Dia­kon da ist, soll der Pfar­rer Lai­en benen­nen, denen die Ver­ant­wor­tung für sol­che Fei­ern über­tra­gen wird, d.h. die Lei­tung des Gebets, der Dienst des Wor­tes und die Aus­tei­lung der hei­li­gen Kommunion.
Er soll zunächst Ako­ly­then und Lek­to­ren dafür her­an­zie­hen, die für den Dienst am Altar und am Wort Got­tes beauf­tragt sind. Wenn kei­ne zur Ver­fü­gung ste­hen, kön­nen ande­re Lai­en „” Män­ner und Frau­en „” benannt wer­den, die die­sen Dienst kraft Tau­fe und Fir­mung aus­üben kön­nen. Bei ihrer Aus­wahl ist auf ihre Lebens­füh­rung zu ach­ten, die mit dem Evan­ge­li­um über­ein­stim­men muß; es soll auch dar­auf geach­tet wer­den, daß sie von den Gläu­bi­gen ange­nom­men wer­den. Die Benen­nung für die­sen Dienst soll gewöhn­lich für eine bestimm­te Zeit­dau­er gel­ten und der Gemein­de bekannt­ge­ge­ben wer­den. Es ist ange­bracht, daß in einem Got­tes­dienst für sie gebe­tet wird.
Der Pfar­rer soll für eine geeig­ne­te Aus­bil­dung und Fort­bil­dung die­ser Lai­en sor­gen und mit ihnen wür­di­ge Fei­ern vorbereiten.“

Tat­säch­lich emp­fiehlt das Direk­to­ri­um für den Fall, daß kei­ne hei­li­ge Mes­se zele­briert wer­den kann, den Wort­got­tes­dienst, der durch die Kom­mu­ni­on abge­schlos­sen wird. Dazu heißt es:

„20. Von den ver­schie­de­nen Arten der Got­tes­dien­ste, die gemäß der lit­ur­gi­schen Über­lie­fe­rung dann gehal­ten wer­den, wenn kei­ne Meß­fei­er statt­fin­den kann, wird der Wort­got­tes­dienst sehr emp­foh­len, der „” wo es ange­mes­sen erscheint „” durch die Kom­mu­ni­on abge­schlos­sen wer­den kann. So kön­nen die Gläu­bi­gen gleich­zei­tig mit dem Wort und dem Leib Chri­sti genährt wer­den. „Wenn sie näm­lich das Wort Got­tes hören, erken­nen sie, daß die Wun­der­ta­ten des Herrn, die ver­kün­digt wer­den, ihren Höhe­punkt im Pascha-Myste­ri­um errei­chen, des­sen Gedächt­nis in der Mes­se sakra­men­tal gefei­ert wird und an dem sie durch den Emp­fang der hei­li­gen Kom­mu­ni­on teilhaben.“

In den priesterlosen Wortgottesdienst darf nichts eingefügt werden, was typisch für die Messe ist

„35. Die Fei­er eines Sonn­tags­got­tes­dien­stes anstel­le einer Mes­se besteht aus zwei Tei­len: dem Wort­got­tes­dienst und der Aus­tei­lung der Kom­mu­ni­on. In die Fei­er soll nichts ein­ge­fügt wer­den, was typisch für die Mes­se ist, vor allem kei­ne Gaben­be­rei­tung und kein Eucha­ri­sti­sches Hoch­ge­bet. Der Got­tes­dienst soll so gestal­tet wer­den, daß er ganz dem Beten dient und als eine lit­ur­gi­sche Ver­samm­lung erscheint und nicht als ein blo­ßes Treffen.

