Will EU Kirche in den Ruin treiben? — Gerechtigkeit, IKEA und Steuerparadiese

Parole der Radikalen Partei
Paro­le der Radi­ka­len Par­tei mit Anspie­lung an die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on

(Rom) In eini­gen euro­päi­schen Län­dern, dar­un­ter auch Ita­li­en und Spa­ni­en, füh­ren kir­chen­feind­li­che Grup­pen Hetz­kam­pa­gnen durch. Der Kir­che wird vor­ge­wor­fen, unge­recht­fer­tig­te Steu­er­pri­vi­le­gi­en zu genie­ßen. Gezielt wird mit der Akti­vie­rung des Neid­kom­ple­xes kal­ku­liert. Im Gegen­satz zur Kir­che sind es die Prot­ago­ni­sten die­ser Kam­pa­gnen, die teils auf Kosten des Staa­tes leben und gol­de­ne Pri­vi­le­gi­en genie­ßen. Noch def­ti­ger wird es, wenn die­sel­ben Krei­se zu den inter­na­tio­na­len Mul­ti­kon­zer­nen schwei­gen, die sich ganz legal in Steu­er­pa­ra­die­se ver­drücken und kei­ne oder so gut wie kei­ne Steu­ern bezah­len. Viel­leicht weil sie poli­tisch kor­rek­te Pro­pa­gan­da betrei­ben und Orga­ni­sa­tio­nen unter­stüt­zen, wie die neue gay friend­ly Hal­tung des schwe­di­schen Möbel­rie­sen Ikea? An Ikea ist außer den Far­ben gelb-blau nichts mehr schwe­disch und Steu­ern „bezahlt“ das Unter­neh­men auf den fer­nen Antil­len unter woh­li­ger Son­ne. Doch der Rei­he nach.

Wenn sich „Gleichheit“ auf Kirchenfeindlichkeit reimt

In Ita­li­en mit sei­ner Haupt­stadt Rom, der „Stadt des Pap­stes“ fin­det seit vie­len Jah­ren ein erbit­ter­ter Kampf radi­ka­ler Kräf­te gegen die Katho­li­sche Kir­che statt. Dazu gehört auch der Ver­such, auf dem Gerichts­weg wegen angeb­li­chem Ver­stoß gegen das Gleich­heits­prin­zip Steu­er­erleich­te­run­gen für die Kir­che zu Fall zu brin­gen. Gemeint ist die Befrei­ung von der Immo­bi­li­en­steu­er. Aus­ge­nom­men von der Immo­bi­li­en­steu­er ist nicht der gesam­te Immo­bi­li­en­be­sitz in kirch­li­cher Trä­ger­schaft. Wenn eine Diö­ze­se oder ein Klo­ster über Woh­nun­gen ver­fügt und die­se ver­mie­tet, müs­sen unein­ge­schränkt die ent­spre­chen­den Steu­ern gelei­stet wer­den. Die Steu­er­be­frei­ung gilt nur für die Kult­stät­ten, das heißt Kathe­dra­len, Kir­chen, Kapel­len, für Klö­ster und Pfarr­häu­ser. Dazu kom­men Gebäu­de, die direkt von kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen für reli­giö­se Zwecke genützt wer­den.

Die patho­lo­gisch kir­chen­feind­li­che Radi­ka­le Par­tei von Mar­co Pan­nella und Emma Boni­no, ein Mit­be­grün­der in den 1950er Jah­ren war auch Euge­nio Scal­fa­ri, hetzt mit der Behaup­tung „skan­da­lö­ser Pri­vi­le­gi­en“ und for­dert „Glei­che Rech­te und Pflich­ten für alle“. Dabei wird in der Öffent­lich­keit auf Feri­en­häu­ser ver­wie­sen, die von der Kir­che betrie­ben wür­den und dem Gast­ge­wer­be „Kon­kur­renz“ machen. In Wirk­lich­keit gehört auch es seit Ent­ste­hung des Mas­sen­tou­ris­mus in der Zwi­schen­kriegs­zeit zu ihrem Sozi­al­apo­sto­lat, weni­ger wohl­ha­ben­den Men­schen einen Urlaub zu ermög­li­chen. Eine Form, die eine Steu­er­be­gün­sti­gung zwin­gend macht, weil die Tätig­keit nicht auf Gewinn aus­ge­rich­tet ist. Müß­ten die Steu­ern in vol­ler Höhe bezahlt wer­den (bestimm­te Abga­ben wer­den ohne­hin ent­rich­tet), müß­ten die Akti­vi­tä­ten auf­ge­las­sen wer­den.

Die absichtlich falsche Rechnung der Kirchengegner

Rom, die Stadt der Kirchen
Rom, die Stadt der Kir­chen

Was die Radi­ka­len ver­schwei­gen: Der weit­aus größ­te Teil der Immo­bi­li­en betrifft Sakral­bau­ten. Nie­mand, weder die Kir­che noch der Staat könn­ten die Immo­bi­li­en­steu­er für die Kult­bau­ten stem­men. Im Gegen­zug kommt die Kir­che für deren Erhal­tung auf, für die sie in Ita­li­en vom Staat kaum Unter­stüt­zung erhält. Die Öffent­lich­keit hat kei­nen Scha­den, dafür aber einen gro­ßen Nut­zen, weil die Kir­che das kul­tu­rel­le, histo­ri­sche und kunst­hi­sto­ri­sche Erbe bewahrt. Eine Auf­ga­be, die zu den Staats­pflich­ten gehört und der Volks­wirt­schaft Ein­nah­men bringt, da für den Frem­den­ver­kehr von größ­ter Bedeu­tung.

