Der Rücktritt Benedikts XVI. von einem „behinderten Pontifikat“

Papst Benedikt XVI. und ein vielfach von außen unter Dauerangriff gehaltenes und innerkirchlich behindertes Pontifikat
Papst Bene­dikt XVI. und ein viel­fach von außen unter Dau­er­an­griff gehal­te­nes und inner­kirch­lich behin­der­tes Pon­ti­fi­kat, das mit einem Rück­tritt ende­te.

(Rom) Cor­dia­li­ter, ein Blog der katho­li­schen Tra­di­ti­on mit zurück­hal­ten­der und aus­ge­gli­che­ner redak­tio­nel­ler Linie, ver­öf­fent­lich­te eine durch­aus für glaub­wür­dig zu hal­ten­de Schil­de­rung. Glaub­wür­dig auch im Zusam­men­hang mit den Hin­wei­sen auf jenes „behin­der­te Pon­ti­fi­kat“ von Bene­dikt XVI. Wie kein Papst der jün­ge­ren Kir­chen­ge­schich­te wur­de Bene­dikt XVI. nicht von außen ange­grif­fen, son­dern auch durch offe­nen Unge­hor­sam von innen behin­dert.

Die Schil­de­rung bestä­tigt die Exi­stenz einer offen­kun­di­gen Dicho­to­mie zwi­schen Tra­di­ti­on und Neo-Moder­nis­mus. Zudem macht es sicht­bar, daß es neben den soge­nann­ten „Kryp­to-Lef­eb­vria­nern“, von denen der Apo­sto­li­sche Kom­mis­sar der geschun­de­nen Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta sprach, auch ein star­ke Grup­pe von Kryp­to-Schis­ma­ti­kern gibt, die sich kei­nes­wegs nur auf Tei­le des deut­schen, öster­rei­chi­schen und schwei­ze­ri­schen Epi­sko­pats und deren Appa­ra­te beschrän­ken.

Zum Rücktritt von Benedikt XVI.

Ich schicke vor­aus, daß ich den Amts­ver­zicht von Bene­dikt XVI. für gül­tig hal­te. Was ich heu­te schil­de­re, berich­te­te mir eine lie­be Freun­din, die mir die Erlaub­nis erteil­te, die Nach­richt unter der Bedin­gung zu ver­öf­fent­li­chen, daß ihr Name nicht genannt wird.

In das Klaus­ur­klo­ster, in dem sie leb­te, kamen häu­fig moder­ni­sti­sche Prie­ster, um durch Pro­pa­gan­da die Schwe­stern zu ‚aggiorna­re‘ (im Deut­schen wür­de man sagen, um die Schwe­stern auf die ‚Höhe der Zeit‘ zu brin­gen). Einer die­ser Prie­ster bat die Ordens­frau­en dafür zu beten, daß Bene­dikt XVI. zurück­tritt. Mei­ne Bekann­te, die ihre tra­di­ti­ons­freund­li­che Hal­tung vor die­sen Prie­stern lie­ber für sich behielt, fand jedoch die Sym­pa­thie die­ses einen Prie­sters, eines füh­ren­den Ver­tre­ters der Moder­ni­sten­be­we­gung. Die­ser ver­trau­te ihr ziem­lich unge­niert an, daß er und sei­nes­glei­chen unter dem Kle­rus und den Ordens­leu­ten Tau­sen­de Unter­schrif­ten sam­mel­ten, um Papst Bene­dikt XVI. zum Rück­tritt zu drän­gen.

Mei­ne Bekann­te frag­te den Prie­ster, was denn gesche­hen wer­de, falls der Hei­li­ge Vater sich wei­gern soll­te, zurück­zu­tre­ten. Dar­auf ant­wor­te­te der Moder­nist, daß der Papst bereits dar­über infor­miert wor­den sei: Soll­te er nicht zurück­tre­ten, wer­de man eine neue, von Rom getrenn­te Kir­che grün­den. Und es wer­de kei­ne ‚klei­ne Kir­che‘ sein. Laut dem, was ihm bekannt sei, wären zahl­rei­che Kir­chen­ver­tre­ter bereit, sich der neu­en moder­ni­sti­schen Kir­che anzu­schlie­ßen. Der kryp­to-schis­ma­ti­sche Geist­li­che leg­te zudem Wert auf die Fest­stel­lung, daß ihnen bereits prä­ven­tiv die Unter­stüt­zung durch jene zuge­si­chert wor­den sei, die eini­ge füh­ren­de Mas­sen­me­di­en kon­trol­lie­ren und die die neue Kir­che medi­al för­dern wür­den.

Eini­ge Zeit spä­ter am 11. Febru­ar 2013 gab Bene­dikt XVI. tat­säch­lich sei­nen Amts­ver­zicht bekannt. Mei­ne Bekann­te teil­te mir noch zahl­rei­che wei­te­re Details mit, deren Ver­öf­fent­li­chung ich aus ver­schie­de­nen Grün­den für unklug hal­ten wür­de.

Nun wer­den vie­le den­ken: Wenn die Din­ge so ablie­fen, dann ist der Amts­ver­zicht von Papst Bene­dikt XVI. ungül­tig. Denn um gül­tig zu sein, muß er aus frei­en Stücken und ohne jeden Zwang erfolgt sein. Mir fällt es aller­dings schwer anzu­neh­men, daß Bene­dikt XVI. einen so schwer­wie­gen­den Schritt gesetzt haben könn­te, einen fal­schen Rück­tritt zu voll­zie­hen, um die Kir­che den Hän­den eines fal­schen Pap­stes zu über­las­sen (wer auch immer im Kon­kla­ve gewählt wor­den wäre).

Daher bin ich der Mei­nung, daß Bene­dikt XVI., als er sich von einer Flut von Ver­schwö­rern bela­gert sah, die zum Schis­ma bereit waren, dem Belast­end­sten, was einem Papst wider­fah­ren kann, aber bereits 86 Jah­re alt, nicht mehr die Kraft fühl­te, um die Kir­che wirk­sam zu regie­ren und sich der Wühl­ar­beit der Moder­ni­sten zu wider­set­zen, es vor­zog, abzu­dan­ken.

Letzt­lich ver­zich­te­te er auf sein Amt nicht, weil er unter Druck gesetzt wur­de, anson­sten wäre der Amts­ver­zicht ungül­tig, son­dern weil er auf­grund sei­nes Alters nicht mehr die phy­si­sche und gei­sti­ge Kraft fühl­te, die er für not­wen­dig erach­te­te, um sich der Moder­ni­sten­be­we­gung ent­ge­gen­zu­set­zen.

Rücktrittgrund zu banal für Amt und Amtsträger?

Die Argu­men­ta­ti­on Cor­dia­li­ters bleibt in die­sem Punkt schwach, da Bene­dikt XVI. gera­de wegen der unter­schwel­li­gen, aber deut­lich spür­ba­ren Gefolg­schafts­ver­wei­ge­rung zahl­rei­cher Kir­chen­ver­tre­ter kei­nes­wegs damit rech­nen durf­te, daß aus einem Kon­kla­ve ein von ihm gewünsch­ter Papst her­vor­ge­hen wür­de. Die Stich­hal­tig­keit des Geschil­der­ten läßt sich zudem man­gels gesi­cher­ter Anga­ben schwer­lich über­prü­fen, wes­halb sie leicht vom Tisch zu fegen ist oder vor­erst sogar als nach­träg­li­ches Kon­strukt abge­tan wer­den könn­te. Der gute Ruf von Cor­dia­li­ter bürgt für aus­rei­chend Glaub­wür­dig­keit, das Dar­g­stell­te nicht zu unter­schla­gen.

Die Schil­de­rung der Ordens­schwe­ster belegt näm­lich auf alle Fäl­le, daß der spek­ta­ku­lä­re und gänz­lich aus dem Rah­men fal­len­de Amts­ver­zicht von Papst Bene­dikt XVI. wei­ter­hin Rät­sel auf­gibt und zahl­rei­che Katho­li­ken beschäf­tigt. Der Rück­tritt stellt einen gra­vie­ren­den Schat­ten im Pon­ti­fi­kat die­ses gro­ßen Den­kers und Kir­chen­für­sten dar, der die Bewer­tung sei­ner Amts­zeit schwer beschä­digt hat. Letzt­lich auch des­halb, weil der von ihm selbst genann­te und damit ein­zi­ge offi­zi­el­le Grund so banal erscheint. Zu banal für die­ses Amt und die­sen Amts­trä­ger.

Benedikt XVI. anderthalb Jahre nach Rücktritt von „außerordentlicher geistiger Frische“

Das facht Spe­ku­la­tio­nen an, die auch wei­ter­hin am Köcheln blei­ben wer­den, solan­ge Bene­dikt XVI. bei so guter Gesund­heit ist, wie er am ver­gan­ge­nen Sonn­tag bei der nun­mehr bereits zum zwei­ten Mal seit sei­nem Rück­tritt für sei­ne ehe­ma­li­gen Schü­ler zele­brier­ten Hei­li­gen Mes­se und dem Tref­fen mit sei­nem Schü­ler­kreis unter Beweis stell­te. Er zeig­te gleich­zei­tig, trotz aller alters­be­ding­ten Ein­schrän­kung, intel­lek­tu­ell und theo­lo­gisch dem regie­ren­den Papst deut­lich über­le­gen zu sein. Pater Ste­phan Horn, der Spre­cher des Ratz­in­ger-Schü­ler­krei­ses berich­te­te auf die Fra­ge von Radio Vati­kan: „Wie war das, mit dem eme­ri­tier­ten Papst zu fei­ern?“

„Wun­der­bar! Die Freu­de des Hei­li­gen Vaters, die fei­er­li­che Hei­li­ge Mes­se mit einer Anspra­che über, wie er es immer macht, das The­ma des Evan­ge­li­ums und der Lesung. Wir hof­fen, dass wir die­se Anspra­che eines Tages auf unse­rer Web­sei­te ver­öf­fent­li­chen kön­nen. Er hat rich­tig frisch gepre­digt. Das hat sich auch beim anschlie­ßen­den Tref­fen gezeigt, dass er fast fri­scher gewirkt hat als vor einem Jahr. Natür­lich ist er etwas älter gewor­den, und er spürt, dass es mit dem Gehen nicht mehr so gut ist. Aber sei­ne gei­sti­ge Fri­sche war ganz außer­or­dent­lich.“

Das „Mordkomplott“ und das Ende des Pontifikat

Im Zusam­men­hang mit der Cor­dia­li­ter-Schil­de­rung ist zudem an die „gesi­cher­te Nach­richt“ zu erin­nern, die Erz­bi­schof Pao­lo Kar­di­nal Romeo von Paler­mo sei­nen euro­päi­schen Rei­se­be­glei­tern, in der Mehr­zahl Geschäfts­leu­te, Mit­te Novem­ber 2011 wäh­rend einer Rei­se in die Volks­re­pu­blik Chi­na, bekannt­gab: näm­lich, daß das Pon­ti­fi­kat von Bene­dikt XVI. nur mehr höch­stens ein Jahr dau­ern wer­de. Papst Bene­dikt XVI. wur­de im Janu­ar 2012 von Dario Kar­di­nal Cas­tril­lon-Hoyos in einem per­sön­li­chen, absicht­lich in deut­scher Spra­che ver­faß­ten Brief dar­über infor­miert.

