Ivereigh + Universi dominici gregis 81 = Ein radikales Problem für den Papst

Ivereigh überreicht Papst seine brisante Papst-Biographie
Ive­r­eigh über­reicht Papst sei­ne bri­san­te Papst-Bio­gra­phie

(Rom) Die neue Papst-Bio­gra­phie des bri­ti­schen Katho­li­ken Austen Ive­r­eigh sorgt, wie berich­tet, für Unru­he. Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen des ehe­ma­li­gen Pres­se­spre­chers von Kar­di­nal Cor­mac Murphy‑O’Connor im Licht der Apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on Uni­ver­si domi­ni­ci gre­gis von 1998 gele­sen, wer­fen Fra­gen auf. Deren explo­siv­ste lau­tet: Soll­ten Ive­r­eighs Behaup­tun­gen zutref­fend sein, ist dann die Wahl des amtie­ren­den Pap­stes gül­tig? Ive­r­eighs, wie es scheint, in ihrer Trag­wei­te nicht erfaß­te Plau­de­rei­en aus dem Näh­käst­chen sind jeden­falls bri­san­ter als Anto­nio Soc­cis Argu­men­ta­ti­on für eine angeb­li­che Ungül­tig­keit der Wahl von Papst Fran­zis­kus.

Am 21. Novem­ber, zwei Tage vor dem Bericht des Sunday Tele­graph und vier Tage bevor das Buch „The Gre­at Refor­mer“ in den Buch­han­del kam, wur­de Ive­r­eigh von Papst Fran­zis­kus emp­fan­gen. Der Bri­te über­reich­te dem Papst ein Exem­plar der Bio­gra­phie. Kaum das Ver­hal­ten eines Autors, der dem Papst nicht wohl­ge­son­nen ist oder gar „Ver­schwö­rungs­theo­ri­en“ gegen den Papst ver­brei­ten will. Anto­nio Soc­ci, der in sei­nem Buch „Non é Fran­ces­co“ die Gül­tig­keit der Papst­wahl in Fra­ge stellt, wur­de weder vom Papst emp­fan­gen noch kam es zu einer Buch­über­rei­chung.

Ive­r­eigh stellt die Gül­tig­keit der Papst­wahl kei­nes­wegs in Fra­ge und läßt immer wie­der deut­lich sei­ne gro­ßen Sym­pa­thi­en für den argen­ti­ni­schen Papst erken­nen. Über Twit­ter ver­brei­te­tet Ive­r­eigh stolz ein Foto, wie er Papst Fran­zis­kus sein Buch über­reicht. Er gehört weder zum Kreis der Papst­kri­ti­ker noch ist er ein Revol­ver­jour­na­list.

Seit­her sind erst zehn Tage ver­gan­gen und das Buch droht für bei­de zu einem unan­ge­neh­men Pro­blem zu wer­den.

Zwei Tage nach der Begeg­nung im Vati­kan ver­öf­fent­lich­te John Bing­ham im Sunday Tele­graph sei­nen Vor­be­richt zum Erschei­nen des Buches. Bing­ham ent­hüll­te den bri­san­te­sten Teil der Ber­go­glio-Apo­lo­ge­tik: Dem­nach orga­ni­sier­te sich nach der Rück­tritts­an­kün­di­gung durch Papst Bene­dikt XVI. eine Grup­pe euro­päi­scher Kar­di­nä­le zur Durch­set­zung eines ihnen geneh­men Kan­di­da­ten. Den Kern der Grup­pe, die Ive­r­eigh „Team Ber­go­glio“ nennt, bil­de­ten, so der Autor, die deut­schen Kar­di­nä­le Kas­per und Leh­mann, der Fla­me Dan­neels und Ive­r­eighs ehe­ma­li­ger Arbeit­ge­ber, der Eng­län­der Murphy‑O’Connor. Das „Team“ habe im Stil­len hin­ter den Kulis­sen eine regel­rech­te Wahl­kam­pa­gne für den Erz­bi­schof von Bue­nos Aires orga­ni­siert.

Im nach­fol­gen­den wer­den weit­ge­hend Über­le­gun­gen des Fran­zis­ka­ners Bru­der Alexis Bug­no­lo auf sei­nem Blog From Rome wie­der­ge­ge­ben.

