Christdemokraten „diabolische Synthese aus liberalem Inidvidualismus und Marxismus“

Bischof Reig Pla für den Lebensschutz und gegen den Partido Popular
Bischof Reig Pla für den Lebens­schutz und gegen den Parti­do Popular

(Madrid) Die Ent­schei­dung des in Spa­ni­en regie­ren­den Parti­do Popu­lar (PP) das bereits von der Regie­rung beschlos­se­ne Gesetz zur Stär­kung des Lebens­rechts Unge­bo­re­ner und zur Ein­schrän­kung des Kin­der­mor­des durch Abtrei­bung zurück­zu­zie­hen, sorgt für hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen. Den spa­ni­schen Christ­de­mo­kra­ten des PP wird vor­ge­wor­fen, ein zen­tra­les Ver­spre­chen gebro­chen zu haben, mit dem sie 2011 die Par­la­ments­wah­len gewan­nen. Mit dem Rück­zie­her möch­ten sie bei den 2015 anste­hen­den Par­la­ments­wah­len die Aus­sicht auf Wie­der­wahl ver­bes­sern. Oder geht es dar­um, daß im west­li­chen Estab­lish­ment ein unge­schrie­be­nes Gesetz gilt, daß Abtrei­bung als „gesell­schaft­li­cher Kon­sens“ anzu­er­ken­nen ist?

Ist der PP zur Abtrei­bungs­par­tei gewor­den? Das fra­gen sich nicht nur die Lebens­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen, son­dern auch die katho­li­schen Bischö­fe Spa­ni­ens. Tat­säch­lich wür­de der PP damit dem Bei­spiel der christ­de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en des deutsch­spra­chi­gen Rau­mes fol­gen, wie der bun­des­deut­schen CDU, der öster­rei­chi­schen ÖVP, der Schwei­zer CVP oder der luxem­bur­gi­schen CSV. Für sie ist Abtrei­bung kein The­ma mehr. Mehr noch, sie sind soweit bereits zu Abtrei­bungs­par­tei­en gewor­den, daß sie das Ende des Kin­der­mor­des als „Stö­rung des gesell­schaft­li­chen Kon­sen­ses“ bekämpfen.

Partido Popular von „Gender-Ideologie und Homo-Lobby infiziert“

Kla­re Wor­te für den PP fand Bischof Juan Anto­nio Reig Pla von Alcalá de Hen­a­res: „Es ist mora­lisch nicht zu recht­fer­ti­gen, wie der Parti­do Popu­lar mit den Katho­li­ken umgeht, die an der Aus­ar­bei­tung der Reform des Abtrei­bungs­ge­set­zes mit­ge­wirkt haben“. Und wei­ter: „Nen­nen wir die Din­ge beim Namen: Es han­delt sich um eine rich­ti­ge Ohr­fei­ge für die Katho­li­ken.“ Mini­ster­prä­si­dent Maria­no Rajoy habe sich in die­ser Sache als „untreu“ und „dumm“ erwie­sen. Die jüng­ste Ent­schei­dung zei­ge, wie „infi­ziert“ der Parti­do Popu­lar durch „Radi­kal-Femi­nis­mus, Gen­der-Ideo­lo­gie und Homo-Lob­by“ sei, so der Bischof. Unter die­sen Bedin­gun­gen sei der PP eine „eine dia­bo­li­sche Syn­the­se aus libe­ra­lem Indi­vi­dua­lis­mus und Marxismus“.

Msgr. Reig Pla erin­ner­te den PP dar­an, daß „Abtrei­bung ein abscheu­li­ches Ver­bre­chen“ ist und jeder Katho­lik, der dar­an mit­wir­ke, „und das gilt auch für Poli­ti­ker, latae sen­ten­tiae exkom­mu­ni­ziert ist“. Wenn der PP an sei­ner Hal­tung zugun­sten der Abtrei­bung fest­hal­ten soll­te, sei es unmög­lich für Katho­li­ken, wei­ter­hin mit der Par­tei zusammenzuarbeiten.

