Gänswein über Benedikt XVI.: „Sein Kopf funktioniert großartig“ — Rücktritt „war notwendig“

Benedikt XVI., Msgr. Gänswein, libanesische Delegation
Bene­dikt XVI., Msgr. Gäns­wein, liba­ne­si­sche Dele­ga­ti­on beim Rosen­kranz­ge­bet in den Vati­ka­ni­schen Gärten

(Vati­kan) Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein berich­te­te in einem Inter­view des Cor­rie­re del­la Sera vom ver­gan­ge­nen 15. Febru­ar über das Leben von Papst Bene­dikt XVI. zwei Jah­re nach sei­nem Amts­ver­zicht. Die Häu­fig­keit sol­cher Inter­views weist auf das media­le Inter­es­se hin, für die unge­wöhn­li­che Situa­ti­on eines amtie­ren­den und eines „eme­ri­tier­ten“ Pap­stes. Gäns­wein, aus­ge­stat­tet mit der beson­de­ren Auto­ri­tät des eng­sten Ver­trau­ten Bene­dikts, scheint die Auf­ga­be zuzu­fal­len, die „Kon­ti­nui­tät“ zwi­schen den bei­den Pon­ti­fi­ka­ten zu beto­nen. Gera­de die­se Insi­stenz wäre aber nicht not­wen­dig, wenn die­se „Kon­ti­nui­tät“ tat­säch­lich so evi­dent wäre. Die mei­sten Medi­en­ver­tre­ter sind ande­rer Mei­nung und auch unter den Gläu­bi­gen gibt es eini­ge Zwei­fel. Der Cor­rie­re del­la Sera weist auf jene for­mal­recht­li­che Art hin, weni­ger auf die inhaltlichen.

Benedikt sei sich „sicher“: Der Rücktritt „war notwendig“

„Er spielt Mozart, stu­diert“ und „liebt es Spa­zier­gän­ge zu machen. Er ist ganz ent­spannt“, so der Prä­fekt des Apo­sto­li­schen Hau­ses. Auf die Fra­ge, wie Bene­dikt XVI. heu­te sei­nen Rück­tritt sehe, ant­wor­te­te Gäns­wein: „Bene­dikt XVI. ist über­zeugt, daß die getrof­fe­ne und bekannt­ge­ge­be­ne Ent­schei­dung, die rich­ti­ge sei. Er hegt kei­nen Zwei­fel. Er ist sich des­sen sicher: Sei­ne Ent­schei­dung war not­wen­dig.“ Er habe alles wie­der­holt mit sei­nem Gewis­sen vor Gott geprüft und die Ent­schei­dung im Bewußt­sein getrof­fen, daß sei­ne Kräf­te schwin­den und es nicht um sei­ne Per­son, son­dern um „das Wohl der Kir­che“ gehe.

„Die Grün­de fin­den sich in sei­ner decla­ra­tio“, so Erz­bi­schof Gäns­wein, mit der Bene­dikt XVI. in knap­pen Wor­ten sei­nen Amts­ver­zicht bekannt­gab. „Die Kir­che braucht einen star­ken Steu­er­mann. Alle ande­ren Über­le­gun­gen und Hypo­the­sen sind falsch“, so der ehe­ma­li­ge Papst­se­kre­tär, der dann in eine ver­klä­ren­de Dar­stel­lung des Rück­tritts ein­stimmt: „Sie haben völ­lig recht: Es war ein gro­ßer Akt der Lei­tung der Kirche“.

Zweiflern fehle „Fühlen mit der Kirche“ — Benedikt hat Franziskus „Gehorsam“ versprochen

Der Cor­rie­re del­la Sera lenkt das Inter­view auf die star­ken Zwei­fel an der Kon­ti­nui­tät zwi­schen den bei­den Pon­ti­fi­ka­ten. Genannt wer­den die recht­li­chen Zwei­fel, die vor allem durch den katho­li­schen Publi­zi­sten Anto­nio Soc­ci genährt wer­den. Was sei „jenen zu ant­wor­ten, die Zwei­fel an der Gül­tig­keit des Rück­tritts oder der Wahl von Fran­zis­kus hegen?“ Kuri­en­erz­bi­schof Gäns­wein dazu: „Man kann kei­ne Hypo­the­sen auf Din­ge grün­den, die nicht wahr, son­dern völ­lig absurd sind. Bene­dikt selbst hat gesagt, daß er sei­ne Ent­schei­dung frei und ohne jeden Druck getrof­fen hat. Und er hat dem neu­en Papst ‚Ehr­er­bie­tung und Gehor­sam‘ versprochen.“

War­um gebe es dann die­se Zwei­fel, will der Cor­rie­re del­la Sera wis­sen, um selbst eine mög­li­che Ant­wort mit­zu­lie­fern: „Fehlt es am Füh­len mit der Kir­che?“ „Ja“, sag­te Gäns­wein, „die Zwei­fel über den Rück­tritt und die Wahl rüh­ren daher.“

Und wie gehe es Bene­dikt XVI. heu­te? Es gebe immer wie­der besorg­te Mel­dun­gen über sei­nen Gesund­heits­zu­stand, so die wich­tig­ste ita­lie­ni­sche Tages­zei­tung. „Es gibt viel Bös­wil­lig­keit, Men­schen, die Böses wol­len. Bene­dikt XVI. ist ein Mann von fast 88 Jah­ren. Es ist nor­mal, daß ihm in sei­nem Alter gele­gent­lich die Bei­ne eini­ge Pro­ble­me berei­ten. Das ist alles. Er hat sei­nen Tages­rhyth­mus. Er ist sehr metho­disch. Und sein Kopf funk­tio­niert bestens. Sein Geist ist groß­ar­tig. Als die Uni­ver­si­tät Urba­nia­na den Fest­saal nach ihm benann­te und Kar­di­nal Filo­ni ihn im Okto­ber um eine Lec­tio zur Eröff­nung des Stu­di­en­jah­res bat, hat er einen wun­der­schö­nen Text über die ‚Wahr­heits­fra­ge‘ ver­faßt und mich gebe­ten, sie für ihn vorzulesen.“