Das kuriose Dementi Ivereighs

denialDie Ent­hül­lung ist bri­sant, weil das Gesetz der Kir­che jede Form von Wahl­ab­spra­chen und Kam­pa­gnen ver­bie­tet. Sie wird gera­de­zu explo­siv in dem Teil, wo Ive­r­eigh behaup­tet, Kar­di­nal Jor­ge Mario Ber­go­glio sei ein­ge­weiht gewe­sen und habe aus­drück­lich sei­ne Zustim­mung gege­ben. Damit steht eine gro­ße Fra­ge im Raum: Wenn Ive­r­eighs Behaup­tung stimmt, ist dann die Wahl von Papst Fran­zis­kus ungül­tig? Ein Zwei­fel kommt zumin­dest au, ob die kir­chen­recht­li­chen Bestim­mun­gen ein­ge­hal­ten wur­den.

Ive­r­eigh sagt es nicht direkt, stützt sich aber offen­sicht­lich vor allem auf Aus­sa­gen von Kar­di­nal Murphy‑O’Connor, des­sen eng­ster Mit­ar­bei­ter er war. Und er schil­dert im Detail mit wört­li­chen Wie­der­ga­ben, wie die­ser von Ber­go­glio die Zusi­che­rung ein­hol­te, als Kan­di­dat zur Ver­fü­gung zu ste­hen und die­ses Mal, im Gegen­satz zu 2005 auch stand­haft zu blei­ben.

Zwei Tage nach der Sunday Tele­graph-Ent­hül­lung ver­öf­fent­lich­te der Dai­ly Tele­graph ein Demen­ti, das Mag­gie Doh­er­ty, die Pri­vat­se­kre­tä­rin von Kar­di­nal Murphy‑O’Connor unter­zeich­ne­te.

Die Erklä­rung von Mag­gie Doh­er­ty ist in meh­rer­lei Hin­sicht bemer­kens­wert. Ive­r­eigh war der Vor­gän­ger von Doh­er­ty als eng­ster Mit­ar­bei­ter des eng­li­schen Kar­di­nals. Als sol­cher pfleg­te Ive­r­eigh ein enges, bis heu­te nicht abge­bro­che­nes Ver­hält­nis zum eme­ri­tier­ten Erz­bi­schof von West­min­ster, und unter­hielt von Amts wegen freund­schaft­li­che Kon­tak­te zu den Freun­den sei­nes Arbeits­ge­bers in der gan­zen Welt. Ihm fiel es zu, tag­täg­lich mit ihnen zu kom­mu­ni­zie­ren. Allein die­ses Netz­werk macht es plau­si­bel, daß Ive­r­eigh Zugang zu Infor­ma­tio­nen aus erster Hand hat­te, die sich nicht nur auf den ehe­ma­li­gen Pri­mas von Eng­land und Wales beschrän­ken. Da die Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on Uni­ver­si domi­ni­ci gre­gis nur die Wei­ter­ga­be von Infor­ma­tio­nen zu Ereig­nis­sen im und wäh­rend des Kon­kla­ve unter Stra­fe stellt, ist Ive­r­eigh mit sei­nen Ent­hül­lun­gen über die Vor­be­rei­tung des Kon­kla­ve kei­ner Kir­chen­stra­fe ver­fal­len.

Wür­de jemand aber nicht weit­rei­chen­de nega­ti­ve Fol­gen befürch­ten, wegen sei­ner Rol­le im Vor­kon­kla­ve und mög­li­cher­wei­se wegen der Gül­tig­keits­fra­ge der Papst­wahl, hät­te es nicht eines Demen­ti von Mag­gie Doh­er­ty bedurft, schon gar nicht als Brief an den Chef­re­dak­teur des Dai­ly Tele­graph.

Doh­er­ty nennt im Demen­ti nur Kar­di­nal Ber­go­glio. Demen­tiert wird nur, daß Kar­di­nal Murphy‑O’Connor sich dem Erz­bi­schof von Bue­nos Aires genä­hert habe, um des­sen Zustim­mung zur Stim­men­samm­lung ein­zu­ho­len. Das erweckt den Ein­druck, als woll­te Murpy‑O’Connor mit dem Demen­ti das Anse­hen von Papst Fran­zis­kus schüt­zen. Wur­de ihm ein ent­spre­chen­der Wunsch vom Staats­se­kre­ta­ri­at des Vati­kans nahe­ge­legt?

