Papst weigert sich abgesetzten Bischof zu empfangen: Von wegen „Dialog, Barmherzigkeit und Respekt“

Bischof Livieres harte Antwort auf Rom
Bischof Livie­res har­te Ant­wort auf Rom

(Rom/Asuncion) Seit Tagen befin­det sich Bischof Rogelio Livie­res Pla­no in Rom und bit­tet dort, von Papst Fran­zis­kus emp­fan­gen zu wer­den. Ver­ge­bens. Statt des­sen wur­de der Bischof amts­ent­ho­ben. Auf die­ses Ver­hal­ten reagier­te der Bischof mit einer har­ten Ant­wort. Wäh­rend­des­sen wird in Para­gu­ay sei­ne Abset­zung von den pro­gres­si­ven Kir­chen­krei­sen öffent­lich gefei­ert.

Bischof Rogelio Livie­res Pla­no von Ciu­dad del Este ist kein Mann ver­klau­su­lier­ter Wor­te. Das mach­te ihn unter Para­gu­ays Bischö­fen unbe­liebt, zu denen bis vor weni­gen Jah­ren auch Fer­nan­do Lugo gehör­te, der „rote Bischof“ von San Pedro, der gegen den Wil­len Roms lie­ber für ein brei­tes Links­bünd­nis als Staats­prä­si­dent kan­di­dier­te und dafür sein Bischofs- und Prie­ster­tum auf­gab. Bischof Livie­res wur­de nun zum Opfer einer eben­so über­ra­schen­den wie bru­ta­len „Ent­haup­tung“ und weil er kein Mann der Belie­big­keit ist, reagier­te er dar­auf mit einem gesal­ze­nen Brief an den Prä­fek­ten der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on, Marc Kar­di­nal Ouel­let.

Auf der Inter­net­sei­te sei­ner Diö­ze­se wur­de erneut jenes Dos­sier vom ver­gan­ge­nen Som­mer ver­öf­fent­licht, mit dem die Diö­ze­se auf alle Gerüch­te und Vor­wür­fe reagiert hat­te, die hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand von Mund zu Mund gereicht oder vom Apo­sto­li­schen Visi­ta­tor Kar­di­nal San­tos Abril y Castel­lo, einem per­sön­li­chen Ver­trau­ten von Papst Fran­zis­kus ange­spro­chen wor­den waren.

Bischof bittet seit Tagen in Rom vom Papst empfangen zu werden — vergebens

Das Schrei­ben an Kar­di­nal Ouel­let und das Dos­sier legen die ethi­schen, aber auch for­ma­len Unre­gel­mä­ßig­kei­ten einer Akti­on zur Dis­kre­di­tie­rung eines Bischofs offen, die auf des­sen Abset­zung abziel­ten, die nun erfolg­te. „Eine Ope­ra­ti­on, die einen ideo­lo­gi­schen Bei­geschmack“, so der Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti.

Als „treu­er Sohn der Kir­che“ füge er sich der Ent­schei­dung, so Bischof Livie­res, auch wenn sie „unbe­grün­det und will­kür­lich ist, wofür der Papst sich vor Gott ver­ant­wor­ten wird müs­sen“. Im Bischofs­brief heißt es wei­ter: „Abge­se­hen von vie­len mensch­li­chen Feh­lern, die ich began­gen haben kann, und für die ich Gott und jene, die dar­un­ter gelit­ten haben mögen um Ver­zei­hung bit­te, stel­le ich ein­mal mehr fest, daß der Kern des Fal­les eine Oppo­si­ti­on und eine ideo­lo­gi­sche Ver­fol­gung ist“.

Innerparaguayanische „Opposition und ideologische Verfolgung“

Msgr. Livie­res, der dem Opus Dei ange­hört, war der ein­zi­ge „kon­ser­va­ti­ve“ Bischof Para­gu­ays. Ein Umstand, der etwas aus­sa­gen will über die Situa­ti­on inner­halb der Bischofs­kon­fe­renz und die der Bischof mit dem Hin­weis auf die „Oppo­si­ti­on“ meint. Wenn Bischof Livie­res das weit­aus größ­te Prie­ster­se­mi­nar des gan­zen Lan­des und weit­um hat­te, dann hängt das nicht zuletzt auch mit der Hal­tung der ande­ren Bischö­fe zusam­men. Die För­de­rung von Prie­ster­be­ru­fun­gen liegt in wei­ten Tei­len Latein­ame­ri­kas seit lan­gem im Argen. Kul­tu­rel­le Bar­rie­ren der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung wur­den nicht beho­ben, die unter­schwel­lig star­ke Strö­mung der Befrei­ungs­theo­lo­gie steht in einem „ideo­lo­gi­schen“ Gegen­satz zum Prie­ster­tum. Libe­ra­le Bischö­fe tun das ihre dazu.

„Das wirk­li­che Pro­blem der Kir­che in Para­gu­ay ist die Kri­se des Glau­bens, des Lebens und der Moral, die durch eine schlech­te Aus­bil­dung des Kle­rus noch geför­dert und ver­län­gert wur­de, zusam­men mit der Nach­läs­sig­keit der Hir­ten“, so Bischof Livie­res an Kar­di­nal Ouel­let.

Der Bischof bekam den Bericht des Apo­sto­li­schen Visi­ta­tors nie zu Gesicht, wes­halb er sich kon­kret gegen­über Rom auch nicht recht­fer­ti­gen oder ver­tei­di­gen konn­te. „Wenn man denkt, das Pro­blem der Kir­che Para­gu­ays ist ein Pro­blem der Sakri­stei, das man dadurch löst, daß man den Sakri­stan aus­tauscht, irrt man sich grund­le­gend und auf tra­gi­sche Wei­se.“

Absetzung „im Widerspruch zu den vielen Reden von Dialog, Barmherzigkeit und Respekt“

Bischof Livie­res wur­den von Rom zu kei­nem Zeit­punkt irgend­wel­che Ver­feh­lun­gen oder auch nur Bean­stan­dun­gen vor­ge­hal­ten, was ihm jede Replik unmög­lich mach­te. Aus hei­te­rem Him­mel erfolg­te ohne jede Grund­an­ga­be die Amts­ent­he­bung. „Im Wider­spruch zu den vie­len Reden von Dia­log, Barm­her­zig­keit, Offen­heit, Dezen­tra­li­sie­rung und Respekt für die Orts­kir­chen, wur­de mir weder eine Gele­gen­heit gege­ben, mit Papst Fran­zis­kus zu spre­chen noch die Mög­lich­keit Unkla­res, Zwei­fel oder Sor­gen zu klä­ren. Folg­lich wur­de mir durch ihn auch kei­ne väter­li­che Zurecht­wei­sung — oder brü­der­li­che — zuteil, wie sie vor­ge­se­hen wäre.“

Bischof Livie­res endet sein Schrei­ben mit den Wor­ten: „Eine sol­che Vor­ge­hens­wei­se ohne jede Förm­lich­keit auf unde­fi­nier­te und abrup­te Art, erscheint nicht sehr gerecht. Sie läßt weder Raum für eine legi­ti­me Ver­tei­di­gung noch für eine ange­mes­sen Kor­rek­tur mög­li­cher Feh­ler. Von Rom habe ich nur Druck erhal­ten, zurück­zu­tre­ten.“

Bischof Rogelio Livie­res befin­det sich bereits seit meh­re­ren Tagen in Rom und bit­tet, vom Papst emp­fan­gen zu wer­den – ver­ge­bens. In Para­gu­ay wur­de die Nach­richt von der Abset­zung in Abwe­sen­heit des Bischofs bekannt. Wäh­rend in sei­ner Diö­ze­se Rät­sel­ra­ten und Ent­täu­schung vor­herr­schen, machen in ande­ren Lan­des­tei­len pro­gres­si­ve Kir­chen­krei­se kein Hehl aus ihrer Freu­de und fei­ern die Amts­ent­he­bung öffent­lich.

