Warum verachtet Papst Franziskus die Tradition?

Verächtliche Worte von Papst Franziskus vor dem römischen Klerus über Priester und Seminaristen der Tradition
Ver­ächt­li­che Wor­te von Papst Fran­zis­kus vor dem römi­schen Kle­rus über Prie­ster und Semi­na­ri­sten der Tradition

(Rom) Gestern traf Papst Fran­zis­kus mit dem römi­schen Kle­rus zusam­men. Der Papst hat­te die Prie­ster sei­ner Diö­ze­se zum tra­di­tio­nel­len Tref­fen am Beginn der Fasten­zeit geru­fen. Papst Fran­zis­kus nahm in sei­ner kur­zen Ein­lei­tung Bezug auf eine Stel­lung­nah­me zur Ars cele­b­ran­di, die er 2005 der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung zukom­men­ließ und deren Text er nun an die Prie­ster sei­ner Diö­ze­se ver­tei­len ließ.

Vor­weg sei fest­ge­hal­ten, daß in die­sem Text, trotz des The­mas, weder das Opfer noch das Prie­ster­tum Chri­sti Erwäh­nung fin­den. Dafür wird dem nicht näher benann­ten Geheim­nis und der Pre­digt gro­ßer Raum gewid­met. Die Pre­digt ist bestimmt wich­tig als kate­che­ti­sches Moment, sie ist aber kei­ne lit­ur­gi­sche Hand­lung und hat damit mit der Ars cele­b­ran­di eigent­lich nichts zu tun. In der über­lie­fer­ten Mes­se legt der Prie­ster Mani­pel und Meß­ge­wand ab (wenn er kei­ne Kasel trägt), bevor er mit der Pre­digt beginnt, um zu unter­strei­chen, daß sie nicht Teil der hei­li­gen Lit­ur­gie ist.

Neuer Seitenhieb gegen „Traditionalisten“

Zudem fehl­te nicht ein neu­er­li­cher Sei­ten­hieb gegen die soge­nann­ten „Tra­di­tio­na­li­sten“.

Papst Fran­zis­kus bezeich­ne­te das Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum und den über­lie­fer­ten Ritus als Geste, die sein Vor­gän­ger, ein „Mann der Ein­heit“ set­zen woll­te, um „den Lef­eb­vria­nern und den Tra­di­tio­na­li­sten eine muti­ge Hand“ zu rei­chen, bzw. jenen Per­so­nen, die den Wunsch hat­ten, die Mes­se nach dem alten Ritua­le zu zele­brie­ren. Die­se Art der soge­nann­ten „triden­ti­ni­schen“ Mes­se, so der Papst, sei jedoch eine „außer­or­dent­li­che Form des römi­schen Ritus“, jenem, der nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil appro­biert wur­de. Daher ist er nicht als eige­ner Ritus zu betrach­ten, son­dern nur als „unter­schied­li­che Form des­sel­ben Ritus“. Den­noch, so Fran­zis­kus, gebe es Prie­ster und Bischö­fe, die von einer „Reform der Reform“ spre­chen würden.

Eini­ge von ihnen sei­en ‚Hei­li­ge‘ und spre­chen im ‚guten Glau­ben‘. Das aber „ist falsch“, so der Papst. Er berich­te­te dann von eini­gen Bischö­fen, die „tra­di­tio­na­li­sti­sche“ Semi­na­ri­sten, die von ande­ren Diö­ze­sen weg­ge­schickt wur­den, auf­ge­nom­men hät­ten, ohne zuvor Infor­ma­tio­nen zu ihnen ein­zu­ho­len, weil „sie sich sehr gut und sehr fromm prä­sen­tier­ten“. Sie wur­den geweiht, doch dann haben sie „psy­cho­lo­gi­sche und mora­li­sche Pro­ble­me“ gezeigt. Das ist nicht die Regel, aber es „pas­siert oft“ in die­sen Krei­sen, sag­te der Papst. Und sol­che Typen von Semi­na­ri­sten zu wei­hen, sei wie „die Kir­che mit einer Hypo­thek zu bela­sten“. Das eigent­li­che Pro­blem sei, daß eini­ge Bischö­fe manch­mal von der „Not­wen­dig­keit“ über­mannt wür­den, „neue Prie­ster in der Diö­ze­se“ zu brau­chen, des­halb kom­me es nicht zur nöti­gen Aus­wahl unter den Kan­di­da­ten, bei denen sich hin­ter eini­gen eine „Unaus­ge­gli­chen­heit“ zei­gen kann, die dann gera­de in der Lit­ur­gie zum Aus­druck kom­me. Die Kon­gre­ga­ti­on der Bischö­fe habe bei drei Bischö­fen zu sol­chen Fäl­len ein­grei­fen müs­sen, wenn auch nicht in Ita­li­en. Soweit die Aus­füh­rung des Pap­stes am Donnerstag.

Tradition eine „Hypothek für die Kirche“?

Wäh­rend der Papst gegen­über Kir­chen­fer­nen Tole­ranz zeigt, scheint er der Tra­di­ti­on aus jedem Hanf­faden einen Gal­gen­strick dre­hen zu wol­len. Damit leg­te er offen, wie erschreckend wenig er über die Tra­di­ti­on weiß, und auch über jene, die sie lie­ben. Eine Blö­ße, die zum Scha­den der Geschol­te­nen wird. Wenn es nicht Unwis­sen­heit sein soll­te, dann kann es sich nur um eine ideo­lo­gi­sche Eigen­tüm­lich­keit han­deln, die zur Gering­schät­zung der Ver­gan­gen­heit und der Dok­trin wird. Dem steht die Tra­di­ti­on mit ihrer Treue zur Leh­re im Weg, die sie befolgt und von Genera­ti­on zu Genera­ti­on als von Chri­stus – dem allei­ni­gen Heil — geschenk­te und anver­trau­te Wahr­heit wei­ter­gibt. Das bedeu­tet auch, daß eine Pasto­ral, die nicht fest in die­ser Wahr­heit ver­an­kert ist, sich als Fähn­lein im Wind erweist, das weder den Weg zur Frei­heit noch zum Tor des Heils weist.

Woher kommt die päpstliche Geringschätzung der Tradition?

Papst Fran­zis­kus scheint ver­ges­sen zu haben, daß es Papst Bene­dikt XVI. war, der von der „Reform der Reform“ sprach. Wor­te, die ihm offen­bar nicht ver­zie­hen wur­den. Die von ihm errich­te­te Kom­mis­si­on für die­se Reform der Reform wur­de durch den har­ten Wider­stand still begraben.
Kann man Prie­ster und Semi­na­ri­sten der Tra­di­ti­on unter einen schänd­li­che­ren Gene­ral­ver­dacht stel­len? Kann man sich abschät­zi­ger über jene äußern, die das Erbe der Kir­che treu bewah­ren? Der Kon­text ist aber ein­deu­tig. „Eini­ge“ wer­den genannt, um im Kopf der Zuhö­rer ein nega­ti­ves Urteil über alle zu fäl­len. Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta haben die „neue Barm­her­zig­keit“ zu spü­ren bekommen.

Nein, Hei­li­ger Vater, nicht die Semi­na­ri­sten und Prie­ster der Tra­di­ti­on sind eine Hypo­thek für die Kir­che. Schwar­ze Scha­fe mag es bekannt­lich über­all geben. Nein, es sind viel­mehr jene Prie­ster, die mit ihrem unmo­ra­li­schen und kri­mi­nel­len Ver­hal­ten Skan­dal ver­ur­sa­chen, jene, die die Leh­re ver­kür­zen, ver­stüm­meln, defor­mie­ren und die Lit­ur­gie durch Miß­brauch schän­den, jene, die nicht mehr an die Real­prä­senz Chri­sti im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment glau­ben, jene, die also Leh­re, Lit­ur­gie und Gewis­sen mani­pu­lie­ren. Sie sind es, die eine schwe­re Hypo­thek auf die Kir­che laden. Hat Sei­ne Hei­lig­keit zu die­sen Prie­stern nichts zu sagen? Kein Wort?