Der ita­lie­ni­sche Gesetz­ge­ber und der Ober­ste Gerichts­hof Ita­li­ens haben die Sache zugun­sten der Kir­che geklärt. Des­halb zogen die Radi­ka­len vor den Euro­päi­schen Gerichts­hof, ein Organ der Euro­päi­schen Uni­on. Und dort scheint man ent­schlos­sen, die Katho­li­sche Kir­che in den Bank­rott zu trei­ben. Soll­te dem radi­ka­len Antrag recht­ge­ge­ben wer­den, bekä­me die Kir­che nicht nur eine Steu­er­last auf­ge­bür­det, die sie nicht tra­gen kann, son­dern müß­te über vie­le Jah­re rück­wir­kend zah­len, was den fak­ti­schen Ruin bedeu­tet.

Was aber käme gele­ge­ner, als auf dem büro­kra­ti­schen Weg und damit statt über den ideo­lo­gi­schen Kampf ver­meint­lich neu­tral die Kir­che zu ver­nich­ten? Der Rechts­streit geht auf das Jahr 2004 zurück und über­schat­te­te bereits das gan­ze Pon­ti­fi­kat von Papst Bene­dikt XVI. Beob­ach­ter sehen dar­in, wenn nicht den bru­ta­len Ver­such, die Kir­che aus­zu­schal­ten, dann zumin­dest den Ver­such einer Erpres­sung. Um das Damo­kles­schwert abzu­wen­den, könn­ten „Gegen­lei­stun­gen“ ver­langt wer­den. Eine Liste mög­li­cher Gegen­lei­stun­gen wur­de bereits im Rah­men ver­schie­de­ner inter­na­tio­na­ler Gre­mi­en genannt, nicht nur vom UNO-Kin­der­rechts­ko­mi­tee im ver­gan­ge­nen Febru­ar zugun­sten der Gen­der-Ideo­lo­gie, der Abtrei­bung und der früh­kind­li­chen Sexua­li­sie­rung.

Keine Steuergerechtigkeit

Europäischer Gerichtshof
Euro­päi­scher Gerichts­hof

Doch die Radi­ka­len wer­den nicht von Gerech­tig­keit und Gleich­heit ange­trie­ben, son­dern von zyni­schem Haß gegen Kir­che. Man könn­te auch sagen von ver­lo­ge­nem Haß, denn die Radi­ka­le Par­tei und ihre Ein­rich­tun­gen leben im Gegen­satz zur Kir­che tat­säch­lich wie ein Schma­rot­zer auf Kosten des Steu­er­zah­lers. Die Par­tei, obwohl win­zig klein, läßt sich vom Staat ihren Radio­sen­der Radio Radi­ca­le finan­zie­ren. Begrün­det wird das mit Direkt­über­tra­gun­gen von den Par­la­ments­sit­zun­gen. Eine Auf­ga­be, die auch der öffent­lich-recht­li­che Rund­funk erfüllt oder erfül­len kann.

Jähr­lich flie­ßen Steu­er­mil­lio­nen in das Radio, mit dem sich, obwohl ille­gal, auch die Par­tei und ande­re radi­ka­le Ein­rich­tun­gen finan­zie­ren. Die Poli­tik weiß das, drückt aber die Augen zu, weil es ent­spre­chen­de Agree­ments gibt.

Die von den Radi­ka­len behaup­te­ten „Steu­er­pri­vi­le­gi­en“ der Katho­li­schen Kir­che gel­ten übri­gens für alle aner­kann­ten Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten Ita­li­ens, zu denen die Israel­ti­schen Kul­tus­ge­mein­den eben­so zäh­len wie Luthe­ra­ner, Wal­den­ser, Zeu­gen Jeho­vas, Mos­lems und ande­re mehr. Der Kampf der Radi­ka­len rich­tet sich jedoch ein­zig gegen die Katho­li­sche Kir­che. Der­zeit behängt ihre Kla­ge vor dem Euro­päi­schen Gerichts­hof. Eine Ent­schei­dung steht noch aus.

Der anti­kle­ri­ka­le Aktio­nis­mus der Radi­ka­len wur­de jüngst ein­mal mehr bloß­ge­stellt. Wäh­rend die Radi­ka­len gegen angeb­li­che „Steu­er­pri­vi­le­gi­en“ der Katho­li­schen Kir­che kämp­fen, schwei­gen sie zu tat­säch­li­chen Steu­er­pri­vi­le­gi­en von Ikea und ande­ren inter­na­tio­na­len Groß­un­ter­neh­men.

Das Steuerparadies von Ikea (und anderer multinationaler Konzerne)

Ikea mit Steuersitz auf den Antillen
Ikea mit Steu­er­sitz auf den Antil­len

Das schwe­di­sche Ein­rich­tungs­un­ter­neh­men IKEA beschäf­tigt sich nicht nur mit schwe­di­schen Kästen, nie­der­län­di­schen Stüh­len und „chi­ne­si­schen Schach­teln“, son­dern auch mit einem Steu­er­pa­ra­dies auf den Antil­len. Das Gan­ze ist pro­fes­sio­nell in Matrosch­ka-Figu­ren ver­schach­telt.

