Fortsetzung des Dialogs „großer Wunsch“ Benedikts XVI. – Zwei Auswege aus dem Stillstand?

Dominikaner-und-Theologe-Kurienerzbischof-Augustine-Di-Noia-der-neue-Vize-Präsident-von-Ecclesia-Dei-mit-Papst-Benedikt-XVI.(Rom) Am Abend des 19. Janu­ar ver­öf­fent­lich­te Vati­can Insi­der den nach­fol­gen­den Arti­kel des Vati­ka­ni­sten Andrea Tor­ni­el­li. Dar­in berich­tet er über den vor weni­gen Tagen bekannt gewor­de­nen Brief von Kuri­en­erz­bi­schof Augu­sti­ne Di Noia an den Gene­ral­obe­ren der Pius­bru­der­schaft Bischof Ber­nard Fel­lay. Tor­ni­el­lis Arti­kel wird hier in Über­set­zung wie­der­ge­ge­ben.

Lefebvrianer: Eine ausgestreckte Hand von acht Seiten

von Andrea Tor­ni­el­li

Neu­er Schritt des Hei­li­gen Stuhls in Rich­tung Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X.: Der Vize­prä­si­dent von Eccle­sia Dei Augu­sti­ne Di Noia, des­sen Hän­den Bene­dikt XVI. seit eini­gen Mona­ten das hei­ße lef­eb­vria­ni­sche Dos­sier anver­traut hat, hat Bischof Ber­nard Fel­lay geschrie­ben. Und über die­sen wand­te er sich an alle Prie­ster der Bru­der­schaft, indem er einen Weg auf­zeigt, um die Fäden der im ver­gan­ge­nen Juni unter­bro­che­nen Gesprä­che wie­der zu knüp­fen.

Bekannt­lich hat­te die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on im Juni 2012, nach Jah­ren der Glau­bens­ge­sprä­che, dem lef­eb­vria­ni­schen Gene­ral­obe­ren eine von Ratz­in­ger appro­bier­te Dok­tri­nel­le Prä­am­bel über­ge­ben, deren Unter­zeich­nung Vor­aus­set­zung für eine Eini­gung und eine kano­ni­sche Aner­ken­nung war, die die Bru­der­schaft wie­der in die vol­le Gemein­schaft mit Rom zurück­ge­führt hät­te. Der Hei­li­ge Stuhl erwar­te­te sich inner­halb eini­ger Wochen eine Ant­wort. Doch eine Ant­wort ist nie gekom­men. Die Lef­eb­vria­ner haben den Vor­schlag des Vati­kans geprüft. Es gab inter­ne Span­nun­gen, wegen bereits zuvor bestehen­der Grün­de, die zum Aus­schluß von Richard Wil­liam­son führ­ten, einem der vier von Msgr. Lef­eb­v­re 1988 geweih­ten Bischö­fe, der wegen sei­ner Leug­nung der Gas­kam­mern trau­ri­ge Berühmt­heit erlang­te. Der ein­ge­schla­ge­ne Weg schien jedoch unter­bro­chen und die Erklä­run­gen auf bei­den Sei­ten klan­gen nicht beson­ders ver­söhn­lich. Der neue Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re, Ger­hard Lud­wig Mül­ler, kri­ti­sier­te scharf die lef­eb­vria­ni­schen Posi­tio­nen, wäh­rend noch die umstrit­te­nen Erklä­run­gen Fel­lays über die „Fein­de der Kir­che“, die sich einer Eini­gung mit Rom wider­setzt hät­ten, und unter die der lef­eb­vria­ni­sche Bischof auch die „Juden“ reih­te, für Dis­kus­sio­nen sor­gen.

Der Schritt Di Noi­as stellt eine Neu­ig­keit dar. Der ame­ri­ka­ni­sche Erz­bi­schof, ein Domi­ni­ka­ner, ist ein theo­lo­gisch gut vor­be­rei­te­ter und rea­li­sti­scher Theo­lo­ge. Mit dem vor Weih­nach­ten Fel­lay über­mit­tel­ten Brief mit der Erlaub­nis, ihn allen Prie­stern der Bru­der­schaft wei­ter­zu­lei­ten, schlägt Di Noia einen Weg vor, um den Dia­log wie­der auf­zu­neh­men und einen letz­ten Ver­such zu unter­neh­men ange­sichts des Still­stan­des und von Schwie­rig­kei­ten, die objek­tiv schwie­rig zu über­win­den schei­nen.

Laut dem gewich­ti­gen fran­zö­si­schen Vati­ka­ni­sten Jean Marie Guenois, habe Papst Bene­dikt XVI. selbst das Schrei­ben ange­regt, Kor­rek­tur­ge­le­sen und geneh­migt. Im Schrei­ben, so Guenois, ist die Rede vom gro­ßen Wunsch, die bestehen­den „Span­nun­gen zu über­win­den“. Im acht Sei­ten lan­gen Schrei­ben wer­den drei zen­tra­le Punk­te berührt: der aktu­el­le Stand der Bezie­hun­gen, der Geist die­ser Bezie­hun­gen und die Metho­de, um den unter­bro­che­nen Dia­log wie­der auf­zu­neh­men. In Bezug auf die Inter­pre­ta­ti­on des Öku­me­ni­schen Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils, einem der umstrit­ten­sten Punk­te der Gesprä­che, ist Di Noia der Ansicht, daß die Bezie­hun­gen noch „offen“ und „voll Hoff­nung“ sind, trotz bestimm­ter jüng­ster Erklä­run­gen von lef­eb­vria­ni­scher Sei­te. Der Vize­prä­si­dent von Eccle­sia Dei bekräf­tig­te viel­leicht zum ersten Mal auf so hoher Ebe­ne, daß es in den Bezie­hun­gen mit der Pius­bru­der­schaft eine grund­sätz­li­che Schwie­rig­keit und kei­ne Fort­schrit­te in der Fra­ge der Inter­pre­ta­ti­on des Kon­zils gibt.

Im zwei­ten Teil des Schrei­bens wird die Wich­tig­keit der Ein­heit der Kir­che betont und daher die Not­wen­dig­keit, „Hoch­mut, Zorn, Unge­duld“ zu ver­mei­den. Die „Unei­nig­keit zu grund­le­gen­den Punk­ten“ darf es nicht aus­schlie­ßen, die umstrit­te­nen Fra­gen mit einem „offe­nen Geist“ zu debat­tie­ren.

Im drit­ten Teil des Brie­fes schließ­lich schlägt er zwei Aus­we­ge vor, um aus dem der­zei­ti­gen Still­stand her­aus­zu­kom­men. Der erste ist die Aner­ken­nung des Cha­ris­mas von Msgr. Lef­eb­v­re und des von ihm gegrün­de­ten Werks, das der „Prie­ster­aus­bil­dung“ und weder das einer „kon­tra­pro­duk­ti­ven Rhe­to­rik“ noch jenes „die Theo­lo­gie zu rich­ten und zurecht­zu­wei­sen“  oder „die ande­ren in der Kir­che öffent­lich zurecht­zu­wei­sen“.

Der zwei­te Aus­weg, ent­hal­ten im 1990 im Zusam­men­hang mit abwei­chen­den Posi­tio­nen pro­gres­si­ver Theo­lo­gen ver­öf­fent­lich­ten Doku­ment Donum Veri­ta­tis, besteht dar­in, in der katho­li­schen Kir­che theo­lo­gi­sche „Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten“ für legi­tim zu erach­ten, aller­dings unter der Bedin­gung, daß die Ein­wän­de inner­halb der Kir­che und nicht unter Zuhil­fe­nah­me der Mas­sen­me­di­en als Druck­mit­tel vor­ge­bracht wer­den, und sie vor­ge­bracht wer­den, um „das Lehr­amt anzu­re­gen“ sei­ne Lehr­aus­sa­gen zu ver­tie­fen. Sie dür­fen des­halb nie die Form eines „Par­al­lel­lehr­am­tes“ anneh­men.

In Rom erwar­tet man nun eine Ant­wort in der Hoff­nung, daß sie dies­mal posi­tiv aus­fal­len wird.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: ordopraedicatorum.org

64 Kommentare

  1. Nach glo­ria tv — Glo­ria glo­bal hat Erz­bi­schof di Noia an alle Prie­ster der FSSPX geschrie­ben, dem­nach hat das Gene­ra­lat die­sen Brief nur wei­ter­ge­lei­tet. Betä­tigt er sich womög­lich als Spal­ter? Aber ich will es nicht behaup­ten, mir ist das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­cha­os jetzt ohne­hin viel zu groß.

    • Der eng­li­sche Ori­gi­nal­text (die Bru­der­schaft hat eine fran­zö­si­sche Über­set­zung des von Di Noa auf Eng­lisch redi­gier­ten Schrei­bens bekom­men) des Schrei­bens ist jetzt in vol­ler Län­ge bei Rora­te Cae­li zu fin­den:

      http://rorate-caeli.blogspot.com/2013/01/di-noias-letter-full-text-in-french.html

      Da kann sich ja jetzt jeder selbst sein Bild machen. Es ist wie­der das übli­che, halb­ga­re, beschwich­ti­gen­de Zeug mit dem erho­be­nen Zei­ge­fin­ger Rich­tung Bru­der­schaft. Haupt­sa­che Rom kann sei­ne Hän­de „in Unschuld“ waschen. Es geht offen­sicht­lich dar­um, den Gesichts­ver­lust nach­träg­lich abzu­mil­dern. Aber damit machen sie ja alles schlim­mer…

  2. An der FSSPX wird man als ein­fa­cher Katho­lik doch noch irre !
    Was soll der Hei­li­ge Stuhl noch unter­neh­men um die­sem Orden in Rich­tung
    Ein­heit ent­ge­gen zu kom­men ?
    Die Kenn­zei­chen eines wah­ren Katho­li­ken sind papst­treu, maria­nisch und
    eucha­ri­stisch. Wo auch nur eines die­ser Kenn­zei­chen wankt, ist äußer­ste
    Vor­sicht gebo­ten.
    Der Hl. Vater hat die über­lie­fer­te Mes­se wie­der für alle Prie­ster ermög­licht,
    die nach den unrecht­mä­ssi­gen Bischofs­wei­hen ver­häng­te Exkom­mu­ni­ka­ti­on
    zurück­ge­nom­men und ist die­sem Orden vie­le wei­te­re Male ent­ge­gen gekom­men.
    Kein Papst seit dem Kon­zil hat sich so für die Ein­heit der Kir­che ein­ge­setzt
    wie Bene­dikt XVI.

