Ära der „solidarischen Kohabitation“ in der Kirche? – Erstmals in der Geschichte zelebrierten zwei Päpste dieselbe Messe

Papst Franziskus und Papst Benedikt XVI(Vati­kan) Mit der Umar­mung, mit der Papst Fran­zis­kus am Ende der Hei­lig­spre­chung von Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul II. Papst Bene­dikt XVI. grüß­te, habe die Zeit der „soli­da­ri­schen Koha­bi­ta­ti­on“ in der Kir­che begon­nen, wie Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di am Mon­tag mein­te. Als „Koha­bi­ta­ti­on“ bezeich­net man in den Poli­tik­wis­sen­schaf­ten die poli­ti­sche Situa­ti­on, wenn in Frank­reich der Staats­prä­si­dent einer poli­ti­schen Grup­pe ange­hört, die Par­la­ments­mehr­heit aber einer ande­ren.

Die Anwe­sen­heit Bene­dikts XVI. „hat die Hei­lig­spre­chung von Ron­cal­li und Woj­ty­la zu einem prä­ze­denz­lo­sen Ereig­nis gemacht“, wie der Vati­ka­nist Gia­co­mo Galeaz­zi schwärm­te: „Befreit von jedem For­ma­lis­mus und von jedem Pro­to­koll hat Bene­dikt XVI. die Fäden der Volks­tüm­lich­keit wie­der geknüpft, und in der kol­lek­ti­ven Wahr­neh­mung die Wun­den sei­nes Rück­tritts geheilt.“

Amtierender Papst zelebrierte, emeritierter Papst konzelebrierte

Bene­dikt XVI. kon­ze­le­brier­te gemein­sam mit mehr als 150 Kar­di­nä­len und über 1000 Bischö­fen aus der gan­zen Welt bei der Hei­li­gen Mes­se: „In der gan­zen Geschich­te hat die Welt noch nie einer ein­zi­gen Mes­se bei­gewohnt, die von zwei Päp­sten zele­briert wur­de, von einem amtie­ren­den und einem eme­ri­tier­ten“, erfreut sich der Vati­ka­nist an neu­en Super­la­ti­ven. 14 Mona­te nach sei­nem letz­ten Auf­tritt anläss­lich sei­ner letz­ten Gene­ral­au­di­enz am 27. Febru­ar 2013 kehr­te der deut­sche Papst auf den Peters­platz zurück. Seit sei­nem Amts­ver­zicht nahm er nur ein ein­zi­ges Mal an einer öffent­li­chen Zere­mo­nie teil, anläss­lich der Kre­ierung neu­er Kar­di­nä­le durch Papst Fran­zis­kus am 22. ver­gan­ge­nen Febru­ar.

Benedikt XVI. eine „Ressource für Franziskus“?

Als Bene­dikt XVI. am ver­gan­ge­nen Sonn­tag den Peters­platz betrat und auf den Groß­bild­lein­wän­den sicht­bar wur­de, spran­gen die Leu­te von ihren Ses­seln auf,  fre­ne­ti­scher Applaus setz­te ein und es wur­de ein Chor von „Bene­det­to, Benedetto“-Rufen ange­stimmt. Papst Fran­zis­kus war zu die­sem Zeit­punkt bereits auf dem Peter­spatz. Durch die „Benedetto“-Rufe auf­merk­sam gemacht, ging er sofort zu sei­nem Vor­gän­ger und begrüß­te ihn nach­drück­lich. „Zwi­schen Fran­zis­kus und Bene­dikt XVI. gibt es eine soli­da­ri­sche Koha­bi­ta­ti­on“, erklär­te Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di gestern den päpst­li­chen Dop­pel­auf­tritt. „Die Umar­mung auf dem Platz hat jeden Zwei­fel zer­streut: Ratz­in­ger ist für Fran­zis­kus eine Res­sour­ce.“ So zumin­dest sieht es der begei­ster­te Vati­ka­nist Gia­co­mo Galeaz­zi und so wie­der­hol­te es auch Vati­kan­spre­cher Fede­r­i­co Lom­bar­di, der sich ein­mal mehr bemüh­te, den Ein­druck zu zer­streu­en, der deut­sche Papst wer­de „iso­liert“ oder „in Klau­sur gehal­ten“.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: RAI (Screen­shot)

47 Kommentare

    • Ich bit­te um Ver­zei­hung für den Sar­kas­mus.
      Woll­te damit sagen: unse­re bei­den Päp­ste haben ein Geheim­nis mit­ein­an­der, das sie uns nicht mit­tei­len.
      Wahr­schein­lich wur­de es ihnen auf­ge­zwun­gen und glau­ben sie, zum Woh­le der Kir­che zu han­deln.

  1. Um es mal vor­sich­tig aus­zu­drücken, mitt­ler­wei­le soll­te doch wohl jeder Katho­lik mit­be­kom­men was im Vati­kan los ist. Ich bin zwar kein Theo­lo­ge, aber voll­kom­men ver­blö­det auch noch nicht.
    Die letz­ten Reste der katho­li­schen Tra­di­ti­on und Über­lie­fe­rung sol­len wohl begra­ben wer­den.
    Kann mich zumin­dest an kei­ner Stel­le im NT erin­nern wo Jesus sag­te: “ Ihr seid mei­ne bei­den Fel­sen, auf die­se bei­de Fel­sen wer­de ich mei­ne Kir­chen bau­en“.

    gruss, Jupp

    • Da wir uns laut P. Franz (Inter­view an Ascher­mitt­woch) an die Exi­stenz von eme­ri­tier­ten Päp­sten gewöh­nen dür­fen, könn­te es in Anbe­tracht des Alter Ber­go­gli­os bald einen drit­ten Fels geben.