Ikea mit den Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den zum gün­sti­gen Preis ist ein Wirt­schafts­im­pe­ri­um mit über 130.000 Ange­stell­ten, das 2013 28,5 Mil­li­ar­den Euro Umsatz mach­te. Das 1943 gegrün­de­te schwe­di­sche Unter­neh­men ist heu­te jedoch eine Stif­tung in den Nie­der­lan­den, näm­lich die Sticht­ing INGKA Foun­da­ti­on. Obwohl der mul­ti­na­tio­na­le Kon­zern mit 130.000 Ange­stell­ten 2013 28,5 Mil­li­ar­den Euro Umsatz erwirt­schaf­te­te, bezahlt er Steu­ern wie ein huma­ni­tä­res Hilfs­werk, das in Kal­kut­tas Armen­vier­tel war­mes Essen an Obdach­lo­se aus­gibt.

Gefin­kel­te Rechts­kon­struk­tio­nen machen es mög­lich, daß sich der Möbel­rie­se als Stif­tung ohne Gewinn­zweck kon­sti­tu­ie­ren konn­te, des­sen Zweck es nicht etwa ist, Geld zu ver­die­nen, son­dern in der Welt „den Fort­schritt der Archi­tek­tur und des Inte­rior Design zu för­dern“. Begrün­det wird das Gan­ze zum Zweck der Bil­dung von „Kapi­tal­re­ser­ven“ für die Ikea-Grup­pe.

Mit ande­ren Wor­ten: Ikea ist ein Hilfs­werk zur För­de­rung des All­ge­mein­wohls ohne jedes Gewinn­stre­ben wie die Cari­tas, die eine Sup­pen­kü­che für Armen in einem Hin­ter­hof, ein Flücht­lings­heim oder ein Wai­sen­haus betreibt. Dank Nie­der­las­sun­gen in Luxem­burg und auf den Antil­len bezahlt das Unter­neh­men Ikea rec­te die wohl­tä­ti­ge Stif­tung Ing­ka nur 3,5 Pro­zent an den Fis­kus. Und das alles legal und unter Ein­hal­tung des gel­ten­den Geset­zes. Wenn man das nicht den per­fek­ten „sozia­len Kapi­ta­lis­mus“ nen­nen kann: Gewinn für weni­ge, Möbel für alle. Und das alles, ohne zuviel mit dem Staat tei­len zu müs­sen.

Ikea-Grün­der Ing­var Kam­p­rad, der heu­te nicht mehr in Schwe­den, son­dern in der Schweiz lebt, galt 2012 als der sechst­reich­ste Mann der Welt. Laut dem US-Maga­zin For­bes besitzt er ein Pri­vat­ver­mö­gen von 36,9 Mil­li­ar­den Dol­lar.

Die Ikea-Stiftung und alles ganz legal

Was hier am Bei­spiel von Ikea dar­ge­stellt wur­de, gilt weder exklu­siv für das ehe­mals schwe­di­sche Unter­neh­men noch han­delt es sich dabei um eine Erfin­dung von Ing­var Kam­p­rad. Das­sel­be „System“ wird von zahl­rei­chen Fir­men genützt, so daß beträcht­li­che Tei­le des gesam­ten Wirt­schafts­auf­kom­mens am Fis­kus vor­bei­ge­schleust wer­den, den Staa­ten und der All­ge­mein­heit nichts brin­gen, eini­gen weni­gen um so mehr. Gleich­zei­tig dre­hen die Finanz­mi­ni­ster die Steu­er­schrau­be immer enger und die Finanz­be­hör­den machen Jagd teils wegen Lap­pa­li­en auf Unter­neh­mer, Hand­wer­ker, Ange­stell­te, die ihren Steu­er­sitz im eige­nen Staat belas­sen und damit grund­sätz­lich schon mehr Ehr­lich­keit bewei­sen als Groß­kon­zer­ne wie Ikea.

Unter sol­chen Bedin­gun­gen ist es dann leicht als Mäzen auf­zu­tre­ten und sich in der Öffent­lich­keit einen guten Namen zu ver­schaf­fen. Ikea, das längst kein schwe­di­sches Unter­neh­men mehr ist und dort auch kei­ne Steu­ern zahlt, för­dert jähr­lich groß­zü­gig eini­ge schwe­di­sche Uni­ver­si­tä­ten. Image­pfle­ge, denn dar­über berich­ten die Medi­en. Die Ver­le­gung des Steu­er­sit­zes ist den mei­sten Schwe­den nicht bekannt und noch weni­ger bewußt.

Ikea ist heu­te offi­zi­ell ein nie­der­län­di­sches Unter­neh­men namens Inka Hol­ding mit Sitz auf den Nie­der­län­di­schen Antil­len, die sich im Besitz der 1982 gegrün­de­ten Sticht­ing Ing­ka Foun­da­ti­on mit Sitz in Lei­den in den Nie­der­lan­den befin­det.

Matroschka-System: Wer durchschaut die Schachtel-Konstruktion?