Die prä­zi­sen Anga­ben über ein Ende des Pon­ti­fi­kats lie­ßen die Gesprächs­part­ner Rome­os, von denen einer den Kolum­bia­ner Cas­tril­lon-Hoyos infor­mier­te, zum Schluß kom­men, daß gegen den deut­schen Papst ein Mord­kom­plott im Gan­ge sei. Die anony­me Notiz über Rome­os Chi­na-Plau­de­rei­en an den Kar­di­nal Cas­tril­lon-Hoyos trug das Datum 30. Dezem­ber 2011. Den erschrecken­den Begriff „Mord­kom­plott“ ver­wen­de­te der kolum­bia­ni­sche Kar­di­nal, der zum sel­ben Schluß gekom­men war, dann aus­drück­lich in sei­nem Brief an Bene­dikt XVI., der ihn per­sön­lich dem Papst über­brach­te mit der Auf­schrift auf dem Umschlag: „Streng ver­trau­lich“. Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di, damals auf Brief und Inhalt ange­spro­chen, beschränk­te sich auf die Wor­te: „Es erscheint mir so unglaub­lich, daß ich es nicht ein­mal kom­men­tie­ren will“.

Die Pfarrer-Initiativen als Druckmittel gegen Benedikt XVI.

Die Ordens­frau berich­te­te Cor­dia­li­ter von Unter­schrif­ten von Kle­ri­kern, mit denen die Moder­ni­sten Bene­dikt XVI. zum Rück­tritt zwin­gen woll­ten. Damit könn­ten die mit dem Pon­ti­fi­kat des deut­schen Pap­stes seit 2006 ent­stan­de­nen Pfar­rer-Initia­ti­ven gemeint sein, die ihren Aus­gang in Öster­reich nah­men und sich in den fol­gen­den Jah­ren in zahl­rei­chen west­lich gepräg­ten Län­dern aus­brei­te­ten. Im Juni 2011 folg­te der „Auf­ruf zum Unge­hor­sam“. Daß sich die inner­kirch­li­che Kon­fron­ta­ti­on ent­schei­dend an die­ser Front abspiel­te, zeig­te die für vie­le Beob­ach­ter uner­war­te­te direk­te Zurecht­wei­sung der unge­hor­sa­men Kle­ri­ker durch Bene­dikt XVI. Bei der Chri­sam­mes­se am Grün­don­ners­tag 2012, zehn Mona­te vor der Ankün­di­gung seins Amts­ver­zichts, lehn­te er für die Welt­kir­che ver­nehm­bar, die For­de­run­gen der Prie­ster-Rebel­len ab. Er nahm jene Zurecht­wei­sung vor, zu der sich der öster­rei­chi­sche Epi­sko­pat nicht auf­raf­fen konn­te oder woll­te. Nur die „Radi­ka­li­tät des Gehor­sams“ sei eine geeig­ne­te Vor­aus­set­zung für eine „wirk­li­che Erneue­rung“ in der Kir­che, hielt das Kir­chen­ober­haupt den Unge­hor­sa­men ent­ge­gen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Chie­sa e Post­con­ci­lio

51 Kommentare

  1. Natür­lich lädt das Unge­wöhn­li­che des Rück­tritts zu Spe­ku­la­tio­nen ein, das ist völ­lig mensch­lich und ver­ständ­lich. Aber ver­mut­lich ist die tri­vi­al­ste Ant­wort immer noch die wahr­schein­lich­ste, wenn auch nicht die span­ned­ste und auf­re­gend­ste: Er hat es wirk­lich nicht mehr geschafft. Und zwar nicht gei­stig-geist­lich-intel­lek­tu­ell, son­dern er hät­te so vie­le schwie­ri­ge Per­so­nal­ent­schei­dun­gen gegen Wider­stän­de durch­bo­xen müs­sen (oder auf umgangs­sprach­lich Leu­te absä­gen müs­sen) — was ja auch immens Ener­gie kostet — daß es kör­per­lich nicht mehr ging.

    Ich durf­te Kar­di­nal Ratz­in­ger mehr­fach in Regens­burg erle­ben. Er ist ein höf­li­cher und beschei­de­ner, extrem ange­neh­mer und unauf­dring­li­cher Mensch. Aber in dem Amt in Rom bräuch­te man auch zur rech­ten Zeit die Unver­fro­ren­heit und Gna­den­lo­sig­keit Ber­go­gli­os, der unlieb­sa­me „Mit­ar­bei­ter“ ein­fach mal auf Posten weg beför­dert, die es noch gar nicht gibt… Inso­fern hat es Bene­dikt wohl ver­säumt, diver­se Leu­te in der Kurie (Kas­per) oder auch in man­chen Bischofs­kon­fe­ren­zen (Leh­mann) recht­zei­tig kalt­zu­stel­len

    • “ Inso­fern hat es Bene­dikt wohl ver­säumt, diver­se Leu­te in der Kurie (Kas­per) oder auch in man­chen Bischofs­kon­fe­ren­zen (Leh­mann) recht­zei­tig kalt­zu­stel­len.“
      Nun Kas­per ist unter Woj­ty­la und Ratz­in­ger nach Rom geholt wor­den. Leh­mann war ein Schü­ler Ratz­in­gers und ist von ihm pro­te­giert wor­den.
      Wie sag­te doch Uta Ran­ke-Hei­ne­mann. „Er hat doch das­sel­be geschrie­ben wie ich“.
      Es ging um die Jung­frau­en­schaft der Mut­ter Got­tes. (Ein­füh­rung in das Chri­sten­tum).
      Es ist alles nicht so ein­fach wie man denkt.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Bene­dikt hät­te sich einen „gna­den­lo­sen“ Regen­ten bestel­len kön­nen, der für ihn die Säu­be­rung vor­ge­nom­men hät­te.
      Ein deut­li­ches Indiz für einen ungül­ti­gen Rück­tritt ist übri­gens die unvoll­ende­te Enzy­kli­ka.

  2. Cor­dia­li­ter ist eine äußerst inte­ge­re Per­son. Wenn er dies schreibt, dann hat er genü­gend Bewei­se für sei­ne Aus­sa­gen. Er gibt auch selbst an, dass er nicht alles ver­öf­fent­licht, was er weiß; war­um, kann man sich den­ken, die­se Din­ge sind Spreng­stoff für den Vati­kan. — Wir glau­ben doch alle nicht, und vie­le haben es von Anfang an nicht geglaubt, dass der Rück­tritt Bene­dikts, so, wie er das Papst­amt ver­stan­den hat, NUR wegen dem fort­ge­schrit­te­nen Alter und der gerin­ger wer­den­den Lei­stungs­fä­hig­keit statt­ge­fun­den hat.

  3. Gott ste­he uns bei!
    Wenn das stimmt — und ich habe das dump­fe Gefühl die Wahr­heit gele­sen zu haben — dann erüb­rigt sich alles Wei­te­re.

  4. Ich glau­be nicht, dass die Andro­hung einer Abspal­tung der wah­re Rück­tritts­grund gewe­sen ist. Die Schis­ma­ti­ker hät­ten es nicht ver­mocht, auch nicht mit Hil­fe der Mas­sen­me­di­en, die Legi­ti­mi­tät ihres Vor­ge­hens gegen einen regie­ren­den ech­ten Papst plau­si­bel zu machen. Viel ein­fa­cher ist es da doch, wenn ein fal­scher Papst unter dem Schein der Legi­ti­mi­tät die ver­blie­be­nen wah­ren Gläu­bi­gen abspal­tet.

      • Naja, noch wird ja alles unter einem Dach zusam­men­ge­hal­ten, und die Opti­on, lei­se, ohne offe­nen Auf­ruhr die Kir­che umzu­funk­tio­nie­ren, mit Dul­dung der Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen, ist natür­lich aus Sicht der Revo­lu­tio­nä­re vor­zu­zie­hen. So wie der kal­te Putsch Febr./März 2013 einem offe­nen Schis­ma vor­zu­zie­hen war. Auch auf der bevor­ste­hen­den außer­or­dent­li­chen Bischofs­kon­fe­renz wird man eine ver­än­der­te, unka­tho­li­sche Moral­leh­re nicht dog­ma­tisch expli­zit, son­dern „nur“ pasto­ral ein­zu­füh­ren suchen. Und die Glau­bens­treu­en wer­den um der äuße­ren Ein­heit wil­len (die gewiss ein Gut ist, aber nicht das höch­ste Gut) wahr­schein­lich auch dies­mal Krö­te schlucken.