  2. „Die Umar­mung auf dem Platz hat jeden Zwei­fel zer­streut: Ratz­in­ger ist für Fran­zis­kus eine Res­sour­ce.“
    Ja ich weiß. Die­se bei­den ver­ste­hen sich blind.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  3. Papst Bene­dikt nicht ein­zu­la­den, hät­te viel­leicht einen selt­sa­men Ein­druck erweckt, so als ob man ihn nicht hät­te dabei haben wol­len, ihn bewusst aus­ge­schlos­sen hät­te.
    Dass er also bei der Hei­lig­spre­chungs­fei­er anwe­send war, ist unter die­sem Gesichts­punkt womög­lich in Ord­nung.
    Den­noch habe ich per­sön­lich ein Pro­blem damit.

    Ist Bene­dikt z.B. über alles infor­miert, was Papst Fran­zis­kus so tut?
    Wenn ich nur an das frag­wür­di­ge Tele­fo­nat von vor weni­gen Tagen den­ke …
    Dass lt. Aus­sa­ge die­ser Gesprächs­part­ne­rin „Prie­ster nicht päpst­li­cher als der Papst sein sol­len“,
    dass sie zwecks Kom­mu­nion­emp­fang „einen ande­ren Prie­ster in einer ande­ren Pfar­rei“ auf­su­chen soll.
    Falls Bene­dikt das wuss­te und er trotz­dem zur Fei­er kam …, was heißt das dann?
    Wie denkt er dar­über? Er kann das doch unmög­lich gut­hei­ßen!

    • Bene­dikt dient ganz ein­fach der Legi­ti­ma­ti­on Ber­go­gli­os und damit einer­seits der Beru­hi­gung, bzw. ande­rer­seits der voll­stän­di­gen Ver­stö­rung lehr­amts­treu­er Katho­li­ken, nach dem Mot­to: wenn Bene­dikt zu allem mil­de wie ein Bud­dha lächelt, kann Ber­go­glio ja nichts ver­kehr­tes tun, bzw. kann man nichts mehr gegen Ber­go­gli­os ver­kehr­tes Tun tun. Lom­bar­dis schein­bar wir­res Gefa­sel: „Soll­te er kom­men, wer­den wir alle sehr froh sein, wenn er nicht kommt, haben wir nicht das Recht, ent­täuscht zu sein über ein nicht ein­ge­hal­te­nes Ver­spre­chen, weil kei­ner eines gege­ben hat.“, könn­te eine ver­steck­te Dro­hung gegen­über Bene­dikt ent­hal­ten, der sei­nem Nach­fol­ger bekannt­lich öffent­lich unein­ge­schränk­ten Gehor­sam gelobt hat. Es zeugt jedoch zumin­dest von einem Rin­gen hin­ter den Kulis­sen, und man selbst weiss am Ende fast wirk­lich nicht, ob man Bene­dikt nun als Gefan­ge­nen des Vati­kan bedau­ern oder als Ermög­li­cher und Gut­hei­ßer die­ser absur­den Situa­ti­on eher ver­ach­ten muss.

      • „Wenn Bene­dikt zu allem mil­de wie ein Bud­dha lächelt, kann Ber­go­glio ja nichts ver­kehr­tes tun.“

        Tut Bene­dikt das — oder zer­reißt es ihn inner­lich?
        Wir wis­sen es nicht!
        Wenn erste­res zuträ­fe — was dann?
        Der Boden unter den Füßen beginnt zu wan­ken.

        • Ich beschrei­be hier nur die für alle wahr­nehm­ba­ren Fak­ten, nicht die inne­ren Zustän­de der Akteu­re. An ande­rer Stel­le beto­ne ich aus­drück­lich, dass man über die Befind­lich­keit Ratz­in­gers letzt­lich nichts sagen und des­halb auch mit Urtei­len über sei­ne Per­son, sei­ne Ent­schei­dun­gen und Hand­lun­gen sehr zurück­hal­tend sein soll­te, um nicht unge­recht ihm gegen­über zu wer­den.

    • Bene­dikt hat (wie jeder ande­re Katho­lik) die Pflicht, sich zu infor­mie­ren, was P. Franz so tut. (Er muß nicht eigens infor­miert wer­den.)
      Was die Ein­la­dung betrifft, so hät­te er eben­falls wie jeder ande­re auch, der ein Gelöb­nis gemacht hat, das Recht, zu sagen, ich hal­te mich an das, was ich ver­spro­chen habe.

      • Wäre Bene­dikt nicht gekom­men, wären Fra­gen auf­ge­taucht wie:
        „Darf er nicht, wird er dar­an gehin­dert?“
        Den­noch hät­te ich es bes­ser gefun­den, er wäre der Fei­er fern geblie­ben.
        Aber viel­leicht befand er sich ja auch in einem inne­ren Zwie­spalt und hat­te nur die Wahl zwi­schen Pest und Cho­le­ra.