„Zivile Antwort“ gegen „Weltordnung im Dienst eines transnationalen, neokapitalistischen Imperialismus“

Der Bischof for­der­te die Bevöl­ke­rung auf, auf die­sen „Skan­dal“ eine „orga­ni­sier­te, zivi­le Ant­wort“ zu geben. Eine Ant­wort gegen das „Ver­sa­gen“ der Regie­rung beim „Schutz der Schwäch­sten“ und für ein „Ende der Welt­ord­nung im Dienst eines trans­na­tio­na­len, neo­ka­pi­ta­li­sti­schen Imperialismus“.

Auch ande­re Bischö­fe kri­ti­sier­ten die regie­ren­den Christ­de­mo­kra­ten scharf. Bischof Jose Ignacio Munil­la von San Seba­sti­an schrieb auf Twit­ter: „Ange­sichts des Todes Tau­sen­der unschul­di­ger Leben kann das Gewis­sen nicht schlafen“.

Bischof Este­ban Escu­de­ro von Palen­cia, der sich gera­de im Hei­li­gen Land befin­det, schick­te von dort eine Erklä­rung. Dar­in erin­ner­te er die Regie­rung an ihre „Pflicht“, ihr „Wahl­ver­spre­chen gegen­über den Bür­gern ein­zu­hal­ten“. Das Lebens­recht, so der Bischof, „ist das erste aller Men­schen­rech­te, auf dem alle ande­ren auf­bau­en. Es darf nicht zum Spiel­ball des Wahl­kamp­f­op­por­tu­nis­mus einer poli­ti­schen Par­tei wer­den“. Unab­hän­gig von dem, was ein Staats­ge­setz der­zeit erlau­be, „ist für einen Katho­li­ken die Abtrei­bung mit allen Kon­se­quen­zen mora­lisch inakzeptabel“.

Bischof Juli­an Lopez von Leon sag­te gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur ICAL: Der PP „hat eine Gele­gen­heit ver­tan, nicht um irgend­ei­ne Wäh­ler­kli­en­tel zufrie­den zu stel­len, son­dern um dem ethi­schen und abso­lu­ten Wert des Lebens­rechts Gel­tung zu verschaffen“.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Infovaticana

6 Kommentare

  1. Der Grün­der der kirch­li­chen Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on „Kir­che in Not“ – Hw Pater Weren­fried – hat im Jah­re 1994 eine beein­drucken­de Pre­digt über den “neu­en Kin­der­mor­d” durch die sata­ni­sche Abtrei­bungs­ma­schi­ne­rie gehal­ten. Eine Mah­nung an die mor­den­den Abtrei­ber (sog. „Ärz­te“), an die ihre unge­bo­re­nen beseel­ten Kin­der gleich­sam im Mut­ter­schoss an den Ver­nich­tungs­ram­pen der „neon­be­leuch­ten­den“ Ver­nich­tungs­an­stal­ten („Spi­tal-Kli­ni­ken“ genannt) abge­ben­den Frau­en sowie an alle bewusst zu die­sem Ver­bre­chen raten­den bzw. die­ses „als Mög­lich­keit anbie­ten­de“ oder die­ses „ganz human dul­den­de“ Mittäter/innen in Poli­tik und Gesellschaft.….auch in den heu­te nur noch als soge­nannt zu bezeich­nen­den „katho­li­schen Königs­häu­sern“ wie das­je­ni­ge von Spanien.

    Hier der Wort­laut der Rede von Hw Weren­fried in vol­ler Län­ge die­ser – in die­ser Schär­fe im heu­ti­gen „zeit­ge­mä­ssen Dia­lo­gi­sie­ren“ kaum mehr vor­stell­ba­ren – ein­zig­ar­ti­gen Rede.
    -

    „Ret­tet die unge­bo­re­nen Kinder“ !

