Venezuelas Staatspräsident Nicolás Maduro bei seinem Staatsbesuch im Juni 2013 bei Papst Franziskus im Vatikan
Nachrichten

Vatikanische Vermittlungsversuche für Maduro – und ihr Scheitern

Die dra­ma­ti­sche Ent­füh­rung des vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro Anfang Janu­ar 2026 durch US‑Spezialkräfte hat nicht nur die poli­ti­sche Welt­büh­ne erschüt­tert, son­dern auch inter­ne diplo­ma­ti­sche Manö­ver inter­na­tio­na­ler Akteu­re ans Licht gebracht, die bis­lang weit­ge­hend unbe­kannt waren. Vor­weg: Die USA spre­chen von „Fest­nah­me“, aller­dings agier­ten die US-Spe­­zi­al­­kräf­te in einem frem­den Staat unter Ver­let­zung des gel­ten­den Rechts. Wie die Washing­ton
Arthur Roche, Präfekt des Gottesdienstdikasteriums und erklärter Gegner des überlieferten Römischen Ritus, mit Papst Franziskus, der ihn auf diesen Posten setzte und zum Kardinal kreierte
Leo XIV.

Römische Machinationen in der Liturgiefrage

Das außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um der ver­gan­ge­nen Woche warf ein Schlag­licht auf eine Ent­wick­lung, die vie­le Gläu­bi­ge seit Jah­ren mit Sor­ge beob­ach­ten. Wäh­rend sich die ver­sam­mel­ten Kar­di­nä­le in syn­oda­len Über­le­gun­gen ergin­gen, blie­ben Fra­gen außen vor, die das kon­kre­te kirch­li­che Leben unmit­tel­bar betref­fen. Dazu zählt vor allem die Lit­ur­gie – bemer­kens­wer­ter­wei­se ein The­ma, das ursprüng­lich auf der Tages­ord­nung
Der Passionsweg und das Lauretanische Haus von Řimau laden zu einem Besuch ein.
Liturgie & Tradition

Řimau – ein lebendiges geistliches Juwel in Südböhmen

Im histo­ri­schen Böh­men, dem ein­sti­gen König­reich im Her­zen Mit­tel­eu­ro­pas, befin­det sich im Süden ein beson­de­rer Ort: Řimov, auf deutsch Řimau (aus­ge­spro­chen Rschi­mau, im Deut­schen auch als Rim­au bekannt). Für vie­le klingt das, was sich hier ereig­net hat und noch ereig­net, ganz im posi­ti­ven Sinn wie ein moder­nes Mär­chen. Doch das Schö­ne ist: Es ist wahr.
Papst Leo XIV. mit den zum Konsistorium versammelten Kardinälen am Cathedra-Altar
Leo XIV.

Konsistorium: Und wo blieb die Liturgie?

Edward Pen­tin berich­te­te in einem vom Natio­nal Catho­lic Regi­ster ver­öf­fent­lich­ten Arti­kel, daß eini­ge Kar­di­nä­le sowie Gläu­bi­ge, die dem über­lie­fer­ten römi­schen Ritus ver­bun­den sind, ihre Besorg­nis dar­über zum Aus­druck gebracht haben, daß die Lit­ur­gie bei dem am 7./8. Janu­ar im Vati­kan tagen­den außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­um in den Hin­ter­grund gedrängt wur­de, nach­dem die Mehr­heit der Kar­di­nä­le dafür gestimmt
Leo XIV., Aufnahme bei den Arbeitsgruppen des Konsistoriums in der Aula Paolo VI
Leo XIV.

Macht und Bedeutung der Bilder

Aus den zahl­rei­chen Bil­dern, die vom Kon­si­sto­ri­um der ver­gan­ge­nen zwei Tage ver­öf­fent­licht wur­den, sei­en zwei her­aus­ge­grif­fen, weil sie auf jeweils eige­ne Wei­se emble­ma­tisch sind: eines, das uns sehr gefällt, und eines, das uns weni­ger gefällt.
Papst Leo XIV. bemühte sich, den Kardinälen zuzuhören, von denen allerdings erwartungsgemäß nur sehr wenige zu Wort kamen, und die Einheit zu betonen. Doch welche Akzente setzte er insgesamt?
Leo XIV.