  4. Ich fin­de die­sen Zustand schreck­lich. Ich stel­le mir die­se Kom­bi mal mit ande­ren Päp­sten vor, die schon tot sind.
    Die­se Bil­der wir­ken sehr ver­stö­rend auf mich. Aber viel­leicht hat das alles einen tie­fe­ren Sinn in der gött­li­chen Vor­se­hung-wer weiß?

    • STOP! Man darf der Vor­se­hung nie­mals, auch nicht indi­rekt, unter­stel­len, sie bewir­ke selbst ein mora­li­sches Übel, etwa zu einem höhe­ren Ziel; für das Übel ist allein der mensch­li­che freie Wil­le zustän­dig — somit auch für das Schla­mas­sel, in dem wir seit 5o Jah­ren fest­sit­zen. Aller­dings kann Gott aus all unse­rem selbstan­ge­rich­te­ten Übel, als der Ein­zi­ge, der es wirk­lich besei­ti­gen kann, den­noch Gutes wir­ken, wes­halb wir es ja sogar wagen dür­fen, in der Oster­nacht von der ‚felix cul­pa‘ zu spre­chen.

      • Das hat „bava­ria“ ja auch nicht unter­stellt.

        Die Vor­se­hung „bewirkt“ nie­mals ein Übel, sie lässt höch­stens eines zu, da jeder Mensch von Gott einen frei­en Wil­len bekom­men hat und Gott von Ewig­keit her vor­aus­sieht, wie der jewei­li­ge Mensch die­sen Wil­len gebrau­chen will. Gott greift nicht stän­dig in die­sen Wil­len ein, obwohl Er es jeder­zeit könn­te, da der Wil­le sonst nicht mehr frei wäre.

        Die Leh­re von der gött­li­chen Vor­se­hung ist in der Dog­ma­tik von Lud­wig Ott recht gut und aus­fürhlich erklärt.

        • Ja, stimmt. — Aber es ist eben gefähr­lich, wenn man zuviel der Vor­se­hung oder dem direk­ten Ein­wir­ken des Hl. Gei­stes zuschrei­ben wür­de, etwa beim The­ma ‚Kon­kla­ve‘, hat­ten wir hier ja auch schon mal drü­ber debat­tiert. Der Hl. Geist ‚erzwingt‘ ja nicht eine bestimm­te Wahl, die Kar­di­nä­le haben immer noch ihren frei­en Wil­len. Des­we­gen kann ich ja nicht sagen, ein best. Papst sei direkt vom Hl. Geist bestimmt, man dür­fe ihn also unter kei­nen Umstän­den kri­ti­sie­ren, sonst maße man sich ja ein Urteil über den Hl. Geist an. Dem­nach hät­te der Hl. Geist nicht nur zuge­las­sen, son­dern direkt gewollt und bewirkt, daß etwa ein Alex­an­der VI. Bor­gia gewählt wer­de …
          … oder die­sel­be Argu­men­ta­ti­on im Bezug auf DAS Kon­zil, was so ja von all­zu vie­len als gera­de­zu sakro­sankt, abso­lut unan­greif­bar, postu­liert wird; oder die „post­kon­zi­lia­ren Zu‑, bes­ser: Miß­stän­de“ als ein „Wehen des Gei­stes“, und wer was dage­gen sagt, der „sperrt sich gegen den Hl. Geist“, ist ja Ber­go­gli­os oft gebrauch­tes „Argu­ment“.

    • iCH FINDE DIESEN ZUSTAND EBENSO ABSURD !!!! SCHRECKLICH !!!!
      Da wur­den die Wun­den die­ses fata­len Rück­tritts wie­der neu auf­ge­ris­sen !!!
      Jetzt braucht Bene­dikt XVI plötz­lich kein Roll­brett mehr, um den Peters­dom zu durch­schrei­ten. Auch der Geh­stock ist nur „Ali­bi“ für eine ver­meint­li­che Gebrech­lich­keit. Er hat ihn bei genaue­rem Hin­se­hen gar nicht rich­tig benützt.
      Für wie blöd hal­ten die im Vati­kan eigent­lich die Gläu­bi­gen??? Das frag ich mich schon lan­ge.

      Ich stim­me immer mehr mit Dan­tes „Gött­li­cher Kom­mö­die“ über­ein, die den ersten Zurück­tre­ter vom Papst­am­te in eine gewis­se Unter­welt ver­bann­te. So Unrecht hat­te Dan­te scheints nicht .….

      • Bene­dikt hat ja auch nur eine kur­ze Strecke zurück­ge­legt. Das ist etwas ande­res als die 150 Meter zum Papst­al­tar. Kur­ze Strecken kann er immer­noch lau­fen.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. Es ist alles nur trau­rig und schreck­lich. Wie tief wird die­se Kir­che noch sin­ken. Wo sind die Bischö­fe, die end­lich ihr Wort erhe­ben; alle im Sand ver­kro­chen, nur Zustim­mung und schwei­gen, schwei­gen, schwei­gen… Wie lan­ge kann das noch so wei­ter­ge­hen ?

