Dschihadisten rücken in Syrien auf christliches Zentrum vor — Maalula, wo noch die Sprache Jesu gesprochen wird

Christliche Enklave Maalula von Islamisten eingekesselt(Damas­kus) Bewaff­ne­te isla­mi­sti­sche Ver­bän­de mar­schie­ren in Syri­en auf ein histo­ri­sches christ­li­ches Zen­trum des Lan­des vor. In der Nähe von Damas­kus rückt ein Kampf­ver­band von Al-Nus­ra-Dschi­ha­di­sten und ande­ren isla­mi­sti­schen Kämp­fern auf die Ort­schaft Maalu­la vor.

Wie die Syri­sche Beob­ach­tungs­stel­le für Men­schen­rech­te in Lon­don berich­te­te, grif­fen die Isla­mi­sten am Mitt­woch den Mili­tär­kon­troll­punkt an, der die christ­li­che Ort­schaft sichern soll­te. Dabei wur­den meh­re­re Sol­da­ten getö­tet. In Maalu­la spre­chen die Men­schen noch Ara­mä­isch, die Spra­che, die zur Zeit Jesu gespro­chen wurde.Der Groß­teil der Chri­sten gehö­ren der Mel­ki­ti­schen Grie­chisch-katho­li­schen Kir­che an, die mit Rom uniert ist.

Der Ort ist im Nahen Osten wegen der beson­de­ren Fei­er­lich­kei­ten zum Fest Kreuzer­hö­hung bekannt, das in weni­gen Tagen am 14. Sep­tem­ber gefei­ert wird. Zu die­sem Anlaß strö­men jähr­lich vie­le Chri­sten der Regi­on zusam­men.

Maalula christliche Enklage von Dschihadisten umstelltIn der christ­li­chen Enkla­ve befin­den sich zwei der bedeu­tend­sten syri­schen Klö­ster, das grie­chisch-ortho­do­xe Mar Thek­la-Klo­ster um das Grab der Hei­li­gen, und auf einer Anhö­he das noch aus der Anti­ke stam­men­de Klo­ster der hei­li­gen Mär­ty­rer Ser­gius und Bac­chus. In und um Maalu­la gibt es wei­te­re Klö­ster und Kir­chen.

Die Dschi­ha­di­sten wer­den über Sau­di-Ara­bi­en finan­ziert und mit Waf­fen aus den USA belie­fert.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: El Foro/Justupersner

3 Kommentare

  1. Deut­scher sagt:
    Jeder Ver­such Pro­ble­me durch Hass zu lösen wird schei­tern. Er wird nur Hass pro­vo­zie­ren und die Reak­tio­nen stei­gern. Schreck­li­ches Bei­spiel Syri­en, Ägyp­ten usw. …! Es heißt den Teu­fel mit dem Teu­fel aus­trei­ben.
    Die Lie­be baut auf, Der Hass kann nur zer­stö­ren.
    Ich traue mich als Träu­mer zu reden wenn ich Jesus zitie­re: „Liebt eure Fein­de, tut Gutes, denen die euch has­sen, betet für die, die euch ver­fol­gen“. (Lk 6, 27. u. 28)

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