Mag­gie Doh­er­ty sagt in ihrem Demen­ti: „Was sich im Kon­kla­ve ereig­ne­te (…) unter­liegt der Geheim­hal­tung“. Das ist aller­dings nicht prä­zi­se.

Was sagen die geltenden Bestimmungen?

Team BergoglioAlle, die am Kon­kla­ve teil­neh­men, sind durch die von Johan­nes Paul II. erlas­se­ne Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on zur Geheim­hal­tung ver­pflich­tet. „Alle anwe­sen­den Kar­di­nä­le (müs­sen) den Eid able­gen, die in der Kon­sti­tu­ti­on ent­hal­te­nen Vor­schrif­ten zu beach­ten und das Amts­ge­heim­nis zu wah­ren“ (Para­graph 12). „Alle Per­so­nen, die aus wel­chem Grund und zu wel­cher Zeit auch immer durch jemand direkt oder indi­rekt etwas von den zur Wahl gehö­ren­den Hand­lun­gen, ins­be­son­de­re aber was die Wahl­gän­ge anbe­langt, erfah­ren soll­ten, sind gegen­über jeder Per­son, die nicht zum Kol­le­gi­um der wahl­be­rech­tig­ten Kar­di­nä­le gehört, zu stren­ger Geheim­hal­tung ver­pflich­tet: des­we­gen müs­sen sie vor Beginn der Wahl­hand­lun­gen gemäß den Moda­li­tä­ten und der Form, wie sie in der fol­gen­den Num­mer ange­zeigt sind, den Eid lei­sten“ (Para­graph 47).

„Den wahl­be­rech­tig­ten Kar­di­nä­len ist es ins­be­son­de­re ver­bo­ten, irgend­ei­ner ande­ren Per­son direkt oder indi­rekt Aus­kunft über die Abstim­mun­gen zu geben, wie auch dar­über, was über die Wahl des Pap­stes in den Zusam­men­künf­ten der Kar­di­nä­le vor oder wäh­rend der Zeit der Wahl behan­delt oder ent­schie­den wor­den ist. Die­se Pflicht zur Geheim­hal­tung betrifft auch jene nicht­wahl­be­rech­tig­ten Kar­di­nä­le, die an den Gene­ral­kon­gre­ga­tio­nen der vor­lie­gen­den Kon­sti­tu­ti­on teil­neh­men“ (Para­graph 59). Vor jeder Ver­let­zung die­ser Bestim­mun­gen wer­den die betei­lig­ten Per­so­nen gewarnt, „da sie anson­sten die Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae auf sich zie­hen wür­den“ (Para­graph 58).

Die Ver­pflich­tun­gen betref­fen also, anders als von Doh­er­ty dar­ge­stellt, nicht die Ereig­nis­se, son­dern die betei­lig­ten Per­so­nen. Die For­mu­lie­rung deu­tet auf Eile hin und daher auf einen Wunsch Kar­di­nal Murphy‑O’Connors direkt an sei­ne Sekre­tä­rin ohne Hin­zu­zie­hung eines Kir­chen­recht­lers.

Das Wespennest, ist das Ivereigh gestochen hat

Ive­r­eigh selbst mach­te Stun­den nach Doh­er­tys Demen­ti über Twit­ter einen erstaun­li­chen Rück­zie­her von dem, was er im Buch geschrie­ben hat­te. Sein Buch war zu die­sem Zeit­punkt in Groß­bri­tan­ni­en und den USA gera­de erst für weni­ge Stun­den im Buch­han­del. Ive­r­eigh twit­ter­te:

„They secu­red his assent“ (p. 355) shd have read“
„They belie­ved he wd not oppo­se his elec­tion“.
Will amend in future eds. #The­Great­Re­for­mer

Was in der ver­krüp­pel­ten Twit­ter-Spra­che soviel hei­ßen soll wie: „Wo ich auf Sei­te 355 geschrie­ben habe: ‚Sie haben sich sei­ner Zustim­mung ver­si­chert‘, soll­te man lesen: ‚Sie glau­ben, daß er sich nicht sei­ner Wahl wider­set­zen wür­de‘. Ich wer­de das in den künf­ti­gen Aus­ga­ben mei­nes Buches The Gre­at Refor­mer ändern.“

In einem wei­te­ren Tweet ver­schick­te Ive­r­eigh das vom Dai­ly Tele­graph ver­öf­fent­lich­te Doh­er­ty-Demen­ti mit dem Zusatz:

„+ CMOC erklärt auf der Leser­brief­sei­te des Dai­ly Tele­graph von heu­te.“ + CMOC steht für Kar­di­nal Cor­mac Mur­phy O’Connor.