Benedikt „lebt sehr methodisch, empfängt Besuche und korrespondiert“

Wie ver­brin­ge Bene­dikt XVI. die Tage? „Sein nor­ma­ler Tag beginnt mit der Hei­li­gen Mes­se am Mor­gen, wie schon immer, nur etwas spä­ter, um 7.45 Uhr. Dann fol­gen die Dank­sa­gung, das Bre­vier, ein kur­zes Früh­stück. Am Vor­mit­tag betet er, liest, stu­diert, erle­digt Kor­re­spon­denz und emp­fängt manch­mal Besu­che. Gegen halb zwei Uhr essen wir zu Mit­tag und machen dann einen Spa­zier­gang auf der Ter­ras­se, zwei oder drei Run­den, bevor er sich aus­ruht. Um Vier­tel nach vier gehen wir in die Vati­ka­ni­schen Gär­ten. Wir spa­zie­ren zur Lour­des­gro­t­te, beten den Rosen­kranz und ver­wei­len dort im Gebet. Dann bleibt noch Zeit für das Gebet und das Stu­di­um. Um halb acht Uhr neh­men wir das Abend­essen ein und schau­en die ita­lie­ni­schen Fern­seh­nach­rich­ten. Abends betet Bene­dikt die Kom­plet in der Kapel­le und zieht sich dann zurück. Manch­mal spielt er Kla­vier. Vor allem in den ver­gan­ge­nen Wochen hat er wie­der begon­nen öfters zu spie­len! Vor allem Mozart, aber auch ande­re Stücke, die ihm gera­de in den Sinn kom­men. Er spielt aus dem Gedächt­nis, ohne Noten.“

In Anspie­lung auf sei­nen Papst­na­men nach dem gro­ßen Mönchs­va­ter Bene­dikt und dem Rück­zug ins Klo­ster mein­te Erz­bi­schof Gäns­wein: “Ja, er hat ein Klo­ster­le­ben gewählt. Hin­aus geht er nur, wenn Papst Fran­zis­kus ihn dar­um bit­tet, ande­re Ein­la­dun­gen nimmt er nicht an.“ Gäns­wein zitier­te den Papst wört­lich: „Ich habe die­ses Leben gewählt, ich muß gemäß mei­ner Ent­schei­dung kon­se­quent sein“.

Benedikt und Franziskus „sehr verschieden“, aber „vereint in der Substanz“

Die Fra­ge nach der inhalt­li­chen Kon­ti­nui­tät, die in der katho­li­schen Welt in unter­schied­li­cher Inten­si­tät ein gewis­ses Unbe­ha­gen ver­ur­sacht, wird im Inter­view nur knapp gestreift. Bene­dikt XVI. und Fran­zis­kus „sind ver­schie­den, manch­mal sehr ver­schie­den, in den Aus­drucks­for­men. Aber es ver­eint sie die Sub­stanz, der Inhalt, das zu ver­kün­di­gen­de, zu för­dern­de und zu ver­tei­di­gen­de depo­si­tum fidei“, so Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gänswein.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Uma­ne­si­mo cristiano

38 Kommentare

  1. Also irgend­wie wird man den Ein­druck nicht los, ver­schau­kelt zu wer­den von die­sem prop­pe­ren Mon­si­gno­re Gäns­wein aus dem Schwarz­wäl­der Mit­tel­stand, der so „gedie­gen“ wirkt und viel­leicht ein­fach nur die rich­ti­gen Regi­ster zieht, um sei­nes­glei­chen einzulullen!

    Das ist doch ein Witz! Er scheint uns alle für gei­stig umnach­tet zu hal­ten und erzählt uns nun ein päpst­li­ches Mär­chen vom Klapperstorch.

    Das sind Durch­hal­te­pa­ro­len mit Bre­vier und Rosen­kranz — mehr nicht.

    Dass aber, des­un­ge­ach­tet, Jesus Chri­stus der Herr ist und bleibt, und dass IHm auch der Wind die Wogen gehor­chen müs­sen, das steht fest und dar­an kann jeder unerschpüt­ter­lich festhalten.

    Den Tag, an dem Er gebie­tet, dass die­ses Toben auf­hört, den dür­fen wir mit Sehn­sucht und täg­lich grö­ße­rer Hoff­nung erwarten.

    • Wenn ich mich recht erin­ne­re, sag­te Papst Bene­dikt, er stei­ge nicht vom Kreuz und sei­ne Auf­gä­be wäre es zukünf­tig, viel zu beten.
      Ob er in frei­er gei­sti­ger Ent­schei­dung zurück­ge­tre­ten ist oder sich eher gedrängt fühl­te, wis­sen wir nicht.
      Mein Ein­druck ist aber, dass die Last des Kreu­zes, das er zu tra­gen hat, nicht all­zu drückend sein kann.
      Der eme­ri­tier­te Papst darf im Grun­de einen recht ange­neh­men Lebens­abend genie­ßen, auch wenn er natür­lich gesund­heit­li­che Ein­schrän­kun­gen hin­neh­men muss. Doch sol­che Ein­schrän­kun­gen haben ande­re Men­schen sei­nes Alters auch.
      Nicht, dass ich es ihm nicht gön­nen wür­de — aber ein befremd­li­ches Gefühl bleibt dennoch.
      Mei­ne inne­re Ein­stel­lung zu ihm hat sich verändert.

      • Da muss ich ihnen lei­der bei­stim­men. EB Gäns­wein — den ich eigent­lich immer auch geschätzt habe, spricht da halt ganz kuri­al, mosi­gno­ren­haft. Da darf man nicht alles glau­ben — oder von dem, was gesagt wird, eher das Gegen­teil anneh­men. Sol­che Aus­sa­gen haben wei­nig wert. Papst Bene­dikt, den ich trotz allem gera­de wegen sei­ner exege­ti­schen Wer­ke schät­ze — hat lei­der durch sei­nen Rück­tritt schwe­re Schuld auf sich gela­den zum gro­ssen Scha­den der Hl. Kir­che. Dass er sich wie bei der Kar­di­nal­s­krea­tio­nen noch vor­füh­ren lässt, ist sehr scha­de. Ein Cunc­ta­tor in Per­so­nal­fra­gen — wer ist schuld? Der ver­füh­re­ri­sche Mief der Stu­dier­stu­be? Intri­gen etc? Ore­mus pro Pontifice.

      • Mir geht es ähnlich,
        Vor allem wenn man bedenkt, dass der Nach­fol­ger auch nicht gera­de den Ein­druck von Kraft, Durch­set­zungs­ver­mö­gen und kla­rer Linie zeigt.
        Dazu kommt noch, dass die Vor­gän­ger Päp­ste alle samt und son­ders im Amt gestor­ben sind und des­halb es in jedem Pon­ti­fi­kat Pha­sen gab,. wo der Papst nichts mehr groß­ar­tig machen konn­te, außer leiden.
        Es bleibt, wenn man irgend­wel­che Erpres­sung aus­schlie­ßen will, (was man tun kann, weil schon ein Kar­di­nal Ratz­in­ger von der Pflicht eines Pap­stes, zurück­zu­tre­ten gere­det hat..) ein­fach ein scha­les Gefühl, so als sei er auch einer, der halt nur redet.