  6. Wenn die­ser Zustand auch ein­ma­lig ist, so bleibt die Hoff­nung, dass die katho­li­sche Kir­che nach aller Dekan­denz, Ver­fall, Macht­ge­ran­gel und Ver­welt­li­chung, wie­der umkeh­ren konn­te, und sich irgend­wo immer Hei­lig­keit bewahrt hat!
    Viel­leicht nur in dem Sin­ne, wie Mario Palma­ro es beschrie­ben hat, aber immer­hin!
    Bis­her ist sie für mich immer noch das klein­ste Übel, und selbst die­ser ver­seuch­te bil­li­ge Abklatsch, der seit dem zwei­ten vati­ka­ni­schen Kon­zil übrig geblie­ben ist, ist immer noch bes­ser als alles, was ich als ehe­ma­li­ger über­zeug­ter Pro­tet­stant ken­neng­lernt habe!
    Ich weiß, dass mein Prie­ster sol­che Zei­len gar nicht mögen wür­de, in gera­de­zu mao­isti­scher Manier hasst er sei­nes­glei­chen und liebt die, die ihn ver­ach­ten, mir hört er wohl vor allem zu, weil ich sein bis­he­ri­ges Feind­bild ein wenig ver­wir­re.
    Viel­leicht trö­stet die Geschich­te aus Dica­me­ro­ne, von San­dro Boti­chel­li, wenig­stens ein biss­chen: Ein begei­ster­ter Katho­lik hat einen jüdi­schen Freund, den er von sei­nem Glau­ben über­zeu­gen will.
    In der Annah­me, dass in Rom die Blü­te katho­li­scher Kul­tur und Hei­lig­keit zu fin­den sei, über­re­det er ihn, dort hin zu gehen. Der Jude sieht dort die Geist­li­chen, wie sie rum­hu­ren, pras­sen und Intri­gen spin­nen, wie sie Gott lästern!
    Kopf­schüt­telnd fährt er nach Hau­se und — lässt sich tau­fen!
    Begrün­dung: Wenn die­se Kir­che mit der Füh­rung auf Erden soweit gekom­men ist, dass muss ihr Gott wahrhhaf­tig all­mäch­tig und herr­lich sein!!!

    • @verehrter euca: Ist bei Ihnen nicht ein Feh­ler beim ein­tip­pen mit der Tasta­tur gescheehen?Beim Satzt:.…,in gera­de­zu mao­isti­scher Manier hasst er sei­nes­glei­chen und liebt die,die ihn verachten..Richtig soll­te es doch hei­ssen:.. in gera­de­zu maso­chi­sti­scher Manier.

  7. Noch schlägt das Herz von Papst Bene­dikt XVI.
    Es war außer­or­dent­lich wich­tig, daß er die hl. Mes­se mit­ze­le­brier­te und bei der Hei­lig­spre­chung dabei war. Das/er war das Sah­ne­häub­chen bei die­ser Fei­er und ohne ihn wäre es nicht rich­tig gewe­sen. So aber ist die kirch­li­che und geschicht­li­che Kon­ti­nui­tät gewahrt auch vor dem Hin­ter­grund man­cher irri­tie­ren­der Hand­lun­gen und Äuße­run­gen von Papst Fran­zis­kus.
    Es ist wohl zur Zeit so, daß ein Papst allein das gesam­te Spek­trum des Petrusam­tes nicht abdecken kann.
    Papst Bene­dikt kann der Kir­che noch unschätz­ba­re Dien­ste erwei­sen auch dadurch, daß er offen­sicht­lich das Ohr von Papst Fran­zis­kus hat und die­sen bera­ten und auch kor­ri­gie­ren kann und darf.
    Somit bleibt die Hoff­nung, daß kirch­li­che Leh­ren nicht von man­chen Grup­pen zur Sei­te gedrängt und abge­schafft wer­den. Somit bleibt die Hoff­nung, daß die Ehe­leh­re (kei­ne Kom­mu­ni­on für sog. wvh. Geschie­de­ne) unan­ge­ta­stet bleibt und auch den Men­schen in ihrer Unwis­sen­heit dar­über gehol­fen wird und die wah­re Leh­re zum Heil aller ver­kün­det wird.

    • @ Fran­zel

      Sie wis­sen wohl nicht, was Ratz­in­ger in den 60er Jah­ren zur Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner zu Kom­mu­ni­on geschrie­ben hat!

      Da war er ganz auf der Linie des jet­zi­gen Pap­stes.

      • Genau­so hat der Apo­stel Pau­lus, bevor er zum Chri­sten­tum kon­ver­tier­te, mit­ge­hol­fen, die Chri­sten zu ver­fol­gen. Nun neh­men sei­ne Schrif­ten einen gro­ßen Teil des neu­en Testa­ments ein. Men­schen kön­nen sich ändern. Wo Bene­dikt in frü­he­ren Zei­ten dem pro­gres­si­ven Flü­gel ange­hör­te, hat er spä­ter die Gefahr der moder­ni­sti­schen Strö­mun­gen erkannt und ver­sucht, die­se ein­zu­däm­men und den Blick wie­der mehr in Rich­tung kirch­li­cher Tra­di­ti­on zu len­ken.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Nun, ich per­sön­lich glau­be nicht, dass Ratz­in­ger „das Ohr von Ber­go­glio hat“ und sich die­ser in grund­sätz­li­chen Fra­gen von ihm Rat holen wür­de oder sich gar von ihm beein­flus­sen lie­ße. In die­ses Ohr flü­stern ver­mut­lich ganz ande­re Gei­ster!