Der Trick? Nicht die genia­le Idee gün­sti­ge Möbel zur Selbst­mon­ta­ge zu ver­kau­fen, son­dern eine kom­pli­zier­te Gesell­schafts­struk­tur aus­ge­tüf­telt zu haben, die prak­tisch undurch­dring­bar ist. Ein Netz­werk, das eigens kon­stru­iert wur­de, um die Steu­er­zah­lun­gen zu umge­hen, oder – je nach Sicht­wei­se — Steu­er­schlupf­lö­cher zu nüt­zen. Mit ande­ren Wor­ten: So wenig Steu­ern wie mög­lich zu zah­len, ohne das Gesetz zu über­tre­ten. Das beginnt mit der Ver­le­gung des Rechts­sit­zes von Schwe­den in die Nie­der­lan­de, wo der Steu­er­druck für Unter­neh­men gerin­ger ist. Das rus­si­sche Matro­scka-System oder nen­nen wir es auch chi­ne­si­sche Schach­tel ent­hält zudem bei­spiels­wei­se Inter Ikea Systems, der nur das gei­sti­ge Eigen­tum am Mar­ken­na­men gehört. Inter Ikea Systems wie­der­um gehört zu 100 Pro­zent der Inter Ikea Hol­ding mit Sitz in Luxem­burg. EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker wird sich einen Reim dar­auf machen kön­nen. Die­se Hol­ding wie­der­um gehört einer drit­ten Gesell­schaft mit Sitz auf den Antil­len, einem bekann­ten Steu­er­pa­ra­dies. „Die dor­ti­ge Gesell­schaft wie­der­um wird von einem geheim­nis­vol­len Trust mit Sitz in Cura­cao ver­wal­tet“, wie die Zeit­schrift Vita berich­tet.

In jedem Land, in dem Ikea tätig ist, gibt es eine gan­ze Rei­he wei­te­rer Ver­schach­te­lun­gen. In Ita­li­en etwa bestehen gleich fünf Gesell­schaf­ten, die zur Ikea Ita­lia Retail mit Sitz in Caru­ga­te gehö­ren. Die­ses Unter­neh­men ist für die Steu­er­zah­lun­gen in Ita­li­en zustän­dig. Da Ikea nicht an der Bör­se notiert ist, unter­liegt es weni­gen Trans­pa­renz­ver­pflich­tun­gen aus­ge­nom­men die Rech­nungs­bü­cher der Retail. Die Schwe­ster­ge­sell­schaf­ten kön­nen die Daten aus­tau­schen und damit die schwar­zen Zah­len aus Ita­li­en hin­aus­ver­schie­ben und damit die Steu­er­last in Ita­li­en redu­zie­ren. Die Geset­ze erlau­ben die­ses Spiel­chen. Sie besa­gen, daß das Steu­er­re­gime des Lan­des gilt, wo sich der Rechts­sitz befin­det. Spiel­chen, die erst durch die neo­li­be­ra­le Wel­le der 90er Jah­re mög­lich wur­den und auch nach deren Plat­zen unter ande­rem Namen nach 2000 im Zuge der „Glo­ba­li­sie­rung“ der vier „Frei­hei­ten“ per­fek­tio­niert wur­den. In Ita­li­en zum Bei­spiel mit dem Staat­ge­setz 311 von 2004. Alles ist legal. Der Mar­ken­na­men, wie am Bei­spiel Ikea gezeigt, wird als intel­lek­tu­el­les Eigen­tum in einer eige­nen Gesell­schaft geparkt, die den Unter­neh­mer der eige­nen Grup­pe gegen teu­res Geld den Namen zur Ver­fü­gung stellt. Damit kann der Gewinn ver­la­gert wer­den. Und natür­lich sitzt der Letzt­nutz­nie­ßer in einem Steu­er­pa­ra­dies. Im Fal­le von Ikea sind das die Antil­len.

Durch die Lap­pen schau­en die Staa­ten, denen die Steu­ern ent­ge­hen. Damit hat der Kun­de zwar viel­leicht gün­sti­ge­re Möbel gekauft, doch für die All­ge­mein­heit ste­hen weni­ger Dienst­lei­stun­gen zur Ver­fü­gung, der Staat muß die Steu­ern erhö­hen und for­dert die­se von den eige­nen Bür­gern ein, auch von jenen, die nicht bei Ikea ein­kau­fen. Die Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie dahin­ter, heu­te legt ja jedes Unter­neh­men Wert auf eine eige­ne „Phi­lo­so­phie“: Pri­va­ti­sie­rung des Gewinn, Sozia­li­sie­rung der Lasten.

Das Unternehmen ist Gay friendly und steuererleichtert

Der ohne­hin schon schwer ver­dau­li­che „nie­der­län­di­sche Sand­wich“ von Ikea wird gänz­lich unap­pe­tit­lich, wenn man noch die poli­tisch kor­rek­te gay friend­ly- Hal­tung des Unter­neh­mens in Rech­nung stellt. Die geheu­chel­te „soli­da­ri­sche“ Hal­tung gepaart mit Homo-Wer­bung ergibt eine Ver­dich­tung einer neu­en, unsym­pa­thi­schen Form des kapi­ta­li­sti­schen Den­kens. Oder wie lau­tet der neue Ikea-Wer­be­spruch: „Wir sind offen für alle Fami­li­en“. Der Plu­ral macht die Musik. Und für die Analpha­be­ten wur­den sicher­heits­hal­ber auf den rie­sen Wer­be­pla­ka­ten zwei händ­chen­hal­ten­de Män­ner abge­bil­det, die durch eine Ikea-Aus­stel­lungs­hal­le gehen und voll­be­pack­te gel­be Taschen mit blau­er Auf­schrift tra­gen. Die Lan­des­far­ben sind das ein­zi­ge, was noch schwe­disch ist an Ikea.

