In der Nacht beim letzten Mahle


Juanes_Juan_de-The_Savior

Prei­set, Lip­pen, das Geheimnis
Die­ses Leibs voll Herrlichkeit
Und des unschätz­ba­ren Blutes,
Das, zum Heil der Welt geweiht,
Jesus Chri­stus hat vergossen,
König aller Wesenheit.

Uns gege­ben, uns geboren
Von der Jung­frau keusch und rein,
Ist auf Erden Er gewandelt,
Saat der Wahr­heit auszustreun;
Und zum Ende Sei­nes Lebens
Setzt‘ Er die­ses Wun­der ein.

In der Nacht beim letz­ten Mahle,
Wo Er mit der Jün­ger Schar
Nach der Vor­schrift des Gesetzes
Bei dem Oster­lam­me war,
Gab mit eig­ner Hand den Seinen
Er sich selbst zur Spei­se dar.

Durch das Wort wird Brot zum Fleische,
Und zum Blu­te wird der Wein:
Gott und Mensch und Leib und Seele,
Sieht es auch der Sinn nicht ein:
Einem rei­nen Sinn genüget
Fester Glau­be schon allein.

Dar­um laßt uns tief verehren
Ein so gro­ßes Sakrament!
Die­ser Bund wird ewig währen,
Und der alte hat ein End;
Unser Glau­be soll uns lehren,
Was das Auge nicht erkennt.

Gott dem Vater und dem Sohne
Sei Lob, Preis und Herrlichkeit,
Mit dem Geist im höch­sten Throne
Eine Macht und Wesenheit!
Singt in lau­tem Jubeltone
Gött­li­cher Drei­ei­nig­keit. Amen.

Text: Tho­mas von Aquin
Bild: Juan de Juanes