Am 16. September unterzeichnete das Maduro-Regime mit abhängigen Kleinparteien ein Abkommen zur Durchführung von Wahlen. Die Opposition spricht von einer Farce.
Hintergrund

Maduro ruft Farce-Wahlen aus – mit dem Segen des Papstes

(Cara­cas) Vom sozia­li­sti­schen Regime in Vene­zue­la unter Staats- und Regie­rungs­chef Nico­las Madu­ro wur­den Par­la­ments­wah­len aus­ge­ru­fen, die von der Oppo­si­ti­on und dem Groß­teil der inter­na­tio­na­len Staa­ten­ge­mein­schaft als Far­ce kri­ti­siert wer­den. Den Segen des Vati­kans haben sie hin­ge­gen.

In Venezuela, wo es Unterdrücker und Unterdrückte gibt, scheitert der Volksbegriff von Papst Franziskus.
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Volk ist nicht gleich Volk

Der Begriff „Volk“ (spa­nisch pue­blo) spielt für das Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus eine zen­tra­le Rol­le. Das­sel­be gilt für den Jesui­ten­or­den. Jesui­ten haben in den 1970er Jah­ren den Begriff zum Syn­onym für „Pro­le­ta­ri­at“ gemacht und nicht sel­ten die Brücke bis zum Mar­xis­mus geschla­gen. Das heißt auch, daß Volk nicht immer Volk meint, wie der­zeit die Vene­zo­la­ner

Erste Angelobung von Daniel Ortega nach der sandinistischen Machtübernahme 1979. Im Hintergrund Fidel Castro.
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Bei sozialistischen Regimen hält sich Franziskus zurück

(Rom) Wenn es um sozia­li­sti­sche Dik­ta­tu­ren geht, gibt sich Papst Fran­zis­kus sehr zurück­hal­tend. Die Zurück­hal­tung wird nicht als Vor­sicht gese­hen, um einen poten­ti­el­len grö­ße­ren Scha­den zu ver­hin­dern und die Orts­kir­che vor einer mög­li­chen Ver­fol­gung zu schüt­zen. Sie wird viel­mehr als mehr oder weni­ger offe­ne Sym­pa­thie auf­ge­faßt. Die Regi­me­ver­tre­ter bedan­ken sich ihrer­seits, zumin­dest in Latein­ame­ri­ka, mit

Papst Franziskus bei seiner Ansprache an die Vertreter von Staat und Gesellschaft in Panama. Im Hintergrund die Büste von Simon Bolivar.
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Auf welcher Seite Papst Franziskus in Lateinamerika steht

„Auf wel­cher Sei­te Papst Fran­zis­kus in Latein­ame­ri­ka steht: Neu­tral gegen­über Madu­ro hat er den neu­en Pri­mas von Peru aus­ge­wählt – einen Befrei­ungs­theo­lo­gen.Die erste Rede des Pap­stes in Pana­ma war unter ande­rem des­halb mit Span­nung erwar­tet wor­den, um zu ver­ste­hen, ob der Hei­li­ge Stuhl etwas mehr bezüg­lich sei­ner Posi­ti­on zur Vene­­zu­e­­la-Kri­­se sagt – oder zumin­dest zu

Drohung: „Tod den Priestern“, gezeichnet PSUV, wurde in Venezuela auf etliche Kirchenmauern geschmiert.
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Der Papst und der linke Diktator

(Rom) Betreibt Papst Fran­zis­kus eine „zyni­sche Real­po­li­tik“? Die­se Fra­ge stellt der Vati­ka­nist der ita­lie­ni­schen Tages­zei­tung Il Foglio, Matteo Mat­zuz­zi, mit Blick auf Vene­zue­la.

Der türkische Staatspräsident Erdogan besuchte auf dem Rückweg vom G20-Gipfel das krisengeschüttelte Venezuela und erklärte sich zum Retter des Maduro-Regimes. Im Gegenzug sicherte er sich Schürfrechte, Handelsbegünstigungen und eine offene Tür für den Islam.
Hintergrund

Erdogan „rettet“ Venezuela mit Wirtschaftshilfe und Islam

(Cara­cas) Der tür­ki­sche Staats­prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdogan besuch­te nach der Teil­nah­me am G20-Gip­­fel in Argen­ti­ni­en auf dem Rück­flug noch Vene­zue­la. Das „boli­va­ri­sche“, sozia­li­sti­sche Regime von Staats- und Regie­rungs­chef Nico­las Madu­ro befin­det sich durch Mas­sen­exo­dus, Auf­stän­de und Wirt­schafts­kri­se mit dem Rücken zur Wand. In Cara­cas ist daher jeder will­kom­men, der Aus­sicht auf Hil­fe bringt. Das sind

Venezuela
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„Papst Franziskus hat der Rechten den Mund gestopft“

(Rom/Caracas) Zum fünf­ten Jah­res­tag sei­ner Erwäh­lung und wegen der zuneh­men­den Kri­tik an sei­ner Amts­füh­rung fehlt es nicht an „Ver­trau­ten“, die das Han­deln von Papst Fran­zis­kus öffent­lich inter­pre­tie­ren. Unter ihnen befin­det sich auch der „boli­va­ri­sche“ Staats­prä­si­dent von Vene­zue­la, Nico­las Madu­ro.

Papst Franziskus mit der Delegation der venezolanischen Bischöfe gestern in Bogota. Ein Phototermin, der dem Kirchenoberhaupt nicht sonderlich zugesagt zu haben scheint.
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Dementierte Begegnung mit Venezuelas Bischöfen — Papst spricht von Dialog, den Kardinal Urosa für „unmöglich“ hält

(Bogo­ta) Am 1. Sep­tem­ber gab das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt eine Pres­se­kon­fe­renz zur Papst-Rei­­se nach Kolum­bi­en. Dabei stell­te Vati­kan­spre­cher Greg Bur­ke im Zusam­men­hang mit Fra­gen nach mög­li­chen Tref­fen und Gesprä­chen klar:

Papst Franziskus mit Kolumbiens linksliberalem Staatspräsidenten Santos im Dezember 2016 im Vatikan
Hintergrund

Franziskus landet in Kolumbien mit Blick Richtung Venezuela

(Bogo­tà ) Um 22.30 Uhr Mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit wird Papst Fran­zis­kus heu­te in Kolum­bi­en lan­den und sei­nen 20. Pasto­ral­be­such im Aus­land begin­nen. Der bis zum 11. Sep­tem­ber dau­ern­de Kolu­m­­bi­en-Besuch steht nach Wunsch des katho­li­schen Kir­chen­ober­haup­tes ganz im Zei­chen von „Frie­den und Dia­log“, wie er gestern in einer Video­bot­schaft ankün­dig­te.