Junger Christ und Familienvater von Polizei zu Tode gefoltert

Polizeigewalt(Islam­abad) Für die Poli­zei hat sich der jun­ge Christ in der Zel­le „erhängt“. Die Aut­op­sie ergab jedoch, daß der 24jährige Mann an sei­nen „schwe­ren inne­ren Ver­let­zun­gen“ gestor­ben ist, die ihm durch fol­tern­de Poli­zi­sten zuge­fügt wur­den. Auf­ge­hängt sei der Christ erst nach sei­nem Tod wor­den, so der Patho­lo­ge. Die Poli­zei­ka­ser­ne, in der Sab­ir Masih „ver­hört“ wur­de, gilt als „Modell­sta­ti­on“ der paki­sta­ni­schen Poli­zei, wie Asia­news berich­te­te.

„Schwe­re inne­re Ver­let­zun­gen durch Fol­ter“ lau­tet die Todes­ur­sa­che des Patho­lo­gen. Die Aut­op­sie der Lei­che eines jun­gen Chri­sten bringt eine schockie­ren­de Wahr­heit ans Licht. Der Christ sei, nach Poli­zei­an­ga­ben, im Poli­zei­ge­fäng­nis tot auf­ge­fun­den wor­den. Er soll sich erhängt haben. Doch die Rea­li­tät sieht anders aus. Sab­ir Mas­ik, der 24 Jah­re alte Christ wur­de von der Poli­zei so schwer miß­han­delt, daß er an den Fol­gen der Fol­ter starb.

Sab­ir Masih, Vater von zwei klei­nen Kin­dern, war am 11. Febru­ar ver­haf­tet wor­den unter dem Vor­wurf, einen Dieb­stahl began­gen zu haben. Die Poli­zei brach­te ihn in die Kaser­ne von Koh­sar in Islam­abad, die als moder­nes Vor­zei­ge­mo­dell der paki­sta­ni­schen Poli­zei geprie­sen wur­de. Sab­ir Masih wur­de dort nur eine Nacht fest­ge­hal­ten und ver­hört. Am näch­sten Mor­gen habe man ihn erhängt in der Zel­le auf­ge­fun­den.

Die Fami­lie beteu­ert, daß er mit dem Dieb­stahl nichts zu tun haben kann, weil er zum ange­ge­ben Zeit­punkt ganz woan­ders war. Die Ergeb­nis­se der Aut­op­sie legen den Schluß nahe, daß die Poli­zei von Masih ein Geständ­nis her­aus­prü­geln woll­te, für eine Tat, die er laut Rekon­struk­ti­on sei­ner Fami­lie nicht began­gen haben kann.

Die bru­ta­le Miß­hand­lung des Chri­sten und der Ver­such der Poli­zei, die Spu­ren sei­nes Todes zu ver­wi­schen, deu­ten dar­auf hin, daß er den Sün­den­bock abge­ben soll­te. Ähn­li­che Fäl­le tra­gen sich immer wie­der in Paki­stan zu. In der isla­misch gepräg­ten Gesell­schaft gel­ten Chri­sten als will­kom­me­ne Sün­den­böcke, um began­ge­ne Ver­bre­chen „unter­zu­brin­gen“ und als „auf­ge­klärt“ zu dekla­rie­ren.

Die Katho­li­sche Kir­che und Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen orga­ni­sier­ten am Mitt­woch eine Kund­ge­bung vor dem Pres­se­klub in Islam­abad, um gegen die „Bru­ta­li­tät der Poli­zei“ zu pro­te­stie­ren.

Text: Asianews/Giuseppe Nar­di
Bild: Asia­news

2 Kommentare

  1. DER LEBENDIGE G–T ver­gisst nicht einen ein­zi­gen sei­ner Kin­der.

    Kein Ver­bre­chen wird unge­sühnt blei­ben.

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