Wen weiht Williamson zu Bischöfen? — „Widerstandsgruppe“ gegen Rom und Piusbruderschft

Williamson will eigene Bischöfe weihen sind es Pfeiffer und Ringrose(London/New York) Die Anzei­chen ver­dich­ten sich, daß Msgr. Richard Wil­liam­son dem­nächst unrecht­mä­ßig Bischofs­wei­hen spen­den wird. Im Okto­ber 2012 war der in Eng­land leben­de Bri­te Wil­liam­son wegen „wie­der­hol­ten Unge­hor­sams“ aus der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. aus­ge­schlos­sen wor­den. Wil­liam­son war einer der vier Prie­ster, die 1988 von Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re, dem Grün­der der tra­di­tio­na­li­sti­schen Pius­bru­der­schaft, zu Weih­bi­schö­fen geweiht wur­den. Die Wei­hen sind gül­tig, erfolg­ten jedoch gegen den aus­drück­li­chen Wil­len von Papst Johan­nes Paul II. Sie führ­ten zum Bruch mit Rom, wäh­rend sich Erz­bi­schof Lef­eb­v­re und die vier geweih­ten Bischö­fe die Exkom­mu­ni­ka­ti­on zuzo­gen. Daß die Exkom­mu­ni­ka­ti­on nicht mehr fort­be­steht, wur­de Anfang 2010 vom Hei­li­gen Stuhl fest­ge­stellt. Sie ebne­ten den Weg zu Eini­gungs­ge­sprä­chen und einer kano­ni­schen Aner­ken­nung der Pius­bru­der­schaft durch die katho­li­sche Kir­che. Eine sol­che war der Pius­bru­der­schaft bereits Mit­te der 70er Jah­re ent­zo­gen wor­den.

Kurz nach Ausschluß durch Piusbruderschaft gab Williamson die Absicht bekannt, Bischöfe zu weihen

Nach sei­nem Aus­schluß aus der Pius­bru­der­schaft scheint sich Wil­liam­son dar­auf vor­zu­be­rei­ten, sel­ber unrecht­mä­ßi­ge Wei­hen durch­zu­füh­ren. Spe­ku­la­tio­nen dazu gab es bereits unmit­tel­bar nach sei­nem Raus­wurf bei den Lef­eb­vria­nern. In sei­nem wöchent­li­chen Rund­brief Elei­son-Kom­men­ta­re kün­dig­te Wil­liam­son Bischofs­wei­hen bereits an. Am 10. Novem­ber 2012 schrieb er: „Was mich betrifft, geht es dar­um Sei­ner Vor­se­hung zu fol­gen durch die Wei­he von Prie­stern oder durch die Wei­he von Bischö­fen. Got­tes Wil­le gesche­he“, so Wil­liam­son.

Als wahr­schein­li­cher Kan­di­dat für eine Wei­he durch Wil­liam­son gilt der ehe­ma­li­ge Prie­ster der Pius­bru­der­schaft Joseph Pfeif­fer. Ein wei­te­rer Kan­di­dat könn­te der „unab­hän­gi­ge“ Prie­ster Ronald Ring­ro­se sein. Bei­de sind Ame­ri­ka­ner.

Joseph Pfeiffer: aus Piusbruderschaft ausgeschlossener Priester

Joseph Pfeif­fer war Prie­ster der Pius­bru­der­schaft, wur­de jedoch von die­ser im Sep­tem­ber 2012 wegen „Unge­hor­sam“ aus­ge­schlos­sen. Pfeif­fer hat­te dem Gene­ral­obe­ren und dem Gene­ra­lat der Pius­bru­der­schaft vor­ge­wor­fen, sich „Rom zu unter­wer­fen“, und bekannt­ge­ge­ben, dage­gen gemein­sam mit einem wei­te­ren Prie­ster der Pius­bru­der­schaft, Pater Fran­çois Chazal eine „Wider­stands­grup­pe“ auf­zu­bau­en. Nach­dem sich bei­de Prie­ster gewei­gert hat­ten, an ihre Seel­sor­ge­stel­len zurück­zu­keh­ren, Pater Pfeif­fer wirk­te auf den Phil­ip­pi­nen, jeden Kon­takt mit ihren Obe­ren abge­bro­chen hat­ten und in den USA „unter­ge­taucht“ waren, wur­den sie von der Pius­bru­der­schaft aus­ge­schlos­sen.

Ronald Ringrose: „unabhängiger“ Priester und Treffpunkt der „Widerstandsgruppe“ gegen Einigung mit Rom

Ronald Ring­ro­se gehör­te nie der Pius­bru­der­schaft an, stand ihr jedoch nahe. Ring­ro­se ist ein „unab­hän­gi­ger“ Prie­ster, der seit 30 Jah­ren eine eige­ne tra­di­tio­na­li­sti­sche Gemein­schaft St. Atha­na­si­us bei Washing­ton D.C. lei­tet. Wil­liam­son ver­öf­fent­lich­te in sei­nem jüng­sten Elei­son-Kom­men­tar vom 5. Janu­ar einen Brief von Ring­ro­se an den ame­ri­ka­ni­schen Distrik­t­o­be­ren der Pius­bru­der­schaft. „Im Juni letz­ten Jah­res war Hw. Ring­ro­se mit sei­ner Gemein­de Gast­ge­ber für das erste Tref­fen der Kern­mann­schaft jener Bru­der­schafts­prie­ster, wel­che in den USA Wider­stand gegen den Kurs­wech­sel der Bru­der­schaft lei­sten“, so Wil­liam­son in sei­nem Rund­brief. Der aus­ge­schlos­se­ne Bischof hält dar­in an sei­ner The­se fest, daß in der Pius­bru­der­schaft „im Ver­bor­ge­nen“ ein „Kurs­wech­sel“ statt­ge­fun­den habe, für den der Gene­ral­obe­re, Msgr. Ber­nard Fel­lay ver­ant­wort­lich gemacht wird. Der „Kurs­wech­sel“ bedeu­te die „Unter­wer­fung“ der Bru­der­schaft unter die „Super-Häre­sie“, als die Wil­liam­son das gesam­te Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil bezeich­net. Dage­gen sei die „wah­re Pius­bru­der­schaft“ neu auf­zu­bau­en.

Ring­ro­se und Wil­liam­son ver­si­chern sich im Elei­son-Kom­men­tar jeweils der Sym­pa­thie und loben sich gegen­sei­tig. Ring­ro­se, der selbst nie der Bru­der­schaft ange­hör­te, schrieb im von Wil­liam­son abge­druck­ten Brief an die Pius­bru­der­schaft, daß Wil­liam­son in Wirk­lich­keit der sei, der „nach dem Vor­bild Erz­bi­schof Lef­eb­v­res“ hand­le. „Und schließ­lich bin ich empört über die Behand­lung von Bischof Wil­liam­son durch die Bru­der­schaft – empört nicht nur über sei­nen kürz­li­chen Aus­schluß aus der Bru­der­schaft, son­dern auch über sein schä­bi­ges Behan­del­t­wer­den wäh­rend der letz­ten Jah­re“, so Ring­ro­se. Wil­liam­son lobt sei­ner­seits Ring­ro­se, des­sen Brief er als „bewun­ders­wert“ und „wahr­lich ein Modell für scharf­sin­ni­ges Den­ken“ bezeich­net. Ring­ro­se sei ein „treu­er Freund“ und eine „ein­zig­ar­ti­ge Basti­on des Katho­li­zis­mus“. „Lan­ge lebe Hw. Ring­ro­se“, so Wil­liam­son anschlie­ßend in sei­nem Elei­son-Kom­men­tar.

Ring­ro­ses St. Atha­na­si­us-Gemein­de könn­te auch der Ort sein, an dem die Bischofs­wei­hen statt­fin­den.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Jens Falk

70 Kommentare

  1. An die­sem Arti­kel stört mich zunächst die wie­der­hol­te Ver­wen­dung des Wor­tes „unrecht­mä­ßig“ — Erz­bi­schof Lefèbvre weih­te sei­ne Bischö­fe doch eben­so „unrecht­mä­ßig“.

    Einer­seits kann ich es ver­ste­hen, daß Bischof Wil­liam­son einen Nach­fol­ger und auch ganz ein­fach jeman­den an sei­ner Sei­te haben möch­te, ande­rer­seits hät­te eine der­ar­ti­ge Wei­he sehr wahr­schein­lich eine erneu­te Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­er­klä­rung zur Fol­ge (da wür­den schon vie­le Juden laut­stark dar­auf drän­gen), und das fän­de ich bedau­er­lich.

    „Sie ebne­ten den Weg zu Eini­gungs­ge­sprä­chen und einer kano­ni­schen Aner­ken­nung der Pius­bru­der­schaft“ — mit den Eini­gungs­ge­sprä­chen und der kano­ni­schen Aner­ken­nung scheint es aber nicht weit her zu sein. Der kan. Vor­trag Fel­lays über den Stand zwi­schen Rom und Ecône läßt dar­auf schlie­ßen, daß der Gene­ral­obe­re der Pius­bru­der­schaft nun sei­ner­seits „not amu­sed“ über sei­ne Behand­lung durch Rom ist, so daß der pius­brü­der­li­che Eifer für eine Eini­gung mit Rom so ziem­lich zum Erlie­gen gekom­men sein dürf­te.

  2. Bischof Wil­liam­son war ein Dorn im Auge der Römer,deswegen wur­de von St.Pius X Prie­ster­bru­der­schaft aus­ge­schlos­sen und Satan,Juden und die Frei­mau­rer jubeln.