    • Als ein­fa­cher Katho­lik, gehe ich nicht an der hoch­löb­li­chen Prie­ster­bru­der­schaft St. PIUS X IRRE, son­dern an der „Kon­zils­kir­che“. Denn die­se scheint nur mehr einen Feind zu haben, die HEILIGE TRADITION der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apost­li­schen Kir­che Got­tes unse­res Herrn. Der beste Beweis ist neben der Ein­füh­rung der „NEUEN MESSE“ doch auc hdie Tatw­sa­che das aus einen 2 stün­di­gen Vor­trag sei­ner Exzel­lenz Bischof Fel­lay nur ein ein­zi­ger „wah­rer Satz“, der aber nicht der Welt gefällt, sofort so zit­tiert wird das die FSSPX als Semi­tisch ver­un­glimpft wer­den kann. Die­sel­be „Neu­kir­che“ aber gegen Häre­ti­sches- Schis­ma­ti­sches- Apo­sta­ti­sches, schwe­ren lit­ur­gi­schen Miss­brauch, usw. sich auf Blind, Taub und Stumm stellt. Denn wie es scheint kann der Hei­li­ge Vater ver­kün­den und schrie­ben wie er will, die eini­zi­gen die die­sen im Sin­ne Got­tes unse­res Herrn, sei­nen Hei­li­gen Wil­len, der Glau­bens­leh­re und der Hei­li­gen Tra­di­ti­on fol­gen, ist nun ein­mal ein­mal NUR die FSSPX.

      Got­tes Segen.

    • Hier sind Begrif­fe durch­ein­an­der gekom­men. „Ent­ge­gen­kom­men“ gibt es katho­lisch nicht, wenn es Glau­bens­in­hal­te betrifft. Der Papst hat kei­ne Mög­lich­keit zu ent­schei­den, wer zur Kir­che gehört und wer nicht. Er kann es ledig­lich fest­stel­len. Ent­we­der die Pius­bru­der­schaft ist voll und ganz katho­lisch, dann muss der Papst sie (ohne wenn und aber) „aner­ken­nen“, oder sie ist es nicht, dann darf der Papst ihr gar nicht „ent­ge­gen­kom­men“. Die FSSPX lehrt erwie­se­ner­ma­ßen alles was katho­lisch ist, und nichts, was nicht katho­lisch ist. Also hät­te der Papst sie ein­fach nur anzu­er­ken­nen. Punkt. „Ent­ge­gen­kom­men“ bedeu­tet ja, dass auf der ent­ge­gen­ge­setz­ten Sei­te auch etwas ist, was „kom­men“ kann, sich bewe­gen wür­de. Der wah­re katho­li­sche Glau­be bewegt sich aber nicht von sich selbst weg auf etwas ande­res hin­zu, weil er es nicht kann und nicht muss. Das „Ent­ge­gen­kom­men“ wächst logisch aus der per­sön­li­chen Theo­lo­gie Joseph Ratz­in­gers, aber es ist nicht katho­lisch.

  3. Genau das feh­len­de Ver­trau­en scheint das Haupt­pro­blem zu sein.
    Man unter­stellt dem Hl. Vater nicht ver­trau­ens­wür­dig zu sein, Spal­tun­gen
    zu beab­sich­ti­gen, Fal­len auf­zu­stel­len usw.
    Wel­che Ver­leum­dun­gen muss die­ser hei­lig­mä­ße Papst noch ertra­gen ?

    • 1 — Man muss dem Hei­li­gen Vater kei­ne Spaltungs„absichten“ unter­stel­len, um nicht gut zu fin­den, was er macht. Er kann eine gute Inten­ti­on haben wol­len, aber doch zu schwach sein, sie umzu­set­zen. Für mich ist ist lei­der, dass der Hei­li­ge Vater „den Kuchen gleich­zei­tig essen und auf­be­wah­ren“ will, wie die Eng­län­der sagen. Er will den ein­zig wah­ren Glau­ben nicht für die Kir­che „ret­ten“, aber gleich­zei­tig nie­man­den, der sich die­sem wah­ren Glau­ben ver­wei­gert, mit der Wahr­heit kon­fron­tie­ren. Das führt dazu, dass sich der katho­li­sche Glau­be (bit­te!) „demü­tig“ in die Rol­le einer wei­te­ren Selbst­täu­schung fügen soll. Dafür brau­chen wir aber kei­nen Papst. Die­se neu­mo­di­sche Har­mo­ni­sie­rungs­sucht der letz­ten Päp­ste ist nicht im Sin­ne des Erfin­ders! Der Papst hat den Glau­ben rein zu erhal­ten und ihm nichts (aber auch GAR NICHTS!) eige­nes hin­zu­zu­fü­gen und er darf auch nicht zulas­sen, dass jemand anders dem Glau­ben etwas hin­zu­fügt.

    • 2 — Auch ein Kind, dass sei­nen Vater über alles liebt, wird irgend­wann end­gül­tig ent­täuscht und ver­letzt sein, wenn es immer und immer wie­der erfährt, dass der Vater nicht hin­ter dem steht, was er vor­gibt zu wol­len und bei jeder Gele­gen­heit das ver­spro­che­ne Wort zu sei­nen Gun­sten umdeu­tet und ver­dreht. Die bit­te­re Rea­li­tät ist eben, dass man sich auf den Vater eben auch dann nicht ver­las­sen kann, wenn man ihm ver­traut. Mit man­geln­dem Ver­trau­en- „Wol­len“ hat das nichts zu tun. Das mit dem „hei­lig­mä­ßig“ soll man auch bes­ser spä­te­ren Zei­ten über­las­sen. Es ist katho­li­sche Leh­re, den Tag nicht vor dem Abend zu loben, bzw. den Hei­li­gen nicht vor des­sen Tod zu küren. Wer meint von einer bestimm­ten Per­son wis­sen zu kön­nen, dass sie auf jeden Fall in den Him­mel kommt, bewegt sich schon außer­halb des katho­li­schen Glau­bens.

  4. Wol­len wir in Treue zum Herrn beim Wie­der­auf­bau der Kir­che hel­fen, dann kann das nur durch die gute Kräf­te gesche­hen. Die ande­ren wer­den fal­len, frü­her oder spä­ter. Also, bit­te, noch ein­mal: War­um so pes­si­mi­stisch? Man den­ke an das Jahr 1978 z.B., wie da die Posi­ti­on der Tra­di­ti­on in der Kir­che war. Fak­tisch nicht mehr exi­stent. Eini­ge weni­ge alte Prie­ster, die man gnä­di­ger­wei­se an Sei­ten­al­tä­re Stil­le Mes­sen ohne Volk zele­brie­ren ließ. Anson­sten das gro­ße „Rei­ne­ma­chen“ in den Kir­chen. Wer es erlebt hat, wie die Altä­re und Bei­stüh­le zer­schla­gen wur­den und mit wel­cher Freu­de, weiß, was ich mei­ne. Das ist aber schon Ver­gan­gen­heit, heu­te geht es in der Kir­che schon in eine ande­re Rich­tung. Was hat allein die­ses Pon­ti­fi­kat in nur 7 Jah­ren bewirkt. Unvor­stell­ba­res, denkt man an 1979. Da ist anzu­set­zen, da gilt es mit­zu­hel­fen durch Gebet und…

  5. Jan: Der FSSPX fehlt es nicht an Ver­trau­en in Sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI, son­dern an Ver­trau­en in den moder­ni­stisch-welt­lich ori­en­tier­ten VATIKANAPPARAT, und Sei­ne Hei­lig­keit Papst Ben­dikt XVI. der die­sen Appa­rat wie kein ande­rer kennt, hat uns alle nicht umsonst in sei­ner ersten Pre­digt gebe­ten:
    „Betet für mich, daß ich nicht furcht­sam vor den Wöl­fen flie­he“.
    War­um glau­ben sie hat Sei­ne Hei­lig­keit das vor­jäh­ri­ge Schrei­ben der FSSPX mit Lob ent­ge­gen­ge­nom­men, und nur weni­ge Tage nach­dem die Bischö­fe der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on zusamm­ge­trof­fen sind, die­ses angeb­lich sel­ber so umge­ar­bei­tet, dass es von der FSSPX nicht mehr ange­nom­men wer­den konn­te? Lesen sie doch ein­mal nach, wer in die­ser Kon­gre­ga­ti­on sitzt und sie wer­den ver­ste­hen, war­um die­se alles ver­su­chen, dass es zu kei­ner Eini­gung Roms mit der FSSPX kommt. Z.Bsp.: Mül­ler, Schön­born, Kas­per, Koch usw. Wobei ja sei­ne Em. Schön­born ein För­de­rer des Anti­ka­tho­li­schen ist.

