„Ist denn Christus zerteilt?“


Papst-Franzikus-GeneralaudienzLie­be Brü­der und Schwestern,

am letz­ten Sams­tag hat die Gebets­wo­che für die Ein­heit der Chri­sten begon­nen. Sie wird in die­sem Jahr von den Kir­chen und kirch­li­chen Gemein­schaf­ten Kana­das aus­ge­rich­tet und steht unter dem Leit­wort eines Zitats des hei­li­gen Pau­lus aus dem 1. Korin­ther­brief: „Ist denn Chri­stus zer­teilt?“ (1,13). Für Pau­lus bil­den die Gläu­bi­gen in Korinth zwar eine eigen­stän­di­ge Gemein­de, sie sind aber inner­lich ver­eint mit allen, die den Namen des Herrn anru­fen. Der Name Chri­sti schafft Gemein­schaft und Ein­heit. Zudem haben wir auch die Tau­fe und das Kreuz als zen­tra­le Merk­ma­le der Jün­ger­schaft gemein­sam. Den­noch müs­sen wir der Tat­sa­che ins Auge sehen, dass wir Chri­sten in eine Viel­falt unter­schied­li­cher Gemein­schaf­ten gespal­ten sind. Blicken wir auf den hei­li­gen Pau­lus, der Gott für die Gaben ande­rer Gemein­den dankt. Auch wir dür­fen die Gaben ande­rer christ­li­cher Gemein­schaf­ten als Berei­che­rung erfah­ren. Die Initia­ti­ve der Gebets­wo­che bie­tet so eine Gele­gen­heit, ande­re Chri­sten zu tref­fen, um immer wie­der zu sehen, was wir ein­an­der schen­ken kön­nen. Dies ver­langt aber auch Demut, Nach­den­ken und stän­di­ge Umkehr des Herzens.

Von Her­zen begrü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che. Lie­be Freun­de, Jesus hat gesagt, wo zwei oder drei in sei­nem Namen ver­sam­melt sind, da ist er mit­ten unter ihnen (vgl. Mt 18,20). Neh­men wir uns die Wor­te des Herrn zu Her­zen und kom­men wir mit den Brü­dern und Schwe­stern der ande­ren christ­li­chen Gemein­schaf­ten zum gemein­sa­men Gebet zusam­men. Der Hei­li­ge Geist beglei­te euch auf euren Wegen.