Nach Präfekt auch Sekretär der Gottesdienstkongregation entlassen

Säuberung in der Gottesdienstkongregation
Säu­be­rung in der Gottesdienstkongregation

(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus setzt die Säu­be­rungs­ak­ti­on gegen die lit­ur­gi­sche Sen­si­bi­li­tät sei­nes Vor­gän­gers Bene­dikt XVI. fort.

Am 5. Novem­ber wur­de im Tages­bul­le­tin des Hei­li­gen Stuhls bekannt­ge­ge­ben, daß Papst Fran­zis­kus einen neu­en Unter­se­kre­tär für die Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on ernann­te. Was nicht dort stand: daß damit die bei­den bis­he­ri­gen Unter­se­kre­tä­re ent­las­sen wur­den. Die Kon­gre­ga­ti­on hat seit Anfang Okto­ber kei­nen Kar­di­nal­prä­fek­ten, nach­dem Papst Fran­zis­kus den bis­he­ri­gen Dikaste­ri­en­lei­ter, Anto­nio Kar­di­nal Cañi­za­res als Erz­bi­schof von Valen­cia nach Spa­ni­en zurück­schick­te. Nun wur­de auch die Num­mer Zwei der Kon­gre­ga­ti­on aus­ge­tauscht und damit inner­halb eines Monats die gesam­te Führungsspitze.

Bisherige Untersekretäre haben ihre Amtsenthebung aus dem Bulletin erfahren

Die bis­he­ri­gen Unter­se­kre­tä­re, der Mari­sten­pa­ter Antho­ny Ward und Msgr. Juan Miguel Fer­rer-Gren­esche muß­ten mit der Ver­öf­fent­li­chung des Bul­le­tins erfah­ren, daß sie nicht im Amt bestä­tigt wur­den. Der Ablö­sung ging weder ein Gespräch mit dem Papst vor­aus, noch wur­den sie auf ande­re Wei­se zuvor dar­über infor­miert. Msgr. Fer­rer ist Prie­ster des Erz­bis­tums Tole­do, des­sen Gene­ral­vi­kar er war. Kar­di­nal Cañi­za­res, der frü­her Erz­bi­schof von Tole­do, hol­te ihn 2009 nach Rom.

Msgr. Fer­rer ist ein aus­ge­wie­se­ner Fach­mann für den moza­ra­bi­schen Ritus, jenen west­go­ti­schen Ritus, der in Spa­ni­en vor der Ein­füh­rung des römi­schen Ritus zele­briert wur­de und der sich wäh­rend der mos­le­mi­schen Herr­schaft im Unter­grund erhal­ten hat und noch heu­te an eini­gen Orten, dar­un­ter Tole­do und Sala­man­ca gepflegt wird. Msgr. Fer­rer zeich­net beson­de­re lit­ur­gi­sche Sen­si­bi­li­tät und ein Nahe­ver­hält­nis zum Alten Ritus aus.

Neuer Untersekretär ein „überzeugter Bugninist“

Das Bul­le­tin von Mitt­woch gab die Ernen­nung des neu­en Unter­se­kre­tärs, des Mon­forta­ner­pa­ters Cor­ra­do Mag­gio­ni bekannt. Wie Papst Fran­zis­kus der lit­ur­gi­sche Anti­po­de zu Papst Bene­dikt XVI. scheint, so gilt das glei­che für Pater Mag­gio­ni im Ver­gleich zu sei­nen soeben abge­setz­ten Vorgängern.
Der Mont­forta­ner ist „über­zeug­ter Bugni­nist“, wie Ripo­ste Catho­li­que berich­tet und ein „gro­ßer Freund von Msgr. Pie­ro Mari­ni“, dem päpst­li­chen Zere­mo­ni­en­mei­ster von Johan­nes Paul II. Msgr. Anni­ba­le Bugni­ni (1912–1982) war maß­geb­lich für die Erar­bei­tung und Durch­füh­rung der Lit­ur­gie­re­form von 1969/1970 verantwortlich.