Das Unter­neh­men ist geschickt: es nützt die Geset­ze, die den Pro­fit auf Kosten der All­ge­mein­heit för­dern und schaff­te es, sogar als gemein­nüt­zig aner­kannt zu wer­den und dafür rei­tet man ger­ne poli­tisch kor­rek­te The­men wie „Homo-Rech­te“, was neue Seil­schaf­ten schafft und wohl auch Schutz bie­tet. Das angeb­lich gute schwe­di­sche Herz ist in Wirk­lich­keit bein­har­tes nie­der­län­di­sches Mar­ke­ting unter der Son­ne der Antil­len.

Text: Andre­as Becker
Bild: Wikicommons/MiL/NBQ/Radio Radi­ca­le

22 Kommentare

  1. Hm. Was mich an den Gan­zen stört: ich set­ze mich seit Jah­ren mit mei­nen beschei­de­nen Mit­teln dafür ein, dass hier in Deutsch­land die unse­li­ge (Zwangs)Kirchensteuer end­lich zu Fall kommt, mit der die Kiche fast nur kir­chen­feind­li­che Akti­vi­tä­ten finan­ziert. Ich weiß dabei den Vati­kan, der die­se Pra­xis seit vie­len Jah­ren kri­ti­siert, und nicht zuletzt Bene­dikt XVI. mit sei­ner For­de­rung nach „Ent­welt­li­chung“ der Kir­che, nach Ent­äu­ße­rung ihrer mate­ri­el­len Pri­vi­le­gi­en, auf unse­rer Sei­te.

    Da fällt es mir ehr­lich gesagt schwer, zugleich gegen den Ent­zug steu­er­li­cher Pri­vi­le­gi­en der Kir­che zu ein, die ja auch ein Grund dafür sind, daß die Kir­che sich nicht ent­welt­licht.

    • Was man auch beden­ken muß, die Kir­che wird von einem Groß­teil der Bevöl­ke­rung nicht mehr als prä­gend und not­wen­dig für die Gesell­schaft gese­hen, sie wird als Dienst­lei­stun­ge­be­trieb wahr­ge­nom­men, der viel­leicht noch wich­ti­ger als der Fri­seur ist.

      • „Fran­zis­kus I“ will ja eine „Arme Kir­che“ wobei die Kon­zils­kir­che gei­stig schon rui­niert ist, soll sie es eben auch finan­zi­ell wer­den. Viel­leicht muss sie ja zuerst völ­lig rui­niert wer­den um sich auf ihre wah­re Auf­ga­be zurück­zu­be­sin­nen um wie der Phö­nix aus der Asche zu stei­gen. Den die weni­gen noch wahr­lich katho­li­schen Hir­ten und Ver­ei­ni­gun­gen die bau­en ja eine Kir­che nach der ande­ren, wäh­rend die welt­lich und nicht mehr gei­stig den­kend und wir­ken­de „Kon­zils­kir­che“ eine Kir­che nach der ande­ren schlie­ßen muss und um die „Zwangs­kir­chen­steu­er­zah­ler“ bei der Stan­ge zu hal­ten eine Sün­de nach der ande­ren abschafft.

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  2. Die Besteue­rung der Kir­che und des Kle­rus ist ein Ärger­nis und in sich sünd­haft. Die (alte) Kir­che hat zu Recht gegen die­se sich immer wider­setzt.
    Angrif­fe der Revo­lu­tio­nä­re auf das Eigen­tum der Kir­che, hat­ten immer das Telos ihr Heils­wir­ken zu sabo­tie­ren und ihre Sen­dung zu beschwe­ren. Des­we­gen war es auch ein Skan­dal als 2003 selbst katho­li­sche Wür­den­trä­ger den schimpf­li­chen Reichs­de­pu­ta­ti­ons­haupt­schluß von 1803 und die fol­gen­de „Säku­la­ri­sie­rung“ von Kir­chen­gü­tern prie­sen.

    • Wie brin­gen Sie die­se Mei­nung mit Papst Bene­dikts Frei­bur­ger For­de­rung zusam­men, die Kir­che sol­le sich „ent­welt­li­chen“ und sich „ihrer mate­ri­el­len Pri­vi­le­gi­en ent­äu­ßern“? Stuerer­lich pri­vi­le­gier­te Kir­chen haben frü­her oder spä­ter immer viel zu sehr mit dem Staat gekun­gelt — wes Brot ich ess, des Lied ich sing. S. die pro­te­stan­ti­schen Landes„kirchen“ in Deutsch­land, oder auch die katho­li­sche deut­sche Los-von-Rom-Natio­nal­kir­che, die fak­tisch längst eine Staats­kir­che gewor­den ist anstatt eine sol­ze, selbst­be­wuß­te Welt­kir­che, die dem Staat auf die Fin­ger schaut.