Ex-Bischof Lugo feiert Absetzung: „Livieres hat nicht für die Einheit der Kirche gearbeitet“

Senator und Ex-Bischof Fernando Lugo
Sena­tor und Ex-Bischof Fer­nan­do Lugo

In Para­gu­ays stark befrei­ungs­theo­lo­gisch gepräg­tem Epi­sko­pat stell­te Bischof Livie­res eine Aus­nah­me­erschei­nung dar. Zu die­ser Bischofs­run­de gehör­te auch Fer­nan­do Lugo, der es vor weni­gen Jah­ren vor­zog gegen den Wil­len Roms, Bischofs­wür­de und Prie­ster­tum an den Nagel zu hän­gen, um für ein brei­tes Links­bünd­nis zu kan­di­die­ren. Als Staats­prä­si­dent schei­ter­te er inner­halb kur­zer Zeit. Unter ande­rem wur­de bekannt, daß er als Bischof ein Ver­hält­nis mit einer Frau hat­te und ein Kind zeug­te.

Das war gestern. Heu­te fei­ert Ex-Bischof Lugo, der auch nach sei­ner Lai­sie­rung gute Kon­tak­te mit hohen kirch­li­chen Wür­den­trä­gern Para­gu­ays bei­be­hielt, die Abset­zung von Bischof Livie­res. Der heu­ti­ge Sena­tor sag­te in einem Inter­view für die Tages­zei­tung ABC: „Papst Fran­zis­kus dul­det eben kei­ner­lei Form von Irre­gu­la­ri­tä­ten, sei­en sie dok­tri­nel­ler, mora­li­scher oder per­sön­li­che Art.“ Sena­tor Lugo nennt zwar auch den viel­dis­ku­tier­ten Fall des argen­ti­ni­schen Prie­sters Car­los Urru­ti­go­i­ty, der vor zehn Jah­ren in den USA „wegen mut­maß­li­chen Sexu­al­miß­brauchs“ beschul­digt wur­de, sieht aber dar­in nicht den Grund der Abset­zung, denn die Erklä­rung des Vati­kans spre­che von „pasto­ra­len Grün­den“ und „Ein­heit“, so Lugo.

Knackpunkt Kirchenverständnis und Befreiungstheologie?

Was Bischof Livie­res vor­zu­wer­fen ist, „und was auch ich an ihm kri­ti­siert habe“, so Lugo, sei die Tat­sa­che, daß er „nicht zur Ein­heit der Kir­che“ Para­gu­ays bei­getra­gen habe. Ex-Bischof Lugo gehör­te zu den am schärf­sten von Bischof Livie­res kri­ti­sier­ten Kir­chen­ver­tre­tern des Lan­des. Bischof Livie­res bekämpf­te die Befrei­ungs­theo­lo­gie als „schäd­lich“ und erhob mehr­fach die Kri­tik, daß am Prie­ster­se­mi­nar von Asun­ci­on, die Befrei­ungs­theo­lo­gie wei­ter­ver­brei­tet wer­de. Aus die­sem Grund ent­schied der Bischof, beson­de­ren Wert auf eine eigen­stän­di­ge Prie­ster­aus­bil­dung zu legen, die aus­schließ­lich in sei­ner Diö­ze­se erfolg­te und sich auch in pasto­ra­len Fra­gen vom Erz­bis­tum Asun­ci­on und der Bischofs­kon­fe­renz abzu­lö­sen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: ABC Color (Screen­shots)

35 Kommentare

  1. So sieht die jako­bi­ni­sche Brü­der­lich­keit Ber­go­gli­os denen gegen­über aus, die nicht zu sei­nen Logen­brü­dern gehö­ren. Gott bewah­re uns vor die­ser „Barm­her­zig­keit“!

  2. Viel­leicht legt die­ses Bei­spiel offen, dass in der Kon­zils­kir­che wirk­lich nichts mehr zu hof­fen ist.
    Offen­bar hat der Bischof geglaubt, er kön­ne durch einen geist­li­chen Rück­zug in sei­ne Diö­ze­se und eine Iso­la­ti­on sei­nes Prie­ster­se­mi­nars eine Art Ver­pup­pung iner­halb die­ser Schein­kir­che durch­füh­ren, und irgend­wann, wenn die Zeit reif ist, aus die­sem Gehäu­se wie­der aus­bre­chen und die nach­kon­zi­li­ar total-geflu­te­te Kir­che „unter­wan­dern“.

    Aus die­ser Kon­stel­la­ti­on her­aus betrach­tet erscheint das nach­kon­zi­lia­ren Augen als „Stö­rung“, als ein Aus­schei­den aus der Marsch­rich­tung des „Vol­kes Got­tes“.

    Spä­te­stens an die­sem Punkt muss aber doch nun auch noch dem letz­ten klar wer­den, dass dies eine Schein­kir­che ist. Jeder wird nun unter­ge­pflügt, der nicht hopst und springt, wie die Meu­te es vor­gibt. Und nach­dem zwei Genera­tio­nen über dem unse­li­gen Kon­zil ver­gan­gen sind, hat auch kaum noch jemand ein kla­res Bild dar­über vor Augen, was die ech­te Kir­che eigent­lich war. Ein ungläu­bi­ges Augen­rei­ben, dass etwas, was fast 2000 Jah­re recht­gläu­big war, nun als häre­tisch oder wenig­stens als „Stö­rung“ gilt, ist vom heu­ti­gen Kir­chen­volk, das ein­deu­tig auch nicht das „Volk Got­tes“ ist, nicht zu erwar­ten.

    Die Geschich­te mit die­sem Prie­ster und Gene­ral­vi­kar unaus­sprech­li­chen Names ist sicher ein Griff ins Klo gewe­sen.
    Aber den Aus­schlag gab hier eben doch offen­bar die Gesamt­la­ge.

    Ich fin­de es — auch wenn wir nicht wis­sen, wel­che Hun­de hier alle im Kel­ler schla­fen — den­noch extrem toll und beein­druckend, dass der Bischof den Mund auf­macht und das aus­spricht, was hier vor­liegt: der „Papst“ tut Din­ge, die so him­mel­schrei­end unge­recht sind, dass er sich vor Gott wird ver­ant­wor­ten müs­sen. Denn egal, was man dem Bischof vor­wer­fen könn­te — er hat einen gerech­ten Pro­zess, ein gerech­tes Ver­fah­ren, die Behand­lung als Sohn der Kir­che ver­dient wie jeder ande­re auch.

    Spon­tan muss­te ich an die vie­len Mob­bing­struk­tu­ren den­ken, die heu­te jeg­li­ches gerech­te Ver­hal­ten zwi­schen „Oben“ und „Unten“ kas­siert haben. Nach allen gän­gi­gen Sta­ti­sti­ken geht das Mob­bing mehr­heit­lich von der Chef­eta­ge auf die Unter­ge­be­nen run­ter aus. Sät­ze wie „Ich bin Ihnen kei­ne Erklä­rung für die und jene Ent­schei­dung, die Sie betrifft schul­dig, weil ich der Chef und Sie bloß der Unter­ge­be­ne sind“, sind heu­te an der Tages­ord­nung und kei­nen quält das, weil jahr­zehn­te­lang sozia­li­sti­sche Akti­vi­sten soviel Auf­stand gegen­über der Auto­ri­tät gepre­digt und auch durch­ge­setzt haben, dass der Stamm­tisch sich die Hän­de reibt, dass nun „auf den Putz gehau­en wird von denen da Oben“, so sehr man dann jault und klagt, wenn man selbst der getre­te­ne Hund ist.

    In die­ser Geschich­te offen­bart sich in jedem Fall also das wider­wär­ti­ge und anma­ßen­de Gesicht des zeit­ge­nös­si­schen Empör­kömm­lings, der, ohne sich Rechen­schaft abzu­ver­lan­gen, tritt, wie es ihm beliebt.