  3. Erz­bi­schof Lef­eb­v­re weih­te ’sei­ne Bischö­fe‘ zwar ‚unrecht­mä­ßig‘, aber in einer rea­len Not­si­tua­ti­on. Bei sei­nem Alter hät­te die Prie­ster­bru­der­schaft in abseh­ba­rer Zeit kei­nen Bischof mehr gehabt, was ihr Ende gewe­sen wäre.
    Hier­von kann kei­ne Rede sein bei Bischof Wil­liam­son, den Ein­druck zu erwecken ist ein schwe­res Unrecht gegen­über Erz­bi­schof Lef­eb­v­re.
    Der Gene­ral­obe­re, das Gene­ral­ka­pi­tel, haben sich so klar geäu­ßert, dass die Bedin­gun­gen Roms unan­nehm­bar sind, dass für Bischof Wil­liam­son kein theo­lo­gi­scher Not­stand besteht, den muss er erfin­den.
    Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. wird IMMER zu Ver­hand­lun­gen mit Rom bereit sein müs­sen, sie wird jedes Ange­bot zu prü­fen haben, weil sie röm.-katholisch ist. Und dazu gehört unab­ding­bar die Ein­heit mit dem Papst. Nur wenn „Rom“ selbst mit im Zen­trum der Kri­se steht, ist der Unge­hor­sam als abso­lu­te Not­re­ak­ti­on legi­tim, not­we­nig aus Lie­be zur Kir­che und ihrem Glau­ben.
    Die Lie­be zur Kir­che scheint Bischof Wiliam­son zu feh­len.

    • Bischof Wil­liam­son ist auch nicht mehr der Jüng­ste, und aus sei­ner Sicht gibt es durch­aus Bedarf an mög­lichst vie­len ech­ten Nach­fol­gern Erz­bi­schof Lefèbvres. Daher ist für Bischof Wil­liam­son die Situa­ti­on zwar nicht die glei­che, aber doch eine recht ähn­li­che wie damals die Situa­ti­on für Erz­bi­schof Lefèbvre.

      Bischof Wil­liam­son traut Fel­lay nicht so recht über den Weg, und ange­sichts der schä­bi­gen Miß­hand­lung Bischof Wil­liam­sons durch Fel­lay und der zeit­wei­sen Schlei­me­rei Fel­lays gegen­über Rom kann ich das ver­ste­hen.

      Um nicht miß­ver­stan­den zu wer­den: Auch ich wür­de eine Eini­gung Roms mit Ecône von Her­zen begrü­ßen, doch: „Kei­ne Ein­heit ohne Wahr­heit“.

      @cuppa: Sie irren in Ihrer Unter­stel­lung, daß Bischof Wil­liam­son die Lie­be zur Kir­che feh­le. Sie ken­nen viel­leicht das gute alte „audia­tur et alte­ra pars“ (man höre auch die ande­re Sei­te). Bischof Wil­liam­son gibt wöchent­lich sei­ne Elei­son-Kom­men­ta­re her­aus. Deren Lek­tü­re hal­te ich für loh­nend, und man kann Bischof Wil­liam­son ken­nen­ler­nen.

  4. Wird es nicht lang­sam lächer­lich? Gewiss, Lef­eb­v­re hat­te sei­nen Punkt, aber Wil­liam­son? Kann man sich noch katho­lisch nen­nen, wenn der Ver­such einer Ver­söh­nung mit dem Papst als größ­ter Ver­rat über­haupt ange­se­hen wird, ja, wenn wenn von der katho­li­schen Kir­che nur abfäl­lig von „Römern“ gespro­chen wird? Was als näch­stes, „Papi­sten“? „Ultra­mon­ta­ne“ wäre auch nicht schlecht. Was ich hier sehe, ist pro­te­stan­ti­sche Sek­ten­bil­dung, nichts wei­ter. Ich glau­be nicht, dass dies die Inten­ti­on von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re war.

    @Georg

    Die Juden haben nicht nur mit Satan froh­lockt, son­dern auch Fuku­shi­ma ver­ur­sacht und alle mei­ne Kabel in der Kiste im Kel­ler mit­ein­an­der ver­kno­tet!!! …Gehts eig. noch? Ihr Anti­se­mi­tis­mus hat wirk­lich nichts mit dem Chri­sten­tum zu tuen. Es ist ver­ständ­lich, dass sie dem Holo­caust­leug­ner Wil­liam­son nach­fol­gen, aber in der Kir­che hat die­ser Hass nichts ver­lo­ren.

    • @Oberschlesien
      Das ist kein Hass,es ist die Wahr­heit die vie­le wie Sie Anti­se­mi­tis­mus Nen­nen.
      Ich fol­ge Jesus Chri­stus und nur Jesus Cri­stus nach,der die Wahr­heit ist.

    • @Oberschlesien:
      Wenn Sie zu etwas Stel­lung neh­men, soll­ten Sie schon auch wis­sen, wozu Sie Stel­lung neh­men. Aus Ihrem Posting geht klar her­vor, daß Sie weder die Pius­bru­der­schaft noch Bischof Wil­liam­son ken­nen.

      Zunächst ein­mal ist „Römer“ kei­ne Abwer­tung, son­dern ledig­lich eine Gegen­über­stel­lung von „Rom“ und „Ecône“. Sowohl die Pius­bru­der­schaft als auch Bischof Wil­liam­son sehen sich als Katho­li­ken und beten auch für Papst und Kir­che — Bischof Wil­liam­son übri­gens auch für die Pius­bru­der­schaft.

      Das mit dem „Ver­rat“ hät­te einer Eini­gung mit Rom gegol­ten, bei der die Pius­bru­der­schaft ihre eige­nen Grund­sät­ze ver­ra­ten hät­te. Zu einer sol­chen Eini­gung kam es aber nicht, nach­dem Rom den Bogen über­spannt hat­te.

      Übri­gens: Bischof Wil­liam­son leug­ne­te die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung kei­nes­wegs. Auch in die­ser Hin­sicht soll­ten Sie sich erst ein­mal kun­dig machen, ehe Sie Ihre Unwis­sen­heit so bloß­stel­len (hof­fent­lich ist es wirk­lich nur Unwis­sen­heit).

      • 1.) Viel­leicht bin ich unwis­send, denn ich bin kein Insi­der bei der Pius­bru­der­schaft und Wil­liam­son ken­ne ich auch nicht gut. Folg­lich ori­en­tie­re ich mich dar­an, was die­se Her­ren so von sich geben und was ich davon ein­se­hen kann. Wenn Herr Wil­liam­son sagt,

        “I belie­ve the­re were no gas cham­bers […] I think that 200,000 to 300,000 Jews peris­hed in Nazi con­cen­tra­ti­on camps […] but none of them by gas chambers.”

        leug­net er die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung nicht wirk­lich, er ver­harm­lost sie jedoch unge­mein ent­ge­gen allen histo­ri­schen Fak­ten, er impli­ziert, den Rest hät­ten die Juden sich aus­ge­dacht. Schön, dass wir das in einer typisch pius­brü­der­li­chen Haar­spal­te­rei bis zum Ende hin prä­zi­siert haben. Das kann jedoch nicht mas­kie­ren, wes­sen Gei­stes Kind Herr Wil­liam­son ist.

        • Also zunächst ein­mal: Weih­bi­schof Wil­liam­son war nicht der Spre­cher der Pius­bru­der­schaft, son­dern sprach sei­ne eige­ne Mei­nung aus. Es ist Falsch­spie­le­rei, der gan­zen Pius­bru­der­schaft die Mei­nung Bischof Wil­liam­sons zuzu­schrei­ben.

          Daß Bischof Wil­liam­son nicht an die Gas­kam­mern glaubt, habe ich andern­orts bereits geschrie­ben. Er nann­te sogar Grün­de, war­um er nicht dar­an glaubt.

          Die kann man nun für rich­tig hal­ten oder falsch, in einem frei­en Land soll­te man frei sei­ne Mei­nung sagen dür­fen.

          Aber nett, daß Sie, „Ober­schle­si­en“, schon ein­mal erkannt haben, daß Bischof Wil­liam­son die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung nicht leug­ne­te. Das ist schon ein­mal ein Erkennt­nis­fort­schritt, viel­leicht fol­gen ja noch ande­re.

          Übri­gens: „DIE Juden“ haben sich das schon ein­mal gar nicht aus­ge­dacht. Haupt­säch­lich war das einer: Raul Hil­berg. Er ist gleich­sam der „Vater“ der Geschichts­schrei­bung über die Juden­ver­fol­gung.

          „Typisch pius­brü­der­li­che Haar­spal­te­rei“ — ach wie „sach­lich“ …

        • „Wes­sen Gei­stes Kind“ soll Ihrer Mei­nung nach Bischof Wil­liam­son denn sein?

          Wol­len Sie ihn allen Ern­stes wegen sei­ner Mei­nung über die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung ver­teu­feln?

          Dann sind Sie ent­we­der auf das übel­ste bös­ar­tig oder haben einen arg getrüb­ten Blick auf Mit­men­schen.

          • Ich habe nie behaup­tet, dass die gan­ze Pius­bru­der­schaft die­se Mei­nung hat. Das müs­sen sie falsch ver­stan­den haben. Ich weiß, dass sich vie­le ihrer Ver­tre­ter von Wil­liam­son distan­ziert haben, und das ist auch gut so. Aus wel­chem Grund ver­tei­di­gen sie ihn?
            Und ich weiß nicht, wie ich Wil­liam­son ver­leum­den soll, er gibt doch selbst die­se Kom­men­ta­re ab, ich dich­te sie ihm nicht an. Der Holo­caust ist hin­rei­chend doku­men­tiert, allein Polen hat mehr als 2 Mil­lio­nen jüdi­sche Bür­ger ver­lo­ren. Ich glau­be kaum, dass Wil­liam­son aus histo­ri­schem Inter­es­se die­se Aus­sa­gen, die völ­lig unwahr sind, tätigt. Sol­che Rech­nun­gen stel­len für gewöhn­lich Anti­se­mi­ten und Ver­harm­lo­ser auf, z.B. mei­nen die Tür­ken auch immer, sie hät­ten nie einen Völ­ker­mord an den Arme­ni­ern began­gen. Die­ses Gei­stes Kind mei­ne ich. Wil­liam­son mag sei­ne Mei­nung haben, aber ich muss die­se nicht mögen. Dadurch bin ich lan­ge nicht „bös­ar­tig“. Vie­len Dank auch ihnen für ihre Sach­lich­keit 😉

          • Soso, nie behaup­tet. sie schrie­ben aber im Zusam­men­hang mit Bischof Wil­liam­son und sei­ner Mei­nung über die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung:
            „Folg­lich ori­en­tie­re ich mich dar­an, was die­se Her­ren so von sich geben und was ich davon ein­se­hen kann. …
            Schön, dass wir das in einer typisch pius­brü­der­li­chen Haar­spal­te­rei bis zum Ende hin prä­zi­siert haben.“
            Kom­men­tar dazu erüb­rigt sich wohl.