  2. Ich habe nur noch Ver­ach­tung übrig, für alle, wirk­lich für alle, die die­ses unsäg­li­che Spiel von Frie­de und Har­mo­nie da in Rom abzie­hen und sonst­wo, beson­ders in Deutsch­land. Die geköpf­ten Kop­ten am Mit­tel­meer­strand gehen die­sen „Hir­ten“ am Arsch vor­bei, wie die ande­ren unge­zähl­ten Opfer auch. Kann und will mich nicht mehr kul­ti­viert aus­drücken. Immer schön Hel­au und Alaaf, Ihr Päp­ste, Bischö­fe und was Ihr sonst noch seid, dann klappt’s auch mit dem Hirtenamt.

  3. Hof­fen wir, dass es sich bei Mgr. Gäns­weins Aus­sa­gen „nur“ um Pfei­fen im Wal­de handelt! 

    Anson­sten bleibt ja wirk­lich nur der Rück­schluss, dass — hor­ri­bi­le dic­tu — so ziem­lich alles, was der­zeit von sich geht, wenn viel­leicht nicht vom Timing her und ganz sicher nicht dem Sti­le nach, aber inhalt­lich durch­wegs im Sin­ne Bene­dikt XVI. ist.

  4. Erz­bi­schof Gäns­wein kann nichts dafür. Er hat­te damals beim Rück­tritt ja selbst Rotz und Was­ser geheult. Was soll er denn machen ? Papst Bene­dikt hat­te das ja im Allein­gang im „Stil­len Käm­mer­chen“ ent­schie­den und dann am näch­sten Mor­gen die ‚Bom­be‘ plat­zen las­sen. Papst Bene­dikt hat jetzt zwar mehr ‚Ruhe‘ im Äuße­ren, nur: hat er wirk­li­chen Frie­den mit Gott und sich selbst ? Ich glau­be nicht, dass er „ganz ent­spannt ist“. Sein Gewis­sen steht zwi­schen ihm und Gott und ich sehe es so, dass Gott Vater noch Eini­ges mit ihm reden und regeln wird. 

    Das was ver­ges­sen wur­de, kehrt zurück; das was Bei­sei­te gelas­sen und nicht gehört wur­de, wird zu Ohr kom­men und gehört wer­den; und das, was nie gelebt wur­de, wird von Gott Vater ein­ge­for­dert und in die Pra­xis umge­setzt werden. 

    Ich kann mich noch sehr gut an das Foto des ANSA-Foto­gra­fen erin­nern, auf dem man den Blitz in den Peters­dom zwei Mal (!) ein­schla­gen sieht, am sel­ben Abend als Papst Bene­dikt den Rück­tritt ver­kün­det hat­te. Für mich und für vie­le ande­re war das ein Zei­chen Got­tes des Vaters, der auch noch ein Wört­chen mit­zu­re­den hat.
    Für mein Emp­fin­den ist der Weg von Papst Bene­dikt noch nicht zu Ende und Jesus wird ihn gewiß kon­fron­tie­ren. Dann wird Papst Bene­dikt das Rich­ti­ge erken­nen und wis­sen, was zu tun ist.
    Ich bete für ihn und auch S.E. Erz­bi­schof Gänswein.

    • „Wer Geist hat, hat sicher auch das rech­te Wort, aber wer Wor­te hat, hat dar­um noch nicht not­wen­dig Geist.“ — Konfuzius

    • Es ist so nie­der­schmet­ternd, dass in die­ser Kir­che offen­bar fast alle nur noch poli­tisch denken.
      Frei­mü­tig und ehr­lich ist kei­ner. Jeder, selbst klei­ne Gläu­bi­ge jon­glie­ren nur noch diplo­ma­tisch und „dis­kret“, wie ich heu­te schon mal gele­sen habe (was dem herrn eine Ohr­fei­ge ver­pas­sen dürf­te!) — man kri­ti­siert nur die „andern“, die „eige­nen“ hält man frei, auch wenn sie schwerst sündigen.

      Und im Zwei­fels­fall kann man nichts dafür.

      Irgend­wie erin­nert mich das an Eich­mann, der nur sei­ne Pflicht erfüllt hat.

      Das kanns doch nicht sein!

      War Petrus so? Ist das die Spra­che eines Paulus?
      Klang so Jean­ne d’Arc? Ist das die Hak­ltung der Got­tes­mut­ter, die sich nicht einen Moment danach umschau­te, ob ihre „unehe­li­che Schwan­ger­schaft“ wohl bei den Leu­ten inkl. Josef in den rech­ten Hals kommt?

      Wer IHN liebt, kann nicht so den­ken — wer liebt IHN noch?
      Sie erkal­tet, die Lie­be. In vielen.
      Hat Er das nicht selbst vorhergesehen?

    • @ zeit­schnur — 16. Febru­ar 2015 um 23:12

      Ja, da bin ich ganz Ihrer Meinung. 

      Ehr­lich­keit & Lie­be haben mit der eige­nen Bezie­hung in Gott zu tun, und dass man SEINE Wei­sun­gen umsetzt: „Liebt ein­an­der, so wie ich euch geliebt habe…Ihr seid mei­ne Freun­de, wenn ihr tut was ich euch auftrage…Dies tra­ge ich euch auf: Liebt ein­an­der !“ (Joh 15, 12 — 17) & „Heilt Kran­ke, weckt Tote auf, macht Aus­sät­zi­ge rein, treibt Dämo­nen aus !“ (Mt 10, 8). 

      Wer will das schon umset­zen und geben ? Theo­lo­gie-Buch­sta­ben zu erklü­geln und mit ihnen in geschlif­fe­ner Rede­ge­wand­heit vor der Welt zu glän­zen gibt mehr Anse­hen ! Das ande­re, von Jesus gefor­der­te (s. Zita­te Evan­ge­li­um), erfor­dert Rück­rat, Ertra­gen von Ver­fol­gung und Stand­ver­mö­gen im GELEBTEN Glau­ben (vor allem einen Glau­ben bei dem man an die Über­na­tür­lich­keit Got­tes und sein Wir­ken mit Wun­dern auch in der heu­ti­gen Zeit glaubt).
      So wie Pau­lus es sag­te: „Wir aber, die dem Tag gehö­ren, wol­len nüch­tern sein und uns rüsten mit dem Pan­zer des Glau­bens und der Lie­be und mit dem Helm der Hoff­nung auf das Heil.“ (1 Thess 5, 8).
      Pau­lus nennt also den Glau­ben und die Lie­be einen Pan­zer, den jeder anle­gen soll­te. Der geleb­te, leben­di­ge Glau­be im leben­di­gen Gei­ste Got­tes, gibt uns die Fähig­keit in der Auto­ri­tät Jesu Chri­sti, die er uns über­tra­gen hat, zu wirken.

