Benedikt XVI. hebt „Ultimatum“ an Piusbruderschaft auf — Nachfolger für Frage zuständig

Benedikt XVI Ultimatum Piusbruderschaft aufgehoben(Vati­kan) Mor­gen, den 22. Febru­ar wäre das „Ulti­ma­tum“ abge­lau­fen, das Kuri­en­erz­bi­schof Ger­hard Lud­wig Mül­ler als Vor­sit­zen­der der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. stell­te. Bis zu die­sem Stich­tag soll­te die von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re gegrün­de­te Pius­bru­der­schaft eine Ant­wort auf die ihr im Juni 2012 vor­ge­leg­te „Dok­tri­nel­le Prä­am­bel“ abge­ben.

Heu­te Mit­tag teil­te Vati­kan-Spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di mit, daß Papst Bene­dikt XVI. die Ange­le­gen­heit Pius­bru­der­schaft sei­nem Nach­fol­ger über­las­se, ohne nähe­re Anga­ben zu machen. Papst Bene­dikt XVI. hat offen­bar das im Schrei­ben Erz­bi­schof Mül­lers genann­te Stich­da­tum auf­ge­ho­ben. Die Fra­ge bleibt damit offen, bis das neue Kir­chen­ober­haupt neue Direk­ti­ven dazu geben wird.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Amici Bene­det­to XVI.

24 Kommentare

  1. Kann man eigent­lich noch irgend­ei­nen Wort aus dem Vati­kan, irgend­wie Trau­en??? Denn wie es scheint, weis dort die Lin­ke nicht ein­mal mehr was die Rech­te Hand tut und aus­sagt !!! Es ist echt ein Trau­er­spiel was sich seit dem nicht dog­ma­ti­schen 21 öku­me­ni­schen Kon­zil dort alles abspielt. „Vie­le Köche ver­der­ben den Brei“ oder bes­ser gesagt „Vie­le Bischö­fe füh­ren in die Höl­le“.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

  2. Es ist ein­fach unglaub­lich, wel­ches Cha­os in Rom herrscht. Das sind ein­deu­ti­ge Auf­lö­sungs­er­schei­nun­gen! Wer jetzt noch am Kon­zil unter allen Umstän­den fest­hal­ten will, setzt das Zer­stö­rungs­werk fort. Ds Kon­zil und sei­ne Refor­men in der Kurie haben nun end­lich die Kurie in den Zustand einer Ago­nie ver­setzt. Mit „Pastor Bonus“ (erschie­nen im sel­ben Jahr wie die Exkom­mu­ni­ka­ti­on S.E. Mar­cel Lefebrves — im Annus hor­ri­bi­lis 1988) wur­de die Kurie im Inner­sten gelähmt. Und dies war die Absicht des Pap­stes Johan­nes Paul II. Damit soll­te die Kurie auf den stän­di­gen „Dia­log“ gebracht wer­den, Inter­de­pen­den­zen geschaf­fen wer­den, die nur ein Zweck hat­ten, Rom zu schwä­chen und die Kir­che von innen zu zer­stö­ren! Die­se Wahr­heit kann nicht län­ger ver­schwie­gen wer­den. Dann hat die­ser Papst die Papst­wahl­ge­setz­ge­bung dahin­ge­hend ver­ein­facht, daß ein Papst nicht mehr die Zustim­mung wenig­stens 3/4 der „Catho­li­ca“ braucht, ja nicht ein­mal mehr 2/3! Das Prin­zip der Ver­wir­rung trat an die Stel­le des Katho­li­schen (Vin­zenz von Lerins!). Muß denn noch etwas gesche­hen, daß man end­lich auf­wacht! Die Deut­sche Katho­li­sche Kir­che ist im Sta­tus des Schis­mas, DE JURE! Mit CIC c. 750°1 sind die Beschlüs­se der Voll­ver­samm­lung der Deut­schen Epi­sko­pen in Trier jeden­falls NICHT ver­ein­bar. Nach CIC c. 1389 und CIC c. 1367§1 ste­hen auf die­se Delik­te die Exkom­mu­ni­ka­ti­on! In dia­bo­li­sche Manier haben die Deut­schen Epi­sko­pen in Ver­ein mit S.R.E. Wal­ter Kas­per die Frau­en­or­di­na­ti­on beschlos­sen, wohl­wis­send, daß die­ser Papst nur noch das eige­ne Nach­fol­ge­ver­fah­ren regeln wird. SCHISMA IAM EST! Nor­ma­ler­wei­se müß­te die Bischofs­kon­gre­ga­ti­on ein kla­ren Urteils­spruch lei­fern, tut sie aber nicht, weil man nichts mehr ver­ur­tei­len woll­te nach dem Kon­zil (Bei Lefebrve war natür­lich eine Aus­nah­me nötig). 50 Jah­re nach dem Kon­zil steht die Kir­che UNMITTELBAR vor ihrer Selbst­zer­stö­rung! Schon jetzt gibt es Kar­di­nä­le, die die Teil­nah­me ande­rer recht­mä­ßi­ger Kar­di­nä­le am Kon­kla­ve ver­hin­dern wol­len. Die Papst­wahl wäre ungül­tig!