Am Beginn sei­nes Pon­ti­fi­kats ent­ließ Papst Fran­zis­kus alle lit­ur­gisch Bene­dikt XVI. nahe­ste­hen­de Con­sul­to­ren des Amtes für die päpst­li­chen Zere­mo­nien. Von den Mit­ar­bei­tern Bene­dikts XVI. zur Durch­füh­rung im lit­ur­gi­schen Bereich einer „Reform der Reform“ ist nur der päpst­li­chen Zere­mo­ni­en­mei­ster Msgr. Gui­do Mari­ni übrig­ge­blie­ben. Einer der von Papst Fran­zis­kus ernann­ten neu­en Con­sul­to­ren war Pater Maggioni.

Innerhalb eines Monats vier Ratzingerianer entfernt

Mit Msgr. Miguel Fer­rer fiel inner­halb weni­ger Tage ein wei­te­rer Kopf unter der Ratz­in­ge­ria­nern im Vati­kan, nach­dem Papst Fran­zis­kus bereits am 8. Okto­ber Msgr. Cel­so Mor­ga Iru­zu­bie­ta als Sekre­tär der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on und Msgr. Alber­to Gon­za­lez-Cha­ves als Büro­lei­ter der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on ablö­ste. Nimmt man noch Kar­di­nal Cañi­za­res als Rang­höch­sten der Abge­lö­sten hin­zu, wur­den im ver­gan­ge­nen Monat vier hoch­ran­gi­ge Ratz­in­ge­ria­ner ent­fernt. Dar­un­ter die voll­stän­di­ge Füh­rungs­spit­ze der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on und der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on, jene bei­den Kon­gre­ga­tio­nen, die per­so­nell am deut­lich­sten die Hand­schrift Bene­dikts XVI. trugen.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Ripo­ste Catholique

44 Kommentare

  1. Hw Rah­ner und Hw Vorgrimmler
    waren zwei mass­geb­lich Betei­lig­te in den Vati­ca­num II. Gremien.
    Im
    „Klei­nen Kon­zils­kom­pen­di­um“, kon­kret dort in der Einleitung
    zur „Kon­sti­tu­ti­on über die hl. Liturgie“;
    machen sie ihrer offen­kun­di­gen Abnei­gung gegen die Alte Mes­se Luft:

    [….]
    Befrem­det, nicht gera­de ver­wirrt, waren jene Schich­ten des „gläu­bi­gen Vol­kes“, die Lit­ur­gie pri­mär als Brauch­tum und Folk­lo­re anse­hen und den die­sel­ben reli­giö­sen Anspruch einer erneu­er­ten Lit­ur­gie als lästig empfinden.
    Es han­delt sich um jene Schich­ten, denen die Heils­sor­ge der Kir­che zwar immer zu gel­ten hat,
    die aber kei­nes­falls zum Mass­stab kirch­li­cher Selbst­voll­zu­ges gemacht wer­den dür­fen, da sie â€¦
    aus ein­ge­pflanz­ter Träg­heit nie zum Sebst­voll­zug der kirch­li­chen Lit­ur­gie beitragen
    ( es sei denn als Staf­fa­ge bei Massendemonstrationen )
    Wider­stän­de erhe­ben sich aus soge­nann­ten aka­de­mi­schen Krei­sen, deren Anghö­ri­ge ihre Unfä­hig­keit zur Kom­mu­ni­ka­ti­on, ihren Bil­dungs­dün­kel und ihr ste­ri­les Ver­hält­nis zur Geschich­te hin­ter dem Anspruch beson­de­rer Kirch­lich­keit zu tar­nen suchen, indem sie ihre Res­sen­ti­ments als Mass­stab des Katho­li­schen ausgeben.
    Dem Kon­zil war es leich­ter, als dies den ein­zel­nen Bischofs­kon­fe­ren­zen und Bischö­fen gewor­den wäre, die­se wort­star­ken und teil­wei­se ein­fluss­rei­chen, aber in der Huma­ni­tät geschei­ter­ten tra­gik­ko­mi­schen Rand­fi­gu­ren der Kir­che völ­lig ausser acht zu lassen…“
    -

    Ange­sichts der trau­ri­gen Ereig­nis­se im Vati­kan schei­nen obi­ge Wor­te dort gleich­sam aktu­el­les Pro­gramm zu sein.