      Die Haupt­fra­ge ist hier­bei, ob dies jemand wirk­lich will. Unse­re Kir­che krankt am GESCHWÄTZ und dar­an, dass man(n) Theo­lo­gie und nicht geleb­ten Glau­ben im Wir­ken der Über­na­tür­lich­keit Got­tes will. Dar­über reden ist die eine Sache, es wahr­haf­tig zu leben ist wie­der­um eine ande­re Sache…

      Noch was ande­res: „.…Er spielt aus dem Gedächt­nis, ohne Noten.“
      Ich war­te auf den Tag an dem Papst Bene­dikt das Lied „Und wenn ein Lied mei­ne Lip­pen ver­läßt“ von den Söh­nen Mann­heims aus­wen­dig am Kla­vier spielt (schnüfz !) !
      Sie­he hier: https://www.youtube.com/watch?v=RtuW08ZIgvg

    • Sie fra­gen, was Gäns­wein denn machen sol­le. Die Ant­wort ist ein­fach: Bit­te den Mund hal­ten, als solch hane­bü­che­ne Geschich­ten unters Volk zu wer­fen. Wenn das wahr wäre, daß BXVI. quietsch­ver­gnügt sei­ne deut­sche Univ-Prof. und Frei­staat Bay­ern Bischofs-Pen­si­on genießt und fröh­lich auf dem Kla­vier klim­pert, und sich ange­sichts der Tra­gö­die mit dem neu­en Cretin, der die Kir­che zugrun­de rich­tet, auch noch der Rich­tig­keit sei­ner Rück­tritts­ent­schei­dung brü­stet, dann müß­te man ihn eigent­lich selbst für einen Char­la­ten halten.

  5. „Er habe alles wie­der­holt mit sei­nem Gewis­sen vor Gott geprüft und die Ent­schei­dung im Bewußt­sein getrof­fen, daß sei­ne Kräf­te schwin­den und es nicht um sei­ne Per­son, son­dern um „das Wohl der Kir­che“ gehe.“
    War­um freu­en sich gera­de die am mei­sten über die­sen Rück­tritt und den neu­en Papst die nicht unbe­dingt zu den Freun­den der katho­li­schen Kir­che zu zäh­len sind? Sie wer­den ihre Grün­de haben ver­mu­te ich mal.
    Per Mari­am ad Christum.

  6. Bei chie­savi­va ist zu lesen, Papst Pius XII. habe 1945 fest­ge­legt, daß ein Papst NICHT zurück­tre­ten könne.
    Von wel­chem Papst wur­de die­se päpst­li­che Fest­le­gung aufgehoben?
    Kennt jemand die Hintergründe?
    Es gab außer­dem den Hin­weis, der Hl. Papst Coele­stin sei auf einer Burg sei­nes ‚Nach­fol­gers‘ Boni­fa­ti­us ein­ge­sperrt wor­den, wo er dann auch umge­bracht wur­de. Boni­fa­ti­us wur­de beschul­digt kein gül­ti­ger Papst zu sein. Alles schon mal da gewesen?

    Ich möch­te kei­nes­wegs anneh­men, daß P. Bene­dikt nicht ernst­haft genug über sei­nen ‚Rück­tritt‘ nach­ge­dacht haben mag.
    Wie kann M. Gäns­wein jetzt noch behaupten,der Rück­tritt sei n o t w e n d i g gewe­sen, wenn der zurück­ge­tre­te­ne Papst auch noch mit 88 Jah­ren gei­stig völ­lig prä­sent ist und bis auf eine kör­per­lich beding­te Geh­schwä­che, die er mit Spa­zier­stock kom­pen­sie­ren kann, dem nun­mehr amtie­ren­den Papst in allen Belan­gen des päpst­li­chen Amtes immer noch weit über­le­gen ist?
    Ganz so ein­fach geht das nicht. In Anbe­tracht der bedroh­li­chen Kri­se in der die Kir­che sich befin­det, emp­fin­de ich die­ses seich­te Geplau­der des ehren­wer­ten Erz­bi­schof G. als unerträglich.
    Zudem, die nicht Hel­au schrei­en, ‚füh­len nicht mit der Kir­che‘ ?! 😱😱😱

    Ein Papst, der bestän­dig infam­ste Belei­di­gun­gen aus­teilt und dar­an Spaß hat, der mit der Bru­ta­li­tät eines pero­ni­sti­schen Dik­ta­tors einen blü­hen­den ortho­do­xen Orden zer­stö­ren lässt, der sich mit zahl­lo­sen Aposta­ten, Häre­ti­kern und unver­hoh­le­nen Fein­den der Kir­che umgibt und die­se lobt, der beden­ken­los, der Leh­re der Kir­che zutiefst wider­spre­chen­de Äuße­run­gen macht, die dann völ­lig unan­ge­foch­ten auf der offi­zi­el­len Vati­kan­sei­ten auf­tau­chen, der außer­dem per­sön­lich dafür gesorgt hat, daß gno­stisch-heid­ni­sche Tex­te Bestand­teil des Syn­oden­be­rich­tes sind, der sich vor allem als Poli­ti­ker denn als Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti zu erken­nen gibt.…, der sich offen­kun­dig auf den Weg gemacht hat die Leh­re der Kir­che zu verändern.
    Darf gefragt wer­den, wie kann der eme­ri­tier­te Papst dem­je­ni­gen Gehor­sam lei­sten, bei dem das sen­ti­re cum eccle­si­am so wenig erkenn­bar aus­ge­prägt ist, und das, wo er als Papst (em.) einen bedin­gungs­lo­sen Gehor­sam nur sei­nem Herrn und Sei­ner Braut schul­dig ist? ðŸŒ±