  3. Fast wage ich es nicht zu hof­fen, dass für ein ein paar Wochen das The­ma Rom- Eco­ne in den Ruhe-Modus geschal­tet wird. Nach mensch­li­chem Ermes­sen wird es so sein. Und weil auf den neu zu wäh­len­den Papst wich­ti­ge ande­re Pro­ble­me war­ten, könn­te die Ruhe-Pha­se län­ger dau­ern.
    Wenn nicht wie­der was dazwi­schen kommt…Wenn Klä­rungs­be­darf inner­halb der FSSPX besteht, ich wäre froh, wenn alles intern blie­be und kei­ne Indis­kre­ti­on im Inter­net schwirrt. Ich wage es nicht zu hof­fen…

  4. Fort­set­zung!
    Wie kann man dann davon aus­ge­hen, daß bei der Unver­söhn­lich­keit der bei­den Lager im Kon­kla­ve der neu­ge­wähl­te Papst aner­kannt wird? Ich bin mir dar­über nicht so sicher, daß man so ein­fach von Sei­ten Sco­las und Ran­jiths einen Papst Rava­si aner­ken­nen wird, sobald die­ser sich an die end­gül­ti­ge Zer­stö­rung der Kir­che macht (Rava­si ist Mari­tai­nia­ner und der gei­sti­ge Nach­fol­ger des kata­stro­pha­len Kar­di­nals Car­lo Maria Mar­ti­ni, einer der „Karl­män­ner“, die für die Kir­che so ver­häng­nis­voll waren, Karl Rah­ner, Karol Woj­ty­la, Car­lo Maria Mar­ti­ni, Karl Leh­mann).
    Und umge­kehrt, wie reagie­ren die Neo-Pro­gres­si­sten und die Neo-Moder­ni­sten, wenn Sco­la oder gar Ran­jith Papst wer­den soll­ten? Der tag­täg­li­che Unge­hor­sam wäre dann vor­pro­gra­m­iert, man wür­de es die­sen eben­so schwer machen, wie Papst Bene­dikt XVI. Es ist schon ent­setz­lich zuzu­se­hen zu müs­sen, wie die „Roma vivens“ der „Roma aeter­na“ ins Ange­sicht spuckt.
    So kann und wird es nicht wei­ter gehen, so wird es zuen­de gehen­mit der Kir­che. Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. tut recht alles abzu­war­ten und wei­ter zu wach­sen, um dann im ent­schei­den­den Moment als ein­zi­ger gül­ti­ger Ver­tre­te­rin der „Roma aeter­na“ die „Roma mori­ens “ zu der „Roma vivens“ zu machen. Solan­ge man in Rom sich der­art befeh­det, kann es muß es nur eine Kir­che geben. Ist eigent­lich den Leu­ten aus den „Ecclesia-Dei“-Gemeinschaften und den „Summorum-Pontificum“-Gruppen klar, daß Rava­si, soll­te man ihn zum Past wäh­len, als erstes, wirk­lich als aller­er­stes das Mis­sa­le Roma­num von 1962 abro­giert? Otta­via­ni, Bac­ci, Lefebrve, Gre­go­ri­us Hes­se, Georg May — sie haban alle das­sel­be gesagt, daß das Neue Mis­sa­le die Kir­che so so oder so spal­ten wird. Die­ser zustand tritt ja im Moment schon ein. Oder kann man am neu­en „Got­tes­lob“ auch nur irgend ein Hin­weis auf „for­ma extra­or­di­na­ria“ erken­nen? Wann wachen die oben genann­ten Grup­pen auf? Ich jeden­falls bin mir sicher, daß es bald eine Katho­li­sche Kir­che des Über­lie­fer­ten Rits geben wird, wo aber, weiß ich nicht!

    • Sehr geehr­ter Herr Rhein, eine sehr gelun­ge­ne Ana­ly­se. Wenn schon ein gei­stig über­ra­gen­der Mann wie Ratz­in­ger das Hand­tuch wirft, muss der gor­di­sche Kno­ten wirk­lich unlös­bar sein. Eine Lösung in der Fra­ge der Papst­wahl gibt es nur, wenn die kon­ser­va­ti­ven Kar­di­nä­le wie­der ein­mal um der „Ein­heit“ wil­len kuschen und den „Kom­pro­miss­kan­di­da­ten“ der aggres­siv agie­ren­den Pro­gres­si­sten zäh­ne­knir­schend Schlucken. Die Ent­schei­dung der Auf­he­bung des Ulti­ma­tums zeigt jedoch eines: der Papst hat voll­stän­dig resi­gniert und es wird auch von sei­ner Sei­te kein irgend­wie gear­te­tes Ein­grei­fen in das Kon­kla­ve geben. Die Reka­tho­li­sie­rung der Kir­che oder der Ver­such einer Kon­so­li­die­rung nach den Wir­ren des Kon­zils, ist voll­stän­dig geschei­tert. Hel­fe uns Gott!