            „allein Polen hat mehr als 2 Mil­lio­nen jüdi­sche Bür­ger ver­lo­ren“
            1) Sie wis­sen doch wohl, daß der erste Mas­sen­mord an Juden wäh­rend des 2.Weltkrieges von Polen began­gen wur­de, näm­lich in Jed­wab­ne? Und daß bereits zwi­schen den Welt­krie­gen Juden von Polen ermor­det wur­den?
            2) Sie wis­sen doch wohl auch, daß Polen das Land mit dem größ­ten Juden­an­teil in Euro­pa war?

            Sie kön­nen übri­gens davon aus­ge­hen, daß Bischof Wil­liam­son das für wahr hält, was er sagt. Er begrün­de­te sei­ne Aus­sa­ge ja auch. Und er wur­de doch dazu gefragt. Indem Sie Bischof Wil­liam­son Haß und Lüge unter­stel­len, ver­leum­den Sie ihn.

          • Ich schrieb:
            „Wol­len Sie ihn allen Ern­stes wegen sei­ner Mei­nung über die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung ver­teu­feln?

            Dann sind Sie ent­we­der auf das übel­ste bös­ar­tig oder haben einen arg getrüb­ten Blick auf Mit­men­schen.“

            Wenn sie sich nicht für bös­ar­tig hal­ten, …

            Allein ihre Schrei­bung der Anre­de, die ich nun zur Ant­wort über­nom­men habe, ver­rät ja schon eini­ges.

      • 2.) „Rom den Bogen über­spannt hat­te“ kann man als ähn­lich abfäl­lig auf­fas­sen! Ich ver­mis­se ein wenig den Respekt vor dem Hl. Vater. Bene­dikt hat ENTGEGEN der Mei­nung der Welt und gegen vie­le Wider­stän­de die Ver­hand­lun­gen mit den Pius­brü­dern auf­ge­nom­men und ihre Exkom­mu­ni­ka­ti­on auf­ge­ho­ben. Auch wenn die Ver­hand­lun­gen still­ste­hen, soll­ten sie nicht EIN WENIG dar­an inter­es­siert sein, dass man zu einer Eini­gung kommt? Statt­des­sen tut man empört, weil das Ange­bot kei­ne bedin­gungs­lo­se Kapi­tu­la­ti­on ist.

        • Aber Rom hat defi­ni­tiv den Bogen über­spannt, als es von der Pius­bru­der­schaft die Unter­zeich­nung der Prä­am­bel ver­lang­te. Das konn­te die Pius­bru­der­schaft nicht, ohne sich selbst zu ver­ra­ten.

          Und wenn hier „Rom“ geschrie­ben wird, dann ganz ein­fach des­we­gen, weil nicht genau bekannt ist, wer die­ses unmög­li­che Ver­lan­gen wirk­lich zu ver­ant­wor­ten hat. Mit Abfäl­lig­keit hat das über­haupt nichts zu tun.

          @Oberschlesien:
          Ehe Sie Respekt von ande­ren ver­lan­gen, soll­ten Sie erst ein­mal ande­ren Ihren Respekt ent­ge­gen­brin­gen, bei­spiels­wei­se der von Ihnen so böse ver­leum­de­ten Pius­bru­der­schaft und auch Bischof Wil­liam­son.

          Und was soll denn eigent­lich „die Mei­nung der Welt“ sein? Sie bil­den sich doch nicht etwa ein, daß die Mei­nung bei­spiels­wei­se des ZdJ iden­tisch mit der Welt­mei­nung sei?

          Die Annah­me der Prä­am­bel wäre übri­gens eine bedin­gungs­lo­se Kapi­tu­la­ti­on, denn die Pius­brü­der müß­ten damit ihrer gesam­ten Grund­la­ge abschwö­ren.

          • Ich weiß ja nicht ob sie auch mal Fern­se­hen schaun, Zei­tung lesen oder mit Men­schen spre­chen, die nicht der Pius­bru­der­schaft ange­hö­ren, aber ihre Grup­pe ist nicht beson­ders beliebt und eher als erz­kon­ser­va­ti­ve, anti­se­mi­ti­sche, frau­en­feind­li­che etc etc sie wis­sen ja was ich mei­ne ver­schrien. Ich schät­ze das Werk der Pius­brü­der ein biss­chen posi­ti­ver ein und das tut sicher auch der Papst, sonst hät­te wohl kei­nen Gesprä­chen zuge­stimmt. Aber tun sie nicht als ob sie nicht wüss­ten, dass er sich damit kei­ne Freun­de in der Welt gemacht hat. Sogar Mut­ti Mer­kel hielt es damals für not­wen­dig, den Papst medi­en­wirk­sam in die völ­ki­sche Ecke zu stel­len. Papst Bene­dikt hat den Alten Ritus frei gege­ben, auch dafür wur­de er zum Teil übel beschimpft. Ist dass alles nicht im Sin­ne ihrer Bru­der­schaft gewe­sen? Sie alle schul­den Papst Bene­dikt Dank und Respekt, ICH schul­de Wil­liam­son GARNICHTS.

          • Stel­len sie sich vor, ich schaue Fern­se­hen, lese Zei­tung und spre­che auch mit Men­schen, die nicht der Pius­bru­der­schaft ange­hö­ren.

            ihre (Ober­schle­si­en) Anzweif­lun­gen ver­ra­ten ein­mal mehr, welch Ungei­stes Kind sie (Ober­schle­si­en) selbst sind.

            Und schon wie­der drängt sich die Fra­ge auf, bei wem die Pius­bru­der­schaft „nicht beson­ders beliebt“ sein soll und als „erz­kon­ser­va­ti­ve, anti­se­mi­ti­sche, frau­en­feind­li­che etc“ ange­se­hen sein soll.

            „Sogar Mut­ti Mer­kel …“ Ach die­se Stief­mut­ti, die für ihre Rück­grat­lo­sig­keit gegen­über bestimm­ten Orga­ni­sa­tio­nen doch nun wirk­lich hin­rei­chend berüch­tigt ist.

            Im übri­gen habe ich doch schon dar­auf auf­merk­sam gemacht, daß die Mei­nung der Welt nicht iden­tisch mit der Mei­nung einer Orga­ni­sa­ti­on wie dem ZdJ iden­tisch ist.

          • Zum Genie­ßen (oder auch nicht):

            „ober­schle­si­en“:
            „Ich schät­ze das Werk der Pius­brü­der ein biss­chen posi­ti­ver ein“

            der­sel­be „ober­schle­si­en“:
            „Schön, dass wir das in einer typisch pius­brü­der­li­chen Haar­spal­te­rei bis zum Ende hin prä­zi­siert haben.“

            Das nennt „ober­schle­si­en“ also „posi­ti­ve­re Ein­schät­zung“ …

  5. Dan­ke an Ober­schle­si­en

    Ich bin fun­da­men­tal katho­lisch, lei­der noch lan­ge nicht hei­lig. Ist das Hoch­mut????
    Oder ist es ein­fach nur Dumm­heit, alles von der Kir­che gelehr­te ver­nünf­tig zu fin­den?

    Es ist mir zB völ­lig unver­ständ­lich, wie man aus dem Frei­en Wil­len des gott­ge­schaf­fe­nen MENSCHEN und der Wahr­heit, daß nur in Chri­stus das Heil erlangt wer­den kann, einen sol­chen Zir­kus machen kann.

    Der sel­be Zir­kus wird um „für alle / für vie­le“ ver­an­stal­tet.

    Es ist böser Wil­le, wenn man den Gläu­bi­gen weis­macht, daß alle „zwangs­wei­se“ in den Him­mel kom­men.
    (Das gilt auch für die Zwangs­ab­so­lu­ti­on ohne Bekennt­nis und Reue zu Beginn der fast aller­orts übli­chen Hl. Mes­sen; ein kras­ses Gegen­stück zum Stu­fen­ge­bet. Peter Scholl-Latour hat mich mit sei­nem „Der Tod im Reis­feld“ ange­stif­tet, wie­der ein­mal den Schott zur Hand zu neh­men. Ja, wer es anneh­men kann!)

    Es ist doch ganz leicht zu ver­ste­hen: Chri­stus hat für alle soviel gelit­ten, daß jeder mit eige­ner Anstren­gung in den Him­mel kom­men kann

  6. Ohne Umweg über das Feg­feu­er.
    Aber wir ken­nen uns.

    Offen­bar ist auch unse­re (mei­ne inklu­si­ve) Dumm­heit, unse­re tat­säch­li­che „All­wis­sen­heit“ zu nut­zen. Nie­mand muß wis­sen, wel­ches Anlie­gen dem Hl. Vater gera­de beson­ders am Her­zen liegt. Oder wer gera­de beson­de­ren Bei­stand bräuch­te. Allen könn­ten wir, sofern wir woll­ten, hel­fen.

