Die auf den Kopf gestellte Kirche – Erste Analyse des Pontifikats von Papst Franziskus

Papst Franziskus mit Angela Merkel
Papst Fran­zis­kus mit Ange­la Mer­kel

(Rom) Kann es sein, daß ein „eme­ri­tier­ter Papst“, so sehr er ein Ver­tre­ter des Kon­zils sein mag, ruhi­gen Gewis­sens die Ver­un­stal­tung des Herrn, der Kir­che, des Papst­tums und des sen­sus fidei des treu­en Vol­kes mit­an­se­hen kann, wie jene des Fron­leich­nams­fe­stes, nach­dem wir bereits jene des Grün­don­ners­tags und von Pfing­sten erle­ben muß­ten? Kann es sein, daß Bischö­fe und Prie­ster wei­ter­hin schwei­gen? Ein Leser schrieb: „Es ist eine Schan­de, daß kein Prä­lat, kei­ner, weder einer im Dienst noch einer in Pen­si­on, laut sei­ne Stim­me erhebt und sagt: Schluß damit!“ Statt des­sen sind alle flei­ßig dabei, die­sel­be Rich­tung ein­zu­schla­gen und sich als füg­sa­me und gehor­sa­me Lini­en­treue zu erklä­ren. Ob das aus Furcht oder aus Zustim­mung geschieht, wird in den Augen Got­tes wenig ändern.

Laien erheben Stimme, Prälaten schweigen

Statt den Prä­la­ten und Prie­stern erhe­ben immer­hin Lai­en ihre Stim­me und schrei­ben, den­ken und machen Vor­schlä­ge. Eine der ersten, kräf­tig­sten und bedeu­tend­sten war die zu früh ver­stumm­te Stim­me des Rechts­phi­lo­so­phen Mario Palma­ro.

Eine ande­re Stim­me ist jene von Enri­co Maria Radael­li, einem Schü­ler des Theo­lo­gen Roma­no Ame­rio. Peri­tus beim Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil des Bischofs von Luga­no und Bera­ter von Kar­di­nal Giu­sep­pe Siri, wur­de Ame­rio immer mehr zu einem kraft­vol­len Kri­ti­ker des kam­pa­gnen­haft zum „neu­en Weg“ sti­li­sier­ten „Aggior­na­men­to“. Der Phi­lo­soph Radael­li leg­te soeben sein neu­es Buch „Die auf den Kopf gestell­te Kir­che“ vor, mit dem Unter­ti­tel „Meta­phy­si­sche Unter­su­chung über die Theo­lo­gie, die Form und die Spra­che des Lehr­am­tes von Papst Fran­zis­kus“. Das Vor­wort stammt vom Phi­lo­so­phen und Prie­ster Anto­nio Livi, Grün­der der Inter­na­tio­nal Sci­ence and Com­mon­sen­se Asso­cia­ti­on (ISCA).

Kann man die Liebe Gottes ohne Sein Gesetz lehren?

„Der Herr, wie wir aus der Offen­ba­rung wis­sen, hat das Gesetz der Lie­be auf die Erde gebracht. Nun kann man sich die Fra­ge stel­len: Gibt es einen Unter­schied zwi­schen dem, daß man das Gesetz der Lie­be lehrt oder die Lie­be ohne ihr Gesetz lehrt?“, schreibt Radael­li.

Die chronik­haf­ten, häu­fig ober­fläch­li­chen und inter­es­sen­ge­lei­te­ten Hur­ra-Schrif­ten über das neue Pon­ti­fi­kat lie­gen im Dut­zend auf dem Bücher­tisch. Radael­li leg­te nun die erste umfas­sen­de Ana­ly­se der ersten neun Mona­te des Lehr­am­tes von Papst Fran­zis­kus vor. Er stellt dabei die Fra­ge, für „wel­che Reform“ Papst Fran­zis­kus steht. Im ersten Teil sei­ner Unter­su­chung zeigt der Phi­lo­soph auf, daß die „Barm­her­zig­keit“, die in der Spra­che des Pap­stes omni­prä­sent ist, im lan­gen Leben der Kir­che durch die Jahr­hun­der­te immer üppig vor­han­den und wirk­sam war. Der Schü­ler Ame­ri­os führt jedoch den Beweis, daß eine Lie­be ohne ihr Gesetz – wenn es mög­lich wäre, was es aber nicht ist – Gefahr läuft, sogar das Wesen der Kir­che umzu­stür­zen und auf den Kopf zu stel­len.

Radaelli Die auf den Kopf gestellte Kirche
Radael­li Die auf den Kopf gestell­te Kir­che

Der Autor plä­diert für eine ganz ande­re Lösung, um die Kir­che in der wah­ren Form ihrer Leh­re zu bewah­ren: der Barm­her­zig­keit sei das Maxi­mum ein­zu­räu­men, wie es in der Kir­chen­ge­schich­te immer der Fall war und nicht das Mini­mum, wie es Papst Ber­go­glio leicht zur Hand gehend anbie­tet.