36. Die Tex­te der Gebe­te und der Lesun­gen für den jewei­li­gen Sonn­tag oder Fei­er­tag wer­den in der Regel aus dem Meß­buch und aus dem Lek­tio­nar genom­men. So fol­gen die Gläu­bi­gen in ihrem Gebet dem Lauf des Kir­chen­jah­res und hören das Wort Got­tes in Ein­heit mit den ande­ren Gemein­den der Kirche.“

Die Hl. Messe in Radio und Fernsehen – Das Stundengebet

32. Wenn am Sonn­tag ein Wort­got­tes­dienst mit Aus­tei­lung der hei­li­gen Kom­mu­ni­on nicht statt­fin­den kann, wird den Gläu­bi­gen sehr emp­foh­len, „daß sie sich eine ent­spre­chen­de Zeit­lang dem per­sön­li­chen Gebet oder dem Gebet in der Fami­lie oder gege­be­nen­falls in Fami­li­en­krei­sen wid­men“. In die­sen Fäl­len kön­nen auch Radio- oder Fern­seh­über­tra­gun­gen von Got­tes­dien­sten eine Hil­fe sein.

33. Vor allem soll man die Mög­lich­keit in Betracht zie­hen, einen Teil der Stun­den­lit­ur­gie „” z. B. die Lau­des oder die Ves­per „” zu fei­ern, in die auch die Sonn­tags­le­sun­gen ein­ge­fügt wer­den kön­nen. Denn wenn „die Gläu­bi­gen zur Fei­er des Stun­den­ge­be­tes geru­fen wer­den und in ihrer Ver­samm­lung Herz und Stim­me ver­ei­nen, wird in ihnen Kir­che sicht­bar, die das Myste­ri­um Chri­sti fei­ert“. Am Ende die­ser Fei­er kann die Kom­mu­ni­on aus­ge­teilt werden.

Das Sonntagsgebot im Katechismus

Die Teil­nah­me an einer Ersatz­fei­er „ent­bin­det nicht von der Sonn­tags- oder Fei­er­tags­pflicht, die ein­deu­tig mit der Teil­nah­me an einer Hei­li­gen Mes­se zusam­men­hängt. Von die­ser Pflicht ist man nur ent­bun­den, wenn es phy­sisch oder mora­lisch unmög­lich ist, an der Mes­se teil­zu­neh­men. Die löb­li­che Teil­nah­me an einer Ersatz­fei­er bezeugt die rech­te Absicht der Gläu­bi­gen an der Sonn­tags­mes­se teil­neh­men zu wol­len“, so Don Finotti.
Zum Sonn­tags­ge­bot fin­den sich im Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che zwei grund­le­gen­de Paragraphen:

Nr. 2180: „Eines der Kir­chen­ge­bo­te bestimmt das Gesetz des Herrn genau­er: „Am Sonn­tag und an den ande­ren gebo­te­nen Fei­er­ta­gen sind die Gläu­bi­gen zur Teil­nah­me an der Meß­fei­er ver­pflich­tet“ (CIC, can. 1247). „Dem Gebot zur Teil­nah­me an der Meß­fei­er genügt, wer an einer Mes­se teil­nimmt, wo immer sie in katho­li­schem Ritus am Fei­er­tag selbst oder am Vor­abend gefei­ert wird“ (CIC, can. 1248, § 1).

Nr. 2181 Die sonn­täg­li­che Eucha­ri­stie legt den Grund zum gan­zen christ­li­chen Leben und bestä­tigt es. Des­halb sind die Gläu­bi­gen ver­pflich­tet, an den gebo­te­nen Fei­er­ta­gen an der Eucha­ri­stie­fei­er teil­zu­neh­men, sofern sie nicht durch einen gewich­ti­gen Grund (z. B. wegen Krank­heit, Betreu­ung von Säug­lin­gen) ent­schul­digt oder durch ihren Pfar­rer dis­pen­siert sind [Vgl. CIC, can. 1245]. Wer die­se Pflicht absicht­lich ver­säumt, begeht eine schwe­re Sün­de.