  7. Hier wird Unsinn hoch vier verzapft:
    Es ist total unwich­tig, ob ein Papst „ganz (oder teils) ent­spannt“ oder „ange­spannt“ ist (das hängt von dem situa­ti­ven Kon­text ab) (z.B. PP. Pius XII. bei der Nazi­be­set­zung Roms), ob er jetzt Mozart oder Pale­stri­na oder Phil­ip­pus de Mon­te spielt, ob er Spa­zier­gän­ge macht oder schwimmt;
    es ist höchst aner­ken­nungs­wert, daß er stu­diert (es gibt auch Päp­ste, die nicht so viel stu­dier­ten, z. B. Juli­us II. bei sei­nen Kriegszügen).
    Ent­schei­dun­gen kön­nen rich­tig oder falsch sein; not­wen­dig soll­ten Ent­schei­dun­gen immer sein.
    Es ist unsin­nig, etwas defi­ni­tiv zu ent­schei­den, was nicht ent­schie­den wer­den müß­te — das wäre ein sinn­lo­ses Ver­ge­ben von vor­han­de­nen guten Chancen.
    Daß das Schiff der Kir­che einen kräf­ti­gen Steu­er­mann braucht: d’accord!
    Ob es ein gro­ßer Akt der Lei­tung der Kir­che ist, statt eines erfah­re­nen und wei­sen Kapi­täns jetzt einen tur­bu­len­ten und clow­nes­ken Kapi­tän zu haben, ist für mich die gro­ße Frage.
    Und was jetzt den Text bei der Inau­gu­rie­rung der neu­en Vor­le­sungs­au­la der Päpstl. Uni­ver­si­tät Urba­nia­na betrifft: dies geschah im Okto­ber 2014, gera­de bei der Syn­ode f.d. Familie.
    Die­sem Text über die Wahr­heit wur­de äusserst auf­merk­sam zuge­hört und war das Fanal für das gewal­ti­ge Auf­bäu­men der Glau­bens­treue ggb. Bal­dis­se­ri, For­te und Bergoglio.
    Mir scheint, daß eins der weni­gen ver­bin­den­den Fak­to­ren zwi­schen PP. Bene­dic­tus XVI. und Fran­zis­kus Msgr. Gäns­wein per­sön­lich ist.
    Das macht die Sache noch viel mysteriöser.
    „Das Wohl der Kir­che“ soll­te bei die­sem Thea­ter jedoch nicht in den Mund genom­men werden.

    • „Gewal­ti­ges Auf­bäu­men“, wer­ter Adri­en Antoi­ne ? Rê­vez, sans vous arrêter !

      Dabei ist doch pro­to­kol­liert, dass skan­da­lö­se­ste, nie gehör­te State­ments zuhan­den einer neu­en „Pasto­ral­pra­xis“ die erfor­der­li­che Zwei­drit­tel­mehr­heit gera­de noch mal knapp verpassten. 

      Und die­se Leu­te sind die aktu­el­len Macht­ha­ber in der Uni­ver­sa­len Kir­che, dabei wird einem ja allein ob der durch Sie ver­schie­dent­lich geschil­der­ten Zustän­de wei­ter Tei­le der Kir­che in Bel­gi­en speiübel.

      • Geehr­ter @carlo,
        Bei dem „Auf­bäu­men“ dach­te ich an Erz­bi­schof Swja­to­slaw Schewt­schuk, der bei der Syn­ode, wo tat­säch­lich soviel Unka­tho­li­sches und Abscheu­li­ches gesagt wur­de, in Anwe­sen­heit von Ber­go­glio und vor dem ver­sam­mel­ten Gre­mi­um mit sovie­len Feig­lin­gen und Schwei­gen­den eine Don­ner­re­de hielt und mit dem Kate­chis­mus in der aus­ge­streck­ten rech­ten Hand Ber­go­glio die katho­li­sche Leh­re dies­be­züg­lich erklär­te und ihn auf­rief, end­lich die­se katho­li­sche Leh­re zu verkünden.
        Ein Mann von gewal­ti­gem Mut, typisch für die solan­ge im Kom­mu­nis­mus drang­sa­lier­te Kir­che — und zugleich, in der Tat ein gewal­ti­ges Armuts­zeug­nis für die „fet­ten“ Kir­chen im Westen.

  8. Die­ser fata­le Rück­tritt!! Ich kann hier nur Vie­len zustim­men. Und ob Bene­dikt XVI ganz wohl in sei­ner Haut ist, bezweif­le ich. Wenn er gei­stig fit ist, und sieht was sein Nach­fol­ger „anrich­tet“, kann ihm nicht wohl sein. Es sei denn er hat es ins­ge­heim so gewollt …
    Ich habe mei­ne inne­re Ein­stel­lung über Bene­dikt XVI auch gehö­rig revidiert.

  9. Was Gäns­wein hier von sích gibt, ist typi­sche, hyper­di­plo­ma­ti­sche Ver­blen­dungs­tak­tik. Auch ich habe mei­ne Mei­nung über Bene­dikt revi­die­ren müs­sen. Er trägt durch sei­nen fei­gen Rück­tritt die vol­le Ver­ant­wor­tung für die Wahl Ber­go­gli­os und das dar­auf fol­gen­de Desa­ster. Wäre sein Rück­tritt nur eine Woche nach dem 28.2.2013 erfolgt, hät­te der offe­ne Häre­ti­ker Wal­ter Kas­per nicht mehr am Con­cla­ve teil­neh­men kön­nen, da er Anfang März 2013 acht­zig Jah­re alt wurde.
    Bene­dikt wuß­te genau wel­che Rol­le Kas­per auf dem Con­cla­ve spie­len wür­de. Man muß sich schon fra­gen ob er es nicht selbst auch ins Kal­kül zog, daß die­ser medio­kre Ber­go­glio zum Papst gewählt wird. Ich fand es auch uner­träg­lich, daß Bene­dikt wie­der an die­ser unsäg­li­chen Kar­di­nals-Krea­ti­on teil­nahm. Ist er nicht doch ein Fra­ter in Spi­ri­tus mit Ber­go­glio?? Ich hat­te soviel Hoffnung
    in Ratz­in­ger gesetzt, doch man hät­te es wis­sen müs­sen, wenn man sei­ne Rol­le wäh­rend des Kon­zils und danach betrachet.