  6. Der 1. Assi­stent der FSSPX hat es in einem Inter­view ein­ge­räumt, und es ist unver­kenn­bar: Die Pius­bru­der­schaft nutzt die Mög­lich­kei­ten des Inter­net nur sehr begrenzt. Lei­der. Natür­lich sind die treu­en Gläu­bi­gen, die schon von den Patres vor Ort „ver­sorgt“ wer­den, die wich­tig­ste Ziel­grup­pe. Dass sie es ALLEIN sind, fin­de ich mehr als bedau­er­lich. Vor dem Inter­net war es leicht, die FSSPX tot­zu­schwei­gen oder mit Vor­ur­tei­len zu bele­gen. Katho­li­ken hat­ten kaum die Mög­lich­keit, die Argu­men­te der FSSPX auch nur ken­nen­zu­ler­nen.
    Und was ist jetzt? Wie­der ist im Inter­net durch die „Di-Noia-Initia­ti­ve“ von der „aus­ge­streck­ten Hand des Hei­li­gen Vaters“ die Rede. Außer der Ziel­grup­pe müs­sen alle andern Katho­li­ken den Ein­druck haben: Die­se stör­ri­schen Pius­bru­der, der Papst kann machen was er will, sie sagen immer nur: Nein. Pius-info scheint das nicht zu inter­es­sie­ren. Dass es eine Ziel­grup­pe geben könn­te, die genug hat von der Lee­re, ja, dem Glau­bens­ab­fall der Kon­zils­kir­che, die man anders

  7. anspre­chen muss, scheint nicht im Bewusst­sein zu sein. Scha­de. Man muss sie anders anspre­chen, denn sie ken­nen nur das Lehr­amt seit Johan­nes XXIII. Dass alle Vor­gän­ger bis Pius XII. nicht nur den Glau­ben ver­kün­det, son­dern aus­drück­lich und immer wie­der gegen Häre­si­en ver­tei­digt haben, dass dies unver­zicht­bar zum Lehr­amt der Päp­ste gehört, wis­sen die mei­sten Katho­li­ken aus Erfah­rung nicht mehr.
    Die Pius­bru­der­schaft, die nicht nach „der aus­ge­streck­ten Hand des Pap­stes“ fragt, son­dern nach den Glau­bens­in­hal­ten, die seit dem Kon­zil in Fra­ge gestellt werden,wird dann fast nur noch von den „Eige­nen Gläu­bi­gen“ ver­stan­den. Die­se brau­chen kei­ne Ant­wort auf die neue „Charme-Initia­ti­ve“ Roms. Zumin­dest nicht aktu­ell.
    Es geht Rom nicht „um Lie­be.“ Schon Paul VI. bot Erz­bi­schof Lef­eb­v­re an, ihn in die Arme zu schlie­ßen. Wenn er sich nur unkri­tisch in die Kon­zils­kir­che ein­glie­dert…
    Dar­um geht es auch jetzt. Mei­ne ich jeden­falls. Doch wie die FSSPX dar­über denkt, weiß niemand…bis jetzt.…

    • Lie­ber cup­pa.

      Ich habe aus erster Hand erfah­ren, dass der Brief von Kar­di­nal Di Noja an alle Bischö­fe, Prie­ster, Brü­der und Semi­na­ri­sten gerich­tet ist, also an alle eigent­li­chen Mit­glie­der der Bru­der­schaft. Und dass der Kar­di­nal jed­we­de Ver­öf­fent­li­chung aus­drück­lich ver­bo­ten hat.

      Soviel dazu, damit sie das Schwei­gen der Prie­ster­bru­der­schaft im Inter­net rich­tig ein­zu­ord­nen wis­sen.

      • Lie­ber Mario Kint­scher,
        wenn es so ist, und war­um soll ich Ihnen nicht glau­ben, dann müss­te Men­zin­gen ins Auge fas­sen, die Gesprä­che mit Rom abzu­bre­chen. Denn auf die­ser Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schie­ne kann Rom mit der FSSPX ‚Katz und Maus‘ spie­len. Erz­bi­schof Di Noia ist sich sicher, dass ein Brief an alle Bischö­fe, Prie­ster und sogar noch Semi­na­ri­sten!!! nicht geheim­ge­hal­ten wer­den kann. Ein ver­un­si­cher­ter Semi­na­rist kann so einen Brief ins Inter­net stel­len. Und der Gene­ral­obe­re und die übri­gen Obe­ren sind an ein „Schwei­ge­ge­bot“ gefes­selt? Das ist fast nicht zu glau­ben!
        Solan­ge die Bischö­fe gesund und dienst­fä­hig blei­ben, solan­ge kein neu­er Bischof geweiht wer­den muss, dürf­te eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on sehr schwer zu begrün­den sein. Dann wird eben ver­sucht, mit „Spal­ter-Metho­den“ — ganz lieb — zu arbei­ten.
        Dar­auf kann pius-info aller­dings nicht reagie­ren. Dann wäre eine Reak­ti­on der Lei­tung erfor­der­lich. Dass die Zeit braucht, dafür habe ich Ver­ständ­nis. Aber sie muss erfol­gen. Mei­ne ich…

        • „Dann wird eben ver­sucht, mit „Spal­ter-Metho­den“ – ganz lieb – zu arbei­ten.“
          Dan­ke, Cup­pa, für die­ses wah­re Wort. So wird es ja inzwi­schen auch von jenen in der Pius­bru­der­schaft emp­fun­den, die immer in die römi­sche Initia­ti­ve ihr gan­zen Ver­trau­en gesetzt hat­ten. — Es ist eine bit­te­re Erfah­rung.

          • Was nur beweist, dass die vor­aus­schau­en­den und klar sehen­den Mah­ner wie Wil­liam­son, Tis­sier und de Galar­re­ta kei­ne pes­si­mi­sti­schen Schwarz­se­her und Mise­pe­ter waren (und sind), son­dern ein­fach nur Recht hat­ten und die gan­ze Sache nur all­zu rea­li­stisch gesehn haben. Sie waren nüch­ter­ner, sach­li­cher. — Ja, auch ich habe mich eine Zeit lang täu­schen las­sen, mich Illu­sio­nen hin­ge­ge­ben, in Rom geirrt. Ich bit­te die­se Klar­sich­ti­gen daher offi­zi­ell bzw.öffentlich um Ent­schul­di­gung, wenn ich Ihnen Unrecht getan habe.

            Es wäre nun an der Zeit, dass auch ande­re in der FSSPX sich bei die­sen ent­schul­di­gen resp. bedan­ken!!

            Es ist eine Fra­ge der Gerech­tig­keit und Auf­rich­tig­keit.

  8. Wenn bei der Bru­der­schaft so viel Zwei­fel, Unter­stel­lun­gen und Miß­trau­en herr­schen soll­ten wie hier in eini­gen Kom­men­ta­ren, dann wird sie den Schritt nicht wagen. Dann kann es ihr aber auch gesche­hen wie dem im Gleich­nis von den Talen­ten, der vor lau­ter Angst sein Talent ver­gra­ben hat …

    • Wenn sie schon das Gleich­nis mit den Talen­ten ver­wen­den, dann bit­te auch so das es der Wahr­heit ent­spricht, denn nicht die FSSPX hat ihr Talent ein­ge­gra­ben, son­dern die Kon­zils­kir­che die aus Angst vor dem was sie her­auf­be­schwo­ren hat, die Schät­ze der Kir­che ver­ra­ten hat. Und beson­ders die Anhän­ger der PKK (Pro­te­stan­ti­schen Kon­zils Kirch­ler) scheu­en vor nichts mehr zurück, denn die­se haben Gott dem Herrn, sei­nen Hei­li­gen Wil­len und der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che, samt der Hei­li­gen Tra­di­ti­on und Glau­bens­leh­re den Rücken zuge­kehrt (bestes Bsp. hier­für ist die „Neue Mes­se“ in der Gott dem Herrn der Rücken zuge­kehrt wird, und das Volk wel­ches Groß­teil schon Skla­ven der „Neu­heid­ni­schen, Spaß und Weg­werf­ge­sell­schaft“ sind, gehul­digt wird. Der Vati­kan ist durch dass was der­einst als „aggior­na­men­to“ umju­belt wur­de, so gelähmt , das nichts mehr (ausser hohl­phra­si­ger Wör­ter) gegen die Got­tes- Glau­bens­lo­sig­keit, die auch in ihr sel­ber wirkt, nichts mehr unter­nom­men wird

    • Das sind kei­ne fal­schen Äng­ste und Zwei­fel, son­dern sol­che, die eine wah­re Klug­heit zei­gen: wenn ich z.B. miß­trau­isch gegen­über einem bekann­ten Hei­rats­schwind­ler bin, ist das ja auch nicht eine fal­sches, über­trie­be­nes Miß­trau­en son­dern ein sehr klu­ges.

      Aber ich kann sie gut ver­ste­hen, M.S. — sie wer­den sofort ein­wen­den: Aber man kann Rom doch nicht mit einem Hei­rats­schwind­ler ver­glei­chen oder es als libe­ral hin­stel­len — wo doch unser Papst so kon­ser­va­tiv ist, tra­di­tio­nell..
      Nun, wie gesagt, ich dach­te auch mal ähn­lich (wenn auch nicht ganz so naiv), habe mich unrea­li­sti­schen Illu­sio­nen hin­ge­ge­ben.

      Ich bin auf­ge­wacht bei der Ernen­nung Mül­lers. Und habe stu­diert. Viel stu­diert. Mül­ler, di Noia — und auch erneut die Wer­ke des Pap­stes.
      Da ist es mir wie Schup­pen von den Augen gefal­len.

      Lei­der offen­kun­dig aber noch nicht allen in der fsspx — und selbst den Obe­ren offen­kun­dig noch nicht bzw. nur sehr lang­sam…

      Ja, die drei Mah­ner hat­ten Recht. Ich lei­ste ger­ne öffent­lich Abbit­te!