    • Das scheint auch mir ein­fa­cher und aus Sicht der Moder­ni­sten „grif­fi­ger“. Dass Bene­dikt nicht ein­fach aus Gebrech­lich­keit zurück­trat, muss man anneh­men. Man muss anneh­men, dass ihm die Last des Amtes zumin­dest sub­jek­tiv, aus wel­chen exak­ten Grün­den auch immer, uner­träg­lich wur­de. Immer­hin haben über Jahr­hun­der­te alle Päp­ste die­se Gebrech­lich­keits­span­ne ertragen…bei ihm dürf­te also eine Beson­der­heit dazu­kom­men, aber wir wis­sen nicht, wel­che.

      Von den mei­sten „Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen“ ist wohl kaum etwas zu erwar­ten außer end­lo­sem Lamen­to und vul­gä­ren Spe­ku­la­tio­nen bei lupen­rei­nem Papa-Kusch oder ande­rer­seits durch­ge­knall­ten Extra­tou­ren.
      Bene­dikt hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Auch er ist so zwie­späl­tig — einer­seits eine gewis­se Reha der über­lie­fer­ten Mes­se, ande­rer­seits der aus­drück­li­che Wunsch, dass aus der Kon­fron­ta­ti­on von alter und neu­er Mes­se sich eine noch neue­re Melan­ge ergebe…er war mit Sicher­heit nicht der arme Hei­li­ge, der ganz allei­ne den rech­ten Glau­ben ver­tei­dig­te. Er war aus Sicht der Pro­gres­si­ven kon­ser­va­tiv, aus Sicht man­cher tra­di­ti­ons­kom­pe­ten­ter Theo­lo­gen aber ein Moder­nist. Im Ergeb­nis: er war gespal­ten. Er selbst reprä­sen­tier­te das Schis­ma in sei­ner Per­son. Aus der Lau­heit wächst aber nun mal nichts, das hat Jesus bereits gesagt…

      Und indem ich das aus­spre­che, durch­zuckt mich die Fra­ge, ob denn ich wirk­lich unge­teilt bren­ne für Ihn, ob ich wirk­lich bereit bin, für Ihn alles zu geben, ob ich es wage, gegen den viel­stim­mi­gen mensch­li­chen Macht­an­spruch um mich her­um stand­zu­hal­ten? Maria, ora pro nobis!
      Die Moder­ni­sten kämp­fen mit psy­cho­lo­gi­schen Macht­stra­te­gien, die Tra­di­tio­na­li­sten mit der Brech­stan­ge und in aller Regel theo­lo­gisch auf nie­de­rem Niveau — aber immer geht es dar­um, den ein­zel­nen in die eige­nen Fän­ge zu bekom­men und zu ver­hin­dern, dass er etwa eigen­stän­dig vor dem Herrn steht und auf die Stim­me des Herrn hört. Denn eines ist klar — in der der­zei­ti­gen Lage haben wir alles mög­li­che, aber kei­ne Auto­ri­tät mehr, der wir glau­ben dürf­ten.

  5. Heu­te ist der Gedenk­tag Alex­an­der III — ein Papst des hohen Mit­tel­al­ters, der gegen vier Anti­päp­ste kämp­fen muss­te — Haupt­wi­der­sa­cher der Kai­ser Fried­rich — der aber dann doch end­lich ein­ge­lenkt hat und Abbit­te lei­ste­te. Das Meno­lo­gi­um Cister­ci­en­se berich­tet wie der Kai­ser die­sen Orden ob sei­ner Loya­li­tät zum Pap­ste sogar mit har­ter Gewalt bedroh­te — es war die Zister­ze Him­merod wel­che durch die instän­di­ge Für­bit­te Mari­ens die ihre bevor­ste­hen­de Aus­wei­sung ver­hin­dert und das Herz des Kai­sers erweicht hat — wie es dort heisst. Das waren Tage der Gna­de in Zei­ten tief­ster Ver­strickung in Macht und Ohn­macht — das instän­di­ge Gebet und das Ver­wei­len in der Inti­mi­tät Got­tes hat alles zum Guten geführt. Unser lie­ber guter Papst Bene­dikt hat die Kraft die­se Din­ge ener­gisch a la Ber­go­lio nicht gehabt — vor allem des­sen Unemp­find­lich­keit, ja fast Unzu­gäng­lich­keit zu die­sen Quel­len des Glau­bens­le­bens — die hl. Lit­ur­gie ist die gröss­te Macht des Him­mels — gegen die Pfor­ten der Höl­le. Das stän­di­ge Aus­ge­setzt­sein von Judas­sen und Ver­rä­tern — das war die Sache die­ses sen­si­beln, fei­nen kul­ti­vier­ten hoch­ge­bil­det — allen weit über­le­ge­nen nicht. Gott ist der Len­ker und Erhal­ter der Kir­che Er lenkt und bestimmt in unsag­ba­rer Weis­heit alle Din­ge — die Für­bit­te der aller­se­lig­sten Jung­frau und heu­te auch des star­ken Pap­stes Alex­an­der III mögen für alle nichter­freu­li­chen kom­men­den Din­gen uns bei­ste­hen.

  6. Es sieht alles danach aus, daß Papst Bene­dikt vor­der­grün­dig „aus gesund­heit­li­chen Grün­den“ zurück­trat. Aber die Anläs­se dazu waren ande­re. Es ist bekannt, daß bspw. Erz­bi­schof Zollitsch nach dem Rück­tritt und vor der Wahl von Kar­di­nal Ber­go­glio sag­te, daß es in der Kir­che jetzt so rich­tig los­ge­he. Auch war der Rück­tritt Bene­dikts ungül­tig, weil er aus kir­chen­recht­li­cher Sicht nie exi­stiert hat. Das heißt, daß auch das Kon­kla­ve offen­bar ungül­tig ist
    Eini­ge Zita­te aus einem glaub­wür­di­gen Bericht:
    „Das Doku­ment über die Unter­su­chung des Kom­plotts, das Papst Bene­dikt XVI. von den Kar­di­nä­len Her­ranz, Tom­ko und De Gior­gi über­reicht wor­den war, brach­te den Papst dazu, sich vor­zu­stel­len, wel­ches Erd­be­ben sein Tod inner­halb der Kir­che aus­lö­sen wür­de: der höl­li­sche Kampf, die Schlacht um Ein­fluss und die undurch­sich­ti­gen Manöver/Winkelzüge inner­halb der Kar­di­nal­s­ku­rie, die sei­nen Nach­fol­ger bestim­men soll­te.
    Nicht aus Furcht vor dem Tod son­dern um Scha­den von der Kir­che fern­zu­hal­ten, beschloss der Papst sei­nen Rück­tritt, auch um die Dro­hun­gen gegen­stands­los zu machen und eine fried­li­che Nach­fol­ge ein­zu­lei­ten.
    Es muss aner­kannt wer­den, dass der Kir­che die Wahl eines Pap­stes ad vitam (auf Lebens­zeit) als hei­li­ges Gesetz gilt. Trotz­dem ist es gut. dass das Kano­ni­sche Recht die Mög­lich­keit in Betracht zieht, dass in Fäl­len, wie z.B. Exil, Ver­fol­gung oder ähn­lich gra­vie­ren­den Grün­den ein Rück­tritt mög­lich ist.
    In die­ser Hin­sicht muss der Rück­tritt im Kanon (=Gesetz) 332 als eine Hin­ter­tür gese­hen wer­den. Und es ist gut, dass es sie (die Hin­ter­tür) gibt, denn so hat sie Papst Bene­dikt XVI. ermög­licht, der Bedro­hung sei­ner Per­son und der gesam­ten Kir­che zu ent­ge­hen – auch wenn es ihm durch das hel­den­haf­te Bei­spiel sei­nes Vor­gän­gers bewußt war, dass die Papst­wahl ad vitam (=auf Lebens­zeit) und nicht ver­han­del­bar ist genau­so wenig wie die Klau­seln ver­han­del­bar sind.
    Zusätz­lich zu dem Argu­ment der Dro­hun­gen, den Rück­tritt des Pap­stes für ungül­tig zu erklä­ren, kommt offen­sicht­lich ein Feh­ler im Latei­ni­schen in der Erklä­rung, die der Papst ver­le­sen hat­te. In der Decla­ra­tio (=Erklä­rung) des „Rück­tritts“ von Papst Bene­dikt XVI.‚ die, so wie sie vom Vati­kan ver­brei­tet und im L‚Osservatore Roma­no ver­öf­fent­licht wur­de, fin­det sich ein ganz offen­sicht­li­cher Solö­zis­mus (=gro­ber sprach­li­cher Feh­ler in der Syn­tax), das heißt ein Feh­ler im Satz­bau.
    Im Mit­tel­teil der Rück­tritts­er­klä­rung liest man: “decla­ro me mini­ste­rio Epi­scopi Romae Suc­ces­so­ris Sanc­ti Petri, mihi per manus Car­di­na­li­um die 19 apri­l­is MMV com­missum renun­tia­re.“
    Das Wort “com­missum“ hängt von “ mini­ste­rio“ ab, es ist die Ergänzung/Attribut des Verbs renun­tia­re und muss des­halb im Dativ ste­hen. Die Kon­kor­danz (=Über­ein­stim­mung) muss also com­mis­so hei­ßen.
    Im Kano­ni­schen Recht ist jedes gesetz­li­che Doku­ment, das einen Feh­ler in Latein ent­hält, ungül­tig. Schon der hei­li­ge Papst Gre­gor VII (vgl. (cfr Regi­strum 1.33) erklär­te für ungül­tig ein Pri­vi­leg an ein Klo­ster, das sein Vor­gän­ger Alex­an­der II. ver­fügt hat­te. Begrün­dung: verfälschtes/unkorrektes Latein.
    Soll­te sich aber ein Feh­ler zei­gen, der offen­sicht­lich oder ver­bor­gen ist, könn­te das bedeu­ten, dass Papst Bene­dikt XVI. ungenau/flüchtig das Doku­ment ver­fasst hat — oder aber eine ver­bor­ge­ne Bot­schaft ver­decken woll­te, da sein Rück­tritt unter Druck zustan­de gekom­men war.

