Der Ruf des Herrn ergeht an Menschen jeden Alters


GeneralaudienzLie­be Brü­der und Schwestern,

in der heu­ti­gen Kate­che­se wol­len wir fort­fah­ren, die Bedeu­tung der Groß­el­tern im Leben der Fami­lie zu betrach­ten. Der Ruf des Herrn ergeht an Men­schen jeden Alters. Er umgreift auch die alten Men­schen. Gott schenkt ihnen sei­ne beson­de­re Gna­de und Sen­dung, sie haben eine wirk­li­che Beru­fung. Das ist also nicht die Zeit, „die Ruder ein­zu­zie­hen“. Das Evan­ge­li­um zeigt uns mit dem grei­sen Sime­on und der Pro­phe­tin Anna ein ermu­ti­gen­des Bild. 

Bei­de sind hoch­be­tagt, aber vol­ler Erwar­tung. Sie seh­nen sich nach dem Kom­men Got­tes, das ist ihre wich­tig­ste Tätig­keit. Im Kind erken­nen sie den Mes­si­as und wer­den von neu­er Kraft und einer neu­en Auf­ga­be erfüllt: Sie loben Gott und geben von sei­nem Wir­ken Zeug­nis. Die Beru­fung der Groß­el­tern, aller alten Men­schen ist in beson­de­rer Wei­se das Gebet. Was für ein gro­ßes Geschenk ist ihr Gebet für die gan­ze Kir­che. Groß­el­tern und alte Men­schen stüt­zen durch ihr Beten die Jugend und die Erwach­se­nen, schen­ken der gan­zen Gesell­schaft Hoff­nung und Trost. Schließ­lich rei­nigt das Gebet bestän­dig das Herz und öff­net es für das Lob Got­tes und für den Dienst am Näch­sten. Davon geben alte Men­schen, die beten, Zeug­nis: Ihre Wor­te haben etwas Beson­de­res, gera­de für die Jugendlichen.

Mit Freu­de hei­ße ich die Gläu­bi­gen deut­scher Spra­che will­kom­men, beson­ders die Grup­pe der Arbeits­ge­mein­schaft katho­li­scher Stu­den­ten­ver­bän­de. Lie­be Freun­de, suchen wir gemein­sam die Kul­tur des Weg­wer­fens mit der über­flie­ßen­den Freu­de zu über­win­den, die ent­steht, wenn sich Jun­ge und Alte näher­kom­men. Gott seg­ne euch.