    Ich bit­te alle dar­um, sich ein­mal über „fug­gern“ Gedan­ken zu machen. Mir scheint, daß es nicht nur man­chen Mis­sio­na­ren, son­dern der Welt hilf­reich sein könn­te.

  7. Die Kri­se ist voll in Rom ange­kom­men, ja. Aber des­we­gen von den „Aposta­ten von Rom“ zu spre­chen, ist unge­heu­er­lich. Die holz­schnitt­ar­ti­gen Beschimp­fun­gen Wil­liam­sons zei­gen eine außer­ge­wöhn­li­che Respekt­lo­sig­keit.
    Bischof Wil­liam­son hat nicht nur den Holo­caust abge­schwächt, son­dern er woll­te sich auch von einem bekann­ten rechts­ra­di­ka­len Anwalt ver­tre­ten las­sen. Bischof Fel­lay muss­te ihn dar­an hin­dern. Wlliam­son hat kein Recht, die katho­li­sche Tra­di­ti­on, für die die FSSPX steht, in die rech­te Ecke zu rücken. Dort war sie nie!
    Sein unrei­fes Ver­hal­ten, den legal gewähl­ten Obe­ren stür­zen zu wol­len, von „Fel­lay und sei­ner Ban­de“ zu spre­chen, macht ihn für eine katho­li­sche Ordens­ge­mein­schaft untrag­bar. Für jede!
    Und dann weiht man nicht ein­fach Bischö­fe, weil man sich in Oppo­si­ti­on befin­det. Der Respekt vor dem Bischofs­amt ver­bie­tet das!
    Der Mann scheint auf einem Ego­trip zu sein, lei­der. Möge er so wenig Unheil anrich­ten, wie es mög­lich ist.

    • Infor­ma­ti­ons­fra­ge: Wer hat wann von „Aposta­ten von Rom“ gespro­chen?

      Was sol­len „holz­schnitt­ar­ti­ge Beschimp­fun­gen“ sein? Geht das auch ein­mal kon­kret sach­lich?

      Respekt­lo­sig­keit — wer Respekt bean­sprucht, soll­te sich die­sen Respekt schon auch ver­die­nen.

      „hat nicht nur den Holo­caust abge­schwächt“ — ach, ist das ein Kapi­tal­ver­bre­chen? In einer frei­en Gesell­schaft soll­te doch jeder das Recht haben, sei­ne Mei­nung äußern zu dür­fen — und übri­gens auch sich einen Rechts­an­walt eige­ner Wahl zu neh­men. Von hin­dern MÜSSEN kann da kei­ne Rede sein.
      Und wie soll Bischof Wil­liam­son denn die gan­ze Pius­bru­der­schaft in die „rech­te Ecke“ rücken kön­nen? Er ist doch nur ein Ein­zel­ner, mit sei­ner ganz per­sön­li­chen Mei­nung. Oder soll hier wie­der ein­mal von einem Ein­zel­nen auf ande­re pau­scha­li­siert wer­den?

      Die­ser „legal gewähl­te Obe­re“ hat vor­her selbst ille­gal gehan­delt, näm­lich sta­tu­ten­wid­rig Bischof Wil­liam­son von dem Gene­ral­ka­pi­tel 2012 aus­ge­la­den. Danach war das „Fel­lay und sei­ne Ban­de“ berech­tigt.

      • Neben­bei bemerkt: Den Holo­caust kann Bischof Wil­liam­son gar nicht abschwä­chen, das kann nie­mand. Was gesche­hen ist, ist gesche­hen.

        Aber Bischof Wil­liam­son meint, daß es kei­ne Gas­kam­mern gab, und daß es auch bei wei­tem nicht so vie­le Opfer der natio­nal­so­zia­li­sti­schen Juden­ver­fol­gung gab.

        Er posaun­te das auch nicht von sich aus her­aus, son­dern beant­wor­te­te eine ihm gestell­te Fra­ge — und ein höf­li­cher Mensch soll­te doch eine ihm gestell­te Fra­ge grund­sätz­lich und grund­sätz­lich wahr beant­wor­ten.

        Bischof Wil­liam­son ist nicht Gott, sonst hät­te er viel­leicht eine bes­se­re Ant­wort gefun­den, so wie Chri­stus, als ihm die Fang­fra­ge gestellt wur­de, ob man Steu­ern zah­len dür­fe.

    • Wenn Bischof Wil­liam­son wirk­lich den einen oder ande­ren Bischof weiht, dann nicht, weil er „sich in Oppo­si­ti­on“ befin­det, son­dern weil er es aus sei­ner Sicht für nötig hält. Ich selbst wür­de Bischofs­wei­hen von ihm übri­gens nicht für gut hal­ten, u.a. des­we­gen, weil es dann mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit zu einer neu­en Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­er­klä­rung kom­men wür­de. Das soll­te Bischof Wil­liam­son sich erspa­ren.

      @cuppa: Auch wenn Sie Bischof Wil­liam­son nicht mögen, soll­ten Sie viel­leicht doch etwas sach­li­cher ihm gegen­über wer­den. So ist Bischof Wil­liam­son kei­nes­wegs unreif, son­dern ein hoch­in­tel­li­gen­ter Mann, mei­ner Mei­nung nach auch um eini­ges intel­li­gen­ter als Fel­lay, und oben­drein noch um vie­les ehr­li­cher und muti­ger.

  8. Ner­vig immer wie­der von einer Exkom­mu­ni­ka­ti­on zu lesen:

    „Sie führ­ten zum Bruch mit Rom, wäh­rend sich Erz­bi­schof Lef­eb­v­re und die vier geweih­ten Bischö­fe die Exkom­mu­ni­ka­ti­on zuzo­gen. Daß die Exkom­mu­ni­ka­ti­on nicht mehr fort­be­steht, wur­de Anfang 2010 vom Hei­li­gen Stuhl fest­ge­stellt.“

    Das ist schlicht falsch. Es wur­de ein Dekret, in dem von einer Exkom­mu­ni­ka­ti­on gespro­chen wur­de, zurück­ge­nom­men. Kir­chen­recht­lich wur­de nie eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on sei­tens des Vati­kan aus­ge­spro­chen und fest­ge­stellt.

    Der Kir­chen­recht­ler Pater Gerald Mur­rey aus der Erz­diö­ze­se New York schrieb 1995:

    [ Folgt im näch­stem Kom­men­tar]

  9. „Ich habe ein Lizen­ti­at im Kir­chen­recht erhal­ten und die­ses The­ma, näm­lich die Exkom­mu­ni­ka­ti­on von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, für mei­ne Arbeit stu­diert (…) Sie sind, soweit ich es erken­nen kann, nicht als Schis­ma­ti­ker exkom­mu­ni­ziert, weil der Vati­kan nie gesagt hat, sie wären es (…) Man kann (…) nach­wei­sen, daß Lef­eb­v­re nie exkom­mu­ni­ziert war, und daher auch nie­mand sonst. (…) Ich kom­me zu dem Schluß, kir­chen­recht­lich gespro­chen, daß er nicht an einer durch das Kir­chen­recht straf­ba­ren schis­ma­ti­schen Tat schul­dig ist. Er ist schul­dig einer Tat des Unge­hor­sams gegen­über dem Papst, aber er voll­zog sie auf eine Art und Wei­se, die es ihm ermög­lich­te, eine Rechts­vor­keh­rung in Anspruch zu neh­men, die ihn vor der auto­ma­ti­schen (latae sen­ten­tiae) Exkom­mu­ni­ka­ti­on für die­se Tat bewahr­te.“

    Es wäre zu begrü­ssen, wenn Herr Nar­di hier Seri­ös und sorg­fäl­ti­ger arbei­ten wür­de. Das Zitat ist hier auf der Sei­te zu fin­den: Hier https://www.katholisches.info/?p=8838 und hier: https://www.katholisches.info/?p=811.

    • Lie­be Frau Hil­le,

      Ihre Aus­füh­run­gen sind nicht rich­tig. Ich zitie­re aus dem Dekret der Kon­gre­ga­ti­on für die Bischö­fe — Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on von vier Bischö­fen der Bru­der­schaft St. Pius X. vom 21.01.2009:

      „Auf Grund­la­ge der mir aus­drück­lich vom Hei­li­gen Vater Bene­dikt XVI. über­tra­ge­nen Voll­macht hebe ich kraft die­ses Dekrets für die Bischö­fe Ber­nard Fel­lay, Ber­nard Tis­sier de Mal­lerais, Richard Wil­liam­son und Alfon­so de Galar­re­ta die Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae auf, die von die­ser Kon­gre­ga­ti­on mit Datum vom 1. Juli 1988 erklärt wor­den war. Ich erklä­re das damals erlas­se­ne Dekret ab dem heu­ti­gen Datum für juri­stisch wir­kungs­los.“

      Das Dekret vom 01.07.1988 wur­de also „ab dem heu­ti­gen Datum“ und nicht „rück­wir­kend zum 01.07.1988“ auf­ge­ho­ben. Inso­weit wur­de sehr wohl eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on ver­hängt und die­se Exkom­mu­ni­ka­ti­on durch Dekret per 21.01.2009 (für die Zukunft) auf­ge­ho­ben.

      • Sie haben fast Recht. Bes­ser hät­te ich schrei­ben müs­sen: Es wur­de eine nicht gül­ti­ge Exkom­mu­ni­ka­ti­on zurück­ge­nom­men und das damals erlas­se­ne Dekret als wir­kungs­los bezeich­net.

    • Der von Ihnen (und auch von ande­ren) auf­ge­wor­fe­ne Punkt betrifft die Fra­ge, ob die Exkom­mu­ni­ka­ti­on vom 01.07.1988 wirk­sam war. Dreh- und Angel­punkt die­ser Streit­fra­ge ist, ob die Grund­la­ge für die Exkom­mu­ni­ka­ti­on, der Erz­bi­schof Lef­eb­v­re und den vier Weih­bi­schö­fen vor­ge­wor­fe­ne „schis­ma­ti­sche Akt“, tat­säch­lich vor­ge­le­gen hat.