Papst Franziskus und eine Kirche nach dem Geschmack der Welt

Radael­li stellt zunächst Über­le­gun­gen zum päpst­li­chen Lehr­amt in sei­ner Gesamt­heit an, dann zu sei­nen Aus­wir­kun­gen im lit­ur­gi­schen Ritus (lex creden­di, lex oran­di) und schließ­lich zu den vier bedeu­tend­sten Hand­lun­gen in den ersten neun Mona­ten des Pon­ti­fi­kats: der Enzy­kli­ka Lumen Fidei (von Papst Fran­zis­kus unter­zeich­net, aber in Wirk­lich­keit von Papst Bene­dikt XVI. ver­faßt); dem Inter­view mit der Civil­tà  Cat­to­li­ca, dem Inter­view mit Euge­nio Scal­fa­ri und dem Apo­sto­li­schen Schrei­ben Evan­ge­lii Gau­di­um. Dar­aus, so der Autor, gehe eine deut­li­che Dys­to­nie zwi­schen der Kir­che, die Papst Fran­zis­kus ganz nach dem Geschmack der Welt baut, und der frü­he­ren Kir­che her­vor, die immer­hin die Kir­che Chri­sti ist.

Großer Kampf zwischen den „neuen Starken“ und den „immer Schwächeren“

Es sei offen­sicht­lich, daß die Kir­che heu­te auf einen Kampf zusteu­ert, der jenem des Gro­ßen Krie­ges ähnelt: ein tota­ler Kampf im Schüt­zen­gra­ben zwi­schen den Ver­tei­di­gern der Rech­te der „neu­en Star­ken“ (wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne, Homo­se­xu­el­le, Gen­der-Peop­le, die „Eltern um jeden Preis“) und den Ver­tei­di­gern der Rech­te der „immer Schwä­che­ren“ (die Kin­der der Wie­der­ver­hei­ra­te­ten, die von Homo­se­xu­el­len adop­tier­ten Kin­der, die Kin­der aus dem Reagenz­glas, die unge­bo­re­nen Kin­der, die abge­trie­ben wer­den), also zwi­schen Papst Ber­go­glio und den Ver­tei­di­gern der Tra­di­ti­on und des Dog­mas. Der Schüt­zen­gra­ben ist das Katechon, die Schnur des Geset­zes und des Dog­mas, die der Gno­sti­ker Mas­si­mo Cac­cia­ri ((Phi­lo­soph, 1993–2000 und 2005–2010 Bür­ger­mei­ster von Vene­dig, Trä­ger des Groß­of­fi­zier­s­kreu­zes des Ver­dienst­or­dens des Sou­ve­rä­nen Mal­te­ser­or­dens)) durch­tren­nen möch­te. Soll­te Papst Ber­go­glio sein Vor­ha­ben gelin­gen, so der Autor, wäre das das Ende der Kir­che. Radael­li weist jedoch nach, daß es einen, nur einen ein­zi­gen Weg gibt, damit das auch die­ses Mal nicht gelingt — ja nicht ein­mal die­ses Mal.

Die Inhalts­an­ga­be des Buches im Aus­zug:

  • Das schnel­le (und aus dem Gleich­ge­wicht brin­gen­de) Lehr­amt von Papst Fran­zis­kus
  • Der statt­fin­den­de „Krieg der For­men“. Wie­der ein­mal Kir­che gegen Kir­che, wie in Nizäa und in Kon­stanz. Dies­mal jedoch in ihrer Form
  • Kann der Apo­sto­li­sche Stuhl kri­ti­siert wer­den: Mög­lich­keit, Bedin­gun­gen und Gren­zen
  • Die Gna­de, der Grund­satz des Nicht-Wider­spruchs, die For­men des Lehr­amts und ihre mög­li­chen Unter­las­sun­gen gegen den Hei­li­gen Geist
  • Die Gna­de des Hei­li­gen Gei­stes und Papst Fran­zis­kus
  • „Anders Fran­zis­kus“ und „anders Papst“
  • Das „Anders­sein“ von Fran­zis­kus als Matrix für ein par­al­le­les, ver­steck­tes, infor­mel­les Lehr­amts das das offi­zi­el­le kon­trol­liert
  • Das „Lehr­amts­sy­stem“ von Papst Fran­zis­kus: nicht mehr nur Wor­te, son­dern Gesten, Sym­bo­le, Mime­sis, Schwei­gen
  • Das Lehr­amt von Papst Fran­zis­kus: aus Geist oder Fleisch?
  • „Weder gegen Rom noch ohne Rom, son­dern mit Rom und in Rom“: ob und wie man auf die Kir­che von innen, inner­halb ihrer eige­nen (dog­ma­ti­schen) Mau­ern schie­ßen kann.
  • Ist die „pasto­ra­le“ Form des Zwei­ten Vati­ka­nums ein Miß­brauch und kann sie als sol­cher einen gefähr­li­chen Prä­ze­denz­fall dar­stel­len?
  • „Weder gegen die Lie­be noch ohne die Lie­be, son­dern mit der Lie­be und in der Lie­be“: der Beginn der „Dis­lo­zie­rung der gött­li­chen Mono­t­ria­de“
  • Die fünf stra­te­gi­schen Kom­po­nen­ten, an denen das End­ziel des Lehr­am­tes von Papst Fran­zis­kus erkenn­bar wird
  • War­um der so geschätz­te Anti­re­la­ti­vist Papst Bene­dikt XVI. ein hal­bier­ter Anti­re­la­ti­vist ist
  • Der zwei­te Teil des Buches befaßt sich mit der Enzy­kli­ka Lumen fidei.
  • Der drit­te Teil befaßt sich mit der Fra­ge: „Wenn schon lex minus creden­di, dann auch lex minus oran­di“
  • Die seit 50 Jah­ren zu weni­ger Wahr­heit gezwun­ge­ne Kir­che, bringt auch weni­ger Schön­heit und weni­ger Anbe­tung her­vor
  • Zwei­tes Vati­ka­num und Novus Ordo Mis­sae als Letzt­fol­gen der in den 20er Jah­ren begon­ne­nen lit­ur­gi­schen Eis­zeit
  • War­um kann das Recht auf „immer­wäh­ren­de Zele­bra­ti­on“ des Römi­schen Ritus nicht ein­mal vom Papst abge­schafft wer­den?
    Es gehört zur Gehor­sams­pflicht gegen­über der gött­li­chen Wirk­lich­keit, unge­rech­ten Befeh­len eines Vor­ge­setz­ten zu wider­ste­hen, und sei es der Papst selbst
  • Wenn in der Kir­che die Vor­ge­setz­ten Gott (der Wirk­lich­keit) nicht gehor­chen, müs­sen zumin­dest die Unter­ge­be­nen gehor­chen
  • Der vier­te Teil befaßt sich mit dem Lehr­amt in den ersten neun Mona­ten des Pon­ti­fi­kats von Papst Fran­zis­kus
  • Die lehr­amt­li­che Metho­de der „auf­ge­ris­se­nen Fen­ster“ der Inter­views von Papst Fran­zis­kus
  • Civil­tà  Cat­to­li­ca-Inter­view: Was heißt „Chri­stus im Mit­tel­punkt haben“
  • Civil­tà  Cat­to­li­ca-Inter­view: Die Kir­che als „Feld­la­za­rett“
  • Civil­tà  Cat­to­li­ca-Inter­view: Die Kir­che und die „sozia­len Ver­wun­de­ten“
  • Civil­tà  Cat­to­li­ca-Inter­view: Die Kir­che und die „Restau­ra­tio­ni­sten“
  • Zwei leich­te Schmet­ter­lin­ge flie­gen glück­lich von Blu­me zu Blu­me: das Nicht-Inter­view von Papst Scal­fa­ri mit Papst Ber­go­glio
  • Das Nicht-Inter­view von Papst Scal­fa­ri: „Das größ­te Pro­blem, das die Kir­che vor sich hat“
  • Das Nicht-Inter­view von Papst Scal­fa­ri: „Jeder hat sei­ne Vor­stel­lung von Gut und Böse“
  • Das Nicht-Inter­view von Papst Scal­fa­ri: „Sich der moder­nen Kul­tur öff­nen“
  • Das Nicht-Inter­view von Papst Scal­fa­ri: „Es gibt kei­nen katho­li­schen Gott. Es gibt Gott.“
  • Evan­ge­lii gau­di­um: Soll­te das Dog­ma für die Kir­che nicht ein Gut sein?
  • Evan­ge­lii gau­di­um: „Offe­ne“ Leh­re einer „offe­nen“ Kir­che für „offe­ne“ Sakra­men­te
  • Evan­ge­lii gau­di­um: Der „öku­me­ni­sche Dia­log“
  • Evan­ge­lii gau­di­um: Die Kir­che und die bei­den „rei­nen“ Mono­the­is­men – das tal­mu­di­sche Juden­tum und der Islam
  • Der fünf­te Teil umfaßt die Schluß­fol­ge­run­gen des Autors.

Anga­ben zum Buch: Enri­co Maria Radael­li: La Chie­sa ribalta­ta, Edi­zio­ne Gon­do­lin, Vero­na 2014, S. 313 + XXI. € 22,50, als e‑Book € 15,00
Das Buch kann auch direkt beim Autor bestellt wer­den: info [a] enricomariaradaelli.it

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Con­ci­lio e Post­con­ci­lio

 

28 Kommentare

  1. Vie­len Dank, dass hier immer wie­der auf inter­es­san­te Ver­öf­fent­li­chun­gen aus dem Kreis ita­lie­ni­scher Intel­lek­tu­el­ler ver­wie­sen wird. Es gibt nun schon eine Rei­he die­ser Bücher, die ich ger­ne lesen wür­de, so z.B. die kürz­lich vor­ge­stell­te Habi­ti­la­ti­ons­schrift Pater Lan­zet­tas über das II. Vat. Kon­zil. Ich wür­de mich sehr freu­en, an den Gedan­ken und Ana­ly­sen die­ser Vor­den­ker teil­zu­ha­ben.
    Mei­ne Fra­ge: Da es heu­te die Mög­lich­keit gibt, erst auf Anfor­de­rung zu drucken (lulu, e‑books etc.), redu­zie­ren sich die­se sonst schwer zu kal­ku­lie­ren­den Kosten für den Her­aus­ge­ber. Wäre es im Rah­men einer Sub­skrip­ti­on mög­lich, einen Über­set­zungs­fond ein­zu­rich­ten?
    Ich bit­te dar­um, den Vor­schlag zu über­den­ken.