Woher kommt die­se Gering­schät­zung die­ses Pap­stes für die Tradition?

Da die Lit­ur­gie Höhe­punkt und Quel­le des Glau­bens­le­bens ist, das zum Leben der Kir­che und der Gesell­schaft wird, rührt von der Schän­dung der Lit­ur­gie auch das Lei­den des mysti­schen Lei­bes Chri­sti her. Von hier neh­men alle nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf Dis­zi­plin und Moral ihren Ausgang.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Chie­sa e postconcilio

42 Kommentare

  1. „Und sol­che Typen von Semi­na­ri­sten zu wei­hen, sei wie „die Kir­che mit einer Hypo­thek zu bela­sten“ — wahr­schein­lich spricht ein Psy­cho­path wie­der ein­mal von sich selbst!

  2. „Eini­ge von ihnen sei­en ‚Hei­li­ge‘ und spre­chen im ‚guten Glau­ben‘. Das aber „ist falsch“, so der Papst. Er berich­te­te dann von eini­gen Bischö­fen, die „tra­di­tio­na­li­sti­sche“ Semi­na­ri­sten, die von ande­ren Diö­ze­sen weg­ge­schickt wur­den, auf­ge­nom­men hät­ten, ohne zuvor Infor­ma­tio­nen zu ihnen ein­zu­ho­len, weil „sie sich sehr gut und sehr fromm prä­sen­tier­ten“. Sie wur­den geweiht, doch dann haben sie „psy­cho­lo­gi­sche und mora­li­sche Pro­ble­me“ gezeigt. Das ist nicht die Regel, aber es „pas­siert oft“ in die­sen Krei­sen, sag­te der Papst.“

    Geht mir doch genau­so. Wenn ich den Bischof von Rom reden höre krie­ge ich auch kurz­zei­tig „psy­cho­lo­gi­sche und mora­li­sche Pro­ble­me“. Aber ich neh­me die­se Pro­ble­me in gro­ßer Demut an und hof­fe das der Herr für mich Ver­ständ­nis hat auch wenn ich nur zu bestimm­ten Krei­sen gehö­re. Man weiß es soll­te nicht sein aber es pas­siert eben.
    Per Mari­am ad Christum.

    • Was sich da Ber­go­glio wie­der an Schmä­hun­gen gelei­stet hat, ist eine böse Sache. Dafür kann er kei­ne Sym­pha­tie erhalten.

  3. Hät­te ich nicht eine star­ke emo­tio­na­le Bin­dung zur Kir­che — die­ser Papst bräch­te es fer­tig, wür­de ich mich nur an ihm ori­en­tie­ren, die­ser Kir­che den Rücken zu kehren.
    Vor eini­gen Tagen war ich in Exer­zi­ti­en. Zwei jun­ge Prie­ster gestal­te­ten sie.
    Die täg­li­che Fei­er der hl. Mes­se, das Rosen­kranz­ge­bet, Mög­lich­keit zur Anbe­tung rund um die Uhr, das Beicht­ge­spräch, die Pre­dig­ten der bei­den jun­gen Prie­ster, die Qua­li­tät der Vor­trä­ge — all dies erfüll­te mich wie­der mit Glaubensfreude.
    Die bei­den jun­gen Pad­res waren zwar nicht tra­di­tio­na­li­stisch, ver­tra­ten aber die tra­di­tio­nel­le Leh­re, fei­er­ten wür­dig die hl. Mes­se und strahl­ten in ihrem Umgang mit den­Men­schen soviel Innig­keit, Lie­be und Zuwen­dung aus, dass nie­mand unbe­rührt blei­ben konnte.
    Was sie nicht waren: kum­pel­haft und nach­läs­sig in Wort und Ver­hal­ten, wie es Papst Fran­zis­kus so oft ist.
    Papst Fran­zis­kus könn­te sich an die­sen bei­den wahr­haft Beru­fe­nen ein Bei­spiel neh­men, wenn er sie ken­nen würde.
    Aber viel­leicht wären sie ihm zu fromm.

    • Das ist eine gute erfah­rung mit den bei­den jun­gen Prie­stern, die es sicher auch andern Orts gibt. Ber­go­glio bleibt den Bei­den bes­ser fern. Ich glau­be, dass sie von ihm nichts ler­nen kön­nen. Die Kir­che wird auch die­ses Pon­ti­fi­kat bestehen.

  4. Es fällt von Tag zu Tag schwe­rer, an das Wir­ken des Hei­li­gen Gei­stes beim Kon­kla­ve zu glau­ben, wenn man die unsäg­li­chen Stel­lung­nah­men die­ses Pap­stes hört und liest. Redet der Mann eigent­lich schnel­ler als er denkt, oder denkt er über­haupt nicht?
    Es ist schier unglaub­lich, welch uner­meß­li­chen Scha­den er der Kir­che, der er doch zu die­nen vor­gibt, zufügt. Jeder Athe­ist, jeder noch so Kir­chen­fer­ne fühlt sich bei die­sem „Stell­ver­tre­ter“ bes­ser auf­ge­ho­ben als ein gläu­bi­ger Katho­lik. Trau­rig, traurig .….

    • Das kann ich eigent­lich nur unter­strei­chen. So eine Men­ge Unfug habe ich noch nie von einem Amts­in­ha­ber gehört.

  5. Ich wer­de den Gedan­ken nicht los, er kommt immer wie­der. Könn­te es sein das kurz bevor der Herr wie­der­kommt Päp­ste, Kar­di­nä­le und Bischö­fe sei­ne hei­li­ge Kir­che in ein Toll­haus ver­wan­deln? Ich mei­ne mit Papp­na­sen stür­zen sie schon im Kar­ne­val vor dem Altar her­um. Viel­leicht ver­wech­selt Ber­go­glio psy­cho­lo­gisch hier etwas fun­da­men­ta­les? Das sind die Gedan­ken die einem in trü­ben Tagen und dunk­len Näch­ten wie Dämo­nen verfolgen.
    Per Mari­am ad Christum.

  6. Welch eine Abnei­gung gegen die hl. Tradition !
    Haben wir Ähn­li­ches — in noch gestei­ger­ter Form — nicht bereits schon vor Jahr­zehn­ten gehört ? Genau­er kurz nach dem Vati­ka­num II. ?!
    Hw Rah­ner und Hw Vor­grimm­ler waren zwei mass­geb­lich Betei­lig­te in den Vati­ca­num II. Gremien.
    Im „Klei­nen Kon­zils­kom­pen­di­um“, kon­kret dort in der Ein­lei­tung zur „Kon­sti­tu­ti­on über die hl. Lit­ur­gie“ mach­ten sie ihrer offen­kun­di­gen Abnei­gung gegen die hl. Tra­di­ti­on Luft:


    [.…]
    „Befrem­det, nicht gera­de ver­wirrt, waren jene Schich­ten des „gläu­bi­gen Vol­kes“, die Lit­ur­gie pri­mär als Brauch­tum und Folk­lo­re anse­hen und den die­sel­ben reli­giö­sen Anspruch einer erneu­er­ten Lit­ur­gie als lästig empfinden.
    Es han­delt sich um jene Schich­ten, denen die Heils­sor­ge der Kir­che zwar immer zu gel­ten hat,
    die aber kei­nes­falls zum Mass­stab kirch­li­cher Selbst­voll­zu­ges gemacht wer­den dür­fen, da sie â€¦
    aus ein­ge­pflanz­ter Träg­heit nie zum Sebst­voll­zug der kirch­li­chen Lit­ur­gie beitragen
    ( es sei denn als Staf­fa­ge bei Massendemonstrationen )
    Wider­stän­de erhe­ben sich aus soge­nann­ten aka­de­mi­schen Krei­sen, deren Anghö­ri­ge ihre Unfä­hig­keit zur Kom­mu­ni­ka­ti­on, ihren Bil­dungs­dün­kel und ihr ste­ri­les Ver­hält­nis zur Geschich­te hin­ter dem Anspruch beson­de­rer Kirch­lich­keit zu tar­nen suchen, indem sie ihre Res­sen­ti­ments als Mass­stab des Katho­li­schen ausgeben.
    Dem Kon­zil war es leich­ter, als dies den ein­zel­nen Bischofs­kon­fe­ren­zen und Bischö­fen gewor­den wäre, die­se wort­star­ken und teil­wei­se ein­fluss­rei­chen, aber in der Huma­ni­tät geschei­ter­ten tra­gik­ko­mi­schen Rand­fi­gu­ren der Kir­che völ­lig ausser acht zu lassen…“
    [.…]
    -

  7. Was die Pre­digt betrifft, hat F., wenn er sich so geäu­ßert haben soll­te, natür­lich sach­lich und der Tra­di­ti­on und dem Sinn der Hl. Mes­se nach nicht recht. Aller­dings muss man sagen, dass die Pre­digt im NOM erheb­lich auf­ge­wer­tet wur­de und dort der Prie­ster eben nicht etwas von sei­nen Gewän­dern, die sich ja eben­falls geän­dert haben, ablegt. Wer nur noch vom NOM aus denkt, kann es tat­säch­lich so sehen wie F., ohne dass das — von da aus betrach­tet — falsch sein müsste.

    Was das Motu pro­prio SP betrifft hat F. aller­digs recht — und es ist tat­säch­lich das Pro­blem, dass die Tra­di­tio­na­li­sten es nicht genau gele­sen haben, eben­so das Begleit­schrei­ben an die Bischö­fe, das Bene­dikt XVI. damals mit­sand­te. F. refe­riert hier in der Tat nur das, was Bene­dikt geschrie­ben hat­te, was aber die Tra­dis nicht wahr­ha­ben wol­len. Man kann bei­de Tex­te noch mal hier nachlesen: 

    http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/presse_import/2007_047b_papstbrief_motuproprio.pdf
    http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/motu_proprio/documents/hf_ben-xvi_motu-proprio_20070707_summorum-pontificum.html

    Was die schwie­rig ver­an­lag­ten Prie­ster­amt­skan­di­da­ten betrifft — puh, was soll man da sagen? F. bezieht sich, so wie es klingt, auf kon­kre­te Fäl­le, die wir aber nicht wis­sen und die er uns nicht ver­rät. Dann ist es bes­ser zu schwei­gen, mei­ne ich.
    F. sagt in der Tat nicht, dass „die“ Tra­di­ti­on eine schwe­re Hypo­thek für die Kir­che sei, son­dern dass deren Ver­fech­ter es — teil­wei­se — seien.
    Nun wäre es auch an die­ser Stel­le unauf­rich­tig, wenn man nicht zugä­be, dass unter Tra­dis — wie ich inzwi­schen selbst sehr leid­voll fast täg­lich erfah­ren durf­te — wirk­lich vie­le schrä­ge und unge­sun­de Natu­ren auf­grund ihrer ihrer per­sön­li­chen Pro­ble­me eine Art lebens­the­ra­peu­ti­sche Hil­fe fin­den wollen.
    Dage­gen ist zunächst mal ja gar nichts zu sagen — die Gesun­den bedür­fen des Arz­tes nicht, und wer von uns ist denn wirk­lich gesund?

    Das grö­ße­re Pro­blem ist, dass tat­säch­lich inner­halb der Tra­di­ti­on zu wenig gesiebt wur­de, auch inner­halb der Amts­kir­che (wie wir auch inzwi­schen alle leid­voll wis­sen und zuge­ben müssen!).
    Es ist daher ein kom­pli­zier­tes „Gewöl­le“ aus zeit­be­ding­ten Pro­blem­la­gen und Hilf­lo­sig­kei­ten, aber auch dem Irr­glau­ben, der das rech­te Ver­hält­nis zwi­schen Natur und Gna­de nicht mehr kennt.
    Und letz­ter Punkt gilt mei­ner Erfah­rung nach für alle — auch für die Traditionalisten.
    Da letz­te­re beson­ders streng auf­tre­ten, unter­schät­zen sie viel­fach das, was wirk­lich Gna­de ist, rei­ne und abso­lu­te Gna­de, die Gott uns nicht schuldet!

    Ich habe selbst dar­über erst die Augen geöff­net bekom­men (bzw hier wer­den mir die Augen wei­ter­hin geöff­net), als ich mich mit zwei bedeu­ten­den Wer­ken beschäftigte.

    Das eine ist von Mathi­as Schee­ben das Werk „Natur und Gna­de“ (hier digi­tal und online les­bar: http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10399341_00005.html)

    Das ande­re ist von Edith Stein „Frei­heit und Gna­de“ (http://www.herder.de/buecher/details?k_tnr=27379)

    • ja so ist es Merk­wür­den gab es auch schon frü­her, nur hat man nach dem Kon­zil alle Hilfs­mit­tel, die dafür sor­gen soll­ten, dass die Merk­wür­den irgend­wie im Griff behal­ten wur­den und sich sel­ber im Griff hiel­ten, geäch­tet,. und das ist eben das Problem.

    • Ganz schwie­rig fin­de ich den Begriff „Tra­dis“, weil er insi­nu­iert, dass es unter den Katho­li­ken Tra­dis und Nicht­tra­dis gäbe. Dabei soll­te man doch wohl Tra­dis als Katho­li­ken bezeich­nen und die Nicht­tra­dis als Nicht­ka­tho­li­ken bzw. als Ungläubige.

      • Das sehe ich auch so. Tra­di­tio­na­li­sten ist hier ein völ­lig fal­scher Begriff, der rein gar nichts in der Aus­ein­an­der­set­zung mit den Ande­ren ver­lo­ren hat. Gläu­bi­ge sind wir und wei­ter nichts.

      • Nun ja, zum Glück ist die­se Selbst­be­zeich­nung derer, die sich selbst für „die“ Tra­di­ti­on anse­hen, nicht auf mei­nem Mist gewachsen…

        Aber es ist nun mal eine Selbst­be­zeich­nung, die man nicht mehr igno­rie­ren kann…

        Machen Sie das mal — die Mil­lio­nen Kon­zils­ka­tho­li­ken als Ungläu­bi­ge zu bezeich­nen. Das trifft die Sach­la­ge auch nicht und ist über­dies kei­ne Selbst­be­zeich­nung der Betroffenen…

      • Wenn die Selbst­be­zeich­nung falsch ist („sie nen­nen sich Juden und sind doch kei­ne“) stellt sich natür­lich die Fra­ge, wie damit umge­hen. Da Häre­ti­ker aus­weis­lich kirch­li­cher Leh­re kei­nen Glau­ben haben, nennt man sie zurecht „Ungläu­bi­ge“. Also sind unse­re selbst­er­nann­ten Katho­li­ken und eif­ri­gen Kir­chen­steu­er­zah­ler aus katho­li­scher Sicht Ungläu­bi­ge. Ich schla­ge vor, dass wir sie nach der alten Devi­se „nomen est omen“ von nun an so nen­nen. Ein Tra­bi wird auch kein Mer­ce­des nur weil er sich vor­ne einen Stern auf die Hau­be schraubt und hin­ten 300 CDI 4matic dranschreibt.