    Erste­res scheint eher unwahr­schein­lich, da man davon aus­ge­hen muss, dass ein so wich­ti­ger Text vom Papst nicht nur ein­mal, son­dern mehr­fach geprüft wor­den war.
    Als Schluss­fol­ge­rung scheint es, dass nicht der Feh­ler in Latein eine Flüch­tig­keit von Bene­dikt XVI. gewe­sen war, son­dern eine geziel­te Absicht.
    Das wür­de nicht nur die abso­lu­te Ungül­tig­keit bedeu­ten, wel­ches eine Tat­sa­che ist, son­dern auch die Bedro­hung, der der Papst aus­ge­setzt war.“

    • So ganz ist mir das mit der latei­ni­schen Syn­tax nicht ein­sich­tig. War­um kann man „(per quo) mihi per manus…commissum“ nicht als Ein­schub ver­ste­hen? Also:

      „decla­ro me mini­ste­rio Epi­scopi Romae Suc­ces­so­ris Sanc­ti Petri, — mihi per manus Car­di­na­li­um die 19 apri­l­is MMV com­missum — , renun­tia­re“

      „Ich erklä­re, dass ich von dem Amt des Bischofs von Rom, des Nach­fol­gers des Hl. Petrus — mir durch die Hand der Kar­di­nä­le am 19. April 2005 über­tra­gen — ver­zich­te.“
      Also: das „com­missum“ bezo­gen auf den Ein­schub, der mit „mihi“ beginnt. Inner­halb die­ses Ein­schubs setz­te man dann nicht in den Abla­tiv, son­dern den Nomi­na­tiv. Bzw. war­um soll­te man das nicht tun?

      • upps — das mit der Klam­mer und dem (per quo) ist Mist, das war ein Miss­tip­per und soll­te eigent­lich aus, sor­ry — ich weiß, dass das Quatsch ist, ver­zei­hung, nicht dran auf­hal­ten…

      • Genau­so ist es gram­ma­ti­ka­lisch rich­tig:
        „mihi per manus Car­di­na­li­um die 19 apri­l­is MMV com­missum“ ist ein Ein­schub, und com­missum bezieht sich auf mihi. Abso­lut kor­rekt. com­missum auf mini­ste­rio zu bezie­hen gibt kei­nen Sinn.

  7. Soll­te die Geschich­te mit den Kryp­to-Schis­ma­ti­kern stim­men, so wäre der Rück­tritt Bene­dikts XVI. das Resul­tat einer eis­kal­ten frei­mau­re­ri­schen Erpres­sung. Es lie­gen bekannt­lich Instruk­tio­nen der Frei­mau­rer vor, wie die katho­li­sche Kir­che von innen und außen zer­setzt wer­den kann. Die Kle­ri­ker inklu­si­ve des Pap­stes sol­len als Men­schen mit gro­ßen Schwä­chen öffent­lich vor­ge­führt wer­den. Das Sakra­men­ta­le soll suk­zes­si­ve ver­schwin­den. Die hei­li­ge Kir­che soll zu einem Ver­ein wie jeder ande­re degra­diert wer­den. Daß Frei­mau­rer-Seil­schaf­ten im Vati­kan ihr Unwe­sen trei­ben, hal­te ich nicht für blo­ße „Ver­schwö­rungs­theo­rie“. Wir Katho­li­ken der Tra­di­ti­on müs­sen auf die Ver­hei­ßung Chri­sti ver­trau­en, sei­ne Braut, die Kir­che, wer­de nie­mals unter die völ­li­ge Kon­trol­le Satans und sei­ner höl­li­schen Brut gelan­gen.

  8. Gott seg­ne und behü­te Papst Bene­dikt XVI und schen­ke ihm noch ein lan­ges Leben. Viel­leicht wird er ja Leo XIII als älte­sten Papst über­tref­fen, wobei Leo XIII natür­lich älte­ster amtie­ren­der Papst bleibt, der die Last des Papst­am­tes bis ins hohe Alter getra­gen hat. Wenn Bene­dikt nicht abge­dankt hät­te, wäre er viel­leicht heu­te gar­nicht mehr am Leben, son­dern vor Erschöp­fung gestor­ben, da gera­de in heu­ti­ger Zeit in der Kir­che ein kaum zu bän­di­ge­nes Cha­os herrscht. Ich bin davon über­zeugt, dass sei­ne blo­ße wei­te­re Exi­stenz Herrn Ber­go­glio dahin­ge­hend hemmt, wei­te­re Unta­ten zu tun, die sei­ne Auto­ri­tät als Papst noch mehr in Fra­ge stel­len wür­den. So lan­ge es einen zwei­ten leben­den Papst gibt, fällt es näm­lich um eini­ges leich­ter, den Amtie­ren­den nicht anzu­er­ken­nen. Das hat sich Herr Ber­go­glio wegen sei­ner dem Papst­amt unwür­di­gen Albern­hei­ten und viel­mehr noch sei­nem frag­wür­di­gen Regie­rungs­stiel, der alle Nicht­ka­tho­li­ken zu hof­fie­ren und gera­de die beson­ders treu­en und from­men Katho­li­ken zu unter­drücken scheint, selbst zuzu­schrei­ben. Dann erhält er natür­lich die Aura eines Anti­pap­stes. Ich per­sön­lich sehe Herrn Ber­go­glio als sol­chen. Maxi­mal sehe ich Ber­go­glio als Ver­tre­tung für den alters­schwa­chen Papst Bene­dikt, gewis­ser­ma­ßen als Prinz­re­gent, der zwar die Regie­rungs­ge­schäf­te sei­nes Vaters, des Königs, über­nom­men hat, der Vater aber bis zu sei­nem Tod König mit allen Wür­den und Ehren bleibt und der Sohn erst nach dem Tod des Vaters die vol­le Amts­wür­de erhält. So könn­te man auch Ber­go­gli­os merk­wür­di­ge Albern­hei­ten, nicht in die päpst­li­che Woh­nung zu zie­hen und einen Groß­teil des päpst­li­chen Ornats zu mei­den, erklä­ren, da die­se ihm qua­si nicht zuste­hen.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  9. Noch ein Nach­trag:
    katho­li­sche Intel­lek­tu­el­le haben bereits ein Urteil über Papst Fran­zis­kus, der von den ein­ge­bil­det schlau­en Kir­chen­geg­nern der Kir­che ins Amt gewählt wur­de, gefällt. Zusam­men­fas­send könn­te man es so sagen: gewo­gen und zu leicht befun­den.
    Papst Fran­zis­kus ist ent­zau­bert. Welch ein Absturz! Nicht zuletzt ist das klar gewor­den durch das Blut der christ­li­chen Mär­ty­rer: dar­an führt für ihn wie sei­ne Unter­stüt­zer, die „After-Kir­che“ (Anna Katha­ri­na Emme­rick), kein Weg vor­bei.

    • Kor­rek­tur zum „Nach­trag“.
      Ich möch­te die­sen „Nach­trag“ hier­mit zurück­neh­men. Das Gesag­te ist so nicht in Ord­nung.
      Ich bit­te alle Leser, mir zu ver­zei­hen, denn ich möch­te nie­man­den zur Sün­de ver­füh­ren.
      Dan­ke.

  10. „Mir fällt es aller­dings schwer anzu­neh­men, daß Bene­dikt XVI. einen so schwer­wie­gen­den Schritt gesetzt haben könn­te, einen fal­schen Rück­tritt zu voll­zie­hen, um die Kir­che den Hän­den eines fal­schen Pap­stes zu über­las­sen (wer auch immer im Kon­kla­ve gewählt wor­den wäre).“
    Ja das fällt mir auch schwer. Er muß­te wis­sen wer da kommt. Und er ist gekom­men.
    Es tut mir leid. Ich kann in der Pro­zes­si­on für Bene­dikt XVI nicht mit­ge­hen. Viel­leicht gibt es eine Zeit wo der Ver­stand gegen die Raf­fi­nes­se kei­ne Chan­ce hat.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  11. Wes Gei­stes Kind die­se „Unge­hor­sam­s­in­itia­ti­ven“ sind kann man ja an Herrn Zuleh­ner able­sen. Dar­aus, daß er ernst­haft denkt, die tra­di­ti­ons­ge­bun­de­nen Katho­li­ken ( in sei­nen Augen out­laws) wür­den sicher pla­nen, Papst Fran­zis­kus zu ermor­den, kann man nur auf sein eige­nes Den­ken schlie­ßen. Er scheint Mord für ein legi­ti­mes und vor­stell­ba­res Instru­ment im Kampf um die Deu­tungs­ho­heit und das Lehr­amt der Katho­li­schen Kir­che zu hal­ten.
    Da trifft er sich dann mit der Feu­er-und-Schwert-Theo­lo­gie der Isla­mi­sten und scheint das für modern- für aggior­na­men­to- zu hal­ten.

  12. Per­sön­lich bin ich fel­sen­fest davon über­zeugt, dass der Rück­tritt Bene­dikts erzwun­gen war. Allein, ich glau­be nicht, dass er sich wegen ange­droh­ter Kir­chen­spal­tun­gen oder Mord­kom­plot­te zu die­sem Schritt bewe­gen ließ. Es muss ein Grund gewe­sen sein, der geeig­net war, dem Papst­amt und der Kir­che schwer­sten Scha­den zuzu­fü­gen, so dass selbst ein ana­ly­tisch scharf den­ken­der Mensch wie Bene­dikt im Abwä­gen des Für und Wider die Waf­fen strecken muss­te. So könn­te ich mir bei­spiels­wei­se vor­stel­len, dass ihm gedroht wur­de, Miss­brauchs­fäl­le oder ande­re bis­lang unvor­stell­ba­re Skan­da­le der Kir­che aus der Zeit als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on an die Öffent­lich­keit zu brin­gen, um ihn als Papst und mit ihm die Insti­tu­ti­on Kir­che welt­weit an den Pran­ger zu stel­len und für unglaub­wür­dig zu erklä­ren. Es ist ja das teuf­li­sche, dass den inner­kirch­li­chen Fein­den das Schick­sal der Kir­che und das Heil der See­len voll­stän­dig egal ist, ja, dass sie gera­de­zu Lust an deren Zer­stö­rung emp­fin­den. Die­ser Zer­stö­rungs­lust hat der­je­ni­ge, der Ver­ant­wor­tung für die Kir­che und den Glau­ben der Men­schen emp­fin­det, nur wenig ent­ge­gen­zu­set­zen, selbst dann, wenn die Anwür­fe nichts Wah­res ent­hal­ten soll­ten. Aber all das ist natür­lich rei­ne Spe­ku­la­ti­on. Es wäre genau­so denk­bar, dass er wirk­lich von all den Intri­gen genug hat­te und außer­dem die Über­zeu­gung heg­te, dass es an der Zeit sei, dem mon­ar­chi­schen Papst­amt einen demo­kra­tisch-prä­si­den­ti­el­len Anstrich zu geben.