  5. Aus einem end­gül­ti­gen Ulti­ma­tum wird plötz­lich eine Ange­le­gen­heit, die auf den näch­sten Papst ver­scho­ben wird. Jetzt wird Erz­bi­schof Mül­ler inner­halb weni­ger Tage zum zwei­ten Mal zurück­ge­pfif­fen. Ich den­ke, wenn das der Vati­kan-Spre­cher sagt, hat das sei­ne Rich­tig­keit. Wir kön­nen auf­at­men und uns ent­span­nend zurück­leh­nen.

    Der Vati­kan hät­te wich­ti­ge­re Din­ge zu tun, als die FSSPX zu läh­men und sie offi­zi­ell ein­zu­glie­dern. Ich den­ke an die unge­hor­sa­men Bischö­fe (Wand­lungs­wor­te, Faschings­mes­sen, so gut wie kei­ne Beich­ten, Pil­le danach,…). Da gibt es die unzäh­li­gen Pfar­rer, die offen oder geheim eine Freun­din haben, die nicht an die Gegen­wart Jesu im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment glau­ben. Ich den­ke auch an die „Erschei­nun­gen“ in Med­jug­or­je, die von den Orts­bi­schö­fen immer abge­lehnt wur­den und wo mehr Gläu­bi­ge und Prie­ster dran­hän­gen als die FSSPX über­haupt hat.

    Auch das Pon­ti­fi­kat Johan­nes Paul II. muss ein­mal kri­tisch ana­ly­siert wer­den: Sei­ne Aus­sa­gen zum Islam und Juden­tum, sei­ne Rich­tung Aller­lö­sung gehen­de Theo­lo­gie, in sei­nen besten Jah­ren ist er bei den Papst­mes­sen mit Rock­mu­sik ein­ma­schiert usw.

    Also da wäre genug Arbeit für die Römer…

  6. Also ich glaubs sofort: Schlag­zei­le auf NTV

    Schwu­len-Netz­werk im Vatikan?Warum der Papst wirk­lich zurück­trat

    Er habe kei­ne Kraft mehr, so hat­te Bene­dikt sei­nen über­ra­schen­den Rück­tritt begrün­det. Spe­ku­liert wird aber, dass es die „Vatileaks“-Informationen waren, die dem Papst das gan­ze Aus­maß von Erpres­sung, Sex- und Macht­gier im Vati­kan vor Augen geführt hät­ten. Nun sol­le ein Nach­fol­ger her, der „stark, jung und hei­lig“ genug sei, um die not­wen­di­gen Schrit­te zu unter­neh­men.

    Denn was den Vati­kan betrifft ist lei­der seit dem VK II alles aber auch wahr­lich alles schlech­te und Böse mög­lich. Möge Gott der Herrn erbar­men mit uns sei­nen Kin­dern haben, und uns von den Wöl­fen befrei­en die in sei­ne Kir­che ein­ge­drun­gen sind.

  7. Nun hat der Papst also gegen­über der Pius­bru­der­schaft noch ein­mal nach­ge­ge­ben. Deren Ant­wort kam ja nicht oder wäre nega­tiv aus­ge­fal­len, er tritt ab und eini­ge hät­ten wohl die papst­lo­se Zeit zum Rei­ne­ma­chen genützt.
    Irgend­wann ein­mal dach­te ich als nai­ver Katho­lik, die Tra­dis sei­en beson­de­res rom­treu, weil sie ja irgend­wie päpst­li­cher als der Papst sind. Letz­te­res scheint ja immer noch zu gel­ten. Das mit dem „rom­treu“, da muß­te ich mei­ne Mei­nung kor­ri­gie­ren. In die­sen Tagen hab nur noch bei Athe­isten so gleich­gül­ti­ge und nega­ti­ve Kom­men­ta­re zu Papst und Rom gele­sen als von den Tra­dis.
    Mir solls egal sein, aber was dann das „Rom, Rom“-Geschrei immer soll. Wäre es nicht ange­brach­ter „Eco­ne, Eco­ne“ zu schrei­ben und sich in eco­nisch-katho­li­sche Kir­che umzu­be­nen­nen. Ah, genau, das macht man ja nicht und zwar aus dem­sel­ben Grund wie die katho­li­schen Athe­isten oder athe­isti­schen Katho­li­ken, die sich so in der Kir­che rum­trei­ben, es auch nicht machen. Weil dann wird klar, was sie sind. Eine Sek­te unter Zig­tau­sen­den.
    Wer hat eigent­lich den Papst am mei­sten im Stich gelas­sen? Die Katho-Athe­isten wohl kaum, weil die glau­ben ohne­hin nix. Die Tra­di-Katho­li­ken, zumin­dest die Piusia­ner, ja, die wohl schon, denn außer eini­gen net­ten Wor­ten, die man wohl selbst nicht ganz ernst nimmt (so von wegen: Gehor­sam und Treue zum Papst, erklärt von den vier Tra­di-Bischö­fen, damit die Exkom­mu­ni­ka­ti­on auf­ge­ho­ben wird. Doch kaum vom Papst gewährt, war von Gehor­sam und Treue nix mehr zu hören und zu sehen). Wer ver­rät mehr, der der sagt, ich bin dem Papst Gehor­sam und der Leh­re der Kir­che oder die, die das nicht sagen?????