      • Der Ver­gleich mit dem Tra­bi hinkt gewal­tig, weil der Katho­lik der kon­zi­lia­ren Kir­che tat­säch­lich zuvor ein „Mer­ce­des“ war und eben kein Trabi.

        Aber Spaß bei­sei­te — es ist ver­mes­sen, alle Katho­li­ken, die noch in der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che ver­blie­ben sind, als „ungläu­big“ zu bezeichnen.
        Vie­le von ihnen haben noch gar nicht erkannt, dass sie längst nicht mehr katho­lisch sind, den­ken aber sie sei­en es, sehen sich in gera­der Linie mit ihren Eltern und Groß­el­tern und ver­trau­en dar­auf, dass das Lehr­amt schon alles recht macht, weil man ihnen allen­falls Ober­fläch­lich­keit vor­wer­fen kann.

        Im übri­gen sind wir dann schnell auch bei den Irrun­gen und Wir­run­gen der Tra­di­tio­na­li­sten, die sich selbst so nen­nen (s. den heu­te erschie­ne­nen neu­en Arti­kel hier auf katholisches.info!).
        Sind das dann auch auch Ungläubige?
        Wer ist denn dann ungläu­big und wer nicht?
        Ein Mensch, der sich blind dem Lehr­amt anver­traut — ist der ein„Häretiker“?
        Er ist mei­net­we­gen dumm und unbe­darft, fahr­läs­sig — aber ein Häretiker?
        Ich habe kei­nen Ein­blick in die See­len und weiß nicht, ob und inwie­weit dem Groß­teil sein Irr­tum bewusst ist.
        Man muss allerr­dings davon aus­ge­hen, dass die ganz Alten vor allem und die Stu­dier­ten (Gei­stes­wis­sen­schaft­ler) es wis­sen müssten.
        Den ande­ren aber muss man viel zugu­te halten.
        Man kann auch nicht sagen, „alle“ Pro­te­stan­ten sei­en Ungläu­bi­ge. Vie­le sind abge­schirmt von der katho­li­schen Leh­re auf­ge­wach­sen und wis­sen es tat­säch­lich nicht bes­ser, glau­ben aber nach ihrem Mei­nen an Christus.

        Die Kir­che hat die­ses ver­mein­te Seh­nen und Glau­ben an Chri­stus in einem unver­schul­de­ten oder uner­kann­ten Irr­tum immer aner­kannt und die­se See­len als Gläu­bi­ge gese­hen, wenn auch in einem sehr schwa­chen Zustand. Wir soll­ten uns dar­über nicht erheben!

        Gott allein weiß, was in ihren Her­zen vor­geht — sie sind nicht schuld an der Sün­de ihrer Väter vor hun­der­ten von Jah­ren. Das­sel­be ist es mit den Juden.

        Sind nicht auch wir befan­gen gewe­sen in vie­len Irr­tü­mern und haben mit Got­tes Gna­de erst lang­sam her­aus­fin­den dürfen? 

        Ich kri­ti­sie­re kon­zils­kirch­li­che Hal­tun­gen scharf, das wis­sen Sie, auch die der dort ver­blei­ben­den Tra­dis. Auch ich habe mich hier frü­her über eini­ges geirrt. 

        Aber als „Häre­ti­ker“ ver­ur­tei­len soll und will ich sie nicht!

        Fürch­te, die begriff­li­che Wirr­nis muss aus­ge­hal­ten werden!

      • Die Pro­te­stan­ten sind doch schon des­we­gen Ungläu­bi­ge, weil sie nicht an Chri­stus glau­ben, son­dern an das, was sie dafür hal­ten. Sie glau­ben an irgend­ei­nen „Bru­der Jesus“, der alle ganz doll lieb hat. Aus mei­ner Sicht sind die mei­sten Pro­te­stan­ten Agno­sti­ker und Athe­isten, eini­ge weni­ge viel­leicht Neo­aria­ner. Alle die­se Sub­ty­pen wären nach herr­schen­der kirch­li­cher Leh­re „ungläu­big“. Denn wer an Quatsch glaubt, glaubt doch nicht an Chri­stus. Inso­fern Moder­ni­sten Libe­ra­le sind, glau­ben sie auch nicht an Chri­stus, son­dern an das, was sie von IHM akzep­tie­ren. Die Men­schen­fres­ser sind auch abge­schirmt auf­ge­wach­sen und hal­ten ihre Göt­ter für die wah­ren. Abge­schirmt­heit qua­li­fi­ziert also nie­man­den zum Gläu­bi­gen. Ich selbst habe bis­lang auch von Tra­dis oder (wie Wil­liam­son) von Trad­cats gespro­chen, mir nun aber über­legt, dass ich nur noch von Katho­li­ken und Ungläu­bi­gen spre­chen soll­te, weil das weni­ger verwirrt.

      • Dann sind Sie wie der Mann in der Geschich­te, der den Tisch Bett nann­te und den Stuhl Schrank. Er übte das flei­ßig ein und konn­te sich am Ende nach außen hin nicht mehr verständigen.…
        Spra­che ist inter­sub­je­tiv — wir kön­nen sie nicht nach Micha­el-Kohl­haas-Manier ändern wol­len, schon gar nicht als Einzelkämpfer…

        Ich blei­be dabei und möch­te dem Urteil der Kir­che fol­gen, wenn es um die See­len geht, in die wir kei­nen Ein­blick haben und die auch nicht alle doof sind, nur weil sie neu­ka­tho­lisch, pro­te­stan­tisch oder kan­ni­ba­li­stisch sind.

        Die Kir­che hat immer gelehrt, dass es ein unver­schul­de­tes Im-Irr­tum-Stecken gibt bei Sehn­sucht nach der Wahr­heit (Chri­stus) und dass Gott die­sen Men­schen entgegenkommt.

        Ist es unse­re Sache, hier rich­ten zu wollen?
        Es ist lt. Schrift gefähr­lich, so auf­zu­tre­ten, denn Jesus weist am Ende nicht Ungläu­bi­ge ab, son­dern From­me, die IHm auf­zäh­len, was sie in sei­nem Namen doch alles gewirkt haben.
        „In sei­nem Namen wir­ken“ tun aber nur Leu­te, die dar­auf etwas geben.

        Vor­sicht ist gebo­ten — um des Hei­les der ande­ren wil­len und nicht zuletzt um des eige­nen Seelenheiles.
        Wer so hart rich­tet, wird nach­dem­sel­ben Maß gerich­tet, mit dem er ande­re gemes­sen hat.

        Sie kri­ti­sie­ren ja nicht Irr­tü­mer oder Fehl­hal­tun­gen, son­dern spre­chen ein Urteil über die gesam­te Ver­fasst­heit frem­der Seelen.
        Jesus hat uns vor einer sol­chen Hal­tung gewarnt — sie fällt auf uns selbst zurück.

      • Arrow sagt:
        23. Febru­ar 2015 um 14:56
        Was Sie da über die Pro­te­stan­ten schrei­ben, mag auf vie­le von ihnen zutref­fen, es trifft aber auch, mit etwas unter­schied­li­chen Akzen­ten, auf vie­le Katho­li­ken zu.
        Eine Schwä­che vie­ler Pro­te­stan­ten ist ihre fal­sche Heils­si­cher­heit, die dann in mora­li­sche Lax­heit resul­tie­ren kann. Das gilt aber nicht für alle. Die Fra­ge der Heils­ge­wiss­heit und Heils­si­cher­heit gehört zu den klas­si­schen inner­pro­te­stan­ti­schen Kon­tro­versthe­men, neben dem damit ver­wand­ten Prä­de­sta­ti­ons- und Repro­ba­ti­ons­the­ma (Cal­vin ver­sus Arminius).
        Ein ech­ter evan­ge­li­scher Christ hat einen star­ken per­sön­li­chen Chri­stus­glau­ben, und ich wür­de es nicht wagen, die­sen als Unglau­ben abzuwerten.