    Und das Sah­ne­häub­chen auf der gan­zen Affai­re ist, dass Ber­go­glio nicht mal bereit ist, dem, den er so behan­delt, per­sön­lich ins Ange­sicht zu sehen und Rede und Ant­wort zu ste­he.

    • Die­ser Fall passt also, nach mei­nen Über­le­gun­gen hier, schon zum Fall der FI, es ist die­ses Hin­aus­stol­pern in die Schein­kir­che.

      In den Mär­chen muss ein Spuk immer dann ver­schwin­den, sobald Licht drauf fällt. Mit dem Mor­gen wird das Gespenst unsicht­bar, es zer­fällt zu nichts.

      Es ist das­sel­be in der Schein­kir­che, die nicht die Kir­che ist: da tap­sen ein paar wohl­mei­nen­de Leut­chen rein — z.B. die FI oder die­ser Bischof, aber auch ande­re — und die Schein­kir­che muss um ihre Exi­stenz fürch­ten. Bevor sie sich beleuch­ten lässt und alle Welt, dass sie nur ein Hau­fen Kot ist, tötet sie lie­ber jeden, der Licht hin­ein­tra­gen könn­te.

      Es ist vor­bei!

      Die FSSPX soll­te nicht mehr mit Rom in Ver­bin­dung blei­ben, denn das ist rei­ne Fin­ster­nis — sehen sie das denn gar nicht?

      Ich schät­ze, dass in kur­zer Zeit, d.h. in den näch­sten Jah­ren alle, die die Vor­ga­ben die­ser Schein­kir­che offen ableh­nen, exkom­mu­ni­ziert wer­den und jeder wahr­haft Gläu­bi­ge unfrei­wil­lig zum „Sedis­va­kan­ti­sten“ wird. Zuvor ver­sucht die­se Schein­kir­che noch, mög­lichst vie­le Tra­di­tio­na­li­sten zurück ins Boot zu locken oder auch zu zwin­gen. Sie hat ja in der from­men Sze­ne genü­gend Leu­te, die lie­ber den Herrn als den Papst ver­ra­ten. Die sich dre­hen und win­den, bis sie bereit sind, hin­sicht­lich der Hier­ar­chie das wahr­zun­he­men, was kei­ner über­se­hen kann, dem Herrn aber kaum noch einen Gedan­ken wid­men vor lau­ter Poli­tik, teil­wei­se Erschei­nungs­SUCHT und lit­ur­gi­scher Fach­sim­pe­lei.

      Ich habe gestern noch ein­mal mit Schau­dern gele­sen, wie Petrus sich ja, als er den Herrn ver­leug­ne­te, selbst vefluch­te, falls er „die­sen Men­schen“ ken­nen sol­le. Die Dor­nen­kro­ne Jesu — die total ver­sa­gen­de Hier­ar­chie und Auto­ri­tät.
      Es ist heu­te: der Petrus sein soll­te, veflucht sich selbst, falls er den Herrn ken­nen soll­te.
      Es war ein ein­ma­li­ger Gna­den­akt Jesu, der Petrus damals ret­te­te, denn eigent­lich hat­te der Herr ja gesagt, dass der, der IHN vor den Men­schen nicht beken­ne, auch von IHM nicht vor dem Vater bekannt wer­de. Der Gna­den­akt war, dass der Herr selbst dafür gebe­tet hat­te, dass der Glau­be nicht ganz ver­lo­ren­ge­he in Petrus. Petrus ist im Moment sei­nes Ver­ra­tes sofort erwacht („Hah­nen­schrei“) und bereu­te sofort bit­ter­lich.

      Mich wür­de in der der­zei­ti­gen Lage nichts mehr freu­en, als wenn Ber­go­glio in die­ser Wei­se erwach­te und sofort bereu­te. Aber erwar­ten kann man es nicht.
      Die „Tra­di­ti­on“ hät­te die Zeit nicht ver­tun sol­len mit ihren unsäg­li­chen inter­nen Gra­ben­krie­gen und dem däm­li­chen Suchen nach Sün­den­böcken (die Juden, die Frau­en, die Demo­kra­tie, die „Sedis­va­kan­ti­sten“ etc. etc.).

      Es ist nun höchst­wahr­schein­lich alles zu spät. Das Pro­gramm läuft durch und man kann nur hof­fen, dass es schnell geht.

      • Gott sei Dank: „Wür­den die­se Tage nicht abge­kürzt, so wür­de kein Mensch geret­tet wer­den“ Matth. 24,22
        Das Gleich­nis der klu­gen und tör­rich­ten Jung­frau­en wird aktu­ell: der Bräu­ti­gam bleibt aus, es wird Nacht…
        Unse­re Sor­ge soll­te das Öl sein ! „Nicht die­se inter­nen Gra­ben­krie­gen und dem däm­li­chen Suchen nach Sün­den­böcken“ Ja, der Wider­sa­cher schmeißt uns wie Hun­den Kno­chen hin, auf die wir uns stür­zen sol­len, und dabei das Wich­tig­ste ver­ges­sen, das ÖL FÜR DIE LAMPE !!!
        Alles Wich­ti­ge steht in der Hei­li­gen Schrift, es braucht kei­ne „Erschei­nungs- und Bot­schafts-Sucht“, kei­ne Poli­tik oder lit­ur­gi­sche Fach­sim­pe­lei:
        Es ist wich­tig die Stim­me zur rech­ten Zeit zu hören, die vom Him­mel her spricht: Offb. 18,4–5: „Zieht fort von ihr, mein Volk, damit ihr euch nicht teil­haft macht an ihren Sün­den und nicht betrof­fen wer­det von ihren Pla­gen. Denn ihre Sün­den reich­ten hin­an bis zum Him­mel, und Gott gedach­te ihrer Fre­vel­ta­ten.“
        Das Gericht schwebt über uns… Ich den­ke an Noah…
        Und die Arche des neu­en Bun­des: Maria Got­tes- und unse­re Mut­ter

    • @ ram­pol­la

      Das sehe ich etwas anders: in der „Tra­di­ti­on“ tum­meln sich Per­so­nen mit den Moti­va­tio­nen, die Sie nen­nen, aber an sich geht es ja sach­lich dar­um, das, was die Kir­che dog­ma­tisch, lehr­mä­ßig und lit­ur­gisch tra­diert hat, nicht ins Gegen­teil zu ver­keh­ren. Es ist auch dies Motiv bei vie­len oder sogar allen.
      Nun ist aber die kri­tik­lo­se Ver­men­gung bei­der Strän­ge das, was am häu­fig­sten anzu­tref­fen ist.
      Wich­tig ist aber nur der zwei­te, der erste ist sogar regel­recht falsch.
      Eine Auf­hän­gung des­sen, was geglaubt wird und wie es geglaubt wird, an den Ver­hält­nis­sen der Gesell­schaft zäumt m.E. das Pferd vom Schwanz auf.
      Es ist völ­lig egal, was in einer Gesell­schaft gera­de en vogue ist!
      Ich mei­ne das aber so, dass es auch völ­lig egal ist, was vor 150 Jah­ren ein­mal den Hori­zont abge­steckt hat­te.
      Ich will als Glau­ben­de immer vom Him­mel her den­ken und nicht von der Erde her. Es ist eine Fra­ge der Denk­rich­tung. Im 19. Jh waren alle heu­ti­gen Kof­lik­te und Ver­for­mun­gen bereits gut sicht­bar. Auch damals trieb der Tra­di­tio­na­lis­mus Blü­ten, die man nur mit gro­ßen Vor­be­hal­ten anse­hen kann. Es gab aber auch so vie­le frucht­ba­re und hoch­in­ter­es­san­te Ansät­ze, auch in der Neu­scho­la­stik, die nach dem 2. Vati­ca­num ein­fach abge­kop­pelt wur­den und einer seich­ten, begriff­lich eben­so auf­ge­bla­se­nen wie unschar­fen Stamm­tisch­theo­lo­gie wei­chen muss­ten, die heu­te wie ein zähes Harz sämt­li­che theo­lo­gi­schen Unter­richts­stät­ten zu Orten gei­sti­ger Läh­mung macht..
      Die­se bei­den Extre­me — der vul­gä­re Tra­di­tio­na­lis­mus und der groß­spu­ri­ge Moder­nis­mus und Post­mo­der­nis­mus beherr­schen nun das Feld und nur ganz weni­ge fin­den das unbe­kann­te Land der ech­ten, rea­len, gut doku­men­tier­ten Tra­di­ti­on.
      Seit dem Kon­zil pro­pa­giert man das Den­ken von der Erde in den Him­mel hin.
      Die Ergeb­nis­se sind ver­hee­rend.
      Es gibt aber tat­säch­lich ein Oben und ein Unten — näm­lich das Gott unser Herr ist und wir ja beten „Fiat volun­tas tua“ — im vol­len Ver­trau­en, dass Sein Wil­le uns schützt und rei­nigt und wir wah­re Wun­der voll­brin­gen, wenn wir IHM die­nen. Auch sozia­le Wun­der. Wie genau nun wir „unten“ orga­ni­siert sind, hat die Kir­che ja nie beson­ders fest­le­gen wol­len — Gott sei Dank.

