Blick von der Kirche Dominus flevit auf den Tempelberg in Jerusalem. Wenn Jesus nicht auch für das Heil der Juden gekommen wäre, hätte er nicht über Jerusalem weinen müssen.
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„Nach dem Holocaust“ – Geschichts-Theologie zur Rechtfertigung eines jüdischen „Heilsweges“ ohne Christus

Gastbeitrag von Felix Lanz Das Katholische Sonntagsblatt, die „Kirchenzeitung der Diözese Bozen-Brixen“ veröffentlichte am 16. April den Artikel „Fürbitten im Geiste des Konzils“. Im Vorspann heißt es: „Nirgends spiegelt sich das neue Verhältnis des Zweiten Vatikanischen Konzils zu anderen Religionen, zu den Juden und den Heiden deutlicher wider als bei den großen Fürbitten am Karfreitag.“

Kreuzverehrung
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Das Ärgernis vom Kreuz und dem Gekreuzigten

Gegenrede zu einem Kirchenzeitungsbeitrag von Hubert Hecker. Der Chefredakteur der drei hessischen Bistums-Kirchenzeitungen, Johannes Becher, plädiert dafür, die Kreuzwege der katholischen Kirchen nach Karfreitag abzuhängen bzw. zu ersetzen. Das schreibt er in der Limburger Kirchenzeitung „Der Sonntag“ vom 9. April 2017. Die Betrachtung der Passion Christi sollte auf die Zeit vor Karfreitag beschränkt bleiben, damit

Liturgie & Tradition

Improperien – Die Heilandsklagen in der Karfreitagsliturgie

In der Karfreitagsliturgie erklingen am Beginn der Kreuzverehrung die Improperien, die Heilandsklagen. Sie finden ihre Anlehnung an das alttestamentliche Buch Micha 6,3-4: „Mein Volk, was habe ich dir getan, womit dich beleidigt? Antworte mir! Ich habe dich aus dem Land Ägypten geführt, aus dem Sklavenhaus dich erlöst. Als Führer sandte ich dir Moses, Aaron und

Roter Faden, Altstadt von Jerusalem (2015)
Hintergrund

Das „Wunder des roten Fadens“

Der Talmud ist neben dem Tanach, den für das Judentum normativ geltenden Bibeltexten, die wichtigste Schrift der Juden. Er liefert in beiden Versionen, sowohl dem Babylonischen als auch dem Jerusalemer Talmud, eine Gegenerzählung, ein Anti-Evangelium, um die Hinrichtung Jesu zu rechtfertigen – und er enthält eine Vielzahl abscheulicher Aussagen gegen Christus und die Christen. Dennoch