Ist damit alles geklärt? Kei­nes­wegs. Weder Ive­r­eigh noch Kar­di­nal Mur­phy-O’Con­nor haben bis­her demen­tiert oder bestrit­ten, daß es Wahl­ab­spra­chen und eine Wahl­kam­pa­gne für Kar­di­nal Ber­go­glio gab.

„Die wahl­be­rech­tig­ten Kar­di­nä­le müs­sen sich außer­dem jeder Form von Ver­hand­lun­gen, Ver­trä­gen, Ver­spre­chen oder son­sti­ger Ver­pflich­tun­gen jeder Art ent­hal­ten, die sie bin­den kön­nen, einem oder eini­gen die Stim­me zu geben oder zu ver­wei­gern. Käme es tat­säch­lich dazu, so erklä­re ich eine sol­che Bin­dung für nich­tig und ungül­tig, auch wenn sie unter Eid ein­ge­gan­gen wor­den wäre, und nie­mand soll ver­pflich­tet sein, sich dar­an zu hal­ten; ich bele­ge ab sofort die Über­tre­ter die­ses Ver­bo­tes mit der Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae. Den­noch beab­sich­ti­ge ich nicht zu ver­bie­ten, daß wäh­rend der Sedis­va­kanz ein Gedan­ken­aus­tausch über die Wahl statt­fin­den kann“ (Uni­ver­si domi­ni­ci gre­gis, Para­graph 81).

Ein „Gedan­ken­aus­tausch“ ist erlaubt, aber „jede Form Ver­hand­lun­gen, Ver­trä­gen, Ver­spre­chen oder son­sti­ger Ver­pflich­tun­gen“ sind ver­bo­ten. Um die Bedeu­tung der Kon­sti­tu­ti­on zu ver­deut­li­chen, ist der ver­bind­li­che latei­ni­sche Text her­an­zu­zie­hen:

„Car­di­na­les elec­to­res prae­te­rea absti­neant ab omni­bus pac­tio­n­i­bus, con­ven­tio­ni­bus, pro­mis­sio­ni­bus ali­is­que qui­bus­vis obli­ga­tio­ni­bus, qui­bus astrin­gi pos­sint ad suf­fra­gi­um cui­dam vel qui­bus­dam dan­dum aut recu­san­dum. Quae omnia, si reap­se inter­vener­int, eti­am iure iuran­do adiec­to, decer­ni­mus ea nul­la et irri­ta esse, neque eadem obser­van­di obli­ga­tio­ne quem­quam tene­ri; faci­en­tes con­tra iam nunc poe­na excom­mu­ni­ca­tio­nis latae sen­ten­tiae inno­da­mus. Veta­ri tamen non intel­le­gi­mus, ne per tem­pus Sedis vacan­tis de elec­tio­ne sen­ten­tiae invicem com­mu­ni­cen­tur.“

Im kon­kre­ten Fall ergibt sich das Pro­blem, daß die Gül­tig­keit einer Papst­wahl, an der Per­so­nen teil­nah­men, die der Exkom­mu­ni­ka­ti­on ver­fal­len sein könn­ten, indem sie die Bestim­mung 81 der Apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on ver­letz­ten, gemäß Canon 171, Para­graph 2 des Codex Iuris Cano­ni­ci ange­foch­ten wer­den kann, der aus­drück­lich eine Wahl für ungül­tig erklärt, bei der die nöti­gen Stim­men nur durch Per­so­nen erreicht wur­den, die zum Zeit­punkt der Wahl exkom­mu­ni­ziert waren (sie­he auch Canon 171, Para­graph 1.3).