      Ihr Argu­ment mit den 40% Armen kann ich sach­lich nicht zuord­nen. Die­ser Bischof hat­te doch einen enor­men Zulauf und ein rap­pel­vol­les Prie­ster­se­mi­nar. Da wer­den wohl auch 40 % der Armen dabei gewe­sen sein.
      Ver­ges­sen wir nicht, dass in die­sen Regio­nen die Jesui­ten einst­mals die India­ner-Reduk­tio­nen auf­ge­baut haben und nir­gends sonst auf der Welt, Ein­ge­bo­re­ne zu der Zeit so weit aus dem sozia­len Elend krie­chen konnten…das ging ohne geschwol­le­ne „Befrei­ungs­theo­lo­gie“, son­dern auf­grund von „ora et labo­ra“, wobei das „ora­re“ zuerst kam.

    • War­um kom­men Sie eigent­lich immer mit die­sem erho­be­nen mora­li­schen Zei­ge­fin­ger daher? — Erst erzäh­len Sie uns, dass sie als „Anglist“ mehr Ahnung von der eng­lisch­spra­chi­gen Pres­se haben, als die mei­sten Teil­neh­mer die­ses Forums, obwohl man­che von denen mehr­spra­chig groß­ge­wor­den sind und den größ­ten Teil ihres Lebens gar nicht in Deutsch­land ver­bracht haben. Es gibt hier Leu­te, die es ein­fach gar nicht erst nötig haben, Angli­stik zu studieren,um bes­ser als Sie beur­tei­len zu kön­nen, was in ame­ri­ka­ni­schen Zei­tun­gen steht. Und es inter­es­siert hier auch nie­man­den, was Sie kön­nen oder nicht: Argu­men­te sind unab­hän­gig von der Per­son, die sie äußert gül­tig oder ungül­tig. Jetzt kom­men Sie mit Ihrem Wis­sen über Län­der mit gro­ßem sozia­len Gefäl­le daher: Haben Sie da mal gelebt? Und wenn ja: Wie lan­ge? Da darf ich aus Lebens­er­fah­rung mal mit­spre­chen: Auch in Län­dern mit grö­ße­rem sozia­len Gefäl­le, sind die Rei­chen auch nicht auto­ma­tisch Unmen­schen. Zum Unmen­schen wird der Rei­che, weil er ein fal­sches Welt­bild hat, genau wie der Arme auch. Als ob sich der klas­si­sche Ritus und die leib­li­chen Wer­ke der Barm­her­zig­keit gegen­sei­tig aus­schlie­ßen wür­den! Die­se sind in den Rei­hen der „Tra­di­tio­na­li­sten“ nur indi­vi­du­el­ler und des­halb meist dis­kre­ter. Man soll schließ­lich sei­nem Näch­sten hel­fen, und nicht einem anony­men sozio­lo­gi­schen „Stra­tum“. — Viel­leicht soll­ten Sie mal das Buch „Das Kon­zil der Buch­hal­ter“ des Sozio­lo­gen und Psy­cho­lo­gen Alfred Loren­zer lesen, der poli­tisch ganz sicher ein unver­däch­ti­ger Zeu­ge ist. Danach haben Sie begrif­fen, dass die Lit­ur­gie­re­form gera­de den mate­ri­ell „Armen“ ihre Wür­de inner­halb der katho­li­schen Gemein­schaft genom­men hat. Und die­ser Papst tut es auch. Er ist ein­fach nur gefühls­du­se­lig. Er benutzt die „Armen“, um sein Ego zu strei­cheln.

  3. Die Anhö­rung durch den Papst hät­te schon vor der Abset­zung statt­fin­den müs­sen. Das ist ein Gebot schon allein der Fair­ness. Christ­lich ver­fällt sich der soge­nann­te Papst auch hier nicht. Man muss sich für ihn schä­men.

  4. Unab­hän­gig der wei­ter unkla­ren Hin­ter­grün­de der Abset­zung eines mit der hl. Tra­di­ti­on ver­bun­de­nen Bischofs scheint es so zu sein, dass das infla­tio­när ange­prie­se­ne päpst­li­che „Barm­her­zig­keits­netz“ Löcher hat,durch die jene fal­len, die nicht „die neue Kir­che“ hoch­le­ben las­sen wol­len.

    Aus­zug aus einem Arti­kel von katholisches.info:
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    „Die „neue Kir­che“ der Barm­her­zig­keit und die „Revo­lu­ti­on“ Fran­zis­kus

    (Rom) Anto­nio Mar­ghe­ri­ti Masti­no, Kir­chen­hi­sto­ri­ker und Volks­kund­ler, im Brot­er­werb jedoch Publi­zist, betreibt die Inter­net­sei­te Papale­Pa­pa­le und betreut für die Inter­net-Tages­zei­tung Qel­si Quo­ti­dia­no die regel­mä­ßi­ge Rubrik Osser­va­to­re Roma­nes­co über Kir­che und Reli­gi­on.
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    Die älte­sten, abge­tra­ge­nen Schu­he, die in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten bei den unzäh­li­gen pseu­do-theo­lo­gi­schen Kund­ge­bun­gen der 68er in der Kir­che getra­gen wur­den, und die nicht sel­ten pseu­do-poli­ti­sche Kund­ge­bun­gen waren, wer­den uns nun in recy­cel­ter Ver­si­on als jun­ge, fri­sche „Zeu­gen“ einer „neu­en Kir­che“ prä­sen­tiert. Die vom Geist Beweg­ten, nennt ihn Zeit­geist, Kon­zils­geist, 68er-Geist oder Geist des Fort­schritts, wie immer ihr wollt, schwen­ken plötz­lich Bil­der des neu­en Pap­stes, so wie sie zuvor die rote Fah­ne schwenk­ten oder die der Rot­grü­nen, jene mit dem Kon­ter­fei Che Gue­va­ras und nun die Regen­bo­gen­fah­ne der Homos. Fran­zis­kus händ­chen­hal­tend mit einem Don Ciot­ti und dazu das neu­lin­ke Kampf­wort „Lam­pe­du­sa“. Fran­zis­kus, der in tie­fer Ver­nei­gung die Hand des berüch­tig­ten Homo­se­xua­li­sten Don De Pao­lis küßt. Der Papst und alle, die nun in Rom als neue Emis­sä­re der „neu­en“, „mis­sio­na­ri­schen“, aber nicht zum Glau­ben bekeh­ren­den Kir­che gekrönt wer­den. Gleich­zei­tig wer­den jene ver­ächt­lich als „Pro­fis des Logos“ gefeu­ert und ent­fernt, die ein Leben lang in Demut und das meist gegen den Strom auf wirk­lich barm­her­zi­ge und mis­sio­na­ri­sche Wei­se ver­kün­de­ten und erklär­ten, was Chri­stus und das Lehr­amt ver­kün­den. Und die nicht ihre sub­jek­ti­ve, inter­es­sen­ge­lei­te­te oder über­schätz­te Mei­nung ver­brei­ten, ihr per­sön­li­ches „mei­nes Erach­tens“ und „mei­ner Mei­nung nach“, das durch den süd­ame­ri­ka­ni­schen Faux­pas zum Dog­ma erho­ben wird: „Wer bin ich, um zu urtei­len?“.