      • Daß Vor­grim­ler vor knapp zwei Mona­ten gestor­ben ist, habe ich gar nicht mit­be­kom­men. Zu Leb­zei­ten war er jeden­falls ein Frei­mau­rer-Kusch­ler der har­ten Sor­te, was sich ganz sicher sehr nega­tiv auf sein Sün­den­kon­to aus­ge­wirkt hat. Man kann nur auf den Auf­ent­halt sei­ner See­le im Fege­feu­er hoffen.

      • Doppel‑m wür­de ihm aber bes­ser ste­hen und vor allem bes­ser zu sei­ner Theo­lo­gie pas­sen: „Im vor­aus alles mit Grimm betrachten!“
        Übri­gens wur­de Rah­ner auch von dem frei­mau­re­ri­schen (Un)Geist gelei­tet; sehr auf­schluss­reich dabei, sind die Lie­bes­brie­fe, die ihm sei­ne Gelieb­te, die drei Mal geschie­de­ne Schrift­stel­le­rin Lui­se Rin­ser geschrie­ben hat. Sei­ne Lie­bes­brie­fe an sie sind von den Jesui­ten unter Ver­schluss gehalten!
        Und wie­der wur­de hier von einem Weib ver­steckt Geschich­te geschrieben!

      • Daß füh­ren­de Pro­gres­si­sten des II. Vati­ca­num wie Rah­ner heim­li­che Bezie­hun­gen zu Frau­en geführt haben sol­len, habe ich eben­falls mit­be­kom­men. Unter den Kle­ri­kern der Tra­di­ti­on schei­nen Abwei­chun­gen von der katho­li­schen Moral­leh­re die abso­lu­te Aus­nah­me zu sein. Man stel­le sich bloß die lin­ke Medi­en­meu­te vor, soll­te auch nur ein Prie­ster der Tra­di­ti­on schwer­wie­gen­de sitt­li­che Ver­feh­lun­gen bege­hen. Kom­men­ta­re wie „erz­re­ak­tio­nä­re Heuch­ler“ wären vorprogrammiert.

  2. Wel­cher Schwät­zer wagt es da noch zu sagen, es pas­se zwi­schen Bene­dikt und Fran­zis­kus kein Papier?

    • Solan­ge Bene­dikt, der sel­ber ein Moder­nist war, nicth nur zu allem lär­mend schweigt, son­dern die Insze­nie­run­gen sei­nes fata­len Nach­fol­gers auch noch mit­macht und sich brav ran­kar­ren lässt, wann immer Franz ihn vor­füh­ren will — solang passt zwi­schen die bei­den kein Blatt Papier. Basta!

      • Mei, ob er Moder­nist war oder nicht kann ich nicht beur­tei­len. Auf jeden Fall war er zu gut­mü­tig… auf der ande­ren Sei­te hat er nach sei­nen durch­aus moder­ni­sti­schen Früh­wer­ken (man den­ke an sei­ne Ein­füh­rung ins Chri­sten­tum) spä­ter durch­aus viel für die Tra­di­ti­on getan (Summorum Pon­ti­fi­cum), das ist schon sehr kon­trär zum Franz