    Die scheuß­lich­ste Sün­de, die jetzt auch in der christ­li­chen Welt began­gen wird,
    ist der mil­lio­nen­fa­che Mord am unge­bo­re­nen Leben.
    Falls es nicht gelingt, die­ses Blut­bad aufzuhalten,
    wer­den letz­ten Endes die Bar­ba­ren kom­men, um unse­re Taber­na­kel zu zerschlagen.
    Denn Jesus wei­gert sich, in unse­ren Taber­na­keln zu wohnen,
    wenn er nicht in unse­ren Her­zen woh­nen kann, weil wir uns weigern,
    ihn in den Gering­sten der Sei­nen bei uns aufzunehmen.

    Wie vie­le Män­ner und Frau­en müs­sen den Kopf senken,
    wenn die alte Geschich­te der unschul­di­gen Kin­der erzählt wird?
    Den Müt­tern von Beth­le­hem wur­den die Kin­der mit Gewalt aus den Armen gerissen.
    Aber was tun Mil­lio­nen Väter und Müt­ter im christ­li­chen Westen und im hei­li­gen Russ­land? Tau­sen­de Män­ner las­sen sich sterilisieren.
    Mit Pil­len und Che­mi­ka­li­en oder Spi­ra­len – wie mit Rat­ten­gift und Mau­se­fal­len – weh­ren Frau­en sich gegen das von Gott gewoll­te Leben.

    Oder sie betre­ten den
    Pfad des Meu­chel­mor­des und töten,
    was schon im Mut­ter­schoß zu leben begon­nen hatte.
    Vie­le Staa­ten haben die­se Schlach­te­rei genehmigt.
    Sie wird von der Kran­ken­kas­se bezahlt.
    Aber das Blut der ermor­de­ten Klei­nen schreit laut zum Him­mel und ihre Kla­gen wer­den ver­nom­men vor dem Ange­sicht des gerech­ten Gottes.

    Gott ist der Freund die­ser Kleinen.
    Dar­um will Er, dass man den Kin­dern, denen das Him­mel­reich gehört, nicht verwehre,
    zu Ihm zu kom­men. Jesus lieb­te sie so über alle Maßen,
    dass er sich mit ihnen iden­ti­fi­zier­te. Er sagte:
    “Wer ein sol­ches Kind in Mei­nem Namen auf­nimmt, nimmt Mich auf.
    Wer einem die­ser Klei­nen Ärger­nis gibt, dem ist es bes­ser, dass er mit einem Mühl­stein am Hals in die Tie­fe des Mee­res ver­senkt wird.”
    Die­ses Wort ist so defi­ni­tiv und unumstößlich.

    “Das Recht auf Leben ist absolut”

    Nie kann es die Kir­che dulden,
    dass unge­bo­re­ne Kin­der für vogel­frei erklärt werden,
    wie es die UNO-Kom­mis­si­on für die Rech­te des Kin­des tat, als sie 1988 beschloss,
    dass die Unge­bo­re­nen künf­tig nicht mehr erwähnt werden,
    wenn von Men­schen­rech­ten die Rede ist,
    oder mit der gott­lo­sen Ent­schei­dung der Kon­fe­renz von Kai­ro ein­ver­stan­den sein,
    wel­che den Mord an den unge­bo­re­nen Babys als lega­les Mit­tel der Bevöl­ke­rungs­pla­nung zu för­dern vorhat!

    Das Recht auf Leben ist absolut.
    Nach den libe­ra­li­sier­ten Abtrei­bungs­ge­set­zen ist es rela­tiv geworden.
    Es beruht nicht mehr auf der Tatsache,
    dass die­ser Mensch existiert,
    sondern
    es wird ihm nur zuerkannt,
    wenn er für sei­ne Eltern “zumut­bar” ist und bestimm­ten Nor­men der gei­sti­gen und der kör­per­li­chen Voll­kom­men­heit oder des wirt­schaft­li­chen Nut­zens entspricht.