  2. Zitat: „Soll­te Papst Ber­go­glio sein Vor­ha­ben gelin­gen, so der Autor, wäre das das Ende der Kir­che“

    Du bist Petrus der Fels und auf die­sen Fel­sen wer­de ich mei­ne Kir­che bauu­en und die Mäch­te der Unter­welt wer­den sie NICHT über­win­den.
    Jeder der mich kennt weiß, dass ich mit die­sem Papst eini­ge Bauch­schmer­zen habe.
    Aber: die Aus­zü­ge die­ses Buches erschei­nen mir (außer Eigen­wer­bung des Autors) wie eine offe­ne Auf­for­de­rung an uns (die wir uns ja gläu­bi­ge Katho­li­ken nen­nen), sich dem Hl.Vater offen ent­ge­gen zu stel­len. Die­je­ni­gen von uns, die sich katho­lisch, maria­nisch und papst­treu nen­nen, soll­ten dies auch sein. Gott weiß, wie sehr ich Ben­ne­dikt ver­mis­se und auch ich habe Sor­ge vor einer unge­wis­sen Zukunft der Kir­che. Aber die frei­mau­re­ri­schen Mäch­te im Vati­kan waren schon lan­ge vor Fran­zis­kus am Werk, das hat unser gelieb­ter Hl. Vater Ben­ne­dikt am eige­nen Leib zu spü­ren gekom­men. Fazit: ich bin nicht glück­lich über vie­le Din­ge die der Bischof von Rom tut, Gen­der, wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne und Homo­se­xu­el­len-Lob­by gab es aber schon lan­ge vor sei­ner Amts­zeit.
    Ich glau­be wei­ter­hin an den Hl. Geist, Gott lässt sei­ne Kir­che nicht im Stich!!Und Ben­ne­dikt (der uns ver­spro­chen hat für uns zu beten) auch nicht.

    • Es freut mich für Sie, dass Sie wei­ter­hin an den Hl. Geist glau­ben. Auch stim­me ich Ihnen zu, dass Gott SEINE Kir­che nicht im Stich lässt.
      Was Fran­zis­kus der­zeit mit und in SEINER Kir­che vor­nimmt, kann zu etwas wer­den, dass defi­ni­tiv nicht mehr SEINE Kir­che ist.

      Gewiss hat der Hei­li­ge Geist im Kon­kla­ve März 2013 sei­ne Wir­kung ent­fal­tet. In wel­cher Wei­se das Wir­ken des Hei­li­gen Gei­stes frucht­bar wur­de, wis­sen wir schlicht­weg nicht.
      Ich bin jedes­mal baff, wie immer wie­der Wort­mel­dun­gen die Wahl von Herrn Ber­go­glio zum Papst begei­stert dem Wir­ken des Hl. Gei­stes im Kon­kla­ve zuschrei­ben. Ja, den Papst fak­tisch als das Geschenk des Him­mels für die Kir­che anprei­sen.
      Ich sehe dies ganz anders. Die Wahl von Jor­ge Ber­go­glio wur­de von Gott zuge­las­sen. Die Wahl ist das Ergeb­nis der „free will choices“ der Kar­di­nä­le.

      Ein klei­ner Exkurs:
      Jeder Mensch hat einen frei­en Wil­len, also jeder Kar­di­nal im Kon­kla­ve. Einen Gott, der zwingt, gibt es nicht. Gott tritt über den frei­en Wil­len des Men­schen nie­mals hin­weg.
      Dar­über kann der Mensch nicht genug nach­den­ken.

      Noch etwas:
      Der Glau­be ist mehr als Gehor­sam. Der Gehor­sam muss dem Glau­ben die­nen. In die­ser Prü­fung ste­hen der­zeit alle Katho­li­ken!!
      Eine Papst­treue, die nicht voll und ganz im Ein­klang mit der Treue zum Glau­ben (das Wort Got­tes — unver­fälscht und voll­stän­dig, Leh­re und Tra­di­ti­on der katho­li­schen Kir­che) steht, ist falsch. Eine sol­che Papst­treue geht Kom­pro­mis­se ein. Und — im Kom­pro­miss ist die Wahr­heit nicht. Wenn die Wahr­heit ver­dreht, umin­ter­pre­tiert, ver­kürzt usw. wird, ist es nicht mehr DIE WAHRHEIT; son­dern eine men­schen­ge­mach­te Reli­gi­on.

      Nichts für ungut. Viel­leicht über­prü­fen Sie Ihren Sicht­wei­se der Din­ge noch­mals. Gewis­se Beun­ru­hi­gun­gen beschrei­ben Sie ja.….

      Gott mit Ihnen.

      • Hoch­ge­ehr­ter Eck­stein,
        Sie haben es aus­ge­zeich­net for­mu­liert.
        Herz­lich­sten Dank.
        Wenn man den Ant­wort­brief v. Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di SI (Wort­füh­rer des Vati­kans) betr. ein Schrei­ben zu der Behand­lung der Fran­zis­ka­nen der Imma­cu­la­ta liest ( ver­öf­fent­licht auf: www. pray4thefriars.wordpress), wird einem bewußt wie­viel schlech­tes Gewis­sen, schwei­gen­de Feig­heit und nas­se Füße in die­sen Tagen an den Spit­zen des Vati­kans vor­han­den sind.
        Tibi Chri­ste sple­ndor Patris

  3. ich wür­de es auf deutsch auch sofort lesen … also auch im Vor­feld per heu­te schon bestel­len wenn das gin­ge

  4. Dem Dank von @ Tere­sa schlie­ße ich mich an.
    „Lai­en erhe­ben Stim­me, Prä­la­ten schwei­gen“, es ist lei­der die ent­setz­li­che Rea­li­tät.
    Doch man muss dif­fe­ren­zie­ren, gera­de in der Kir­che in Deutsch­land. Der Lim­bur­ger Bischof Tebartz-van Elst wur­de medi­al hin­ge­rich­tet, alles was ihn ent­la­stet, wird von den Medi­en ver­schwie­gen. Aus­gangs­punkt war das Dom­ka­pi­tel des Bis­tums Lim­burg. Ich wun­de­re mich, dass die­se hoch­wür­di­gen Her­ren noch gut schla­fen kön­nen. Sie haben sich nicht nur ihres Bischofs ent­le­digt, son­dern ihn per­sön­lich ver­nich­ten las­sen, ihn der Medi­en­meu­te als Beu­te hin­ge­wor­fen.