  8. Alt­ber­li­nisch wür­de man über jeman­dem wie Kar­di­nal Mül­ler „wat für ne Bla­se“ sagen. Und selbst wenn man die Cau­sa Pius X. bis­her als neu­tra­ler Beob­ach­ter ver­folgt hat, schlägt man sich spä­te­stens nach die­sem pein­lich Miß­griff von Ulti­man­tum allein schon aus Anstand auf die Sei­te von Pius X.

    Die Hand­lungs­wei­se Kar­di­nal Mül­ler und sei­ner Gesin­nungs­ge­nos­sIn­nen ist längst nicht mehr ratio­nal und sach­ori­en­tiert — um es sehr höf­lich zu for­mu­lie­ren.

  9. Auch wenn „Rom“ chao­tisch wirkt, wenn die Kir­che auf den Höhe­punkt der Kri­se zusteu­ert, ich bin den­noch dank­bar, dass es nicht zum erneu­ten Bruch zwi­schen dem Vati­kan und der Pius­bru­der­schaft gekom­men ist.
    Das Dekret bezüg­lich der Exkom­mu­ni­ka­ti­on der Bischö­fe wur­de zurück­ge­nom­men, theo­lo­gi­sche Gesprä­che haben statt­ge­fun­den, auch wenn lei­der die theo­lo­gi­schen Diver­gen­zen nicht ver­öf­fent­licht wer­den. Den­noch sind sie for­mu­liert und doku­men­tiert, sie sind nicht aus­zu­lö­schen und wer­den irgend­wann bekannt wer­den. Die „Tra­di­ti­on ist im Vati­kan zu Wort gekom­men“, dar­an ändert auch das Still­schwei­gen nichts, das ver­ord­net wur­de und noch gilt. Aber nicht auf Dau­er.
    Ein Anfang ist gemacht, ein Bruch ist zunächst ver­mie­den, und wenn die Zeit reif ist, lässt sich dar­auf auf­bau­en. Das hof­fe ich jeden­falls.

  10. Ein­mal eine ganz ern­ste Fra­ge, die mich schon län­ger beschäf­tigt: War­um hat die Pius­bru­der­schaft eigent­lich sol­che Angst vor Rom, daß sie eine Eini­gung wie der Teu­fel das Weih­was­ser mei­det?
    Die For­mel „Rom muß sich bekeh­ren“ ist, abgse­hen vom Hoch­mut, völ­lig unrea­li­stisch, was wie­der­um heißt, ich erhe­be eine For­de­rung, die so hoch gesetzt ist, daß sie erfüllt wer­den kann und wird = ich will gar kei­ne Eini­gung!
    Ange­nom­men: kei­ne neue Mes­se zele­brie­ren müs­sen, Kon­zil kri­ti­sie­ren dür­fen, Per­so­nal­prä­la­tur erhal­ten (kurz­um, was Di Noia geschrie­ben hat), wovor dann Angst haben?
    Hat man Angst, daß bei einer Rück­kehr in die Ein­heit, Rom eine Geheim­waf­fe ein­set­zen, eine noch unbe­kann­te Tech­nik der Gehirn­wä­sche, der die Alt­gläu­bi­gen geheim aus­ge­setzt wer­den und, ohne daß sie es wol­len, fin­den sie sich als Moder­ni­sten wie­der? Das Gewis­sen kann nie­mand bie­gen, auch Rom nicht, nur der Betrof­fe­ne selbst.

    Hat man in der Pius­bru­der­schaft Angst vor dem eige­nen Gewis­sen, davor in Ver­su­chung geführt zu wer­den und nicht wider­ste­hen zu kön­nen (was immer das im Detail auch sein soll­te)? Wenn sich der Weg in kano­ni­scher Ein­heit mit Rom als unmög­lich erwei­sen soll­te (und damit ist nicht das erste Lüft­lein gemeint, denn dann hät­ten in der Kir­chen­ge­schich­te wohl vie­le Orden und Hei­li­ge das Wei­te suchen müs­sen), dann hat die Pius­bru­der­schaft nach wie vor ihre per­fek­te Struk­tur (nur eben im Kleid einer aner­kann­ten Per­so­nal­prä­la­tur. Was soll ihr Rom weg­neh­men? Die Prie­ster? Die Gläu­bi­gen? Die Häu­ser? Das ist ja unmög­lich. Und wie gesagt, wenn es, wie mache sich sicher zu sein schei­nen (ich gehö­re kei­nes­wegs dazu), daß es nicht klappt, dann kann die Pius­bru­der­schaft ja jeder­zeit wider Tschüss sagen.

    Bit­te in den Ant­wor­ten nicht mei­ne Fra­ge schel­ten, son­dern ein­fach nur die „rich­ti­ge“ Ant­wort geben.

    • „…dann kann die Pius­bru­der­schaft ja jeder­zeit wider Tschüss sagen.“ Ja, könn­te sie, da gebe ich Ihnen völ­lig recht. Aber erst ein­mal muss man einen Ver­trag unter­schrei­ben kön­nen, des­sen Klau­seln sau­ber und hieb- und stich­fest sind. So einen Ver­trag hat Rom aber noch nicht vor­ge­legt. Wür­de die Pius­bru­der­schaft etwas unter­schrei­ben, was sie ihrer­seits nicht hal­ten kann oder von dem sie schon weiß, dass Rom es nach Ver­trags­schluss falsch inter­pre­tiert, wür­de sie mit unlau­te­ren Moti­ven „ins Geschäft“ gehen. Das ist das Pro­blem.