  10. @Reichsroemer — 17. Febru­ar 2015 um 14:31

    „Benedikt wuß­te genau wel­che Rol­le Kas­per auf dem Con­cla­ve spie­len würde.…“

    Ich glau­be nicht, dass er in jenen Stun­den dar­an dach­te. Er hat vor­wie­gend sich selbst und den „Druck“, der auf ihm laste­te gese­hen. An jenem Mor­gen hat­te ich zufäl­lig mein iPho­ne in der Hosen­ta­sche, als die Push-Mel­dung von sei­nem Rück­tritt via ntv-app kam. Ich war total geschockt ! Die Bom­be hat er ja sozu­sa­gen über Nacht plat­zen las­sen. An dem Wochen­en­de davor ging alles drun­ter und drü­ber. Ich merk­te, dass irgend­was mit den „Ener­gien“ (bit­te nicht falsch ver­ste­hen) nicht stimmt ! Im Stall wur­de ich vom Pferd mei­ner Freun­din fast umge­tram­pelt und mein eige­nes bekam eine Fuß­ver­let­zung, die genäht wer­den muss­te (Tier­arzt­ko­sten hoch zehn). An dem Wochen­en­de davor waren total nega­ti­ve Ener­gien, wie Rebel­li­on und Agres­si­vi­tät, im „Äther“.
    Papst Bene­dikt ist Theo­lo­ge und er kann auf­grund des­sen, dass er alles in BUCHSTABEN sieht, dem Druck der Welt nicht stand­hal­ten. Er hat kei­ne inne­re Kraft des Aus­har­rens und Stand­hal­tens, die vom Hei­li­gen Geist kommt, so wie sie der Hei­li­ge Don Bos­co und Pater Pio hatten.
    Was sagt der Herr dazu: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für die Scha­fe. Der bezahl­te Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Scha­fe nicht gehö­ren, läßt die Scha­fe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kom­men sieht;…Er flieht, weil er nur ein bezahl­ter Knecht ist und ihm an den Scha­fen nichts liegt.“ (Joh 10, 11–14)
    Was sind dann „Buch­sta­ben-Theo­lo­gen“…?

    • Ich glau­be, dass es nicht am Cha­rak­ter von Papst Bene­dikt liegt. Ich rie­che da eine unge­heur­li­che Erpres­sung im Hin­ter­grund, so dass sei­ne Amts­aus­übungs­ver­zichts­er­klä­rung tat­säch­lich guten Glau­bens „zum Wohl der Kir­che“ und zur Abwen­dung grö­ße­ren Scha­dens erfolgte.
      Der Papst ist eine poli­ti­sche Per­son höch­sten Ran­ges. Es ist heu­te nicht schwer, Poli­ti­ker zu erpres­sen. Geheim­dien­ste und Geheim­or­ga­ni­sa­tio­nen haben spe­zi­el­le Metho­den, um ein­fluss­rei­che Per­so­nen erpress­bar zu machen. Vie­le sind es ja schon durch ihren Lebens­wan­del und schwar­ze Stel­len in ihrer Bio­gra­phie. Inte­gre Per­so­nen wer­den in Fal­len gelockt.
      Lei­der ist zu sagen, dass Joseph Car­di­nal Ratz­in­ger im Zusam­men­hang mit der Ver­öf­fent­li­chung des 3. Fati­ma-Geheim­nis offen­kun­dig die Unwahr­heit, jeden­falls nicht die vol­le Wahr­heit gesagt bzw. die Wahr­heit ver­ne­belt hat. Dazu braucht man nur sein Doku­ment aus dem Jahr 2000 mit sei­nen Aus­sa­gen zu Fati­ma in sei­nem Buch „Zur Lage des Glau­bens“ (1984) zu ver­glei­chen. Auch das geschah „zum Wohl der Kir­che“ und um grö­ße­ren Scha­den abzuwenden.

      • Das mit der Erpres­sung kann wohl mög­lich sein, da stim­me ich Ihnen zu. Wir kön­nen von außen alles Mög­li­che nur mutmaßen.
        Selbst wenn er epresst wor­den wäre, war­um hat er sich dann nicht geop­fert ? Hat­te er Angst ? Als Christ hat man kei­ne Angst vor dem Wider­sa­cher und sei­nem Anhang, wenn man Jesus in sei­nem Her­zen trägt und IHN verherrlicht.
        Schau­en Sie sich die Gesich­ter der jun­gen Kop­ten an, die von den IS-Scher­gen gemet­zelt wur­den: https://koptisch.wordpress.com/2015/02/16/massaker-an-kopten-ihr-glaube-lies-sie-betend-den-tod-auslachen/ —- In deren Gesich­ter sehe ich, dass sie in die­ser Stun­de der Bedrückung alles und sich selbst Jesus über­ge­ben haben ! Hät­te dies Papst Bene­dikt tun können ?

      • Eine mas­si­ve Erpres­sung Bene­dikt XVI ist sehr wahr­schein­lich. Er war nie
        ein star­ker Papst. Man hat ihn sicher gezielt auf den Amts­ver­zicht gedrängt.
        Es geht so vie­les im Ver­bor­ge­nen und Dunk­len im Vati­kan vor sich, wovon wir drau­ßen in der Welt nichts erfahren.

      • Ich den­ke nicht, dass man Papst Bene­dikt mas­siv erpresst hat, dann hät­te er Far­be beken­nen müssen.
        Ich den­ke eher man hat ihn ein­ge­lullt, ihm erklärt wie müde er doch sei, dass es doch unver­ant­wort­lich sei, das Amt inne­zu­ha­ben und die Arbeit ande­re machen zu las­sen, das er doch sel­ber gesagt habe, viel­leicht ein biss­chen aus der Fer­ne gedroht .….
        So ist er, den­ke ich, wirk­lich frei­wil­lig zurück­ge­tre­ten, aber das Ergeb­nis ist fatal.