  8. Ent­schul­di­gen Sie bit­te den Ver­gleich, aber in man­chen euro­päi­schen Län­dern spricht man von Elter 1 und Elter 2, so kann man das etwa auch in der Deu­ter­ova­ti­ka­ni­schen Kir­che sehen: Papst 1 und Papst 2. Die Ähn­lich­keit ist ver­blüf­fend!

  9. Könn­te es nicht viel­leicht sogar so ein?:

    Papst Bene­dikt XVI. hat den erzwun­ge­nen Rück­tritt mit einem Form­feh­ler im der latei­ni­schen Text des Rück­tritts-Doku­men­tes ver­se­hen, damit er als beten­der wirk­li­cher Papst noch ‚zur Ver­fü­gung‘ steht. So hät­ten wir dann zwar kei­nen vakan­ten Papst­thron, aber einen ‚ungül­ti­gen‘ Papst auf dem öffent­li­chen Papst­thron.

    ‚Papst Fran­zis­kus‘ spielt dann zwar nur den Papst, aber um eine ande­re Kir­che zu ‚machen‘; wel­che die Geheim­ge­sell­schaf­ten inner­halb und außer­halb der Kir­che immer schon in Arbeit haben. Denn er könn­te wis­sen, dass er nicht wirk­lich gül­tig gewählt ist, da es ja auch Unre­gel­mä­ßig­kei­ten im Wahl-Pro­ze­de­re (ein Wahl­gang muss­te wie­der­holt wer­den) gege­ben hat; bzw. dass der Rück­tritt von Bene­dikt erzwun­gen wur­de und von daher auch eigent­lich nicht gül­tig (ins­be­son­de­re auch vor Gott) sein kann. Dass Bene­dikt XVI. aus sei­nem Amt getrie­ben wur­de, scheint mir durch vie­le Beob­ach­tun­gen der letz­ten Jah­re ‚bewie­sen‘ bzw. ‚beweis­bar‘.

    Und dass der der­zei­ti­ge ‚Papst‘ auf dem Papst­thron kein wirk­li­cher Papst sein kann, wis­sen wir hier doch alle aus den sach­ge­recht recher­chier­ten Arti­keln in „katholisches.info“ und aus den z. T. äußerst qua­li­tät­vol­len Kom­men­tie­run­gen und Infor­ma­tio­nen inn­halb die­ser. Eini­ge wich­ti­ge Din­ge bzw. Indi­zi­en bezüg­lich die­ses ande­ren ‚Pap­stes Fran­zis­kus‘ möch­te ich hier noch ein­mal in Erin­ne­rung rufen:
    1. kei­ne Amts­sto­la bei der Pro­kla­ma­ti­on; eine selt­sam welt­li­che Anre­de an Chri­sten und Welt­öf­fent­lich­keit.
    2. der Volks­al­tar (Mahl­tisch) wur­de sofort wie­der in die Six­ti­na geholt (trotz Zere­mo­ni­ar Gui­do Mari­ni)
    3. kei­ne Knie­beu­gen bei der Hl. Mes­se; aber wohl bei (eigent­lich unlit­ur­gi­schen) Fuß­wa­schun­gen.
    4. Grün­don­ners­tags­mes­se nicht in Late­ran­ba­si­li­ka; kei­ne Ana­lo­gie zu Letz­tem Abend­mahl (im Gefäng­nis).
    5. öffent­li­che Lob­hu­de­lei zu Buch von Kar­di­nal Kas­per über die ‚gött­li­che Barm­her­zig­keit‘ bei Ange­lus.
    6. Ver­hal­ten gegen­über der Tra­di­ti­on und den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta; vie­le Wider­sprüch­lich­kei­ten.
    7. etc.… .

    Da hier die Macht­ver­hält­nis­se so geheim­nis­voll welt­li­cher Art (bzw. dämo­ni­scher Art) sind, kann man doch wohl auch ver­mu­ten, dass Bene­dikt sich in alle Macht­ver­hält­nis­se fügen muss. Und mystisch betrach­tet könn­te es doch so sein, dass er noch benö­tigt wird für die Welt­wei­he und Wei­he Russ­lands an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens; aber erst am Ende, wenn das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens tri­um­phie­ren wird.

    Dar­über hin­aus kön­nen wir doch viel­leicht auch beob­ach­ten, wie der heu­ti­ge Vati­kan­spre­cher (im Unter­schied zu Navar­ro Vals) alles ‚glatt­bü­gelt‘, kei­ner­lei Inter­es­se erken­nen lässt, die Ver­wir­run­gen auf­zu­lö­sen. Auch das weist doch viel­leicht noch dar­auf hin, dass die (eigent­li­chen) Macht­ver­hält­nis­se bei den Jesui­ten lie­gen könn­ten.

    Im übri­gen möch­te ich noch mal zu beden­ken geben: Kann ein Sol­dat des Pap­stes (so ver­ste­hen sich die Jesui­ten eigent­lich grund­sätz­lich) denn über­haupt Papst wer­den?