    • Neben der von Ahu­ma­da sehr plau­si­blen Begrün­dung gibt es noch ein zwei­tes Pro­blem, das mit der unten­ste­hen­den Erklä­rung zusam­men­hängt.

      Als Per­so­nal­prä­la­tur ist die Bru­der­schaft vor Ort der Auto­ri­tät der Diöze­an­bi­schö­fe unter­stellt. Neh­men wir mal an, es bestün­de eine lehr­mä­ßi­ge Über­ein­stim­mung zw. Pri­bru und den röm. Auto­ri­tä­ten.

      Dann kann ein jewei­li­ger Orts­bi­schof trotz­dem sagen: In mei­ner Diö­ze­se will ich von Ihnen kei­ne Nie­der­las­sung haben.
      Nach gel­ten­dem Kir­chen­recht müss­te die Pri­bru dann ihre Kapelle/Kirche auf­ge­ben, bzw. sie dürf­te in der Diö­ze­se erst gar kei­ne neue Nie­der­las­sung begrün­den, denn die­se Ent­schei­dung liegt beim Orts­or­di­na­ri­us. Die Kon­se­quenz wäre sonst offe­ner Unge­hor­sam und das passt nicht zu ihrem Selbst­ver­ständ­nis. Also wäre man sehr sehr schnell wie­der da, wo man heu­te lei­der immer noch steht.

      Also wird des­halb zu Recht vom Gene­ral­obe­ren eine Unab­hän­gig­keit von den Orts­bi­schö­fen ange­strebt.

    • „War­um hat die Pius­bru­der­schaft eigent­lich sol­che Angst vor Rom, daß sie eine Eini­gung wie der Teu­fel das Weih­was­ser mei­det?“ Ich den­ke, für die Pius­bru­der­schaft ist der jet­zi­ge „Zwit­ter­zu­stand“ sehr attrak­tiv: Er erlaubt ihr, einer­seits vom Nim­bus Roms — in ihrer Dik­ti­on: des ewi­gen Roms — zu pro­fi­tie­ren, sich ande­rer­seits auf Kosten der „Kon­zils­kir­che“, also des jet­zi­gen Roms, zu pro­fi­lie­ren. Ihre Mit­glie­der und Anhän­ger kann sie so mit einer „Son­der­prä­mie“ locken: dem Bewusst­sein einer beson­de­ren Erwählt­heit, die über das eige­ne See­len­heil weit hin­aus­geht — denn man hat sich ja nichts weni­ger als die Ret­tung der Kir­che auf die Fah­nen geschrie­ben. Bei einer Ein­glie­de­rung wür­de die­ses Sen­dungs­be­wusst­sein ver­damp­fen, aller­dings auch, wenn die Bru­der­schaft das Schis­ma oder den Sedis­va­kan­tis­mus wäh­len wür­de.

    • @Love statt Molo­tow sagt
      War­um soll­te die FSSPX Angst haben? Wir haben kei­ne Angst vor Rom, aber wir haben Angst davor, dass die letz­ten Reste der Tra­di­ti­on durch römi­sche Auto­ri­tä­ten bewußt zer­stört wer­den. Ich fra­ge umge­kehrt: Wer hat in Rom ehr­li­ches Inter­es­se, die Pius­bru­der­schaft ein­zu­glie­dern und sie zu unter­stüt­zen? Die Erfah­run­gen mit der Petrus­bru­der­schaft zei­gen in eine ganz ande­re Rich­tung. Die­se haben bis heu­te kei­ne eige­nen Bischö­fe und wer­den nur in ein­zel­nen Diö­ze­sen gedul­det.

      In Bezug auf „Rom muss sich bekeh­ren“ kann ich ihnen sagen, dass sie da zwi­schen per­sön­li­cher und sach­li­cher Ebe­ne unter­schei­den müs­sen und dass es mit Hoch­mut nichts zu tun hat. Das offi­zi­el­le Rom muss sich bekeh­ren, d.h. alle offi­zi­el­len Ent­schei­dun­gen, die einen Bruch mit der Ver­gan­gen­heit dar­stel­len, müs­sen revi­diert wer­den. Es hat auf jeden Fall nicht damit zu tun, dass die ein­zel­nen Wür­den­trä­ger per­sön­lich vor uns zu Stau­be krie­chen und vor uns Abbit­te lei­sten müs­sen.

      Wie stel­len sie sich das vor, dass die Pius­bru­der­schaft wei­ter­hin ihre „per­fek­te Struk­tur“ hät­te? Die ein­zel­nen Kapel­len wären den Orts­bi­schö­fen aus­ge­lie­fert, eige­ne Bischö­fe für die Fir­mun­gen gäbe es nicht mehr bzw. viel­leicht nur noch einen. Die finan­zi­el­le Sei­te steht sowie­so auf einem ande­ren Blatt Papier. Wer kann über das Eigen­tum ver­fü­gen, wer hat die Letzt­ent­schei­dung?