    Von oben wer­den die weni­gen uner­schrocke­nen Zeu­gen Chri­sti mit Ver­leum­dun­gen, Belei­di­gun­gen, Ver­ach­tung, Boy­kot­ten und Straf­maß­nah­men über­schüt­tet. Jene Zeu­gen, die in der Wüste auf dem Brei­ten- und Län­gen­grad der ver­welt­lich­ten Erde rufen. Papst Fran­zis­kus hat die Hand von Don De Pao­lis und nicht von Pater Ste­fa­no Maria Manel­li von den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta geküßt. Kein Zufall, wie ich mei­ne.

    Alle reden von Revo­lu­ti­on, nie­mand von Bekeh­rung

    Statt auf die Glau­bens­zeu­gen zu hören, kari­kiert man die Hei­li­gen, ver­ach­tet die Kir­chen­ver­tre­ter der Ver­gan­gen­heit und ver­zerrt sie als “unbarm­her­zi­g”. Was bis­her nur die schräg­sten Kir­chen­kri­ti­ker, aller­dings im immer lau­te­ren Ton­fall behaup­te­ten, wird nun von Papst Fran­zis­kus selbst bestä­tigt. In einem schil­lern­den Wort­rausch mahn­te der Papst am ver­gan­ge­nen Sonn­tag die Prie­ster zur “Barm­her­zig­kei­t”: “Seid barm­her­zig, barm­her­zig, barm­her­zi­g”. Was im Umkehr­schluß nur bedeu­ten kann, daß sie es bis­her nicht waren.

    Die Kir­chen­kri­ti­ker wol­len das ja schon immer gewußt haben. Wer­den sie nun in die Kir­che zurück­keh­ren? Mit­nich­ten. Sie haben ja über die Kir­che “mora­li­s­ch” gesiegt. Der Papst selbst hat es bestä­tigt. Eine so knie­schwa­che Kir­che, die sich ihrer Erbes schämt, braucht nie­mand, die Kir­chen­fer­nen am wenig­sten.

    Fran­zis­kus wird im psy­che­de­li­schen Eifer als “Neu­grün­der” sti­li­siert, der den Laden der Kir­che auf dem Markt­platz unter “neu­er Füh­run­g” neu öff­net, so als wür­de die Kir­che ihm gehö­ren. Die Kir­che Chri­sti jeden­falls kann nicht gemeint sein, denn die kennt und dul­det weder Mit­grün­der noch Neu­grün­der, weder Mit­be­sit­zer noch Aktio­nä­re. So ist es auch kein Zufall, wenn auf dem Bücher­tisch der größ­ten (nicht-katho­li­schen) Buch­hand­lung alles von “Revo­lu­ti­on”, aber nie­mand von Bekeh­rung spricht.
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  5. Es kommt wir fast so vor wie Aus­schluss aus der „kom­mu­ni­sti­schen“ Par­tei Roms, weil nicht par­tei­kon­form. Pla­no hat die höhern Wei­hen erhal­ten. Er ist Prie­ster Jesu Chri­sti und bleibt es. Das kann auch der Papst nicht rück­gän­gig machen. Wenn sich doch Rom und die Hier­ar­chie teil­wei­se ausser­halb die Kir­che gestellt hat, dann muss doch Rom in die Kir­che zurück­keh­ren, zum Glau­ben zurück­keh­ren und nicht Pla­no um Wie­der­auf­nah­me in Rom bet­teln. Hof­fent­lich wird er zu einem unbe­que­men Pro­phet.

  6. Es wird immer sicht­ba­rer, was und wer da in Rom sein Unwe­sen treibt. Nicht mal reden will man mehr mit den treu­en Katho­li­ken- mit irgend­wel­chen Kir­chen­fein­den aber jeder­zeit. Das ist so eine boden­lo­se Schan­de ! Als ich mir gera­de den letz­ten Got­tes­dienst S.H. Papst Bene­dikt XVI. ange­se­hen habe, da kamen mir nur noch die Trä­nen. Die­ser Ber­go­glio treibt mir auch Trä­nen in die Augen: Trä­nen des Zorns !

  7. ANGELUS, Peters­platz, Sonn­tag, 7. Sep­tem­ber 2014: „Lie­be Brü­der und Schwe­stern,
    guten Tag!
    Das Evan­ge­li­um des heu­ti­gen Sonn­tags aus dem 18. Kapi­tel nach Mat­thä­us unter­brei­tet das The­ma der brü­der­li­chen Zurecht­wei­sung in der Gemein­de der Gläu­bi­gen: also wie ich einen ande­ren Chri­sten zurecht­wei­sen soll, wenn er etwas tut, was nicht gut ist. Jesus lehrt uns: Wenn mein christ­li­cher Bru­der eine Schuld gegen mich begeht, mich belei­digt, muss ich ihm gegen­über Lie­be wal­ten las­sen und vor allem ande­ren mit ihm per­sön­lich spre­chen und ihm erklä­ren, dass das, was er gesagt oder getan hat, nicht gut ist.
    Und wenn der Bru­der nicht auf mich hört? Jesus rät zu einem schritt­wei­sen Ver­fah­ren: Kehr zunächst mit zwei oder drei ande­ren zu ihm zurück, um mit ihm zu reden, damit er sich sei­nes began­ge­nen Feh­lers bewuss­ter wird; wenn er trotz­dem die Mah­nung nicht annimmt, muss man es der Gemein­de sagen; und wenn er auch auf die Gemein­de nicht hört, muss man ihn den Bruch und die Tren­nung spü­ren las­sen, die er selbst ver­ur­sacht hat, indem er die Gemein­schaft mit den Brü­dern und Schwe­stern im Glau­ben geschwächt hat.
    Die Etap­pen die­ses Wegs zei­gen die Anstren­gung, die der Herr von sei­ner Gemein­de ver­langt, um den zu beglei­ten, der einen Feh­ler macht, damit er nicht ver­lo­ren geht. Vor allem müs­sen nach Sen­sa­ti­on gie­ren­des Gere­de und der Klatsch der Gemein­de ver­mie­den wer­den – das ist das Erste, das muss ver­mie­den wer­den. »Geh zu ihm und wei­se ihn unter vier Augen zurecht« (V. 15). Die Hal­tung ist die des Fein­ge­fühls, der Beson­nen­heit, der Demut, der Auf­merk­sam­keit gegen­über dem, der sich schul­dig gemacht hat, und man muss ver­mei­den, dass die Wor­te den Bru­der ver­let­zen oder töten könn­ten. Denn, ihr wisst ja, auch Wor­te töten! Wenn ich über jeman­den hin­ter sei­nem Rücken schlecht rede, wenn ich ihn zu Unrecht kri­ti­sie­re, wenn ich einem Bru­der mit mei­ner Rede »die Haut abzie­he«, dann bedeu­tet das, den Ruf des ande­ren zu töten! Auch Wor­te töten. Dar­auf wol­len wir ach­ten. Gleich­zei­tig hat die­se Dis­kre­ti­on, mit ihm allei­ne zu spre­chen, das Ziel, den Sün­der nicht unnö­tig zu beschä­men. Man spricht zu zweit dar­über, kei­ner merkt etwas und alles ist vorbei.Im Licht die­ser For­de­rung ist auch die dann fol­gen­de Rei­he von Vor­ge­hens­wei­sen zu ver­ste­hen, die die Mit­ein­be­zie­hung eini­ger Zeu­gen und dann sogar der Gemein­de vor­sieht. Ziel ist es, dem Men­schen zu hel­fen, sich sei­ner Tat bewusst zu wer­den und zu ver­ste­hen, dass er durch sei­ne Schuld nicht nur einen, son­dern alle belei­digt hat. Doch auch uns zu hel­fen, uns von Zorn und Groll zu befrei­en, die nur Schlech­tes anrich­ten: jene Ver­bit­te­rung des Her­zens, die Zorn und Groll mit sich bringt und die uns dazu füh­ren, zu belei­di­gen und anzu­grei­fen. (…)“ Fort­set­zung:

  8. „Tat­säch­lich sind wir alle vor Gott Sün­der und bedür­fen der Ver­ge­bung. Alle. Jesus näm­lich hat uns ermahnt, nicht zu rich­ten. Die brü­der­li­che Zurecht­wei­sung ist ein Aspekt der Lie­be und der Gemein­schaft, die in der christ­li­chen Gemein­de herr­schen müs­sen. Sie ist ein gegen­sei­ti­ger Dienst, den wir ein­an­der erwei­sen kön­nen und müs­sen. Den Bru­der zurecht­zu­wei­sen ist ein Dienst, und die­ser ist mög­lich und wirk­sam nur dann, wenn ein jeder sich als Sün­der und der Ver­ge­bung des Herrn bedürf­tig erkennt. Das­sel­be Bewusst­sein, das mich den Feh­ler des Ande­ren erken­nen lässt, ruft mir zunächst in Erin­ne­rung, dass ich selbst Feh­ler gemacht habe und oft­mals Feh­ler mache. Aus die­sem Grund wer­den wir jedes Mal zu Beginn der Mes­se auf­ge­for­dert, vor dem Herrn zu beken­nen, dass wir Sün­der sind, indem wir mit Wor­ten und Gesten auf­rich­ti­ge Reue des Her­zens zum Aus­druck brin­gen. Und wir sagen: »Erbar­me dich mei­ner, Herr. Ich bin ein Sün­der! Ich beken­ne Gott, dem All­mäch­ti­gen, mei­ne Sün­den. « Und wir sagen nicht: »Herr, erbar­me dich sei­ner oder ihrer da neben mir, die Sün­der sind.« Nein! »Erbar­me dich mei­ner!« Wir alle sind Sün­der und bedür­fen der Ver­ge­bung des Herrn. Es ist der Hei­li­ge Geist, der zu unse­rem Geist spricht und uns unse­re Schuld im Licht des Wor­tes Jesu erken­nen lässt. Und Jesus selbst lädt uns alle an sei­nen Tisch, Hei­li­ge und Sün­der, und sam­melt uns an den Weg­kreu­zun­gen, in den ver­schie­de­nen Situa­tio­nen des Lebens auf (vgl. Mt 22,9–10). Und unter den Vor­aus­set­zun­gen, die den Teil­neh­mern an der Eucha­ri­stie­fei­er gemein­sam sind, sind zwei grund­le­gend, zwei Vor­aus­set­zun­gen, um gut zur Mes­se zu gehen: Wir alle sind Sün­der, und uns allen schenkt Gott sein Erbar­men. Das sind zwei Vor­aus­set­zun­gen, die die Tür weit auf­ma­chen, um gut in die Mes­se hin­ein­zu­ge­hen. Dar­auf müs­sen wir uns immer besin­nen, bevor wir zum Bru­der gehen, um ihn brü­der­lich zurecht­zu­wei­sen.“
    Das ist das eigent­li­che Desa­ster: Hier der christ­li­che Über­bau — dort das rea­le Han­deln, das in kei­nem Bezug mehr zu die­sem Über­bau steht. Es ist der pein­li­che Ver­rat an dem, was man zu tun oder zu sein vor­gibt. Ber­go­glio und sei­ne Kon­zils­brü­der stra­fen sich tag­täg­lich sel­ber Lügen. Wer kann ihren Sonn­tags­re­den noch irgend­ei­ne Bedeu­tung bei­mes­sen? Unglaub­wür­di­ge wer­den nicht die Welt ret­ten. Geht nach Hau­se!

  9. Des Papst Fran­zis­kus medi­en­wirk­sa­me Kon­takt­freu­dig­keit erstreckt sich ‑so scheint es- nur auf aus­ge­such­te Leu­te: Scal­fa­ro, Kirch­ner, Fuß­bal­ler, Polit-Lin­ke, zusätz­lich noch auf Adres­sa­ten sei­ner Brie­fe und Gesprächspartner/innen am Tele­fon.

    Wenn ein Bischof aus sei­nem Amt ent­fernt wird ‑viel­leicht auch aus teil­wei­se eige­nem Veschul­den- soll­te er den­noch wenig­stens Gele­gen­heit erhal­ten, sei­nen Stand­punkt zur Ange­le­gen­heit dar­zu­le­gen.
    Ist die­ser Sinn für Fair­ness bei Papst Fran­zis­kus womög­lich etwas weni­ger ent­wickelt?
    Aber soweit ich mich erin­ne­re, hielt sich auch Bischof Tebartz-van Elst tage­lang in Rom auf, ohne emp­fan­gen wor­den zu sein.

    Tau­send­mal kommt das Wort „Barm­her­zig­keit“ aus des Pap­stes Mund, möge er sich selbst dar­an ori­en­tie­ren.
    Aber ich hof­fe doch, dass eine Begeg­nung zwi­schen Bischof und Bischof recht schnell arran­giert wird, alles ande­re wäre arm­se­lig.

    • Dan­ke ver­ehr­te @marienzweig,
      Mir kommt immer ein Wort Savo­na­ro­las in den Sinn wenn ich von besag­ter „Barm­her­zig­keit“ höre. In der Nacht vor sei­ner Hin­rich­tung hat er das Mise­re­re ( ps.50) schrift­lich aus­ge­legt. Dar­in sagt er — ich kann es nur sinn­ge­mäss tra­die­ren“ erbar­me dich mei­ner o Herr nach dei­ner gro­ssen Barm­her­zig­keit — nicht nach der klei­nen der Men­schen!“ Freu­en wir uns doch über­schwäng­lich über die alles über­ra­gen­de Bar­her­zig­keit des Herrn — denn d i e währt in Ewig­keit!

      • Lie­be hedi züger,
        darf ich Sie auf den Link ver­wei­sen, den wei­ter unten @Leo Lämm­lein gesetzt hat:
        http://callmejorgebergoglio.blogspot.de/2014/09/francis-autographs-baseball.html

        Und auch auf mei­ne Ant­wort dar­auf.
        Dar­in schrieb ich u.a.:
        „Ja, das heißt also, Papst Fran­zis­kus schenkt einem klei­nen wei­ßen Ball mehr Auf­merk­sam­keit als einem Bischof, der ein klä­ren­des Gespräch sucht.
        An wel­chem Tag die­se Auf­nah­men gemacht wor­den sind, weiß ich nicht, viel­leicht noch vor der Abset­zung Bischof Livie­res.…..“

        Ich gön­ne Papst Fran­zis­kus wirk­lich die Freu­de.
        Aber die Bil­der wir­ken auf mich mehr wie eine ober­fläch­li­che Gau­di, irgend­wie pein­lich.
        Es könn­ten Sze­nen aus einem Ver­eins­fest sein, stün­de da nicht ein Mann in weiß.
        Aber viel­leicht bin ich ja zu emp­find­lich und zu streng.