    Mit Sor­ge schaue ich nach Frei­burg. Wenn sich Erz­bi­schof Ste­phan Bur­ger nicht an den Frei­bur­ger Appa­rat anpasst, wird er das glei­che Schick­sal erlei­den. Er kann nur ganz vor­sich­tig den Auf­lö­sungs­pro­zess der Erz­bi­schö­fe Sai­er und Zollitsch ver­lang­sa­men. Er kann bewir­ken, dass Frei­burg nicht mehr vor­ne mit­mar­schiert bei der Errich­tung der neu­en deutsch-katho­li­schen Kir­che. Allein das wird ihm Feind­schaft ein­brin­gen.

    Auch die Eccle­sia-Dei-Prie­ster müs­sen öffent­lich schwei­gen. Sie ver­lie­ren ihre Exi­stenz­grund­la­ge, wenn sie ihre Stim­me erhe­ben. Und die Gläu­bi­gen ver­lie­ren Prie­ster, die über­zeugt die Triden­ti­ni­sche Mes­se zele­brie­ren und die Sakra­men­te spen­den im Sin­ne die­ser Mes­se. Der Ver­lust ist zu groß, frü­her von mir geäu­ßer­te Vor­wür­fe gegen ihr Schwei­gen neh­me ich zurück.
    Aller­dings nicht gegen jene, die auch offen den gewähl­ten Papst loben. Sie ver­ra­ten den Glau­ben und die Gläu­bi­gen.

    Ach ja, dann gibt es ja auch noch die FSSPX-Prie­ster. Und ihre Vor­ge­setz­ten. Die unab­hän­gig sind dank des Weit­blicks ihres Grün­ders. Sie schwei­gen. Sie wer­den es zu ver­ant­wor­ten haben…

    Bene­dikt XVI. gibt es auch noch. Die­se Ent­wick­lung hat er nicht gewollt, das ist sicher. War­um schweigt er? Nun, er lebt im Vati­kan, und wir wis­sen, dass es genug Mit­tel gibt, einen Men­schen zum Schwei­gen zu brin­gen. Lei­der schweigt er. Doch ich erlau­be mir kein Urteil über die Grün­de, weil ich sei­ne per­sön­li­che Situa­ti­on nicht beur­tei­len kann.

    Hof­fent­lich erscheint das Buch von Radael­li in Deutsch. Frü­her war der Sar­to-Ver­lag für die­se enorm wich­ti­gen Bücher zustän­dig. Fällt er auch aus? Setzt er das Schwei­gen der FSSPX-Prie­ster auch um? Ver­mut­lich.

    Dann bleibt nur noch der Trost für deut­sche Katho­li­ken, zu wis­sen, dass es in Ita­li­en Intel­lek­tu­el­le gibt wie Radael­li. Auch wenn wir sein Buch nicht lesen kön­nen. Aber immer­hin weh­ren sich noch Lai­en in Ita­li­en. Ange­sichts des Total­ver­sa­gens des Kle­rus ist das bes­ser als nichts.

    Die­se Hier­ar­chie, die­ser Kle­rus, es ist nicht zu fas­sen. Grün­don­ners­tag, Fron­leich­nam, Pfing­sten, wer­den von Herrn Ber­go­glio, gewähl­ter Papst, miss­braucht gegen unse­ren Herrn Jesus Chri­stus, gegen den Hei­li­gen Geist.

    „Lai­en erhe­ben Stim­me, Prä­la­ten schwei­gen.“ Die katho­li­sche Kir­che, die Kir­che Jesu Chri­sti, besteht ihrem äuße­ren Erschei­nungs­bild nach nur noch aus Rui­nen. Alles ande­re ist Illu­si­on.

    • die FSSPX-Vor­ge­set­zen schwei­gen. Mög­li­cher­wei­se tun sie es absicht­lich, falls das Gerücht stim­men soll­te, daß im Som­mer eine Eini­gung mit Rom statt­fin­den soll. Das könn­te — lei­der! — das Ende der FSSPX sein und das zu ver­ant­wor­ten, wird noch sehr viel schwe­rer sein, denn es wäre Ver­rat und noch viel mehr.

      • Ich schlie­ße mich den Aus­füh­run­gen von Zeit­los und Mag­da an. Sie haben die Lage sehr gut erfaßt und dar­ge­stellt. Das Schwei­gen der Eccle­sia Dei Gemein­schaf­ten und der FSSPX ist pein­lich zu spü­ren. Kei­ner hat den Mut sei­ne Stim­me don­nernd gegen die­sen, durch ein unsäg­li­ches Gescha­che­re durch pro­gres­si­ve und Ultra­pro­gres­si­ve Kar­di­nä­le schon im Vor­kon­kla­ve zum Papst erko­re­nen Fran­zis­kus und sei­nen Weg ins Ver­der­ben der Kir­che zu erhe­ben. Gera­de die FSSPX die mit schar­fen Theo­lo­gen geseg­net ist, könn­te durch­schla­gen­de Argu­men­te gegen die­sen Papa qua­si hae­re­ti­cus ins Fel­de füh­ren. Doch sie schwei­gen. Ein töd­li­ches Schwei­gen fürch­te ich. Eine Eini­gung mit Rom wäre das Ende der FSSPX.