    • Und einer der drei Mah­ner, Bf. Tis­sier, hat übri­gens eine excel­len­te Abhand­lung über Phi­lo­so­phie und Theo­lo­gie des Pap­stes geschrie­ben, s. hier: sspxasia.com bzw. genau hier:
      http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CDAQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.sspxasia.com%2FCountries%2FPhilippines%2FOLVC_2012%2FArticles%2FFaith-Imperiled-by-Reason.pdfamp;ei=FhD_UOHvJoSYtAb_jYDwAg&usg=AFQjCNHyHqzENCLBtL4D4ukE5NP3myuxSw

      Ja. hier wird tief und klar das Den­ken des Pap­stes ana­ly­siert.

      Auch ich habe mich lan­ge täu­schen las­sen! Sor­ry!

      • Dan­ke für den Link. Aber das Pro­blem bleibt doch immer: WER will die­sen Gedan­ken­gän­gen über­haupt fol­gen? Es ist sehr schmerz­haft dem ins Auge zu sehen. Ich habe es selbst erlebt: Nach einem ent­spre­chen­den Vor­trag in unse­rem Prio­rat, waren Eini­ge dem Pri­or böse, dass er es gewagt hat­te, so einen Refe­ren­ten ein­zu­la­den und es gab Knatsch in der Gemein­de. Für deut­sche Leser kann ich das Buch von Prof. Schü­ler über die „Ekkle­sio­lo­gie Papst Bene­dikts emp­feh­len:
        http://www.subsistit.de/

  9. Nun, wenn Abbit­te gelei­stet wird, habe ich mich anzu­schlie­ßen. In einem Kom­men­tar am Sonn­tag reg­te ich mich über „ein­ge hoch­wür­di­ge Her­ren“ auf „die eh nicht schwei­gen kön­nen.“ Nun bin ich kein „hoch­wür­di­ger Herr“, wäre ich es, wäre ich in eine ande­re Ver­su­chung gefal­len und ihr wahr­schein­lich erle­gen: Den Brief an Erz­bi­schof Di Noia zurück­zu­schicken mit dem Hin­weis, dass ich die­sen Brief als inne­re Ein­mi­schung in mei­ne Gemein­schaft anse­he, der zu Streit füh­ren kann. Dann hät­te ich eine Kopie an mei­ne Obe­ren geschickt und auch eine her­be Rüge in Kauf genom­men. Im Gehor­sam, nicht aus inne­rer Über­zeu­gung.
    In der Fasten­zeit letz­ten Jah­res und danach hoff­te ich mit allen Fasern mei­nes Her­zens auf eine Eini­gung mit Rom. Inzwi­schen bin ich über­zeugt: Mit Papst Bene­dikt kann es kei­ne Eini­gung geben. Er hängt mit allen Fasern sei­nes Her­zens am Kon­zil. Die nöti­ge Fun­da­men­tal­kri­tik an Vat. II wird er nie erlau­ben.
    Das hat mit Miss­trau­en und Angst nichts zu tun. Es ist lei­der die Rea­li­tät.

  10. @cuppa
    hat­ten Sie denn etwas ande­res erwar­tet? papst Bene­dikt war füh­ren­der Bera­ter unter Kard. Frings und hat erheb­li­chen theo­lo­gi­schen Ein­fluss gehabt. Es ist sozu­sa­gen mit sein „Baby“. Aus die­ser Haut kann man nicht her­aus, wenn man sich nicht selbst untreu und unglaub­wür­dig sein will.
    Denn och ist es auch wich­tig zuse­hen: an die Kon­ti­nui­tät hat Bene­dikt VXI. immer geglaubt, er hat sich seit den frü­hen sech­zi­gern syste­ma­tisch mit Brü­chen in der Deu­tung aus­ein­an­der­ge­setzt und sich davon distan­ziert.
    Er war einer der weni­gen, einer der ersten und wich­tig­sten Theo­lo­gen, der die Würz­bur­ger Syn­ode ver­las­sen hat, sich kri­tisch mit den Aus­wüch­sen der lit­ur­gi­schen Bewe­gung aus­ein­an­der­setz­te, der einem Küng, Kas­per, dre­wer­mann die Stirn bot.

    Nein, ich bin von Bene­dikt zwar auch ein wenig wegen der nach­ge­scho­be­nen For­de­run­gen vom Juni 2012, von Assi­si III und Mül­ler ent­täuscht, aber ich glau­be an die Auf­rich­tig­keit und Ehr­lich­keit die­ses Man­nes, der sich selbst treu geblie­ben ist und dazu

  11. @cuppa
    dazu­lernt, woll­te ich sagen 🙂
    Wenn man das weiß, macht man sich kei­ne fal­schen Hoff­nun­gen. Aber ich glau­be noch immer, dass Bene­dikt die­se Aus­söh­nung will und dass er einen Weg fin­den wird, vor­bei am büro­kra­ti­schen Macht­ap­pa­rat der libe­ra­len Frak­tio­nen der Kurie, Staats­po­li­ti­schen Inter­es­sen und Befind­lich­kei­ten.
    Bene­dikt muss sich wei­ter für die Tra­di­ti­on öff­nen, klar, aber die Bru­der­schaft muss auch begrei­fen, dass der Mann auf dem Stuhl Petri zwar auf dem Papier prin­zi­pi­ell alle Macht­be­fug­nis­sse inne­hat, trotz­dem aber nicht mit der Brech­stan­ge von heu­te auf mor­gen alles ändern kann und dass er gewis­sen Zwän­gen inner­kirch­lich und von außen unter­liegt, die er beach­ten muss, damit ihm nicht der Laden mor­gen schon um die Ohren fliegt, den er heu­te lang­sam zu hei­len ver­sucht.
    Mit Bene­dikt ist kei­ne Fun­da­men­tal­kri­tik, wie Sie es sag­ten zu machen, ok. Aber er hat ein­deu­ti­ge Mar­ken hin Rich­tung Tra­di­ti­on abge­steckt und hin­ter­las­sen. Er ist der Erste, der seit 68, der als Pon­ti­fex

  12. offen Kritk am Kon­zil geübt und Brü­che benannt hat! Er hat viel Häme wegen sei­ner Bemü­hun­gen um Pius X ein­stecken müs­sen.
    Ich sag noch­mal. Er ist des­halb kein Tra­di­tio­na­list, er denkt in vie­lem nicht wie wir, aber er ist jemand, der vor Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, sei­ner Bru­der­schaft und sei­ner Bewe­gung sehr gro­ßen Respekt hat und das Gute aner­kennt.
    In der Ver­gan­gen­heit haben auch wir Feh­ler gemacht und wir müs­sen ler­nen, fal­sches Miss­trau­en abzu­le­gen. Es ist unse­re Auf­ga­be dem Lehr­amt zu die­nen, nicht es öffent­lich so zurecht­zu­wei­sen, dass man den Ein­druck hat, wir wären das Lehr­amt. Die­ses Anlie­gen Di Nojas ver­steh ich voll­kom­men.
    Las­sen wir uns von den Pes­si­mi­sten oder bes­ser gesagt Hard­li­nern, denen Rom eh wurscht ist, nicht irre machen. Ich bin Bene­dikt XVI. wärend mei­ner Abitur­zeit zwei­mal begeg­net, sogar ein­mal kurz pri­vat. Ich kann mir dar­über schon eine gewis­se Urteil zutrau­en.

    Wenn es Bene­dikt gelingt, wei­te­re sol­che Weg­mar­ken zu set­zen, dann kommt kein nach­fol­gen­der Pon­ti­fex mehr

  13. an der Tra­di­ti­ons­fra­ge und der Fra­ge der Kon­ti­nui­tät des Kon­zils vor­bei. Und wenn Bene­dikt sie nicht mehr voll beant­wor­tet, wird ein ande­rer es tun, tun müs­sen. Genau die­se Gelas­sen­heit meint Di Noja.
    Gott ist mit uns wer dann gegen uns. Die Kir­che hat sovie­le Schlä­ge schon erhal­ten und ist nicht unter­ge­gan­gen. Sie erträgt auch die vie­len, die jetzt nicht mehr treu sind und der Fel­sen in Rom steht trotz­dem noch. Es gibt vie­le klei­ne Auf­brü­che, weil neben dem Erz­bi­schof und sei­ner Schar auch vie­le ande­re gemerkt haben was falsch ist und gegen­steu­ern.
    Die Kir­che Chri­sti wird nicht unter­ge­hen. Sie wird sich um mit Papst Bene­dikt zu spre­chen, gesund­schrump­fen. Klei­ne treue Inseln wer­den blei­ben und dann wird auch das Haupt gerei­nigt wer­den. Dann wird man in Rom aus­spre­chen, was man jetzt noch nicht wahr­ha­ben will, obwohl man es schon sieht.
    Und die FSSPX ist eine die­ser treu­en klei­nen Inseln, von denen der Papst spricht und die er für die Erneue­rung der Kir­che haben will.
    Das II. vat­ka­num

  14. @cuppa
    war gestern. Wir leben im heu­te und für Mor­gen für den Christ­kö­nig.

    Will hei­ßen: wer weiß, wer in 1–2 Genera­tio­nen noch von die­sem Kon­zil reden wird in der Kir­che.
    Über­las­sen wir Gott den Aus­gang und stel­len wir uns im rech­ten Sinn ver­stan­den vor­be­halt­los der Kir­che zur Ver­fü­gung.
    Gott wird sei­ne treue Schar schon füh­ren und sicher gelei­ten. Da bin ich mir ganz ganz sicher.

    So ähn­lich muss man wohl auch den pasto­ra­len Gedan­ken­an­satz Di Nojas sehen, der im jüng­sten Brief zum Aus­druck kommt und damit glaub ich hat er Recht! Viel­leicht ver­kramp­fen wir uns im Arg­wohn der letz­ten Jahrz­en­te zu sehr.