  13. Mit Ver­laub, die­se Geschich­te von Cor­dia­li­ter ist ein­fach nur lächer­lich.

    Den Neo­mo­der­ni­sten geht es wie den Vor­gän­gern, den Moder­ni­sten, immer nur dar­um, die Kir­che von innen aus­zu­höh­len. Es ist den Neo­mo­der­ni­sten weit­hin gelun­gen, alle wich­ti­gen Ämter in der Kir­che und den kirch­li­chen Medi­en zu beset­zen.

    Den­noch glau­be ich nicht an einen frei­wil­li­gen Rück­tritt von Bene­dikt XVI. Ist „Vati­leaks“ schon ver­ges­sen? Ist ver­ges­sen, dass Bene­dikt XVI. ein heim­tücki­sches Atten­tat erlit­ten hat? Nicht kör­per­lich. Aber er wur­de seit 2006 von sei­nem Kam­mer­die­ner in sei­ner eige­nen Woh­nung gefilmt, sei­ne gesam­ten Unter­la­gen wur­den foto­ko­piert. Eben­so die sei­nes Pri­vat­se­kre­tärs.
    Die­ser Papst hat­te jah­re­lang über­haupt kei­ne Pri­vat­sphä­re mehr. Das über­steht kein Mensch unbe­scha­det. Auch ein voll­kom­men inte­grer Mensch, der nichts zu ver­ber­gen hat, braucht einen pri­va­ten Schutz­raum. Bene­dikt XVI. war und ist per­sön­lich inte­ger.

    Man kann doch Film­auf­nah­men fäl­schen. Es gibt pri­va­te Noti­zen, die nie­mand etwas ange­hen. Über hohe Per­sön­lich­kei­ten, mit denen der Papst regel­mä­ßig zu tun hat. Dar­aus kann die Medi­en­meu­te 100 oder 1000 Skan­da­le machen. Alles ist abge­lich­tet wor­den.
    Alle waren sich damals einig. Vati­leaks ist nie auf­ge­klärt wor­den. Der ver­rä­te­ri­sche Kam­mer­die­ner hat­te stär­ke­re Hin­ter­män­ner. Nach denen nie gesucht wur­de.

    Das ange­droh­te Schis­ma ist ein­fach nur Quatsch. Eine Non­nen­fan­ta­sie. „Die Neo­mo­der­ni­sten“ sind doch kei­ne fest orga­ni­sier­te Grup­pe. Die hät­ten doch nie­mals einen Gegen­papst auf­stel­len kön­nen. In Deutsch­land hät­ten sie auf die Kir­chen­steu­er ver­zich­ten müs­sen. Undenk­bar.

    Die Sache ist sehr viel bedroh­li­cher, als es Cor­dia­li­ter sieht. Die Kir­che soll von innen zer­stört wer­den. Ohne Gegen­kir­che.
    Ein Bene­dikt XVI. wäre nie und nim­mer wegen Leu­ten wie der Pfar­rer-Initia­ti­ve zurück­ge­tre­ten. Cor­dia­li­ter soll doch die­sen Papst nicht klein­re­den. Das war und ist nicht Bene­dikts Niveau.

    Doch ein Papst, von dem man jeder­zeit pri­va­te­ste Auf­nah­men ver­öf­fent­li­chen kann, von dem man rein pri­va­te Noti­zen in Mas­sen an die Pres­se geben kann, wäre nur noch ein Spiel­ball der Medi­en gewor­den. Nuz­zi, oder wie die­ser Repor­ter hieß, hat nur einen Bruch­teil ver­öf­fent­licht.

    Ich weiß es nicht. Auch das sind Spe­ku­la­tio­nen. Es hieß auch, der Papst habe an Depres­sio­nen gelit­ten.

    Sicher scheint: Bene­dikt XVI. soll­te weg. Ein Papst wie Herr Ber­go­glio soll­te den Stuhl Petri beset­zen. Ganz legal gewählt. Schein­bar.

    Das ist die wirk­li­che Gefahr, die ent­setz­li­che Bedro­hung. Herr Ber­go­glio lässt sich doch nicht von sol­chen Gestal­ten wie einem Pfar­rer Schül­ler auf den Papst­thron hie­ven. Im Vati­kan selbst sit­zen die Ver­rä­ter, Emi­nen­zen, die längst den Glau­ben ver­lo­ren haben.

    Die „Unge­hor­sam­s­in­itia­ti­ven“ sind schlimm genug. Vor Ort, da, wo sie wir­ken. Die wirk­li­chen Fein­de der Kir­che sind von einem ganz ande­ren Kali­ber.

    Will Cor­dia­li­ter ablen­ken oder ist er mit sei­nem Blog ein­fach nur naiv?

    • Inter­es­san­te Bemer­kun­gen. Es dürf­te jedem klar sein, dass die gefähr­lich­sten Fein­de der Kir­che auf den höch­sten kirch­li­chen Posten sit­zen bzw. saßen, wie etwa die Aposta­ten Mar­ti­ni und Kas­per. Die mei­sten von ihnen hat übri­gens Ratzinger/ Bene­dikt XVI beför­dert bzw. zu beför­dern erlaubt. Ich kann mir eben­falls durch­aus vor­stel­len, dass die nicht auf­ge­klär­te Affä­re Gabrie­le aus­schlag­ge­bend war. Dafür spricht die Tat­sa­che, dass Ben XVI sie offen­sicht­lich auch nicht auf­klä­ren woll­te, zumin­dest nicht öffent­lich. Es dürf­te jedoch eben­falls sicher sein, dass die Hin­ter­män­ner von Gabrie­le die­sel­ben sind, die die Kir­che in Rich­tung der For­de­run­gen von Zuleh­ner-Schül­ler len­ken wol­len. Zumin­dest ver­bin­det sie pani­sche Angst vor einer Rück­kehr zur Tra­di­ti­on und deren Erstar­ken inner­halb der Kir­che. Ich hal­te es für sehr wahr­schein­lich, dass die­se Leu­te gezielt an meh­re­ren Fron­ten tätig waren (und wei­ter­hin sind), d. h. dass sowohl hin­ter dem Fall Gabrie­le als auch hin­ter der „Pfar­rer-Initia­ti­ve“ letzt­lich die­sel­ben Krei­se stecken, auch wenn die vor­der­grün­di­gen Ver­tre­ter ein­an­der nicht mögen und nicht ver­tra­gen.

  14. Zum Rück­tritt und der Bewer­tung von Papst Bene­dikt Fol­gen­des:
    1. Wer die Umstän­de näher bewer­ten will, der lese „Mala­chi Mar­tin“ der „Letz­te Papst“. Dr.Dr. Dr. Mar­tin hat das Pro­ze­de­re eines erzwun­ge­nen Papst­rück­trit­tes exakt in Pro­jek­ti­on auf den sla­wi­schen Papst Mit­te der 90er Jah­re des vori­gen Jahr­hun­derts beschrie­ben. Er wähl­te die Roman­form um die han­del­den Per­so­nen zu schüt­zen. Aber zwei der han­deln­den Per­so­nen haben nach Berich­ten die­ser Sei­te maß­geb­lich bei der Wahl Ber­goggli­os mit­ge­wirkt. Ziel der Kaba­le war die Besei­ti­gung der mora­li­schen Auto­ri­tät der Kir­che. Der psy­cho­lo­gi­sche Druck
    bestand u.a. in der erkenn­ba­ren Homo­se­xua­li­sie­rung des Kle­rus. Es wer­den Diö­ze­sen beschrie­ben, die Sata­ni­sche Mes­sen fei­ern. Wer Mala­chi Mar­tin liest und den Ablauf des Rück­trit­tes von Bene­dikt kri­tisch beob­ach­tet hat, erkennt erstaun­li­che Paral­el­len und zwei­felt nicht, dass Bene­dikt auf­grung die­ses Psy­cho­druckes zurück­ge­tre­ten ist oder sogar muss­te.
    2. Die latei­ni­sche Rück­tritts­de­kla­ra­ti­on ent­hielt drei Syn­tax­feh­ler. Einen hat Bene­dikt beim Ver­le­sen kor­ri­giert, die ande­ren sind pro­to­kol­liert. An zwei unfrei­wil­li­ge Syn­tax­feh­ler bei Papst Bene­dikt kann ich nicht glau­ben. Aber wie sind sie zu bewer­ten? Ich ken­ne eine wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chung eines deut­schen Pro­fes­sors für Alt­phi­lo­lo­gie, der zur Ansicht kommt, dass die­se Feh­ler auf­grund der syn­tak­ti­schen Bewer­tung, kei­nen Ein­fluss auf die Rück­tritts­de­kla­ra­ti­on haben und sie nicht ungül­tig machen.

    • Dan­ke @Hans für Ihre Hin­wei­se und Ein­schät­zun­gen. Jetzt sind es also min­de­stens 2 Syn­tax­feh­ler und da Papst Bene­dikt Latein in Wort und Schrift bestens beherrscht, kann ein Ver­se­hen nicht vor­lie­gen. Ein Dekret, das ungül­tig ist, muß jedoch nicht falsch sein habe ich gele­sen. Wie auch immer: es ist so eine Sache.