„Die Behaup­tun­gen von Ive­r­eigh zusam­men mit dem Para­graph 81 der Apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on Uni­ver­si domi­ni­ci gre­gis stel­len ein radi­ka­les Pro­blem für die Recht­mä­ßig­keit der Kan­di­da­tur des Kar­di­nals Ber­go­glio für das Papst­amt dar“, so From Rome.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bil­der: From Rome (Screen­shot)




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17 Kommentare

  1. So wie ich das aus den oben­ste­hen­den Bestim­mun­gen her­aus­le­se, ist nicht jede Form von Ver­hand­lun­gen, Ver­trä­gen, Ver­spre­chun­gen etc. schlech­ter­dings ver­bo­ten, son­dern nur eine sol­che die geeig­net ist jeman­den im Innen­ver­hält­nis zu ver­pflich­ten — also etwa Syn­di­kats­ver­trä­ge oder ähn­li­ches. Das schließt auch eine Wahl­kam­pa­gne wie sie nun beschrie­ben wur­de nicht aus.

  2. Es ändert aber nichts am Pro­blem „Fran­zis­kus I“, denn so wie Frol­lo die­se ille­ga­len Abspra­chen ver­harm­lost und sogar als erlaubt hin­stellt, so wird es auch der Vati­kan in ver­lo­ge­ner Art und Wei­se hin­dre­hen wol­len. Und wie­der ein­mal müs­sen die Pres­se­spre­cher für das anti­ka­tho­li­sche Ver­hal­ten ihrer Vor­ge­setz­ten her­hal­ten, nur mit jeder Äuße­rung die­ser wird jedes Demen­ti der betrof­fe­nen Per­so­nen noch unglaub­wür­di­ger, oder müs­sen die Pres­se­spre­cher für ihre Vor­ge­setz­ten mit LÜGEN die Kasta­ni­en aus den Feu­er holen???

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. PENG. Das wird ja immer bes­ser. Das ist mitt­ler­wei­le sicher kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­rie mehr, son­dern die Fak­ten­la­ge. Man sieht das auch dar­an, dass Ber­go­glio­lieb­ha­ber wie Frol­lo die­se Fak­ten auch nicht mehr leug­nen. Neben der Befrie­di­gung, hier mit vie­len ande­ren katho­li­schen Usern von Anfang an recht gehabt zu haben, darf man nun getrost nach den Kon­se­quen­zen fra­gen. Wie die­ser Ber­go­glio­an­be­ter Ive­r­eigh selbst zugibt, hat das Kar­tell um Kas­per und Co. das Kon­kla­ve mani­pu­liert. Die Recht­mä­ßig­keit der Wahl des Ursu­pa­tors wird damit von einem sei­ner fana­ti­schen Anhän­ger selbst in Fra­ge gestellt. Haben wir es hier- wie wir in katholisch.info von Anfang an ver­mu­tet haben- mit einer Mani­pu­la­ti­on zu tun? Die Ant­wort ist ja. Ist der Ursu­pa­tor dann recht­mä­ßig auf dem Stuh­le Petri, wenn man die ein­schlä­gi­gen kir­chen­recht­li­chen Cano­nes betrach­tet. Ant­wort: nein. Ille­ga­le Abspra­chen und Intri­gen, ein­ge­fä­delt vom roten Kas­per, der ja schon öfter sei­ne Wahr­heits­lie­be unter Beweis gestellt hat führ­ten zur Wahl Ber­go­gli­os. Wir haben es hier wohl mit dem größ­ten Betrug der Welt­ge­schich­te zu tun. Denn schon vor dem Kon­kla­ve spra­chen die ein­ge­weih­ten Krei­se davon, dass Ber­go­glio der neue Papst wer­den wür­de. Es muss doch selbst für den dümm­sten Ber­go­glio­an­be­ter ein­fach von der Logik her klar sein, dass eine sol­che Abspra­che nichts mehr mit dem Hei­li­gen Geist zu tun hat, son­dern mit mensch­li­chen Rän­ke­spie­len. Damit ist die Wahl nach dem gel­ten­den Kon­kla­ve­recht ungül­tig.

  4. Was ist mit dem Treu­eid, den die Kar­di­nä­le gelei­stet haben? Wird dadurch nicht ein Form­feh­ler bei der Wahl geheilt?