    Kin­der­mord ist bei vie­len Völ­kern üblich gewesen.
    Das Chri­sten­tum hat sich dem immer widersetzt.
    Die Kir­che beharrt in ihrer Ablehnung.
    Wer abtreibt oder dabei hilft, ist auto­ma­tisch exkommuniziert
    – aus der Gemein­schaft der Kircheausgeschlossen.
    Dar­um ist es kei­nem Katho­li­ken gestattet,
    eine Abtrei­bungs­vor­la­ge ein­zu­rei­chen oder mit sei­ner Stim­me durchzubringen.
    Dabei ist es unwich­tig, was eini­ge Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren über die­ses The­ma denken.

    Für uns kommt es dar­auf an, was Gott denkt über die christ­li­chen Völ­ker, die durch ihre Abge­ord­ne­ten oder durch Volks­ent­scheid eine Rei­he von Tötungs­pa­ra­gra­fen zum Gesetz erho­ben haben. Was Gott denkt über das Bio­lo­gie­lehr­buch, das die Frucht­was­ser­un­ter­su­chung anpreist, weil, bei einem ungün­sti­gen Befund, die Abtrei­bung “gro­ßes Leid und gro­ße Bela­stung für die Eltern, das Kind und die Gesell­schaft ver­mei­den könne.”

    Abge­stumpf­tes Gewis­sen und ver­dü­ster­ter Verstand

    Was Gott denkt über den katho­li­schen Moraltheologen,
    der eine der­ar­ti­ge Unter­su­chung für “hilf­rei­ch” hält.
    Hoch­wür­di­ger Herr Pro­fes­sor, falls sie ausweist,
    dass ein Kind geschä­digt auf die Welt kom­men könnte,
    in wel­cher ande­ren Wei­se kann sie “hilf­rei­ch” sein, es sei denn,
    indem sich die Eltern über das Lebens­recht ihres Kin­des hinwegsetzen
    und einen Kil­ler suchen, der es tötet?

    Zwei­fel­los urteilt die Ewi­ge Weis­heit anders
    als der Mann auf der Straße,
    für den Mord kein Mord mehr ist,
    wenn der Staat sei­ne Erlaub­nis und auch noch das Geld gibt, um das Ver­bre­chen zu verüben.
    Denn die Gewis­sen sind abge­stumpft und der Ver­stand ist bis an die Gren­ze des Irr­sinns verdüstert,
    seit­dem das unaus­lösch­li­che Natur­ge­setz und die unfehl­ba­re Leh­re Christi,
    die ihren gül­ti­gen Aus­druck in “Huma­nae Vita­e” gefun­den haben,
    nur zögernd ver­kün­det, schul­dig ver­schwie­gen und welt­weit sabo­tiert werden.

    Aber wo man die Wahr­heit unter­schlägt, da herrscht die Lüge.
    Es ist eine Lüge,
    dass alles in bester Ord­nung sei,
    wenn die Abtrei­bung mit staat­li­cher Geneh­mi­gung in einem Ope­ra­ti­ons­saal vor­ge­nom­men wird; eine Lüge,
    dass von Mord kei­ne Rede sein könne,
    wenn der Arzt ein Attest mit dem Abtrei­bungs­grund unterschreibt;
    eine Lüge,
    dass nichts dabei sei, Kin­der aus dem Mut­ter­schoß her­aus­zu­rei­ßen und in den Abfall­ei­mer zu werfen.

    Wenn wir nicht den Mut haben, die­sen Lügen zu wider­spre­chen und den Fre­vel, der vor unse­rer Tür began­gen wird, anzu­kla­gen, sind wir mitschuldig.
    Wenn Mil­lio­nen von Müt­tern unge­straft töten dürfen,
    gibt es kein Hin­der­nis mehr, das dem uni­ver­sel­len Mas­sen­mord noch im Wege steht.
    Wer den Mord am unge­bo­re­nen Leben befürwortet,
    bedroht den Frie­den mehr als das grau­en­haf­te Arse­nal der nuklea­ren Abschreckungswaffen.
    Er bricht den Frie­den mit Gott!