  5. Der Bit­te bzw. Fra­ge von @Teresa schlie­ße auch ich mich an.

    Anknüp­fend an den letz­ten Satz des Bei­tra­ges:
    „Radael­li weist jedoch nach, daß es einen, nur einen ein­zi­gen Weg gibt, damit das auch die­ses Mal nicht gelingt – ja nicht ein­mal die­ses Mal.“

    Das ist hoch­in­ter­es­sant und lei­der nicht in Deutsch vor­lie­gend. Kann die­se Sei­te bit­te einen wei­te­ren Arti­kel brin­gen, wor­in der vom Autor beschrie­be­ne *ein­zi­ge Weg, den es gibt.…* den inter­es­sier­ten Lesern die­ser Sei­te nach­les­bar gemacht wird.

    Mag sein, dass die­ser ein­zi­ge Weg genau das ist, was alle an SEINER Wahr­heit inter­es­sier­ten, den Wil­len Got­tes tun wol­len­den Katho­li­ken jetzt täg­lich tun?

    Vie­len Dank im Vor­aus an die Redak­ti­on.

  6. Wie wäre es mit einer Geld­sam­mel­ak­ti­on über Crowd­fun­ding, also das Pro­jekt „Über­set­zer für ita­lie­ni­sches Buch/Bücher bezah­len“ ins Inter­net stel­len und dafür Geld sam­meln. Man könn­te das über Face­book, katho­li­sche Nach­rich­ten­sei­ten und Blogs bekannt machen. Ich ken­ne mich damit nicht aus, mir fiel das nur gera­de ein. Viel­leicht weiß jemand mehr dar­über? Viel­leicht soll­ten wir nicht immer gleich auf­ge­ben, son­dern etwas ver­su­chen …

  7. Soll­ten wir uns nicht laut Bibel freuen,„wenn dies alles beginnt“? Dazu zählt doch haupt­säch­lich auch der „gro­ße Abfall“,so zumin­dest ver­ste­he ich das.
    Gott wird sich,wie schon oft,der Unge­hor­sa­men bedienen,um letzt­end­lich sei­ne Absich­ten zu voll­enden.

  8. FDa sind die bei­den Rich­ti­gen ja abge­bil­det. Ber­go­glio rui­niert die Kir­che, was noch davon übrig ist und die Kanz­le­rin voll­streckt die Links­po­li­tik. Nach ihr wird man die Scher­ben der CDU zusam­men­le­sen kön­nen.

    • und ich bete für den Papst, weil ich mit ihm sehr unzu­frie­den bin, wobei das „unzu­frie­den“ noch geschmei­chelt ist.

    • Und wes­halb mögen Sie ihn? Weil die mani­pu­la­ti­ven Medi­en jubeln? Weil die ver­führ­ten Mas­sen jauch­zen? Oder weil er solch „barm­her­zi­ge“ Sachen sagt?

      • Das ist der unge­rech­te Impuls in der deut­schen See­le, dass man dem, der zu Recht kri­ti­siert wird, bei­springt, weil sei­ne Schwä­che in der Kri­tik noch offen­ba­rer wird.
        Man springt dem Schwa­chen bei aus falsch ver­stan­de­ner Barm­her­zig­keit und Sen­ti­men­ta­li­tät, die nichts wis­sen will von Ver­nunft, Nüch­tern­heit und Gerech­tig­keit.
        Für die­se Men­ta­li­tät ist es per se unge­recht, wenn man den, der nicht Recht hat, im Nicht-Recht-haben kri­ti­siert.
        Argu­men­te fal­len dem­entspre­chend nie, son­dern unsach­li­che Staements wie „Ich mag den aber!“
        Lie­be Sarah, jeder ist auf­ge­ru­fen zur nüch­ter­nen Über­prü­fung — Ihre und unser aller Emo­tio­nen gehö­ren daher auch auf den Prüf­stand. Wir müs­sen einen Stand errei­chen, in dem wir die Fak­tewn sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes beden­ken und an dem mes­sen, was ein Papst sein soll: der Fels, das ober­ste Lehr­amt, der der bin­det und löst — fürs Pasto­ra­li­sie­ren sind ande­re zustän­dig, wobei auch im Grun­de die Mil­de immer durch Kon­se­quenz des Den­kens und Han­delns bewie­sen wird und nicht durch halt­lo­se, unge­rech­te Gefühls­du­se­lei.

    • Mögen Sie bei aller Lie­be für Fran­zis­kus Ihren Kopf nicht all­zu tief in den Sand stecken. Es könn­te ein schreck­li­ches Erwa­chen geben.

  9. …Und ich schlie­ße mich Mag­da aus tief­ster See­le an!
    Es ist unglaub­lich, wie blind vie­le heu­te sind??
    Wegen was mag man den Ber­go­glio?
    Weil er die Kir­che zer­stört???