      • Ach, und der Franz schwa­felt dafür viel mehr vom Teu­fel als der Bene­dikt, also glei­chen die bei­den sich da wie­der aus, was Fei­gen­blät­ter für uns „Tra­dis“ betrifft. Aber letzt­lich waren und sind bei­de ganz auf der Linie des zer­stö­re­ri­schen Konzils.
        Ich bin immer aufs Neue fas­sungs­los, wie gut­gläu­big, ja naiv die gro­sse Mehr­zahl der Leu­te hier in Rich­tung Dr. Ratz­in­ger ist. Sie schei­nen alle­samt sei­ne Schrif­ten nie gele­sen zu haben. Wäre ja auch ein biss­chen anstren­gend. Es reicht ihnen, daß er rote Schu­he und Bro­kat auf­trug. Und fer­tig ist der „tra­di­ti­ons­treue“ Hel­den­papst. Kein Wun­der, dass die Moder­ni­sten mit solch einer „Tra­di­ti­on“ kin­der­leich­tes Spiel haben. Ein Trauerspiel.

      • Schon wie­der die­se alte Lei­er! Sie mit ihrem Blatt Papier! Las­sen Sie sich ‚mal etwas Neu­es ein­fal­len! Eines ist ganz sicher: Papst Bene­dikt ist LIEBE und lebt die LIEBE ! Er ist „fleisch­ge­wor­de­nes Evan­ge­li­um“! Das ist näm­lich oft genau das, was den Tra­di­ti­ons­treu­en fehlt! Immer die­se ewi­ge Para­gra­phen­rei­te­rei, ohne jeg­li­ches Mit­ge­fühl — ein­fach nur absto­ßen­ded! So wird kei­ne ein­zi­ge See­le für das Reich Got­tes gewonnen!
        DEUS CARITAS EST !!! Basta!

      • Ja mei, viel­leicht ist Papst Bene­dikt wie ande­re gro­ße Gei­ster aus Wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie in sei­ner Jugend eben auch vol­ler „Sturm und Drang“ gewe­sen und im Alter zuneh­mend kon­ser­va­ti­ver gewor­den. Im Gegen­satz zu manch ande­rem hat er jedoch bemerkt, was er sei­ner­zeit los­ge­tre­ten hat und betä­tig­te die Bremse.…

      • Das sibd aber tol­le, wir­kungs­vol­le Brem­sen, die Ratz­in­ger-Bene­dikt betätigte:
        — „Assi­si III“
        — Andacht in einer Moschee in Istanbul
        — Pre­digt in einem „Got­tes­dienst“ der häre­ti­schen Luthe­ra­ner in Rom
        — Fünf Stun­den lang den Erz­ket­zer Küng bei sich zu Besuch gehabt und fürst­lich mit ihm gespeist und getrunken
        — Pri­vat­au­di­enz für den Abtrei­bungs­kanz­ler Kohl beis einem Frei­burg-Besuch 2011
        — Nie­mals die Mes­se aller Zei­ten zelebriert

        ect. pp.

  3. Ber­go­glio tobt im Wein­berg des Herrn wie kei­ner vor ihm, er zer­wühlt ihn und trach­tet danach ihn zu vernichten.
    Ich stu­die­re seit Jahr­zehn­ten mit gro­ßem Inter­es­se die Papst­ge­schich­te des MA und der frü­hen Neuzeit.
    Gestern Abend las ich die Bann­an­dro­hungs­bul­le von Papst Leo X. „Exsur­ge Domi­ne“ (1520). Man kann die Wor­te Papst Leos gegen den Wit­ten­ber­ger 1:1 auch ohne Schwie­rig­keit auf den Wüte­rich Ber­go­glio beziehen.

    • Sic est.
      Bleibt nur noch die Fra­ge: Wo ist der heu­ti­ge Karl V., der den Luthe­rus redi­vi­vus Ber­go­glio für vogel­frei erklärt und dem Dra­ma damit ein Ende bereitet?
      Ob Prä­si­dent Putin oder Prä­si­dent Orban die­sen Mut haben wer­den — die ein­zi­gen christ­li­chen Herr­scher die­ser Zeit?

