Die erste Karwoche des neuen Pontifikats von Papst Leo XIV. setzt ein Zeichen – liturgisch, kirchlich und nicht zuletzt symbolisch. Während in den vergangenen dreizehn Jahren eine systematische Verlagerung der zentralen Gründonnerstagsriten an Orte außerhalb der klassischen Sakralräume stattfand, kehrt der neue Papst zu einer sichtbaren, öffentlich verorteten Zelebration der Liturgie zurück.
Ein Kommentar von Mag. Michael Gurtner* Die Fußwaschung, welche der Heiland beim letzten Abendmahle an seinen Aposteln vollzog, wird jedes Jahr gerne in verschiedenen Predigten und Kommentaren ausgelegt, und zwar mit gutem Recht. Allerdings ist es auffällig, daß sich die allermeisten dabei auf einen einzigen Aspekt beschränken, nämlich jenen der Demutsgeste. Diese Lesart ist gewiß …
18. April 2025Kommentare deaktiviert für Improperien – Die Heilandsklagen zur Kreuzverehrung
Die Bezeichnung des zweiten der drei heiligen Tage als Karfreitag geht auf das althochdeutsche kara für Klage/Trauer zurück. An diesem Tag gedenkt die Kirche des Kreuzestodes unseres Herrn Jesus Christus. Zur neunten Stunde hauchte er auf Golgatha vor den Mauern Jerusalems sein Leben aus, als im Tempel die Opferlämmer für das Paschafest geschlachtet wurden. So …
Von Don Michael Gurtner* Frage: Es ist klar, daß es viel zu tun gäbe. Aber wenn Sie einen einzigen zentralen Punkt benennen müßten, auf den man seine Energien konzentrieren sollte, um einen Ausweg aus der anhaltenden Kirchenkrise zu finden: Wo würden Sie ansetzen?
18. März 2023Kommentare deaktiviert für Zur Lage der Kirche – Frage 8
Von Don Michael Gurtner* Frage 8: Heißt das also im Umkehrschluß, man kann daraus ableiten, wie es um den Kult und die Kultur einer Zeit oder an einem Ort bestellt ist, wie es um die Religiosität, den Glauben und auch die Gesellschaft bestellt ist?
4. März 2023Kommentare deaktiviert für Zur Lage der Kirche – Frage 6
Von Don Michael Gurtner* Frage 6: Von daher wäre also die Frage neu zu stellen: Ist die Form der Liturgie tatsächlich „nur“ gar so zweitrangig, wie man es jahrzehntelang immer abtat? Haben wir die vitale Bedeutung der Form nicht vielleicht arg unterschätzt und somit gerade das verloren, was wir eigentlich erhalten wollten?
Von Don Michael Gurtner* Frage 5: Ein oftmal erhobener Vorwurf ist, daß die traditionelle Liturgie formalistisch sei: Der Ritus sei äußere Form und als solche nicht das eigentlich Wesentliche. Folglich dürfe man daran nicht festhängen. Nicht die Form zähle schließlich, sie sei nebensächlich, sondern die Substanz sei das eigentlich Wichtige. Die Form wird daher in …
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