  10. Was macht ihr euch alle sol­che Sor­gen um die Kir­che. Das Wei­zen­korn muss zuerst ster­ben, bevor es rei­che Frucht trägt. DIe Kir­che, der mysti­sche Leib Jesu Chri­sti, das Wei­zen­korn. Die­se neue Kir­che seit dem 2. Vati­ka­num zer­malmt und zer­fleischt sich nun sel­ber. Mit Sicher­heit wird sie unter­ge­hen, damit sie wie­der rei­che Frucht trägt (Die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen..). Soll die FSSPX sich auch noch in die­ses Ein­topf­ge­richt ein­brin­gen oder soll sie die wah­re Kir­che in ihrem Her­zen bewah­ren bis die Zeit reif ist? Ich bin nicht ver­zwei­felt über die jet­zi­ge Situa­ti­on und ich freue mich auf die kom­men­de Zeit. Denn ich glau­be an die Wahr­heit der Bibel.

    • Da hast Du recht, lie­ber Johann!
      Die wah­re! Kir­che wird nicht unter­ge­hen, wohl aber die, die sich dem Moder­nis­mus aus­ge­lie­fert hat. Die wah­re Kir­che wird durch die Zeit der Drang­sal müs­sen, im Ver­bor­ge­nen statt­fin­den, bis sie in Glanz und Glo­rie wie­der erstrah­len kann.
      Beten wir für alle treu­en Hir­ten der wah­ren Kir­che Chri­sti. Sie sind die „Hel­den“ unse­rer Zeit, da sie sich nicht dem Zeit­geist beu­gen wer­den!

  11. Ein sehr inter­es­san­tes Buch.
    Die Kon­se­quen­zen kann jeder für sich zie­hen.
    Was lei­der (noch) nicht bespro­chen wur­de: die Drang­sa­lie­rung und der Ver­nich­tungs­feld­zug gegen neue, der Tra­di­ti­on wohl­wol­lend gegen­über­ste­hen­de Orden:
    Sehr bekannt inzwi­schen die Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta und noch abscheu­li­cher die Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­cu­la­ta (zusam­men mit dem Drit­ten Orden Maria­Me­dia­trix etwa 2000 Mit­glie­der).
    Beun­ru­hi­gend jetzt die fri­sche Mel­dung daß der Jesu­it Gian­fran­co Ghir­lan­da SI zum Rat­ge­ber der Legio­nä­re Chri­sti ernannt wor­den ist: die Jesui­ten, die wie kein ande­rer Orden moder­ni­stisch sind und (kau­sal damit ver­bun­den) die größ­te Ver­lu­ste seit dem 2. Vatik. Kon­zil erlit­ten, kom­men unter P.Franziskus immer mehr in hohen Stel­lun­gen und drücken immer mehr ihren Stem­pel auf die Behör­den und Insti­tu­tio­nen und räu­men aus dem Weg was ihnen nicht gefällt.
    Es ist jedoch die Kir­che Jesu Chri­sti, nicht die Kir­che der S.I.
    Hier wird eine unglaub­lich gro­ße Men­ge kirch­li­ches Por­zel­lan zer­schla­gen, viel­leicht mit das Wich­tig­ste was die Hl. Römisch-Katho­li­sche Kir­che hat und braucht bei der Neue­van­ge­li­sie­rung: jun­ge Orden mit Authen­ti­zi­tät, mit mis­sio­na­ri­schem Mumm, christ­lich com­bat­tant, attrak­tiv für die Jugend und den from­men Volks­men­schen, der so lan­ge ver­ges­sen wur­de.
    Es ist eine Schan­de daß dies so ver­schwie­gen wird.
    Die Feig­heit, das Beschö­ni­gen oder Ver­schwei­gen die­ser Unge­rech­tig­keit, ist erbärm­lich und für jeden Nicht­gläu­bi­gen mit etwas Stil und mensch­li­chen Respekt absto­ßend.
    Es ist Anti­be­keh­rung und als solch Ver­rat an den Herrn sel­ber.

  12. Wenn man es nüch­tern betrach­tet, wuß­te man doch- viel­leicht mit Aus­nah­me der System- und Jubel­ka­tho­li­ken- was da kommt und zwar in dem Moment, als er auf den Bal­kon getre­ten ist. Das war der Moment, in dem wir ent­setzt den Fern­se­her abge­schal­tet haben und ein Freund mein­te: Gna­de uns Gott. Er hat lei­der recht behal­ten.

  13. Im Nie­der­län­di­schen gibt es das schö­ne alte Sprich­wort: „Gott schlägt nicht ohne zu sal­ben“ (oder adap­tiert im West­flä­mi­schen:“ God geeft Gra­tie nach Sta­tie“).
    Bei allen Schmer­zen und Ver­ir­run­gen der letz­ten Mona­ten möch­te ich auf einen gewal­ti­gen Licht­blick hin­wei­sen:
    Vor eini­gen Wochen erschie­nen die „Medi­ta­tio­nen eines Chri­sten über die Psal­men1-51“ von Robert Spa­e­mann (bei Klett-cot­ta/­Stut­gart):
    ein fan­ta­sti­sches Buch, tief­gläu­big, sehr gelehrt, Frucht von 70 Jah­ren Umgang mit der Hei­li­gen Schrift.
    Die Lek­tü­re der ersten 6 Psal­men ist eine gewal­ti­ge Stär­kung und das rein­ste Anti­dot für den Unfug der in letz­ter Zeit so reich­lich betrie­ben wur­de.
    In Kon­trast zu der Qua­li­tät die­ses Wer­kes steht sein weit­ge­hen­des Ver­schwei­gen in der deut­schen Medi­en­welt.
    Tat­säch­lich wur­de es nur deut­lich ange­kün­digt auf die­ser Web­site (katholisches.info) und der damit ver­bun­de­nen Buch­hand­lung.
    Die katho­li­sche Pres­se ist hier sehr still.
    Hof­fent­lich wird die­ses wich­ti­ge Werk bald auch in das Eng­li­sche und Fran­zö­si­sche über­setzt.
    Die Psal­men 5 und 6 erin­ner­ten mich heu­te sehr an das Schick­sal der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta und beson­ders an Pater Ste­fa­no Manel­li FFI.
    Ste­mus iux­ta crucem.