      • Zwar gilt Putin als Ange­hö­ri­ger der rus­si­schen Ortho­do­xie, aber wirk­li­ches Chri­sten­tum ist bei ihm nicht zu sehen. Er hat sich von sei­ner Frau schei­den las­sen. Ihm wird eine „wil­de Ehe“ zu einer weit­aus jün­ge­ren Sport­le­rin nach­ge­sagt. Selbst im Sin­ne der Ortho­do­xie, die in der Ehe­mo­ral etwas weni­ger streng ist als der Katho­li­zis­mus, ist ein sol­ches Ver­hal­ten das Ver­har­ren in der Todsünde.

        Neue­ster Streich Putins ist sei­ne Ver­harm­lo­sung des Hit­ler-Sta­lin-Pakts vom August 1939. Frü­her hat er sel­bi­gen als „unmo­ra­lisch“ bezeich­net, da die­ser gleich meh­re­re Staa­ten der Will­kür der bei­den Dik­ta­to­ren aus­ge­lie­fert hat­te. Er spürt nicht ein­mal als Staats­ober­haupt einer der wich­tig­sten Natio­nen der Welt Skru­pel, den blut­trie­fen­den Sta­li­nis­mus zu ver­nied­li­chen, wenn es gera­de innen­po­li­tisch oppor­tun erscheint.

      • Der „blut­trie­fen­de Sta­li­nis­mus“ soll­te gera­de vom Stadn­punkt der Tra­di­ti­on aus nicht so plump ver­ur­teilt wer­den, wie dies die Libe­ra­len tun. Mora­lisch war Ruß­land unter Sta­lin dem bereits damals dege­ne­rier­ten Westen über­le­gen. Das hat Papst Pius XII. immer anerkannt.

  4. Wor­te, ja Wor­te, es feh­len einem die Wor­te wenn man sieht mit wel­cher Leich­tig­keit und ohne Wider­stand der „Barm­her­zi­ge“ Papst, sei­ne Mass­nah­men durchfuehrt.
    Natu­er­lich sind Per­so­nal­ro­cha­den nor­mal und er muss auch nicht mit jedem, den er ent­laesst spre­chen, nein solan­ge er sich nur insze­nie­ren kann ist doch alles in Ordnung.
    Ich war­te wohl ver­geb­lich ein­mal auf eine theo­lo­gi­sche Begru­en­dung, die sei­nem Han­deln zugrun­de liegt.
    Wahr­schein­lich ist er nur der Hand­lan­ger ver­schien­den­ster Gschaftel­hu­ber ala Kas­per Leh­mann und wie die­se Hae­re­ti­ker alle hei­ssen und ist ein­fach zu wursch­tig und unge­bil­det um das was mit ihm und durch ihn pas­siert selbst zu reflektieren.
    Ein schlim­mer Poli­ti­ker in Deutsch­land hat mal gesagt er wol­le die Wirt­schaft auf ihre Bela­stungs­fa­e­hig­keit testen, genau­so kann man ana­log auch Ber­go­gli­os Vor­ha­ben fuer die Kir­che interpretieren.
    Schlimm.

    • Wäre mei­ne Wenig­keit an der Stel­le von Papst Bene­dikt XVI. gewe­sen (ein kind­li­ches Gedan­ken­spiel), dann hät­te ich die böse Ban­de im Vati­kan durch eine zuver­läs­si­ge Trup­pe aus der Schwei­zer Gar­de in einem Über­ra­schungs­coup arre­tie­ren und zur Zwangs­klau­sur ins streng bewach­te Klo­ster Mater Eccle­siae ver­brin­gen las­sen, wo sie jetzt das täten, was Bene­dikt jetzt tut: für das Wohl der Kir­che beten.