      Es lag gewiß ein gro­ßer Psy­cho­druck vor und da war „Vati­leaks“ noch eins der gering­sten Übel. Papst Bene­dikt hät­te gewiß schon zu einem frü­he­ren Zeit­punkt sei­nen „Rück­tritt“ erklä­ren kön­nen, aber er hielt noch durch.
      Es gab auch unter­schied­li­che Kom­men­ta­re damals zum Blitz­ein­schlag in die Kup­pel des Peters­doms. Nach mei­nen Infor­ma­tio­nen soll das so viel hei­ßen wie, daß der „Vor­hang des Tem­pels mit­ten ent­zwei geris­sen ist.“

  15. @zeitschnur: haben Sie bit­te Ver­ständ­nis dafür, daß ich Ihnen selbst nicht sagen kann, war­um es com­mis­so und nicht com­missum hei­ßen soll(te). Mei­ne Latein­kennt­nis­se sind dazu zu beschei­den trotz vie­ler Jah­re Latein­un­ter­richts.
    Ich wür­de davon aus­ge­hen, daß es aber so stimmt wie es in die­sem Arti­kel zu lesen ist. Papst Bene­dikt hat das sicher nicht ohne Grund getan.
    Er ist auch nicht wirk­lich zurück­ge­tre­ten. Nach wie vor ist er Papst und wird ange­spro­chen mit Sei­ne Hei­lig­keit oder auch Hei­li­ger Vater. Pater Lom­bar­di mein­te ja in den ersten Tagen nach dem 11.02.2013, daß Papst Bene­dikt wie­der in den Kar­di­nals­stand zurück­keh­re oder so. Aber nichts davon. Bene­dikt beharr­te offen­kun­dig dar­auf, wei­ter­hin Papst zu sein. Die­sen Gefal­len muß­te er den Geg­nern auch nicht tun.

    Auf­fäl­lig ist auch ‚was ande­res: Kar­di­nal Kas­per, einer der gewich­tig­sten Papst-Fran­zis­kus-Lob­by­isten hat­te zu Beginn des Kon­kla­ves bereits das 80. Lebens­jahr voll­endet: sein Geburts­da­tum ist der 5. März 1933. Er hät­te also am Kon­kla­ve defi­ni­tiv nicht teil­neh­men dür­fen. Es war aber ein Kom­plott all die­ser Kärdi­nä­le gegen Papst Bene­dikt XVI.

    • man kann sicher davon aus­ge­hen, dass Kar­di­nal Kas­per- wie auch die Main­zer Emi­nenz sich den ver­schie­de­nen Unge­hor­sam­s­in­itia­ti­ven ange­schlos­sen, viel­le­ciht sub­ti­le Obstruk­ti­on betrie­ben haben und durch sorg­sam an die erge­be­ne Pres­se gestreu­te Gerüch­te und Des­in­for­ma­tio­nen ( man den­ke nur an die Koope­ra­ti­on Leh­mann- Dani­el Deckers / FAZ) an den diver­sen anti­päpst­li­chen Medi­en­kam­pa­gnen mit­be­tei­ligt waren. Bei­de hat­ten Papst Bene­dikt Treue und Gehor­sam geschworen.…..und bei­de haben, wenn auch viel­leicht als Strip­pen­zie­her im Hin­ter­grund, am Zer­mür­bungs­feld­zug teil­ge­nom­men.

    • Dass an der gan­zen Sto­ry etwas nicht stimmt, glau­be ich ger­ne — nur müs­sen wir kon­kre­te Fak­ten auf den Tisch legen und die haben wir nicht. Das mit Kas­pers Geburts­tag habe ich gera­de nach­ge­se­hen, scheint zu stim­men, Kon­kla­ve­be­ginn war am 12. März. Aller­dings gilt das mit der Voll­endung des 80. jah­res nicht mit dem Tag des Kon­kla­ves, son­dern mit dem Tag des Beginns der Sediva­kanz — also am 27. Febru­ar 2013 (http://de.wikipedia.org/wiki/Konklave_2013). Kas­per hat es gera­de noch geschafft…

      Das mit dem Latein — ich bin eigent­lich Latei­ner, und mir erscheint das com­missum aus den oben genann­ten Grün­den kor­rekt. Zumin­dest kann man das so schrei­ben — auch ich hät­te das mög­li­cher­wei­se so aus­ge­drückt und wäre nicht auf die Idee gekom­men, nach dem mihi einen Abla­tiv zu set­zen.

      Ver­mut­lich müs­sen wir die for­ma­le Gül­tig­keit des Rück­tritts Bene­dikts akzep­tie­ren. Das Kir­chen­recht sieht das als Aus­nah­me vor.
      Ich habe das­sel­be Gefühl wie Sie und vie­le: da stimmt was nicht, aber wir wis­sen nicht mit guten Grün­den, was es ist — es ist uns bis­lang ver­bor­gen, wird aber eines Tages, spä­te­stens beim Jüng­sten Gericht ans Tages­licht kom­men.

  16. Es besteht für mich nicht der gering­ste Zwei­fel, daß Bene­dikt XVI. durch ein moder­ni­sti­sches Kom­plott zum Rück­tritt gezwun­gen wur­de. Er hat die pro­gres­si­sti­schen Kar­di­nä­le unter­schätzt.
    Sie haben jah­re­lang Wühl­ar­beit betrie­ben, auch Inter­na an die Pres­se lan­ciert, um den Boden
    für den Umsturz durch syste­ma­ti­sche Zer­mür­bung Bene­dikts zu berei­ten. Sei­ne schwa­che Hal­tung war nicht sei­ner zuneh­men­den Alters­ge­bre­chen geschul­det, son­dern eine Fol­ge sei­ner
    ambi­va­len­ten Hal­tung gegen­über dem Kon­zil, dem er nicht unwe­sent­lich sei­nen Stem­pel auf­ge­drückt hat­te. Ver­ges­sen wir nicht, daß er als Sekre­tär von Kar­di­nal Frings ent­schei­dend zu
    der pro­gres­si­ven Rich­tung des Kon­zils bei­getra­gen hat. Er woll­te die Rück­re­form der Lit­ur­gie, weil es ihm däm­mer­te, daß der Novus Ordo Mis­sae die Kir­che ins Ver­der­ben führt und den Glau­ben
    ver­nich­tet, aber er konn­te sich nicht ent­schlie­ßen ent­schlos­se­ne Fein­de des Vetus Ordo kalt zu stel­len, und hat wohl die­se Leu­te, allen vor­an Kas­per, Leh­mann und ande­re bekann­te pro­gres­si­ve Kar­di­nä­le hoff­nungs­los unter­schätzt, vor­al­lem deren Per­fi­die bei der Umset­zung ihrer Zie­le. Absurd war auch sei­ne Vor­stel­lung, die bei­den Riten könn­ten sich gegen­sei­tig befruch­ten. Ich bin von der The­se, daß sein Rück­tritt durch Erpres­sung mit der Andro­hung eines Schis­mas von links erzwun­gen wur­de, ziem­lich über­zeugt. Daß ist alles ande­re als abwe­gig.

  17. Ich glau­be nicht, dass Bene­dikt gezwun­gen wur­de.
    Er hat schon lan­ge vor­her, noch als Kar­di­nal davon gespro­chen, das auch ein Papst zurück­tre­ten müs­se (müs­se nicht kön­ne), wenn er mer­ke, er wer­de schwach.

    Ich hielt das immer für einen der Irr­tü­mer, die auch sehr klu­gen, wei­sen und edlen Per­sön­lich­kei­ten unter­lau­fen kön­nen.

    Das man nach­ge­hol­fen hat, beim Rück­tritt, das steht sicher außer Fra­ge, dass man Bene­dikt das Leben schwer gemacht hat, ist auch sicher.
    Das nun Bene­dikt gedacht hat, dass die Kar­di­nä­le einen wäh­len der in sei­ne Fuß­stap­fen tritt, mag sein.

    Ich neh­me an Bene­dikt ist in bester Absicht zurück­ge­tre­ten und Theo­rien, dass man ihn gezwun­gen hät­te, wem nut­zen die?

    • Wenn man Bene­dikt nicht direkt zum Rück­tritt gezwun­gen hat, so hat man zumin­dest mas­si­ven Druck auf ihn aus­ge­übt. Daß er die Mög­lich­keit eines Rück­trit­tes in Erwä­gung gezo­gen hat, ist sicher zum Teil dem unsäg­lich leid­vol­lem Siech­tum Johan­nes Paul II. geschul­det. Doch war dies nur ein Aspekt der ihn zu die­sem Schritt bewo­gen hat­te. Er sah ganz klar, daß er von Fein­den umzin­gelt war, denen er nicht mehr Herr wer­den konn­te und woll­te, denn es waren und sind auch alte Freun­de und Weg­ge­fähr­ten dar­un­ter die es ihm zuneh­mend schwer mach­ten. Es waren eben auch har­te mensch­li­che Ent­täu­schun­gen die zu die­sem fata­len Rück­tritt geführt hat­ten.

      Ant­wor­ten

  18. Ich fra­ge im Rück­blick,
    — wie es gesche­hen konn­te, dass ein schwer per­sön­lich­keits­ge­stör­ter But­ler jah­re­lang in den Dien­sten des Pap­stes ste­hen konn­te, ohne dass den Ver­ant­wort­li­chen im Umfeld des Pap­stes etwas auf­ge­fal­len sein soll (zur Vati­leaks-Affä­re sie­he mei­ne Bei­trä­ge unter http://b‑logos.de/?tag=vatileaks)
    — war­um das Ergeb­nis der Unter­su­chung eines so schwer­wie­gen­den Vor­falls wie Vati­leaks sang- und klang­los in der Schub­la­de ver­schwun­den ist
    — wie­so der per­sön­li­che Sekre­tär Bene­dikts weit­ge­hend als ein­zi­ger „Ratz­in­ge­ria­ner“ vom Pon­ti­fi­kats­wech­sel ver­schont blieb und sogar wei­ter­hin Prä­fekt des päpst­li­chen Hau­ses ist
    — war­um S. E. Georg Gäns­wein am lau­te­sten von allen jene absur­de Behaup­tung auf­stellt, es pas­se kein Blatt zwi­schen Bene­dikt und Fran­zis­kus
    — er gleich­zei­tig an der Bana­li­sie­rung des päpst­li­chen Amtes mit­wirkt, wenn er von Bene­dikt berich­tet, er schaue abends „Kom­mis­sar Rex“ im Fern­se­hen.
    P.S. Es gab doch schon mal einen Arti­kel, — hier auf katholisches.info? — in dem der Wort­laut des Amts­ver­zichts Bene­dikts kri­tisch unter die Lupe genom­men wur­de. Kennt jemand den Link?