Leo XIV. zum Abschluß des Konsistoriums „a braccio“

Eine Ana­ly­se von Giu­sep­pe Nar­di Wie gestern ange­kün­digt, ermög­licht erst die Ein­be­zie­hung der Schluß­wor­te von Papst Leo XIV. eine Gesamt­ana­ly­se sei­ner Akzent­set­zun­gen, da in sie auch schon das zwei­tä­gi­ge Kon­si­sto­ri­um ein­ge­flos­sen ist. Der Hei­li­ge Stuhl ver­öf­fent­lich­te die Schluß­wor­te, die vom Papst frei gespro­chen wur­den, wie aus­drück­lich betont wird. Wir haben bereits an ande­rer Stel­le Zwei­fel an
Leo XIV. beim Te Deum im Petersdom zum Abschluß des ersten außerordentlichen Konsistoriums seines Pontifikats
Leo XIV.

Das Konsistorium als Programm – Kollegialität statt Synodalität?

Ein Kom­men­tar von Giu­sep­pe Nar­di Das außer­or­dent­li­che Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um ist been­det, doch es mar­kiert offen­kun­dig kei­nen Abschluß, son­dern den Auf­takt eines neu­en For­mats. Papst Leo XIV. kün­dig­te ein wei­te­res Tref­fen für Ende Juni an, ver­bun­den mit der Absicht, künf­tig jähr­lich mehr­tä­gi­ge Kon­si­sto­ri­en abzu­hal­ten. Die vati­ka­ni­sche Pres­se­stel­le bestä­tig­te dies umge­hend. Was auf den ersten Blick wie ein orga­ni­sa­to­ri­sches
Leo XIV. zwischen Kardinälen heute morgen im Petersdom
Leo XIV.

Papst Leo XIV. und das konziliare Koordinatensystem

Eine erste Ana­ly­se von Giu­sep­pe Nar­di Die Anspra­che von Papst Leo XIV. an das außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um vom 7. Janu­ar 2026 ist ein pro­gram­ma­ti­scher Text. Sie defi­niert nicht nur Stil und Selbst­ver­ständ­nis des neu­en Pon­ti­fi­kats, son­dern erlaubt auch eine prä­zi­se Ein­ord­nung sei­nes theo­lo­gi­schen und ekkle­sio­lo­gi­schen Stand­or­tes. Inhalt­lich wie metho­disch bewegt sich die Rede ein­deu­tig inner­halb des kirch­li­chen
Der altrituelle Priester, Ordensgründer und ehemalige Generalobere Louis-Marie de Blignières legte den heute in Rom versammelten Kardinälen einen Vorschlag für die Zukunft des überlieferten Ritus vor
Leo XIV.

Ein neuer Vorschlag für die Zukunft (des alten Ritus) der Kirche

Kurz vor dem Beginn des ersten außer­or­dent­li­chen Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­ums unter Papst Leo XIV., bei dem auch Fra­gen der Lit­ur­gie bera­ten wer­den sol­len, sorgt ein Schrei­ben von tra­di­tio­na­li­sti­scher Sei­te für Auf­merk­sam­keit. Der Brief, der an die Kar­di­nä­le des Hei­li­gen Kol­le­gi­ums gerich­tet ist, unter­brei­tet einen kon­kre­ten Vor­schlag zur Über­win­dung der Span­nun­gen rund um die Fei­er der über­lie­fer­ten Form
Bischof Michael Martin OFMConv. würgt im Namen der "liturgischen Einheit" den überlieferten Ritus und den knienden Kommunionempfang ab, zeigt selbst aber einen seltsamen Umgang mit seinen liturgischen Insignien. Am 29. August 2024 setzte er scherzhaft während der Predigt einer Studentin seine Mitra auf.
Liturgie & Tradition

Dubia zum Liturgieverständnis des Bischofs von Charlotteville

In der Diö­ze­se Char­lot­te im Staat North Caro­li­na (USA) haben 31 Prie­ster, rund ein Vier­tel des gesam­ten Kle­rus, am 5. Janu­ar 2026 for­mell Dubia an den Hei­li­gen Stuhl gerich­tet. Die Art und Dimen­si­on der Initia­ti­ve ist in der Geschich­te wohl bei­spiel­los. Die Fra­gen wur­den dem Dik­aste­ri­um für die Geset­zes­tex­te über­mit­telt, um Rechts­klar­heit über jüng­ste lit­ur­gi­sche