    Und: Im 3. Fati­ma-Geheim­nis wird der Papst von Sol­da­ten beschos­sen.

    • Papst Fran­zis­kus nennt sich oft­mals „nur“ Bischof von Rom. Bei Tele­fo­na­ten mit ein­fa­chen Men­schen nennt er sich Pater Ber­go­glio. Und er mei­det es nach wie vor, in die Papst­woh­nung umzu­zie­hen. Das hat doch nichts mit Demut zu tun und ist auch kein Zufall. Das kann auch gött­li­che Vor­se­hung sein.
      Viel­leicht ist Papst Bene­dikt soz. im Innern der wirk­li­che Papst, und Papst Fran­zis­kus ist es dafür nach außen.
      So vie­le Wider­sprü­che es auch mit Papst Fran­zis­kus gibt: er sagt vie­les, was wei­te Tei­le in der Kir­che den­ken. Es ist, als sei Papst Fran­zis­kus ein Ven­til. So vie­le sind es, die sich nicht mehr ver­stecken und sich offen beken­nen. Und das ist dann auch mög­li­cher­wei­se sei­ne Funk­ti­on, daß näm­lich nun die Gedan­ken vie­ler offen­bar wer­den. Jetzt kann man es. Und das kann und wird zu einer inne­ren Rei­ni­gung der Kir­che füh­ren. Denn die Wahr­heit siegt immer und Gott kann auf krum­men Zei­len gera­de schrei­ben.

      Es ist gar nicht gesagt, ob Papst Fran­zis­kus nicht doch vie­le soz. aufs Glatt­eis führt , und daß er selbst noch letzt­lich die Kur­ve kriegt. Die­se aber wer­den dann lan­ge Gesich­ter machen und dann müs­sen sie (unge­wollt) ihre Irr­tü­mer zuge­ben und die wah­ren Leh­ren ver­kün­den.
      Mei­ne Ein­schät­zung: man soll­te die Äuße­run­gen von Papst Fran­zis­kus zur Kennt­nis neh­men und auch in ver­nünf­ti­gem Ton bean­stan­den wenns sein muß, aber nicht den­ken, daß die­se sei­ne bean­stand­en­ten Äuße­run­gen und Hand­lun­gen schon das abschlie­ßen­de Wort sei­en.

      • Wer­ter @ Dami­an,

        kön­nen Sie Latein? Dann suchen Sie (oder jemand ande­rer) doch bit­te und fin­den viel­leicht her­aus, ob und wo es die­sen Feh­ler geben könn­te. Es war ’nur‘ eine Idee, die ich hier vor­ge­tra­gen habe. Wenn ich Latein könn­te, wür­de ich sofort ver­su­chen, die­sen (viel­leicht sogar ’nur‘ gram­ma­ti­ka­li­schen) Feh­ler her­aus­zu­fin­den.

        Noch eini­ge ande­re Gedan­ken zur ‚Zwei-Päp­ste-Situa­ti­on‘:

        Es könn­te doch sein, dass es ’nötig‘ war, auf sol­che Wei­se eine ’sinn­vol­le Rege­lung‘ her­bei­zu­füh­ren, wie Gott es in sei­nen Zulas­sun­gen der mensch­li­chen (und sata­ni­schen) Bos­hei­ten und in sei­ner ‚Lie­ben­den Vor­se­hung‘ (für das Gol­go­tha der Kir­che, auf wel­ches wir zusteu­ern oder an dem wir uns viel­leicht schon befin­den) wol­len könn­te. Oder?

        Die­se selt­sa­me ‚Zwei Päp­ste-Situa­ti­on‘ ver­langt doch gera­de­zu nach sol­chen ‚außer­ge­wöhn­li­chen Rege­lun­gen‘, damit die ‚Eine-Welt‘ und die ‚Eine Welt-Reli­gi­on‘ vom Für­sten die­ser Welt und sei­ne Vasal­len ins Werk gesetzt wer­den (kön­nen), ohne dass der Papst­thron vakant ist. Und das so, dass zwar öffent­lich ein ‚amtie­ren­der Papst‘ da ist, im Hin­ter­grund aber der (vor Gott) eigent­li­che und gül­ti­ge Papst noch zur Ver­fü­gung steht.

        Denn Bene­dikt ist doch wohl ein­deu­tig zum Rück­tritt gezwun­gen wor­den: Sei­ne Enzy­kli­ka über den Glau­ben („Lumen Fidei“) war zwar in Arbeit aber fast bzw. noch nicht ganz fer­tig (kann man beim Lesen gut fest­stel­len).