  5. Das, was sich da abspielt, ist ein seit Jahr­zehn­ten schlei­chen­der Pro­zess. Es war Papst Bene­dikt der Dr. Wag­ner 2005 als Bischof von Linz blockier­te, er stand schon fest als Nach­fol­ger, und er war es auch. der als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on Dr. Krenn als Erz­bi­schof von Wien blockier­te, aber nie einen Kas­per und der­glei­chen! Auch Johan­nes Paul II. hat nur ein­mal wirk­lich durch­ge­grif­fen, näm­lich 1988 gegen die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X.

    • Stimmt, die Per­so­nal­ent­schei­dun­gen von Papst Bene­dikt sind teil­wei­se nicht nach­voll­zieh­bar und im Nach­hin­ein haben sie sich als Feh­ler erwiesen.
      Ihm fehl­te wohl der Durch­set­zungs­wil­len und die brei­te Unters­tuet­zung, wobei das Schei­tern sei­ner „pro mul­tis“ Bit­te sehr bei­spiel­haft war (Pure Igno­ranz des Klerus)
      Bene­dikt als Intel­lek­tu­el­ler war der Ueber­zeu­gung, das Argu­men­te sich durchsetzen.
      Das mag im aka­de­mi­schen Betrieb gel­ten, aber nicht in dem „Toll­haus“ Kath.Kirche.
      Bei hier­ar­chi­schen Struk­tu­ren hilft nur Befehl und Gehor­sam und „Gna­den­lo­se“ Ver­set­zung der Miss­lie­bi­gen an Orte, wo sie kei­nen Scha­den mehr anrich­ten koennen.
      Papst Franz zeigt wie es geht !

      Haet­te Bene­dikt von Anfang an so regiert, vie­les wae­re uns erspart geblie­ben, viel­leicht auch das jet­zi­ge Schreckens-Pontifikat !
      Das ist lei­der die Tra­gik eines der groess­ten Gelehr­ten, seit Tho­mas von Aquin.
      Beten wir fuer ihn, er ist trotz­dem der Papst mei­nes Her­zens, ich lie­be ihn sehr !
      Trotz allem ein gro­sses Dan­ke an Benedikt !

  6. @J‑G.Ratkaj Bit­te, zitie­ren sie aus der Bul­le „Exsur­ge Domi­ni“ die ent­schei­den­den Passagen.
    Ber­go­glio ist an die­se päpst­li­chen Lehr­schrei­ben gebun­den. Er kann nicht- wie ein Dik­ta­tor — machen, was er will. Von Amts wegen steht er in der Nach­fol­ge Chri­sti und sei­ner Vorgänger
    im Petrus­amt. Nur unter die­ser Vor­aus­set­zung kön­nen auch wir ihm folgen.

    • Ja — mehr noch: nur unter die­ser Vor­aus­set­zung: Nach­fol­ge Chri­sti, Treue zu sei­nen Vor­gän­gern im Petrus­amt, d.h. Treue zum Glau­ben, zum gesam­ten Lehr­amt der Kir­che, hät­te jemand das Amt, das er inne­zu­ha­ben scheint, auch tat­säch­lich inne — und könn­ten und müß­ten ihm dann auch fol­gen. Ich darf mich nur dem unter­stel­len, der sich ganz und gar Chri­stus unter­stellt und Ihn und Sei­ne Leh­re vor den Men­schen, vor der Welt bekennt, unver­kürzt und unver­fälscht, sei es gele­gen oder unge­le­gen! Nicht ‚die Welt‘ ist Offen­ba­rungs­quel­le, auf die ‚zu hören‘ wäre, son­dern Chri­stus allein!

  7. Übri­gens konn­te ich unter den Besu­chern des Pon­ti­fi­kal­am­tes am 4. Nov. auch eini­ge pro­mi­nen­te Geist­li­che der Pius­bru­der­schaft aus­ma­chen: Pater Andre­as Stei­ner und Pater Ste­fan Frey u.a.
    Bei­de mit auf­ge­schla­ge­nem Bre­vier … Da braut sich was z’amm .…

    • Freu­en Sie sich doch wenn Sie eine von Kar­di­nal Bur­ke zele­brier­te hei­li­ge Mes­se besu­chen! Was ist schlecht an einem auf­ge­schla­ge­nen Brevier!