        Wel­che Gefüh­le wür­den die­se Fotos im Her­zen des abge­setz­ten Bischof Livie­res aus­lö­sen, bekä­me er sie zu Gesicht?
        Ich muss ehr­lich sagen, Trau­rig­keit und Unver­ständ­nis, aber auch Zorn rüh­ren sich in mir.

    • Die­ser wür­de dann die Lücke schlie­ßen, die der Raus­wurf von Weih­bi­schof Wil­liam­son schloss, die FSSPX hät­te wie­der vier Bischö­fe, die unse­li­gen Gesprä­che mit Rom wären im Nu been­det, und Herr Ber­go­glio wür­de die Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­keu­le schwin­gen…

      • Geehr­te @Zeitschnur,

        Neben­bei, wo Sie Wbf. Wil­liam­son nen­nen:
        Car­los Urru­ti­go­i­ty wur­de am Anfang sei­ner Kar­rie­re, nach­dem erste ungu­te Ver­dachts­mo­men­te bei der FSSPX auf­ge­fal­len waren sofort von sei­nem Posten ent­fernt und vor­erst nach weit ent­fernt ver­setzt; Wbf Wil­liam­son, damals für die FSPX in den USA zustän­dig, kon­sul­tier­te Msgr. EB Lef­eb­v­re, der bei der noch unkla­ren Situa­ti­on eine Bewäh­rung an neu­er Stel­le unter Wbf Wil­liam­son erlaub­te- in dubio pro reo‑, aber aus­drück­lich dar­an zufüg­te:
        „Sie müs­sen ihn mit Habicht­sau­gen beach­ten“.
        So geschah und kurz hin­ter­her flog Urru­ti­go­i­ty raus bei der FSSPX um einen 26-jäh­ri­gen geist­li­chen Amok­lauf bei den römi­schen zu machen.
        Ich habe jeden Tag mehr Respekt für EB Msgr Lef­eb­v­re:
        Er hat in die­sem Fal­le schon vor 27 Jah­ren einen tüch­ti­gen Rat gege­ben der die FSSPX viel Scha­den erspart hat und wel­cher von den römi­schen nicht­be­ach­te­ter Rat sich bei ihnen desa­strös aus­wirk­te.

      • @ Adri­en Antoi­ne

        Bit­te — das war nicht von mir, son­dern von @ zeit­los. Das sorgt lei­der immer wie­der für Ver­wechs­lun­gen.
        Auch letz­te Woche nann­te mich ein Poster mit dem fal­schen Namen.
        „Zeit­schnur“ ist übri­gens mein all­ge­mei­ner Künst­ler­na­me, so heißt auch mein Künst­ler-Ver­lag, mein Label und der Name ist auch gesetz­lich geschützt (weil ich frei­schaf­fend bin).

    • Davon abge­se­hen, dass der Bischof das „als treu­er Sohn der Kir­che“ nicht will, so wäre das auch schwer rea­li­sier­bar, weil die FSSPX von den nach­kon­zi­lia­ren Bischö­fen, auch den kon­ser­va­tiv­sten unter ihnen, lehr­mä­ßig doch eine Men­ge trennt. Wie auch immer, ich hof­fe, dass er auch wei­ter mutig am Auf­bau des Rei­ches Chri­sti mit­wirkt, ohne fal­sche Rück­sich­ten zu neh­men.

    • Wie­so das? Er gehört seit 1978 dem Opus Dei an, das ihm in einem sei­ner Häu­ser einen Auf­trag zuwei­sen wird. Dort wird er sicher auch sein „Wech­sel­bad“ zwi­schen NOM und über­lie­fer­ter Mes­se, von dem er offen­bar über­zeugt ist, wei­ter prak­ti­zie­ren kön­nen.

      Die Prie­ster­bru­der­schaft wäre abge­se­hen davon kaum gut bera­ten, einen Bischof auf­zu­neh­men, der sich wis­sent­lich bis fast zuletzt einen Gene­ral­vi­kar lei­ste­te, des­sen mon­strö­se Drecks­spur vor Jahr­zehn­ten bei ihr selbst ihren mut­maß­li­chen Anfang genom­men hat­te; man lese doch den anders­wo ver­link­ten Brief aus den 90-er Jah­ren Mgr. Fel­lays an den dama­li­gen Bischof der betref­fen­den US-Diö­ze­se.

      • Aber der Hin­weis auf Mgr. Wil­liam­son passt irgend­wie, war er doch dafür ver­ant­wort­lich gewe­sen, dass jener unsäg­li­che Abbé Urri.… nach dem Raus­wurf aus dem argen­ti­ni­schen Semi­nar sogleich in Wino­na eine „zwei­te Chan­ce“ ein­ge­räumt erhielt und eine Zeit­lang unter sei­ner Ägi­de wei­ter zer­set­zend wir­ken konn­te.

        Es (er)klärt sich so man­ches.

      • Also, den Fall gesetzt, Bischof Livie­res wür­de eine eige­ne Gemein­schaft bil­den, so wür­de ich mich jeden­falls eher die­ser anschlie­ßen als der FSSPX. Der Bischof ist auch nicht über sei­nen Gene­ral­vi­kar gestürzt, son­dern weil er nicht die Mei­nung der ande­ren para­gua­ya­ni­schen Bischö­fe ver­trat, weil er die Alte Mes­se för­der­te und ein gut gehen­des Prie­ster­se­mi­nar betrieb.

  10. Neben­bei: Seit gestern­mit­tag ist die Haupt­nach­richt betr. der Ent­pflich­tung v. Bf. Livie­res auf kath.net (sehr leb­haft kom­men­tiert-80 Postings wie in der Top10-Tabel­le rechts zu sehen) ihres Kom­men­tar­be­reichs beraubt.
    Die Postings wur­den einer­seits sehr scharf, gin­gen jedoch ins Fun­da­men­ta­le und ein sehr Papst-Fran­zis­kus-treu­em Poster setz­te Alko­hol­miß­brauch, Homo­se­xua­li­tät und Pädo­phi­lie ohne wei­te­re Dif­fe­ren­zie­rung als gro­ße fun­da­men­ta­le Übel von Bischö­fen neben­ein­an­der.
    Das Arbi­tri­um, der freie Wil­le, scheint damit immer mehr aus der Mode zu kom­men.
    Denn das ist der freie Wil­le und dazu hat man ein Gewis­sen: um “ das Gute zu tun und das Böse zu ver­mei­den“ (das ist übri­gens ein Zitat v. Kard. Ray­mond Bur­ke, auch betr. „Who I am to judge?“(P. F) mit dar­auf die tap­fe­re Ant­wort, daß wir alle jeden Tag neu Akten, Taten, zu beur­tei­len haben.

    • Ja, das heißt also, Papst Fran­zis­kus schenkt einem klei­nen wei­ßen Ball mehr Auf­merk­sam­keit als einem Bischof, der ein klä­ren­des Gespräch sucht.
      An wel­chem Tag die­se Auf­nah­men gemacht wor­den sind, weiß ich nicht, viel­leicht noch vor der Abset­zung Bischof Livie­res.
      Trotz­dem, das Herz dreht sich mir um, wenn ich die­se Bil­der sehe.
      Den Pri­vat­mann Mario Ber­go­glio, viel­leicht als Ver­eins­vor­stand beim jähr­li­chen Som­mer­fest in ver­gnüg­ter Run­de — das könn­te ich mir gut vor­stel­len und ent­spricht auch mehr der Stim­mung, die die­se Fotos ver­mit­teln.

    • Ein wei­te­rer unver­zicht­ba­rer und ver­mut­lich ver­ab­re­de­ter Wer­be­gag.

      Selbst­ver­ständ­lich für das ehr­wür­di­ge Papst­amt.