      • Nun, die alte Kir­che hat sich stets um eine soli­de und brei­te mate­ri­el­le Basis für ihr Heils­wir­ken gesorgt und von damals christ­li­chen Staa­ten Pri­vi­le­gi­en zu Recht gefor­dert und die­se erhal­ten. Ich sehe auch in der Säku­la­ri­sie­rung von 1803 oder im Wal­ten Josephs II. davor, einen Wen­de­punkt zum Schlech­ten. Immer mehr hat man die Kir­che aus dem Leben und aus dem All­tag des Men­schen ver­bannt sodaß sie nim­mer mehr die gan­ze Gesell­schaft durch­wir­ken konn­te. Das war ja auch der Impe­tus der Auf­klä­rer und Kir­chen­fein­de bei den Ent­eig­nun­gen von Kir­chen­gü­tern. Pius VI. und sei­ne Nach­fol­ger haben das strin­gent so argu­men­tiert und die Kon­fis­ka­tio­nen fol­ge­rich­tig sehr scharf ver­ur­teilt. Der Selbst­voll­zug der Kir­che darf sich eben nicht auf Kult und Lit­ur­gie beschrän­ken.
        Gut, Euro­pa als Chri­sten­heit ist unter­ge­gan­gen und die Rah­men­be­din­gun­gen haben sich geän­dert, aber sehr zum Nach­teil für die Kir­che.
        Doch, dass eine arme Kir­che „spi­ri­tu­ell“ so gut auf­ge­stellt wäre ist doch ein roman­ti­scher Wunsch­traum. Dann müß­ten Frank­reich und die Roman­die ja Bastio­nen des Glau­bens gewor­den sein.
        Machen wir uns doch nichts vor die­se „arme Kir­che“ in Frank­reich oder in der fran­ko­pho­nen West­schweiz, die aus ihren letz­ten Löchern pfeift, bie­tet doch nicht einen Grad weni­ger Anstoß oder dog­ma­ti­schen Exzess apo­ka­lyp­ti­scher Ver­wir­rung als die kir­chen­steu­er­fi­nan­zier­te Kir­che Deutsch­lands.
        Die Kir­chen­steu­er ist ein Ärger­nis zwar, jedoch hat man der Kir­che die mate­ri­el­le Grund­la­gen durch Ent­eig­nung und Säku­la­ri­sie­rung ent­zo­gen.

      • Ihre Sicht­wei­se ist in sich sehr strin­gent und über­zeu­gend argu­men­tiert, das muss ich sagen. Den­noch wider­spre­che ich: weil Sie auf der Grund­la­ge eines „Kon­stan­ti­ni­schen Zit­al­ters“ argu­men­tie­ren. Das aber ist — nach mensch­li­chem Ermes­sen: unwi­der­ruf­lich — Ver­gan­gen­heit, es kommt wohl auch nicht wie­der. Die Säku­la­ri­sa­ti­on ist längst Rea­li­tät, ob es einem gefällt oder nicht. Bene­dikt XVI. hat die­se Rea­li­tät nicht nur aner­kannt, son­dern in sei­ner „Frei­bur­ger Rede“ ja sogar posi­tiv gewür­digt, wenn er davon sprach, daß die Pha­sen der Säku­la­ri­sie­rung die Kir­che wie­der zurück zu ihrem eigent­li­chen Wesen gebracht haben. — Dies sehen offen­kun­dig grund­le­gend anders.

      • Dan­ke, Sie haben mich gut ver­stan­den.
        Ich habe Bene­dikt XVI. immer sehr als einen der letz­ten abend­län­di­schen eru­dier­ten Den­ker geschätzt, und gera­de des­we­gen hat mich die Frei­bur­ger Rede sehr erstaunt was sei­ne Sicht ‑eben als einer der weni­gen, die noch in grö­ße­ren Para­me­tern zu den­ken vermögen‑, der Säku­la­ri­sie­rung betrifft.
        Inwie­fern die Kir­che wie­der zurück zu ihrem eigent­li­chen Wesen gekom­men wäre erschließt sich mir nicht wirk­lich. Die letz­ten zwei­hun­dert Jah­re sind doch eher ein Pro­zess der Ver­ban­nung von Glau­ben, Kir­che und Gott ins Pri­vat­le­ben. Und der Milieu-Katho­li­zis­mus des 19. Jahr­hun­derts war nicht unbe­dingt ein guter Ersatz. Wenn man zudem bedenkt wie Stif­te und Klö­ster, Orte des Wis­sens und des Gebe­tes, auf­ge­las­sen, demo­liert oder zweck­ent­frem­det wur­den, Per­ga­men­te und Hand­schrif­ten bedeu­tend­ster Stifts­bi­blio­the­ken Alt­eu­ro­pas zum Ein­wickeln von Gemü­se und Fisch ver­wen­det wur­den oder die Stra­ßen pfla­ster­ten, Kult­ge­rä­te ein­ge­schmol­zen Hei­li­gen­fi­gu­ren und Altar­re­ta­beln in irgend­wel­chen Kol­lek­tio­nen der auf­stre­ben­den Bour­geoi­sie lan­de­ten. Durch Jahr­hun­der­te ver­wo­be­ne Ban­de zwi­schen Kir­che und Volk, wenn man so will frucht­ba­re katho­li­sche Mikro­struk­tu­ren, wur­den unwie­der­bring­lich zer­schla­gen. Sozi­al und Kul­tu­rell, war es ein her­ber zivi­li­sa­to­ri­scher Rück­schlag.
        Die Fra­ge ob die Kir­che „arm“ oder „reich“ sein sol­le hat seit Jahr­hun­der­ten beschäf­tigt. Klug fand ich den Ansatz der alten Kir­che, auf einer soli­den mate­ri­el­len Grund­la­ge wir­ken zu wol­len jedoch Bet­tel­or­den und der­glei­chen als mit­un­ter not­wen­di­ges Kor­rek­tiv zu för­dern.

  3. Daß die „EU“ oder ande­re tota­li­tä­re Systeme/Potentaten die Kir­che in den Ruin trei­ben woll(t)en, ist (war immer schon) All­tags­ge­schäft. Joseph II., Robers­pierre, Napo­le­on, Hit­ler, Sta­lin, Schulz.… Was soll’s.