      Ich möch­te an die­ser Stel­le die­se Dis­kus­si­on nicht wei­ter aus­füh­ren, aller­dings hat das Dekret vom 21.01.2009 kei­nes­wegs das Dekret sowie die aus die­sem fol­gen­de Exkom­mu­ni­ka­ti­on vom 01.07.1998 für Unrecht­mä­ßig erklärt, son­dern viel­mehr die Exkom­mu­ni­ka­ti­on aus dem „väter­li­chem Emp­fin­den gegen­über der von den Betrof­fe­nen bekun­de­ten geist­li­chen Beschwer­nis wegen der Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on“, also aus Gna­de, auf­ge­ho­ben.

      Dass die mög­li­cher­wei­se anste­hen­de Bischofs­wei­he durch Weih­bi­schof Wil­liam­son ein offen­sicht­li­cher schis­ma­ti­scher Akt dar­stellt, ist ange­sichts sei­ner schrift­li­chen Elei­son-Kom­men­ta­re für jeden nach­les­bar; da gibt es kei­nen Zwei­fel.

      • So wie man nicht erken­nen will, dass ein gro­sser Teil des 2. Vati­ka­num eine Häre­sie ist und noch nicht in der Lage ist, dies zu berich­ti­gen, so muss man, um z.B. den deut­schen Bischö­fen zu gefal­len, auch immer wie­der die Exkom­mu­ni­ka­ti­on wie­der­käu­en. Wie sonst soll heu­te Kir­che funk­tio­nie­ren? Auch ist ein wie­der­käu­en für die Petrus­bru­der­schaft wich­tig, dar­über defi­niert sie sich schließ­lich.

        • Lie­be Frau Hil­le,

          dann ist für Sie Papst Bene­dikt XVI. ein Häre­ti­ker, da er das gesam­te II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil für recht­mä­ßig hält, er, nach Ihrem Gedan­ken­gang, die Häre­si­en des Kon­zils ver­tei­digt und sogar auch noch ver­brei­tet. Wenn dies der Fall sein soll­te, Weih­bi­schof Wil­liam­son schreibt in die­sem Zusam­men­hang ger­ne von „Neurom“, war­um soll­te Papst Bene­dikt XVI. als Häre­ti­ker über­haupt noch ein recht­mä­ßi­ger Papst sein?

          Bei der Beant­wor­tung die­ser Fra­ge win­det sich übri­gens Weih­bi­schof Wil­liam­son in sei­nen Elei­son Kom­men­ta­ren wie ein Aal, weil er weiß, dass er mit einem offe­nen Sedis­va­ka­tis­mus weit weni­ger Gläu­bi­ge auf sei­ne Sei­te zie­hen kann, als mit sei­ner Dia­lek­tik.

          Im Übri­gen ver­ste­he ich Ihre Empö­rung nicht wirk­lich. Wenn ein gro­ßer Teil des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils eine Häre­sie ist, dann dürf­te es Ihnen sowie Weih­bi­schof Wil­liam­son doch eine Ehre sein, von einem Häre­ti­ker exkom­mu­ni­ziert zu wer­den.

          • Weih­bi­schof Wil­liam­son ist kein Sedis­va­kan­tist, er erkennt Papst Bene­dikt XVI. als recht­mä­ßi­gen Papst an, betet für ihn und ruft zum Gebet für ihn auf. Des­we­gen kann er sich in die­ser Ange­le­gen­heit auch gar nicht aal­ar­tig win­den, wie Sie, Nas­sau­er, hier vor­lü­gen.

            Für einen Katho­li­ken kann es kei­ne Ehre sein, vom Papst exkom­mu­ni­ziert zu wer­den, auch dann nicht, wenn der Papst Häre­si­en ver­kün­det. Sei­ne letz­te Häre­sie ist lei­der erst vor kur­zem erfolgt, näm­lich in der Bezeich­nung Chri­sti (also des Schöp­fers) als „Neu­schöp­fung“ im drit­ten Jesus­buch. Assi­si wäre in die­sem Zusam­men­hang noch zu erwäh­nen, und damit zusam­men auch der zweit­va­ti­ka­ni­sche Rela­ti­vis­mus.

            Eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on kann für kei­nen tra­di­ti­ons­be­wuß­ten Katho­li­ken eine Ehre sein, weil für sol­che Katho­li­ken die katho­li­sche Kir­che die eine von Gott gegrün­de­te Kir­che ist — was so eini­ge nach­kon­zi­lia­re Schein­ka­tho­li­ken lei­der etwas anders sehen.

          • Sehr geehr­ter Herr See­feldt,

            dan­ke, dass Sie mich der Lüge bezich­ti­gen. Aber lesen wir doch die Wor­te von Weih­bi­schof Wil­liam­son:

            „In der Tat, wenn ich Bene­dikt XVI. so gut wie zu einem Neu­papst erklä­re, wie könn­te ich dann noch glau­ben, daß er ein ech­ter Papst sei? Doch tat­säch­lich den­ke ich, daß er bei­des ist, d.h. Neu­papst der Kon­zils­kir­che und ech­ter Papst der katho­li­schen Kir­che, weil bei­de sich ein­an­der noch nicht voll­stän­dig aus­schlie­ßen.“
            (aus: EC 198).

            The­se, Anti­the­se, Syn­the­se.

            Ent­spre­chend kommt Weih­bi­schof Wil­liam­son zu dem Schluss: „Weil nur for­mel­le Häre­ti­ker aus der Kir­che aus­ge­schlos­sen sind und weil die ein­zig siche­re Metho­de, eine for­mel­le Häre­sie nach­zu­wei­sen, im Fal­le eines Pap­stes nicht anwend­bar ist, muß eine gewi­ße Band­brei­te an Mei­nun­gen zum Pro­blem der Kon­zil­späp­ste offen­blei­ben.“
            (aus: EC 199).

            Libe­ra­le Tra­di­tio­na­li­sten sowie Sedis­va­kan­ti­sten haben also bei­de Recht. Der Papst kann Papst sein, muss es aber nicht. Welch´ kla­re Wor­te!

          • @Nassauer:

            Auch in dem von Ihnen gebrach­ten Zitat schreibt Bischof Wil­liam­son in aller Deut­lich­keit „ech­ter Papst der katho­li­schen Kir­che“, ohne Wenn und Aber.

            Das mit dem Neu­papst hebt die­se Ausa­ge ein­deu­tig NICHT auf.

            Um etwas Ord­nung in Ihre Ver­wir­rung zu brin­gen, schla­ge ich Ihnen die Lek­tü­re von EC 279 und 281 vor. Das ist zwar auch kei­ne leicht Kost, kann aber wei­ter­hel­fen.

  10. Bischof Wil­liam­son wur­de wegen sei­nes Unge­hor­sam aus der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X aus­ge­schlos­sen. Und die jet­zi­ge Situa­ti­on um Bischof Wil­liam­son mit der dama­li­gen Situa­ti­on rund um sei­ne Exzel­lenz Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re und der FSSPX zu ver­glei­chen, wäre zumin­dest in mei­nen Augen, Schwach­sinn. Den was woll­te Sei­ne Exzel­lenz Erz­bi­schof Lef­eb­v­re errei­chen? Er woll­te nichts ande­res, als das die Hei­li­ge Tra­di­ti­on in der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che wie­der her­ge­stellt wird, und sei­ne Exzel­lenz hat fasst schon in Pro­phe­ti­scher Art und Wei­se den Zustand der Kir­che in der heu­ti­gen Zeit vor­her­ge­sagt, und schon damals zu Recht bewie­sen, das gewis­se Irr­leh­ren die in den „Kon­zils­tex­ten zu fin­den sind, dafür ver­ant­wort­lich sind. Den­noch hat sei­ne Exzel­lenz immer ver­sucht sich mit dem Hei­li­gen Stuhl zu eini­gen, und Bischof Wil­liam­son hat dies stän­dig tor­pe­diert.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Fel­lay soll­te ein­mal beden­ken, daß er sein Bischofs­amt sei­ner­seits nur einem Akt des Unge­hor­sams zu ver­dan­ken hat.

      Übri­gens gibt es einen ziem­lich wich­ti­gen Unter­schied zwi­schen Gehor­sam und Kada­ver­ge­hor­sam.

      Fel­lay soll­te außer­dem beden­ken, daß Erz­bi­schof Lefèbvre ihn gemein­sam mit drei ande­ren Prie­stern zum Bischof weih­te — dar­un­ter eben auch Richard Wil­liam­son.
      Von daher wäre etwas mehr Kol­le­gia­li­tät Fel­lays ange­bracht gewe­sen. Über­haupt gehört zum Füh­ren schon eini­ges mehr als nur Befeh­le zu ertei­len und „Unge­hor­sam“ zu bestra­fen …

      • See­feldt: Was geschieht wenn UNGEHORSAM nicht geahn­det wird, ist ja am besten am Zustand der „Kör­per­schaf­ten öffent­li­chen Rechts katho­li­sche Kir­che des deutsch­spra­chi­gen Rau­mes“ erken­nen (sie­he Auf­ruf zum Unge­hor­sam des häre­tisch-schis­ma­ti­schen Ver­ei­nes „Pfar­re­rinitia­ti­ve, WiSi­Ki, POA usw., den lit­ur­gi­schen Miss­brauch, die För­de­rung der akti­ven Homo­ehe und des Mas­sen­mor­des an unge­bo­re­nen Kin­dern, zumin­dest in Ö), aber um halt zumin­dest denn Schein zu geben das man halt doch noch >Papst­treu< sei, wird die­se Mär­chen­haft ver­kün­det, und vie­le die ein Opfer der Got­tes- Glau­bens­k­rie­se aus­ge­löst durch das VK II wur­den, Glau­ben den „Berufs­ka­tho­li­ken“ die sich schon viel­fach in Wöl­fe ver­wan­delt haben, weil die­se eben das Gute als Böse und das Böse als Gut ver­kau­fen, und vie­le Per­so­nen möch­ten nicht mehr so Leben wie Gott der Herr es möch­te, son­dern nur mehr so, wie es der Wider­sa­cher Got­tes unse­res Herrn wünscht.