      Ich glau­be, jeder von uns Gläu­bi­gen der FSSPX ersehnt den Tag her­bei, dass die Kir­chen­kri­se zu Ende geht und wir wie­der nor­mal in unse­re Hei­mat­pfar­re zur Mes­se gehen kön­nen. Ich füh­le mich abso­lut nicht wohl dabei, jeden Sonn­tag weit zu fah­ren und von ande­ren noch belä­chelt zu wer­den. Die Pius­bru­der­schaft hat es immer als Not­si­tua­ti­on gese­hen und solan­ge Rom kei­ne wesent­li­chen Zei­chen einer Umkehr setzt, hat es kei­nen Sinn, wei­ter mit Rom zu ver­han­deln.

    • Wenn man, wie es Ber­to­ne, Lom­bar­di, Poz­zo und DiNoia, Leva­da und Mül­ler getan haben, die Feu­er­wehr­män­ner mit einer unanehm­be­ren For­de­rung, das Feu­er mit Ben­zin zu löschen (das Ben­zin ist die unein­ge­schränk­te Annah­me des II. Vai­ka­nums und des nach­kon­zi­lia­ren Lehr­am­tes) kon­fron­tiert und die nie­der­bren­nen­de Hit­ze eigent­lich als ange­neh­me Wär­me emp­fin­det, dann kann die FSSPX nicht das „Versöhnungs“-Angebot anneh­men, ohne ihren, von Rom aner­kann­ten Sta­tu­ten untreu zu wer­den. Das Kon­zil und die kon­zi­liä­re wie nach­kon­zi­liä­re Her­me­neu­tik ist der Bruch, der sich schlech­ter­dings mit dem Namen Pius X. ver­tra­gen kann.
      Die „Geheim­waf­fen“ von denen Sie spre­chen, sind das Geld, wie auch die staat­li­chen Ver­bin­dun­gen wie Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len und Kin­der­gär­ten.
      Wer einen Bür­ger­krieg beob­ach­tet, muß auf­pas­sen nicht Bür­ger­kriegs­par­tei zu wer­den. S.E. Ber­nard Tis­sier de Mal­lerais spricht vom „guer­re de Rôme“. Wer in der letz­ten Zeit (nicht erst seit Nuz­zis Buch) die Zustän­de in Rom gese­hen (und erlebt) hat, kann nur noch die­ses Wort gebrau­chen. Mül­ler steht gegen Ber­to­ne, Grau­lich gegen Pia­cen­za, etc. Die Wort­wahl ist bel­li­ci­ös.
      Die Bür­ger­kriegs­par­tei­en sind die „Moder­ni­sten“ und die „Pro­gres­si­sten“, der Kampf wird mit aller Bru­ta­li­tät geführt, die Bei­spie­le (Sex-and-Crime-Talk) sind Legi­on, im Vati­kan bekämp­fen die­se sich bis fast aufs Blut, es herrscht ein regel­rech­ter Hass zwi­schen Kar­di­nä­len, Bischö­fen, Prie­stern, Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren, Ordens­leu­ten, auch inner­halb der Orden. Die­ser Krieg kann nur von außen been­det wer­den (Sie­he Bos­ni­en-Krieg!). Da soll­ten sich die „Tra­di­tio­na­li­sten“ end­lich eini­gen und sich von vie­len lieb­ge­wor­de­nen Pri­vi­le­gi­en (Petrus­bru­der­schaft, Summorum-Pon­ti­fi­cum-Gemein­schaf­ten etc.) ver­ab­schie­den und mit FSSPX eine schlag­kräf­ti­ge Trup­pe bil­den. Eine wirk­sa­me Dro­hung wäre wirk­lich die Grün­dung der Katho­li­schen Kir­che der Tra­di­ti­on. Dann ver­lö­re die Kon­zils­kir­che ca 25% der akti­ven Katho­li­ken und deren 100% iges Enga­ge­ment!

  11. Im Glau­ben einen Ver­trag?
    Daß i mi net über­schlag!

    Mit der Ver­trot­te­lung eines gro­ßen Teils der Prie­ster­schaft ist dem Teu­fel ab 1965 ein Mei­ster­stück gelun­gen. Die Minen waren aber schon vor­kon­zi­li­ar gelegt. Nicht nur die Ver­wahr­lo­sung der Lit­ur­gie, son­dern vor allem die dar­aus resul­tie­ren­de abso­lu­ti­sti­sche Reak­ti­on von EB Lef­eb­v­re sind ganz im Sin­ne des Satan.

    Da hilft vor allem Fasten und Beten.

    Die Pius­bru­der­schaft soll ein­mal das Gehirn zusam­men neh­men.
    Wo ist das Lehr­amt? Nicht in Eco­ne!
    Wer ist Petrus?
    Reform gibt es nur in der Kir­che, Revo­lu­ti­on ist all­ge­gen­wär­tig.
    In der Kir­che kann die Bru­der­schaft wir­ken

    • Ich ver­ste­he ihr Kom­men­tar nicht. Auf der einen Sei­te spre­chen sie von einer „Ver­trot­te­lung eines gro­ßen Teils der Prie­ster­schaft“, auf der ande­ren Sei­te schimp­fen sie über Erz­bi­schof Lef­eb­v­re. Ist es eine Art Kada­ver­ge­hor­sam, wenn sie mei­nen, dass in Rom das Lehr­amt auto­ma­tisch in Ord­nung ist?