      • Wenn man sich mit der Demo­kra­ti­sie­rung der Spra­che abfin­det, wird man sich auch damit abfin­den müs­sen, dass die­je­ni­gen, denen man heu­te noch die Selbst­be­zeich­nung „Tra­di“ zuge­steht, mor­gen schon als Erz­re­ak­tio­nä­re und über­mor­gen als Fein­de der Gesell­schaft vor­ge­stellt werden.

      • Leo Lämm­lein,
        ich ver­bin­de mit kla­rer Spra­che die Hoff­nung, die als „Ungläu­bi­ge“ bezeich­ne­ten auf­zu­schrecken und so aus dem Irr­tum zu rei­ßen. Die letz­ten „ech­ten evan­ge­li­schen Chri­sten“ sind doch Anfang der 1990er gestor­ben, oder?
        @ Zeit­schnur, mei­ne The­se ist, dass man in einer alles Katho­li­sche sub­til zer­mal­men­den Welt eines gesun­den Autis­mus‘ bedarf, um katho­lisch zu blei­ben. Also so ähn­lich, wie jener Herr, der kon­se­quent zum Bett Tisch und zum Schrank Bett gesagt hat, und der das durch­ge­hal­ten hat. Der Unter­schied besteht ledeig­lich dar­in, dass der Gei­ster­fah­rer heut­zu­ta­ge nicht der Eine ist, der ent­ge­gen der all­ge­mei­nen Fahrt­rich­tung fährt, son­dern die Vie­len, die im Strom schwimmen.

      • @ Arrow / 24. Febru­ar 2015 um 9:46

        //Die letz­ten „ech­ten evan­ge­li­schen Chri­sten“ sind doch Anfang der 1990er gestor­ben, oder?//

        Jesus Chri­stus hat sol­che, die an ihn glau­ben, ihn anbe­ten, auf ihn hof­fen, ihn lie­ben, ihm gehor­sam die­nen in allen Deno­mi­na­tio­nen, das ist mei­ne per­sön­li­che Mei­nung und Erfah­rung. Womit ich nicht die Glau­bens­un­ter­schie­de klein­re­den will. Sie sind heu­te auch abseits der tra­di­tio­nel­len Groß­kir­chen in man­chen „frei­en“ Gemein­den zu fin­den. Ich habe Evan­ge­li­sche (Evan­ge­li­ka­le) ken­nen­ge­lernt, die Feu­er und Flam­me für Jesus Chri­stus sind und ihr Leben nach ihm aus­rich­ten, auch in kri­ti­schen moral­theo­lo­gi­schen Punk­ten, wo Pro­te­stan­ten laxer sind als Katho­li­ken. Als ich einen sol­chen Gemeinde„ältesten“ (er und sei­ne Frau sind noch ziem­lich jung) offen auf die Emp­fäng­nis­ver­hü­tung ansprach, erklär­te er mir, er und sei­ne Frau hätt­ten des­we­gen zum Herrn Jesus Chri­stus gebe­tet und erkannt, dass sie nicht ver­hü­ten dürf­ten, weil das dem Herrn nicht gefal­le. Soll­te sei­ne Frau aus gesund­heit­li­chen Grün­den ein­mal nicht mehr schwan­ger wer­den dür­fen, dann wür­den sie Ent­halt­sam­keit üben. Die katho­li­sche Kir­che ist heu­te die ein­zi­ge, die in die­ser Hin­sicht noch die wah­re Leh­re auf­recht erhält. Aber was, wenn sich mehr als 90 Pro­zent der katho­li­schen Ehe­paa­re nicht dar­an hal­ten? Ein Ergeb­nis ist die berühm­te katho­li­sche Dop­pel­mo­ral. Die­ser jun­ge Evan­ge­li­sche hat die Wahr­heit vom Hei­li­gen Geist mit­ge­teilt bekom­men und hält sich dar­an. Das erin­nert an die Para­bel Jesu von den zwei unglei­chen Söh­nen (Mt 21,28–31).

      • Hal­lo Leo Laemmlein,
        mit den Evan­ge­li­ka­len ken­ne ich mich nicht aus. Ich hat­te eher die EKD-Asso­zi­ier­ten vor Augen.
        Dass die Kir­che frü­her recht klar lehr­te, dass Häre­ti­ker kei­nen Glau­ben haben, kann man ganz gut in fol­gen­der Unter­wei­sung Bene­dikts XIV. über Häre­ti­ker, die für ihren Chri­stus­glau­ben das leben gelas­sen haben, sehen:

        „Die fal­schen häre­ti­schen und schis­ma­ti­schen Mär­ty­rer. (c. XX). – Wir kön­nen zwei Fäl­le unter­schei­den, ein­mal stirbt der Häre­ti­ker, um sei­ne Irr­leh­re zu ver­tei­di­gen, oder aber er stirbt für eine mit dem wah­ren Glau­ben geteil­te Lehre.
        Der zwei­te Fall ist der inter­es­san­te­re, doch auch in die­sem Fall wird das Opfer nicht als Mär­ty­rer betrach­tet, so Bene­dikt XIV., obwohl er für die Wahr­heit starb, denn er starb nicht für die vom Glau­ben vor­ge­stell­te Wahr­heit, da er kei­nen Glau­ben hat. Den­noch gesteht er ihm einen über­na­tür­li­chen, vom Glau­ben geform­ten habi­tus zu; die­se Ansicht wird von den Theo­lo­gen gemein­hin ver­wor­fen. Der­je­ni­ge, der kei­nen Glau­ben hat, kann nicht für den Glau­ben ster­ben. Bene­dict XIV. spricht dann vom Häre­ti­ker invin­ci­bi­li­ter [dem Häre­ti­ker in unüber­wind­li­cher Häre­sie], d.h., der im ‚guten Glau­ben‘ irrt — wenn er für einen wah­ren Glau­bens­satz stirbt, kann er als Mär­ty­rer gel­ten? Bene­dikt XIV. beant­wor­tet die Fra­ge mit einer wich­ti­gen Unter­schei­dung: er wird zum Mär­ty­rer coram Deo [vor Gott], aber nicht coram Eccle­sia [vor der Kir­che]. Er wird [zum Mär­ty­rer] coram Deo, vor­aus­ge­setzt, er ist dazu dis­po­niert, all das zu glau­ben, was ihm von der recht­mä­ßi­gen Auto­ri­tät vor­ge­stellt wird; denn dann ist er nach dem Wort des hl. Johan­nes schuld­los: „Si non venis­sem et locu­tus fuis­sem eis, pec­ca­tum non habe­rent“ XV, 22 [Wenn ich nicht gekom­men wäre und hät­te es ihnen gesagt, so hät­ten sie kei­ne Sün­de]; er wäre kein Mär­ty­rer coram Eccle­sia, die von außen rich­tet und sei­ne äußer­li­che Häre­sie sieht, dazu gezwun­gen ist, auf sei­ne inne­re Häre­sie zu schließen. „.