Nr. 2182 Die Teil­nah­me an der gemein­sa­men sonn­täg­li­chen Eucha­ri­stie­fei­er bezeugt die Zuge­hö­rig­keit und Treue zu Chri­stus und sei­ner Kir­che. Die Gläu­bi­gen bestä­ti­gen damit ihre Gemein­schaft im Glau­ben und in der Lie­be. Sie bezeu­gen gemein­sam die Hei­lig­keit Got­tes und ihre Hoff­nung auf das Heil. Sie bestär­ken ein­an­der unter der Lei­tung des Hei­li­gen Geistes.

Nr. 2183 „Wenn wegen Feh­lens eines geist­li­chen Amts­trä­gers oder aus einem ande­ren schwer­wie­gen­den Grund die Teil­nah­me an einer Eucha­ri­stie­fei­er unmög­lich ist, wird sehr emp­foh­len, daß die Gläu­bi­gen an einem Wort­got­tes­dienst teil­neh­men, wenn ein sol­cher in der Pfarr­kir­che oder an einem ande­ren hei­li­gen Ort gemäß den Vor­schrif­ten des Diö­ze­san­bi­schofs gefei­ert wird, oder daß sie sich eine ent­spre­chen­de Zeit lang dem per­sön­li­chen Gebet oder dem Gebet in der Fami­lie oder gege­be­nen­falls in Fami­li­en­krei­sen wid­men“ (CIC, can. 1248, § 2).

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Diö­ze­se Pordenone/meinbezirk.at (Screen­shots)

20 Kommentare

  1. Wenn ich von sol­chen Zustän­den lese, befällt mich das kal­te Grau­sen. Wie lan­ge soll das noch so wei­ter gehen?

    • Schon vor 30 Jah­ren sprach eine Stim­me aus dem Dun­kel zu mir: Läch­le und sei froh, es könn­te schlim­mer kommen .….
      .…. und ich lächel­te und war froh, und es kam schlimmer!!

      • Da kann man nicht mehr lächeln. Da wird man fle­der­mäu­sig (frei nach Ber­doglio). Schwei­gen ist ganz falsch.

  2. Dazu pas­send ein Erleb­nis­be­richt von der Kon­ver­ti­tin und Schrifst­stel­le­rin Gabrie­le Kuby:
    -
    „Wäh­rend ich dies schrieb, läu­te­ten an die­ser Stel­le die Glocken für den Vor­abend­got­tes­dienst. wei­ter­ar­bei­ten oder in die Kir­che gehen? Der Hun­ger nach dem Leib Chri­sti dräng­te mich, dem Ruf der Glocken zu fol­gen. Aber nicht der Pfar­rer schritt zum Altar, son­dern drei jun­ge Leu­te aus der Gemein­de in wei­ßen Alben. Wortgottesdienst!
    Eine jun­ge Frau steht am Altar und betet mit aus­ge­brei­te­ten Hän­den. Sie tritt an den Ambo und sagte:„Der Herr sei mit Euch“, und die Gemein­de ant­wor­te­te brav:„Und mit dei­nem Gei­ste“. Dann liest sie das Evan­ge­li­um, gefolgt von Gedan­ken eines Hern XY. Das jun­ge Team mit zwei Mini­stran­ten geht zum Taber­na­kel und trägt den mit kon­se­krier­ten Hosti­en über­vol­len Kelch zum Altar. Ich ver­zich­te­te auf die Kommunion.

    Plötz­lich spür­te ich Sehn­sucht nach der alten Mes­se, obwohl ich sie nur ein paar Mal erlebt habe. Welch ein him­mel­schrei­en­des Gefäl­le zwi­schen der alten hei­li­gen Mes­se und dem Lai­en­schau­spiel in die­sem Wort­got­tes­dienst! Es ist kei­ne wirk­li­che Not, die dazu führt. Es gäbe sogar einen pen­sio­nier­ten Prie­ster am Ort. Mir scheint: Die Entsa­kra­li­sie­rung ist gewollt.“
    -

  3. Das ober­ste Bild („Pasto­ral­as­sis­en­tin in Akti­on (Prie­ster pas­siv)“) zeigt übri­gens die — mir lei­der nicht unbe­kann­te — Pfar­re St. Fran­zis­kus (rein zufäl­lig!) in Wels-Laahen (Ober­öster­reich, Bis­tum Linz).