      Lef­eb­v­re hat zum Glau­ben nichts Neu­es hin­zu­ge­fügt, er woll­te nur alles bewah­ren. Das wäre die Auf­ga­be des Pap­stes, auf die ewi­gen Wahr­hei­ten hin­zu­wei­sen und nicht dem Zeit­geist hin­ter­her­zu­lau­fen.

  12. @Fortunatus
    Es gibt einen BRUCH, nur ist der ganz offi­zi­ell auf dem II. Vati­ka­num gesche­hen, einem nicht dog­ma­ti­schen Pasto­ral­kon­zil. Die­ser BRUCH besteht zwi­schen dem Lehr­amt aller Päp­ste bis 1962, der Tra­di­ti­on, und den Päp­sten seit Paul VI. Natür­lich nur teil­wei­se, aber er besteht. Und wenn Katho­li­ken das bewusst wird, dann haben sie sich aus Treue zum Papst­tum für die Tra­di­ti­on der Kir­che zu ent­schei­den. Das ist LIEBE ZUR RÖMISCH.KATH. KIRCHE. Es ist ein Irr­tum zu glau­ben, dass ein Papst sich über die Tra­di­ti­on hin­weg­set­zen kann. Und wenn das geschieht, dann darf man ihm wider­spre­chen. Mit Hass hat das über­haupt nichts zu tun.
    Es ist eine gro­be Ver­mi­schung der Sach­ebe­ne und der per­sön­li­chen Ebe­ne, so etwas zu behaup­ten.
    Wenn infol­ge des Papst­rück­tritts theo­lo­gi­sche Beden­ken oder Befürch­tun­gen geäu­ßert wer­den, dann heißt das nicht, dass man dem Papst per­sön­lich irgend etwas Böses wünscht. Wenn man Zwei­fel äußert an sei­ner Chri­sto­lo­gie, wie er sie in sei­nem wich­ti­gen Buch „Ein­füh­rung in das Chri­sten­tum“ ver­tritt, heißt das nicht, dass man an sei­ner per­sön­li­chen Fröm­mig­keit zwei­felt.
    Ich weiß, es ist nicht zu ändern: Die per­sön­li­che und die Sach­ebe­ne kön­nen von vie­len soge­nann­ten papst­treu­en Katho­li­ken nicht mehr aus­ein­an­der­ge­hal­ten wer­den. Und tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Katho­li­ken wer­den immer wie­der auf der per­sön­li­chen Ebe­ne ange­grif­fen.

  13. das wie­viel­te Ulti­ma­tum war das jetzt? Viel­leicht weiß es Bischof Tis­sier der Treue Chro­nist der Bru­der­schaft.
    Die­se letz­ten Ereig­nis­se bestä­ti­gen voll und ganz die Hal­tung der Bru­der­schaft kei­nen Mil­li­me­ter ihre Posi­ti­on zu ver­än­dern. Also wei­ter­ma­chen und auf das näch­ste Ulti­ma­tum war­ten das völ­lig bedeu­tungs­los sein wird wie alle ande­ren seit 1976 den solan­ge die Bru­der­schaft klar bei den Prin­zi­pi­en bleibt die sie seit 1975 ein­nimmt kann nichts pas­sie­ren und jede römi­sche Maß­nah­me ist ohne Bedeu­tung.

  14. Mit tie­fer Betrof­fen­heit lese ich in ihrem One­li­ne Por­tal die ver­schie­de­nen Arti­kel ‚die unglaub­li­che Mut­ma­ßun­gen über den Rück­tritt unse­res Hei­li­gen Vaters beinhalten.Ich zoll­le unse­rem Papst ‚der mich durch sei­ne Schrif­ten und Pre­dig­ten dem Her­zen Jesu so viel näher gebracht hat,Respekt ‚Ver­trau­en ‚Lie­be und Dankbarkeit.Ich bin sicher,daß sein Rück­tritt gott­ge­wollt ist,weil Papst Bene­dikt ihn vor sei­nem Gewis­sen geprüft hat und aus der Lie­be her­aus gehan­delt hat Gott wird sei­ne Kir­che sicher durch die Zei­ten leiten,auch wenn sein Volk sich stö­risch wie sei­ner­zeit unse­re älte­ren Brüderverhält,als Gott sie ins gelob­te Land führ­te.

    • Zu spe­ku­lie­ren, was gott­ge­wollt ist, ist gefähr­lich. Dann wäre auch der „Nicht­rück­tritt“ von Johan­nes Paul II. gott­ge­wollt gewe­sen oder auch das Ver­trau­en, das Paul VI. in den Frei­mau­rer Bugni­ni setz­te, als er die Neue Mes­se kre­ieren ließ.

      Ist da nicht ein biß­chen Per­so­nen­kult mit dabei?