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

        • Erstens ist Fel­lay nicht der Papst,

          und zwei­tens soll­te ein Obe­rer mit der Ein­for­de­rung von Gehor­sam doch wei­se ver­fah­ren. Fel­lay ging schlicht­weg zu weit, als er von Bischof Wil­liam­son das Ende der Elei­son-Kom­men­ta­re for­der­te.
          Und wenn ein Obe­rer von ande­ren Gehor­sam ver­langt, soll­te er schon auch selbst gehor­sam sein, bei­spiels­wei­se gegen­über den Sta­tu­ten der Pius­bru­der­schaft, die eine Ein­la­dung der Weih­bi­schö­fe zu den Gene­ral­ka­pi­teln for­dern. Die­se Sta­tu­ten hat Fel­lay aber mit der Aus­la­dung Bischof Wil­liam­sons von dem Gene­ral­ka­pi­tel 2012 gebro­chen.

  11. Wenn Bischof Wil­liam­son Prie­ster hat, die geeig­net sind, geweiht zu wer­den, dann muß er das auch tun.

  12. Wil­liam­son soll­te beden­ken, dass Erz­bi­schof Lef­eb­v­re von den vier Bischö­fen ver­langt hat, sie soll­ten zusam­men­blei­ben. Das heißt nicht, dass unter ihnen kei­ne Kon­flik­te ent­ste­hen dür­fen. Nur, die drei ande­ren Bischö­fe haben sich geei­nigt. Die FSSPX sei aus die­ser Prü­fung, der Unei­nig­keit, gestärkt her­vor­ge­gan­gen, gerü­stet, wahr­schein­lich noch schwe­re­re kom­men­de Prü­fun­gen bestehen zu kön­nen. Dies sag­te Bischof de Galar­re­ta am 13. Okto­ber 2012.
    Ein Gene­ral­obe­rer ist ver­pflich­tet, ein Mit­glied aus­zu­schlie­ßen, dass offen den Sturz des Lei­ters for­dert . Sonst zer­fällt eine Ordens­ge­mein­schaft.
    Dem Ruf Wil­liam­sons, „Bischof Fel­lay und sei­ne Ban­de“ — o, wie kol­le­gi­al — zu stür­zen, folg­te das Gene­ral­ka­pi­tel nicht.
    Nie­mand sei gehin­dert, sich Wil­liam­son anzu­schlie­ßen, wenn er glaubt, die­ser sei im Recht. Er möge sich aber bit­te! nicht auf Erz­bi­schof Lef­eb­v­re beru­fen, denn die­ser woll­te zwei Prie­ster­bru­der­schaf­ten, auf sei­nen Namen gegrün­det, auf gar kei­nen Fall.

    • @cuppa:
      Beach­ten Sie doch bit­te die Rei­hen­fol­ge:
      Erst lud Fel­lay Bischof Wil­liam­son von dem Gene­ral­ka­pi­tel der Pius­bru­der­schaft aus und brach damit die Sta­tu­ten der Pius­bru­der­schaft, erst danach sprach Bischof Wil­liam­son von „Fel­lay und sei­ner Ban­de“ und von der Hoff­nung (nicht For­de­rung), daß Fel­lay auf dem Gene­ral­ka­pi­tel gestürzt wür­de.

      Der Aus­la­dung gin­gen oben­drein noch eini­ge ande­re Bös­ar­tig­kei­ten Fel­lays gegen­über Bischof Wil­liam­son vor­aus; Fel­lay ern­te­te nur, was er selbst über­reich­lich gesät hat­te.

      Was nun Erz­bi­schof Lefèbvre angeht, so habe ich den Ein­druck, daß Bischof Wil­liam­son dem Erz­bi­schof weit­aus näher­steht als Fel­lay dem Erz­bi­schof.

      Und soll­te es tat­säch­lich eine Spal­tung der Pius­bru­der­schaft geben, dann hat das Fel­lay ver­schul­det, unter ande­rem eben mit dem Aus­schluß Bischof Wil­liam­sons und noch eini­ger ande­rer Prie­ster.

      • Beach­ten Sie bit­te fol­gen­de Rei­hen­fol­ge:

        Es wur­den immer wie­der Inter­na von, oder vom Umfeld Bischofs Wil­liam­son aus­ge­plau­dert. Auf der Visi­ta­ti­ons­rei­se (Asi­en), visi­tier­te er nicht, son­dern rief zum Wider­stand gegen Bischof Fel­lay auf. Erst danach erfolg­te die Aus­la­dung (od. Nicht­ein­la­dung) zum Gene­ral­ka­pi­tel. Ob das den Sta­tu­ten ent­sprach weiß ich nicht, kann ich mir aber sehr gut vor­stel­len.

      • Über­haupt, Sie schrei­ben stän­dig über die Sta­tu­ten. Soweit ich weiß sind die­se aber nicht gera­de öffent­lich. Des­halb mei­ne Ver­mu­tung, Sie behaup­ten da etwas was nicht stimmt.

        Die Reak­tio­nen von Fel­lay sind nach­voll­zieh­bar! Das Ver­hal­ten von Bischof Wil­liam­son eher nicht.

        Er wur­de übri­gens auch nicht in Lon­don kalt gestellt, son­dern er muss­te sich dort wegen ande­rer Grün­de (die nichts mit der Bru­der­schaft und wenig mit der Gas­kam­mer­ge­schich­te zu tun haben) auf­hal­ten.

        Bischof Fel­lay geht es um den Glau­ben, um den wah­ren katho­li­schen Glau­ben und um die Kir­che. Bei Bischof Wil­liam­son habe ich den Ein­druck ein ver­zo­ge­nes Kind vor mir zu haben, was eigent­lich weiß das es falsch liegt, es aber nicht schafft sei­ne Feh­ler zu kor­ri­gie­ren.

        Der Feh­ler von Fel­lay, und vie­ler ande­rer Obe­ren, liegt viel­leicht dar­in zu wenig von Men­schen­füh­rung zu ver­ste­hen. In der Wirt­schaft nennt man dies Soft­kills, glau­be ich.

        • „Der Feh­ler von Fel­lay, und vie­ler ande­rer Obe­ren, liegt viel­leicht dar­in zu wenig von Men­schen­füh­rung zu ver­ste­hen.“

          In die­ser Hin­sicht haben Sie völ­lig recht.

          Bischof Wil­liam­son geht es viel­leicht mehr um den wah­ren katho­li­schen Glau­ben als Fel­lay. Ihr Ein­druck von dem ver­zo­ge­nen Kind ist ziem­lich her­ab­set­zend und auch in der Sache falsch.

          • Sie geben mir Recht? Dann stel­le ich es kla­rer da! Fel­lays mög­li­cher Feh­ler liegt dar­in, dass es ihm nicht gelang mit dem „ver­zo­ge­nen“ Bischof Wil­liam­son so umzu­ge­hen, dass er (Wil­liam­son) sich nicht ver­rennt.

            Um das zu ver­hin­dern hät­te es einer spe­zi­el­len psy­cho­lo­gi­schen und päd­ago­gi­schen Aus­bil­dung bedurft, die aber sicher nicht im nor­ma­len Ver­hält­nis Ordens­obe­rer und Ordens­mit­glied not­wen­dig ist.

            Ich mache Bischof Fel­lay nicht den Vor­wurf, dass er die­se Aus­bil­dung nicht hat.

            Übri­gens die Beschrei­bung ego­ma­ni­sche Ver­zo­gen­heit Wil­liam­sons ist mehr als zutref­fend: Er schrieb am 27.2.2009 in sei­nem Blog, dass er nun Schwei­gen wol­le (https://www.katholisches.info/?p=3113). Tat er dies? Nein.

            Bischof Fel­lay bat ihn das Schrei­ben in sei­nem Blog zu unter­las­sen Schließ­lich ver­bot Fel­lay es. Gehorch­te Wil­liam­son? Nein. Er trick­ste und ver­schickt seit dem sei­nen News­let­ter. Ist ja kein Blog! Hal­lo, wenn dies nicht eine ego­ma­ni­sche Ver­zo­gen­heit ist, was dann?

          • Scha­de, daß Sie sich mit Ihrer „Kla­rer­dar­stel­lung“ wie­der ins Unrecht set­zen.

            In der Beur­tei­lung ande­rer Men­schen soll­ten Sie doch etwas vor­sich­ti­ger, auch anstän­di­ger sein, und das gilt auch gegen­über Bischof Wil­liam­son.

            Weder ist Bischof Wil­liam­son ver­zo­gen, noch hat er sich ver­rannt, noch hat­te Fel­lay irgend­ein Recht, Bischof Willam­son die Elei­son-Kom­men­ta­re zu ver­bie­ten. Bischof Wil­liam­son hat jedes Recht, sei­ne per­sön­li­che Mei­nung zu äußern.

            Mei­ner­seits wer­fe ich Fel­lay auch nicht vor, daß er kei­ne psy­cho­lo­gi­schen und päd­ago­gi­schen Stu­di­en betrieb, aber ich wer­fe ihm ekla­tan­te Füh­rungs­schwä­che vor. Eine füh­ren­de Per­son soll­te über­zeu­gen kön­nen, wenn nicht, ist sie fehl am Plat­ze. Im übri­gen hat sich ja inzwi­schen her­aus­ge­stellt, wie recht Bischof Wil­liam­son mit sei­nen Beden­ken hat­te. Aber statt daß Fel­lay sein Unrecht ein­ge­se­hen hät­te, straf­te er auch noch den ab, der zurecht warn­te. Schä­bi­ger und erbärm­li­cher geht es doch nicht mehr.