    “Das letz­te Boll­werk ist die Kirche”

    Den Frie­den mit Gott bricht auch die Sexu­al­erzie­hung in den Schulen,
    die in allen Län­dern des Westens, in denen sie durch­ge­setzt wird,
    ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen hat.
    Als Ziel die­ser Schul-Sexu­al­erzie­hung wird “ver­ant­wort­li­ches geschlecht­li­ches Ver­hal­ten” genannt.
    Schö­ne Theorie!
    Prak­tisch regt der Sexu­al­kun­de­un­ter­richt zum sexu­el­len Tun an und ver­baut den Kin­dern den Weg zu geschlecht­li­cher Zucht und Enthaltsamkeit.

    Das letz­te Boll­werk ist die Kirche.
    Es ist ein schau­er­li­cher Erfolg des Teufels,
    dass es in der Kir­che jetzt Pro­fes­so­ren, Erzie­her, Bera­tungs­stel­len, Theo­lo­gen und Prie­ster gibt, die – unge­ach­tet der Anwei­sun­gen der Ortho­do­xen Hei­li­gen Syn­ode und des römi­schen Pap­stes – der sexu­el­len Anar­chie Vor­schub leisten.

    Man wirft dem Papst die Här­te sei­nes Stand­punk­tes vor:
    einem abstrak­ten Gesetz, einem Prin­zip (der Ehr­furcht vor dem Leben) wer­den kon­kre­te Men­schen geop­fert und die schwan­ge­ren Frau­en mit ihrer schwe­ren Bür­de im Stich gelassen.

    Es geht aber nicht um ein abstrak­tes Gesetz,
    aber um das kon­kre­te Dasein und Wei­ter­le­ben unzäh­li­ger unge­bo­re­ner Kinder.
    Zu Unrecht geht man davon aus, dass das Leben nur Wohl­stand brin­gen darf und dass alle Lasten fern­ge­hal­ten wer­den sollen.
    Die­se The­se ist falsch.
    Ein Leben ohne Schwie­rig­kei­ten gibt es nicht.
    Es wäre ein Leben ohne Ver­ant­wor­tung, ohne Ein­satz, sogar ohne Lie­be, die ja immer Selbst­auf­op­fe­rung fordert.

    Ein christ­li­ches Leben ohne Kreuz ist undenkbar.
    Ein Christ muss dazu bereit sein, die Ver­ant­wor­tung, die Lasten und die Prüfungen,
    die das Leben mit sich bringt, auf sich zu nehmen.
    Er glaubt, dass sie ihn zu einem bes­se­ren Jün­ger Chri­sti machen.
    Er weiß auch, dass es Prü­fun­gen gibt, die mensch­lich gese­hen, nicht zu ertra­gen sind.
    Nur mit der Hil­fe von Got­tes Gna­de wer­den sie sinn­voll und tragbar.

    Hier ist Chri­stus uns vorangegangen.
    Er hat ein Kreuz auf sich genom­men, das mensch­li­cher­wei­se untrag­bar war.
    Wer sei­nes Kreu­zes teil­haf­tig wird, bekommt auch sei­ne Kraft, es zu tragen.
    Die­ses Kreuz um jeden Preis aus dem Leben zu ver­ban­nen, ist viel­leicht der größ­te Verrat,
    der jetzt an Chri­stus began­gen wird, da Mil­lio­nen Chri­sten bereit sind, unschul­di­ges Leben zu ver­nich­ten, um dem Kreuz zu entrinnen.

    Man sagt, es wäre doch bes­ser ein Kind abzutreiben,
    wenn es nie­mals ein ganz “volle­s” Leben füh­ren kann.
    Aber wer von uns kann das behaupten?
    Nie­mand hat das Recht, einem Men­schen die Chan­ce zu nehmen,
    sich durch die Ent­fal­tung die­ses Lebens auf das vol­le Leben vor­zu­be­rei­ten, das nicht auf Erden, son­dern im Him­mel sei­nen Schwer­punkt hat.