    • Hin­zu­zu­fü­gen ist aller­dings die Fra­ge:
      — Wie kann es sein, dass Gäns­wein nicht nur ein lang­jäh­ri­ger Pri­vat­se­kre­tär war und es wei­ter­hin bleibt, son­dern im Rah­men des Amts­ver­zichts zum Erz­bi­schof und zu einem sehr wich­ti­gen Posten beför­dert wur­de?

    • Wie ich schon in mei­nem ersten Bei­trag hier gepo­stet hat­te: Bene­dikt hät­te eine ziem­lich lan­ge Liste von Leu­ten absä­gen müs­sen, und dafür ist er nicht der Typ

      Das bestä­tigt auch die­ses Inter­view auf n‑tv

  19. Erstaun­lich, was hier alles spe­ku­liert und für wahr­schein­lich, ach, eigent­lich für die Wahr­heit gehal­ten wird. Nur das, was der betref­fen­de Mann, Bene­dikt XVI., sel­ber dazu gesagt hat, will man par­tout nicht glau­ben, nein, der Latein­pro­fes­sor soll in sei­ner Decla­ra­tio absicht­lich einen oder gar meh­re­re Syn­tax-Feh­ler ein­ge­wo­ben haben. Wozu? Um ggf. zurück­keh­ren zu kön­nen? Eine schö­ne Inte­gri­tät wäre das!

    Dabei ist sei­ne Hal­tung doch sowohl vor dem Rück­tritt — man gehe bit­te Jahr­zehn­te zurück, wir konn­ten ja auf die­sem Forum davon lesen! — als auch seit­her voll­kom­men schlüs­sig!

    Sicher war er ent­täuscht über die Illoya­li­tät wei­ter Tei­le sei­ner Gefolgs­leu­te (bspw. nach der Regens­bur­ger Rede), beließ sie aber nicht nur alle in ihren Ämtern, son­dern hol­te sie sich sogar eig­nes ins Haus; man den­ke nur an die ein­schlä­gig bekann­ten bra­si­lia­ni­schen Kar­di­nä­le als Vor­ste­her der Kle­rus- resp. der Ordens­kon­gre­ga­ti­on Hum­mes und Braz!

    Tat­sa­che ist auch, dass es ihm seit dem Rück­tritt blen­dend geht (was jedem welt­li­chen Groß­va­ter natür­lich zu gön­nen ist): Kon­tem­pla­ti­on, etwas Schrift­stel­le­rei, Lite­ra­tur, Musik, Besu­che, Rat­ge­ber, Spa­zier­gän­ge, ab und zu TV-„Rex“, Prä­senz an erstaun­li­chen Hei­lig­spre­chun­gen, Semi­na­re mit „Ratz­in­ger-Schü­ler­kreis“…

    Ist das die Hand­lungs­wei­se eines mit dem Stab bewehr­ten Hir­ten, DES Hir­ten?

    Was für „Ent­hül­lun­gen“, Bedro­hun­gen oder son­sti­ge mensch­li­che Nie­der­träch­tig­kei­ten soll­ten einen Nach­fol­ger Petri zur Auf­ga­be „zwin­gen“ kön­nen, wenn er sich auf der Sei­te des HERRN weiß und sich dem Schutz der Got­tes­mut­ter unter­stellt hat?

    Anson­sten dream on.

    • Wenn Sie mich hier mit­mei­nen soll­ten, lie­ber @carlo, dann kann ich Ihnen ver­si­chern, daß ich mir das alles nicht aus den Rip­pen geschnit­ten habe. Ich habe das gele­sen, hal­te es auch für nach­prüf­bar stim­mig wie bspw. die Sache mit dem „Com­missum“, da es wohl doch „Com­mis­so“ hei­ßen soll­te. Daß Papst Bene­dikt aber ein her­vor­ra­gen­der Latein­ken­ner ist, muß ja nicht eigens betont wer­den. Oder etwa doch?
      Tata­sa­che ist, das ist nicht mei­ne Rede, daß bei einem päpst­li­chen Doku­ment, das auch nur einen Feh­ler ent­hält, Ungül­tig­keit ange­sagt ist. Der Papst wird sich also dabei etwas gedacht haben bzw. er woll­te einen Hin­weis geben.
      Daß der Papst glaub­wür­di­ge Berich­te über glaub­haf­te Mord­dro­hun­gen erhielt, ist auch ein Fakt. Man darf die­se Din­ge also doch wohl noch sagen.

      Ich wür­de nicht unter­stel­len, daß die Quel­le der Mord­dro­hun­gen bei der Pius­bru­der­schaft zu suchen ist, obwohl etwa der lang­jäh­ri­ge Bischof Wil­liam­son ja nicht zu unter­schät­zen war bzw. ist. Auch wür­de ich ger­ne nicht davon aus­ge­hen, daß es Mord­dro­hun­gen von ande­ren, dunk­len Sei­ten gab, die für die Kir­che nach dem 2. Vat. Kon­zil nur Hohn und Spott übrig haben.

      Ob es Papst Bene­dikt „blen­dend“ geht?
      War­um so nei­disch und gehäs­sig lie­ber @carlo?

      • @ Fran­zel

        Sie ver­schan­zen sich hier aber hin­ter frem­den Mei­nun­gen, die Sie selbst nicht über­prü­fen kön­nen. Ihr Argu­ment lau­tet: „Wenn das der und der oder sogar ein „Pro­fes­sor“ ‑wir erstar­ren in Ehr­furcht — sagt, dann muss es ja stim­men.“
        Das ist nicht zuläs­sig, und das wis­sen Sie.
        Was das Latein betrifft habe ich Ihnen oben gezeigt, dass man das sehr wohl m.E. so schrei­ben kann. Ich habe auch erklärt, war­um ich das den­ke — also die gramm­ti­schen, syn­tak­ti­schen Grün­de. Es gäl­te, mich hier kon­kret zu wider­le­gen.
        Dass auch Pro­fes­so­ren unge­recht­fer­tig­te Spitz­fin­dig­kei­ten ver­bra­ten kön­nen, habe ich in mei­nem Stu­di­um zur Genü­ge erfah­ren, und dass sie mit ihres­glei­chen über sol­cher­lei nutz­lo­se und jah­re­lan­ge Debat­ten ent­fa­chen kön­nen, ist auch eine Tat­sa­che. Da ist nicht alles Gold, was glänzt, bzw. sie sind auch nur fal­lible Men­schen.
        Es ist völ­lig abwe­gig, dass Bene­dikt absicht­lich (!) drei Syn­tax­feh­ler (wel­che sind denn die zwei ande­ren?) ein­ge­baut haben soll, um damit ein paar spitz­fin­di­gen Latei­nern den ver­schwö­re­ri­schen Hin­weis zu geben, dass er doch noch Papst ist.
        Mir ist selbst auch auf­ge­fal­len, dass in dem Text etwas leicht anders geschrie­ben als ver­le­sen war, kann aber auch an der schwa­chen Stim­me Bene­dikts lie­gen. Hab das nicht auf die Gold­waa­ge gelegt damals. Auf jeden Fall war es kein „Feh­ler“, son­dern bloß eine Nuan­ce.

        Blei­ben wir nüch­tern — Bene­dikt hat noch in „Licht der Welt“ erneut gesagt, dass ein Papst sich zurück­zie­hen soll­te, wenn er nicht mehr zu kön­nen glaubt. Ich fand das schon damals zum xten Mal nicht rich­tig, und sei­ne Ent­schei­dung hal­te ich dem­nach auch nicht für rich­tig.
        Aber so war es nun mal.
        Dass die Lage pre­kär und ver­filzt ist und wir vie­les, was Bene­dikt weiß, nicht wis­sen, ist auch klar.
        Es ist eine mon­strö­se Lage mit den zwei „Päp­sten“ — aber wir durch­schau­en sie nicht und haben kei­ne zuläs­si­gen Argu­men­te.
        Anson­sten gilt für uns das 8. Gebot, das auch das wil­de Spe­ku­lie­ren ver­bie­tet.

  20. Man kann sich den Herrn Dr. Ratz­in­ger schön­träu­men, aber er war immer ein Opp­ro­tu­nist, stand immer auf der Sei­te der Ton­an­ge­ben­den, und er scheu­te Kon­flik­te wie Pon­ti­us Pila­tus. Dass ihm das Mit­tun schwe­rer fiel als ande­ren glau­be ich, er wuss­te dass er in die fal­sche Rich­tung fährt, und er tat es aus Über­zeu­gung. Er war einer der der Moder­ne durch Blen­den zum Durch­bruch ver­hel­fen woll­te.

    • Nein er wuss­te dass der Zug in die fal­sche Rich­tung fährt, hielt es aber für wich­ti­ger im Zug zu blei­ben, als aus­zu­stei­gen und zu war­ten, bis der Zug umkehr­te.
      Er hielt es wohl für mög­lich die Insas­sen zu über­zeu­gen, dass man umkeh­ren müs­se.
      Des­halb war er vie­len lästig und ande­re lieb­ten ihn, weil sie in ihm spür­ten, dass da jemand es ernst mein­te.
      Aber dar­aus zu fol­gern Bene­dikt sei zurück­ge­tre­ten wor­den ist albern.