      • Abschlie­ßend: Ich den­ke, Sie ver­en­nen sich ein wenig. Es hat eine gewis­se Ähn­lich­keit mit Wil­liam­son.

        • Wenn Sie über die Sta­tu­ten der Pius­bru­der­schaft infor­miert wer­den wol­len, kön­nen Sie das auf der offi­zi­el­len Sei­te des deut­schen Distrikts (pius.info), und zwar in einem Arti­kel vom 23.VI.2012 unter dem Titel „Gene­ral­ka­pi­tel der Pius­bru­der­schaft“. Dort fin­den Sie auch aus­führ­lich beschrie­ben, wer zum Gene­ral­ka­pi­tel ein­zu­la­den ist — dar­un­ter eben auch die Weih­bi­schö­fe, also (damals) auch Bischof Wil­liam­son.

          Wenn wir schon von Fehl­ver­hal­ten spre­chen, dann kön­nen wir mit der Ent­las­sung Bischof Wil­liam­sons aus La Reja begin­nen, kön­nen mit den fei­gen und schä­bi­gen Distan­zie­run­gen der Pius­bru­der­schaft von Bischof Wil­liam­son fort­set­zen usw. Es berei­tet nun ein­mal kei­ne Freu­de, wenn man von prie­ster­li­chen „Brü­dern“, die doch eigent­lich in der Not zum Bei­stand ver­pflich­tet sein soll­ten, statt Hil­fe auch noch einen Dolch in den Rücken bekommt …

          Wer sich übri­gens ver­rann­te, war Fel­lay in sei­nem Aus­söh­nungs­be­stre­ben (für Aus­söh­nung bin ich übri­gens auch, aber nur in Wahr­heit).

          • Das ist eben Ihr per­sön­li­ches Ver­ren­nen. Sie beru­fen sich auf eine Stel­le der Sta­tu­ten. Das es eine Gesamt­heit der Sta­tu­ten gibt beach­ten Sie nicht. Die Mög­lich­keit, dass in denen gewis­se Reg­lun­gen ste­hen, die einen Aus­schluss Wiliams­son for­der­ten, erwä­gen sie über­haupt nicht.

            Aus La Reja wur­de er ent­las­sen, weil er vom Staat Argen­ti­ni­en aus­ge­wie­sen wur­de.

            Bischof Wil­liam­son tut sei­ne per­sön­li­che poli­ti­sche und zeit­ge­schicht­li­che Mei­nung zur Juden­ver­nich­tung kund. Und Sie erwar­ten, dass sich die Pius­bru­der­schaft die­ser extrem merk­wür­di­ge Pri­vat­mei­nung anschließt?

            Die Unter­stel­lung, dass die Pius­bru­der­schaft oder Fel­lay sich außer­halb der Wahr­heit ver­söh­nen möch­te, ist ein­fach nur als Unver­schämt zu bezeich­nen. Oder aber man zeigt ein wenig Ver­ständ­nis, wie ich es tat, und sucht die Ursa­che im bocki­gen Ver­hal­ten, das einem ver­zo­ge­nem Kind ähnelt.

          • Wenn der Aus­schluß Bischof Wil­liam­sons mit rech­ten Din­gen zuge­gan­gen wäre, hät­te die Pius­bru­der­schaft das klar und deut­lich ver­kün­den und begrün­den kön­nen. Genau das ist nicht gesche­hen, also war das eine krum­me Tour.

            Wie­der ein­mal irren Sie sich, indem Sie die Rei­hen­fol­ge miß­ach­ten: Erst wur­de Bischof Wil­liam­son aus La Reja ent­las­sen, erst danach wies Bue­nos Aires Bischof Wil­liam­son aus dem Land.
            Und gera­de hier wird die Rei­hen­fol­ge wich­tig: Wäre die Aus­wei­sung zuerst erfolgt, hät­te kein Mensch, auch Bischof Wil­liam­son nicht und auch ich nicht, irgend­et­was gegen die Ent­las­sung aus La Reja ein­wen­den kön­nen. Aber es war eben umge­kehrt.

            Wie kom­men Sie eigent­lich zu der Unter­stel­lung, daß ich erwar­ten wür­de, die Pius­bru­der­schaft wür­de sich Bischof Wil­liam­sons Mei­nung anschlie­ßen?
            Wenn die Pius­bru­der­schaft sich von der Mei­nung Bischof Wil­liam­sons distan­ziert war­um nicht. Daß ihn die Obe­ren aber nicht nur im Stich lie­ßen, son­dern auch noch abser­vier­ten, ist erbärm­lich und schä­big.

          • Bischof Wil­liam­son befürch­te­te auf­grund eini­ger Anhalts­punk­te, daß die Pius­bru­der­schaft mit Rom einen fau­len Kom­pro­miß schlie­ßen wür­de — das wäre eine Ver­söh­nung außer­halb der Wahr­heit gewe­sen. Rom hat aber den Bogen über­spannt mit die­ser Prä­am­bel, die von der Pius­bru­der­schaft unmög­lich ange­nom­men wer­den konn­te. Was gesche­hen wäre, wenn Rom nicht ganz so bru­tal gewe­sen wäre, muß hier dahin­ge­stellt wer­den.

            Fel­lay selbst scheint ja auch ziem­lich ent­täuscht zu sein, sonst hät­te er wohl kaum „die Juden, die Frei­mau­rer, die Moder­ni­sten“ (immer mit bestimm­tem Arti­kel) als Fein­de der Kir­che bezeich­net (man kann sich das Geze­ter leb­haft vor­stel­len, wenn Bischof Wil­liam­son „die Juden“ mit bestimm­tem Arti­kel als Kir­chen­fein­de bezeich­net hät­te!). Die­se Ent­täu­schung war unnö­tig, Fel­lay hät­te bloß sich Bischof Wil­liam­son bes­ser anzu­hö­ren brau­chen.

  13. Wenn ich rich­tig infor­miert bin, ist für die Bischofs­wei­he ein ande­rer Bischof not­wen­dig, Wil­liam­son allein kann nicht wei­hen. Wer soll der ande­re Bischof sein?

  14. @Seefeldt
    Kann schon sein dass Her Wil­liam­son sei­ne Aus­sa­gen für wahr hält, die Sache ist nur dass sie nicht wahr SIND. Sie reden sich hier um Kopf und Kra­gen, um eine Ein­zel­per­son zu ver­tei­di­gen, die ein­fach einen Feh­ler gemacht. Hier­bei geht es weder um die kath. Kir­che, noch um die Pius­bru­der­schaft, es geht nur um Wil­liam­son und sei­ne Äuße­run­gen zum Holo­caust. Es äatholn­dert nichts, dass auch Polen betei­ligt waren. Wenn sie Wil­liam­son so sehr schät­zen, dass sie die­se Aus­sa­gen ver­tei­di­gen, ist das ihre Sache. Wenn sie dar­aus ein per­söhn­li­ches Ding machen, auch gut. Wenn sie als Kik den Hl. Vater nicht wert­schät­zen und das mit irgend­wel­chen Aus­sa­gen über den ZdJ ver­schlei­ern, ist das bedau­er­lich. Wenn sie möch­ten, kön­nen sie Herrn Wil­liam­son fol­gen, wo immer er sie hin­füh­ren will. Ich bezweif­le aber, dass dies die rich­ti­ge Rich­tung sein wird.

    • soll­te hei­ßen „es ändert“ und „als Katho­lik“. Ist mir irgend­wie durch­ein­an­der gekom­men.

    • @Oberschlesien:
      Ich hal­te sie defi­ni­tiv NICHT für qua­li­fi­ziert, über Wahr und Falsch histo­ri­scher Tat­sa­chen zu ent­schei­den. Das über­las­sen sie bit­te getrost Fach­leu­ten, am besten Histo­ri­kern, die wirk­lich an der Wahr­heit inter­es­siert sind, nicht „Brot­ge­lehr­ten“ in Schil­ler­schem Sin­ne oder ande­ren, denen es nicht um die Wahr­heit, son­dern um blo­ße Pro­pa­gan­da geht.

      Ich soll mich um „Kopf und Kra­gen reden“? Ich sage doch gar nichts zur Sache, plä­die­re ledig­lich für Mei­nungs­frei­heit, das aber ent­schie­den.
      Und es geht mir hier auch nicht dar­um, Bischof Wil­liam­sons Aus­sa­gen zu ver­tei­di­gen, son­dern die Mei­nungs­frei­heit zu ver­tei­di­gen.

      Wie in so ziem­lich allem ande­ren irren sie sich auch, wenn sie mir unter­stel­len, den Hei­li­gen Vater nicht zu schät­zen. Zum einen bin ich Katho­lik und schät­ze dar­um den Papst grund­sätz­lich, solan­ge er katho­lisch lehrt, zum ande­ren bin ich Deut­scher und freue mich schon des­we­gen, daß der jet­zi­ge Papst ein Deut­scher ist.

      • Aber ich bewer­te einen Men­schen haupt­säch­lich danach, was er tut und sagt, und wenn ein Papst etwas tut oder sagt, was der katho­li­schen Über­lie­fe­rung wider­spricht, dann gestat­te ich mir, das zu kri­ti­sie­ren, oder ich pflich­te ande­ren Kri­ti­kern wie der Pius­bru­der­schaft oder Bischof Wil­liam­son bei.

        Das mit dem ZdJ hat übri­gens über­haupt nichts mit mei­ner Hal­tung zum Papst zu tun, son­dern galt ihrer stän­di­gen fal­schen Gleich­set­zung der Welt­mei­nung mit der Mei­nung die­ser Orga­ni­sa­ti­on. Das soll­te eigent­lich klar genug gewe­sen sein. War­um sie das jetzt schon wie­der so ver­dre­hen, könn­te man ja auch ein­mal hin­ter­fra­gen.