  11. Aus dem Mun­de nicht weni­ger Ober­hir­ten klin­gen die Wor­te „Mit­brü­der­lich­keit“, „Barm­her­zig­keit“ und „Tole­ranz“ nur noch unglaub­wür­dig und hohl

  12. @rampolla

    Ich möch­te mich auch ger­ne ein­mal an Sie wen­den.
    Sie monie­ren die Argu­men­te vie­ler Kom­men­ta­to­ren, die „von Ent­rü­stung und Res­sen­ti­ments , HÖCHST mora­lisch geprägt“ sind, mit „Schuld­zu­wei­sun­gen und Vor­wür­fen aller Art“.

    Ihre „Argu­men­te sind meist kir­chen-histo­risch geprägt , bzw. gesell­schafts­kri­tisch gefärbt …“, wie Sie schrei­ben.

    Auch ich bin der Ansicht, man soll­te sich ver­bal etwas zurück­hal­ten, da wir nicht immer über die Hin­ter­grün­de genü­gend Bescheid wis­sen.
    Den­noch muss es mög­lich sein, sich über ein Vor­komm­nis zu äussern, selbst wenn es nur über die Gefühls­ebe­ne geht.
    Wir sehen und bewer­ten Din­ge auch über das Herz und nicht nur über Ver­stand und Wis­sen.
    Din­ge, die gescha­hen oder noch gesche­hen, berüh­ren uns, machen uns ‑je nach­dem- froh oder zor­nig, sie ver­wir­ren uns, las­sen uns rat­los zurück und eben dar­über tau­schen wir uns dann aus.
    Dürf­ten nur die Leu­te, die umfas­send etwas von einer Sache ver­ste­hen, ihre Mei­nung kund­tun, müss­ten alle ande­ren stumm blei­ben und sich den Exper­ten-Mei­nun­gen erge­ben.
    Dies gilt natür­lich nicht für aus­ge­spro­chen kom­pli­zier­te Sach­the­men, da wür­de ich mich auch lie­ber zurück­hal­ten.
    Der dar­in Kun­di­ge wür­de sofort bemer­ken, dass ich kei­ner­lei Ahnung vom The­ma habe.

    Im übri­gen hof­fe ich, dass Sie als „Noch-Katho­lik“ bei uns blei­ben.
    Es tut mir immer weh, wenn ich bemer­ke, wie sich jemand inner­lich ent­fernt, obwohl ich dies natür­lich zu respek­tie­ren habe.
    Trotz­dem, es tut ein­fach weh!
    (Sehen Sie, schon wie­der die Gefühls­ebe­ne! Aber es gibt sie halt eben auch.)

    pace e bene

  13. Über Ihre Rück­mel­dung freue ich mich sehr und dan­ke Ihnen, lie­ber @rampolla!

    Dass Sie man­che der Bei­trä­ge abschreckend fin­den, kann ich sehr gut nach­voll­zie­hen.
    In die­sem Zusam­men­hang möch­te ich Sie auch auf den Hin­weis bzw. die Bit­te der Redak­ti­on an die Kom­men­ta­to­ren wei­ter unten auf­merk­sam machen.
    Eini­ge der Kom­men­ta­re sind wirk­lich sehr hart for­mu­liert, gele­gent­lich unter der Gür­tel­li­nie und befrem­den des­halb.
    Doch habe ich den Ein­druck, dass die mei­sten der Schrei­ber eine ehr­li­che Sor­ge um die Zukunft der katho­li­schen Kir­che umtreibt.
    Sor­ge, Trau­er, Frust, ein gewis­ses Unbe­ha­gen, Unsi­cher­heit — auch ich spü­re das alles.
    Von vie­len habe ich auch schon eini­ges gelernt und es gab und gibt auch immer wie­der zwi­schen­durch einen guten frucht­ba­ren Aus­tausch.

    Wie oft sehen wir durch hier ver­öf­fent­lich­te Nach­rich­ten, die sonst nicht über­all zu lesen sind, dass bestimm­te Vor­komm­nis­se rund um die Kir­che ver­ständ­nis­voll und barm­her­zig durch eben die­se Kir­che bewer­tet wer­den, ande­re Din­ge jedoch sehr streng und unnach­gie­big.
    Bei­spiel: Der bestür­zen­de Umgang mit den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta und sei­nem grei­sen Grün­der Pater Manel­li.
    Oder die höchst sel­ten vor­kom­men­de und jetzt so schnell und kon­se­quen­te Ent­fer­nung des Bischof Livie­res.
    Ande­rer­seits darf Bischof Daneels an der Syn­ode teil­neh­men.
    @Adrien Antoi­ne hat mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen und den Fin­ger in die­se Wun­de gelegt.
    Es gäbe noch so vie­le Bei­spie­le anzu­füh­ren.
    Ich habe es schon häu­fi­ger hier geäu­ssert, dass ich Papst Fran­zis­kus als Mensch respek­tie­re, wie es einem jedem zukommt, respek­tiert zu wer­den.
    Aber ich habe kein Ver­trau­en mehr in ihn.
    Ob es je wie­der­kommt? — Ich wäre glück­lich dar­über!

    Was kath.net betrifft, habe ich dort auch bit­te­re Erfah­run­gen gemacht und mir vor­ge­nom­men, auf jener Sei­te nicht mehr zu kom­men­tie­ren.
    Aber immer mal wie­der wer­de ich mir selbst gegen­über wort­brü­chig.
    Dort wird man gna­den­los zen­siert, gelöscht, vom Mode­ra­tor gera­de­zu belei­di­gend abge­watscht.
    Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit einem Mit­dis­ku­tan­ten wird plötz­lich unter­bro­chen und er weiß es nicht und wun­dert sich womög­lich, war­um man nicht auf sei­ne Anfra­ge ant­wor­tet.
    Nie, wirk­lich nie, habe ich Anlass gege­ben, auf­grund der Wort­wahl und des Stils gelöscht zu wer­den.
    Es war wohl eher die Rich­tung, die kath.net nicht genehm war, der Aus­rich­tung der Redak­ti­on nicht pass­te und die wohl des­halb unter­drückt wur­de.

    Jetzt habe ich aber weit aus­ge­holt und bin viel zu wenig auf Sie ein­ge­gan­gen, fürch­te ich.
    Ich bit­te Sie um Nach­sicht, lie­ber @rampolla!
    Alles Gute für Sie!
    pace e bene — Ihre Mari­en­zweig

    • bzgl. kath.net: bin gestern zen­siert wor­den, weil ich anläss­lich der Pro­mo­ti­on des Micha­el-Gebets von Papst Leo durch Papst Fran­zis­kus gefragt habe, ob das jetzt ein Beru­hi­gungs­mit­tel­chen für die tra­di­tio­nell ange­hauch­ten ist 🙂

      Das Pro­blem, das ich mit dem jet­zi­gen Papst habe (und das auch Sie haben, wenn ich Sie rich­tig ver­ste­he) ist, die­se Unstim­mig­keit und Janus-Köp­fig­keit. Ein­mal gibt’s Barm­her­zig­keit als Frei­fahrt­schein (Kas­pers Ego-Trip als Theo­lo­gie auf Knien), dann wird das alt­ehr­wür­di­ge Micha­els-Gebet emp­foh­len, dann wird wie­der irgend­wo etwas platt gemacht, was die alte Mes­se geför­dert hat, und nicht vor dem letz­ten Kon­zil in Ehr­furcht erstarrt, dann wird gemäss Bischof von Cor­do­ba erklärt, dass WvG nicht zur Kom­mu­ni­on kön­nen, dann lässt man sich von Evan­ge­li­ka­len seg­nen, dann darf Daneels immer noch als Kar­di­nal in Amt und Wür­den auf die Syn­ode, ohne visi­tiert zu wer­den…

      man könn­te fast mei­nen, da lau­fen zwei ver­schie­de­ne Päp­ste rum und das ver­un­si­chert natür­lich

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