    Links: Mag. Anton Ach­leit­ner, der auf der Home­page der Pfar­re als „Pfarr­mo­de­ra­tor“ bezeich­net wird.

    Rechts neben ihm: „Mag.a Irm­gard Leh­ner, lei­tet als Pfarr­as­si­sten­tin die Pfar­re St. Fran­zis­kus“ (!!!!!). Ein Laie wird vor einem (auge­schein­li­chem) Prie­ster genannt und lei­tet (!!!) die Pfar­re. Das sind die Zustän­de in Öster­reich, wo Lai­en Pfar­rei­en lei­ten und der Prie­ster halt mitarbeitet.

    Hier eini­ge Links zu Fotos, die den Fron­leich­nams­tag 2015 in die­ser Pfar­re zeigen:
    http://www.stfranziskus.at/img/a9/dd/8d47f1a08334968b3281/-image001.jpg
    http://www.stfranziskus.at/img/9c/c6/da479a21a3b52ed32bf8/-image011.jpg
    http://www.stfranziskus.at/img/5c/44/40a1b6a0d63ffc2344ac/-image017.jpg
    http://www.stfranziskus.at/img/e9/3c/7b83e1126d408cded06e/-image019.jpg
    http://www.stfranziskus.at/img/62/ad/b7d9756f2fed827c0461/-image024.jpg

    • Die­se Pfar­re nennt sich nach Franz von Assisi.
      Gera­de er war kein Prie­ster, sah sich nie als sol­chen und maß­te sich auch nie die Kom­pe­tenz eines Prie­sters an.
      Und aus­ge­rech­net in die­ser Pfar­re steht eine Frau in einem nach­emp­fun­de­nen Priestergewand.
      Mein Ein­wand hat nichts damit zu tun, dass das eine Frau ist, es könn­te ja auch ein Mann sein, son­dern damit, dass sie sich ‑so scheint es- eine Hand­lung anmaßt, die ihr nicht zukommt.
      Was wür­de wohl der Poverel­lo aus Assi­si dazu sagen?

  4. @Tradidi; der­ar­ti­ge Zustän­de sind in der Schweiz augen­schein­lich bereits weit­ver­brei­tet; offen­sicht­lich beson­ders im von Bischof Gmür gelei­te­ten Bis­tum Basel. Eini­ge Bei­spie­le aus den im Inter­net auf­ge­führ­ten Pfarreien:
    -
    „Gemein­de­lei­tung
    elke kreiselmeyer
    ralf kreiselmeyer
    Seel­sor­ge jutta.achhammer
    phil­ipp moosbrugger
    Mit­ar­bei­ten­der Priester
    Hein­rich Eisenreich
    Sozialarbeiterin
    anouk battefeld
    /
    Mitarbeitende
    Doro­thee Becker, Gemein­de­lei­tung a.i.
    Anne Lau­er, Pastoralassistentin
    Mar­cel­la Cri­scio­ne, Kinder/Jugend
    Joa­chim Krause,
    Kir­chen­mu­sik Ruth Meyer,
    /
    Pastoralteam
    Sil­via Guer­ra, Pastoralraumleiterin
    Andre­as Bit­zi, Priester
    José Oli­vei­ra, Pastoralassistent
    Gabrie­le Bal­duc­ci, Pasto­ral­as­si­stent i.A.
    Gre­gor Ett­lin, Theo­lo­ge Fabienne
    /
    Seelsorgeteam
    Bern­hard Enge­ler, Diakon
    Mit­ar­bei­ten­der Prie­ster Heinz Warnebold,
    Car­me­la Enge­ler-La Lica­ta, Katechetin
    /“
    -

    und so wei­ter und so fort.…

  5. Allei­ne schon die Anwei­sung der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on, dass bei einer prie­ster­lo­sen Fei­er die Hl. Kom­mu­ni­on durch Lai­en aus­ge­teilt wer­den darf und soll, ist doch einer der Dreh- und Angel­punk­te für die fal­sche Entwicklung.