        • Mei­nen sie mit an der Wahr­heit inter­es­sier­ten Histo­ri­kern evtl. Bischof Wil­liam­son? Und vom ZdJ haben sie die gan­ze Zeit ins Spiel gebracht. Möch­ten sie vllt. etwas über den ZdJ los­wer­den? Dann bit­te. Anson­sten macht dies doch gar kei­nen Sinn, denn ich rede nicht davon. Und ich wür­de eher sagen, sie ver­tei­di­gen die Mei­nung von Herrn Wil­liam­son und nicht die Mei­nungs­frei­heit, sonst wür­den sie mei­ne Mei­nung vllt. ent­spann­ter auf­neh­men. Für mich trägt jemand, der den Holo­caust auf die­se Wei­se her­un­ter­rech­net, juden­feind­li­che Hin­ter­ge­dan­ken.

          • Bischof Wil­liam­son ist kein Histo­ri­ker, den kann ich schon ein­mal nicht gemeint haben. Aber ich bin sicher, daß er Wer­ke von Histo­ri­kern gele­sen hat.

            sie haben stän­dig von der Welt­mei­nung gefa­selt, wenn sie die Mei­nung von Orga­ni­sa­ti­on wie dem ZdJ mein­ten, und dar­auf habe ich eben hin­ge­wie­sen — nicht mehr, aber auch nicht weni­ger.

            Ich ver­tei­di­ge die Mei­nungs­frei­heit, ihre Unter­stel­lun­gen kön­nen sie getrost blei­ben las­sen.

            Und wenn sie schrei­ben, für sie habe jemand, der den Holo­caust her­un­ter­rech­net, juden­feind­li­che Hin­ter­ge­dan­ken, ver­ra­ten sie damit nur ihre unbe­darft­heit und vor­ein­ge­nom­men­heit.

      • Wel­chen ver­nünf­ti­gen Chri­sten kann es inter­es­sie­ren, ob jemand Deut­scher,
        Afri­ka­ner oder sonst was ist ?

        Unser Herr und König gesagt hat : Mein Reich ist nicht von die­ser Welt.
        Des­halb kann unse­re Hei­mat nur dort sein, wo das Reich unse­res Herrn ist.

        Die Natio­nen auf die­ser Erde haben sich die Men­schen in sinn­lo­sen, Jahr­hun­der­te wäh­ren­den Krie­gen selbst gegen­ein­an­der abge­grenzt.

  15. Falls sie auch noch sach­li­che Gegen­ar­gu­men­te anfüh­ren wol­len, bin ich ganz Ohr. Anson­sten blei­be ich lie­ber „unbe­darft und vor­ein­ge­nom­men“ ob die­ser skur­ri­len Aus­sa­gen.

    • Ich habe sach­li­che Argu­men­te vor­ge­bracht, sie hin­ge­gen nichts des­glei­chen.
      Und den­ken sie mal etwas nach: wer das heu­ti­ge Isra­el wegen sei­ner Ver­bre­chen gegen­über den Palä­sti­nen­sern sein, muß kein Juden­feind sein, und auch wer nähe­res über die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung her­aus­fin­den möch­te, muß auch kein Juden­feind sein.

      • Sie haben mir in gesagt: Nein, nein, alles sei ganz anders und ich hät­te kei­ne Ahnung. Das über­zeugt mich noch nicht. Wenn sie sich näher über die Juden­ver­fol­gung infor­mie­ren wol­len, bit­te. Wenn sie von 6 Mio. auf nur noch 300k kom­men und Gas­kam­mern habe es nie gege­ben, wür­de evtl. eine Quel­le ange­ben und mich fra­gen, war­um alle ande­ren Unrecht haben soll­ten.
        Und zu Isra­el: Ich fin­de es immer wie­der lustig, wie sich Leu­te über des­sen „Ver­bre­chen“ (ich nen­ne es Selbst­ver­tei­di­gung) empö­ren, aber schwei­gen, wenn im Kon­go gleich­zei­tig tau­sen­de abge­schlach­tet und ver­ge­wal­tigt wer­den. Ich glau­be, wenn die Israe­lis kei­ne Juden wären, wür­de sich in Deutsch­land kei­ne Sau mehr für den Kon­flikt inter­es­sie­ren, man wür­de ihn igno­rie­ren wie Dar­fur oder Süd­su­dan. Aber da Juden invol­viert sind, wer­den sogar schwer­be­waff­ne­te Mos­lem­ter­ro­ri­sten, die Isra­el täg­lich mit Rake­ten beschie­ßen, zu armen Opfern der „Besat­zungs­macht“ umge­dich­tet.

        • Erstens habe ich weder zu der Anzahl der toten Juden infol­ge der natio­nal­so­zia­li­sti­schen Ver­fol­gung noch zum Vor­han­den­sein oder Nicht­vor­han­den­sein von Gas­kam­mern Stel­lung bezo­gen, zwei­tens gibt es außer Bischof Wil­liam­son auch eini­ge ande­re Leu­te, dar­un­ter durch­aus ernst­zu­neh­men­de Histo­ri­ker, die zu ande­ren Ergeb­nis­sen hin­sicht­lich der Toten und der Gas­kam­mern kom­men als sie („ober­schle­si­en“), der sie ja ohne­hin nur nach­plap­pern, was ihnen vor­ge­plap­pert wird. ihr „alle ande­ren“ ist somit auch schon wie­der falsch.
          Wer das, was Isra­el den Palä­si­nen­sern antut, als „Selbst­ver­tei­di­gung“ bezeich­net, hat ent­we­der kei­ne Ahnung oder heißt schlimm­ste Ver­bre­chen gut und macht sich damit zum Mit­ver­bre­cher. ihr Glau­be von dem Jude­sein der Israe­lis ist auch schon wie­der ein deut­li­ches Zei­chen ihrer Wahn­welt. Und das mit den „schwer­be­waff­ne­ten Mos­lem­ter­ro­ri­sten“ ist auch wie­der so eine gro­tes­ke Tat­sa­chen­ver­zer­rung ihrer­seits („osl“). Schwer­be­waff­net ist dort allein Isra­el.

          • sie kön­nen ja ein­mal die deut­schen Bischö­fe nach ihren Erfah­run­gen in Palä­sti­na fra­gen. Sie beant­wor­ten auch Fra­gen von Nicht­ka­tho­li­ken.

            Und über­haupt: Bischof Wil­liam­son hat die natio­na­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung NICHT gut­ge­hei­ßen. sie, „ober­schle­si­en“, hei­ßen dage­gen die Ver­bre­chen der israe­li­schen Besat­zer in Palä­sti­na gut.
            Es ist viel schlim­mer, Ver­bre­chen gut­zu­hei­ßen, als Zwei­fel zu hegen.

  16. @Seefeldt
    Nun machen sie sich aber end­gül­tig lächer­lich. Die Hamas for­dert nun schon seit Jah­ren, Isra­el aus­zu­lö­schen und ver­übt Selbst­mord­an­schlä­ge und Rake­ten­an­grif­fe auf Zivi­li­sten. Sich dage­gen zu weh­ren soll ein Ver­bre­chen sein? Sie leben anschei­nend in ihrer eige­nen Welt, genau wie Wil­liam­son, und Ver­trau­en „seriö­sen“ For­schern, auch Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker genannt. Der Holo­caust ist erlo­gen, die Hamas ist erlo­gen, las­sen sie mich raten, das WTC wur­de auch von den Amis gesprengt, nicht wahr? Und die Israe­lis sind kei­ne Juden, son­dern „Zio­ni­sten“, also darf man sie ver­nich­ten, oder wie? Kom­men sie mal klar auf ihr Leben, und vor allem auf ihr Den­ken.

    • Eine sach­li­che Dis­kus­si­on lässt sich doch nicht füh­ren, wenn sie sämt­li­che Tat­sa­chen leug­nen, weil sie nicht in ihr Welt­bild pas­sen. Also been­de ich sie.

      • Schon ein­mal etwas von Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der Mit­tel gehört?
        Gera­de ein­mal eine Hand­voll Israe­lis sind durch Hamas-Rake­ten umge­kom­men. Natür­lich ist auch jeder getö­te­te Israe­li ein Getö­te­ter zuviel, aber die Zahl die durch Isra­el getö­te­ten Palä­sti­nen­ser ist allein in den letz­ten Jah­ren vier­stel­lig!

        Und als näch­stes wäre natür­lich auch zu fra­gen, war­um die Hamas immer wie­der Rake­ten auf Isra­el abschießt. Die Ant­wort dazu habe ich bereits genannt: die israe­li­sche Blocka­de des Gaza­strei­fens und die unzäh­li­gen son­sti­gen Ver­bre­chen Isra­els an den Palä­sti­nen­sern.

        Da „ober­schle­si­en“ anschei­nend auch nicht lesen kann, noch­mals: Ich habe weder zu der Zahl der Opfer der natio­nal­so­zia­li­sti­schen Juden­ver­fol­gung noch zu dem Vor­han­den- oder Nicht­vor­han­den­sein von Gas­kam­mern Stel­lung bezo­gen.

        • Histo­ri­ker, die die Hil­bergs und der­glei­chen Anga­ben zur natio­nal­so­zia­li­sti­schen Juden­ver­fol­gung bezwei­feln, wer­den übri­gens „Revi­sio­ni­sten“ genannt. Aber natür­lich weiß „ober­schle­si­en“ auch das nicht.

          Ich bin mir übri­gens nicht bewußt, hier von „Zio­ni­sten“ geschrie­ben zu haben, und erst recht habe ich nicht geschrie­ben, daß man Juden ver­nich­ten dür­fe.

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