  5. Inter­es­sant ist in dem Zusam­men­hang die Bit­te Bego­gli­os direkt nach der Wahl, das Volk möge ihn seg­nen. War das auf eine Accla­ma­tio Popu­li gerich­tet? Der Mann ist Jesu­it…

  6. Zwar sind in Uni­ver­si domi­ni­ci gre­gis am Tag nur vier Wahl­gän­ge erlaubt, zwei mor­gens und zwei abends und kei­nes­falls fünf, aber wenn den Herr­schaf­ten der 13.03.13 als Datum für die Wahl von J.M.Bergoglio so wich­tig war, dann kann über der­ar­ti­ge Vor­schrif­ten hin­weg­ge­se­hen wer­den. Gel?

    Lästig wenn jemand die­ses eigen­wil­li­ge Tun hin­ter­fragt. Soc­ci ist ein Stö­ren­fried, also hin­weg mit des­sen Argu­men­ten.

    Was der Eng­län­der und Ber­go­glia­ner Ive­r­eigh in sei­nem Buch schreibt, soll­te wohl ein gutes Licht auf die Papst­ma­cher und sein Idol wer­fen. Eher wur­de dar­aus ein glaub­haf­tes Zeug­nis für die unfei­nen Machen­schaf­ten im Hin­ter­grund.
    Aller­dings dürf­te die­se Epi­so­de ohne jeg­li­che recht­li­che Kon­se­quenz blei­ben.
    Ein­zi­ger Trost:
    Das pein­li­che Geschwa­fel vom Hei­li­gen Geist als Papst­wäh­ler wird end­lich ver­stum­men müs­sen.

  7. Das „Team Ber­go­glio“, der Rück­tritt von 2013 und das Kon­kla­ve! Mur­phy O´Connor offen­bart…

    1. Mur­phy O’Con­nor offen­bar­te in einem exklu­si­ven Inter­view mit der Herald ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber: „Alle Kar­di­nä­le haben zwei Tage nach sei­ner Wahl, ein Tref­fen mit ihm in der Hal­le des Segens gehabt. Wir alle gin­gen einer nach dem ande­ren und er begrüß­te mich sehr herz­lich. Er sag­te etwas wie:.. ‚es ist dei­ne Schuld. Was hast du getan? “

    2. In der streng for­mu­lier­ten apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on von Papst Johan­nes Paul II im Jahr 1996: „Die wahl­be­rech­tig­ten Kar­di­nä­le müs­sen es auch wei­ter­hin unter­las­sen jede Art von Ver­trag, Ver­ein­ba­rung, Zusa­ge oder ande­re Ver­pflich­tung jeg­li­cher Art ein­zu­ge­hen, die dazu ver­pflich­ten könn­ten einer oder meh­re­ren Per­so­nen ihre Stim­me zu geben oder sie zu ver­wei­gern. Wenn dies tat­säch­lich gesche­hen soll­te, auch unter Eid, bestim­me ich ein sol­ches Enga­ge­ment, für null und nich­tig, und dass nie­mand ver­pflich­tet ist, es zu beob­ach­ten und ich ver­hän­ge die Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on auf, die latae sen­ten­tiae (Tat­stra­fe) denen die gegen die­ses Ver­bot ver­sto­ßen. Es ist jedoch nicht mei­ne Absicht den Mei­nungs­aus­tausch über die Wahl zu ver­bie­ten, in der Zeit der Sedis­va­kanz. Ich ver­bie­ten in glei­cher Wei­se den Kar­di­nä­len vor der Wahl, auf irgend eine Bestim­mung ein­zu­ge­hen und sich ein­ver­nehm­lich auf eine bestimm­te Vor­ge­hens­wei­se zu ver­pflich­ten, wenn einer von ihnen zum Papst erho­ben wer­den soll­te. Die­se Ver­spre­chen, wenn man die­se auch abge­legt haben soll­te, auch wenn unter Eid, erklä­re ich für null und nich­tig. “

    3. Den­ken Sie dar­an .…
    Vati­kan Tage­buch / „Ich fol­ge Dei­nen Kar­di­nä­le gebe­ten“
    Die Ver­en­gun­gen des Pre-Kon­kla­ve auf die Gover­nan­ce von Fran­zi­sus. Abkom­men ver­bun­den mit der Wahl eines Pap­stes sind ille­gal und ungül­tig. Aber die aktu­el­le Pra­xis kommt dem sehr nahe.
    Gefun­den auf: http://kirche-realitaet.blogspot.de/

  8. Wenn 2 Thess 2 Erfül­lung fin­det, wovon ich aus­ge­he, dann muss­te die Aus­sa­ge „dass er sich sogar in den Tem­pel Got­tes setzt“ eine Bedeu­tung haben, also die akti­ve Ergrei­fung einer Gele­gen­heit. Wie dies mit dem jesui­ti­schen Gelüb­de ver­ein­bar sein soll, nicht nach Ämtern zu stre­ben, muss mir auch erst mal jemand erklä­ren.