    Dass man, wenn eine Hl. Kom­mu­ni­on statt­fin­det, dies in Gemein­schaft wenig­stens äußer­lich so ähn­lich auf­zieht, wie eine Hl. Mes­se, die ja ihrer­seits schon her­un­ter­ge­bro­chen ist auf eine Mahl­fei­er, dürf­te einen boden­stän­dig den­ken­den Men­schen nicht wundern!

    Dass die refor­me­ri­sche „Tätige-Teilnahme“-Ideologie dann auch den Prie­ster nur noch als Pri­mus inter pares sieht und von daher alle, auch Frau­en, „mit­ma­chen“ lässt, ist doch nur folgerichtig.

    Es ist absurd, sich über sol­che Ver­hält­nis­se zu echauf­fie­ren und über die Pasto­ral­as­si­sten­tin­nen, wenn man vor­ab seit Jahr­zehn­ten doch auf sol­che Ver­hält­nis­se von oben her­un­ter hin­ge­ar­bei­tet hat.
    Es ist auch nicht fair, nun auf den Frau­en her­um­zu­hacken — gera­de sie wur­den unab­läs­sig ani­miert und durch eine fal­sche Theo­lo­gie, die nicht sie selbst ent­wickelt, son­dern auch nur brav ange­nom­men hat­ten, irre­ge­führt. Sie tun nun nur das, was Män­ner in min­de­stens eben­so gro­ßer Zahl schon irrig vor­ma­chen. Und vor allem rück­sichts­los vor­ge­macht und durch Kir­chen­män­ner fun­diert haben.

    • Das ewi­ge Schuld­um­ver­tei­len führt hier nicht wei­ter. Die gan­ze Auf­füh­rung war kei­ne Mes­se. Der Gläu­bi­ge stellt dies fest und geht nach Hau­se. Fertig.

  6. Wo kein Prie­ster, da kei­ne hl. Mes­se! Kei­ner kann ihn ersetzen!
    Selbst ein Wort­got­tes­dienst — so gut er gemeint sein mag — wür­de ich nicht als einen Got­tes­dienst bezeich­nen, son­dern ledig­lich als eine Form des gemein­sa­men Gebe­tes unter Gläubigen.
    Es dient nicht der Pro­fi­lie­rung ein­zel­ner Lai­en, son­dern der Hin­wen­dung zu Gott.
    Ich selbst habe drei­mal die­se Gebets-Form gestal­tet, aber mich kei­nes­falls dar­um gerissen.
    Mei­nem Ein­wand, dass ich lie­ber einer hl. Mes­se im Umland bei­woh­nen wür­de, hielt mir der Prie­ster sei­ne Bit­te ent­ge­gen, es den­noch zu tun, da es sonst über­haupt kei­ne Zusam­men­kunft der Gläu­bi­gen an die­sem Wochen­en­de gäbe.
    Unter die­sem Blick­win­kel gese­hen, fiel mir die Über­nah­me der Gestal­tung des Wort-„Gottesdienstes“ ein wenig leichter.
    Und weil ich mich dem Lehr­amt nicht nur der Treue nach verpflichtet
    füh­le, son­dern auch aus dem Her­zen her­aus, habe ich ver­sucht, die­se Gebets­stun­de nicht „krea­tiv“, son­dern so innig und got­tes­fürch­tig wie mög­lich zu halten.
    Und nie am Altar, son­dern immer nur am Ambo und unter Zuhil­fe­nah­me eines sehr gläu­bi­gen, schon etwas älte­ren Mini­stran­ten, der Prie­ster wer­den möch­te und im Herbst in das Prie­ster­se­mi­nar eintritt.
    Unglaub­lich leid tun mir die alten Leu­te, die nicht mehr so mobil sind, um die hl. Mes­se in den Nach­bar­dör­fern besu­chen zu können.
    Ihre Kin­der wagen sie nicht zu fra­gen, weil die­se häu­fig gar kei­nen Bezug zur Kir­che mehr haben.
    Es ist ein Elend!
    Gera­de sie, die noch Treu­en, sind die Ver­lie­rer der gro­ßen Pfarrei-Zusammenlegungen.
    Als Laie ein Gewand anzu­le­gen ‑wie obi­ges Foto beweist- dass eine Art Prie­ster­stand vor­täu­schen soll, emp­fin­de ich als extrem anmaßend.
    Ein Bür­ger legt ja auch nicht den Man­tel sei­nes Königs um.