      • @ Reichs­roemer — 18. Febru­ar 2015 um 18:13

        Selbst wenn es so gewe­sen war, wie Sie sagen, dann wäre Stand­haf­tig­keit und Aus­har­ren im Glau­ben dran gewe­sen. Selbst wenn der Herr sein Leben ein­ge­for­dert hätte !
        Es geht mir in kein­ster Wei­se dar­um ihn schlecht zu machen. Im Gegen­teil. Ich ver­eh­re und lie­be ihn, und ich ver­mis­se ihn sehr.
        Mir geht es dar­um die Din­ge im Lich­te des Glau­bens zu durchleuchten.
        Geleb­ter Glau­ben ist etwas ande­res als ‚Schreibstuben‘-Theologie. Die Theo­lo­gie hat ihren Stel­len­wert, um Din­ge im äuße­ren Rah­men der Kir­che zu regeln, sie kann aber den geleb­ten Glau­ben nicht ersetzen.
        Ich bin pro­mo­vier­te Gei­stes­wis­sen­schaft­le­rin (Bereich Alter­tums­wis­sen-schaf­ten und Archäo­lo­gie). Mit den Wis­sen­schafts-Buch­sta­ben allei­ne kann ich gegen die Wider­sa­cher­mäch­te nicht anste­hen; das Glei­che ist es mit den Theologie-Buchstaben.
        Wenn wir die Bibel nicht anwen­den in der Auto­ri­tät, die uns Jesus Chri­stus über­tra­gen hat, dann sind wir die Ver­lie­rer. Oder glau­ben Sie, dass Jesus Chri­stus bei sei­ner Ver­su­chung in der Wüste mit dem Wider­sa­cher theo­lo­gisch argu­men­tiert hat ? Nein ! Er hat dem Wider­sa­cher die Schrift ent­ge­gen­ge­hal­ten und ihn durch sei­nen geleb­ten Glau­ben in die Schran­ken gewie­sen. Eben­so hat er die Auf­er­ste­hung des Laza­rus und der Toch­ter des Jai­rus nicht durch theo­lo­gi­sche Dis­pu­te son­dern im Gebet und im tie­fen Glau­ben an Gott gewirkt.
        Das ist ja unser Ver­häng­nis, dass die geleb­te Anwen­dung der Bibel und des Glau­bens nur irgend­wel­chen Hei­li­gen, die mal frü­her gelebt haben, zuge­scho­ben wird. Das Wir­ken im Hei­li­gen Gei­ste will kei­ner der Theo­lo­gen leben, weil man da ja Ver­fol­gung durch die Welt ertra­gen muss.
        So kann es jedoch nicht wei­ter­ge­hen ! Wenn man die Über­na­tür­lich­keit Got­tes und sein Wir­ken hin­weg­schiebt, dann kann man in der Kir­che wahr­lich ‚kei­nen Blu­men­topf‘ mehr gewin­nen. Alles was Jesus über die Pha­ri­sä­er sei­ner Zeit sag­te, gilt auch heu­te wieder.
        Ich sage es noch ein­mal: Unse­re Kir­che KRANKT AM GESCHWÄTZ !!!

      • wie wahr @ Jean­ne d’Arc wie im 90. Psalm in der Lutherübersetzung
        „.…..Dar­um fah­ren alle unse­re Tage dahin durch dei­nen Zorn; wir brin­gen uns­re Jah­re zu wie ein Geschwätz.….“

    • Ergän­zung zu Leo Laemm­lein — 17. Febru­ar 2015 um 21:07 „…Auch das geschah „zum Wohl der Kir­che“ und um grö­ße­ren Scha­den abzuwenden.“
      Das mit dem 3. Geheimn. v. Fati­ma ist so eine Sache…Ich ken­ne eine inof­fi­zi­el­le Ver­si­on (Schau­un­gen einer Begna­de­ten — ich habe lei­der den Namen u. d. Buch nicht parat), wo vom kom­men­den 3. Welt­krieg und der kom­men­den Heim­su­chung, dem Straf­ge­richt, gespro­chen wird. Wel­chen Scha­den woll­te S.E.Josef Car­di­nal Ratz­in­ger von der Kir­che abwen­den ? — Sie gleicht doch eh‘ schon einem Scher­ben­hau­fen. M.E. durf­te er die gan­ze Wahr­heit nicht ver­öf­fent­li­chen, weil bestimm­te Krei­se dage­gen waren. Ich weiß von einem ver­stor­be­nen Bischof aus Tsche­chi­en, der unter Sta­lin im Unter­grund geweiht wor­den war, und der eine Titu­lar­kir­che in Rom besaß, dass auch Papst Johan­nes Paul II. sich in einem ‚gol­de­nen Käfig‘ befand und vie­les nicht durf­te, was er hät­te gern wollen.…

      • Zusatz zum 3. Geheim­nis: Es wur­de in vor­her erwähn­ten Text (ich hof­fe, ich ver­wechs­le nichts) auch gesagt, dass die Kin­der in Fati­ma den „letz­ten Papst“ geof­fen­bart bekom­men hät­ten. Dies könn­te bedeu­ten, dass dies ein letz­ter Papst in die­ser Epo­che wäre, aber dies nicht das Ende des Papst­tums bedeu­tet. Da ja in Fati­ma von der bevor­ste­hen­den Heim­su­chung und dem Straf­ge­richt gespro­chen wird, könn­te damit der „letz­te Papst“ vor dem Ende unse­rer Epo­che gemeint sein. Der Herr Jesus sag­te näm­lich: „…dann wird es nur noch eine Her­de geben und EINEN Hir­ten (=Papst).“ (Joh 10, 16). ‚Ein Hir­te‘ über die gesam­te Chri­sten­heit bedeu­tet nur der Papst als ein­zi­ger Ober­hir­te. Im 2. Buch Samu­el sagt Gott durch Natan über David: „Dein Haus und dein König­tum sol­len durch mich auf ewig bestehen blei­ben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.“ (2 Sam 7, 16). Da nun der Papst in Jesus Chri­stus den rang­höch­sten Erb­teil (vor Köni­gen und Kai­sern) an die­sem Thron hat und Gott Vater sagt, dass er auf ewig Bestand hat, dann kann mit einem „letz­ten Papst“ in Fati­ma nur ein ‚letz­ter Papst‘ einer Zeit­epo­che gemeint sein, die mit irgend­ei­nem ein­schnei­den­den Ereig­nis, was ja eine Rei­ni­gung oder Straf­ge­richt (ähn­lich der Sint­flut od. Sodom u. Gomor­rha) ist, zu Ende geht, und nach­her geht das Papst­tum aber auf jeden Fall wei­ter. Viel­leicht woll­te S.E. Josef Kar­di­nal Ratz­in­ger die­ses The­ma nicht mit hin­ein brin­gen, weil es miß­ver­stan­den wer­den könn­te und in den Men­schen die Angst vor einem Ende der Kir­che erzeu­gen könn­te. Egal was pas­siert, das Papst­tum und die Kir­che wer­den weiterbestehen !

  11. Der Erz­bi­schof will uns eine hei­le Kir­che dar­stel­len. Die­ser untaug­li­che Ver­such ist ein­mal mehr geschei­tert. Gäns­wein ist mir zu glatt. Bene­dikt und Ber­go­glio aus einer Sub­stanz? Was auch immer das hei­ßen mag, über Ber­go­glio las­se ich mich nicht täu­schen, denn er ist ein Unglück.

  12. Na ja, es gab auch mal Petrus und Pau­lus in Rom — bei­de Apo­stel und bei­de extrem unter­schied­lich, außer in der Lie­be zum einen Herrn Jesus Christus.
    Daß der Apo­stel Petrus auch mal ein star­kes Wort sagen konn­te, davon berich­ten die Evan­ge­li­en und vie­le ande­re Schrif­ten. Und Pau­lus war ja ganz anders gear­tet, etwa bzgl. sei­ner Bil­dung. Er hat­te aber auch einen spe­zi­el­len Auftrag.
    Es braucht aber beide(s)- offenkundig.
    Man­che wür­den sicher­lich, ganz sicher, auch den Apo­stel Petrus ableh­nen- oder leh­nen ihn auch ab, offen oder geheim.