    Die­se Ewig­keits­per­spek­ti­ve dis­pen­siert uns kei­nes­wegs von der Nächstenliebe.
    In die­ser bar­ba­ri­schen Zeit, in der man ego­isti­sche Men­schen über Tod oder Leben wehr­lo­ser Kin­der ver­fü­gen lässt,
    müs­sen wir durch die Lie­be die Welt leuch­tend und hell machen.

    Der Abbau sitt­li­cher Nor­men, die Zer­stö­rung des Schamgefühls,
    das Sich-unge­hemmt-aus­le­ben, die Sexua­li­sie­rung des pri­va­ten und öffent­li­chen Lebens
    und die Abstump­fung der Gewis­sen führen
    zum Zer­fall der kul­tu­rel­len, reli­giö­sen, poli­ti­schen und schließlich
    auch der wirt­schaft­li­chen Lebens­for­men der Völker.
    So weit sind wir!

    Wel­chen Trost kann ich Euch geben?
    Den Trost des Glau­bens, dass die Pfor­ten der Höl­le Got­tes Kir­che nicht über­wäl­ti­gen werden.
    Und den Trost des Wor­tes Jesu:
    “Suchet zuerst das Reich Got­tes, und alles Übri­ge wird euch hin­zu gege­ben werden.” Alles Übri­ge. Auch die Kraft, rein zu leben.
    Auch die Fami­li­en­pla­nung nach Got­tes Willen.
    Auch die Ant­wort auf die Bevöl­ke­rungs­ex­plo­si­on in den Län­dern, wo es sie wirk­lich gibt. Auch die Lösung der sozia­len Frage.

    “Im Sumpf der Unreinheit”

    Dar­aus folgt, dass Jesu Bot­schaft vom Reich Got­tes falsch gedeu­tet wird von denen,
    die von der Kir­che nicht mehr die Kraft erwar­ten, ihre Trieb­haf­tig­keit zu bändigen,
    son­dern einen Frei­brief, sich mit ruhi­gem Gewis­sen auszutoben.
    Das Grund­ge­setz des Gottesreiches
    kann nicht durch demo­kra­ti­sche Mehr­heits­be­schlüs­se einer “plu­ra­li­sti­schen” Gesell­schaft geän­dert werden.

    Dar­um bleibt es wahr,
    dass wir nicht für uns selbst leben,
    son­dern uns mit gan­zem Herzen,
    mit gan­zer See­le und mit allen unse­ren Kräf­ten Gott aus­lie­fern sollen.
    Das aber wird fast unmög­lich im Sumpf der Unrein­heit, zu dem die Welt gewor­den ist.

    Nur wer ein rei­nes Herz hat, kann Gott sehen, und nur wer aus der Wahr­heit ist, hört sei­ne Stimme.
    Je rei­ner Geist und See­le eines Men­schen sind, umso kla­rer nimmt er das gött­li­che Licht wahr und umso mehr wird Gott durch Ihn sicht­bar in der Welt.
    Unrein­heit macht den Men­schen genau­so blind für Got­tes Wirklichkeit
    wie für die Wirk­lich­keit des Teufels.

    Dar­um
    ver­liert ein unrei­ner Mensch, trotz aller Intel­li­genz, die Fähigkeit,
    die “Gei­ster zu unterscheiden”.
    Dies ist die Tra­gö­die man­cher heu­ti­ger Intel­lek­tu­el­ler und bekla­gens­wer­ter Priester,
    die lei­der viel zu viel Ein­fluss in der Kir­che haben.
    Wir tan­zen auf einem Pul­ver­fass und mer­ken es nicht.
    Die Tage Noahs schei­nen zurück­ge­kehrt zu sein.
    Jetzt, da staat­li­che Behör­den und all­zu vie­le Prie­ster versagen,
    muss das ein­fa­che Volk Got­tes betend auf die Bar­ri­ka­den steigen.