    • Ein Nach­trag:
      Selbst­ver­ständ­lich wur­de bei den drei Wort-„Gottesdiensten“, die zu hal­ten ich gebe­ten wur­de, nie die Kom­mu­ni­on ausgeteilt.
      Erstens bin ich kei­ne Kom­mu­ni­on­hel­fe­rin und zwei­tens wür­de ich dies auch nie sein wollen.
      Die Bit­te, die­sen „Dienst“ zu über­neh­men, habe ich von Anfang an sehr klar abge­lehnt und dies auch begründet.

    • Wort­got­tes­dien­ste sind Pro­te­stan­tis­mus pur. Man könn­te auch zu den Lan­des­kir­chen der Pro­te­stan­ten gehen. Bringt nichts.

    • Kaum hat­te unser Bischof Kon­rad den WoGo bean­stan­det, ver­wan­del­te er sich in ein Mor­gen­lob. In den umlie­gen­den PfrGem. gibt es jetzt rela­tiv spar­sam besag­tes Mor­gen­lob. Eine hat an die 10 WoGo-Aus­ge­bil­de­te. Im Pfle­ge­heim gibt es natür­lich WoGo statt der Fern­se­her auf­zu­stel­len und eine Mes­se mitzufeiern.

  7. Eigent­lich soll­te sich jeder bei sol­chen Zustän­den fra­gen, ob das noch katho­li­sche Kir­che ist und ob es nicht Gewis­sens­pflicht wäre, sol­che Ver­an­stal­tun­gen zu meiden.

  8. Mari­en­zweig sagt:
    „Selbst ein Wort­got­tes­dienst – so gut er gemeint sein mag – wür­de ich nicht als einen Gottesdienst.“
    ~~
    Zumin­dest auf die christ­li­che Theo­lo­gie bezo­gen, scheint die­se Aus­sa­ge falsch.
    Denn hier hat das Wort zumin­dest den glei­chen Rang wie das Sakrament.
    ~~
    Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ λόγος, καὶ ὁ λόγος ἦν πρὸς τὸν θεόν, καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος.
    So steht es in Johan­nes 1,1 klar geschrieben.

    • Das Wort im Rang eines Sakra­ments ? Zu wel­cher Reli­gi­on dis­ku­tie­ren wir denn
      gerade ?

    • „Im Anfang war das Wort,
      und das Wort war bei Gott,
      und das Wort war Gott.“
      Joh 1,1, Einheitsübersetzung

      Und spä­ter:
      „In ihm (dem Wort) war das Leben
      und das Leben war das Licht der Menschen.
      Und das Licht leuch­tet in der Finsternis
      und die Fin­ster­nis hat es nicht erfasst.“
      Joh 1, 4–5, wie oben

      Ich bin kei­ne Theo­lo­gin, nur eine sehr gläu­bi­ge Frau.
      Und so kann ich Ihnen nur aus mei­nem Her­zen her­aus antworten. 