    Her­li­che Grü­ße und Got­tes Segen
    Mario Kint­scher

    • Nur eine Fra­ge, mario­kin: War­um soll ich mich dann nicht gleich der Petrus­bru­der­schaft oder der nächst­lie­gen­den Eccle­sia-Dei-Gemein­schaft zuwen­den? Es wäre zwar von mei­nem Wohn­ort etwas wei­ter, aber der gro­ße Vor­teil wäre die Stress­frei­heit. Ich kann auch in der Kon­zils­kir­che blei­ben, die hl. Mes­sen sind gül­tig, die Gesin­nung des Prie­sters „ein­wand­frei“, und ich hät­te es soooooooo
      schön nahe.
      Doch ich müss­te dann mei­ne Bücher von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re aus­sor­tie­ren. Nie­mals kann ich das, nie! Und wegen die­ser Unfä­hig­keit, mich von die­sen Büchern zu tren­nen, von ihren INHALTEN, schei­ne ich zum Stress ver­ur­teilt. Bis in den Traum hin­ein haben mich die Rom-Ver­hand­lun­gen schon ver­folgt. …
      Herz­li­che Grü­ße,
      Cup­pa

      • Das wäre in mei­nen Augen eine Flucht in die Kuschel­ecke. Stimmt, streß­frei, Sie hät­ten alles, was Sie brau­chen.
        Aber Sie wür­den nicht mehr für die Erneue­rung der Kir­che kämp­fen. Wie ich die Tage bereits oben wei­ter sag­te, die ande­ren Eccle­sia Dei Grup­pen sind ihrer Posi­ti­on nach zum Schwei­gen „ver­ur­teilt“.
        Die Pius­bru­der­schaft kämpft, aber sie müss­te es z.B. in einer Ordi­na­ri­ats­struk­tur eben inner­halb der Hier­ar­chie tun.
        Wir dür­fen uns nicht unab­hän­gig machen und in unse­rer Nische ein­rich­ten.
        Unser Kampf muss nach innen abzie­len.
        Und da wäre ein gutes prak­ti­sches Abkom­men sehr sehr hilf­reich. Sonst sind wir nutz­lo­ser Sauer­teig, irgend­wann…

        Die Fra­ge lau­tet also, wird unser Glau­bens­kampf im Innern der Kir­che zu schaf­fen sein und wie. Sicher geht dann nicht alles so wei­ter wie bis­her.
        Aber das Anlie­gen des Erz­bi­schofs und sein Werk FÜR DIE KIRCHE sind es doch wert, oder?

        Auch ich habe sei­ne Bücher, gehe zur FSSPX Kapel­le, nicht das wir uns da falsch ver­ste­hen.

        • Doch wenn von ihr ver­langt wird, dass sie
          1. die neue Mes­se als gül­tig und recht­mä­ßig aner­ken­nen muss;
          2. das Kon­zil in die Tra­di­ti­on ein­zu­ord­nen hat;
          3. das „leben­di­ge Lehr­amt frei ist, zu beur­tei­len, was zur Tra­di­ti­on
          gehört,
          wenn die­se For­de­run­gen des Pap­stes, an Bischof Fel­lay per­sön­lich, erfüllt wer­den müs­sen, dann nutzt die kirch­li­che Aner­kenn­gung nichts. Die FSSPX ist dann ein so zahn­lo­ser Tiger , mit einer kle­nen Bevor­zu­gung, wie alle Eccle­sia-De- Gemein­schaf­ten.
          Ich hal­te mich an Bischof de Galar­re­ta: Wenn ein Papst grund­sätz­lich die Kir­che erneu­ern will durch die Tra­di­ti­on und die Pius­bru­der­schaft ruft, dann muss sie kom­men, auch wenn die Moder­ni­sten noch wich­ti­ge Posi­tio­nen beset­zen (sinn­ge­mäß). Die For­de­run­gen des Pap­stes an Bischof Fel­lay zei­gen nicht, dass Bene­dikt XVI.die Kir­che durch die Tra­di­ti­on erneu­ern will. Noch einen zahn­lo­sen Tiger braucht die Kir­che nicht. Und der Glau­bens­prä­fekt weiß schon, wie er die FSSPX kne­beln kann.…Und nicht nur er…

          • eben und das war der sta­tus quo, den Bischof Fel­lay zurück­wies. im jet­zi­gen Brief ist davon aber nichts mehr zu lesen, son­dern von der respek­tie­rung der gegen­sätz­li­chen Stand­punk­te.
            den 2. Punkt das war aber ursprüng­lich Bischof lef­eb­v­res Vor­schlag: das Kon­zil im Licht der Tra­di­ti­on bewer­ten, das war doch sein Ziel! Schon ver­ges­sen?

        • Lie­ber Herr Kint­scher, auch wenn ich mit Ihnen in Vie­lem einig bin:
          Nach vie­len Jah­ren in der Kon­zils­kir­che muss ich lei­der aus bit­te­rer Erfah­rung sagen, dass das über­trie­be­ne Miss­trau­en mehr als wohl­be­grün­det ist. Lei­der haben die­je­ni­gen in der Pius­bru­der­schaft, die schon lan­ge „dabei“ sind, kei­ne fri­schen Wun­den mehr und sind des­halb oft kon­zi­li­an­ter als es ange­bracht ist. Nein, das Miss­trau­en ist wirk­lich ange­bracht.… Und jeder, der frisch aus der Kon­zils­kir­che kommt, kann es bestä­ti­gen.

      • Schön ein­mal zu hören, dass es ande­ren mit den Alb­träu­men genau­so geht: Ich bin kurz vor dem der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kat bei der FSSPX „ein­ge­zo­gen“. Nach­dem ich mich mehr als 15 Jah­re in der Kon­zils­kir­che ver­geb­lich auf­ge­rie­ben hat­te, wäre ich froh gewe­sen ein paar Jah­re mal „mei­ne Ruhe“ zu haben, auch wenn mich damals jeder als Schis­ma­ti­ke­rin beschimpft hat. (Man weiß es ja bes­ser.) Die Frei­heit, einen unver­bo­ge­nen Blick auf die Situa­ti­on der Kir­che wer­fen zu kön­nen, war und ist mir das alles wert. Aus der Ruhe soll­te aller­dings nichts wer­den. Aber jetzt steht man beim Kampf wenig­stens auf festen Boden.

  15. „So wird es ja inzwi­schen auch von jenen in der Prie­ster­bru­der­schaft emp­fun­den, die immer ihr gan­zes Ver­trau­en in die römi­sche Initia­ti­ve gesetzt haben. — Es ist eine bit­te­re Erfah­rung. “ Ihre Sät­ze wür­de ich gern lesen, T. de Ahu­me­da., wenn ich sicher wäre, dass aus den bit­te­ren Erfah­run­gen gelernt wor­den ist. Ich ver­mag der­zeit nur Ver­wir­rung erken­nen, die Klar­heit nach dem Gene­ral­ka­pi­tel kann ich nicht mehr zu sehen. Weil mein Ver­stand wahr­schein­lich zu begrenzt ist, um die Ver­hand­lun­gen mit Rom ganz allein durch­schau­en zu kön­nen, hal­te ich mich jetzt an die letz­te Pre­digt, oder es war ein Vor­trag, von Bischof de Galar­re­ta im Mit­tei­lungs­blatt des deut­schen Distrikts. Die hat­te zwar mit der „Spal­ter-Initia­ti­ve“ nichts zu tun, doch die Klar­heit des Bischofs hat mir Sicher­heit gege­ben.
    Ich sage „zer­set­zen­de Spal­ter-Initia­ti­ve“ von Erz­bi­schof di Noia mit dem Vor­be­halt, dass ich nur von den mir vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen aus­ge­hen kann. Die ich red­lich gesucht habe…

    • Viel­leicht beru­higt es Sie, wenn ich Ihnen sagen kann, dass es in ande­ren Distrik­ten durch­aus anders aus­sieht, als es uns hier in Deutsch­land scheint. Wir haben der­zeit einen deut­schen Papst und die emo­tio­na­le Bin­dung ist des­halb bei uns ent­spre­chend stär­ker. Schon bei den west­li­chen Nach­barn ist die Skep­sis ggü. Rom viel grö­ßer und die sind zah­len­mä­ßig ein Viel­fa­ches der deut­schen Gläu­bi­gen. Bischof Fel­lay wird kei­nen Allein­gang ohne sei­ne Mit­brü­der Tis­sier de Mal­lerais und Gala­ret­ta machen. (Und auch wenn er sich jetzt selbst ein „Gewer­be“ dar­aus macht, ist Msgr. Wil­liam­son auch nicht wegen sei­ner Rom-Skep­sis gegan­gen wor­den…) -

      • Dan­ke, für Ihren Hin­weis. Denn ich bin neu in der „Pius-Sze­ne“. Und gera­de Bischof Fel­lay als Gene­ral­obe­rer hat mich mit sei­ner offe­nen, freund­li­chen Art sehr ange­spro­chen. Ich kann auch ver­ste­hen, dass er grund­sätz­lich die Ein­heit mit Rom sucht, weil die FSSPX nicht dau­ernd im groß­kirch­li­chen Abseits ste­hen kann.
        Ich bin auch nicht so skep­tisch bezüg­lich des deut­schen Distrikts. Wer den Arti­kel über Erz­bi­schof Di Noia in der Kirch­li­chen Umschau gele­sen hat, dürf­te sich kei­nen Illu­sio­nen hin­ge­ben, dass die FSSPX aner­kannt wird, ohne dass sie ihre Iden­ti­tät auf­ge­ben muss.
        Doch wenn jetzt die­ser Ein­druck erweckt wird, hal­te ich das für gefähr­lich.
        .Weil ich nicht weiß, wofür Bischof Fel­lay steht, set­ze ich nun mei­ne Hoff­nung auf die andern bei­den Bischö­fe.
        Doch um mich geht es nicht. Aber um jene jun­gen Män­ner, die zum Prie­ster­tum beru­fen sind und die FSSPX wegen ihres unkla­ren Erschei­nungs­bil­des in der Öffent­lich­keit mei­den.