  14. Man müss­te das Buch nun erst mal lesen kön­ne, bevor man kommentiert…also etwas schwie­rig für mich, wie ich zuge­ben muss, da nur des Feri­en- und Eis­die­le­ni­ta­lie­ni­sches mäch­tig..

    …aber ich den­ke, von dem Ein­druck her, den der Arti­kel ja doch sehr gut ver­schaf­fen kann, dass das, was hier beschrie­ben wird, nicht erst mit Ber­go­glio so „wur­de“. Lei­der habe ich seit län­ge­rer Zeit ent­decken müs­sen, dass das alles schon lan­ge sich so ange­bahnt hat, mar­kant aber natür­lich mit dem Vat. II. Wenn­gleich vor­her schon eini­ges dar­auf hin­ziel­te, auch durch die „guten“ Päp­ste.

    Ber­go­glio führt nur zu Ende, was zuvor ange­legt wor­den ist — auch und gera­de auch durch Bene­dikt XVI. Ich woll­te es selbst erst lan­ge nicht glau­ben, vor­ein­ge­nom­men, weil er ein Lands­mann ist, aus dem Stamm, aus dem auch ich stam­me, weil er Stil und Glanz hat, weil er klug ist und dem Papst­tum, das durch JPII erheb­lich an Klar­heit und Rein­heit ein­ge­büßt hat­te (wenn man nicht auf Fami­li­en- und Moral­po­li­tik fixiert ist, son­dern die vie­len ande­ren, schwer­wie­gen­den und häre­ti­schen Aktio­nen bedenkt), noch ein­mal etwas von sei­nem alten Glanz zurück­ge­ben konnte…auf ästhe­ti­scher Ebe­ne, aber theo­lo­gisch nicht. Ratz­in­ger ist wirk­lich „le ser­pent“ wie Msgr. Lef­eb­v­re sag­te. Es stimmt, wenn man genau hin­sieht und ana­ly­siert, was er schrieb und was er auch nicht revi­diert hat bis zum Schluss. Zurück­ge­wi­chen ist er nur von sei­ner frü­he­ren For­de­rung, Wie­der­ver­hei­ra­te­te zur Hl. Kom­mu­ni­on zuzu­las­sen. Sonst behielt er alle sei­ne Irr­tü­mer bei: zen­tral eine auf­ge­weich­te, rela­ti­vi­sti­sche Sakra­men­ten­leh­re, die er aus­drück­lich in Gegen­satz zur Süh­ne­op­fer-Leh­re des Triden­ti­nums stell­te. Von daher gese­hen ist sein Motu pro­prio „Summorum p.“ nicht so gemeint, wie es heiß­hung­rig von tra­di­tio­na­li­sti­scher Sei­te ver­stan­den wer­den woll­te. SP meint eine Reform der Reform, zielt ab auf ein Zur-Dis­po­si­ti­on-Stel­len vor­han­de­ner aber kon­kur­rie­ren­der Kon­zep­te, die sich eben nun ein Wett­ren­nen erlau­ben dür­fen und in einer Syn­the­se enden wer­den, die noch schlim­mer sein wird als alles, was zuvor war.
    Das ist auch der Grund, war­um die FI samt allen hart­näcki­gen lit­ur­gi­schen Triden­ti­nern gelöscht wer­den müs­sen: der Zug fährt in eine post-post­mo­der­ni­sti­sche Rich­tung, in die Über­win­dung des Manie­ris­mus der Jahr­tau­send­wen­de, in die Über­stei­gung des Epi­go­nen­tums hin zu einem völ­lig neu­en Kon­zept. Der Novus Ordo war dar­in nur eine Über­gangs­er­schei­nung! So wie jedes „Neue Pfing­sten“ nur eine Hin­über­füh­rung zu einer Super­no­va an Pfingst­er­eig­nis wer­den soll­te, auch lit­ur­gisch. Das ist die Hybris, von der schon Paul VI. lall­te, wenn er die Grö­ße des Men­schen anbe­te­te.

    Ber­go­glio ist nun die Maus, die der seit lan­gem krei­sen­de neu­pfingst­li­che Berg gebo­ren hat, ein klein­gei­sti­ges, aber schwarz­äu­gi­ges Piep­sen, das die Kir­che zusam­men­bre­chen lässt: das Säul­chen, das Ber­go­glio nun durch­beißt, war das letz­te, das noch stützte…und B XVI., der ein hoch­in­tel­li­gen­ter Mann ist, wuss­te, was er tat, und wuss­te auch, dass das pas­sie­ren wür­de.

    • Genau­so ist die Situa­ti­on der Kir­che. Dem bleibt nichts hin­zu­zu­fü­gen. Eine trau­ri­ge, aber lei­der tref­fen­de Ana­ly­se.

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