        Auch ande­res ist in die­sem Zusam­men­hang noch mit zu beden­ken, wenn man die geheim­nis­vol­le Vor­se­hung Got­tes mit bedenkt, was an ande­ren Stel­len in die­sem Forum von ver­schie­de­nen ande­ren Teil­neh­mern dar­ge­stellt wur­de. …

        • Es war ein gra­vie­ren­der Feh­ler, über den sogar ich beim Lesen in der Tages­zei­tung gestol­pert bin, eine fal­sche Kasus­kon­gru­enz, die zudem sinn­ent­stel­lend wirk­te. Es wur­de hier­über auf die­sem Por­tal aus­führ­lich kom­men­tiert. Der Vati­kan hat auf sei­ner Web­site die­sen Feh­ler still­schwei­gend kor­ri­giert. Das ändert nichts dar­an, dass, zumin­dest nach den Regeln der kano­ni­sti­schen Tra­di­ti­on, die Erklä­rung Papst Bene­dikts for­mal ungül­tig war.
          Bei der letz­ten Pres­se­kon­fe­renz am 27. Febru­ar 2013 sprach Bene­dikt davon, dass er auf die „akti­ve Aus­übung“ des Papst­am­tes ver­zich­te. Bit­te genau auf die­se For­mu­lie­rung ach­ten. An jenem Tag war er noch regie­ren­der Papst. Man kommt an dem Wort nicht vor­bei, wenn man den aktu­el­len Zustand der Kir­che rich­tig inter­pre­tie­ren will.

    • „…habe die Zeit der „soli­da­ri­schen Koha­bi­ta­ti­on“ in der Kir­che begon­nen“ war kein Zitat von Pater Lom­bar­di; ledig­lich der Begriff der „soli­da­ri­schen Koha­bi­ta­ti­on“ für das Zusam­men­le­ben der bei­den Päp­ste stammt von Pater Lom­bar­di.
      „Quel­l’ab­brac­cio con Ratz­in­ger apre l’e­ra del­la „coa­bi­ta­zio­ne soli­da­le“ titelt über­hö­hend La Stam­pa: http://vaticaninsider.lastampa.it/vaticano/dettaglio-articolo/articolo/ratzinger-francesco-francis-francisco-33766/, zu deutsch: Umar­mung mit Ratz­in­ger eröff­net die Ära der „soli­da­ri­schen Koha­bi­ta­ti­on“
      Die Titel­zei­le mit dem unüber­setzt belas­se­nen Begriff „Koha­bi­ta­ti­on“ bekommt eine Dop­pel­deu­tig­keit, wenn man an die mit dem letz­ten Satz der Pre­digt wie­der ins Gedächt­nis geru­fe­ne aktu­el­le Dis­kus­si­on um die Situa­ti­on der „wie­der­ver­hei­ra­tet“ „Geschie­de­nen“ denkt.

  10. „Papst Fran­zis­kus war zu die­sem Zeit­punkt bereits auf dem Peter­spatz. Durch die „Benedetto“-Rufe auf­merk­sam gemacht, ging er sofort zu sei­nem Vor­gän­ger und begrüß­te ihn nach­drück­lich.“
    Und ohne die Bene­det­to-Rufe hät­te der Hei­li­ge Vater Bene­dikt XVI. nicht bemerkt?
    Die Sache ist doch ganz ein­fach. Bene­dikt steht zu 100 Pro­zent hin­ter Fran­zis­kus, denn er ist ein wirk­lich Glau­bens­treu­er Mann. Fran­zis­kus ist Petrus und Bene­dikt schul­det ihm gehor­sam. Damit dies aber auch die letz­ten Katho­li­ken ver­ste­hen, muss Bene­dikt dies nun öffent­lich etwas häu­fi­ger bekun­den. Das haben die Tra­di­tio­na­li­sten jetzt von ihrer Hetz­jagd auf Papst Fran­zis­kus! War wohl nichts mit inner­kirch­li­chem Schis­ma. Es lebe die inner­kirch­li­che Revo­lu­ti­on von oben! Mit Rück­deckung von Bene­dikt!

    • „Es lebe die inner­kirch­li­che Revo­lu­ti­on von oben! Mit Rück­deckung von Bene­dikt!“
      Wie weit soll­te Ihrer Mei­nung nach die Revo­lu­ti­on gehen, wie tie­fe Ein­schnit­te sind dafür nötig?
      Heißt es nicht auch: „Die Revo­lu­ti­on frißt ihre Kin­der!“

    • @ Lie­ber Fran­zis­ka­ner
      Wel­che Hetz­jagd auf Fran­zis­kus spre­chen Sie denn an? Ist es nicht eher so, dass eini­ge weni­ge unter den Gläu­bi­gen durch die Gna­de Got­tes schlicht „sehend und hörend“ gemacht wur­den? Ich per­sön­lich habe kei­nen Zwei­fel dar­über, was der Bischof von Rom ist. Doch Jesus hat uns gelehrt: Lie­be dei­nen Näch­sten und bete für ihn; selbst wenn er dein gröss­ter Feind sein soll­te. Papst Bene­dikt ist mir da ein gro­sses Vor­bild.

    • Scha­den­freu­de ist doch immer noch die schön­ste Freu­de, oder wer­ter Fran­zis­ka­ner. Beden­ken Sie aber, dass Bene­dikt eben­so Petrus ist. Sie sind 2 Bestand­tei­le des­sel­ben Fel­sens, zu dem 266 Män­ner gehö­ren, mit guten und weni­ger guten dar­un­ter. Auch Petrus selbst war nicht voll­kom­men, da er den Herrn 3 mal ver­leug­net hat.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Wer­ter Fran­zis­ka­ner, müs­sen Sie beim Abfas­sen Ihrer Kom­men­ta­re eigent­lich sel­ber lachen, ob der offen­kun­di­gen Sar­kas­men, die sel­bi­ge ent­hal­ten?

