USA: Rückgang von Mißbrauchsfällen

(Washing­ton) Die Fäl­le von sexu­el­lem Miß­brauch an Min­der­jäh­ri­gen sin­ken wei­ter. Dies geht aus dem jüng­sten CARA-Bericht der George­town Uni­ver­si­ty in Washing­ton her­vor, der die Daten des Jah­res 2012 ana­ly­siert. Das Zen­trum an der Uni­ver­si­tät war von der ame­ri­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz im Zusam­men­hang mit der 2002 ver­ab­schie­de­ten „Char­ta zum Schutz der Kin­der und Jugend­li­chen“ mit der Beob­ach­tung des Phä­no­mens beauf­tragt wor­den. Der weit­aus größ­te Teil aller Fäl­le ereig­ne­te sich in den 70er und 80er Jah­ren. Die Täter wur­den ent­fernt oder sind inzwi­schen ver­stor­ben. Von den ins­ge­samt 34 2012 von Gerich­ten behan­del­ten Ankla­gen, wur­den nur sechs Fäl­le für glaub­wür­dig befun­den. 12 Fäl­le wur­den von den Gerich­ten wegen offen­sicht­li­cher Halt­lo­sig­keit abge­wie­sen, wäh­rend in den 15 ver­blei­ben­den Fäl­le Zwei­fel bestehen und wei­te­re Ermitt­lun­gen ange­ord­net wur­den. Anzei­gen waren 2012 gegen 313 Prie­ster und Dia­ko­ne ein­ge­gan­gen. Sowohl an Anzei­gen, Gerichts­ver­fah­ren und Ver­ur­tei­lun­gen war es 2012 der gering­ste Stand, seit 2004 mit der syste­ma­ti­schen Daten­er­he­bung begon­nen wur­de. Die US-Diö­ze­sen gaben 2012 26 Mil­lio­nen Dol­lar für Prä­ven­ti­ons­pro­gram­me zum Schutz von Kin­dern und Jugend­li­chen durch Schu­lun­gen und Über­wa­chung aus.