        • Wer hat Ihr Ver­trau­en in den Gene­ral­obe­ren denn der­art erschüt­tert. Ich bin ihm schon mehr­mals begeg­net und ken­ne ihn als aurech­ten, gläu­bi­gen und muti­gen Mann.

          • Ich schät­ze ihn auch so ein, ohne ihm per­sön­lich begeg­net zu sein.
            Doch die jetzt bekann­te Situa­ti­on erschüt­tert mein Ver­trau­en. Ist sei­ne Lie­be zu Rom, die ich tei­le, so groß, dass er zu nach­gie­big reagiert, zu arg­los? Ist sei­ne Sor­ge, die FSSPX schließt sich zu sehr in sich ein, die ich ver­ste­he, so groß, dass er zu unvor­sich­tig wird?
            Ich weiß es nicht, ich unter­stel­le es nicht. Aber ich kann es nicht mehr aus­schlie­ßen, ich befürch­te es. Zumal er sich schon lan­ge nicht mehr an die Gläu­bi­gen gewandt hat. Wenig­stens nicht in Deutsch­land. Ich fin­de das sehr bedau­er­lich. Aber ich weiß nicht, wie oft ein Gene­ral­obe­rer sich den Gläu­bi­gen mit­teilt, dafür ken­ne ich die FSSPX zu wenig. Viel­leicht ist das nur die Aus­nah­me, gar nicht zu erwar­ten.
            Wenn Bischof Fel­lay irgend­wann die jet­zi­ge Situa­ti­on auch für uns hier erklä­ren soll­te, wer­de ich unvor­ein­ge­nom­men und ohne Miss­trau­en hören oder lesen, was er sagt. Mit gro­ßem Inter­es­se, füge ich hin­zu.

          • @ cup­pa
            Da hilft nur Gott­ver­trau­en. Beten Sie viel für Bischof Fel­lay. Er will das Beste. Das genügt.

        • Ich sehe auch kei­ne Gefahr, dass Scha­ren von Prie­stern der Bru­der­schaft zu Rom über­lau­fen, auch im Deut­schen Distrikt nicht. Aber die Offen­heit gegen­über den römi­schen Initia­ti­ven war doch erheb­lich grö­ßer.
          Mario­kin kann ich mich ganz anschlie­ßen: Bischof Fel­lay kann man ver­trau­en. Es mag Leu­te geben, die befürch­ten, dass er „ein­knickt“, aber das ist unbe­grün­det und beruht lei­der stark auf der nega­ti­ven Pro­pa­gan­da die Bischof Wil­liam­son gegen ihn gefah­ren hat (und fährt). Auch wenn es unter Umstän­den völ­lig „sinn­los“ ist: Die Pius­bru­der­schaft hat kein Recht die Gesprä­che mit Rom ihrer­seits abzu­bre­chen, solan­ge Rom den Kon­takt will. Das wäre dann doch eine schis­ma­ti­sche Ten­denz.

          • Es ist ein Unter­schied, ob man die Gesprä­che abbricht, oder einen bestimm­ten Wunsch „Roms“ ablehnt. Z.B., dass der Sekre­tär von Eccle­sia Dei sich direkt in einem Brief an alle Mit­glie­der wen­det, damit sub­til Mei­nungs­bil­dung betreibt, und die­se dann ver­pflich­tet zu abso­lu­tem Still­schwei­gen. Das nicht ein­zu­hal­ten ist. Schon ist die Unru­he da.
            Im Grun­de will ich die­se Inter­na gar nicht wis­sen. Aber wenn das dann im Inter­net die Run­de macht, nur pius.info schweigt, weiß ich nicht, wor­an ich mich ori­en­tie­ren soll, weil ich nun wirk­lich nicht zu Insi­der-Krei­sen gehö­re.
            Bevor ich mich abschal­te, stel­le ich klar: Nach dem Arti­kel „Der Kon­zils­ein­schwö­rer“, Kirch­li­che Umschau Novem­ber 2012, traue ich Erz­bi­schof Di Noia nicht. Damit habe ich nicht auto­ma­tisch dafür plä­diert, dass der Gesprächs­fa­den Rom — Eco­ne end­gü­lig reißt. Aber ich ver­ste­he nicht, nach die­sem Arti­kel, wie man ihm die­sem Ein­fluss ein­räu­men kann, so direkt in die Bru­der­schayft ein­zu­wir­ken.

          • Nein, ein „Abbruch“ wäre sicher kei­ne schis­ma­ti­sche Ten­denz (per se).
            Es ist eine Fra­ge der Klug­heit.

            Und But­ter bei die Fische: genau davor, was wir jetzt von Rom sehen, haben damals Wil­liam­son, Tis­sier und de Galar­re­ta gewarnt.
            De Galar­re­ta hat es ja haut­nah bei den Dis­kus­sio­nen mit­be­kom­men, wo Rom steht und wie wenig tra­di­tio­nell es denkt.

            Fel­lay hat den drei dann in sei­nem Brief vor­ge­wor­fen, sie wären zu wenig rea­li­stisch und zu pes­si­mi­stisch-nega­tiv.

            Es hat sich her­aus­ge­stellt, dass das Gegen­teil der Fall war. Das sind Fak­ten, die man in aller Auf­rich­tig­keit nicht weg­dis­ku­tie­ren kann.

          • Und rich­tig cup­pa spä­te­stens nach dem exzel­len­ten Arti­kel in der KU von Dr. Barth ist es nicht erklär­lich, war­um man sich auch nur im gering­sten auf die Manö­ver di Noi­as ein­läßt.

            Ich schrei­be „spä­te­stens“ — denn eigent­lich war es auch vor­her schon klar. Kom­men doch die zitier­ten Sät­ze di Noi­as in der KU aus einem Inter­view di Noi­as, das nun schon län­ger zurück­liegt. Hät­te man dies wie auch die Aus­sa­gen Bene­dikts nur genau­er und unvor­ein­ge­nom­me­ner beach­tet und ver­stan­den, dann wäre alles schon viel frü­her klar gewe­sen.
            Ich muss geste­hen, auch ich gehö­re zu jenen, die nicht sogleich alles beach­tet und ver­stan­den haben bzw. ver­ste­hen wol­len und erst aus mei­nen Illu­sio­nen geris­sen wer­den muss­te (mit der Ernen­nung Mül­lers).

            Aber wer woll­te konn­te es auch viel frü­her schon sehen — und offen­bar haben es die drei (Tis­sier, Wil­liam­son, de Galar­re­ta) viel füh­rer viel kla­rer gese­hen.

            (Und der Erz­bi­schof noch frü­her und kla­rer…!)

          • @ dspecht: Ich ken­ne min­de­stens einen Prie­ster in der FSSPX, der auch ihrer Mei­nung ist, dass der Abbruch der Gesprä­che eine Fra­ge der Klug­heit wäre, aber letzt­lich ver­las­sen sie sich doch dar­auf, dass ihre Obe­ren die Gna­de der Füh­rung haben. Ich den­ke, die bei­den ande­ren Bischö­fe sor­gen schon für ein Kor­rek­tiv und Bischof Fel­lay hört auch auf sie. Falls das Kind doch in den Brun­nen fal­len soll­te, muss man eben umden­ken! Aber es liegt ja an uns zu beten, dass es nicht pas­siert.
            @cuppa: Ich glau­be nicht, das Di Noia einen Ein­fluss hat. Aber: Spre­chen (oder rufen) Sie doch ein­fach den für Sie zustän­di­gen Pater oder im Prio­rat an, und tei­len Sie Ihre Sor­gen mit! (Was mei­nen Sie, wie oft die Patres ledig­lich mit unge­be­te­nen For­de­run­gen kon­fron­tiert wer­den, wie sich die Bru­der­schaft „doch bit­te­schön!“ zu ver­hal­ten hat! Da sind so ein paar auf­rich­ti­ge Fra­gen eines ver­un­si­cher­ten Gläu­bi­gen immer eine will­kom­me­ne Abwechs­lung.)

  16. @ T. de Ahu­ma­da
    Wie der Pri­or Papst Bene­dikt ein­schätzt, weiß ich. Ich mute ihm aber nicht zu, ihn zu fra­gen, wie er über den di Noia-Brief denkt.
    Ich habe nicht gesagt, dass di Noia Ein­fluss hat, das weiß ich nicht, son­dern dass er sub­til Ein­fluss genom­men hat, Mei­nungs­bil­dung betrie­ben hat. In der inter­es­sier­ten Öffent­lich­keit ist wie­der der Ein­druck ver­stärkt wor­den: ‚Seht, wie sich der Papst, wie sich di Noia um die­se dick­köp­fi­gen Pius­brü­der bemü­hen.‘ „Der aus­ge­streck­te Arm des Pap­stes, was soll er noch machen, um die­sen stör­ri­schen Pius­brü­dern noch wei­ter ent­ge­gen­zu­kom­men.“ Gui­do Horst, ein gestan­de­ner Jour­na­list ‚schreibt, dass die Pius­bru­der­schaft dem Papst wie­der „die kal­te Schul­ter“ gezeigt hat.
    In der Rea­li­tät hat sich Papst Bene­dikt nicht ein Stück weit wei­ter bewegt, als alle sei­ne Vor­gän­ger vor ihm. Bischof Fel­lay hat es schrift­lich von ihm bekom­men, unmit­tel­bar vor dem Gene­ral­ka­pi­tel.
    Wenn die FSSPX mit dem Image leben will, sich nur aus Stur­heit, Eitel­keit und

  17. Selbst­ge­rech­tig­keit dem Papst zu ver­wei­gern, wer bin ich, dass ich es ändern könn­te? Es macht mich nur sehr trau­rig, ihre Argu­men­te zu ken­nen, die ich mir aus Büchern, der KU, dem Mit­tei­lungs­blatt des deut­schen Distrikts erar­bei­tet habe , mit dem Bild zu ver­glei­chen, dass in der katho­li­schen Öffent­lich­keit herrscht. Hät­te ich mich nicht bewusst ent­schlos­sen, mich auf Schatz­su­che zu bege­ben, ich wür­de auch so reden: „Die­se dick­köp­fi­gen Pius­brü­der. Sie sind erstarrt, der Papst kann machen, was er will. Seht, jetzt bemüht sich di Noia so gedul­dig, so inten­siv. Sie MÜSSEN doch irgend­wann unter­schrei­ben!“
    Das zum The­ma pas­sen­de Buch von Wolf­gang Schü­ler „Glau­bens­wahr­heit und Abkom­mens­fra­ge“ habe ich am Sonn­tag in der Pius-Kapel­le erstan­den. Die FSSPX muss sich danach sehr vor­se­hen, zu unterschreiben.Dr. Wolf­gang Schü­ler hat dafür sehr logi­sche, katho­li­sche Argu­men­te. Doch wer kennt sie?