    Totus tuus

  9. Ich bin nun wahr­lich alles ande­re als ein Ber­go­glio­lieb­ha­ber, das ist eine bös­wil­li­ge Unter­stel­lung. Ich habe mir nur erlaubt für eine kir­chen­recht­lich bedeut­sa­me Fra­ge ent­lang kir­chen­recht­li­cher Nor­men zu argu­men­tie­ren. Und das ohne Wahr­heits­an­spruch — denn ich bin kir­chen­recht­li­cher Laie. Wie dem auch sei: Eine recht­li­che Ana­ly­se ist kei­ne mora­li­sche oder gar geist­li­che Exkul­pa­ti­on, das ist strikt zu tren­nen.

  10. Daß es Abspra­chen gab, hat­te „Papst“ Ber­go­glio ja schon selbst zuge­ge­ben, als er sag­te, daß er nur mache, was er mit den Kar­di­nä­len (sei­ner Wahl) bereits vor dem Kon­kla­ve minu­ti­ös ver­ab­re­det habe.

    Es stinkt ganz gewal­tig. Die Fak­ten müs­sen jetzt alle auf den Tisch und dann muß tabu­la rasa gemacht wer­den wie es aus­sieht. D.h.: ein Rück­tritt von Ber­go­glio vom Papst­amt, das er mit sei­nen Kar­di­nä­len oder bes­ser die mit ihm ent­wür­di­gen, ist unaus­weich­lich. Ober­papst Leh­mann muß dann eben­falls gefeu­ert wer­den.

    Papst Bene­dikt XVI. ist nach wie vor der wah­re Papst der Kir­che Chri­sti.

      • Aber sicher will er es sein!
        Er wird die treue Schar füh­ren. Er (Bene­dikt) ist unser Hir­te. Auf ihn kön­nen wir bau­en. Da bin ich sicher.
        Die Kir­che Roms zu füh­ren liegt nun in SEINER (= Gott­va­ters) Hand und durch den Hl. Geist wird er Bene­dikt lei­ten. Haben wir Geduld! Wir wer­den sehen.
        (Mei­ne Wege sind nicht eure Wege.…).
        Glau­ben und ver­trau­en wir nur auf IHN und SEINE Füh­rung. Beten wir bestän­dig und fest, vor allem den Hl. Rosen­kranz — und — grü­beln wir weni­ger! Macht nur Fal­ten!!
        Wir wer­den schon erken­nen, wenn wir erken­nen wol­len…

      • @ Mari­en­zweig ich seh das genau­so!
        Papst Bene­dikt ist nicht der Bar­ba­ros­sa der in Mater Eccle­sia, wie letz­te­rer im Kyff­häu­ser sitzt und auf sei­ne Zeit war­tet.
        Gott­ver­trau­en soll­te man trotz­dem haben, die Kir­che hat schon vie­les über­stan­den, man goog­le mal Urban VI.

  11. Stim­me Frol­lo zu und bin auch kein „Ber­go­glio­lieb­ha­ber“. Bleibt sach­lich, Leu­te, sonst scha­det ihr nur unse­rem Anlie­gen.

    Aller­dings bin ich auch kein Ita­lie­ner. Kir­chen­recht­li­che Sub­ti­li­tä­ten lie­gen mir nicht. Ange­sichts der aktu­el­len Ent­wick­lun­gen in der Kir­che ist Kas­pers Wahl­kam­pa­gne mein mit Abstand gering­stes Pro­blem.

  12. Kir­chen­recht­lich ist die Ange­le­gen­heit ein Dis­ser­ta­ti­ons­the­ma für einen zukünf­ti­gen Histo­ri­ker.
    Mensch­lich wächst sie zu einer Tra­gö­die anti­ken Aus­ma­ßes. Die Akteu­re sind auf­ge­stellt, die Ver­strickun­gen da.… Sie wer­den alle noch hin­ter­ein­an­der kom­men.

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