  4. Was sicher not­wen­dig ist, daß die Staa­ten und die Gesel­schaf­ten ihr Ver­hält­nis zu den Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten über­prü­fen. Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten haben heu­te für die Gesell­schaft einen ande­ren Stel­len­wert als vor 100 Jah­ren.

  5. „tat­säch­li­chen Steu­er­pri­vi­le­gi­en von Ikea und ande­ren inter­na­tio­na­len Groß­un­ter­neh­men“

    Aber, aber:

    Das sind doch die GUTEN, die die Mark­wirt­schaft, die ja dem „Kom­mu­nis­mus“ so über­le­gen ist, ein­fach in der Pra­xis anwen­den.

    Wer dage­gen wet­tert ist nun ein­mal BÖSE, da ein Geg­ner unse­res frei­en Wirt­schafts­sy­stems.

    Auch die Tra­dis wet­tern ganz eif­rig gegen die, die sich gegen die­se Art der Markt­wirt­schaft (Umver­tei­lung von Arm zu Reich) wen­den. Schliess­lich ist Armut von Gott gewollt… Oder so ähn­lich (Mat­thä­us 25,29).

    Und da IKEA dem „Staat“ scha­det, dürf­ten vie­le Men­schen jubeln. Denn die Staats­geg­ner haben zur Zeit Kon­junk­tur (AfD, Tea Par­ty — alles bei Kon­ser­va­ti­ven sehr beliebt).

    • Bin­go. Sie legen den Fin­ger mes­ser­scharf auf einen der vie­len Wider­sprü­che, die in den Hal­tun­gen der „Tra­dis“ stecken.

  6. EU — athe­isti­scher Tota­li­ta­ris­mus — jeden Tag mehr sata­nisch

    und Deutsch­land wählt die EU, denn es gibt kei­ne ande­re Par­tei und die Nicht­wäh­ler wäh­len auch die EU, wir wäh­len uns alle die Höl­le auf Erden. In dem zer­stö­re­ri­schen Sinn der EU wird der EUGH urtei­len, wenn nicht heu­te, so mor­gen.

    „Eine Liste mög­li­cher Gegen­lei­stun­gen wur­de bereits im Rah­men ver­schie­de­ner inter­na­tio­na­ler Gre­mi­en genannt, nicht nur vom UNO-Kin­der­rechts­ko­mi­tee im ver­gan­ge­nen Febru­ar zugun­sten der Gen­der-Ideo­lo­gie, der Abtrei­bung und der früh­kind­li­chen Sexua­li­sie­rung. “ Wie per­fi­de, die katho­li­sche Kir­che wird ent­we­der finan­zi­ell zer­stört oder gezwun­gen, die Men­schen see­lisch und kör­per­lich zu zer­stö­ren.

    Gibt es denn nie­man­den in der Welt­kir­che, der die Zusam­men­hän­ge umfas­send erkennt, eine Gegen­stra­te­gie ent­wickelt und alle dazu auf­ruft?? Denkt denn nie­mand in den Klö­stern, in der Kurie, in den katho­li­schen Aka­de­mien ‑oder sind alle schon ideo­lo­gi­siert, lässt man die ande­ren nicht zu?Oder ist es den Klu­gen und Wei­sen ver­bor­gen und nur den Ein­fäl­ti­gen offen­sich­tich? Wir sind so vie­le und die teuf­li­schen Men­schen noch nicht so vie­le, aber sie bekom­men Geld z. B. von Bill Gates, IWF-Lagar­de, etc. und sie bau­en ihre Struk­tu­ren in Win­des­ei­le auf und instru­men­ta­li­sie­ren nicht-den­ken-wol­len­de-Gut­men­schen. Unter dem Deck­män­tel­chen von „Tole­ranz“, „Soli­da­ri­tät“ wer­den die bru­tal­sten Ver­bre­chen began­gen, mensch­li­che Geset­ze geschaf­fen, die zer­stö­re­risch sind.
    Und erkennt doch end­lich alle, dass die Gen­der­spra­che schwach­sin­nig ist (sprach­li­che Arti­kel von Wor­ten, um den Inhalt des Sat­zes bes­ser zu erken­nen, haben nichts, aber auch gar nichts mit dem mensch­li­chen Geschlecht zu tun!!). Der Eier­stock, der Fol­li­kel, der Busen gehö­ren nun mal nicht zum Mann!! Ich arbei­te in einem Mini­ste­ri­um und mein Chef (Jurist) „kor­ri­giert“; ich ände­re mei­ne Schreib­wei­se aber nicht, also wird immer wie­der „kor­ri­giert“ — trotz vie­ler Argu­men­te, Bücher, Zei­tungs­ar­ti­kel — wenn einer nicht ver­ste­hen will????? Ande­re Kol­le­gen las­sen die „Kor­rek­tur“ zwangs­wei­se zu, sie haben Angst um ihren Arbeits­platz ‑so weit sind wir schon! Ich brau­che mei­nen Arbeits­platz nur noch kurz.