    • „Dr. Wolf­gang Schü­ler hat dafür sehr logi­sche, katho­li­sche Argu­men­te. Doch wer kennt sie? — Ich fürch­te, nur der, der sie ken­nen WILL! Und das sind weni­ge, weil die Rol­les der Päp­ste in dem Dra­ma der Kir­chen­kri­se ein emo­tio­nal besetz­tes The­ma ist, was die sach­li­che Dis­kus­si­on sehr erschwert. Irgend­wie ist es ja auch logisch. Bei­spiel: Wel­che gute Ehe­frau will schon wahr­ha­ben, dass ihr gelieb­ter Mann fremd­geht, wenn ihr die­se Infor­ma­ti­on von außen gebracht wird? Glaubt sie die­se Infor­ma­ti­on, hat sie doch das Gefühl, dass sie die von ihr gefor­der­te Lie­be ver­rät. Sie wird also argu­men­ta­ti­ve Aus­we­ge suchen, die­se Infor­ma­ti­on zu neu­tra­li­sie­ren. (Ver­zei­hen Sie mein „har­tes“ Bei­spiel, aber mir kommt es auf das Ver­trau­en an, dass die Katho­li­ken natur­ge­mäß ja in den Papst haben sol­len und auch dür­fen müss­ten.)

  18. Sehr geehr­ter Cup­pa: Glau­ben sie wirk­lich, das sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI in der vom Unhei­li­gen Kon­zils­geist durch­seuch­ten und bei den Hin­ter­las­sen­schaf­ten der Päp­ste seit VK2, ein­fach so sagen könn­te. „Lie­be FSSPX, dan­ke für euren Ein­satz im Sin­ne Got­tes unse­res Herrn, sei­ner Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che, der Hei­li­gen Tra­di­ti­on, usw. Bleibt so wie ihr seit, hier habt ihr den vol­len kano­ni­schen Staus zurück!“. Lei­der will das sei­ne Hei­lig­keit nicht wir­lich, denn im Vati­kan ist die­ser von „Wöl­fen und Hai­en umzin­gelt“ er weis es, daher hat er uns ja gebe­ten. „Betet für mich, das ich nicht furcht­sam vor den Wöl­fen flie­he“. Und wie vie­le aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum. lei­det ver­mut­lich auch sei­ne Hei­lig­keit mehr unter „MENSCHENFURCH ALS UNTER GOTTESFURCHT“ und den Göt­zen Mam­mon, denn auch ein welst­li­cher Land (verm. Deutschl­land) hat bei einer Eini­gung mit der FSSPX mit der aus­lö­sung des Kon­kor­da­tes gedroht, sie­he Rak­ti­on auf die auf­he­bung der Exkomm.

  19. Nein,sehr geehr­ter Armin, ich glau­be nicht, dass der Papst es kann. Ich glau­be aller­dings auch nicht, dass er es will. Er lei­det sicher unter den unhalt­ba­ren Zustän­den der Kon­zils­kir­che, er kämpft seit Jahr­zehn­ten dage­gen an. Aber er unter­schei­det sich grund­sätz­lich von der FSSPX: Er sagt, das Kon­zil wird falsch ver­stan­den, die FSSPX glaubt, die Ursa­chen der Kri­se sind im Kon­zil selbst ange­legt. Das darf sie aber nicht, das ist ihr Unge­hor­sam.
    Im übri­gen ist die Situa­ti­on Rom — Tra­di­ti­on für Rom inzwi­schen kom­for­ta­bel: Die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten sind zum Schwei­gen über die Ursa­chen der Kri­se ver­trag­lich ver­pflich­tet und die FSSPX wäh­rend der Ver­hand­lun­gen de fac­to auch. Kuri­en­erz­bi­schof Di Noia ist schlau: Das Schwei­ge­ge­bot muss ein­ge­hal­ten wer­den, die Ver­hand­lun­gen zie­hen sich in die Länge.Wenn nur ein paar generv­te FSSPX-Mit­glie­der etwas ins Netz stel­len, gibt es Unru­he.
    Doch es hilft nichts: Die Kon­zils­kri­ti­ker außer­halb der FSSPX sind nicht mehr zum Schwei­gen zu brin­gen…

  20. 1.) Jeder Katho­lik soll­te sich äußer­ste Zurück­hal­tung auf­er­le­gen bei der Kri­tik des Pap­stes; 2.) Statt soviel Zeit zu vegeu­den, dar­über zu räso­nie­ren, ob der Papst es schon 1000prozentig päpst­lich meint, soll­te man ihn in Gebet und Tat unter­stüt­zen. Davor ziert sich aber die FSSPX. Sie nennt gute Grüd­ne dafür. Sie alle recht­fer­ti­gen ihre Hal­tung aber nicht, denn die Kir­che ist dort wo Petrus ist. Sie hat sich aber offen­bar so an ihre „Frei­heit“ gewöhnt, nie­man­dem zu unter­ste­hen (auch das eine Ver­su­chung und kei­ne klei­ne), daß sie nicht ein­mal die harm­lo­se­sten Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten an Dis­zi­plin, wie das im Di Noia genann­te Doku­ment von 1990 akzep­tier­ten will? Zumin­dest wenn es nach eini­gen Kom­men­ta­to­ren hier gin­ge. Wehe den fal­schen Ein­flü­ste­rern. Demut und Gehor­sam. Zur Gesamt­fra­ge Kon­zil: Das Kon­zil wird kri­ti­siert, in D sind wir gei­stig zu lahm, aber anders­wo fin­den jähr­lich Tagun­gen statt, da wird von Eccle­sia-Dei-Refe­ren­ten und ande­ren das Kon­zil kri­ti­siert, nicht ver­wor­fen

    • Die Fol­gen eines abso­lut blin­den Gehor­sams, haben wir ja alle sel­ber an den Früch­ten des Vor­gän­gers sei­ner Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI gese­hen, ich erwäh­ne der kür­ze hal­ber ja nur, Assi­si 1 u 2. , den Koran­kuss oder die Bit­te an den Hei­li­gen Josef das die­ser den ISLAM beschüt­zen möge, oder die Tat­sa­che das die­ser Jah­re­lan­ge einen Kin­der­schän­der gedeckt hat und jeg­li­che kirch­li­che Unter­su­chung gegen die­sen Ver­hin­dert hat.
      Und jeder der es auch nur wag­te ein schlech­tes Wort über die anti­ka­tho­li­schen Früch­te zu erwäh­nen, wur­de sofort gebrannt­markt. Es ist echt Trau­rig aber es ist doch Tat­sa­che das sich die „Kon­zils­kir­che“ nicht nur Groß­teils von der Wahr­heit ver­ab­schie­det hat, nein sie bekämpft die­se auch noch mit einer abso­lut falsch ver­stan­de­nen (wenn nicht sogar teuf­lisch zu nen­nen­den) christ­li­chen Näch­sten­lie­be.

      • Wer redet von „blin­dem“ Gehor­sam? Es wür­de schon ein­fa­cher Gehor­sam genü­gen. Assi­si 1–3 und hof­fent­lich kein 4 stan­den immer in der Kri­tik und das auch inner­halb der Kir­che. Das ändert nichts an der Glau­bens­sub­stanz. Die Pius­bru­der­schaft muß ihre beque­me Rol­le völ­li­ger „Frei­heit“ auf­ge­ben und wird in den kirch­li­chen All­tag her­ab­stei­gen müs­sen, in dem sich alle Orden und Gläu­bi­gen bewe­gen. Dort kann sie segens­reich wir­ken und an der Erneue­rung der Kir­che bei­tra­gen. Sie wird auch lei­den und erlei­den müs­sen. Aber das gehört dazu, für jeden Orden, jeden Katho­li­ken… Ist sie dazu nach Jahr­zehn­ten, in denen sie sich nur selbst ver­ant­wort­lich war, bereit und noch fähig?
        Und natür­lich gilt, das ist noch eine ande­re Ver­su­chung, die der Papst ihr ver­sucht nahe­zu­le­gen: Man kann die Kir­chen­ge­schich­te nicht am Tag X ein­frie­ren, das ist absurd. Die Pius­bru­der­schaft muß aus der Sta­ti­tik zu einer Dyna­mik über­ge­ben, nicht jener der moder­ni­sti­schen Kir­chen­zer­stö­rer, aber der Erneue­rung in der Tra­di­tio

        • “ Das ändert nichts an der Glau­bens­sub­stanz.“- Rich­tig. Papst bleibt Papst. Aber es ändert doch etwas an der Glaub­wür­dig­keit des ein­zel­nes Amts­in­ha­bers, der Assi­si o.ä. befür­wor­tet oder mit­macht, oder nicht? Der jewei­li­ge Papst hat die­ses Amt aber nicht inne, um den Glau­ben zu rela­ti­vie­ren, son­dern um ihn zu stär­ken und zu schüt­zen. Die Glau­bens­sub­stanz mag erhal­ten blei­ben, aber es nutzt nichts, wenn der Papst sie qua­si zu einer „frei­wil­li­gen Opti­on“ macht. Und nun soll es sich um „Gehor­sam“ han­deln, ihn dar­an bit­te NICHT zu erin­nern, son­dern gewäh­ren zu las­sen? — Das müss­ten Sie mir mal genau­er eklä­ren! Denn das ist genau DIE Bedin­gung, die Erz­bi­schof Di Noia hier (auf eine etwas ver­schlei­er­te Wei­se) stellt.