      Das Licht — Jesus- kön­nen wir doch nicht im Ernst mit einem Wort­got­tes­dienst, gehal­ten durch Lai­en, vergleichen.

      Ich blei­be dabei — ein­Wort­got­tes­dienst kann nicht sehr viel mehr als eine bestimm­te Form von Andacht sein, in der Men­schen zusam­men­kom­men und beten und viel­leicht ‑wenn sie Glück haben- wirk­lich gute Wor­te hören, die in ihr Herz fal­len und die sie mit nach Hau­se neh­men dürfen.

      • Lie­be @Marienzweig,
        Wir haben zu glei­cher Zeit genau das Glei­che gedacht und geschrieben.

    • @Baselbieter,
      Sie brin­gen hier (sehr sophi­stisch) zwei grund­le­gen­de Sachen durcheinander:

      1. Das gei­echi­sche Wort Logos bedeu­tet viel mehr als „Wort“, näm­lich auch „Prin­zip“, „Ord­nung“, Wis­sen­schaft“, usw.
      Ihr Zitat bezieht sich ein­deu­tig dar­auf das „Wort“, die Ord­nung vom Anfang da war, bei Gott war Gott war; und inhä­rent damit besagt es auch das Jesus Chri­stus, Gott von Anfang an, des­halb auch gebo­ren und nicht geschaf­fen, (Schöp­fer statt Schöp­fung- die­se Tren­nung wird von den Kir­chen­vä­tern und Theo­lo­gen im ersten Jhdt. stets sehr genau und schardf gemacht), ein in Wesen mit dem Vater UND DURCH WEN ALLES GESCHAFFEN WORDEN IST (des­halb Jesus Chri­stus als Creator)- daß Jesus Chri­stus also Gott ist und Er sel­ber die Ver­kün­di­gung der Guten Bot­schaft , des Eu-Ange­li­on in purer Form ist.
      2. In der Eucha­ri­stie, dem Hl. Meß­op­fer , haben die Gläu­bi­gen teil an dem Opfer, das vom Prie­ster an Chri­sti Statt auf­ge­tra­gen wird- wo der Prie­ster das Opfer zu Gott bringt;
      dafür hat er die sakra­le Weihe.
      Dies kann nie­mals durch ande­re Per­so­nen durch­ge­führt worden.
      Hier­in hat die hoch­ge­ehr­te @Marienzweig voll­kom­men recht.

      Weit­aus die mei­ste „Wort­got­tes­fei­er“ sind ver­wir­ren­de Hybri­de zwi­schen Eucha­ri­stie mit Lai­en leicht und gemein­sa­me Gebets­stun­den mit akti­ven Einlagen.

      Das Wort „Got­tes­dienst“ hat auch zwei Bedeu­tun­gen (bzw. Richtungen):
      1. Wir die­nen gott- dafür gibt es das Mis­sa­le und das Stundengebet(merkwürdigerweise sehr stark ver­nach­läs­sigt, beson­ders v.d. Wort­got­tes­fei­er­adep­ten) und die vele ande­re Gebets­for­men wie Nove­nen, Anbe­tun­gen, Rosenkranzbeten
      2. Gott dient uns: in den Sakra­men­ten, in Sei­nem Wort, in Sei­nem Wir­ken durch den Hei­li­gen Geist.
      Der Psalm der in den letz­ten 2 Jahr­tau­sen­den mit Sicher­heit am mei­sten gebe­tet wur­de, Ps.51: das Mise­re­re, beschriebt am Ende sehr schön was Gott will: unser „cor con­tri­stum et humi­lia­tum“, unser zer­knirsch­te und ernied­rig­te Herz;
      all­zu­häu­fig ist es nur „attri­stum“, ein Biss­chen trau­rig, wenn überhaupt;
      und ob man mit die­ser Gei­stes­hal­tung es über­haupt wagt, gro­ße Dar­stel­le­rei beim gemein­sa­men Beten vor Gott auszuüben:
      das ist sehr die Frage.

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