  8. Es gab wür­di­ge Päp­ste, und es gab — lei­der! — auch ganz unwürdige!
    Aber einen sol­chen unver­ant­wort­li­chen Schwät­zer, der sei­ne Zun­ge nicht im Zaum hat und stän­dig sinn­freie bzw. sinn­lo­se Erklä­run­gen abgibt, sich mit Athe­isten und Agno­sti­kern umgibt, und kaum an einem ein­zi­gen Tag ver­gißt, die immer klei­ner wer­den­de Her­de der treu­en Katho­li­ken zu belei­di­gen und zu drang­sa­lie­ren, so einen hat es auf Petri Stuhl m.W. bis heu­te nicht gege­ben. Ein Papst zum Fremdschämen!
    Und sein unmit­tel­ba­rer Vor­gän­ger soll­te „ent­spannt und zufrie­den“ sein? Ent­we­der bekommt er längst nicht alles mit (weil man ihm wich­ti­ge Din­ge vor­ent­hält), oder aber er nimmt das alles bil­li­gend in Kauf. Ob er damit ruhig schla­fen kann??

    • Wie recht Sie haben. Franz ist ein seni­ler Dumm­schwät­zer, eine uner­träg­li­che Zumu­tung auf dem Papst­thron. Was er hier an Tira­den gegen die Tra­di­ti­on losläßt
      ist uner­träg­lich, und läßt neue Schlä­ge gegen tra­di­ti­ons­treue Grup­pie­run­gen befürch­ten. Hier miß­braucht ein noto­ri­scher Neue­rer und eine theo­lo­gi­sche Null, sei­ne Macht um die Kir­che nach sei­nem kran­ken Gusto umzu­bau­en. Dabei läßt er sich ja ger­ne vom „Hei­li­gen Geist über­ra­schen“. Was für eine Anma­ßung! Nicht der hei­li­ge Geist ist beim letz­ten Con­cla­ve anwe­send gewe­sen, son­dern der böse Geist, der Geist des Satans, der alles zer­stö­ren­de Geist. Bene­dikt XVI. wuß­te genau wie die­ses Con­cla­ve ver­lau­fen wird. Er hat es bei sei­nem fei­gen Rück­tritt bil­li­gend in Kauf genom­men. Man darf sich nichts vor­ma­chen. Er hat das Kon­zil maß­geb­lich in die fata­le Rich­tung gebracht, die das Ergeb­nis brach­te unter dem die Kir­che heu­te lei­det. Sein ehr­li­cher Hei­lungs­ver­such ist kläg­lich geschei­tert, auch des­we­gen die Resi­gna­ti­on 2013.

  9. Papst Fran­zis­kus wirkt wie ein ideo­lo­gisch in den 70er Jah­ren stecken­ge­blie­be­ner Moder­nist. Die­se Dif­fa­mie­rung einer gan­zen jun­gen Prie­ster­ge­nera­ti­on ist trau­rig und offen­bart wenig Realitätssinn.

  10. Nihil inno­ve­tur nisi quod tra­dit­um est. Ein „Papst“, der sich außer­halb der Über­lie­fe­rung stellt und an die Anbe­tung des wah­ren Got­tes durch sei­nen per­sön­li­chen Göt­zen­dienst ersetzt, kann nicht mehr der mate­ri­el­le Ober­hir­te der Kir­che Chri­sti sein, besten­falls ein for­ma­ler Papst­dar­stel­ler auf dem Thro­ne Petri. Gebe Gott, daß die­ser Hoo­li­gan bald sein Zer­stö­rungs­werk been­den muß!

    • Ich fin­de kei­ne bes­se­re Cha­rak­te­ri­stik als den pro­phe­ti­schen Namen, den der hl. Franz von Assi­si dem end­zeit­li­chen Gegen­papst gege­ben hat: Papa Destructor/ Distruttore/ Destroyer/ Zer­stö­rer. Und das Ver­wor­re­ne und Wider­sprüch­li­che in den Wor­ten und Taten von Papst Fran­zis­kus — es wäre viel weni­ger schlimm, wenn der Grund dafür nur Bil­dungs­man­gel und Cha­rak­ter­schwä­che wäre. Ich fürch­te aber, die Ver­wir­rung ist Metho­de, denn ein Papst hat jede Mög­lich­keit, Ver­wir­rung zu ver­mei­den, w e n n er denn will, denn er kann sich auf einen Stab von Mit­ar­bei­tern stüt­zen, die er sich selbst aus­su­chen kann. Nein, Fran­zis­kus hat kei­ne Ent­schul­di­gung. Was er tut, tut er mit Wis­sen und Vorsatz.

      • Nun ja — die­se Ver­wor­ren­heit, wenn auch auf einem sub­ti­le­ren Niveau, hat­ten wir aber auch schon seit Johan­nes XXIII., stark bei Paul VI. und eben­so bei JP II. Ganz sub­til wars dann bei Bene­dikt XVI. und nun haben wir zur Abwechs­lung mal einen pro­le­ta­ri­schen Geist, der aber men­tal nicht anders ver­wor­ren ist als sei­ne Vorgänger.

        Ein­zi­ger Unter­schied: er als erster ist nicht mehr gül­tig geweiht!

    • „Da passt kein Blatt“ -
      Ich bin’s so satt !
      Mäh! Mäh!
      Wie sollt ich’s nicht satt sein?
      Find aber­tau­send Blättelein
      in einem Riesen-Gräbelein!
      Mäh! Mäh!
      (Nach: Tisch­lein deck dich)

  11. (Teil 1)
    Unrich­ti­ges wird nicht bes­ser wenn es mit Rich­ti­gem ver­bun­den wird.

    Rich­tig ist, daß Semi­na­ri­sten sorg­fäl­tig zu prü­fen sind;
    der Man­gel an Beru­fun­gen und pasto­ra­le Not sind kein Grund defek­te Kan­di­da­ten zu weihen.

