Jesuiten-Universität verweigert Verein Anerkennung weil er katholisch ist

Gonzaga University USA: Jesuitenuniversità t verweigert katholischer Studentenvereinigung Anerkennung weil sie katholisch ist(Washing­ton) „Noch eine Absur­di­tät, eine ent­lar­ven­de Absur­di­tät“, so Ripo­ste Catho­li­que. Die vom Jesui­ten­or­den geführ­te Gon­za­ga Uni­ver­si­ty ver­wei­gert einer Stu­den­ten­grup­pe der Knights of Colum­bus, einer der größ­ten gemein­nüt­zi­gen katho­li­schen Orga­ni­sa­tio­nen Ame­ri­kas die Aner­ken­nung und damit die Bür­ger­schaft auf dem Cam­pus. Die Ver­wei­ge­rung ist Aus­druck „der schritt­wei­sen Preis­ga­be der katho­li­schen Iden­ti­tät durch einen Teil des katho­li­schen Estab­lish­ments in den USA“, so Ripo­ste Catho­li­que. Ein Teil des katho­li­schen US-Estab­lish­ments sei nicht mehr bereit gegen die „Dik­ta­tur poli­ti­scher Kor­rekt­heit“ stand­zu­hal­ten.

Die nach dem hei­li­gen Jesui­ten Aloi­si­us von Gon­za­ga benann­te Uni­ver­si­tät ist eine katho­li­sche Pri­vat­uni­ver­si­tät des größ­ten katho­li­schen Män­ner­or­dens, dem auch Papst Fran­zis­kus ange­hört. Sie wur­de 1887 in Spo­ka­ne im US-Bun­des­staat Washing­ton gegrün­det und zählt rund 6500 imma­tri­ku­lier­te Stu­den­ten.

Mitgliedschaft nur von Katholiken verstoße gegen „Anti-Diskriminierungs-Politik“ der Universität

Sue Weitz, die Lei­te­rin des Office of Stu­dent Life, der  zustän­di­gen Uni­ver­si­täts­ab­tei­lung teil­te der Stu­den­ten­grup­pe die Ableh­nung schrift­lich mit. Für Weitz ste­hen die Kolum­bus­rit­ter „nicht im Ein­klang mit der von unse­rer Uni­ver­si­tät ver­folg­ten Poli­tik und Pra­xis für die Aner­ken­nung einer  Orga­ni­sa­ti­on“. Da bei den Kolum­bus­rit­tern nur männ­li­che Katho­li­ken Mit­glied wer­den kön­nen, ent­spre­che die Orga­ni­sa­ti­on „nicht dem Enga­ge­ment der Uni­ver­si­tät gegen Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund bestimm­ter Merk­ma­le, unter ande­rem der Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit“, so Weitz im Namen der Uni­ver­si­tät. Die katho­li­sche Ver­ei­ni­gung dis­kri­mi­nie­re Nicht-Katho­li­ken und Nicht-Män­ner und ver­sto­ße damit gegen den Anti-Dis­kri­mi­nie­rungs­pakt der Uni­ver­si­tät.

Nach die­ser Absa­ge ver­faß­te der Histo­ri­ker Eric Cun­ning­ham, außer­or­dent­li­cher Pro­fes­sor für Geschich­te an der Uni­ver­si­tät und selbst Mit­glied der Kolum­bus­rit­ter am 9. April ein Schrei­ben an Sue Weitz. Dar­in spielt er iro­nisch dar­auf an, daß die Knights of Colum­bus wie der  Jesui­ten­or­den orga­ni­siert sei­en. Wenn Igna­ti­us von Loyo­la mit sei­nen Gefähr­ten sei­nen Orden vor 500 Jah­ren nicht an der Uni­ver­si­tät von Paris gegrün­det hät­te, son­dern es heu­te an der Gon­za­ga Uni­ver­si­tät tun möch­te, wür­de ihm die Aner­ken­nung ver­wei­gert wer­den und das an sei­ner „eige­nen“ Uni­ver­si­tät.

Cunninghum: Distanziert sich Universität auch vom Jesuitenorden?

Cun­ning­ham fragt in sei­nem Schrei­ben, ob sich das Office of Stu­dent Life  auch vom Jesui­ten­or­den und damit dem Trä­ger der Uni­ver­si­tät distan­zie­re, der die­se „Dis­kri­mi­nie­rung“ schon seit Jahr­hun­der­ten erfolg­reich prak­ti­zie­re.

Schließ­lich wirft Cun­ning­ham die Fra­ge auf, ob sich die Ver­wei­ge­rung der Aner­ken­nung nicht gezielt gegen die Kolum­bus­rit­ter rich­tet, weil sie eine katho­li­sche Orga­ni­sa­ti­on sind und die Ableh­nung damit eine Dis­kri­mi­nie­rung von Katho­li­ken an einer katho­li­schen Uni­ver­si­tät dar­stellt.

Inzwi­schen gab Thay­ne McCulloh der Prä­si­dent der Gon­za­ga Uni­ver­si­ty eine Erklä­rung ab. Dar­in beton­te er, daß die Uni­ver­si­tät die Fra­ge „prü­fen und in 30–45 Tagen eine Ant­wort geben“ wer­de. „Wie bit­te? Einen bis andert­halb Mona­te, um eine so ein­fa­che Fra­ge zu klä­ren?“, fragt Ripo­ste Catho­li­que.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Gon­za­ga Uni­ver­si­ty

5 Kommentare

  1. Was um Him­mels Wil­len sind denn „Nicht-Män­ner“??? Und zum übri­gen Arti­kel kann man nur sagen, wer sol­che bereits von der Seu­che der poli­ti­schen Kor­rekt­heit befal­le­nen Mit­glie­der hat , wie die katho­li­sche Kir­che in den USA (das Land, wel­ches der Brut­ka­sten der zuvor erwähn­ten Seu­che ist) der braucht wahr­lich kei­ne Fein­de mehr.

    • Außer Män­nern und Frau­en gibt es doch noch diver­se Vari­an­ten dazwi­schen — zumin­dest in der Den­ke die­ser Leu­te…

      • LGTBQ! Ein sehr gut ver­netz­ter und auch in den Höhen der UN bestens ver­tre­te­ner Zusam­men­schluss von Bewe­gun­gen.

        Das Q steht für Leu­te, die ihre Geschlech­ter­iden­ti­tät täg­lich ändern — sie setz­ten bereits an US Schu­len durch, dass Schü­ler, je nach Tages­ge­fühl die WCs des ande­ren Geschlechts benut­zen dür­fen — alles ande­re wäre Dis­kri­mi­nie­rung.

        Leh­rer und Schü­ler haben die­se Stim­mun­gen zu respek­tie­ren und zu wert­schät­zen. Vor­schrift.

  2. Wie ich schon in einem ande­ren Posting betref­fend Jesui­ten fest­stell­te: Die Jesui­ten haben immer eine Ueber­ra­schung parat,meistens im nega­ti­ven Sin­ne. Hier erweist sich aber der ame­ri­ka­ni­sche Katho­li­zis­mus als mies und fies in sei­nen Methoden,in sei­ner Ideo­lo­gie dreckig und hin­ter­häl­tig!

    • Es gibt auch ande­re! Aller­dings steht ja alles katho­li­sche unter Dau­er­be­schuss oder es wird tot­ge­schwie­gen.

      Man stel­le sich ein­mal vor, wie die­se Uni­ver­si­tät auf Jesus reagie­ren wür­de… Oder auf Moses.

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