    Die Demo­kra­tie zeigt ihr End­ge­sicht, die ideo­lo­gi­sier­te Mensch­heit wählt zu 51% die Ideo­lo­gie, es gibt kei­ne poli­ti­sche Alter­na­ti­ve, alle Par­tei­en sind Ideo­lo­gie und damit regiert die Ideo­lo­gie und die Demo­kra­tie ist sinn­los gewor­den. Ich hof­fe immer noch, dass Glau­be stär­ker als Geld ist.
    Oh Herr Jesus, wir seh­nen uns nach Dei­nem König­reich.

    • Natür­lich wer­den die „Eli­ten“ die­ser Welt, die sich aus Pro­fit­gier unmit­tel­ba­rer Tod­sün­den oder schwer sünd­haf­ter Struk­tu­ren bedie­nen, ihre gerech­te Stra­fe vor Jesus Chri­stus erhal­ten. Nie­mand wird sich vor Sei­nem Urteil drücken kön­nen. Durch die Glo­ba­li­sie­rung erlebt die Mensch­heit momen­tan ein noch nie da gewe­se­nes Maß an direk­ter Auf­for­de­rung zur Tod­sün­de auf allen mög­li­chen Kanä­len. Dies deckt sich mit den Ver­hei­ßun­gen des Neu­en Testa­ments, daß Satan kurz vor der leib­li­chen Wie­der­kehr Chri­sti enorm auf unse­rem Pla­ne­ten wüten wird.

      • Gibt es sünd­haf­te Struk­tu­ren?

        Soweit ich weiss, ist die­ser Aus­druck eine Erfin­dung von Johan­nes Paul II. und somit nicht in der Tra­di­ti­on der Kir­che ver­an­kert.

        All­ge­mein wird ja immer gesagt, dass NUR der ein­zel­ne Mensch sün­di­gen kann.

        Letzt­lich eine inter­es­san­te Fra­ge, denn auch die Mit­ar­beit bei einem Geheim­dienst oder bei einer Rüstungs­fir­ma wäre die Mit­ar­beit bei einer „sünd­haf­ten Struk­tur“.

      • @ Car­los, wenn der IS dabei wäre ihre Frau und Kin­der und sie selber.…und ein Trupp Sol­da­ten käme und wür­de den IS Trupp ver­ja­gen, bzw gefan­gen neh­men, wür­den sie nicht mehr davon reden, dass es „sünd­haf­te Struk­tu­ren“ waren, die Sie und Ihre Fami­lie geret­tet haben. Oder?

      • @ Car­los Sier­ra More­no

        Natür­lich kann die Tat­sün­de nur indi­vi­du­ell von einem Men­schen began­gen wer­den. Es gibt gesell­schaft­li­che Struk­tu­ren, die die Sün­de zum System gemacht haben. Als Bei­spiel kann man die all­ge­gen­wär­ti­ge Pro­pa­gan­da in der west­li­chen Welt nen­nen, Mor­de an unge­bo­re­nen Kin­dern sei­en „Frau­en­recht“. Der im Glau­ben nicht gefe­stig­te Mensch muß erst ein­mal sei­nem rich­tig lie­gen­den Gewis­sen fol­gen, daß Tötun­gen von Men­schen außer­halb von Not­wehr nie mora­lisch ver­tret­bar sein kön­nen. Mit die­ser Ein­sicht muß er sich schließ­lich in Oppo­si­ti­on zu den ideo­lo­gisch ver­blen­de­ten Schrei­häl­sen und zur trä­gen Mas­se der Gleich­gül­ti­gen bege­ben, auch auf die Gefahr hin, als „Ewig­gest­ri­ger“ und „Frau­en­feind“ gesell­schaft­lich stig­ma­ti­siert zu wer­den.

  7. Wenn die Kir­che ihr Ver­mö­gen ver­lö­re und in den Stand zurück­ver­setzt wür­de, in dem sich sich vor der otto­ni­schen Reichs­re­form befand, dann wür­de in der Kir­che vie­les bes­ser , weil sie für Glücks­rit­ter unin­ter­es­sant wür­de.

  8. Ich bezweif­le, dass es der Kir­che gut tun wür­de arm zu wer­den, aber wir haben einen Pon­ti­fex der genau das will.
    Immer­hin schient Gott unse­ren Papst sehr ernst zu neh­men, und scheint ihm sei­nen Wunsch zu erfül­len!
    Um es abzu­kür­zen: manch­mal kann einem Gott nichts Schim­me­res antun, als einem sei­ne Wün­sche zu erfül­len!

    • Wenn GOTT uns etwas Schlim­mes antut, dann ist es, das sagt die Hl. Schrift an zahl­rei­chen Strel­len, für uns not­wen­dig immer zum Segen. Auch wenn wir es mit unse­rem dies­sei­ti­gen Ver­stand nicht erken­nen kön­nen. Dar­auf stel­le ich mich. Und sehe des­halb einer „armen“ Kir­che (sie wird auch in Jahr­hun­der­ten ver­gleichs­wei­se immer noch „reich“ sein!) mit Gelas­sen­heit und Gott­ver­trau­en ent­ge­gen.

      • Ja dem ist wohl so wer­ter Ultra­mon­ta­nus, wenn Gott uns unse­re Wüsnche erfüllt und wir dann mer­ken wie dumm die­se waren, so ist das heil­sa­mer, als wie wenn wir immer wie­der roma­ti­sie­rend von der armen Kir­che der Armen fabu­lie­ren wür­den, wobei die Kir­che und die Welt natür­lich immer arm ist, egal wie reich einer ist, im Ver­gleich zu der Herr­lich­keit die wir für ein biss­chen Apfel auf­ge­ge­ben haben!

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