      • Ich habe das „da braut sich was zusam­men“ posi­tiv inter­pre­tiert, ich hof­fe dass sich was zusam­men­braut und die tra­di­ti­ons­treu­en Katho­li­ken end­lich zusammenhalten!

    • Frei nach Erich Miel­ke, dem „gro­ssen Sta­si Chef“ und erstem Moer­der der DDR: „Was wollt Ihr denn, Ich lie­be euch doch alle“ !
      Wahr­schein­lich muss man bei Ber­go­glio das Wort „Barm­her­zig­keit“ ent­spre­chend umdeu­ten, wie bei og. Her­ren das Wort „Lie­be“.
      Schlimm !

      • Wir sind die Zeu­gen der ber­go­glia­ni­schen Tschist­ka. Er säu­bert und denun­ziert sel­ber und mit­tels sei­ner Tsche­ka solan­ge bis nur der „Stall­ge­ruch“ sei­nes­glei­chen über bleibt.
        Wahr­haft ein Schreckens­re­gime, das in der Geschich­te der römi­schen Kir­che ihres­glei­chen sucht.

  8. Wenn der jet­zi­ge Hei­li­ge Vater selbst die vor­triden­ti­ni­schen Riten ableh­nen soll­te, wür­de es mich nicht wun­dern, wenn er den unier­ten Ost­kir­chen eines Tages sagt, sie mögen doch den neu­en Ritus der latei­ni­schen Kir­che über­neh­men, eben nur in den jewei­li­gen Mut­ter­spra­chen der Gläu­bi­gen. Das wür­de den Gra­ben zu den ortho­do­xen Pen­dants der unier­ten Ost­kir­chen grö­ßer rei­ßen, aber lit­ur­gisch wäre dann alles auf Post-Vati­ca­num II gleichgeschaltet.

    • Oder die krie­gen auch noch ihr eige­nes ‚con­si­li­um‘ ver­paßt, und ihren ‚Bugni­ni‘ – könnt‘ ich mir durch­aus vor­stel­len, ganz „klein­schrit­tig-behut­sam“ natür­lich, und „total pasto­ral“, um mög­lichst alle „mit­zu­neh­men auf dem gemein­sa­men Weg“ – wobei geflis­sent­lich ver­schwie­gen wird, wie unauf­fäl­lig-abschüs­sig der sein wird bzw. wo der sich hin-asym­pto­telt, die­ser „Weg“ …

  9. “ Inner­halb eines Monats vier Ratz­in­ge­ria­ner ent­fernt“ Um die ist am wenig­sten scha­de, Lao­di­cea wird aus dem Mun­de wegen sei­ner Lau­heit aus­ge­speit, die Bugni­ni­sten sind wenig­stens kalt!

    • Sie sagen es! Dan­ke für ihre stets kla­ren Wor­te, an denen sich ande­re angeb­li­che „Tra­di­tion­freun­de“ ein Bei­spiel neh­men können.

  10. Wir alle glau­ben, dass Gott sei­ner nicht spot­ten lässt, und müs­sen erken­nen, dass der Spötter
    auf dem Thro­ne Petri sitzt.
    Gott nicht kennt- außer — wie er sagt ‑den Vater, den Sohn und den hl. Geist.
    die Hei­li­gen lehrt, im Ver­trau­en auf die Barm­her­zig­keit Got­tes zu sündigen,
    die Moral verleugnet,
    Grü­ne Männ­chen tau­fen lasst.
    die Evo­lu­ti­on­d­leh­re als wahr anerkennt
    etc.
    sowie … die Hei­li­gen — wie Bur­ke — thyranisiert,
    .….….….….….….….….….….….….….….….….…..

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