        • Also die FSSPX war „nie­mals“ nur für sich selbst ver­ant­wort­lich, son­dern als erstes immer Gott dem Herrn, sei­nen Hei­li­gen Wil­len und der Hei­li­gen Tra­di­ti­on sei­ner Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che und den Glau­bens­wahr­hei­ten gegen­über. Und genau weil die FSSPX die­se Ver­ant­wor­tung nicht ein­fach ableg­te oder schmäh­lich Ver­ra­ten hat, wur­de sie von der Kon­zils­kir­che ver­folgt und bekämpft. Und daher konn­te die FSSPX auch vie­len unsterb­li­chen See­len hel­fen. Denn wür­den die Epi­sko­pa­ten und auch die­je­ni­gen die im Vati­kan wir­ken, die­se Ver­ant­wor­tung die ihnen von Gott dem Herrn über­tra­gen ernst neh­men, so wür­den wir nicht einer Gesell­schafts­form leben müßen, die man ohne zu über­trei­ben als „Neu­heid­ni­sche — Spaß und Weg­werf­ge­sell­schaft“ bezeich­net wer­den kann. Und bekannt­lich fängt der Fisch beim Kopf zu stin­ken an. Und genau das möch­te sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI ändern, aber all sei­ne Wör­ter wer­den von sei­nen Amts­kol­le­gen in UNGEHORSAM nicht umge­setzt

  21. Teil 2: Das Kon­zil darf kri­ti­siert wer­den. Die­se Debat­te ist zu füh­ren. Das Kon­zil ver­wer­fen ist mehr­fach äußerst bedenk­lich. Der aus­ge­zeich­ne­te Auf­satz von Dozent Obenau­er kann nur allen drin­gend emp­foh­len wer­den: https://www.katholisches.info/?p=19417 will die Tra­di­ti­on im Über­ei­fer nicht selbst am Werk der Ent­wur­ze­lung mit­wir­ken.
    Die gene­rel­le „Ver­teu­fe­lung“ des Kon­zils ist zudem ein beque­mer Weg, auch das eine Ver­su­chung, sich der Mühe einer detail­ier­ten Aus­ein­an­der­set­zung zu ent­zie­hen. Das mei­ne ich Rich­tung Anhän­ger der Pius­bru­der­schaft, damit sie nicht fal­schen Druck auf die Prie­ster und die Lei­tung der Bru­der­schaft aus­üben. Und ja, es stimmt, sie wird sich ent­schei­den müs­sen. Es gibt nur die Ein­heit mit Rom oder den Weg ins Sek­tie­rer­tum. Das klingt hart und vie­le wol­len es nicht hören, aber… Ich bete und bin guter Din­ge, daß ein Mann wie Bischof Fel­lay, den offen­bar die Vor­se­hung für die­se Zeit in sein Amt geho­ben hat, rich­tig ent­schei­den wird.

  22. ich gehe in vie­lem mit Albrecht über­ein:
    die Zeit der unver­bind­li­chen Rück­zug­ecken ist vor­bei. Es heißt jetzt, auf in den gei­sti­gen Kampf im Inne­ren der Kir­che. Sauer­teig sein und das schaa­le Mehl Kon­zils­kir­che durch­säu­ern. Kraft dazu hat die FSSPX genug. Es geht jetzt nur noch um das Wie und Wann. Ent­we­der wire sind Teil der Kir­che, dann unter­ste­hen wir auch der Juris­dik­ti­on des Pap­stes und müs­sen uns ihr unter­stel­len.
    Oder wir glei­ten, um es mit P. Pflu­gers Wor­ten zu sagen, irgend­wann eher frü­her, als spä­ter unge­wollt ins Sek­tie­rer­tum oder Sedes­va­kan­ti­sten­tum ab. So wie Bischof Wil­liam­son jetzt…

  23. Ich gehe noch nicht lan­ge in eine Pius­ka­pel­le zur hl. Mes­se. Die Gefahr des Sek­tie­rer­tums oder des Sedis­va­kan­tis­mus ist noch nicht mal ansatz­wei­se zu erken­nen. Dage­gen eine so selbst­ver­ständ­li­che Ehr­furcht , wie ich sie von der Kon­zils­kir­che über­haupt nicht ken­ne. Ich bin immer wie­der dar­über erstaunt.
    Den Patres Sedis­va­kan­tis­mus oder Sek­tie­rer­tum zu unter­stel­len, wäre eine Lüge. Im Gegen­teil, sie sind aus­ge­spro­chen rea­li­stisch.
    Mit Ver­laub, mario­kin, Sie schei­nen kei­ne Ahnung zu haben von dem Glau­bens­ab­fall, der in der katho­li­schen Kir­che statt­fin­det. Für Sie selbst­ver­ständ­li­che Glau­bens­wahr­hei­ten wer­den dort geleug­net, ver­schwie­gen, in Fra­ge gestellt.
    Und sie wis­sen nicht, wie vie­le Stei­ne der Petrus­bru­der­schaft in den Weg gelegt wer­den von den Bischö­fen. Wie kri­tisch- unge­recht sie auch von nor­ma­len Katho­li­ken beur­teilt wird. Die FSSPX müss­te um ihr Über­le­ben kämp­fen. Und müss­te als letz­te Beru­fungs­in­stanz Kuri­en­erz­bi­schof Mül­ler anru­fen, der ihr Ende will.

  24. de Ahu­ma­da (u. cup­pa u ande­re):

    Wenn ich oben schrieb „eine Fra­ge der Klug­heit“ dann ist zu prä­zi­sie­ren: es war ein­deu­tig unklug sich mit Rom auf wei­te­re Ver­hand­lun­gen bzgl. eines „prak­ti­schen“ Abkom­mens ein­zu­las­sen nach­dem die dok­tri­nel­len Gesprä­che geschei­tert waren.

    Und es war zuhöchst klug davor zu war­nen (wie dies Tis­sier, Wil­liam­son, de Galar­re­ta und P. Pfeif­fer etc. getan haben).

    Und nun ist es eine Fra­ge der Klug­heit, wie man am besten aus die­ser miss­li­chen Lage — die man sich selbst ein­ge­brockt hat — wie­der her­aus kommt, mit dem gering­sten Scha­den.

    Aber es war zumin­dest vor dem letzt­jäh­ri­gen Gene­ral­ka­pi­tel für die fsspx auch eine Fra­ge des Prin­zips bwz. des Rechts: das Gene­ral­ka­pi­tel 2006 hat­te ja beschlos­sen und ver­kün­det, dass die Ver­hand­lun­gen mit Rom ein­zig und allein mit dem Ziel der dok­tri­nel­len Über­ein­kunft (sprich: die Bekeh­rung Roms) geführt wür­den und kei­nes­falls um ein rein prak­ti­sches unmög­li­ches Abkom­men zu schlie­ßen!

  25. Der Text der Ver­ab­schie­dung beim Gene­ral­ka­pi­tel 2006 kann hier nach­ge­le­sen wer­den:
    http://www.sspxasia.com/Documents/Society_of_Saint_Pius_X/Declaration_of_the_General_Chapter.htm

    Ein rein prak­ti­sches Abkom­men wird hier also wort­wört­lich sogar als „unmög­lich“ bezeich­net und es wird aus­drück­lich gesagt, dass Ver­hand­lun­gen nicht dazu geführt wer­den, son­dern alle Kon­tak­te mit Rom „have no other pur­po­se than to help them embrace once again that Tra­di­ti­on which the Church can­not repu­dia­te without losing her iden­ti­ty.“

    „No other pur­po­se“ „no[t] to arri­ve at some merely prac­ti­cal impos­si­ble agree­ment“ — that’s pret­ty clear, wie der Bri­te sagt!

    Und P. Pflu­ger hat ja auf d spes uni­ca — Sonn­tag in Hat­tersh auch offen zuge­ge­ben, dass der kurs der Bur­der­schaft bis­her genau die­ser war: kein „prakt.“ Abkom­men ohne dok­tri­nel­le Über­ein­kunft“ aber man jetzt einen neu­en Kurs ein­ge­schla­gen habe.

    Nun ist aber das Gene­ral­ka­pi­tel das höch­ste beschluss­fas­sen­de Gre­mi­um in der Bru­der­schaft.

  26. Auch der Gene­ral­obe­re und der Gene­ral­rat sind an die Vor­ga­ben des Kapi­tels gebun­den.

    Vor einem neu­en Kapi­tel davon abzu­wei­chen stellt einen kla­ren Rechts­bruch Mgsr. Fel­lays bzw. des Gene­ral­ra­tes dar.
    Inso­fern auch eine Fra­ge des Prin­zips bzw. des Rechts.

    • Sie spre­chen mir aus dem Her­zen. Und es gibt vie­le Prie­ster, die es auch als „unklug“ bewer­ten. Ich sehe auch kei­ne Mög­lich­keit eines rein prak­ti­schen Abkom­mens. Das wäre „Unsinn“. Aber ich kann mir auch nicht vor­stel­len, dass der Gene­ral­rat damit glück­lich wür­de, wenn er das wirk­lich abschlie­ßen könn­te. Da wür­de kaum noch etwas übrig blei­ben. Die mei­sten Prie­ster und Gläu­bi­gen wären „weg“ (und ich ver­mu­te, die ande­ren bei­den Weih­bi­schö­fe auch).

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