      • Ja, es mögen alles Spe­ku­la­tio­nen sein.
        Sie zei­gen aber, dass der Rück­tritt Papst Bene­dikts als etwas so Unge­wöhn­li­ches emp­fun­den wur­de und noch immer wird; als etwas, dass man über­haupt nicht ein­ord­nen kann.
        Papst Bene­dikt hat­te eine demü­ti­ge, zurück­hal­ten­de, fei­ne und wirk­lich beschei­de­ne Art.
        Eine Beschei­den­heit, die glaub­wür­dig und wohl­tu­end war.
        Hät­te sei­ne Demut ihm nicht befeh­len müs­sen, die Stra­pa­zen des Alters wil­lig anzu­neh­men und getreu sein Amt wei­ter­zu­füh­ren?
        Ja, man weiß, er war nicht gut zu Fuß und ist es auch heu­te nicht, doch jeder, der ihn besucht, bestä­tigt Papst Bene­dikts gei­sti­ge Fri­sche.
        Von daher gese­hen, hät­te er also sein Amt nicht auf­ge­ben müs­sen.
        Und kör­per­li­che Alters­be­schwer­nis­se müs­sen wir ‑wenn sie sich ein­stel­len- ja alle akzep­tie­ren, jeder an sei­nem Platz.
        Und so fra­ge ich mich auch nach den wah­ren Grün­den sei­nes Rück­tritts.
        Dass die Gläu­bi­gen Über­le­gun­gen dar­über anstel­len, ist ver­ständ­lich und das muss dem eme­ri­tier­ten Papst auch klar sein.

      • Völ­li­ge Zustim­mung über die Unge­wöhn­lich­keit die­ses Schrit­tes.
        Ich komm auch immer noch nicht wirk­lich damit klar, ins­be­son­de­re weil jedes gei­sti­ge Amt, im Grun­de auch das des Pfar­rers, viel zu groß ist für sei­nen Trä­ger und erst recht das Papst­amt viel zu groß ist für jeden noch so klu­gen und fit­ten Trä­ger.
        Aber Bene­dikt hat wie­der und wie­der gesagt, dass ein Papst zurück­tre­ten müs­se, wohl auch unter dem Ein­druck, dass man JPII am Ende alles mög­li­che unter­ge­scho­ben hat, und wenn man die Sache aus­führ­lich Revue pas­sie­ren lässt, JPII von sei­nem Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on abge­se­hen, auch kaum einen in wirk­lich wich­ti­ger Posi­ti­on hat­te, auf den er sich ver­las­sen konn­te.
        Bene­dikt mag es genau­so gegan­gen, wobei sich dann die Fra­ge erhebt, war­um gibt es in dem gan­zen wei­ten Kle­rus kaum einen der loy­al ist und war­um räumt kein Papst in der KUrie auf?
        Und was die Mel­dun­gen vom angeb­lich sooo fit­ten Papa eme­ri­tus angeht, sagen wir mal so, er ist gebrech­lich und ob der Rest so stimmt, wer weiß?
        Wie gesagt, es spricht nichts für einen gezwun­ge­nen Rück­tritt, aber die Not muss groß sein, wenn ein alt und schwach gewor­de­ner Papst fürch­ten muss, abge­scho­ben, über­gan­gen und aus­ge­nutzt zu wer­den.
        Es blei­ben ein­fach Fra­gen über Fra­gen.

      • Dass das Amt inzwi­schen eine schwe­re Last für Papst Bene­dikt gewor­den sein muss­te, kann ich mensch­lich sehr gut nach­voll­zie­hen.
        Und er sich den viel­fäl­ti­gen Anfor­de­run­gen u.U. nicht mehr gewach­sen fühl­te, eben­so, zumal er sich gro­ßem Wider­stand gegen­über sah.
        Aber gesetzt den Fall, ihm wer­den noch eini­ge Jah­re geschenkt, Papst Fran­zis­kus wür­de aus gesund­heit­li­chen Grün­den zurück­tre­ten und ein neu­er Papst müss­te gewählt wer­den .……!
        Dass es so kommt ist unwahr­schein­lich, aber nicht ganz unmög­lich!
        Das Papst­amt — was wäre das noch?

  21. Ich blei­be dabei, was ich an die­ser Stel­le vor über 1 Jahr bemerkt hat­te: Sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI. wur­de zum Rück­tritt gezwun­gen und man hat­te bereits Ber­go­glio als neu­en Heils­brin­ger ein­ge­plant. Die weni­gen Kar­di­nä­le, die das per­fi­de Spiel durch­schaut hat­ten, waren wohl zu schwach, um die gei­sti­ge Ver­blen­dung der ande­ren Ober­hir­ten im Kon­kla­ve aus­zu­glei­chen. Sie haben den bekom­men, den sie woll­ten, aber die hei­li­ge Kir­che hat anstatt eines wei­sen, lie­bens­wür­di­gen und tief­from­men Pap­stes wie Bene­dikt einen lit­ur­gi­schen Wüte­rich und gna­den­lo­sen Des­po­ten bekom­men, der kei­nen Stein auf dem ande­ren lässt. Nur sei­ne Mei­nung zählt und wer sich dage­gen auf­lehnt, wird nie­der­ge­macht. Jetzt zeigt sich der angeb­lich so libe­ra­le und tole­ran­te Moder­nis­mus von sei­ner rich­ti­gen Sei­te. Mit Ber­go­glio hat 1968 end­lich sein Ziel erreicht.

    • Sehr rich­tig! Genau­so sehe ich dies auch. Das war ein lang vor­be­rei­te­tes Kom­plott gegen Bene­dikt. Ein ech­ter Putsch der Moder­ni­sten.

  22. Papst Bene­dikt ist nicht „zurück­ge­tre­ten wor­den“ @ein besorg­ter Christ. Das stimmt sicher­lich, denn er hat(te) das Heft des Han­delns selbst in sei­ner Hand behal­ten und war und ist bis heu­te Herr sei­ner Gedan­ken.
    Die „gesund­heit­li­chen Grün­de“ waren bestimmt nicht vor­ge­scho­ben. Er selbst fühl­te sich zu schwach, um die Kir­che im akti­ven, täg­li­chen Dienst noch zu lei­ten und woll­te wohl ver­mei­den, daß man ihm die­se Alters­schwä­che vor­hielt. Er hat­te alles gege­ben und es war eigent­lich nichts mehr zu sagen. Er hat­te die rich­ti­ge Rich­tung vor­ge­ge­ben, auch noch in sei­nen letz­ten Tagen als er aus­drück­lich das 2. Vat. Kon­zil einer all­ge­mei­nen Bewer­tung unter­zog, die die wah­re und ange­mes­se­ne ist. Er hat­te nicht gesagt, daß nicht ein­zel­ne Punk­te noch­mals über­dacht wer­den könn­ten. Zur rich­ti­gen Rich­tung gehör­te die obli­ga­to­ri­sche Mund­kom­mu­ni­on im Peters­dom und natür­lich über­all. Auch die Lit­ur­gie­wor­te „für vie­le“ — bis heu­te in der Kir­che in D nicht umge­setzt- gehö­ren in die­sen Rah­men.

    Papst Bene­dikt hat jedoch nicht dar­auf ver­zich­tet, trotz Rück­tritts ein wirk­li­cher Papst zu sein. Er wird nach wie vor mit „Hei­li­ger Vater“ ange­re­det und das ist kei­ne Höf­lich­keits­flos­kel.
    Und dar­auf, sein Papst­sein, deu­tet das sprach­lich unkor­rek­te Rück­tritts­de­kret, wenn es so ist und es spricht vie­les dafür, hin.
    Papst Bene­dikt XVI. ist nicht allein Herr sei­ner Gedan­ken; er ist auch Herr/Papst der wah­ren Kir­che Chri­sti.

  23. Die Idee von dem guten Papst Bene­dikt des­sen Thron vom bösen Ursur­pa­tor Fran­zis­kus besetzt wur­de, erin­nert an die Hol­ly­wood Ver­si­on der Robin Hood Geschich­te.
    Histo­risch sieht es näm­lich ein biss­chen anders aus und Richard und Johann waren längst nicht so zer­strit­ten, wie Hol­ly­wood es uns weiß machen will.
    AUch über­nahm Johann nach Richards Tod ganz legal die Macht und unter­zeich­ne­te die Magna Car­ta.
    Will hei­ßen,. die Welt ist nicht so fein säu­ber­lich in Gute und Böse getrennt, wie wir das ger­ne so hät­ten.

    • Lie­ber @ein besorg­ter Christ: Sie kön­nen ja ant­wor­ten, was Sie wol­len. Aber daß ich Papst Franz­i­kus jemals als „böse“ bezeich­net hät­te, das ist eine faust­dicke, lüg­ne­ri­sche Unter­stel­lung. Ganz im Gegen­teil: hier wur­de ich schon oft ange­gan­gen, gera­de weil ich gegen­über dem Papst Fran­zis­kus um Fair­ness gebe­ten habe. Ich hat­te nie sei­ne Per­sön­lich­keit ange­fein­det und immer geschrie­ben, daß er viel Rich­ti­ges und Gutes sagt und tut- zwei­fel­los. Mit katho­li­schem „Isla­mis­mus“ hat­te und habe ich nichts zu tun, also selbst ernann­ten „Traditionalisten“/Sektierern/Kirchenfeinden.

      Lei­der haben Sie offen­kun­dig nicht ver­stan­den, welch ein gro­ßes Geschenk Papst Bene­dikt XVI. für die Kir­che ist- heu­te und in Zukunft.

      • @ Fran­zel das war nicht auf sie gemünzt!
        Ich woll­te nur die Idee, dass Bene­dikt zurück­ge­tre­ten wor­den sei und sozu­sa­gen, ähn­lich wie Bar­ba­ros­sa im Kyff­häu­ser, eben in Mater Eccle­sia war­te, bis er in höch­ster Not die Kir­che ret­ten soll, etwas auf den Punkt brin­gen.

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