    • Hät­ten Sie’s viel­leicht ein paar Num­mern klei­ner, statt den Rabau­ken Fran­zis­kus I. (man den­ke nur an die skan­da­lö­se „Karnickel“-Äußerung) & den Pen­sio­när Bene­dikt XVI. mit den gemar­ter­ten Apo­stel­für­sten Petrus & Pau­lus gleichzusetzen ?! 

      Aber man sieht, wie groß mitt­ler­wei­le die Ver­zweif­lung auch der Bene­dikt-/Gäns­wein-Fans ist, sich zu sol­chen Ver­glei­chen zu versteigen.

  13. Hält Erz­bi­schof Gäns­wein und der Vati­kan die Katho­li­ken zum Narren?
    Laut einem Inter­view mit Kar­di­nal Ber­to­ne, das gestern im Catho­lic Herald ver­öf­fent­licht wur­de, wuss­te Ber­to­ne min­de­stens 7 Mona­te vor­her von dem bevor­ste­hen­den Rück­tritt Papst Bene­dikts und –hal­tet euch fest– der Wahl von Jor­ge Ber­go­glio zum „Papst Franziskus“.

    Home » Blog » Fea­tured » Car­di­nal Ber­to­ne knew of Resi­gna­ti­on of Pope Bene­dict XVI and the com­ing “Pope Fran­cis” 7 Mon­ths in Advance

    Excerp­ts From Rome
    [N.B. Sin­ce the Free­ma­sons must plan ahead, this is qui­te logical]
    Ber­to­ne knew of Abdi­ca­ti­on of Bene­dict and Advent of Fran­cis 7 mon­ths before?

    Rome, Febru­a­ry 19, 2015: It must be a mista­ke, or a joke, other­wi­se its the stuff that will igni­te the wil­dest spe­cu­la­ti­on: Car­di­nal Ber­to­ne was quo­ted, yester­day, to have affir­med in an inter­view that he knew both of the plan­ned resi­gna­ti­on of Pope Bene­dict XVI and the advent of Pope Fran­cis mon­ths befo­re­hand, and even dis­cus­sed it with Pope Benedict!

    Here is the explo­si­ve quo­te from the Catho­lic Herald, published today, and cited by us, minu­tes ago, but which was its­elf cited ver­ba­tim from the inter­view the Car­di­nal gave to Andrea Pur­ga­to­ri of the Huf­fing­ton Post.

    How sur­pri­sed were you by his deci­si­on to leave?

    I had gues­sed it, but put it out my thoughts. I knew long in advan­ce, at least seven mon­ths befo­re. And I had many doubts. We deba­ted the topic at length after it see­med alrea­dy deci­ded. I told him: Holy Father, you must bestow upon us the third volu­me on Jesus of Naza­reth and the ency­clo­pe­dia of faith, befo­re you sign things over to Pope Francis.

    This phra­se can­not have been said after the the Con­cla­ve, or befo­re Con­cla­ve, becau­se in the first case Bene­dict XVI had alrea­dy abdi­ca­ted; in the second, Pope Fran­cis had not been elec­ted nor taken his name. As it stands, it seems to signi­fy that mon­ths befo­re the elec­tion of Pope Fran­cis, Pope Bene­dict and Car­di­nal Ber­to­ne, his secreta­ry of Sta­te, knew that Car­di­nal Ber­go­glio would suc­ce­ed him and take the name Francis.
    http://biblefalseprophet.com/2015/02/20/cardinal-bertone-knew-of-resignation-of-pope-benedict-xvi-and-the-coming-pope-francis-7-months-in-advance/

  14. Es war ein abge­kar­te­tes Spiel, ein ech­tes Kom­plott, von lan­ger Hand geplant, von den Her­ren die schon 2005 Ber­go­glio als ihren Mann auf den Stuhl Petri hie­ven woll­ten. Allen vor­an die­ser schmie­ri­ge Kar­di­nal Kas­per. Ich habe es schon oft in die­sem Forum gesagt, daß es ein lan­ge geplan­ter Putsch der Pro­gres­si­sten war. Lei­der ist er gelungen.

  15. Auch wenn es ein „abge­kar­te­tes Spiel“ gewe­sen wäre, dann wäre mir ein Opfer­papst lie­ber. Der Hirt, der zurück­weicht — was ist das ? Jesus ist auch nicht vom Kreuz herabgestiegen !

    • Wie recht Sie haben @Jeanne dArc. Er hät­te aus­har­ren müs­sen. Bene­dikt hat­te die Macht sei­nen Fein­den zu trot­zen. Er war zu schwan­kend in sei­nem Han­deln. Er wollte
      die Qua­dra­tur des Krei­ses. Die Aus­söh­nung der Tra­di­ti­on mit dem Moder­nis­mus, und umge­kehrt. Dies ist, wie wir sehen kläg­lich geschei­tert. Er war schwach, ein Spiel­ball der Kräf­te die er nicht beherr­schen konnte.

      • Die span­nen­de Fra­ge bleibt aber, war­um benennt nie­mand die­se Kräfte?
        oder anders gefragt, wenn die­se Kräf­te wirk­lich so stark sind, dass sie Medi­en, Poli­ti­ker, und selbst die Kurie kon­trol­lie­ren kön­nen und das auch tun.
        ja war­um blei­ben die dann so im Dunkeln?
        Weil wenn es sie denn wirk­lich gibt, was fürch­ten die?

        Man kann es dre­hen und wen­den wie man will, Bene­dikt hat es wohl ehr­lich gemeint, er woll­te nicht öffent­lich alt werden.
        Damit hat er aber, so ver­ständ­lich es, von sei­nem scheu­en, edlen Wesen her ist, dass er ver­mei­den woll­te als hin­fäl­li­ger Greis bestän­dig in den Medi­en prä­sent zu sein, allen Alten einen Bären­dienst erwiesen.

  16. Das ist eine ziem­lich star­ke Sache @Leo Lämm­lein. Im Nach­hin­ein muß man wohl sagen, daß Papst Bene­dikt XVI. , der eigent­lich Wis­sen­schaft­ler, Theo­lo­ge usw. ist, aber sich sicher­lich nie als einer ver­stand, der soz. mit der Welt hät­te Schlit­ten fah­ren kön­nen, irgend­wann sei­ne „Sache“ als gemacht ange­se­hen hat­te. Er ist zu gut für die­se Welt. Da gibts auch etli­che ande­re Chri­sten, die nichts für die Welt sind. Und es gab sie immer, dar­un­ter vie­le gro­ße Heilige.

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