    Betet täg­lich den Rosenkranz.
    Betet für die Bekeh­rung des Westens und Russlands.
    Betet für Eure Bischö­fe, Eure Mini­ster, Eure Abge­ord­ne­ten, Eure Ärz­te, Eure Priester.
    Betet für die Sün­der, die Schwa­chen, die Untreu­en, die fal­schen Pro­phe­ten, die Mörder.
    Wählt Euch einen aus.
    Nehmt Euch einen aufs Korn.
    Rich­tet auf ihn das Kreuz­feu­er von Gebet und Liebe.
    Fleht Gott Tag und Nacht an, durch die Für­spra­che Mariens,
    dass Euer Schütz­ling sich bekeh­re und lebe.

    Und betet wie­der das alte Gebet, das frü­her nach jeder Hei­li­gen Mes­se zum Him­mel stieg:
    “Hei­li­ger Erz­engel Michael,
    ver­tei­di­ge uns im Kampfe.
    Sei unser Schutz gegen die Bos­heit und die Nach­stel­lun­gen des Teufels.
    Gott gebie­te ihm, so bit­ten wir flehentlich;
    du aber, Füh­rer der himm­li­schen Heerschar,
    stür­ze den Satan und die ande­ren bösen Gei­ster, die in der Welt umherschweifen,
    um die See­len zu ver­der­ben, in der Kraft Got­tes hin­ab in die Hölle.
    Amen.“

  2. „Oder geht es dar­um, daß im west­li­chen Estab­lish­ment ein unge­schrie­be­nes Gesetz gilt, daß Abtrei­bung als „gesell­schaft­li­cher Kon­sens“ anzu­er­ken­nen ist?“

    Ja, aber sicher gilt dies!!!

    Und die Welt fei­ert Men­schen wie Bill Gates, für die das zum Cre­do gehört. Denen man des­we­gen sogar huldigt.

    Und deren Stif­tun­gen — wie die Bill and Melin­da Gates Foun­da­ti­on — unglaub­lich viel Macht haben. Geld IST Macht.

    Und die Bischö­fe haben dies geför­dert, als sie Ja zur abso­lu­ten Macht des Gel­des sag­ten und nicht gegen die Enzy­kli­ka Cen­te­si­mus Annus pro­te­stier­ten. Die­se Enzy­kli­ka wur­de von den Neo­Libs und Neo­Cons fre­ne­tisch gefeiert.

    Den Bischö­fen soll­te ausser­dem klar sein, dass die Revo­lu­ti­on, die von dem 2. Vati­ka­num ein­ge­lei­tet wur­de, genau so eine Hal­tung bei den Gläu­bi­gen her­vor­bringt. Dies ist in der Ver­gan­gen­heit aus­rei­chend doku­men­tiert worden.

    A pro­pos: Wen sol­len Katho­li­ken wählen?

    Sei­en wir ehr­lich: Heut­zu­ta­ge ist NIEMAND mehr wähl­bar. Die Demo­kra­tie hat sich längst über­lebt. Wah­len sind zur Far­ce geworden.

  3. Dan­ke an Defen­dor, dass er uns die­se Ein­drucks­vol­le Rede von Pater Weren­fried von Straaten
    noch­mals in Erin­ne­rung ruft und ein Glück­wunsch an die Spa­ni­er, dass Sie Bischö­fe haben, die sich noch der Wahr­heit und nicht dem poli­ti­schen Oppor­tu­nis­mus ver­pflich­tet wissen ,
    Gott schüt­ze sie.

  4. Tja, und was tun die Maul­hel­den von spa­ni­schen Bischö­fen? Sie wer­den auch bei der näch­sten Wahl wie­der sagen, daß Katho­li­ken den PP wäh­len müs­sen, als das sog. „klei­ne­re Übel“. Kein Wun­der, dass die jetzt so wohl­feil geschol­te­nen PP-Poli­ti­ker um Rajoy die­se „Schel­te“ locker abrei­ten. Sie wis­sen, dass ihnen die Kir­che nicht von der Stan­ge geht.
    So läuft das heu­te in der Kirche.

    • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

      Na ja, die FSSPX macht ja auch Wer­bung für die CDU/CSU als dem klei­ne­ren Übel…

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