    Unrich­tig ist, daß gera­de bei den Tra­di­ti­ons­freund­li­chen ver­mehrt „unaus­ge­gli­che­ne “ Prie­ster­kan­di­da­ten anzu­tref­fen wären.
    Bei der FSSPX tra­ten auf inzwi­schen ca. 1600 Prie­ster und geweih­ten Semi­na­ri­sten 2 Fäl­le von pädo­phi­lem Ver­hal­ten auf und wur­de sofort ener­gisch eingegriffen.
    Ein Semi­nar soll­te immer über eine bestimm­te Grö­ße ver­fü­gen um eine brei­te Bil­dung und For­mung zu ermög­li­chen- das wuß­te man schon in der Renais­sance unter dem Hl. Caro­lus Borromaeus.
    Gera­de die tra­di­ti­ons­freund­li­chen Semi­na­ri­en, sei es bei der FSSPX oder bei den Eccle­sia Dei-Gesell­schaf­ten haben erfreu­lich sehr viel und gedie­gen Nachwuchs.
    Das kann- und hier irrt Ber­go­glio kom­plett- gera­de von vie­len moder­ni­sti­schen Mini­se­mi­na­ri­en nicht gesagt werden.
    Erz­bi­schof Léonard v. Brüs­sel sag­te übri­gens vor 3 Jah­ren schon, daß bei den Semi­na­ri­sten zual­ler­erst auf Qua­li­tät und Selek­ti­on zu ach­ten ist.
    Ber­go­glio spricht von 3 Bischö­fen wo die Kon­gre­ga­ti­on f.d. Bischö­fe ein­grei­fen mußte;
    er schweigt jedoch wo in and­ren Bis­tü­mern schon lan­ge hät­te ein­ge­grif­fen wer­den müssen:
    — In Brüg­ge, frü­her mit dem pädo­phi­len Bischof vanG­he­lu­we, jetzt unter DeKesel, wo ein Groß­teil der seit 1985 Geweih­ten inzwi­schen mit der Polizei/dem Gericht in Kon­takt gekom­men ist, wo vor nicht lan­ger Zeit ein Semi­na­rist sich in vol­ler Glo­rie auf der Web­site gay­ro­meo inse­rier­te, wo 2 Wochen nach der Syn­ode eine Ket­te von Pädo­sex explo­dier­te mit einer Ver­zwei­gung nach Süd­ame­ri­ka und etwas sehr unkla­res in Asien.
    Das ist nota­be­ne die Hei­mat von Kard. Dan­neels, seit Jahr­zehn­ten berücht durch sei­ne Tole­ranz v. pädo­phi­len Umtrie­ben in der Kirche.
    Das Bis­tum ist seit­dem duckmäuschenstill.
    Hier wur­de übri­gens mit nicht vollstndi­gen Akten die Kon­greg. f.d. Glau­bens­leh­re betrogen.
    ‑In Gent, mit dem ver­rück­ten Bischof van­Looy, wo Pädo­sex mit Kin­dern in Ruan­da und Frau­en­miß­brauch im Gefäng­nis durch einen Redemp­to­ri­sten auf­tra­ten (letz­te­re übri­gens , sehr typisch, als „jun­ge Hoff­nung“ und bei kom­plet­tem Man­gel an Beru­fun­gen qua­si direkt in dem Vor­stand der „Cle­mens Maria Hof­bau­er-Pro­vinz“ pilo­tiert (von „Qua­li­tät und Selek­ti­on“ gespro­chen) und plötz­lich total wegradiert)
    — In Ant­wer­pen, bei dem inzwi­schen berüch­ten Bon­ny, wo der pädo­phi­lie-ver­ständ­nis­vol­le Jef Bar­zin jetzt Dechant wur­de, wo das Spät­be­ru­fe­n­en­se­mi­nar CPRL rasant sehr homo wur­de, wo
    der Psy­cho­lo­ge-Sexuo­lo­ge und Prie­ster Tom Schel­le­kens erst das Prie­ster­amt nie­der­leg­te, mit einer Fau zusam­men­leb­te, und dann nach 2 Jah­ren auf ein­mal wie­der Lust auf das Prie­ster­tum bekam und- WIEDER EINGESETZT WURDE („Zum Glück haben wir sein Dos­sier nicht nach Rom gesandt“)(sic das Bistumsordinariat)

    • „Bei der FSSPX tra­ten auf inzwi­schen ca. 1600 Prie­ster und geweih­ten Semi­na­ri­sten 2 Fäl­le von pädo­phi­lem Ver­hal­ten auf und wur­de sofort ener­gisch eingegriffen.“

      Möch­te bloß wis­sen, woher Sie das so genau wissen…sind Sie ein Insi­der? Also von FSSPX-Prie­ster-Sex-Eska­pa­den, wenn auch nicht pädo, habe sogar ich schon mehr­fach gehört!

      Außer­dem habe ich F. so ver­stan­den, dass er auch ande­re schwe­re Defek­te mein­te — z.B. schwe­re psych­ia­tri­sche Stö­run­gen (außer­halb sexu­el­ler Deviationen).

      Und auch zu dem The­ma ist mir schon aller­hand zu Ohren gekom­men. Stets war man leicht­fer­tig mit der Mei­nung, die Stan­des­gna­de wür­de das dann schon alles richten…und weih­te die Leute…

  12. (Teil 2)
    — Nicht apo­sto­lisch visi­tiert wur­de auch Nordca­na­da, wo Mit­te Janu­ar 2015 der pädo­phi­le Mas­sen­tä­ter und west­flä­mi­scher Obla­ten­mis­sio­nar Eric Deja­eg­her zu einer sehr hohen Gefäng­nis­stra­fe ver­ur­teilt wurde;
    nicht visi­tiert wur­de auch der Obla­ten­or­den, des­sen Abtei­lung in Belgien(geführt v. Geor­ges Ver­vust, West­fla­me und Feund v. Dan­neels) 16 Jah­re lang den steck­brief­lich gesuch­ten Deja­eg­her Unter­schlupf gewährten.
    (Von the­satra­li­schen Nei­gun­gen bei Prie­stern gespro­chen: er wur­de ent­mas­kert weil er kon­ze­le­brier­te bei den Exe­qui­en von einem alten Con­f­ra­ter in einer Dom­kir­che in Wal­lo­ni­en und ein Gläu­bi­ge, gerührt von dr schö­nen Zere­mo­nie, alles foto­gra­fier­te und ins Netz stellte).
    — Eben­falls nichts geschah im Westen der USA, wo der Jesui­ten­or­den mas­sen­haft Sexu­al­ver­ge­hen an Gläu­bi­gen beging, die Jesui­ten­pro­vinz „Ore­gon“ vor den Hai­en ging, die „Rocky-Moun­tains-Mis­si­on“ eben­falls, vie­le Bis­tü­mer bank­rott gin­gen (Fair­banks, Spokane)(der moder­ni­sti­sche Bischof des Letz­te­ren, Cup­ich, pro­mo­vier­te Ber­go­glio nach Chicago).
    Gera­de an der von Jesui­ten geführ­ten San­ta Cla­ra Uni­ver­si­ty wird sehr Merk­wür­di­ges und mit der bis dato gel­ten­den Kir­chen­leh­re Nicht­über­ein­stim­men­des gelehrt.

    Der pon­ti­fex maxi­mus hat hier eini­ge rich­ti­ge Sachen und auch unrich­ti­ge Sachen gesagt und über sehr vie­le Sachen geschwiegen.
    Und er schweigt gera­de wo es den Jesui­ten betrifft oder Nordca­na­da (die Spit­ze der Kon­greg. f.d. Bischö­fe muß­te sich da doch aus­ken­nen) oder ‑natür­lich- wo es sei­nem Freund Dan­neels und ‑mit Dan­neels, vanG­he­lu­we, Kas­per und Rau­ber gut bekann­tem- Bonny.
    Des­in­for­ma­ti­on pur- und zuglei­cher­zeit Ver­leum­dung der Tradition.

    Statt­des­sen wer­den ohne Vor­wurf und ohne kir­chen­ge­richt­li­ches Ver­fah­ren auf per­sön­li­cher Anord­nung v. Ber­go­glio die Fran­zis­ka­ner und die Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­cu­la­ta drangsaliert.

    Dies hat mit der Wahr­heit, mit der Gerech­tig­keit, mit der Frömmigkeit/Weisheit und mit Großmutigkeit/Mut (vir­tus, magni­tu­do ani­mi) nichts zu tun.

    Spä­te­stens jetzt kann jeder sehen wie pro­phe­tisch Msgr. Lef­eb­v­re gehan­delt hat.
    Mer­ci, Monseigneur!

    • Dank für die­se Aus­füh­run­gen. Seit der Libe­ra­li­sie­rung der Semi­na­ri­en, die schon Mit­te der 60er Jah­re mas­siv die Prie­ster­aus­bil­dung aus­höhl­te, schli­chen sich immer mehr pädo­phi­le und homo­se­xu­el­le Prie­ster­kan­di­da­ten in die Semi­na­re ein. Man hat bewußt kei­ne Selek­ti­on bezüg­lich der sexu­el­len Ori­en­tie­rung der Kan­di­da­ten mehr vor­ge­nom­men, da man auf­grund des immer stär­ker wer­den­den Prie­ster­man­gels froh um jeden war, der den Weg in ein Semi­nar fand. Daher rüh­ren auch die ver­mehr­ten Skan­da­le, die in den letz­ten Jah­ren, durch die links­li­be­ra­le Pres­se mit gro­ßem Tam­tam gin­gen, zum Scha­den der Kir­che. Fran­zis­kus ist voll­kom­men falsch infor­miert, er hat von nichts eine Ahnung, und will wohl auch nichts wis­sen, von all­dem was nicht in sein unse­li­ges pro­gres­si­sti­sches Welt­bild paßt. Für ihn ist die vor­kon­zi­lia­re Kir­che wohl ein Trau­ma, viel­leicht durch eine per­sön­lich schlim­me Erfah­rung. Anders kann ich sei­ne ver­que­re Hal­tung nicht verstehen.