      Viel­leicht erhofft der Hl. Vater, dass sein Nach­fol­ger mehr aus­rich­tet und mehr Kraft ins Amt mit­nimmt. An und für sich kom­men mit dem Amt auch die Stan­des­gna­den. Aber da muss schon der Wil­le da sein, dem Herrn in allen Din­gen fol­gen zu wol­len.

      • Es zeugt von hohem Ver­ant­wor­tungs­be­wußt­sein von BXVI, daß er das Ulti­ma­tum auf­hebt in der Hoff­nung, daß die Pius­brü­der doch noch ein­len­ken. Wer die Abschieds­re­den im John­nes­evan­gel­im liest, weiß, wie sehr dem Herrn die Ein­heit aller am Her­zen liegt, und es zeugt von der inne­ren Kraft des Pap­stes, daß er sich gegen den gesam­ten ideo­lo­gi­schen Schwulst, der ihm ins Gesicht bläst, durch­setzt. Es geht eben um die Ein­heit in der Wahr­heit und nicht um Ideo­lo­gie!

        Was sind Tra­dis? Bekannt­lich müs­sen wir zwi­schen Tra­di­ti­on und Tra­di­tio­na­lis­mus, also der ideo­lo­gi­schen Aus­ga­be der Tra­di­ti­on, unter­schei­den. Die Anhän­ger der Tra­di­ti­on sind — im Gegen­satz zu den Tra­di­tio­na­li­sten — gemein­hin Kon­ser­va­ti­ve, die die Ent­wick­lung immer im Span­nungs­feld von Trad­ti­on und Inno­va­ton sehen, nach dem Wort Pau­li: „Prü­fet alles, das Gute behal­tet“. Den Pro­gres­si­sten — im Gegen­satz zu den Pro­gres­si­ven — genau­so, wie den Tra­di­tio­na­li­sten steht die Ideo­lo­gie immer über der Wirk­lich­keit, und die­se Leu­te sind es, die sich dem Papst am erbit­tert­sten wider­set­zen.

    • Es tut mir wirk­lich leid, Frau Dr. Peter­sohn, aber, was auf die­sem Por­tal an „Mut­ma­ßun­gen“ geäu­ßert wer­den, sind mehr als erhärt­bar. Hier wird mit Sub­stanz dis­ku­tiert, die sonst ent­we­der aus Haß (kreuz.net) oder aus Gleich­gül­tig­keit (kath.net) ver­lo­ren gegan­gen ist. Wer hier sich betei­ligt, so besteht ein nicht aus­ge­spro­che­ner Kon­senz, weiß, wor­über er spricht und ist im Besitz ent­spre­chen­der Infor­ma­tio­nen. Die jour­na­li­sti­sche Arbeit von Guisep­pe Nar­di ist ein­zig­ar­tig in der welt­wei­ten Bericht­erstat­tung über die Katho­li­sche Kir­che.
      Wir ver­su­chen der Tra­di­ti­on mit Wür­de zu begeg­nen, und sind uns dar­über einig, daß Fun­da­men­ta­lis­mus und Trad­ti­ons­treue soweit dia­me­tral aus­ein­an­der ste­hen wie Moder­nis­mus und Pro­gres­sis­mus. Die Tra­di­ti­ons­treue aber zwingt zur Wahr­heit, zur Ver­läß­lich­keit und zur Treue. Hier wird also kein falsch Zeug­nis gege­ben CIC c. 220 steht hier nicht zur Dis­po­si­ti­on. Auch Prä­la­ten, auch Kard­nä­le soll­ten sich an die­se Vor­ga­ben hal­ten. Kri­tik geschieht immer aus „eif­ri­ger Lie­be zur Sache“ (Mar­cel Reich-Ranicki), wir lie­ben die Kir­che und wol­len der Öffent­lich­keit die Situa­ti­on in der Katho­li­schen Kir­che nicht schön­re­den oder abso­lut schwarz­ma­len, son­dern eini­ge — wenn auch bekla­gens­wer­tes — objek­ti­ve Aus­sa­gen zumu­ten, die lei­der die kata­stro­pha­le Situa­ti­on der Römi­schen Kir­che abbil­den. Und dazu gehört auch emo­tio­na­le Ehr­lich­keit. Und dazu gehört auch, daß Papst Bene­dikt XVI. es nicht geschafft hat, über sei­nen pro­gres­si­sti­schen Schat­ten zu sprin­gen und damit sein Papst­amt zu krö­nen, die Katho­li­sche Kir­che zur tat­säch­li­chen „Mater et Magi­stra Populo­rum“ zu machen und das Bil­dungs- und Glau­bes­werk des hei­li­gen Papst Pius X. in die Tat umzu­set­zen. Die Kir­che ken­nen­zu­ler­nen heißt die Wahr­heit zu ken­nen, denn „extra eccle­si­am nul­la est salus“.
      Gott sprach sicher zu Papst Bene­dikt, aber viel­mehr spricht ER durch den Rück­tritt und mahnt uns zur Treue zu IHM, zur Drei­fal­tig­keit, Jesus Chri­stus und zur Imma­cu­la­tam Bea­tam Mari­am Vir­gi­nem und zur Una Sanc­ta!

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