  11. Aus den soge­nann­ten gut unter­rich­te­ten Krei­sen ist zu hören: Wenn Papa Ber­go­glio die Last des Amtes ange­sichts sei­nes Alters zu schwer wird, dann wird er nicht zurück­tre­ten, son­dern einen Vize-Papst ernen­nen. Ein hei­ßer Kan­di­dat soll dann Kar­di­nal Marx sein…
    Die Selig- und Hei­lig­spre­chung Paul VI. wird zu einer ein­zi­gen Zere­mo­nie zusam­men­ge­zo­gen. Damit die Hei­lig­spre­chung unter Dach und Fach ist, bevor eine sehr lan­ge Sedis­va­kanz ein­tritt. Eine rea­le Sedis­va­kanz, weil das Petrus­amt nie­mand mehr will…
    Natür­lich kann es auch ganz anders kom­men. Auf wel­che Wei­se die „Kon­zils­kir­che“ ihr Leben aus­haucht, ist nicht sicher. Nur dass sie ihrem Ende ent­ge­gen wankt, dar­an dürf­te nicht mehr zu zwei­feln sein…
    Das wirk­lich Schlim­me ist: Der Non­sens von den „gut unter­rich­te­ten Krei­sen… und dem Vize-Papst“ ist nicht mehr undenk­bar… Wenn zwei Päp­ste kon­ze­le­brie­ren, war­um sol­len wir nicht auch noch mit einem Vize-Papst erfreut wer­den?

    • Papst Fran­zis­kus hat ja in einem sei­ner jün­ge­ren Inter­views erklärt, dass von jetzt an ein „Rück­tritt“ des Pap­stes zur Nor­ma­li­tät wer­den könn­te. Bene­dikt habe sozu­sa­gen den Weg dazu frei gemacht. Einen „Rück­tritt“ von Bischö­fen gäbe es ja auch erst seit dem Vat II hat er in die­sem Inter­view eben­falls erklärt.
      Außer­dem hat er dort gesagt, er hät­te befür­wor­tet, Bene­dikt wie­der aus der „Ver­sen­kung“ zu holen, da er ein so wert­vol­ler, wei­ser Mann wäre.
      Falls Fran­zis­kus zurück­tre­ten will, wenn Bene­dikt noch lebt, wer­den wir also drei „Päp­ste“ haben.

      Es wird immer kla­rer: die neue Welt­ord­nung — d.i. die UN- hat die Herr­schaf­ten im Vati­kan voll unter Kon­trol­le. Sie haben genü­gend „Trieb­kräf­te des Wan­dels“ im ein­sti­gen Haupt­feind katho­li­sche Kir­che ange­heu­ert und müs­sen die­se nun nicht mehr fürch­ten bei der Umset­zung ihrer per­ver­sen „Schö­ne neue Welt“-Pläne:

      UN-Richt­li­ni­en, wie man Glau­bens­ba­sier­te Orga­ni­sa­tio­nen als Trieb­kräf­te des Wan­dels anheu­ert
      http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/10/un-richtlinien-wie-man-glaubensbasierte.html

      Papst Franzls­kus hat als Kar­di­nal kräf­tig bei der „United Reli­gi­ons Initia­ti­ve“, einer UN-Grün­dung, mit­ge­mischt, (stand neu­lich bei rem­nant­news­pa­per, das gera­de online nicht zu errei­chen ist) daher ist man bei der UN vom ihm auch so begei­stert.

  12. Der Hin­weis auf die Koha­bi­ta­ti­on, die in Frank­reich vor­kommt, paßt nicht. Es gibt nur einen Papst, Bene­dikkt XVI ist zurück­ge­tre­ten. Selbst­ver­ständ­lich kann er kon­ze­le­brie­ren, Prie­ster ist er alle­mal.

    • Genau­ge­nom­men gibt es 266 Päp­ste, einen amtie­ren­den und 265 ehe­ma­li­ge und 2 leben­de und 264 ver­stor­be­ne. Gute und weni­ger gute dar­un­ter.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  13. Der „Poli­ti­ker“ Ber­go­glio und sei­ne Bera­ter woll­ten sicher durch die (nicht zu ver­mei­den­de) Teil­nah­me Bene­dikts, zei­gen dass der Weg zur Eine Welt Kir­che auch die Zustim­mung Bene­dikts fin­det. Bei der ver­meint­li­chen „Popu­la­ri­tät“ des Bischofs mein­te man sicher dass Bene­dikt nicht laut­stark begrüßt wer­den wür­de. Des­halb war der Bischof schon auf dem Peters­platz bevor Bene­dikt kam. Wie man sehen konn­te erkann­te der Bischof am Applaus und den Jubel­ru­fen, dass Bene­dikt ein­ge­trof­fen war.
    Wenn es wirk­lich eine Gemein­sam­keit gäbe, hät­te man den Platz gemein­sam betre­ten.
    Alle wis­sen jetzt und das ist wich­tig, es gibt sie noch die Katho­li­ken der Tra­di­ti­on. So hat Bene­dikt ein blei­ben­des Zei­chen gege­ben. Sicher war der Hei­li­ge Geist mit Ihm.

Kommentare sind deaktiviert.