      • Geehr­ter @Reichsroemer,
        Fran­zis­kus ist NICHT falsch informiert.
        Letz­ter Mon­tag, 16.02.2015, emp­fing Fran­zis­kus in Audi­enz eine Dele­ga­ti­on von „Pro sede Petri“, einer Orga­ni­sa­ti­on aus Gläu­bi­gen der Nie­der­lan­den, Luxem­burg und Bel­gi­en, die sich für die Ver­tei­di­gung der päpst­li­chen Inter­es­sen in ihren Län­dern einsetzen.
        Anspra­che v. Fran­zis­kus, dank für ein Geschenk v. 100 000€ für sei­ne Flüchtlingshilfe,usw. ( Vom Vati­ka­ni­schen Pres­se­dienst mit Fotos und Video­trai­ler illustriert).
        Die Web­site der bel­gi­schen Bischö­fe http://www.kerknet.be ver­öf­fent­lich­te eben­falls einen Arti­kel dazu;
        auf http://www.kath.net wur­de eben­falls berich­tet (am Diens­tag 17.02.2015), sehr inter­es­sant mit der zusätz­li­chen Infor­ma­ti­on daß Fran­zis­kus hier der star­ke Rück­gang an Rufun­gen ansprach in Län­dern die frü­her soviel Mis­sio­na­ren aussandten.
        Das ist soweit kom­plett rich­tig- dar­über war Fran­zis­kus gut informiert.
        Kei­ne 5 Tage spä­ter ver­kün­det er in Rom dann den oben­ste­hen­den Unsinn, wohl wis­send daß der Rück­gang der Beru­fun­gen gera­de in Nord­bel­gi­en noch viel aus­ge­präg­ter ist als in den Nie­der­lan­den, daß die­ser Rück­gang gera­de unter sei­nem Freund Dan­neels mit sei­nen mul­ti­plen Ver­strickun­gen in Pädo- und Homo­phi­lie statt­fand, wobei gera­de auch die lit­ur­gi­sche Miß­bräu­che zahl­los waren und die Tra­di­ti­on aufs Äusser­ste ver­folgt wurde;
        sehr vie­le seriö­se jun­ge Män­ner wan­der­ten dann in der Tat aus (eine Tat, expres­sis ver­bis durch Fran­zis­kus ver­ab­scheut) und lan­de­ten in den nord­bra­ban­ti­schen und lim­bur­gi­schen Bis­tü­mern der Nie­der­lan­de und in den Eccle­sia Die-Gesell­schaf­ten oder bei der FSSPX.
        (Die nie­der­län­di­sche Bischö­fe ken­nen das Phä­no­men sehr gut- die flä­mi­sche Prie­ster dort haben einen sehr guten Ruf).
        Es ist gera­de die Dan­neels- und vanG­he­lu­we-Bri­ga­de wo die pädo‑, Ephe­bo- und Homo­phi­lie (und hole­bi- und auch noch Zoo­phi­lie) so grassiert;
        Dan­neels wur­de jedoch extra v. Ber­go­glio ein­ge­la­den auf die Syn­ode f.d. Fami­lie 2014!
        Dan­neels fer­tig­te auch eine Uka­se gegen die Wie­der­kehr der aus­ge­wan­der­ten seriö­sen Semi­na­ri­sten aus (sofort auf­ge­ho­ben durch SE EB Léonard in 2010- EB Léonard besuch­te auf dem 3. Tag sei­nes Amtes schon ’s‑Hertogenbosch mit sei­nem gro­ßem Semi­nar um sich den flä­mi­schen Semi­na­ri­sten vor­zu­stel­len und zur Über­le­gung einer spä­te­ren Rück­kehr aufzurufen).
        Die seriö­se Kan­di­da­ten sit­zen weit­ge­hend im Aus­land und in dem größ­ten flä­mi­schen Semi­nar rollt der eine Sex­skan­dal nach dem anderen.
        Fran­zis­kus mag die Tra­di­ti­on nicht (steht so schon aus­führ­lich in „Evan­ge­lii Gau­di­um“ (Nrs. 94–95);
        aber wird offen Unrich­ti­ges gesagt;
        die Tra­di­ti­ons­freund­li­chen bekom­men den schwar­zen Peter und zuglei­cher­zeit wird Dan­neels geehrt, EB Léonard wird NICHT zum Kar­di­nal ernannt (zu tap­fer bei der Syn­ode 2014) und Bat­ti­sta Mario Sal­va­to­re Ric­ca (frü­her i.d. Nun­tia­tur v.Montevideo, sehr bekannt durch die Geschich­ten v. San­dro Magi­ster in sei­nem Blog auf ‚Espres­so) ist nicht nur Direk­tor v. domus Stae Marthae son­dern wur­de auch an das Haupt der IOR pilo­tiert durch Bergoglio.
        Schande

  13. So schnell wie die Ent­lee­run­gen des päpst­li­chen Güll­e­fas­ses über die Hl. Kir­che, die Hl. Lit­ur­gie, Prie­ster und Volk Got­tes durch S.H. erfol­gen, kann der päpst­li­che Latri­nen­dienst Lombardi/Rosica gar nicht aus­rücken um zu ver­hin­dern, dass sich im Vati­kan immer mehr stin­ken­der Müll ansammelt.
    Soll­ten die­se zum atmo­sphä­ri­schen Wohl­be­fin­den des Pap­stes unab­ding­bar sein, so wer­den wir auch wei­ter mit die­sen Latri­nen­er­gü­ßen leben müssen.

    Hil­fe naht aus Afri­ka in der Per­son Kar­di­nal Sarah, der fei­er­lich erklärt hat, daß die Kir­che in Afri­ka sich stand­haft gegen jede Rebel­li­on gegen die Leh­re Jesu Chri­sti und das Magi­steri­um stem­men wird. (Rora­te berichtet)

  14. „War­um ver­ach­tet Papst Fran­zis­kus die Tradition?“
    Ganz ein­fach er denkt wie Luther. Die Ver­ach­tung der Hei­li­gen in der hei­li­gen Tra­di­ti­on der Kir­che ist typisch für die­se Kon­zils­pfo­sten. Sie glau­ben sich durch die Gna­de gerecht­fer­tigt und anson­sten kön­nen sie machen was sie wol­len. Wie schrieb doch Luther an Melanchthon .
    „Sün­di­ge doch feste druff denn wer in der Gna­de Got­tes ist der han­delt ent­we­der gut oder böse und nichts kann ihm scha­den denn er ist ja in der Gna­de Gottes“.
    Die Mut­ter Got­tes sagt immer „Kehrt um und tut Buße“. Ber­go­glio, wer Ohren hat der hört und wer Augen hat der sieht. Aber nichts gegen Blin­de solan­ge sie nicht von den heu­ti­gen Jesui­ten geführt werden.
    Per Mari­am ad Christum.

  15. @Adrien Antoi­ne. Ich mein­te, daß Fran­zis­kus bezüg­lich der Tra­di­ti­on falsch infor­miert ist, und auch dies­be­züg­lich kei­ne Ahnung von dem hat, was Tra­di­ti­ons­treue Katho­li­ken bewegt. Daher resul­tiert sein Ver­hal­ten. Doch Ihre letz­ten Aus­füh­run­gen waren sehr inter­es­sant. Wei­ter so.

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